DE10002724A1 - Fahrzeug mit einem Stoßfänger - Google Patents
Fahrzeug mit einem StoßfängerInfo
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Abstract
Aus der US 5, 139, 297 ist bereits ein Fahrzeug mit einem Stoßfänger bekannt, bei dem zwischen einem Leichtbauträger und einer äußeren Verkleidung ein Kunststoff-Schaum angeordnet ist. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Fahrzeug mit einem Stoßfänger anzugeben, bei dem der Stoßfänger eine kompakte Bauweise aufweist. DOLLAR A Dies wird dadurch erreicht, dass zwischen der Außenverkleidung (6) des Stoßfängers (1, 1', 1'') und einem Ende (13) des jeweiligen Längsträgers (2) ein Kunststoff-Schaum (5) und mindestens ein Deformationselement (14) angeordnet ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Fahrzeug mit einem Stoßfänger nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Aus der US 5,139,297 ist bereits ein Stoßfänger für ein Fahrzeug bekannt, bei dem
in einem Träger aus Metall oder Kunststoff ein Verformungsenergie aufnehmender,
elastisch verformbarer Kunststoff-Schaum angeordnet ist. Der bekannte Stoßfänger
ist so ausgelegt, dass eine den Kunststoff-Schaum umgebende Außenhaut bei
einem Aufprall in Richtung auf den Träger um eine vorbestimmte Strecke
verschiebbar ist. Durch diesen Aufbau wird erreicht, dass die bei einem Aufprall mit
einer niedrigen Geschwindigkeit von beispielsweise 10 bis 20 km/h entstehende
Energie durch den energieabsorbierenden Schaum vollständig aufgenommen wird,
sodass die sich an den Träger anschließende Karosseriestruktur, wie
beispielsweise ein Motorträger, unbeschädigt bleibt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Fahrzeug mit einem Stoßfänger zu schaffen,
wobei der Stoßfänger eine kompakte Bauweise aufweist.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Ausführungsformen der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen
beispielshalber beschrieben. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Querschnittsansicht einer ersten Ausführungsform eines Stoßfän
gers, der an einem Längsträger eines Fahrzeuges über ein Deformati
onselement befestigt ist,
Fig. 2 eine Querschnittsansicht des in der Fig. 1 gezeigten Stoßfängers nach
einem Aufprall mit einer Relativgeschwindigkeit von v ≦ 20 km/h,
Fig. 3 ein Kraft-Weg-Diagramm des in den Fig. 1 und 2 gezeigten
Stoßfängers, aus dem die durch das Deformationselement und den
Kunststoff-Schaum des Stoßfängers absorbierbare Energie hervorgeht,
Fig. 4 eine Querschnittsansicht einer zweiten Ausführungsform eines Stoßfän
gers, der an einem Längsträger eines Fahrzeuges über ein Deformati
onselement befestigt ist, wobei das Deformationselement durch ein in
Richtung des Stoßfängers offenes Gehäuse umgeben ist,
Fig. 5 eine Querschnittsansicht einer dritten Ausführungsform eines Stoßfän
gers, bei dem das Deformationselement innerhalb des Trägers angeord
net ist.
Die Fig. 1 zeigt einen Stoßfänger 1, der an zwei seitlich voneinander beanstande
ten Längsträgern 2 eines nicht dargestellten Fahrzeuges 3 angeordnet ist. Der
Stoßfänger 1 besteht im wesentlichen aus einem Leichtbauträger 4, der in der ge
zeigten Ausführungsform als ein offenes, U-förmiges Profil zur Befestigung und
Aufnahme eines reversibel verformbaren Kunststoff-Schaumes 5 ausgebildet ist. An
dem Kunststoff-Schaum 5 ist eine Verkleidung bzw. ein Außenteil 6 angeordnet. Die
Verkleidung 6 ist ebenfalls aus einem geeigneten Kunststoff hergestellt.
Die in der Fig. 1 gezeigte Ausführungsform des Leichtbauträgers 4 weist eine
obere und eine untere Seitenwand 7, 8 sowie eine die beiden Seitenwände 7, 8 ver
bindende Bodenwand 9 auf. Eine zur Aufnahme zumindest eines Abschnittes 5a
des Kunststoff-Schaumes 5 ausgebildete Öffnung 10 im Profil des Leichtbauträgers
4 ist auf der fahrzeugabgewandten Seite in Fahrzeuglängsrichtung x hin offen. Der
Kunststoff-Schaum 5 weist in der in der Fig. 1 gezeigten Ausführungsform einen
rechteckförmigen Querschnitt auf.
Zwischen einer Außenwand 11 des Leichtbauträgers 4 und einer Außenfläche 12
am Ende 13 des Längsträgers 2 ist ein Deformationselement 14 angeordnet. Die
Außenwand 11 des Leichtbauträgers 4 und die Außenfläche 12 des Längsträgers 2
sind so ausgebildet, dass die vom Leichtbauträger 4 auf das Deformationselement
14 wirkende Kraft vollständig auf das Deformationselement 14 übertragen wird. In
der in der Fig. 1 gezeigten Ausführungsform sind zu diesem Zweck die Außen
wand 11 des Leichtbauträgers 4 und die Außenfläche 12 des Längsträgers 2
parallel zueinander ausgebildet. In einer Ausführungsform ist das
Deformationselement 14 ein aus Kunststoff hergestelltes Composite-Rohr.
Die Fig. 2 zeigt den Stoßfänger 1 nach einem Aufprall, bei dem eine Kraft F in
einer solchen Höhe auf den Stoßfänger 1 gewirkt hat, dass der Kunststoff-Schaum
5, ohne das Deformationselement 14 zu beschädigen, zusammengedrückt wurde.
Diese Kraft F entspricht einer in der Fig. 3 dargestellten Knickstelle A im Kraft-F-
Weg-s-Diagramm. Aus den punktierten Linien und den beiden Pfeilen in der Fig. 2
geht hervor, dass der Kunststoff-Schaum 5 das Bestreben hat, in Richtung der
Seitenwände 7, 8 sich auszudehnen. Aufgrund der in Fahrzeuglängsrichtung x
wirkenden Kraft F auf die Bodenwand 9 kommt es zu einem Einschwenken der
Seitenwände 7, 8, sodass die Seitenwände eine neue Position 7' und 8' einnehmen.
Durch diesen Vorgang erhöht sich die durch den Kunststoff-Schaum 5
absorbierbare Energie.
Bei einer Erhöhung der auf den Stoßfänger 1 einwirkenden Kraft F wird der in der
Fig. 3 gezeigte Punkt B erreicht, an dem eine Verformung des Deformationsele
mentes 14 erfolgt. In der gezeigten Ausführungsform ist das Deformationselement
14 so ausgelegt, dass über den Verformungsweg s14 sich eine rechteckige Fläche
im Kraft-F-Weg-s-Diagramm ergibt. Am Ende des Verformungsweges s14 des De
formationselementes 14 ist das Deformationselement 14 vollständig zerstört. Bei
einer weiteren Erhöhung der auf den Stoßfänger 1 wirkenden Kraft bzw. Energie er
folgt eine Deformation des Längsträgers 2.
Die Fig. 4 zeigt eine zweite Ausführungsform des Stoßfängers 1', bei dem im Un
terschied zu den in den Fig. 1 und 2 gezeigten Stoßfänger 1 ein U-förmiges
Profil oder Gehäuse 15 um das Deformationselement 14 und den Leichtbauträger 4
angeordnet ist. Das Gehäuse 15 hält das Deformationselement 14 in der
vorgesehenen Lage. Zusätzlich wird durch das Profil 15 eine Versteifung des
Deformationselementes 14 und damit eine Erhöhung der durch das
Deformationselement 14 aufnehmbaren Energie bewirkt. Wie bei der in den Fig.
1 und 2 gezeigten ersten Ausführungsform des Stoßfängers 1 ist eine Bodenwand
16 des Gehäuses 15 parallel zur Fläche der Bodenwand 9 des Leichtbauträgers 4
ausgebildet, sodass die auf das Deformationselement 14 wirkende Kraft F
vollständig übertragbar ist.
Die Fig. 5 zeigt eine dritte Ausführungsform eines Stoßfängers 1", die sich von
den in den Fig. 1, 2 und 4 gezeigten Ausführungsformen dadurch unterscheidet,
dass das Deformationselement 14 zwischen den beiden Seitenwänden 7, 8 und
zwischen der Bodenwand 9 des Leichtbauträgers 4 und einer Stirnfläche bzw. eines
Endes 17 des Kunststoffschaumes 5 angeordnet ist. In dieser Ausführungsform er
folgt durch den Leichtbauträger 4 die Lagezuordnung und Versteifung des Deforma
tionselementes 14.
Claims (9)
1. Fahrzeug mit einem Stoßfänger, wobei der Stoßfänger an der Vorderseite
und/oder am Heck eines Fahrzeuges im wesentlichen in einer horizontalen
Ebene durch Längsträger oder dergleichen an einer Struktur des Fahrzeuges
angeordnet ist, wobei der Stoßfänger einen Leichtbauträger aufweist, an dem
ein Verformungsenergie aufnehmender, elastisch verformbarer Kunststoff-
Schaum angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Außen
verkleidung (6) des Stoßfängers (1, 1', 1") und einem Ende (13) des
jeweiligen Längsträgers (2) ein Kunststoff-Schaum (5) und mindestens ein
Deformationselement (14) angeordnet ist.
2. Fahrzeug mit einem Stoßfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass das jeweilige Deformationselement (14) bei einem vorbestimmten,
konstanten Kraftniveau über einen vorbestimmten Weg s eine vorbestimmte
Energie abbaut.
3. Fahrzeug nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
durch den Kunststoff-Schaum (5) und das jeweilige Deformationselement (14)
abgebaute Energie der Energie entspricht, die bei einem Aufprall des
Fahrzeuges (3) mit einer niedrigen Relativgeschwindigkeit (v) von ca. 10 bis
20 km/h entsteht und dass die tragende Karosseriestruktur (2) bei diesem
Energieabbau unbeschädigt bleibt.
4. Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass der Leichtbauträger (4) einen U-förmigen Querschnitt aufweist, der
aus einer oberen und einer unteren Seitenwand (7, 8) sowie einer in Richtung
der Längsträger (2) ausgebildeten Bodenwand (9) besteht und dass die
beiden Seitenwände (7, 8) den Kunststoff-Schaum (5) über eine vorbestimmte
Länge in Fahrzeuglängsrichtung x überdecken.
5. Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass der Leichtbauträger (4) so ausgelegt ist, dass bei einem Fahrzeug-
Aufprall der Kunststoff-Schaum (5) in der Weise einen Druck auf die
Bodenwand (9) ausübt, dass die Seitenwände (7, 8) nach innen klappen und
auf den entsprechenden Abschnitt (5a) des Kunststoff-Schaumes (5) drücken
und dass gleichzeitig der Kunststoff-Schaum (5, 5a) auf die Seitenwände (7,
8) drückt.
6. Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass das Deformationselement (14) innerhalb des Leichtbauträgers (4)
zwischen der Bodenwand (9) und einem Ende (17) des Kunststoff-Schaumes
(5) angeordnet ist.
7. Fahrzeug nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das
Deformationselement (14) außerhalb des Leichtbauträgers (4) zwischen der
Bodenwand (9) des Leichtbauträgers (4) und einem Ende (13) des jeweiligen
Längsträgers (2) angeordnet ist.
8. Fahrzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Deformations
element (14) von einem Profil oder Gehäuse (15) umgeben ist, das die Posi
tionierung des Deformationselementes (14) sichert und das die durch das
Deformationselement (14) abbaubare Energie erhöht.
9. Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass die auf den Stoßfänger (1, 1', 1") wirkende Kraft F jeweils auf die
gesamte Fläche des jeweiligen Bauteils (2, 4, 5, 14,) durch eine
entsprechende Lage-Zuordnung der anliegenden Flächen übertragbar ist.
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