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DE1966002B - alpha-Ketoaldehyde. Ausscheidung aus: 1935380 - Google Patents

alpha-Ketoaldehyde. Ausscheidung aus: 1935380

Info

Publication number
DE1966002B
DE1966002B DE1966002B DE 1966002 B DE1966002 B DE 1966002B DE 1966002 B DE1966002 B DE 1966002B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ketoaldehydes
formula
eggs
dose
virus
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Elena Prof.; Nardi Dante Dr.; Degen Ludwig Dr.; Mailand Massarani (Italien)
Original Assignee
Societe dExploitations Chimiques et Pharmaceutiques SECEPH S.A., Lugano (Schweiz)

Links

Description

worin R für eine Nitrogruppe steht.
Gegenstand der Erfindung sind α-Ketoaldehyde der allgemeinen Formel
Cl OH
R O
worin R für eine Nitrogruppe steht.
Die α-Ketoaldehyde der obigen Formel haben therapeutische Wirksamkeit. Sie sind insbesondere als O
-C-Cl
H,C
OHN
-c—c
HJ
O
-C-CH,
wobei Ar hier und im folgenden für einen die Substituenten Cl und R aufweisenden Phenylrest steht. So wird von einem Benzoylchlorid ausgegangen, welches mit Diazomethan umgesetzt wird, und das als Zwi-
p g
Mittel gegen Viren bzw. als Viricide wirksam. Versuche 30 schenprodukt entstandene Diazoketon wird mittels
mit Kulturen von Grippe- und Blattern- bzw. Pockenviren in Embryonen enthaltenden Eiern zeigten die Wirksamkeit dieser Verbindungen gegen diese Infektionserreger.
Jodwasserstoffsäure reduziert.
Dieselben Acetophenone können auch durch die folgenden schematisch dargestellten Reaktionen hergestellt werden:
Il
Ar —C-Cl
H3C-C-C-C-OC2H5
H2
Ar — C — C — H
C — OC2H4
H2SO4, H2O
Ar
C-CH,
O
Il
C — CH3
(a)
Es wird also ein Benzoylchlorid der Formel
O
Ar—C-Cl
mit Acetessigester in Form des Natriumderivates kondensiert, worauf der als Zwischenprodukt gebildete a-Benzoylacetessigester (a) hydrolysiert wird.
Formel
Ar—C—C—C— OC2H5
H2
als Zwischennebenprodukt.
Ein anderes Verfahren zur Herstellung der α-Ketoaldehyde der Formell wird durch das folgende
Es wird sich auch ein Benzoylessigsäureäthylester der 55 Schema veranschaulicht:
OHN OH O
HN
I I/
Ar —C-C
HNO2
Il I
-+Ar — C — C = O
N (b)
Das wie oben erwähnt durch Umsetzung von Diazomethan mit einem Benzoylchlorid der Formel
Ar—C-Cl
erhaltene Diazoketon wird also mit Triphenylphosphin kondensiert, und das als Zwischenprodukt ge-
bildete Triphenylphosphazin (b) wird mittels salpetriger Säure zersetzt. Zur Isolierung des a-Ketoaldehydes aus der Reaktionsmischung ist es vorteilhaft, ihn durch Kondensation mit N.N'-Dianilinoäthan vorübergehend in das entsprechende 1,3-Diphenyl - 2 - benzoyltetrahydroimidazol (c) zu überführen :
C6H5
O H H-N-CH2
Il I
Ar-C-C=O +
H-N-CH2
C6H5
IO
(C)
Wesenheit des Ausgangsmaterials in der erhaltenen Mischung durch Dünnschichtchromatographie wurde das metallische Selen durch Filtrieren abgetrennt, das Lösungsmittel des Filtrates wurde unter Vakuum und in der Hitze abgedampft, und der Rückstand wurde destilliert, wobei die bei 134°C/0,6mm Hg siedende Fraktion aufgefangen wurde. So wurden 13 g (60% der Theorie) eines in Wasser wenig löslichen und in den üblichen organischen Lösungsmitteln löslichen gelben Öles erhalten.
Analyse für C8H4CINO4 (213,577):
Berechnet ... C 44,99, H 1,89, N 6,56, Cl 16,60%; gefunden .... C 44,30, H 2,21, N 6,20, Cl 16,28%.
In der folgenden Tabelle 1 sind die Siedepunkte von einigen erfindungsgemäßen a-Ketoaldehyden der Formel I zusammengestellt.
Tabelle I
O H
Il I,
Ar—C-C
QH5
N-CH2
N-CH2
C6H5
Der α-Ketoaldehyd wird durch Hydrolyse des 1,3-Diphenyl - 2 - benzoyltetrahydroimidazoles (c) rückgewonnen.
Die a-Ketoaldehyde der Formel I können durch Behandlung mit Wasser bzw. dem entsprechenden Alkohol in ihre Hydratform (R1 = H) bzw. ein HaIbacetal der Formel
II
übergeführt werden.
Die a-Ketoaldehyde der Formel I sowie ihre Hydrate und Halbacetale der Formel II können in Form ihrer Derivate der Formel
35
OHH
C—C—N
OR1
c—oh
111
die durch Kondensation mit p-Aminobenzoesäure erhalten werden, gereinigt werden. Die Verbindungen der letzteren Formel sind neu.
Die Erfindung wird an Hand des folgenden Beispiels näher erläutert.
Beispiel
m-Nitro-p-chlorphenylglyoxal
(Formel I, Cl = p-Cl, R = m-N02)
Es wurde eine Mischung aus 19,95 g (0,1 Mol) m-Nitro-p-chloracetophenon, 16,6 g (0,15 Mol) Selendioxyd, 50 cm3 Essigsäure und 10 cm3 Wasser 1 Stunde lang unter Rückfluß erhitzt. Nach Feststellen der Ab-
Verbindung Cl p Siedepunkt in
Nr. 15OmIn Hg
1 2-Cl 4-NO2 118/0,5
2 2-CI 5-NO2 137/0,8
3 4-Cl 3-NO2 134/0,6
4 4-Cl 2-NO2 118/0,4
5 5-Cl 2-NO2 128/0,6
6 6-Cl 2-NO2 110/0,3
Die viricide Wirksamkeit von einigen erfindungsgemäßen Verbindungen wurde durch die folgenden Versuche ermittelt.
Versuche mit Embryonen enthaltenden Eiern
Vertragene Höchstdosis (MTD) bei Embryonen
enthaltenden Eiern
Die Verbindungen wurden in auf einen pH-Wert von 7,2 gepufferter Salzlösung mit einem Gehalt an 500 internationalen Einheiten (IU) Penicillin G und 0,5 mg Streptomycin/cm3 gelöst. Es wurden abnehmende Dosen von jeder in 0,1 cm3 gelösten Verbindung
in die Allantois bzw. den Harnsack eingeimpft. Jede Dosis wurde in 3 Embryonen enthaltende 9 Tage alte Eier eingespritzt. Die höchste Dosis, welche innerhalb 3 Tage keine Sterblichkeit hervorrief, wurde als die vertragene Höchstdosis (MTD) festgelegt.
Verfahren zur Bestimmung der Wirkung gegen Viren
Es wurden 9 Tage alte Embryonen enthaltende Leghornhenneneier und der Grippevirus A (Allantoisflüssigkeit mit einem Gehalt an 108 bis 109 ElD50
[EFD50 = mittlere Eierinfektionsdosis] Eiern angepaßtem PR-8-Stamm) verwendet. Ferner wurde neurotroper bzw. auf die Nerven wirkender Mauspockenvirus ([ATCC] CAM [Chorionallantoismembran] durch Zentrifugieren homogenisiert und gereinigt und
mit einem Gehalt an 106 bis 107 ELD50 [ELD = tödliche Dosis für Eier] Eiern angepaßten WR-Stamm) verwendet.
Versuche bezüglich der Virentötung
Für jede Dosis wurde die Hälfte der vertragenen Höchstdosis (0,5 MTD) in 10 cm3 gepufferter Salzlösung gelöst zu 102 EID95,103 EID95 bzw. 10* EID95 zugegeben, und die 3 Lösungen wurden 1 Stunde lang
in Wasserbädern bei 370C gehalten. Dann wurde die Allantois von 5 Eiern (für jede Dosis) jeweils mit 0,1 cm3 von einer der bebrüteten Lösungen geimpft.
Ermittlung der Wirksamkeit
Beim Grippevirus wurden die Eier 48 Stunden lang bei 35° C und dann 12 Stunden lang bei 40C aufbewahrt und schließlich auf die Gegenwart von Hämoagglutinin bzw. Blutagglutinin geprüft. Beim Pockenvirus wurden die Eier 7 Tage lang bei 37° C aufbewahrt, und es wurde die Sterblichkeit der Kükenembryonen festgestellt.
Die Ergebnisse dieser Versuche sind in der folgenden Tabelle A zusammengestellt.
Tabelle A
MTD") mg Eier Pocken
Verbindung
Nr.
μΜθ1 0,28 APR8- virus*)
1,25 0,58 Virus*) 0
1 2,5 1,15 >3 0
2 5 3,7 3 0
3 10 >3 0
N-(a-Äthoxy- 2
p-phenylphen-
acyl)-p-amino-
benzoesäure
") Vertragene Höchstdosis (MTD).
b) Die Zahlen stellen die Differenz zwischen log EID95 der Blind-
versuchseicr und log EID,, der behandelten Eier dar, wobei
EID = Eierinfektionsdosis ist.
Aus der Tabelle A ergibt sich die starke Überlegenheit der erfindungsgemäßen Verbindungen gegenüber dem [N - (α - Äthoxy - ρ - phenylphenacyl) -p-aminobenzoesäure], (= Handelsprodukt), insbesondere in bezug auf den APRg-Virus. Die angegebenen Werte stellen nämlich jeweils die Virusinfektionskonzentration, welche durch die Hälfte der toxischen Dosis (0,5 MTD) der betreffenden Substanz unwirksam gemacht wird, logarithmisch dar. Da in diesen Werten also die Toxizität mit berücksichtigt ist, sind sie ein Maß der therapeutischen Indi2es. Wegen der logarithmischen Ausdrucksweise bedeutet danach ein um eine Einheit größerer Wert den lOfachen therapeutischen Index.
Daher haben die erfindungsgemäßen Verbindungen in bezug auf den APR?-Virus 10- bzw.
mehr als lOmal so große therapeutische Indizes wie das Handelsprodukt.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    α-Ketoaldehyde der allgemeinen Formel
    Cl
    O
    C-C
    Daher sind die erfindungsgemäßen a-Ketoaldehyde als Arzneimittel und Desinfektionsmittel verwendbar.
    Die erfindungsgemäßen n-Ketoaldehyde können in an sich bekannter Weise, insbesondere durch Oxydieren des entsprechenden Acetophenones mittels Selendioxyd, hergestellt werden.
    Die zur Herstellung der α-Ketoaldehyde verwendeten Acetophenone können durch die folgenden schematisch dargestellten Reaktionen erhalten werden:

Family

ID=

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