DE19706707A1 - Schienensteg-Bedämpfungselement - Google Patents
Schienensteg-BedämpfungselementInfo
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- E01B19/003—Means for reducing the development or propagation of noise
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- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10K—SOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G10K11/00—Methods or devices for transmitting, conducting or directing sound in general; Methods or devices for protecting against, or for damping, noise or other acoustic waves in general
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Description
Die Erfindung betrifft ein Dämpfungselement für den seitlichen
Bereich einer Schiene, bestehend aus einem entsprechend dem
Schienenquerschnittsprofil verformten Verbundprofil, das aus
einem äußeren Stützkörper, insbesondere aus Metallblech, und
einer darauf vulkanisierten, dem Schienenkörper zugewandten
Elastomerschicht besteht.
Sogenannte Schienenstegbedämpfungselemente sind hinreichend
bekannt. Durch die Anordnung dieser Dämpfungselemente werden
sowohl der von der Schiene ausgehende Körperschall als auch
der von der Schiene verursachte Luftschall stark reduziert.
Ein Dämpfungselement für Schienenstege ist aus der
EP 0 703 318 A1 bekannt. Das Dämpfungselement besteht dort aus
einem weitgehend starren Stützkörper und einer auf dem
Stützkörper angeordneten harten Elastomerschicht großer
Shorehärte, wobei das Dämpfungselement mit der harten
Elastomerschicht und unter zumindest teilweiser
Zwischenordnung einer verformbaren Kontaktschicht zum
seitlichen Andrücken an die Schiene vorgesehen ist. Dabei ist
die Kontaktschicht eine weiche Elastomerschicht geringerer
Shorehärte, die an der harten Elastomerschicht anvulkanisiert
ist. Dieses Dämpfungselement wird mit einer Andrückvorrichtung
an der Schiene montiert und ist von der Schiene wieder
abnehmbar. Die weiche Elastomerschicht soll dabei die
angeblich notwendige Ankopplung des Dämpfungselements an die
Schiene auch bei rauher Oberfläche der Schiene gewährleisten.
Beim Montieren des Dämpfungselements gleicht die weiche
Elastomerschicht Unebenheiten an der Oberfläche der Schiene
aus und wird dabei stark verformt.
Die Dämpfungseigenschaften dieses Dämpfungselementes waren
nicht vollständig zufriedenstellend. Zudem ist mit der
notwendigen Andrückvorrichtung, die die Dämpfungselemente
seitlich an den Schienensteg drücken muß, ein hoher
technischer Aufwand im Schienenbau vorhanden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Dämpfungselement
der eingangs geschriebenen Art zu schaffen, das sich durch
einen einfachen Aufbau bei leichter Montage und guter
Schalldämmung auszeichnet.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das
Verbundprofil unter dem Schienenkopf und auf dem Schienenfuß
flächig festgeklebt ist und im Bereich des Schienensteges
unbefestigt verläuft. Die Zonenklebung im Bereich des
Schienenfußes und des Schienenkopfes ist einfacher zu
bewerkstelligen als die komplizierte Anordnung von Andrück
vorrichtungen, die über die gesamte Schienenlänge verteilt
sich wiederholen müssen. Auch ist durch die zonenförmige
Verklebung ein eventuell späteres Abreißen des
Dämpfungselementes möglich. Überraschend hat sich gezeigt, daß
die im Bereich des Schienensteges verlaufende unverklebte
Strecke des Verbundprofils eine Verbesserung der Schalldämmung
ergibt. Es wird angenommen, daß sich in dem geringen Luftspalt
zwischen Schienensteg und Elastomerschicht Körperschall nicht
ausbreiten kann und die Schallenergie durch die angeregten
Schwingungen zwischen Schienensteg und Verbundprofil stark
verringern.
Durch das erfindungsgemäße Dämpfungselement wird die
Schallquelle im wesentlichen gekapselt. Diese schalldämmende
Kapselung ist eine passive Schallschutzmaßnahme und mindert
die Schallabstrahlung. Bereits in unmittelbarer Nähe der
Schallquelle wird der Schallpegel herabgesetzt. Der von dem
Schienensteg abgestrahlte Luftschall muß durch die eine
Absorptionsschicht darstellende Elastomerschicht hindurch und
wird anschließend von der Kapselaußenwand, dem äußeren
Stützkörper reflektiert. Der Luftschall muß erneut durch die
Absorptionsschicht und trifft mit dem vom Schienensteg
abgestrahlten Schall zusammen. Neben der Absorption im
schallabsorbierenden Material, der Elastomerschicht, kommt es
zur Schallauslöschung durch Interferenzen im Luftspalt
zwischen der Elastomerschicht und dem Schienensteg, der
Schallquelle. Die Reflexion des Luftschalls an dem äußeren
Stützkörper bildet einen dritten Effekt zur Minderung des
abgestrahlten Schalls.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung verläuft das
Verbundprofil im Bereich des Schienensteges unter einem
geringen lichten Abstand zu diesem. Wird bewußt ein geringer
lichter Abstand zwischen der inneren Elastomerschicht des
Verbundprofils und der Schienenstegoberfläche eingehalten,
wird in diesem lichten Abstand die Schallenergie deutlich
reduziert.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung beträgt
der lichte Abstand zwischen Elastomerschicht des
Verbundprofils und Schienensteg über den Verlauf der
Schienensteghöhe 0,5 bis 1,5 mm.
In vorteilhafter Ausbildung der Erfindung besteht die
Elastomerschicht aus einer Matte, die aus mit Polyurethan
gebundenem Gummigranulat besteht. Diese mattenförmige
Elastomerschicht wird mit dem äußeren Stützkörper des
Verbundprofils, der vorzugsweise ein Metallblech ist, zusammen
vulkanisiert und anschließend entsprechend des
Schienenstegprofils verformt. Die offene Oberfläche der
Gummigranulatschicht führt zu einer guten Schallabsorption.
Anhand der Figur wird nachstehend ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung näher erläutert.
Die dargestellte Schiene 1 weist einen Schienenkopf 2, einen
Schienensteg 3 und einen Schienenfuß 4 auf. Zwischen der
Schienenkopfunterseite 5 und dem Schienenfuß 4 ist beidseitig
der Schiene 1 jeweils ein aus Verbundprofilen bestehendes
Dämpfungselement 6 angeordnet. Jedes Dämpfungselement 6
besteht aus einem Verbundprofil, das entsprechend dem
seitlichen Querschnittsprofil der Schiene passend verformt
ist. Jedes Verbundprofil weist einen relativ starren
Stützkörper 8 aus Metallblech auf, der mit einer
anvulkanisierten Elastomerschicht 9 aus polyurethangebundenem
Gummigranulat verbunden ist.
Die Elastomerschicht 9 ist als innere Schicht der Schiene 1
zugewandt. Sie liegt mit ihrem oberen Endbereich an der
Schienenkopfunterseite 5 an und ist dort festgeklebt. Mit dem
anderen Endbereich ist die Elastomerschicht 9 auf dem
Schienenfuß 4 flächig festgeklebt. Im Bereich des senkrecht
verlaufenden Schienensteges 3 ist die Elastomerschicht 9
unverklebt angeordnet. Dabei verläuft die zum Schienensteg 3
gewandte Oberfläche der Elastomerschicht 9 in einem geringen
lichten Abstand a zu der Oberfläche des Schienensteges 3.
Dieser geringe lichte Abstand a ist vorzugsweise 1 mm breit.
Das das Dämpfungselement darstellende Verbundprofil 6 bildet
durch die Zwei-Zonenklebung am Schienenkopf und am Schienenfuß
eine dazwischenliegende Luftkammer 11. Die Klebung wird mit
einem Polyurethankleber durchgeführt.
Claims (4)
1. Dämpfungselement für den seitlichen Bereich einer Schiene,
bestehend aus einem entsprechend dem Querschnittsprofil
passend verformten Verbundprofil, das aus einem äußeren
Stützkörper, insbesondere aus Metallblech, und einer darauf
vulkanisierten, dem Schienenkörper zugewandten
Elastomerschicht besteht,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verbundprofil (6) unter dem Schienenkopf (2) und
auf dem Schienenfuß (4) flächig festgeklebt ist und im
Bereich des Schienensteges (3) mit diesem unverbunden
verläuft.
2. Dämpfungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Elastomerschicht (9) des Verbundprofils (6) im
Bereich des Schienensteges (3) unter einem geringen lichten
Abstand (a) zu der Oberfläche des Schienensteges (3)
verläuft.
3. Dämpfungselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der geringe lichte Abstand (a) 0,5 bis 1,5 mm breit
ist.
4. Dämpfungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Elastomerschicht (9) aus einer aus
polyurethangebundenen Gummigranulat bestehenden Matte
besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19706707A DE19706707A1 (de) | 1997-02-20 | 1997-02-20 | Schienensteg-Bedämpfungselement |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19706707A DE19706707A1 (de) | 1997-02-20 | 1997-02-20 | Schienensteg-Bedämpfungselement |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19706707A1 true DE19706707A1 (de) | 1998-09-03 |
Family
ID=7820930
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19706707A Ceased DE19706707A1 (de) | 1997-02-20 | 1997-02-20 | Schienensteg-Bedämpfungselement |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19706707A1 (de) |
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