DE4007381A1 - Durch doppelfalznaht verschliessbare zwei- oder dreiteilige dose aus blech und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents
Durch doppelfalznaht verschliessbare zwei- oder dreiteilige dose aus blech und verfahren zu ihrer herstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine zwei- oder dreiteilige Dose aus Blech mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Derartige Dosen sind in vielerlei Ausgestaltungen seit Jahrzehnten in Gebrauch und in
der Praxis bewährt. Die Dosen können dreiteilig ausgebildet sein und aus einem zylindrischen
Rumpfteil bestehen, der durch einen Deckelteil und einen Bodenteil aus Blech
unter Verwendung einer Doppelfalznaht verschlossen wird. Die Dose kann auch zweiteilig
ausgebildet sein, d. h. einen einstückig angeformten Boden aufweisen. In all
diesen Fällen wird der offene Rand des Dosenrumpfes zu einem nach außen ragenden
Flansch umgeformt, der zur Auflage des zur Bildung der Doppelfalznaht dienenden angeformten
Deckelrandes dient. Derartige Dosen werden gefüllt, worauf der Deckel auf
dem Rumpfrand in Position gebracht wird und durch einen Schließkopf durch Stauchen
und/oder Rollen die Doppelfalznaht gebildet wird. Dabei ist die Doppelfalznaht konzentrisch
zur Achse des Dosenrumpfes und zylindrisch zu dieser Achse ausgebildet.
Es ist auch bereits bekannt, bei einer dreiteiligen Dose die Doppelfalznaht in einer
zur Achse des Rumpfes senkrechten Ebene liegend und zu dieser Achse hinweisend
auszubilden. Dies erfolgt bei der Herstellung der Dose, während beim Verschließen der
gefüllten Dose bei den Abfüllern der Deckel mit der Dose durch eine übliche zylindrische
Doppelfalznaht verbunden wird. (vgl. DE 37 23 387)
Die Herstellung einer flachliegenden Doppelfalznaht am Bodenbereich bietet in
sofern keine Schwierigkeiten, als der Boden bei der Bildung der Naht vom Doseninneren
her ausreichend abgestützt werden kann. Beim Verschließen einer
gefüllten Dose mit dem Deckel ist ein solcher Eingriff von innen her nicht mehr
möglich. Für diesen Fall ist es bekannt, am Rumpf im Abstand vom Rumpfrand
eine leichte sickenförmige Eindrückung als Auflage für den mit zylindrisch abgewinkelten
Rand ausgebildeten Deckel vorzusehen (vgl. DE-OS 35 38 473).
Es ist Aufgabe der Erfindung eine zwei- oder dreiteilige Dose aus Blech mit den
Merkmalen des Oberbegriffs so weiterzubilden, daß für das Verschließen einer
gefüllten Dose mit einem Blechdeckel der Materialverbrauch durch Verkleinerung
der Blechronde und/oder Reduzierung der Blechdicke verkleinert werden kann,
wobei zusätzlich der Verformungswiderstand des Deckels und der Doppelfalznaht
verbessert werden sollen. Ferner ist es Aufgabe, besonders ausgebildete Deckel
bzw. Rümpfe zur Herstellung der Dose und ein einfaches und zuverlässiges Verfahren
zur Herstellung und zum Verschließen einer solchen Dose vorzusehen, das
auch ohne Schwierigkeiten auf Seiten des Abfüllers eingesetzt werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die Lehre der Ansprüche 1 bzw. 8, 5 bzw. 7 oder 8 bzw.
10 gelöst.
Durch diese Ausbildung der Dose wird zunächst das Erscheinungsbild der verschlossenen
Dose gegenüber Dosen mit zylindrisch ausgebildeter Naht verbessert.
Da die Doppelfalznaht durch Rollen und/oder Stauchen oder dgl. so geformt wird,
daß sie in einer zur Achse der Dose senrkechten Ebene flach liegt und zu dieser
Achse hinweist, kann bei der Herstellung des Deckels von einem verkleinerten
Rondendurchmesser ausgegangen werden. Dadurch läßt sich bei den großen Stückzahlen,
in denen solche Dosen verwendet werden, in erheblichem Umfange Material
und Kosten einsparen.
Die radial nach innen geformte und flach auf dem Deckelblech niedergeformte
Doppelfalznaht verringert die freiliegende oder eingespannte Fläche des Deckelspiegels,
der außerdem durch die aufliegende Doppelfalznaht in erheblichem
Umfange abgestützt wird. Dadurch wird die gesamte Flächenbelastung geringer,
so daß auch Deckel mit verringerter Blechdicke eingesetzt werden können, was
zusätzlich zur Verringerung des Rondendurchmessers und zu einer Materialeinsparung
führt. Gleichzeitig wird die Druckstabilität der verschlossenen Dose im
Bereich des Deckels wesentlich verbessert, da der aufliegende Doppelfalz für den
Deckelspiegel einen Verstärkungsring bildet.
Zur Verringerung der freien Einspannfläche des Deckelspiegels tragen wesentlich
die offenen, insb. aber die zu einer geschlossenen Falte zusammengedrückten
Sicken bei, da der Rand des Deckelspiegels zwischen diesen und dem Doppelfalz
randseitig eingespannt ist.
Es kann von Vorteil sein, wenn die Sicke im Raumfteil wenigstens teilweise nach
außen offen bleibt, so daß der Dosenrumpf mit Hilfe von in die Sicke von außen
eingreifenden Stützelementen während des Füllvorganges und/oder während des
Auflegens des Deckels, Umformen des Rumpfrandes und Ausbildung der Doppelfalznaht
zuverlässig abgestützt werden kann, so daß eine sehr stabile und fest auf
den Deckelspiegel niedergeformte flach liegende Doppelfalznaht erhalten wird.
Von besonderem Vorteil ist es, wenn die Sicke zu einer flachen Falte zusammengedrückt
wird, und bevorzugt eine leicht konische Neigung zu einer senkrecht
zur Rumpfachse verlaufenden Ebene aufweist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen an mehreren
Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 das obere Ende einer Dose gemäß der Erfindung im Ausschnitt nach dem
Füllen der Dose und Auflegen des Deckels und vor dem Verschließvorgang.
Fig. 2 ein Zwischenstadium während der Ausbildung des Doppelfalzes der Dose
nach Fig. 1.
Fig. 3 in ähnlicher Darstellung wie Fig. 1 und 2 die dort gezeigte Dose im
fertig verschlossenen Zustand.
Fig. 4 in ähnlicher Darstellung wie Fig. 3 eine abgewandelte Ausführung und
Fig. 5 ebenfalls in ähnlicher Darstellung eine weitere Abwandlung von
bevorzugter Ausführung.
Für die Zwecke der Erfindung ist es unkritisch, ob die Dose zweiteilig oder dreiteilig
ausgebildet ist, da es sich um die Ausbildung der Dose für das Verschließen
nach dem Füllen der Dose mit einem Deckel handelt.
Für die weitere Beschreibung wird davon ausgegangen, daß Dose und Deckel aus
Blech bestehen.
Die Fig. 1 zeigt die Teile der Dose in einem Zustand, wie sie vom Hersteller
an die Abfüller geliefert werden können. Man erkennt, daß entgegen den sonst
üblichen, für das Verschließen mit Doppelfalznaht vorgesehenen Dosenrümpfen
der Rand 29 des Dosenrumpfes 25 seine zylindrische Form beibehält. Statt des
üblichen Randflansches ist in einem vorbestimmten axialen Abstand von dem
Öffnungsrand entlang einer Umfangslinie eine Sicke in die Rumpfwand eingeformt.
Der Deckel 34 ist, wie üblich, aus einer Deckelronde gebildet. Sein Deckelspiegel
kann flach oder bei Bedarf auch profiliert ausgebildet sein. Es kann sich auch um
einen sogenannten Aufreißdeckel mit durch Schwächungslinien oder dgl. vorgegebenem
Aufreißteil handeln. Statt des für die Herstellung einer Doppelfalznaht
sonst üblich angeformten Randflansches ist der Deckelrand 36 axial nach außen
und radial nach innen zu einem Deckelrandhaken umgeformt. Der maximale
Durchmesser des so geformten Deckels ist so bemessen, daß der Deckel leicht,
aber mit geringem Spiel in den zylindrischen Rand 29 des Dosenrumpfes 25
eingebracht werden kann, wie dies Fig. 1 zeigt.
Die Einbringung des Deckels erfolgt, nachdem der Dosenrumpf bis zu der gewünschten
Füllhöhe gefüllt worden ist.
Nach dem Auflegen des Deckels wird der zylindrische Rand 29 des Dosenrumpfes
durch Stauchen und/oder Rollen in die gleiche Winkellage wie der Deckelhaken 36
nach innen geformt und radial nach innen und axial nach unten über den Deckelhaken
eingestülpt. Das eingestülpte Ende 41 wird dann nach außen unter dem
Deckelhaken 36 aufgeweitet, wie dies in Fig. 2 durch Pfeil angedeutet ist, so
daß der ursprünglich zylindrische Rand 29 des Rumpfes den Deckelhaken 36 umgreift.
Anschließend werden durch Rollen und/oder Stauchen die ineinandergreifenden
Abschnitte zu einer flach auf dem Deckelspiegel aufliegenden
und sich auf der Sicke 26 des Rumpfes abstützenden innenliegenden Doppelfalznaht
umgeformt.
Wie die Fig. 1 bis 4 zeigen, bietet eine radial nach außen wenigstens teilweise
offene Ausbildung der Sicke den Vorteil, daß der Dosenrumpf während des
Füllens, Auflegens des Deckels, Umformen des Rumpfrandes und Niederformen
des Doppelfalzes auf einfache Weise zentriert und in radialer und in axialer Richtung
zuverlässig abgestützt werden kann, um den Doppelfalz mit hoher Kraft zu
einem festen und dichten Falz zu formen. Hierzu dienen in der Verschließmaschine
angeordnete und synchron in radialer Richtung verfahrbare oder verschiebbare
Abstützsegmente 30, die mit ihren radial nach innen ragenden fingerartigen
Abschnitten der Form der Eindrückung angepaßt sind und in diese eingreifen. Im
dargestellten Beispiel sind die Formsegmente 30 entsprechend dem Doppelpfeil 30a
schlittenartig auf einem entsprechenden Führungsbett anstellbar und abstellbar
angeordnet.
Wie Fig. 1 zeigt, hat sich eine Ausbildung des Deckelhakens 36 in einer solchen
Weise, daß dieser zu einer zur Achse 19 des Dosenrumpfes senkrechten Ebene
einen Winkel von etwa 45° bildet, besonders bewährt. Die in Umfangsrichtung im
Dosenrumpf 25 durchgehend oder intermittierend ausgebildete Sicke 26 weist
einen etwa halbkreisförmigen Querschnitt auf mit einem Radius 27 um einen
Punkt 28, der in der Zylinderfläche des Rumpfes liegt. Bei der bevorzugten
Ausführungsform nimmt bei eingelegtem Deckel der Deckelspiegel 34 eine Lage
ein, die zwischen dem Krümmungsmittelpunkt 28 und dem oberen Rand der Sicke
26 liegt. Der äußere ringförmige Bereich 35 des Deckelspiegels ist dabei eng an
die Umrißform der Sicke 26 angepaßt, bevor der Deckelspiegel in den über der
Sicke liegenden Deckelhaken 26 übergeht. Wird ein besonders dichter Verschluß
gewünscht, kann eine Dichtungsmasse 38 verwendet werden. Diese wird besonders
vorteilhaft im Bereich des äußeren Randes auf der Außenseite des Deckelhakens
36 in üblicher Weise aufgebracht. Dadurch wird ausgeschlossen, daß Füllgut bis
zu den Kanten von Deckel und/oder Rumpf wandern kann.
Die Nase der Stützsegmente 30 ist dem Umriß der Sicke 26 eng angepaßt, wie
dies bei 35 gezeigt ist. Die Nase greift dabei wenigstens über die obere Hälfte
des Sickenquerschnittes an der Sicke an. Besonders günstig hat sich auch eine
enge Abstützung des Überganges zwischen der Sicke 26 und dem oberen zylindrischen
Bereich 29 des Rumpfes erwiesen.
Man erkennt aus Fig. 3, daß sich der Doppelfalz dem Verlauf des Abschnittes
35 des Deckels und dem Verlauf der Sicke 26 angepaßt. Der Doppelfalz 45 weist
nach seiner Umformung entsprechend dem Pfeil 46 somit einen der Kontur der
Sicke folgenden Abschnitt 47 und einen auf dem übrigen Teil des Deckelspiegels
34 flach aufliegenden Abschnitt 48 auf.
Bei all diesen Umformungsvorgängen greifen die Segmente 30 abstützend in die
nach außen offene Sicke des Rumpfes ein.
Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß der freiliegende Flächenbereich des Deckelspiegels
34 auf das Maß 49 eingeschränkt ist. Gleichzeitig wird der Randbereich
des Deckspiegels durch den durch seine Form besonders stabilen Doppelfalz
abgestützt. Zu dieser Abstützung und Stabilität trägt wesentlich auch die Sicke
26 selbst bei. Die Sicke 26 kann bei der Umformung der Doppelfalznaht auch
axial etwas zusammengedrückt werden, wie dies bei 31b bzw. 31d gezeigt ist.
Durch die zusätzliche Umformung des Doppelfalzes, wie sie sich durch den
unterschiedlichen Verlauf der Abschnitte 47 und 48 nach Fig. 3 ergibt, kann in
bestimmten Fällen auch bei dem Erfordernis eines hermetischen Verschlusses
auf ein besonderes Dichtemittel 38 (Fig. 1) verzichtet werden.
Bei der Ausführung nach Fig. 4 ist die Sicke nur zum Teil nach außen offen,
während der radial innere Bereich eine geschlossene Falte bildet.
Es sind in dieser Figur die gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 3 verwendet.
Der offene Bereich ist ausreichend, um beim Füllen und/oder Verschließen der
Dose den Rumpf zu zentrieren und axial abzustützen. Auf dem offenen Teil der
Sicke und dem geschlossenen Faltenabschnitt liegen der Deckel und die
Doppelfalznaht satt auf.
Die innere Faltkante 31e liegt der Rumpfachse (siehe in Fig. 1 Ziffer 19)
gleich nahe oder ein wenig näher als die Innenkante der Doppelfalznaht, deren
Durchmesser bei 49 angegeben ist.
Fig. 5 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform. Bei dieser ist die Sicke - vorzugsweise
bereits vor dem Füllen des Rumpfes - zu einer geschlossenen Falte 51
niedergeformt und zusammengepreßt. Der Deckelspiegel 52 liegt satt auf dieser
Falte auf und stützt seinerseits über die radiale Ausdehnung der Falte auch die
Doppelfalznaht 50 während und nach ihrer Ausbildung sicher ab.
Die geschlossene Falte kann nach entsprechender Verformung allein durch Ausüben
eines axialen Druckes auf den Rumpf und ohne jede Mithilfe innerer oder
äußerer, formgebender Werkzeuge erzeugt werden.
Die Form und Herstellung sind somit besonders einfach. Außerdem erhält man
eine sehr stabile Auflage für den Deckel beim Verschließen der Dose unter
Bildung der Doppelfalznaht. Die Falte ermöglicht zugleich eine leichte und genaue
Lageabstützung des Deckels vor Beginn der Ausbildung der Doppelfalznaht.
Wie aus Fig. 5 weiter hervorgeht, ist es von erheblichem Vorteil, wenn die
Falte, die in radialer Ausrichtung zur Rumpfachse eingezeichnet ist, eine zu der
zu dieser Achse senkrechten Ebene leichte, konische Neigung axial nach außen,
wie dies durch den Konuswinkel 53 angedeutet ist, oder axial nach innen,
entsprechend dem Konuswinkel 54, erhält. Die eingezeichneten Winkel sind
übertrieben groß dargestellt. In der Regel genügt eine leichte Konizität
zwischen 4 und 12°, vorzugsweise von etwa 8°.
Die Konizität muß lediglich ausreichen, um der Falte eine genügend große Vorspannung
gegenüber den bei der Ausbildung der Doppelfalznaht auftretenden
axialen Drücken zu erzeugen. Diese Konizität kann z. B. durch die Geometrie
der Rumpfsicke bestimmt werden, die dann durch axiale Belastung des Rumpfes
zu einer geschlossenen Falte niedergeformt wird. Sie kann aber auch durch
leichtes Kippen der geschlossenen Falte in einem gesonderten Bearbeitungsschritt
erreicht werden. Die Konizität muß nach Verschließender Dose nicht unbedingt
noch erkennbar sein.
Claims (13)
1. Zwei- oder dreiteilige Dose aus Blech, Papier, Kunststoff, Folie, Laminat oder
deren Kombination mit einem am Boden geschlossenen Rumpf mit einer im
Abstand vom Öffnungsrand des Rumpfes angeordneten, radial nach innen vorspringenden
Sicke, und mit einem nach Füllen der Dose auf die Sicke auflegbaren
Deckel mit den Deckelspiegel umgebenden abgewinkeltem Deckelrand, bei der
Deckelrand und Rumpfrand mittels außen angreifender Formwerkzeuge über eine
Doppelfalznaht fest und dicht miteinander verbindbar sind, wobei die
Doppelfalznaht in einer zur Dosenache etwa senkrechten Lage auf dem Deckelspiegel
aufliegt, dadurch gekennzeichnet, daß Sicke (26 bzw. 51),
Doppelfalznaht (45 bzw. 50) und/oder Deckelspiegel (34 bzw. 52) so geformt und
bemessen sind, daß der ringförmige Bereich des Deckelspiegels (34 bzw. 52), auf
dem bei geschlossener Dose die Doppelfalznaht (45 bzw. 50) aufliegt, auf der
Sicke (26 bzw. 51) über eine radiale Breite aufliegt und abgestützt ist, die der
radialen Breite der Doppelfalznaht (45 bzw. 50) entspricht.
2. Dose nach Anspruch 1 mit radial nach außen offen bleibender Rumpfsicke,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ebene des Deckelspiegels (34) in
vorbestimmten axialen Abstand unterhalb der dem Öffnungsrand des Rumpfes (25)
zugewandten Fußlinie der Sicke (26) angeordnet ist und der ringförmige Bereich
des Deckelspiegels, auf dem bei verschlossener Dose die Doppelfalznaht über ihre
radiale Ausdehnung aufliegt, eine ringförmige Zone (35) aufweist, die dem Querschnittsumriß
der Sicke (26) angepaßt ist.
3. Dose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rumpfsicke
(51) über ihre ganze, der Breite der Doppelfalznaht entsprechenden,
radialen Ausdehnung zu einer flach zusammenliegenden Falte axial zusammengedrückt
ist.
4. Dose nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausbildung
des Deckels als Vollaufreißdeckel die Innenkante der Falte (51) der
Dosenachse so nahe oder etwas näher liegt als die Aufreißlinie (56).
5. Am Boden geschlossener Rumpf für eine Dose nach Anspruch 1 und 3,
dadurch gekennzeichnet, daß er im axialen Abstand von der
Kante des offenen zylindrischen Rumpfrandes (29) eine einwärts vorspringende,
axiale, flach zusammengedrückte umfängliche Falte (51) von einer radialen
Ausdehnung aufweist, die der Ausdehnung der Doppelfalznaht - gemessen
parallel zu den Metall-Lagen dieser Doppelfalznaht - entspricht.
6. Rumpf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die umfängliche
Falte (51) von ihrem umfänglichen Ansatz an der Rumpfwand (25)
aus radial nach innen zur Faltkante hin leicht axial nach außen (Winkel 53)
oder leicht axial nach innen (Winkel 54) zu einer zur Rumpfachse senkrechten
Ebene konisch geneigt ist.
7. Deckel zum Verschließen eines am Boden geschlossenen Rumpfes nach Anspruch
5 oder, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckelspiegel
eine Ringzone zur flächigen Auflage auf die Falte (51) aufweist, an die außen
der Deckelrand unter Bildung eines spitzen Winkels von vorzugsweise 45° mit
dem Deckelspiegel anschließt.
8. Deckel zum Verschließen einer Dose nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Deckelspiegel eine ringförmige Zone zur
flächigen Auflage auf die radial nach außen offene Rumpfsicke aufweist,
welche ringförmige Zone im Querschnitt bogenförmig gekrümmt verläuft, und
daß sich an diese außen der Deckelrand unter Bildung eines spitzen Winkels
von vorzugsweise 45° mit dem Deckelspiegel anschließt.
9. Deckel nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß an
dem unter einem spitzen Winkel zum Deckel axial nach außen und radial nach
innen abgebogenem Deckelrand (36) eine Dichtmasse (38) nah der Randkante
und auf der axial und radial nach außen weisenden Fläche aufgebracht ist.
10. Verfahren zum Herstellen und Verschließen einer Dose nach Anspruch 1, bei
dem im Abstand vom Öffnungsrand des Rumpfes eine radial nach innen
vorspringende Sicke als Auflage für den Deckel ausgeformt wird und der
Deckelrand zur Vorbereitung der Bildung einer Doppelfalznaht abgewinkelt
wird, der Deckel nach dem Füllen der Dose auf die Sicke aufgelegt wird,
worauf der Rumpfrand und der Deckelrand zu einer Doppelfalznaht
umgeformt werden, die nach innen flach auf den Deckelspiegel umgelegt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß Sicke, Doppelfalznaht
und/oder Deckelspiegel der Form und den Abmessungen nach in
vorbestimmter Weise aufeinander abgestimmt werden und bei der Ausformung
der Doppelfalznaht nach dem Füllen der Dose die Doppelfalznaht, der
Deckelspiegel und die Sicke über die ganze radiale Ausdehnung der
Doppelfalznaht in gegenseitige flächige Auflage gebracht werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sicke mit nach außen offenem Querschnitt ausgebildet und eine an den abgewinkelten
Randbereich angrenzende Ringzone des Deckels im flächigen Auflagebereich
der Doppelfalznaht der Querschnittskontur der Sicke entsprechend
ausgeformt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sicke zu einer ebenen Auflagefläche von der Breite des Doppelfalznaht entsprechender
Breite darbietenden Falte ausgeformt und flach zusammengedrückt
wird.
13. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Rumpf eine radial nach außen wenigstens bereichsweise offene
Sicke ausgebildet und der Rumpf wenigstens während der Phase des
Niederformens der Doppelfalznaht zur flächigen Auflage auf den
Deckelspiegel und die Sicke durch von außen in die offenen Sickenbereiche
eingeführte Stützsegmente gehalten und axial abgestützt wird.
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