DE19708826C2 - Behälter, insbesondere Dose, aus dünnwandigem Blech - Google Patents
Behälter, insbesondere Dose, aus dünnwandigem BlechInfo
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Abstract
Behälter (12), insbesondere Dose, aus dünnwandigem Blech, die aus einem einteilig durch Fließpressen hergestellten Bodenteil (13) mit röhrenförmig aufragendem Mittelteil (14) besteht, welches mit einem Deckel abgeschlossen ist, der einen eine Behälteröffnung freigebenden Aufreißverschluß aufweist und durch Bördeln mit dem Mittelteil (14) verbunden ist. Die Herstellung derartiger, insbesondere für Getränke aller Art als Einwegverpackung benutzten Dosen, ist mit erheblichem Materialverbrauch (Aluminium, Weißblech) verbunden. Zum Zweck der Materialersparnis bei der Herstellung wird vorgeschlagen, zumindest das Bodenteil (13), gegebenenfalls auch das Deckelteil, mit Rippen, Sicken oder dgl. (15) zu versehen, die sich von der Mitte des Bodenteils (13) bzw. des Deckelteils ausgehend in Richtung auf den Rand (16) des Bodenteils bzw. Deckelteils zu erstrecken. Die hierdurch erzielte erhebliche Versteifung des Bodenteils (13) bzw. Deckelteils ermöglicht es, dieses wesentlich dünner bei gleicher Steifigkeit und damit materialsparend auszuführen.
Description
Die Erfindung betrifft einen Behälter entsprechend dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1. Ein derartiger Behälter
ist in der DE 35 87 397 T2 beschrieben.
Entsprechend den Ausführungen in der DE 35 87 397 T2 sind die
Hersteller derartiger Behälter bestrebt, die Kosten für den
Verbrauch an Metall für die Herstellung eines solchen
Behälters zu vermindern. Dabei konzentriert man sich haupt
sächlich auf den Bodenbereich des Behälters als denjenigen
Bereich, der nach Befüllen des Behälters eine ausreichende
Widerstandsfähigkeit gegenüber Ausbeulen und Innendruck sowie
ausreichende Knickfestigkeit haben soll und somit auch rauher
Behandlung des befüllten Behälters standhalten kann und seine
vorgegebene Form behält.
Um in dem angesprochenen Sinne Fortschritte zu machen, wird
nach der oben genannten Druckschrift eine neue Profilgebung
des Bodenbereiches vorgeschlagen, die den speziellen, einen
Stellrand ("ringförmige Tragfläche 34") einschliessenden
Verlauf des Profiles des Behälters in dessen Bodenbereich
betrifft - ausgehend vom Zentrum des Bodens des Behälters bis
zu dessen röhrenförmigem Mittelteil. Überdies soll die
vorgeschlagene Profilgebung des Bodenbereiches auch noch dem
Zweck dienen, ein sicheres Stapeln mehrerer Behälter
übereinander zu ermöglichen.
Ferner zeigt die DE 29 00 054 C2 einen Behälter in Form einer
Dose für Getränke. Das zylindrische Mittelteil ("Rumpf")
dieses Behälters ist mit dem Boden einstückig ausgebildet und
weist im Bereich des Übergangs zwischen dem Mittelteil und
dem - grundsätzlich plan ausgeführten und quer zur Längsachse
des Mittelteils verlaufenden - Boden mehrere sowohl radial
als auch gleichzeitig axial in das Mittelteil sowie den Boden
hineinverlaufende "vertiefte Ausnehmungen" (Beschreibung
Spalte 4, Zeile 5) auf, wodurch "Versteifungsrippen 20, 22"
(Beschreibung Spalte 4, Zeile 1) gebildet ("eingeformt")
sind. Diese Versteifungsrippen bilden - da sie sich bezüglich
ihres im Bereich des Bodens befindlichen Anteils in einer
Ebene befinden - eine gemeinsame Standfläche für die Dose
(Beschreibung Spalte 4, Zeilen 9 bis 13).
Die Besonderheit bei dem Behälter nach der DE 29 00 054 C2
ist darin zu sehen, dass zum Vermeiden diverser Probleme
(Beschreibung Spalte 1, Zeile 66 bis Spalte 2, Zeile 19) der
öffenbare Verschluss in den - mit dem Mittelteil einteilig
ausgeführten - Boden verlegt ist, also nicht (mehr) im Deckel
vorgesehen ist.
Aus der DE 29 00 054 C2 ist jedoch keine Lösung für die
Aufgabe zu entnehmen, auf welche Weise bei Behältern der im
Oberbegriff des Patentanspruches 1 genannten Art eine Mate
rialersparnis bei deren Herstellung erzielt werden kann unter
Beibehaltung der erforderlichen Gesamtsteifigkeit von konkav
gekrümmtem Bodenteil mit anschliessendem Mittelteil.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den
gattungsgemäßen Behälter so zu verbessern, dass die Mate
rialersparnis bei der Herstellung des Behälters bei weiterhin
ausreichender Eigensteifigkeit des Bodenteils erhöht wird und
ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Behälters
anzugeben.
Zur Lösung der vorstehend genannten Aufgabe wird die Erfin
dung entsprechend dem kennzeichnenden Teil des Patentanspru
ches 1 vorgeschlagen.
Zweckmässige weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in
den Patentansprüchen 2 bis 4 angegeben.
Ausserdem betrifft die Erfindung auch Verfahrensmerkmale, wie
sie in den nebengeordneten Patentansprüchen 5 und 6 angegeben
sind. - Eine vorteilhafte Weiterbildung des Gegenstandes des
Patentanspruches 6 nennt Patentanspruch 7.
Die vorliegende Erfindung geht insbesondere von der Tatsache
aus, dass das Bodenteil der bisher bekannten Behälter
wesentlich dicker, z. B. 0,33 mm dick, ausgeführt ist als das
Mittelteil, das bei den bekannten Behältern eine Wandstärke
von z. B. 0,12 mm aufweist. Durch Einbringen der
erfindungsgemäß vorgesehenen Versteifungselemente (Rippen,
Sicken) in das - durch eine üblicherweise vorgesehene konkave
Formgebung bereits in gewissem Ausmass gegen von innen
und/oder aussen quer zum Bodenteil wirkende Kräfte versteift
ausgeführte - Bodenteil kann dessen Eigensteifigkeit derart
weiter verbessert werden, dass es ohne Verlust seiner
Funktion - also ohne Verringerung seiner absoluten
Eigensteifigkeit - erheblich dünner als bisher ausgeführt
sein kann. Auf diese Weise kann das Gewicht des Bodenteils,
verglichen mit dem Bodenteil bisher bekannter Dosen der zur
Rede stehenden Art, um beispielsweise 5 g reduziert werden.
Unter Berücksichtigung eines jährlichen Verbrauchs von ca.
fünf Milliarden Dosen führt dies zu einer Reduktion des
jährlichen Materialverbrauchs bei der Herstellung dieser
Behälter in der Grössenordnung von - im hier angenommenen
Fall - beispielsweise 25000 t Weissblech!
Patentanspruch 2 nennt eine zweckmässige weitere Ausgestal
tung des erfindungsgemäßen Behälters.
Die Patentansprüche 3 und 4 nennen alternative Lösungsmög
lichkeiten für die Einbringung der Versteifungselemente in
das Bodenteil.
Die Lösung nach Patentanspruch 3 hat den Vorteil, dass der in
an sich bekannter Weise konkav gewölbte Boden des Bodenteils
keine über die konkav gewölbte Fläche (Grundfläche)
hinaustretenden Bereiche aufweist, so dass z. B. direktes,
möglichst dichtes und also raumsparendes Übereinanderstapeln
derartiger Dosen möglich ist ohne sonst eventuell mögliche
gegenseitige Behinderung durch die erfindungsgemäßen
Versteifungselemente und die Elemente des erwähnten
Aufreissverschlusses einer unter der betreffenden Dose
befindlichen, weiteren Dose.
Im Fall der Lösung nach Patentanspruch 4 kann zwar eventuell
ein sehr dichtes, direktes Übereinanderstapeln von Dosen
durch die erfindungsgemäß vorgesehenen Rippen oder Sicken -
abhängig von den tatsächlichen Gegebenheiten der Gestaltung
von Deckelteil und Bodenteil - behindert sein; jedoch ist die
durch das Einbringen derartiger Rippen oder Sicken in das
Bodenteil zu erwartende Versteifung des Bodenteils eventuell
noch grösser als im Fall der Lösung nach Patentanspruch 3.
Die Patentansprüche 5 bis 7 geben Verfahrensschritte im
Zusammenhang mit der im übrigen an sich bekannten Herstellung
von zur Rede stehenden Dosen an.
Während Patentanspruch 5 ein Einbringen der Rippen oder
Sicken in das Bodenteil der Dose im Zuge des Fließpressvor
ganges beim Herstellen von Bodenteil mit Mittelteil
vorschlägt, gibt Patentanspruch 6 eine alternative Lösung an,
nach der die Rippen oder Sicken in einem gesonderten
Arbeitsschritt in das Bodenteil der Dose eingebracht werden.
- Anstelle eines Verfahrens, bei dem die Prägung der Rippen
oder Sicken mittels mechanischer Stempel vorgenommen wird,
kann diese Prägung im Zusammenhang mit der vorliegenden
Erfindung mit Vorteil auch dadurch vorgenommen werden, dass
das an sich bekannte, mit Flüssigkeitsdruck arbeitende
Verfahren entsprechend dem Vorschlag nach Patentanspruch 7
eingesetzt wird.
Anhand der Fig. 1 und 2 der Zeichnung wird die Erfindung im
folgenden an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 den unteren Bereich eines erfindungsgemäßen
Behälters mit Bodenteil und anschliessendem
Mittelteil in perspektivischer Darstellung, und
Fig. 2 den unteren Bereich des Behälters nach Fig. 1 im
Schnitt entsprechend Schnittlinie C-C in Fig. 1.
Die Fig. 1 und 2 zeigen von einem im übrigen nicht weiter
dargestellten Behälter 12 das runde, konkav gekrümmte
Bodenteil 13 mit anschliessendem, aufragendem Mittelteil 14.
Im Bodenteil 13 sind - von einem in der Mitte des Bodenteils
13 befindlichen, nicht näher bezeichneten Bereich ausgehend -
in radialer Richtung verlaufend angeordnete und somit quer
zum Bodenteil bzw. zu dessen Grundfläche versteifend wirkende
Versteifungselemente in Form von Rippen oder Sicken 15
vorgesehen. Die Rippen, Sicken 15 reichen bis in den
umlaufenden Rand 16 von Bodenteil 13 bzw. Mittelteil 14
hinein und unterbrechen daher an den betreffenden Stellen
jeweils den Verlauf des Randes 16. Die Rippen, Sicken 15
können entweder eine Wölbung haben, die dem Wölbungssinn des
Bodenteils 13 entspricht, oder aber eine Wölbung, die dem
Wölbungssinn des Bodenteils entgegengesetzt ist.
12
Behälter
13
Bodenteil
14
Mittelteil
15
Rippen, Sicken
16
Rand
Claims (7)
1. Behälter (12), insbesondere Dose, aus dünnwandigem Blech,
bestehen aus
- a) einem röhrenförmigen Mittelteil (14),
- b) einem das Mittelteil (14) nach oben zu begrenzenden, mit dem Mittelteil (14) über eine Falznaht verbundenen Deckel, und
- c) einem das Mittelteil (14) nach unten zu begrenzenden und durch Fließpressen mit dem Mittelteil (14) ein teilig hergestellten, aus einem dem Mittelteil (14) direkt benachbarten und zur Mitte hin sich verjüngen den, ringförmigen Teil und einem an diesen ring förmigen Teil anschliessenden, konkav gekrümmten und mit dem ringförmigen Teil und dem Mittelteil (14) eine relativ starre Einheit bildenden Bodenteil (13) bestehenden, in sich geschlossen ausgeführten unteren Ende, das einen umlaufenden, eine Stellfläche für den Behälter (12) bildenden, gegenüber den angrenzenden Bereichen von Bodenteil (13) und ringförmigem Teil bzw. Mittelteil (14) vorstehenden und gegenüber dem Umfang des Mittelteils (14) um ein gewisses Mass zurückgesetzten, beim Stapeln von Behältern (12) hinter die das Mittelteil (14) mit dem Deckel verbindende Falznaht zurücktretenden Rand (16) aufweist,
- a) das Bodenteil (13) von einem in der Mitte des Boden teils (13) liegenden Bereich ausgehende und sich in radialer Richtung in den Rand (16), jedoch nicht in das Mittelteil (14) hinein erstreckende Versteifungs elemente in Form von Rippen oder Sicken aufweist.
2. Behälter (12) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Behälter einen eine Behälteröffnung freigebenden
Aufreissverschluss aufweist.
3. Behälter (12) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Rippen, Sicken (15) in dem der Krümmung des
Bodenteils (13) entsprechenden Krümmungssinn ausgeführt
sind.
4. Behälter (12) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Rippen, Sicken (15) in dem der Krümmung des
Bodenteils (13) entgegengesetzten Krümmungssinn ausgeführt
sind.
5. Verfahren zum Herstellen des Behälters (12) nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippen, Sicken (1 5)
des Bodenteils (13) im Zuge des Fließpressvorganges beim
Herstellen des Bodenteils (13) mit Mittelteil (14) in das
Bodenteil (13) eingebracht werden.
6. Verfahren zum Herstellen des Behälters (12) nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippen, Sicken (15)
des Bodenteils (13) in einem gesonderten Arbeitsschritt im
Anschluss an den Fließpressvorgang in das Bodenteil (13)
eingebracht werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die Rippen, Sicken (15) unter Anwendung von in ans sich
bekannter Weise auf die eine Seite des Bodenteils (13)
einwirkendem Flüssigkeitsdruck und Zuhilfenahme von auf
der anderen Seite des Bodenteils (13) befindlichen
Stützmitteln gebildet werden.
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