DE19648952C1 - Vorrichtung zum Ausbrechen und Entfernen von Abfallstanzteilen aus Nutzen oder Werkstoffbögen, insbesondere für Flachbettstanz- und/oder Prägeautomaten - Google Patents
Vorrichtung zum Ausbrechen und Entfernen von Abfallstanzteilen aus Nutzen oder Werkstoffbögen, insbesondere für Flachbettstanz- und/oder PrägeautomatenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum
Ausbrechen und Entfernen von Abfallstanzteilen aus Nutzen oder
Werkstoffbögen, insbesondere für Flachbettstanz- und/oder
Prägeautomaten, umfassend ein Ausbrechbrett zur Aufnahme des
Nutzens oder Werkstoffbogens, eine obere und/oder untere
Ausbrechform als Ausbrechwerkzeughalteplatte, wobei die
Ausbrechform mit Ausbrechwerkzeugen zum Ausbrechbrett hin
vertikal bewegbar ist, umfassend weiterhin im Ausbrechbrett
vorgesehene Aussparungen oder Öffnungen, die vom jeweiligen
Abfallstanzteil des Werkstoffbogens überspannt sind.
Aus der DE 41 24 098 C1 ist eine Vorrichtung zum Entfernen von
Ausbrechteilen aus einem Zuschnitte oder dergleichen enthal
tenden Werkstoffbogen bekannt. Der Werkstoffbogen liegt auf
einer Trägerplatte auf, in der Durchbrüche mit durchgehenden
vertikalen Wänden vorgesehen sind. Jedes Ausbrechteil des
Werkstoffbogens überspannt den zugehörigen Durchbruch und
liegt wie erwähnt mit entsprechenden Auflageflächen auf der
Trägerplatte auf.
An der zur Trägerplatte hin und von ihr weg bewegbaren Werk
zeughalteplatte sind Ausbrechwerkzeuge aus Bandstahl ange
ordnet. Die Ausbrechwerkzeuge weisen vertikale und horizontale
Schmalseiten auf. Jedes der bekannten Ausbrechwerkzeuge aus
Bandstahl besitzt hin zur Trägerplatte wenigstens eine Spitze
als Ende der jeweiligen vertikalen Schmalseite. Der Winkel α
zwischen der Spitze und der sich von ihr zu der angrenzenden,
der Trägerplatte zugewandten horizontalen Schmalseite
erstreckenden Fläche projiziert in die Schmalseitenmittenebene
soll in einem Bereich von 20° bis 50° liegen.
Mit Hilfe der technologisch recht aufwendig auszubildenden
Spitze oder Spitzen soll das Ausbrechteil beim Eindrücken in
den jeweiligen Durchbruch nicht abrutschen, so daß ein
sicheres Trennen und Abschleudern des Abfallstückes auch ohne
zusätzliche Abstreifelemente in der Trägerplatte möglich wird.
Um die angestrebte Wirkung zu verbessern, wird dort vorge
schlagen, die sich von der Spitze zu der trägerplattenseitigen
horizontalen Schmalseite des Ausbrechwerkzeuges aus Bandstahl
erstreckende Fläche so auszubilden, daß diese die Form eines
gleichschenkligen Dreiecks aufweist, dessen spitzer Winkel
vorzugsweise 60° beträgt. Es ist offensichtlich, daß der ent
sprechende Zuschliff fertigungsintensiv ist, insbesondere
dann, wenn man davon ausgeht, daß die Spitzen einem erheb
lichen Verschleiß unterliegen, so daß darüber hinaus ein
häufiger Werkzeugwechsel notwendig wird.
Aus dem deutschen Gebrauchsmuster 90 03 329 ist es bekannt,
rotationssymmetrische Stifte mit Spitzen als Ausbrechwerkzeuge
zu verwenden, wobei die Spitzen mit elastischen Widerlagern im
unteren Bereich der Ausbrechform angeordnet, zusammenwirken.
Bei der Rückkehr des Ausbrechstiftes in Verbindung mit dem
Widerlager wird das Ausbrechteil entfernt. Nachteilig ist
jedoch die starre Ausführungsform der rotationssymmetrischen
Stifte in Verbindung mit den elastischen Widerlagern, die
äußerst verschleißanfällig sind.
Aus der Firmendruckschrift BOBST SA, 1992, DOCtraining, sind
Ausbrechstifte bekannt, deren kleinster Durchmesser bei etwa
4mm bei einer freien Länge von 35mm liegt. Die Ausbrechstifte
werden von der Vorderseite in entsprechende Löcher einer Aus
brechform eingeschlagen bzw. eingesetzt und weisen hierfür
eine Schulter auf, so daß die gewünschte längenmäßige
Positionierung erreicht werden kann. Eine Vielzahl derartig
angeordneter Ausbrecher dient dann dem Beseitigen von Abfall
stanzteilen, wie bereits vorstehend beschrieben.
Insbesondere für sehr kleine Abfall- und Ausbrechteile sind
die bekannten Ausbrechstifte nicht geeignet. Bei bekannten
Ausbrechwerkzeugen sind also flache bandförmige Elemente oder
Stempel größeren Durchmessers bestenfalls mit einer Spitze
versehen, so daß sich ein entsprechender Wechsel von Bandstahl
bzw. Stempel und Spitze ergibt. Stempel und Spitze sind form
fest verbunden oder am Kopf flächig, gezackt oder mit einer
gewellten Struktur versehen.
Aufgrund der Größengeometrie der bekannten Ausbrechelemente
ergeben sich beim Ausbrechen auf schnellaufenden Stanzauto
maten erhebliche Probleme. Zum einen sind die bekannten Aus
brechelemente, wie bereits erwähnt, für sehr kleine auszu
brechende Teile zu groß, so daß diese nicht mit hinreichendem
Erfolg entfernt werden können. Durch die fest gegebene Wirk
verbindung zwischen Spitze und Stempel bzw. Bandstahl können
die Spitzen nicht an den kritischen Punkten der Schnitt
geometrie angreifen. Durch die vorgegebenen Wirklinien der
bekannten Spitzen in Verbindung mit der vertikalen Schmalseite
des Werkzeuges nach DE 41 24 098 C1 ist es nicht möglich,
Drehmomente der auszubrechenden Teile zu verhindern, so daß
Störungen beim automatischen Betrieb einer Flachbettstanze die
Folge sind.
Aufgrund der geometrischen Ausbildung bekannter Spitzen ist
beim Berühren der Werkstoffbogenfläche und für die Arretierung
des Abfallstanzteiles eine große Gegenkraft erforderlich, die
im normalen Stanzbild nicht vorhanden ist, so daß zusätzliche
Haltepunkte in der Ausbrech- oder Stanzform notwendig werden.
Letztendlich erhöht sich bei zusätzlichen Haltepunkten der
Druckkraftbedarf in der Ausbrechstation eines Flachbettstanz
automaten. Darüber hinaus bauen sich unerwünschte Schwingungen
des Werkstoffbogens auf, die die Positionierung und Ruhelage
beim Ausbrechvorgang nachteilig beeinflussen. Aufgrund der
vorgenannten Probleme war es bisher notwendig, Unterstifte
einzusetzen.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung
zum Ausbrechen und Entfernen von Abfallstanzteilen
aus Nutzen oder Werkstoffbögen, insbesondere für Flachbett
stanz- und/oder Prägeautomaten anzugeben, welche bzw. welches
es ermöglicht, mit verringertem Druckkraftbedarf in der Aus
brechstation sowohl den einlaufenden Werkstoffbogen sicher zu
halten, zu glätten und zu positionieren, als auch kleinste
Abfallstanzteile sicher und vollständig zu entfernen.
Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt mit einem Gegen
stand gemäß den Merkmalen des Patentanspruches 1.
Die Unteransprüche stellen mindestens zweck
mäßige Weiterbildungen oder Ausgestaltungen der Erfindung dar.
Ein wesentlicher Grundgedanke der Erfindung besteht darin, das
bisherige starre System zwischen Ausbrechform bzw. Ausbrech
werkzeughalteplatte und Ausbrechwerkzeug zu verlassen derge
stalt, daß nunmehr die Ausbrechwerkzeuge mindestens teilweise
als Ausbrechnadeln ausgebildet sind, die gegenüber ihrem
jeweiligen Einspann- oder Befestigungspunkt in der Ausbrechform
nachgiebig elastisch beweglich sind. Durch die entsprechend
schlanke und langgestreckte Nadelform stellt sich die
gewünschte elastische Beweglichkeit ein, so daß ein sicheres
Ausbrechen und Entfernen insbesondere sehr kleiner Ausbrech
teile gegeben ist.
Erfindungsgemäß wird die Positionierung der Ausbrechnadeln bei
sehr kleinen Ausbrechteilen dergestalt vorgenommen, daß vor
zugsweise drei Nadeln eine Gruppe bilden, die ein gleich
seitiges, gleichschenkliges oder ungleichmäßiges Dreieck
aufspannen, wobei die Nadeln bezogen auf kritische Ausbrech
punkte frei positionierbar sind.
Zum sicheren und erfolgreichen Ausbrechen auch größerer
Abfallstanzteile, die z. B. spitz zulaufende kritische
Abschnitte aufweisen, kann erfindungsgemäß auf eine Kombi
nation der Ausbrechnadeln mit an sich bekannten Ausbrech
werkzeugen zurückgegriffen werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform besitzen die Ausbrech
nadeln gegenüber den kombiniert eingesetzten Ausbrechwerk
zeugen eine größere Höhe und es ist sichergestellt, daß die
elastische Beweglichkeit der jeweiligen Nadel gegenüber ihrem
jeweiligen Einspann- oder Befestigungspunkt gegenüber benach
barten Ausbrechwerkzeugen erhalten bleibt.
Die erfindungsgemäßen Nadeln sind unabhängig setzbar, so daß
die Anzahl von Haltepunkten reduziert werden kann bzw. Halte
punkte ganz entfallen können.
Die nadelförmigen Ausbrechwerkzeuge erfüllen die Funktion der
Vorpositionierung des Werkstoffbogens, des Andrückens und
Haltens desselben sowie der Glättung des Bogens ausgehend von
einem Greiferabschnitt nach allen Seiten hin, so daß der
Werkstoffbogen glatt auf dem Ausbrechbrett aufliegt. Auch hier
ist die Elastizität der Ausbrechnadeln und das Vorsehen
gezielter Höhen- bzw. Längenunterschiede der Nadeln vom
Greifer oder geometrischen Schwerpunkt ausgehend nach außen
hin von Vorteil. Insgesamt wird ein unerwünschtes Schwingen
der Werkstoffbögen und Aufwölben dieser beim plötzlichen
Abbremsen im Ausbrechabschnitt eines Stanzautomaten verhin
dert, wodurch sich die Produktivität und Qualität der
bearbeiteten Werkstoffbögen erhöht.
Es liegt im Sinne der Erfindung, daß die Ausbrechnadeln auch
mit Werkzeugen zur Randabtrennung oder mit Halteblöcken zum
Abt rennen oder Ausbrechen größerer Teile zusammenwirken
können, wobei jedoch die gewünschte elastische Bewegung um den
Einspann- oder Befestigungspunkt der jeweiligen Nadel sicher
gestellt sein muß.
Die erfindungsgemäßen Ausbrechnadeln weisen einen konischen
oder bogenförmigen, eine Spitze bildenden Abschnitt auf, wobei
dieser Abschnitt im wesentlichen die Hälfte der Nadellänge
einnimmt. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Ausbrech
nadeln ist das Verhältnis V von Nadellänge l zum größten
Durchmesser d der Nadel im Bereich von 6 bis 80 liegend, wobei
der größte Durchmesser der Ausbrechnadeln im Bereich ≦ 2mm
liegt.
Zum allseitigen Glätten eines in den Ausbrechabschnitt des
Flachbettstanzautomaten einlaufenden Werkstoffbogens oder
eines sogenannten Nutzens sind die Ausbrechnadeln über die
Ausbrechform von der Mitte bzw. dem geometrischen Schwerpunkt
der Ausbrechform und/oder von dem Greiferabschnitt zum
Fixieren des Werkstoffbogens auf dem Ausbrechbrett ausgehend
so angeordnet, daß hier die Nadeln eine größere freie Länge
oder Höhe bezogen auf die übrigen Bereiche oder Richtungen
aufweisen. Dies ist so zu verstehen, daß die Nadeln in die
anderen Richtungen ausgehend vom Greifer oder geometrischen
Schwerpunkt aus eine abnehmende Länge oder Höhe besitzen, so
daß mit dem Absenken der Ausbrechform und Aufsetzen der Aus
brechnadeln auf den Werkstoffbogen ein allseitiges Glätten des
Werkstoffbogens entsprechend dem ebenen Ausbrechbrett erfolgt.
Erfindungsgemäß werden die Ausbrechnadeln von der Rückseite
her in die Ausbrechform eingesetzt und in dieser befestigt.
Vorzugsweise besitzt die Ausbrechform, welche aus mehrschich
tigem verleimten Sperrholz besteht, durch Laserstrahlung
erzeugte Bohrungen, die einen geringfügig kleineren Durch
messer als die der Nadeln aufweisen. Um eine exakte höhen-
bzw. längenmäßige Positionierung der Ausbrechnadeln bezogen
auf die Ausbrechform zu erreichen, besitzen die Ausbrechnadeln
einen V- oder kelchförmigen Befestigungsschaft, der ober
flächenbündig mit der Rückseite der Ausbrechform abschließt.
Es werden also die Nadeln in die Laser-Bohrungen oder in
anderer Weise erzeugten Durchbrüche eingeführt bzw. einge
schlagen, wobei der Befestigungsschaft einen Anschlag bildet.
Nach entsprechender Positionierung der
Ausbrechnadeln in der Ausbrechform wird eine an sich bekannte
Relativbewegung zwischen der die Ausbrechnadeln aufweisenden
Ausbrechform und dem einen Werkstoffbogen aufweisenden Aus
brechbrett ausgeführt. Mit der beginnenden Berührung des
Bogens durch die Ausbrechnadeln erfolgt in der Vorpositio
nierung ein Drücken und Glätten sowie ein Halten des Bogens.
Mit fortfahrender Bewegung wird das gewünschte Herausbrechen
des Abfallteiles mit bezogen auf den Stand der Technik
geringerem Druckkraftbedarf ausgeführt. Letztendlich wird
unter Rückgriff auf die erfindungsgemäßen Ausbrechnadeln
verhindert, daß positionsver
ändernde Schwingungen des Bogens entstehen. Die vorhandenen
Querkräfte, die der Bogen beim Schwingen erzeugt, werden durch
Gegenkräfte aufgrund der Nadelelastizität der fest einge
spannten Nadeln aufgenommen, so daß sich eine Planlage des
Bogens ergibt und insgesamt ein hochproduktives und effektives
automatisches Abfallteilentfernen unter weitgehendem Verzicht
auf Unterstifte gegeben ist.
Zusammenfassend stellen die Ausbrechnadeln Elemente dar, die
ein punktförmiges, elastisches Angreifen auf dem Abfall
stanzteil ermöglichen, wobei die Ausbrechnadeln keine feste,
unmittelbare Verbindung zu weiteren, an sich bekannten Aus
brechwerkzeugen aufweisen.
Insbesondere eine obere Ausbrechform besitzt Ausbrechnadeln,
die am Greifer und/oder Innenflächenabschnitt eine größere
Höhe bezogen auf die rechten, linken und hinteren Randab
schnitte einnehmen, so daß ein Glätten der einlaufenden
Werkstoffbögen gewährleistet ist.
Durch die Nadelgeometrie können auch sehr kleine Teile an
kritischen Punkten fixiert werden, so daß ein erfolgreiches
Ausbrechen dieser kleinen Teile gewährleistet ist. Die nahezu
punktförmige kleine Angriffs- oder Berührungsfläche der
Nadelspitze läßt ein Eindringen in die Bogenoberfläche auch
ohne eine Gegenkraft erzeugende Einarbeitung von Hilfsele
menten in den Bogen, z. B. von zusätzlichen Haltepunkten oder
speziell ausgebildeten Auflagen an den Durchbrüchen des
Ausbrechbrettes, zu. Einem Verklemmen der Abfallstanzteile
durch ungewolltes Drehen derselben im Ausbrechbrett kann
dadurch begegnet werden, daß die einzelnen Ausbrechnadeln ein
Dreieck aufspannen.
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbei
spieles sowie unter Zuhilfenahme von Figuren näher erläutert
werden.
Hierbei zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipdarstellung eines Flachbettstanzautomaten
mit Ausbrechstation;
Fig. 2 ein prinzipielle Darstellung der Anordnung von Aus
brechbrett und Ausbrechform innerhalb der Ausbrech
station und
Fig. 3 eine prinzipielle Darstellung einer Ausbrechnadel
gemäß Ausführungsbeispiel.
Der in der Fig. 1 gezeigte Flachbettstanzautomat besitzt eine
Beschickungs- und Anlagestation 1, welche Mittel zum Zuführen
der einzelnen Werkstoffbögen 2 hin zu einer Stanzstation 3
aufweist. Nach dem Stanzen in der Stanzstation 3 verbleibende
Abfallstanzteile 6 oder Ausbrechteile werden in einer Aus
brechstation 4 entfernt. Die Ausbrechstation 4 enthält einen
Werkzeugrahmen 5 für obere und untere Werkzeuge sowie für ein
Ausbrechbrett. Nach erfolgtem Entfernen der Abfallstanzteile 6
gelangen die so bearbeiteten Werkstoffbögen 2 zu einer
Stapelauslage- und -abgabestation 7.
Die Leistung bekannter Flachbettstanz- und/oder Prägeautomaten
liegt im Bereich von 5000 bis 6000 Werkstoffbögen je Stunde,
wobei die maximale Stanzkraft 600 t betragen kann. Maximale
Bogenformate liegen im Bereich von 1020 × 1500 mm. Der
Greiferrandeinstellbereich zum Halten der Werkstoffbögen nimmt
etwa 10 bis 15mm ein. Stanz- und Prägeautomaten können Papier
mit einem Flächengewicht von mindestens 70g/qm und Karton oder
Vollpappe bis zu einem Flächengewicht von 2000g/qm bzw. Well
pappe bis zu einer Gesamtdicke von etwa 4mm bearbeiten.
Aus den angegebenen Bogenleistungen je Stunde resultieren
erhebliche Bogenbewegungs- bzw. Transportgeschwindigkeiten mit
entsprechenden Kräften beim Abbremsen bzw. Beschleunigen der
Werkstoffbögen in der jeweiligen Station, mit der Folge von
Aufwölbungen, insbesondere beim Halten innerhalb der Stanz-
und Ausbrechstation. Darüber hinaus ist es notwendig, Posi
tionierungsgenauigkeiten der Werkstoffbögen zu erreichen, die
in einer Größenordnung liegen, die kleiner als die kleinsten
Ausbrechteile ist.
Mit Hilfe der Fig. 2 sei nun eine Vorrichtung zum Ausbrechen
und Entfernen von Abfallstanzteilen, die sich innerhalb der
Ausbrechstation 4 nach Fig. 1 befinden, näher erläutert.
Die Vorrichtung, wie in Fig. 2 gezeigt, weist ein Ausbrech
brett 8 auf, das der Aufnahme des Nutzens bzw. der Werkstoff
bögen 2 dient. Das Ausbrechbrett 8 weist Aussparungen oder
Öffnungen 9 entsprechend der Lage der Abfallstanzteile auf.
Oberhalb des Ausbrechbrettes 8 befindet sich eine obere Aus
brechform 10, welche aus geschichtetem und verleimten Sperr
holz besteht. Die Ausbrechform 10 dient als Ausbrechwerkzeug
halteplatte und ist gegenüber dem Ausbrechbrett 8 vertikal zu
diesem hin beweglich. Die Bewegungsrichtung ist mit einem
Pfeil symbolisiert. Die Ausbrechform 10 weist Längsbohrungen
11 auf, in die Ausbrechwerkzeuge 12, beim gezeigten Beispiel
in Form einer Ausbrechnadel, einführ- und befestigbar sind.
Die von der Rückseite in die Ausbrechform 10 eingeführte und
an einem Einspannpunkt 13 befestigte Ausbrechnadel 12 ist
aufgrund ihrer gegebenen Verhältnisse zwischen Durchmesser und
Länge in der Lage, um den festen Einspannpunkt 13 eine
elastische Bewegung auszuführen.
Beim Absenken der Ausbrechform 10 mit den Ausbrechnadeln 12
berühren die Nadeln 12 zunächst die Oberfläche des Werkstoff
bogens 2, halten und glätten diesen und dringen dann in die
Aussparungen bzw. Öffnungen 9 im Ausbrechbrett 8 unter Mit
nahme und Entfernen des Abfallstanzteiles 6 ein.
Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel besitzen die Ausbrech
nadeln 12 von einem Greiferabschnitt bzw. dem geometrischen
Schwerpunkt von Ausbrechbrett 8 bzw. Ausbrechform 10 ausgehend
eine größere freie, d. h. aus der Ausbrechform 10 hervor
stehende Länge im Vergleich zu den Randabschnitten, so daß mit
dem Absenken bzw. der Relativbewegung von Ausbrechform 10 und
Ausbrechbrett 8 zueinander hin ein Glätten der eingeführten
Werkstoffbögen 2 von der Mitte aus hin zum Randbereich er
folgt, so daß eine sichere und optimale flächige, d. h. ebene
Anlage von Werkstoffbogen 2 auf der Oberfläche des Ausbrech
brettes 8 gegeben ist. Um ein entsprechend schnelles Ver
drängen von Luft zwischen Werkstoffbogen 2 und Ausbrechbrett 8
zu ermöglichen, können im Ausbrechbrett Bohrungen vorgesehen
sein.
Insbesondere bei sehr kleinen Abfallteilen werden den kriti
schen Abschnitten dieser Teile Ausbrechnadeln zugeordnet.
Bei größeren Abfallteilen können die Ausbrechnadeln 12 mit an
sich bekannten Ausbrechwerkzeugen z. B. in Form von Ausbrech
linien kombiniert werden. Im letzteren Fall ist jedoch eine
ungehinderte seitliche, elastische Bewegung der Ausbrechnadeln
um ihren jeweiligen Einspannpunkt, d. h. ein entsprechender
seitlicher Abstand zu den starren Ausbrechlinien oder
Ausbrechstempeln einzuhalten. Darüber hinaus ist ein
höhenmäßiger Abstand zwischen Ausbrechnadel und weiterem
Ausbrechwerkzeug vorgesehen.
Die Fig. 3 zeigt eine besonders bevorzugte Ausführungsform
einer Ausbrechnadel 12. Diese Ausbrechnadel 12 besitzt einen
konischen oder bogenförmigen, eine Spitze bildenden Abschnitt
14, wobei dieser Abschnitt 14 im wesentlichen die Hälfte der
freien Nadellänge l einnimmt. Der maximale Durchmesser der
Nadel 12 ist mit d bezeichnet.
Das Verhältnis V von Nadellänge l zum größten Durchmesser d
der Nadel liegt im wesentlichen im Bereich von 6 bis 80, wobei
der größte Durchmesser d der Nadel ≦ 2mm beträgt.
Das Ende des Befestigungsschaftes 15 der Ausbrechnadel 12
besitzt ein V- oder kegelförmiges Ende 16, das dem Arretieren
bzw. Einschlagen der Ausbrechnadel in die Bohrungen der Aus
brechform dient. Die Befestigung der Ausbrechnadeln in der
Ausbrechform erfolgt derart, daß das V- oder kegelförmige Ende
16 des Befestigungsschaftes oberflächenbündig mit der Rück
seite der Ausbrechform abschließt. Bei einem besonders
bevorzugten Ausführungsbeispiel beträgt die Nadellänge
insgesamt etwa 50mm mit einem Spitzenabschnitt von 25mm. Die
Ausbrechnadel ist hierbei mit ihrem Befestigungsschaft sowie
dem kegelförmigen Ende in eine 15mm starke, die Ausbrechform
bildende Holzplatte eingesetzt. Der Durchmesser der Nadel
gemäß der bevorzugten Ausführungsform beträgt ca. 1,2 mm.
Insbesondere in dem Falle, wenn die Längsbohrungen 11 in der
Ausbrechform 10 mittels Laser eingebracht sind, ergibt sich
aufgrund der Querschnittsfläche der Bohrung mit abwechselnden
Mikro-Rücksprüngen und Fortsätzen eine feste Preßverbindung
zwischen der Ausbrechnadel 12 und der Ausbrechform 10, wobei
durch die V- oder kegelförmige Form des Endes 16 die ge
wünschte höhenmäßige Positionierung gesichert ist und ein
unerwünschtes Verdrehen der Nadel verhindert werden kann. Der
exakte Sitz bzw. die exakte Befestigung der Ausbrechnadeln in
der Ausbrechform läßt sich durch einen quasi Stimmgabeltest,
d. h. Anschlagen der Ausbrechnadeln überprüfen bzw. fest
stellen.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Ausbrechen und Entfernen von Abfallstanz
teilen (6) aus Nutzen oder Werkstoffbögen (2), insbesondere
für Flachbettstanz- und/oder Prägeautomaten, umfassend
ein Ausbrechbrett (8) zur Aufnahme des Nutzen oder Werkstoff
bogens (2), eine obere und/oder untere Ausbrechform (10) als
Ausbrechwerkzeughalteplatte, wobei die Ausbrechform (10) mit
Ausbrechwerkzeugen (12) zum Ausbrechbrett (8) hin vertikal
bewegbar ist, im Ausbrechbrett (8) vorgesehene Aussparungen
oder Öffnungen (9), die vom jeweiligen Abfallstanzteil (6) des
Werkstoffbogens (2) überspannt sind,
gekennzeichnet durch
im wesentlichen senkrecht in der Ausbrechform (10) befestigte
nadelförmige Ausbrechwerkzeuge (12), wobei die derart gebil
deten Ausbrechnadeln (12) um ihren jeweiligen Einspann- oder
Befestigungspunkt (13) nachgiebig elastisch beweglich sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Ausbrechen kleinster Abfallstanzteile (6)
eine Kombination von drei in unregelmäßiger oder regelmäßiger
Dreiecksform angeordnete Ausbrechnadeln (12) jeweils in der
Ausbrechform (10) befestigt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausbrechnadeln (12) einen konischen oder bogenför
migen, eine Spitze bildenden Abschnitt (14) aufweisen, wobei
dieser Abschnitt im wesentlichen die Hälfte der Nadellänge
einnimmt.
4. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis V von Nadellänge l zum größten Durchmesser
d der Nadel im wesentlichen im Bereich von
V = 6 bis 80
liegt, wobei der größte Durchmesser ≦ 2mm beträgt.
V = 6 bis 80
liegt, wobei der größte Durchmesser ≦ 2mm beträgt.
5. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß neben den Ausbrechnadeln (12) die Ausbrechform (10) an
sich bekannte starre schneidenförmige Ausbrechwerkzeuge,
Ausbrechstifte und/oder Ausbrechstempel aufweist, wobei die
weiteren Ausbrechwerkzeuge nur mittelbar über die Ausbrechform
(10) mit den Ausbrechnadeln (12) in Verbindung stehen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausbrechnadeln (12) gegenüber den weiteren Ausbrech
werkzeugen hervorstehen und so seitlich beabstandet von diesen
angeordnet sind, daß die elastische Beweglichkeit um den
Einspann- oder Befestigungspunkt (13) erhalten bleibt.
7. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausbrechnadeln (12) über die Ausbrechform (10) von der
Mitte oder dem geometrischen Schwerpunkt der Ausbrechform (10)
und/oder von dem Greiferabschnitt zum Fixieren des Werkstoff
bogens (2) auf dem Ausbrechbrett (8) ausgehend eine größere
freie Länge oder Höhe bezogen auf alle übrigen Bereiche oder
Richtungen aufweisen, so daß mit Absenken der Ausbrechform
(10) und Aufsetzen der Ausbrechnadeln (12) ein allseitiges
Glätten des Werkstoffbogens (2) erfolgt.
8. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausbrechnadeln (12) von der Rückseite der Ausbrechform
(10) in diese eingesetzt und befestigt sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausbrechnadeln (12) ein V- oder kegel- bzw. kelch
förmiges Ende (16) des Befestigungsschaftes (15) aufweisen,
wobei dieses Ende (16) oberflächenbündig mit der Rückseite der
Ausbrechform (10) abschließt.
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
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Family Applications (2)
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