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Leichtmetall-Verschlusskappe und Verfahren zu ihrer Herstellung Die
Erfindung beziet sich auf eine Leichtmetall-Verschlusskappe fUr Behälterdffnungen
und Verfahren zu ihrer Herstellung, insbesondere solche Versehlusskappen und ihre
Herstellung in der Weise, dass sie ein druckbestandiges, jedoch leicht zerstörbares
Verschliessen und Abdichten der Öffnungen von Flaschen, B2chsen und ähnlichen Behältern
bewirken.
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Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf leichte Verschlusskappen,
die zum Verschliessen und Abdichten von Öffnungen in Flaschenhälsen und von Behältern
mit vergleichbaren offnungen verwendbar sind, bei denen die Beständigkeit gegen
einen wesentlichen Druck in dem Behälter während seines Transports und seiner Lagerung
erforderlich ist, während sich die
Verschlusskappe ohne Verwendung
irgendeines Werkzeuges von Hand leicht zerstören und entfernen lässt. Die Erfindung
betrifft ausserdem insbesondere ein Verfahren zur Herstellung solcher Verschlusskappen,
wobei besonders ihre Zerstörbarkeit nach Belieben des Benutzers vorgesehen werden
muss, ohne dass dies dazu führt, dass diese Verschlusskappen, während sie abdichtend
um die Behälteröffnung herum befestigt sind, unter Druck zerbrechen oder versagen.
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Bisher hat man sich wenig darum gekümmert, leicht zerstörbare Kappen
von wesentlicher Grosse zum Verschliessen und Abdichten von Behälteröffnungen vorzusehen,
die gross genug sind, um daraus zu trinken, deren Kappen aber trotzdem abdichtende
Verschlüsse herstellen und vor ihrer beabsichtigten Zerstörung einem starken inneren
Druck standhalten. Die Art von Waren, die solchen Druck ausüben, sind beispielsweise
Bier, Selterwasser oder kohlensaure Getranke. Angewürgte oder angedrückte Kappen
mit Reisslaschen, wie sie bisher verwendet wurden, waren allgemein auf die Verwendung
für das Verschliessen von verhältnismässig kleinen Offnungen begrenzt, bei denen
das Halten des Drucks in dem Behälter kein besonderer Faktor war.
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Das Formen und Einkerben solcher Kappen brauchte also nicht unter
Beriicksichtigung einer druckbeständigen Bauweise zu erfolgen. Demzufolge konnten
die bisher bekannten Leichtmetall-Verschlusskappen also, während das Metall flach
ausgebreitet war, auf ihrer Innenseite eingekerbt und anschliessend nach ihrem Einkerben
zu einer Schalen-oder Kappenform ausgebildet
werden. Die Tatsache,
dass diese Formgebung infolge der Ansammlung von Material und der Neigung des Kappenrandes
zur Faltenbildung bei : seiner Umbildung aus dem ebenen Rohling su der erforderlichen
seitlichen Ausgestaltung in dem Metall Spannungen und Beanspruchungen bedingte und
sich diese Spannungen und Beanspruchungen auf das diinne Metall an der Grundfläche
der Kerblinien konzntrierten, hatte bei der bisherigen Verwendung solcher Kappen
keine besonderen Folgen. Als jedoch die Kappen zum Verschliessen grosserer Offnungen
vergrössert werden mussten, während sie aber trotzdem aus zum Zerstören von Hand
duroh den Verbraucher ausreichend dünnem Metall waren, war die Praxis der Herstellung
von Einkerbungen oder Kerblinien keine zufriedenstellende Lösung mehr. Das Fehlen
einer solchen Losung wurde, bevor die Erfindung gemacht wurde, nicht einwandfrei
erkannt.
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Bei der bisher bekannten tbung erfolgte die Schwächung wenn nicht
die wirkliche ZerstUckelung, des in der Tiefe, d. h. auf der Rückseite, der Einkerbungen
nach dem Einkerben verbleibenden Metalls der Kappen in zwei Phasen. Die erste dieser
beiden Phasen war das Bilden oder Formen der Kappen, wdhrend die zweite Phase ihr
Anbringen an den Behdltern war. Während der ersten Phase wurden die Ränder der auf
ihrer Innenseite eingekerbten Kappen aus ihrer ursprUnglichen Form einer ebenen
Platte oder eines ebenen Rohlings aus dieser ebenen Lage anschliessend seitlich
so umgebogen, dass sie von der Oberseite
der Kappe um dièse herum
herabhingen. Wenn dieses Umbiegen um einen zu scharfen, also zu kleinen, Radius
herum erfolgte, entstand in dem Metall an der Biegeatelle eine Spannung in verschiedenen
Richtungen. Ferner war der Rand in seiner Ausdehnung von der Biegestelle bis zu
seiner seitlichen freien Kante zunehmenden zerstbrenden Kräften unterworfen infolge
den Bewegens des gleichen Metallstreifens in eine Lage, in der er weniger Raum einnahm
als in seiner ausgeflaohten Lage. Dies führte su einer Druckwirkung auf das Metall,
die aufgehoben werden konnte, wenn die Kappenränder sich in Falten legen durften,
indem sie so ihren Bereich erweiterten. Bine Faltenbilding ist jedoch unansehnlich
und unterwünscht und soll also vermieden werden. Bel Kappen, deren. Ränder also
in auegeflachtem Zustand eingekerbt worden sind, gibt es nichts zum Verhindern des
Auftresens der Faltenbildung als die Verringerung der Breite der Einkerbung, wobei
bei dieser Verringerung der Breite der Einkerbung auf die dünne Metallwand in der
Tiefe der Einkerbung eine schwächends Biegewirkung g ausgeübt wird.
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8elbot wenn man eine Streokung der vorgekerbten Ränder bei ihrem seitlichen
Umbiegen zulässt, wird das Problem nicht geloet, da dae Strecken ebenfalls in der
Xiefe der Einkerbung eine Ziehwirkung auf das s Metall ausübt. Bei der bisher bekannton
Formung der Kappen erfolgte also eine erhebliche Schwächung ihres Aufbaue infolge
der Vereinigung der zerstörenden Kräfte auf die dünnen Metallabscnitte indder Tiefe
der Einkerbung.
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Die zweite Phase der bei der bisher bekannten Herstellung der Kappen
zutagetretenden Schwächung beendete oft die Arbeit. In dieser Phase wurde die Kappe,
nachdem sie auf ihrer Inneneeite um don Umfang ihres eigentlichen Deokels mit einer
Dichtung vereshen worden war, über eine beliebige, an der Behälteröffnung vorhandene
Halsauabildung so befestigt, dass die Kappe abdichtend gehalten wurde. Diese Halsausbildung
war normalerweise eine Vertiefung oder Verjüngung unterhalb einer die Kappe knapp
aufnehmenden Erweiterung oder sie konnte in gewissem Umfange eine Kombination von
Verjtingung und Erweiterung sein. In jedem Falle muscate, sofern die Kappe irgendeinem
Bruck standzuhalten hätte, ihr Rand in erheblichem NaBe so verformt werden, dass
die zum festen und abdichtenden Halten der Kappe-erforderliche mechanieche Haltewirkung
einsteht.
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Das Befestigen der Kappen konnte auf zahlreiche Arten erfolgen, beispielsweise
mit Hilfe eines andrückwerkzeuges mit nach innen gezwängten schwenkbaren Teilen,
die das Metall der Kappe einwärtbewegen, oder mit Hilfe eines Mehrbaoken-Würgswerkzeuges,
das die Kappe, ohne irgendeinen Raum ou ihrer Faltenbildung zu belaseen, nach olnwArts
anwürgt. In jedem Falle sind die zum Bewirken dieses Abdichtens aufgewendsten trEfto
ziemlich erheblich, wobei sie auf die Ränderder bisher bekannten Kappen ausgeübt
wurden, die bereit durch den Vorgang ihrer lormung aus der Flachlage nsoh dam Einkerben
geschwächt waren. Auch hier wurden die zerstörenden Kräftw
wiederum
auf den dünnsten Teil des Metalls vereinigt. In vielon Fällen würden die Kappen
über ihren kritischen Punkt hinaus geschwächt werden, bei dem sie gegen de Drücke
in den Behälter, den sie versohlieasen sollten, nicht mehr beständig sind.
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Erfindungsgemäss hergestellte Kappen sind frei von dem ersten und
akutesten dieser beiden zerstördenden Faktoren insofern, als bei der Herstellung
der Kappe keine Schwächung den Metalls liber seine Verdünnung hinaus erfolgt. Demzufolge
entateht eine kaum nennenswerte Schwächung während der zweiten Phase, d. h. beim
Anbringen der Kappen durch AndrUcken oder AnvUrgent wie voratehand beschrieben.
Die Kappen gemmes der Erfindung werden mit Hilfe eines Verfahrens geformt, bei dem
ebene Rohlinge im gleichen Augenblick, da eie in die gewünschte Schalen- oder Kappenfora
gebracht werden, eingakerbt, d. h. mit Kerblinien versehen, wenden. Vorzugsweise
warden die Rider der Kappe zuerst einekerbt, wobei dieses Einkerben am Umfang der
Kappenoberseite oder dort beginnt, wo die Ränder aus der Ebene auagebogen werden,
und es sich dann nach unten zu der freien KanedesBsndeahinfortsetzt.Diesschliessteine
Erhätun odeur Beanspruchung des Metalls aus und lest yin freins ausfliessen zu der
freien Kante hin zu. Nach Fertigstelung der Einkerbungen um die Biegungsstelle herum
und an den Rand hinab werden die datu passenden Einkerbungen über den eigentlichen
Deckel der kappe, an dem keine Biegung oder Beanspruchung stattfindet, vorgenommen.
Das Ergebnis ist eine
Kappe mit einer gleiohmassigen durchgehenden
Einkerbung, in deren Tiefe ein spannungsfreies Material vorhanden ist.
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Demzufolge hält die die Kappe dem nachfolgenden AnwArge-oder Aufbordeivprgang
auf einer Offnungsrandausbildung ohne die schwerwiegenden Sohwäohungswirkungen der
bisher bekannten Kappen ohne weiteres aus.
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Das hier veranschaulichte Verfahen nach der Erfindung ist einfach,
unkompliziert und ot sich bei hohen AusstoBzahlen durchführen. Mit Hilfe dieses
Verfahrens können Kappenrchlinge eue JStrsifen ausgestanzt oder bereits gestanzt
vorgesehen werden und dann während ihres Einkerbens bei dem einzigen Rub einer Presse
in die allgemeine Sohalenform einer Kappe gebraoht wer&sn.
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Demzufolge ist ein hauptziel der Erfindung die Schaffung neuartiger
und verbesserter Verschlusskppen für Behälter.
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Ein weiteret Ziel der Erfindung ist ein neues Verfahren cur Herstellung
euloher Kappen.
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Ein nach witeres Ziel der Erfindung sind solche Verschlusmtcappen,di$obwohlsiebeiBedarfleichtzerstHr-undentfembar
sind, stärker und druckbeständiger sind als die bisher bekannten Verschlusskappen
von vergleichbarer Grösse und aus vergleichbarem Material.
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Ein noch weiteres Ziel der Erfindung sind solche Verschlusskappen,
die, obwohl sie zu ihrer ZerstUrbarkeit und ihrer leichten Entfernung eingekerbt
sind, bei ihrem Anbringen an Behälteröffnungen nur in minimale ausmaß geschwächt
werdne.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung ist ein Verfahren zum Formen solcher
Kappen, das trotz ihrer wesentlichen Einkerbung die Festigkeit der Kappe in weitestmöglichem
Umfang aufrechterhält.
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Bln noch weiteres Ziel der Erfindung ist ein solches Verfahren, das
in der fertigen Kappe Kerblinien herstellt, die über ihre gesamte Ausdehnung in
ihrem Querschnitt im wesentlichen gleichmässig sind.
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Eln noch weiteres Ziel der Erfindung istein solches Verfahren, dasdieVerformungoderBeanspruchungdesin
der Tiefe der Kerblinien verbleibenden Metalls vermeidet.
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Sin noch weiteres Ziel der Erfindung ist eine Vorrichtung tur Durchfühuung
des Verfahrens naah der Erfindung.
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Ein mehr ins einzelne gehendes Ziel der Erfindung ist ein Verfahren
sum Formen von auf ihrer Innenseite eingekerbten Verschlusskappen mit einer Oberseite
und einem sich um diese herum erstreckenden Rand, bei den die in dem Rand gebildete
Einkerbung durch das Formen des Randes aus seiner ausgeflachten Lags In* eine sich
in Bezug auf diese Ebene seitlich erstreckende tag* unbeslnträchtigt bleibt.
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Bin weiteres detailliertes Ziel der Erfindung ist ein Verfahren zur
gleichzeitigen Bildung des Randes einer Verschlusskappe un einen ebenen Rohling
herum während seiner Einkerbung auf seiner Innenseite Die Erfindung wird nachstehend
anhand der beigefügten, beispielsweise jedoch nicht beschränkend eine Ausführungsform
der Erfindung daratellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 eine Drafsicht
auf den Kappenrohling zur Verwendung bei der Formung der Verschlusskappe nach der
Erfindung, Fig. 2 einen den Rohling nach Fig. 1 im Schnitt nach der Linie 2-2 enthaltenden
senkrechten Schnitt durch Formelemente fUr die DurchfUhrung des Verfahrens zur Kappenformung
gemäss der Erfindung unter Veranschaulichung der Formelemento in ihrer Ausgangslage
mit zwischen ihnen fUr den Begirn des Formens bereitem Rohling, Fig. 3 eine teilweise
aufgebrochene perspektivische Teilansicht der Formelemente und des Kappenrochlings
in einer Zwisohenphase des Verfahrens zur Formung der Verschlusskappe,
Fig.
3A einen stark vergrösserten senkrechten Teilachnitt durch das Kerbmesser für die
Kappe und durch die Formelemente in ihrer Lage nach Fig. 3, Fig. 4 einen senkrechten
Schnitt mit teilweise aufgebrochenem Kappenrand unter Darstellung der Formgebungs-Endphase,
Fig. 5 eine stark vergrösserte perspektivische Teilansicht des eingekerbten Abschnitts
der erfindungsgemäss geformten Kappe bei Betrachtung von ihrer Innenseite her, Fig.
6 eine teilweise aufgebrochene perspektivische Ansicht einer fertiggeformten und
dabei gleichzeitig eingekerbten Verschlusskappe und Fig. 7 einen stark vergrosaerten
senkrechten Teilschnitt durch eine auf einem Behälterhals angebrachte Verschlusskappe
nach der Erfindug.
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Die Versohluaakappe nach der Erfindung ist an sich in Fig. 6 dargestellt,
in der sie allgemein mit 1. bezeichnet is ie hat eine scheibenartige oberseite 2,
die von einem sich nach unten erstreakenden Rand 3 umgeben ist, von dessen freier
Kante 4 aus sich seitlich nach assen eine Reisslasche 5 erstreckt. An den Stellen
8 un d9, an denen die zueinander parallelen Seiten 7 und 7 de Reisslasche 5 auf
die Kante
des Verschlusskappenrandes treffen, beignnen die erfindungsgemässen
Inneneinkerbungen. Diese Einkerbungen haben zueinander parallele, in fig. 5 im einzelnen
dargestellte Abschnitte 10 und 11, die sich über den Rand 3 der Kappe bis eu des
gerundeten Eokenabsohnitt 12 erstrecken an des sich der Rand mit der Obersette 2
der Kappe zusammenfügt. Die Einkerbungen setz-en sich in Abschnitten 14 und 5 um
die Innenseite des gerundeten Abschnitts 12 herum tort und erstrecken sich im wesentlichen
über den eigentlichenDecketßderKappeinzueinanderparallelendurchgehenden Abscnitten
16 und 17. Diess Abscnitts 16 und 17 enden, wie hler dargestellt, an den Stelen
18 und 19 angranzend an einen den gerundeten Abschnitten 14 und 15 der Xittkerbungen
diametral gegenüberliegenden eil der Kappe.
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Unter Berücksichtigung des leichten Gewichts des für diese tappen
verwandsten Werkstoffs ist die Einerbung angemessen, wenn sie an den Stollen 16
und 19 endet, denn, wenn das Reissen des Beißstreifens 20 zwischen den Kerblinien
bis dort fotgesetzt worden ist, sind die voneinander getrannten Abschnitte 21 und
22 der Kappe in ausreichendem hße voneinander gelöst, so dass am Ende des Reissvorgans
die Kappe von dem Behälkterhals, an dem sid angebracht ist, völlig frei kommt. Hinsichtlich
der Bauweise der Kappe ist hier unter besonderer Bezugnahme auf die vergrösserts
Darstellung nach Fig. 5 dis Gleichmässigkeit der Einkerbungsabschnitte 10, 11, 14,
15 und 16, 17 von bedeutung.
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Die Abschnitts und 11 haben von ihrem Anfang bei 8 und 9
bis
zu den gerundeten Abschnitten 14 und 15 die gleiche Breite und Tiefe. Diese gleiche
gleichmässige Breiteund Tiefe setzen'sich auch um die gerundeten Abschnitte bei
14 und 15 herum fort und gehen in gleicher Weise 2ber die Innenseite des eigentlichen
Deckels der Kappe in den Abschniten 16 und 17 weiter. Da dièse gleichmässige Einkerbung
Uber die gesamte Kappe mit Hilfe eines noch nocher su beschreibenden Herstellungsverfahrens
erfolgte, ist klar, dass das in der Tiefe der Einkerbungen verbleibende Material
die gleiche Dicke behGlt und von dem Beginn der Kerblinien bei 8 und 9 tuber die
volle Ausdehnung der Abschnitte 10 und 11, 14 und 15 sowie 16 und 17 den gleichen
unverzerrten Zustand aufweist.
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Aus Fig. 6 istausserdemersichtlich,dass in der Kappe innerhalb thres
gerundeten Kantenabschnitts 12, an dem der Rand 3 und die Oberseite, d. h. der eigentliche
Deckel der Kappe, zusammenstossen, eine Dichtung 25 befestigt ist.
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Diese Dichtung wird vorzugsweise an Ort und Stelle in der Kappe gebildet
und sie entsteht aus der Aufbringung von Werkatoff in fliessbaram Zustand, der,
wenn er in geeigneter Weise erwdrmt wird, die Form einer elastisohen Dichtung annimmt
und in der Kappe auf seinem Sitz haftenbleibt. Wie aus der Darstellung ersichtlich,
erstreckt sich die Dichtung 25 teilweise bis unterhalb des Deckels der Kappe bei
26 und teilweise an ihrem Rand hinab bis zu der Stelle 27. Ein wesentliches Merkmal
dieser Abdichtung beetaht darin, dass beim
Ausfliesten des fliessbaren
Werkstoffs, aus dem die Dichtung hergestellt ist, über die gerundeten Abachnitte
14 und 15 der inneren Einkerbung eine bestimmte 14ergs davon, wie in Pig. 7 bei
18 gezeigt, in diese Einkerbungen einfliesst, sie vollständig ausfüllt und sie somit
also als möglichen Leckweg an den Kerblinien entlang hinter der Dichtung vorbei
ausachliesst. Die Gleichmässigkeit der kerblinien an den Stellen 14 und 15 sowi
e auch der an die Abscnitte 14 und 15 angrenzenden Einkerbungsbaschitte ist ausserdem
dielich zum Bewirken eines gleichmässigen ausfliessens des Dichtungsmateriale in
die Kerblinien zu ihrem Verachlieseen oder Ausfüllen.
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Wben die Kerblinion in irgendeinea Auemass in irgendeinem dieser Abschnitte
verschlossen, ao wäre immer die Möglichkeit gegeben, Aass das Diohtungamaterial
nicht vollständig eindringen oder einfliese8n und sioh nicht den Kerblinien voll
anpassen könnte. Felglich besitzt die Kappe nach der Erfindung die gröste Festigksit
und die höchste leckbeständigkeit aller bisher Leichtmaterial erdachten, mit Kerblinien
verschenen Kappen.
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Das Verfahren, mittels dessen der Kappenrohling die gleichmässige
Einkerbung nach der Erfindung erhält, ist in Fig. 1 bis 4 veranschalicht. die ursprüngliche
form der Kappe ist ein wie in Fig. 1 gezeigter sbener Richling 26. Dieser kann als
integrierender Abschnitt des Formvorgans aus einem ebenen Flachmsterial ausgestanzt
oder der Formphase als wie in Fig. 1
veranschaulichter Rohling
zugefthrt werden. Bemerkenswert ist jedoch, dass der Rohling in seinem auageflaohten
Zustand in keiner Weise mit Kerblinien versehen wird, so dass die gesamte Einkerbung
zusammen mit dem Umformen des Rohlings zu einer Verschlusskappe erfolgen uss. Gemäss
fig. 2 ist der Rohling 26 nach Fig. 1 mit seinem nach auseen heraustehenden Abschnitt
27 in sich deckender Arbeitslage zwischen zwei Formteilen angeordnet, von denen
das im Nachstehenden als Pormamboss bezeichnete untere Teil allgemein mit 30 bezeichnet
ist, während das obere ringfdrmige, nachstehend ale Ziehform und allgemein mit 31
bezeichnete obere Formteil oberhalb des Rohlings 26, bersit, ihn nach unten über
den Formamboaa zu bewegen, angeordnet ist. Zu diesem Zweek hat der Pormamboso 30
eine duseere zylindrische Flache von der tUr das Innere der Kappe erforderlichengrösse,
während die Ziehform 31 eine zylindrische Innenfläche 33 aufweist, deren Durohmesser
gleich dem Durchmesser der Wand 32 des Formambosses plus die zweifaahe Dioke des
Rohlings 26 ist, wobei sie ausreichend zusätzlichen Spielraum belässt, um das Abwärtabewegen
der Ziehform über den Formamboas mit dazwischen angeordnetem Rohling und ihr späteres
Zurückziehen zu ermöglichen.
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Zu Fig. 2 aei nach bemerkt, dass. der Rormambo 30 mit zwei kerbmessern
34 und 35 verschen ist, die sich von seiner zylindrischen Fläche 32 aus 2ber eine
zum Bewirken der gowünschten Einkerbung in der Kappe erforderlichen ausmaß erstreoken.
Die
in Fig. 3 deutlich dargestellten Messerabschnitte 34 und 35 setzen sich an ihren
oberen Enden in gerundeten Abschnitten 36 und 37 fort, die nach den zueinander parallelen
Mesaerabsohnitten 38 und 39 genau ausgerichtet sind und sich in diese hinein fortsetzen.
Die Absohnitte 38 und 39 der Kerbmesser erstrecken sich tuber die sonst ebene Oberseite
40 des Formambosses 30 und stehen aus ihr heraus vor. Diese Messerabscnitte haben
über ihre gesamt ausdehnung eine gleicmässige Querschnittsform, sind zueinander
genau ausgerichtet und sind fUr jedes Messer oder jede Klinge durchgehend. Sie können,
wie fUr den Fachmann einleuchtend, in verschiedener Weise vorgesehen werden, jedoch
muse fUr die Zwecke der Erfindung und. zur BerUcksichtigung des erfindungsgemässen
Verfahrens nur darauf geachtet werden, dase sie auf dem Pormamboss ausgebildet sind
und aus ihm heraus vorstehen, Aus Fig. 3 und 3A ist im einzelnen ersichtlich, dass
sich die Ziehform @1 abwärts in eine Zwischenstellung bewegt hat, in der zunänchst
die ebene Fläche 41 ihrer Unterseite und dann nn die sich von der Vorderseite 41
zu der Innenfläche 33 erstreckende gerundete Bingangsfläohe 42 gegen die Oberseite
des Rohlings 26 angelegt und den Umfangsabschnitt 43 des Rohlings un die gerundete
Kante 44 herumgelegt hat, an der die Seitenwind 32 des Formambossea in seine Oberseite
Libergeht. Auf diese Weise ist also der Umfangsabsohnitt 43 dee Rohlings naoh unten
in eine senkrechte Stellung bewegt worden,
wobei der Zwischenabschnitt
45 zwischen der Oberseite und dem Abschnitt 43 des Rohlings nach unten um die-gerundete
Fläche 44 des Formambosses herumgelegt worden ist. Dies findet um den gesamten Rohling
herum gleichmässig statt, jedoch an der Stelle, an der der Rohling über die gerundeten
Abschnitte 36 und 37 der Kerbmesser und entlang ihren Randabschnitten 34 und 35
gezogen wird, zeigt sich, dass beim Abwärtsbewegen des Randes dieser gleichzeitig
über die Kerbmesser abwärtsgleitet und im Verlauf dieses Abwärtsgleitens nach einwärts
gedrückt wird. Dadurch wird ein Einkerben der Innenseite des Randes 43 zugleich
mit dem Formen des Randes 43 aus dem ebenen Rohling bewirkt. Somit nimmt die Einkerbung
die genaue Form der Kerbmesser an, wobei sie beim Fortschreiten der Ausbildung die
Gleichmässigkeit der Kerbmesser beibehält.
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Diesel Vorgang dauert während des weiteren Abwärtsziehens des Umfangsabschnitts
43 bis zu seiner Fertigstellung an. Dann folgt als Endphase die bis zu dieser Phase
nur kaum begonnene Einkerbung über dis Innenseite des eigentlichen Deckels der Kappe
mit der BerUhrung des eigentlichen Deckels des Rohlings 26 durch den Mittenabschnitt
46 der Ziehform 31. Die Bildung der Einkerbungsabschnitte 16 und 17 kann in Abhängigkeit
von der besonderen Bauart der verwendeten Ziehform unmittelbar vor, während oder
unmittelbar nach dem Bilden und Einkerben des Randes erfolgen. Von vorwiegender
Bedeutung ist die Tatsache, dass, sobald das gleichzeitige Formen und Einkerben
des Randes an einer gegebenent beispielsweise in Fig. 3A gezeigten
Stelle
atattfindet, keine anschliessende Bewegung oder Biegung dieses Abschnitts der hinter,
d. h. in der Tiefe der Einkerbung liegenden dünnen Metallschicht 48 mehr erfolgt.
Ausserdem hat die dem hinter der Einkerbung liegenden Metall während ihrer Bildung
vermittelbe Streichwirkung nicht die Erhärtungswirkung, die sich ergibt, wenn der
nach den bisher bekannten Verfahren hergestellte Rohling in seiner ausgeflachten
Lage eingekerbt wird. Es leuchtet ein, dass jede BrUchigkeit in dem eingekerbten
Bereich, wie sie sich aus dem Erhärten infolge der bisher bekannten Verfahren ergibt,
ein Nachteil ist.
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Bei der besonderen Befestigung oder Anbringung der Kappe nach Einlegen
der Dichtung, wie in Fig. 7, ist die einzige wirkliche, ihrem Rand gegebene Verformung
diejenige, die dort stattfindet, wo der untere Abschnitt bei 49 verformt wird, damit
er abdichtend in der Vertiefung 50 des Halses zu liegen kommt. Dies kann sich darin
auswirken, dass das Metall in der Tiefe der Einkerbung an der Stelle, an der der
eingekerbte Randabschnitt nach innen gepresst wird, verformt wird. Da aber im Gegensatz
zu den bisher bekannten Praktiken dieses Metall in der Tiefe des eingekerbten Abschnitts
vorher nicht verformt worden ist, hält ts die durch die Befestigung der Kappe bedingte
Verformung leicht aus.
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Dagegen ist dies bei den bisher bekannten Bauarten von Verschlueskappen
derjenige Abschnitt der Einkerbung der Kappe, dessen Metall der Einkerbung in der
Tiefe der tatsächlich
eingekerbten Rinne am meisten verformt wird.
Demzufolge konnte die zum abdichtenden Anbringen der Kappe durch eine wie bei 49
gezeigte Einwärtsbördelung erforderliche weitere Verformung bei den bisher bekannten
Praktiken ein Reissen des Randes an der Kerblinie verursachen. Ein solches Reissen
oder scheinbares Reissen infolge eines geschwächten Zustandes beeinträchtigt offensichtlich
wesentlich die Haltekraft der Kappe und ihre Fähigkeit tdes Standhaltes, wenn die
Kappe starken Innendrücken ausgesetzt wird. Die Kappe nach der Erfindung behält
jedoch eine angemessene Festigkeit in dem nach innen umgebordelten Abschnitt 49
und, da wenig oder nichts der übrigen Einkerbung überhaupt verformt wird, da sie
bei der Herstellung nicht verformt worden ist, ist die Kappe eine starke vollwirksame
Kappe.
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Es leuchtet ein, dass die Erfindung neben der Schaffung einer weitgehend
verbesserten Verschlusskappe ein Verfahren zur Herstellung von Verschlüssen offenbart,
aus dem sich in wirtschaftlicher Hinsicht und hinsichtlich der Wirksamkeit der Herstellung
Vorteile von erheblicher Bedeutung ergeben.
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Die so geformte oder hergestellte Verschlusskappe ist gekennzeichnet
durch das völlige Fehlen des Reissens oder Schwächens der in dem Rand hinter, d.
h. in ddr Tiefe der Kerblinie liegenden dünnen Ketallsohioht. Ba hat sich gezeigt,
dass selbst, obwohl der Rand der Kappe bei ihrer Anbringung auf einem Behälterhals
stark verformt wird, die Kappe infolge
ihrer baulichen Verbesserung
voll wirksam bleibt. Ferner ist die Bequemlichkeit, mit der sich die Verschlusskappe
nach der Erfindung von einem Behälterhals abreissen lässt, weitgehend verbessert,
da nunmehr eine verhältnismässig tiefe Einkerbung in das Metall vorgenommen werden
kann ohne die Gefahr einer schädlichen Schwächung an dieser Stelle. Diese Merkmale
machen diesen Verschluss für das Verkapseln von Bier-oder sonstigen Getränkeflaschen,
in denen erhebliche InnendrUcke vorhanden sind und bei denen ein bequeme# und
müheloses Offnen ein wesentliches Erfordernis ist, besonders geeignet.
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Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die beschriebene und
dargestellte Ausführungsform beschränkt. Man kann daran zahlreiche, dem Fachmann
entsprechend der beabsichtigten Anwendung naheliegende Abänderungen vornehmen, ohne
dass man dadruch den Bereich der Erfindung verlässt.
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Zur Erfindung gehört alles dasjenige, was in der Beschreibung enthalten
und bzw. oder in der Zeichnung dargestellt ist, einschliesslioh dessen, was abweichend
von den konkreten Ausführungsbeispielen für den Fachmann naheliegt.
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Patentansprüche :