DE19703949C9 - Optischer Füllstandsanzeiger - Google Patents
Optischer FüllstandsanzeigerInfo
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Abstract
Bekannt ist eine optische Füllstandsanzeige, insbesondere für Wasser, für ein Behältnis mit einem Lichtleiter, der sich über eine den möglichen Füllständen entsprechende Höhe des Behältnisses erstreckt und in dessen Wandung gehaltert ist, wobei eine von der Flüssigkeit benetzbare, dem Innenraum des Behältnisses zugewandte erste Stirnfläche des Lichtleiters mit einer Reflexionsfläche versehen ist und eine der ersten Stirnfläche gegenüberliegende zweite Stirnfläche des Lichtleiters als Anzeigefläche für den Füllstand im Behältnis dient. Um die Anzeigequalität der Füllstandsanzeige zu verbessern, ist im freien Abstand von der Oberfläche der Reflexionsfläche eine stark lichtabsorbierende Hintergrundfläche angeordnet.
Description
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft einen optischen Füllstandsanzeiger,
insbesondere für Wasser, für ein Behältnis mit einem Lichtleiter, der sich über eine den möglichen Füllständen
entsprechende Höhe des Behältnisses erstreckt und in dessen Wandung gehaltert ist, wobei eine von der Flüssigkeit
benetzbare, dem Innenraum des Behältnisses zugewandte erste Stirnfläche des Lichtleiters mit einer Reflexionsfläche
versehen ist und eine der ersten Stirnfläche gegenüberliegende zweite Stirnfläche des Lichtleiters als Anzeigefläche
für den Wasserfüllstand in dem Behältnis dient.
Ein derartiger Füllstandsanzeiger ist bekannt aus der deutschen Offenlegungsschrift DE-OS 27 07 424, wobei
der Füllstandsanzeiger durch einen in ein Bügeleisengehäuse bzw. dessen Wassertank eingebauten Lichtleiterklotz
in Form eines abgestuften, prismatischen, reflektierenden Körpers gebildet ist. In den Füllstandsanzeiger kann Licht
von außerhalb des Gehäuses durch die ebene, als Anzeigefläche dienende Oberseite des Lichtleiters eintreten, um
nach unten zu den mehreren Stufen des Lichtleiters zu gelangen. Von diesen weist jede zwei Reflexionsflächen auf,
die jeweils unter einem Winkel von 45° zu nach unten und innen geneigt sind, so daß sie in einer Linie zusammentreffen,
die sich parallel zur Längsachse des Bügeleisens erstreckt. Tauchen die Reflexionsflächen in eine Flüssigkeit
ein, pflanzt sich das Licht durch die Flächen hindurch in die Flüssigkeit hinein fort. Stehen die geneigten Reflexionsflächen
dagegen in Berührung mit Luft, wird das auftreffende Licht von einer geneigten Fläche in Richtung auf die andere
geneigte Fläche und dann nach oben durch die als Anzeigefläche dienende Oberfläche zurückgeworfen. Entsprechend
erscheint die Anzeigefläche über den mit Wasser bedeckten Reflexionsflächen als dunkle Fläche. Bei den nicht in die
Flüssigkeit eintauchenden höher liegenden Stufen bzw. Reflexionsflächen wird das Licht zu der Anzeigefläche reflektiert,
so daß die betreffenden Teile dieser Fläche hell erscheinen.
Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 30 28 345 Al
ist eine Einrichtung zur Überwachung des Flüssigkeitsstandes in einem Behälter, insbesondere in einem Getriebeöl
enthaltenden Getriebegehäuse einer Werkzeugmaschine, mit einem der Behälterwandung zugeordneten Schauglas offenbart.
Dessen mit der Flüssigkeit in Berührung gelangende Rückseite umfaßt einen prismatisch profilierten Abschnitt,
der das von der Vorderseite her durch das Schauglas durchtretende Licht im mit der zu überwachenden Flüssigkeit
nicht in Berührung stehenden Rückwandbereich reflektiert. Dabei weist das Schauglas auf seiner Rückseite eine
Vielzahl nebeneinander und/oder übereinanderliegender, unmittelbar aufeinander folgender prismatischer Vorsprünge
auf.
Weiterhin ist aus der deutschen Offenlegungsschrift 20 38 850 ein Abdeckglas für Flüssigkeitsstandanzeiger bekannt,
das im Querschnitt die Gestalt einer optischen Linse aufweist. Dabei ist das Abdeckgfas insbesondere in Kombination
mit einer an sich bekannten Blende in den Flüssigkeitsstandanzeiger eingebaut.
Gemäß der deutschen Auslegeschrift 23 17 407 ist ein Flüssigkeitsstandanzeiger bekannt mit zwei in Längsrichtung
aneinanderliegenden prismatischen Plattenteilen, von denen einer aus Glas besteht, und die unter Bildung eines
nach außen abgedichteten Flüssigkeitskanals in einem rohrförmigen Gehäuse angeordnet sind. Dabei ist die Glasplatte
mit ihrer außenliegenden ebenen Schaufläche an einer ebenen Stützfläche eines mit einem längslaufenden Sehschlitz
versehenen Gehäuseteils anliegend. Dieser nimmt die Abdichtkraft von sich ebenfalls am Gehäuse abstützenden, auf
den anderen Plattenteil einwirkenden Preßschrauben auf. Dabei ist eine mit Gewindebohrungen für die Preßschrauben
versehene Druckplatte in den Raum zwischen dem anderen Plattenteil und dem die Preßschrauben abstützenden Gehäuseteil
eingesetzt und liegt an einer der Glasstützfläche zugekehrten Stützfläche dieses Gehäuseteils an. Diese Stützfläche
ist durch einen die Preßschrauben aufnehmenden, längslaufenden Schlitz unterteilt.
Ein weiterer derartiger Füllstandsanzeiger ist bekannt aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 30 45 896, wobei
eine Thermoskanne einen durchsichtigen Innenbehälter aus Glas aufweist und einen undurchsichtigen Außenbehälter
aus Metall mit einem vertikalen Schlitz. An der dem Schlitz entsprechenden Stelle ragt der Innenbehälter mit zwei geraden,
im Behälter in einem Winkel kleiner 90° aufeinanderstoßenden Flächen in das Behälterinnere. Auf diese Weise
ist eine ein Prisma bildende Leiste bereitgestellt, welche solange ist wie der Schlitz und mit dem Schlitz fluchtet.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen optischen Füllstandsanzeiger nach dem Oberbegriff des Patentanspruches
1 derart weiterzubilden, daß dessen Anzeigeverhalten verbessert ist.
Erfindungsgemäß ist dies bei einem gattungsgemäßen Füllstandsanzeiger dadurch erreicht, daß im freien Abstand
von der Oberfläche der Reflexionsfläche eine stark lichtabsorbierende Hintergrundfläche angeordnet ist und daß zumindest
die seitliche Erstreckung der Reflexionsfläche größer ist als die der Anzeigefläche.
Durch diese Maßnahme ist überraschender Weise der Hell-Dunkel-Kontrast der Füllstandsanzeiger deutlich verbessert.
Zudem kann das Wasser zwischen der Reflexionsfläche und der Hintergrundfläche schnell steigen und insbesondere
fallen. Außerdem ermöglicht dies die Realisierung von für einen Betrachter besonders schlank erscheinenden
Füllstandsanzeigern. Dazu ist in der Behältniswandung eine schmale Öffnung vorgesehen, die den Maßen der Anzeigefläche
entspricht. Die restliche Breite des Füllstandsanzeigers bleibt dem Betrachter hinter der Behältniswandung verborgen.
Die für den Kontrasteindruck insbesondere maßgebende Größe der Reflexionsfläche kann also größer dimensioniert
werden als die der Anzeigefläche. Zusätzlich ist durch diese Maßnahme auch der Anzeigekontrast deutlich
verbessert, wenn ein Betrachter von der senkrechten Betrachtungsweise auf die Anzeigefläche seitlich abweicht und
unter einem Winkel abweichend von der Lotrechten auf die Anzeigefläche blickt.
Abhängig von den jeweiligen Anforderungen an die Anzeigequalität des Füllstandsanzeigers kann es auch ausreichend
sein, wenn eine dem Füllstandsanzeiger gegenüberliegende Innenwandung des Behältnisses stark lichtabsorbierend
ausgebildet ist. Auch durch diese relativ weit beabstandete dunkle Hintergrundfläche ist eine Verbesserung des
Hell-Dunkel-Kontrastes des Füllstandsanzeigers möglich.
Alternativ beträgt der Abstand der Oberfläche der Reflexionsfläche
von der lichtabsorbierenden Hintergrundfläche ungefähr 1 bis 5 mm, vorzugsweise etwa 2 mm. Dadurch ist
zwischen der Reflexionsfläche und der Hintergrundfläche ein flacher Spalt gebildet, in dem das Wasser entsprechend
dem Wasserfüllstand steht. Durch diese Maßnahme ist bei geringer Einbautiefe der Hell-Dunkel-Kontrast des Füllstandsanzeigers
deutlich verbessert. Dadurch ist es möglich, die Breite der Reflexionsfläche und damit des Füllstandsanzeigers
zu verringern. Dies ermöglicht die Realisierung eines sehr schlanken, das Design des Behältnis wenig störenden
Füllstandsanzeigers. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Dimensionierung des Spaltes besteht darin,
daß beim Befüllen oder Entleeren des Behältnisses des Füllstandsanzeiger ausreichend schnell den jeweils aktuellen
Füllstand anzeigt, weil das im Spalt befindliche Wasser ausreichend
schnell steigen und insbesondere fallen kann. Der Einbau des Füllstandsanzeigers kann weiter dadurch vereinfacht
werden, daß die Hintergrundfläche auf einem flachen Plattenkörper ausgebildet ist, der zusammen mit dem Lichtleiter
eine außerhalb des Behältnisses vormontierbare Baugruppe bildet.
Falls der Lichtleiter durch eine flache Leiste gebildet ist, ist der Einbau und damit die Integration des Füllstandsanzeigers
in das Behältnis durch die flache Bauweise vereinfacht. Weiterhin ist durch den verringerten Abstand zwischen
der Reflexionsfläche und der Anzeigefläche das Anzeigeverhalten bzw. die Erkennbarkeit des Füllstandes deutlich
verbessert.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Reflexionsfläche durch zahlreiche nebeneinander, jeweils zu Pyramiden
angeordnete Prismenflächen gebildet. Dadurch ist ein über einen großen Bereich der möglichen Betrachtungswinkel
bezüglich der Anzeigefläche des Füllstandsanzeigers hervorragender Hell-Dunkel-Kontrast realisierbar. Dieser
nimmt mit der Verkleinerung der Pyramiden zu, wodurch jedoch auch deren Herstellungsaufwand steigt. Vorteilhafterweise
sind die dem Wasser zugewandten Pyramidenspitzen abgerundet. Dadurch ist insbesondere ein schnelles Fallen
des Wasserpegels gewährleistet, da die Wassertropfen an den abgerundeten Pyramidenspitzen schneller ablaufen können
als an den Spitzen. Zur besseren Kennzeichnung bestimmter Füllstände können unterschiedlich große Pyramiden
und/oder voneinander abgesetzte Pyramidengruppen vorgesehen sein. Alternativ oder zusätzlich können bestimmte
Pyramiden bzw. deren Prismenflächen geeignet eingefärbt sein.
Um den Kontrast der Anzeige weiter zu verbessern, ist eine Außenoberfläche des Behältnisses zumindest im Bereich
der Anzeigefläche stark lichtabsorbierend ausgebildet.
Nachfolgend ist anhand eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäße optische Füllstandsanzeiger beschrieben.
Es zeigen
Fig. 1 in einer Seitenansicht stark schematisiert einen Wasserkocher mit dem Füllstandsanzeiger
Fig. 2 abschnittsweise in vergrößertem Maßstab den Füllstandsanzeiger
im wesentlichen entlang der Linie Π-Π in Fig. 1, und
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Reflexionsfläche des Füllstandsanzeigers.
Ein Wasserkocher 1 weist ein topfförmiges, doppelwandiges Behältnis 3 auf, das mit einem Deckel 5 verschließbar
ist. Einander gegenüberliegend sind am oberen Rand des Behält nisses 3 eine Schnaupe 7 zum Ausgießen des Wassers
ausgebildet und ein henkeiförmiger Griff 9 angeformt. In einer metallischen Außenwandung 11 des Behältnisses 3
ist eine schlanke Wasserstands anzeige 13 integriert. Dazu weist die Außenwandung 11 eine entsprechende vertikal
verlaufende, schlitzförmige Öffnung 15 auf. Die Wasserstandsanzeige 13 besteht aus einem als Lichtleiter dienenden
Frontteil 17 aus transparentem Kunststoff PC und einem daran befestigten, schwarzen Rückteil 19, ebenfalls aus dem
Kunststoff PC. Die Wasserstands anzeige 13 ist mit dem Frontteil 17 in der Öffnung 15 gehaltert und erstreckt sich
ins Innere des Behältnisses 3 bis zu deren Innenwandung 21. Dabei ist das eigentliche, das Wasser aufnehmende Behältnis
3 durch die topfförmige Innenwandung 21 gebildet, die mantelförmig von der zylindrischen Außenwandung 11 umgeben
ist. Das Rückteil 19 der Wasserstandsanzeige 13 weist zwei Stutzen mit Wasseröffnungen auf, die an dessen
oberem und unterem Endabschnitt ausgebildet sind (nicht gezeigt). Diesen Wasseröffnungen entsprechend sind auch
in der Innenwandung 21 zwei Öffnungen vorgesehen (nicht gezeigt), an denen die Stutzen des Rückteils 19 wasserdicht
befestigt sind. Damit ist die wassertechnische Verbindung zwischen dem Behältnis 3 bzw. der Innenwandung 21 und
der Wasserstandsanzeige 13 in an sich bekannter Weise hergestellt.
Das transparente Frontteil 17 weist einen wannenförmigen Grundkörper 23 und einen daran angeformten schmäleren,
leistenförmigen Anzeigekörper 25 auf. Von einer umlaufenden Wannenwandung 27 eingerahmt erstreckt sich auf
einem Wannenboden 29 des Grundkörpers 23 eine Reflexionsfläche 31 des Frontteils 17. Diese ist durch zahlreiche,
regelmäßig nebeneinander angeordnete Pyramiden 33 in Spritzgießtechnik einstückig mit dem Grundkörper 23 realisiert,
wie nachfolgend an Fig. 3 erläutert ist.
In dem der Reflexionsfläche 31 abgewandt liegenden Endabschnitt der Wannenwandung 27 weist diese einen abgestuften
Wandungsrand 35 zur wasserdichten Befestigung des Rückteils 19 an dem Frontteil 17 auf. Das Rückteil 19 ist
durch eine flache, schwarze Grundplatte 37 gebildet, die ebenfalls entsprechend dem Grundkörper 23 des Frontteils
17 einen umlaufenden erhobenen Rand 39 aufweist. Das Frontteil 17 und das Rückteil 19 sind im Bereich des Wandungsrandes
35 und des Randes 39 miteinander wasserdicht verschweißt.
Zwischen der Oberseite der Grundplatte 37 und der Reflexionsfläche
31 ist eine im freien Querschnitt etwa rechtekkige Röhre 41 gebildet, die sich im wesentlichen über die
gesamte Höhe der Wasserstandsanzeige 13 erstreckt. In dieser Röhre 41 stellt sich nach dem Prinzip der kommunizierenden
Röhren, wie oben beschrieben ist, infolge der entsprechenden Öffnungen im Rückteil 19 und der Innenwandung
21 des Behältnisses 3 der Wasserfüllstand entsprechend dem des Behältnisses 3 ein. Der Abstand zwischen
der Oberfläche der Reflexionsfläche 31 bzw. den Spitzen der Pyramiden 33 und einer durch die Oberseite der schwarzen
Grundplatte 37 gebildeten, dazu parallelen Hintergrundfläche 43 beträgt etwa 2 mm. Bei den vorgegebenen Geometrien
ist dadurch einer guter Kompromiß zwischen der Anzeige- bzw. Kontrastqualität der Wasserstandsanzeige 13
und dem dynamischen Anzeigeverhalten der Wasserstandsanzeige 13 gegeben. Bei einem zu geringen Abstand zwischen
der Hintergrundfläche 43 und der Reflexionsfläche 31 würde der Wasserstand in der Röhre 41 beispielsweise beim
Ausgießen von Wasser aus dem Behältnis 3 nur mit Verzögerung angezeigt, da das Wasser entlang den Pyramiden 33
der Reflexionsfläche 31 aufgrund der auftretenden Adhäsionskräfte nur langsam sinken könnte. Bei deutlicher Vergrößerung
des entsprechenden Abstandes wäre zum einen der Kontrast bzw. die Hell-Dunkel-Anzeige verschlechtert und
zum anderen die Einbau tiefe der Wasserstands anzeige 13
vergrößert.
Die Breite der Hintergrundfläche 43 entspricht etwa der der Reflexionsfläche 31. Im Unterschied dazu ist die Breite
einer durch die Oberseite des Anzeigekörpers 25 gebildeten, zur Reflexionsfläche 31 parallelen Anzeigefläche 47 verringert.
Der an der Reflexionsfläche 31 auftretende Lichteffekt, nämlich daß der Anteil der Reflexionsfläche 31, der in Wasser
taucht, für einen Betrachter dunkel erscheint, während der nicht in Wasser eintauchende Anteil der Reflexionsfläche
31 hell erscheint, ist dadurch möglichst groß gehalten. Dieser Effekt wird in dem Anzeigekörper 25 gebündelt und
von der Reflexionsfläche 31 nach außen zur Anzeigefläche 47 geführt. Überdies ist durch die unterschiedliche Breitendimensionierung
der Reflexionsfläche 31 und der Anzeigefläche 47 auch die Anzeigequalität in dem Fall verbessert,
wenn der Betrachter nicht lotrecht auf die Anzeigefläche 47 sieht, sondern diese unter einem Winkel, z. B. schräg von
der Seite betrachtet. Zur weiteren Verbesserung des Kontra-
stes der Füllstandsanzeige 13 ist eine Außenoberfläche 49 des Behältnisses 3 bzw. der Außenwandung 11 im Bereich
der Öffnung 15 der Wasserstandsanzeige 13 dunkelfarbig.
In Fig. 3 ist die Ausgestaltung der Reflexionsfläche 31 abschnittsweise
dargestellt. Die Pyramiden 33 sind durch gleichmäßig nebeneinander schräg gestellte Würfel gebildet.
Dabei liegen abgerundete Pyramidenspitzen 51 im Abstand von etwa 2 mm in einer Ebene parallel zur Anzeigefläche
47 und zeigen auf die Hintergrundfläche 43. Pyramidenseitenflächen 53 bzw. Prismenflächen einer Pyramide 33 stehen
jeweils senkrecht aufeinander und sind unter einem für den betreffenden Lichteffekt geeigneten Winkel von einheitlich
ca. 55° zur Anzeigefläche 47 optimal angeordnet. Das Frontteil 17 weist infolge der in Spritzgießtechnik hergestellten
Würfel in einer Ebene parallel zu den Pyramidenspitzen 51 erste Pyramidenfußpunkte 55 und entsprechende
zweite Pyramidenfußpunkte 57 auf, die ebenfalls in einer Ebene parallel zu den Pyramidenspitzen 51 unterhalb der ersten
Pyramidenfußpunkte 55 liegen.
Alternativ zu der zweiteiligen Ausführung der Wasser-Standsanzeige
13 kann diese auch lediglich aus dem Frontteil 17 bestehen (nicht gezeigt). Dieses ist in die Wandung
eines einwandigen Behältnisses entsprechend der obigen Beschreibung integriert, wobei das Frontteil 17 einen Teil
der Behältniswandung bildet und dessen Reflexionsfläche direkt, ohne Verwendung einer zusätzlichen Röhre, von
dem im Behältnis befindlichen Wasser entsprechend dem Füllstand benetzt wird. Um einen ausreichenden Hell-Dunkel-Kontrast
dieser Anzeige zu realisieren, ist die der Flüssigkeitsanzeige 13 gegenüberliegende Innenwandung des
Behältnisses 3 stark lichtabsorbierend ausgebildet, z. B. schwarz.
Claims (8)
1. Optischer Füllstandsanzeiger, insbesondere für Wasser, für ein Behältnis mit einem Lichtleiter, der sich
über eine den möglichen Füllständen entsprechende Höhe des Behältnisses erstreckt und in dessen Wandung
gehaltert ist, wobei eine von der Flüssigkeit benetzbare, dem Innenraum des Behältnisses zugewandte
erste Stirnfläche des Lichtleiters mit einer Reflexionsfläche versehen ist und eine der ersten Stirnfläche gegenüberliegende
zweite Stirnfläche des Lichtleiters als Anzeigefläche für den Füllstand im Behältnis dient,
dadurch gekennzeichnet, daß im freien Abstand von der Oberfläche der Reflexionsfläche (31) eine stark
lichtabsorbierende Hintergrundfläche (43) angeordnet ist und daß die seitliche Erstreckung der Reflexionsfläche
(31) größer ist als die der Anzeigefläche (47).
2. Füllstandsanzeiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hintergrundfläche durch eine der
Reflexionsfläche (31) gegenüberliegende Innenwandung des Behältnisses gebildet ist.
3. Füllstandsanzeiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand etwa 1 bis 5 mm, vorzugsweise
etwa 2 mm, beträgt, wodurch zwischen der Reflexionsfläche (31) und der Hintergrundfläche (43)
ein Spalt (41) gebildet ist, in dem die Flüssigkeit entsprechend dem Füllstand steht.
4. Füllstandsanzeiger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hintergrundfläche (43) auf einem
flachen Plattenkörper (37) ausgebildet ist, der zusammen mit dem Lichtleiter (17) eine außerhalb des
Behältnisses vormontierbare Baugruppe (13) bildet.
5. Füllstandsanzeiger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Reflexionsfläche
(31) durch zahlreiche nebeneinander jeweils zu Pyramiden (33) angeordnete Prismenflächen (53)
gebildet ist.
6. Füllstandsanzeiger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Flüssigkeit zugewandte Pyramidenspitzen
(51) abgerundet sind.
7. Füllstandsanzeiger nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur besseren Kennzeichnung
bestimmter Füllstände unterschiedlich große Pyramiden (33) vorgesehen sind.
8. Füllstandsanzeiger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Außenoberfläche
(49) des Behältnisses (3) zumindest im Bereich des Füllstandsanzeigers (13) stark lichtabsorbierend
ausgebildet ist.
Hierzu 1 Seite(n) Zeichnungen
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