DE19641744C1 - Betonfertigteil-Tragwerk für ein Parkhaus - Google Patents
Betonfertigteil-Tragwerk für ein ParkhausInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Tragwerk für ein mehrstöckiges
Parkhaus aus Stahlbetonstützen und tragenden Decken, die
in zueinander halbstöckig versetzten Ebenen angeordnet
sind sowie ein damit erstelltes Parkhaus und das Erstel
lungsverfahren desselben.
Es ist allgemein bekannt, Parkhäuser mit versetzten Park
ebenen als Stahlfachwerkbau mit jeweils an den äußeren
Eckpunkten der Stellplätze und in der Mittelebene angeord
neten Stützpfeilern und mit angehängten Deckenplatten und
als Grund und Deckschicht aufgebrachtem Betonguß zu er
stellen.
Auch ist es bekannt, statt Stahlkonstruktionen, die aus
Stahlstützen und Stahlverbundträgern bestehen, bei gerin
gerem Stahlbedarf Stahlbetonkonstruktionen zu errichten
(vgl. DE-GM 19 70 733). Bei diesem bekannten Parkhaus sind
vorgefertigte Zweigelenkrahmen mit beidseitigen Auskragun
gen in zueinander halbstöckig versetzten Ebenen vorgese
hen. Auf den Rahmen sind Deckenplatten verlegt, wobei zu
sätzlich eine biegesteife Verbindung zwischen Deckenplat
ten und Rahmen herzustellen ist. Diese sogenannten split
level-Parkhäuser weisen in jeder Ebene einen Fahrstreifen
und beidseits quer dazu Stellplätze auf. Die um 1/2-Ge
schoß versetzten Ebenen sind durch Rampen verbunden, die
jeweils die halbe Etagenhöhe überbrücken. Die tragende
Grundkonstruktionen, nämlich die genannten Rahmen, sind
aufgrund ihrer Abmessung schwer zu transportieren, zu
verlagern und aufzustellen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Tragwerk aus Stahlbeton
fertigteilen, ein damit erstelltes Parkhaus und ein Er
stellungsverfahren für dieses Parkhaus aufzuzeigen, das
einen einfachen und schnellen Aufbau ermöglicht.
Die Lösung besteht darin, daß das Tragwerk im wesentlichen
aus zwei Typen von Stahlbetonfertigteilen besteht, nämlich
aus einer wandscheibenartigen äußeren Flachstütze, die et
wa die Breite eines PKW-Einstellplatzes und innenseitig
Aufnahmetaschen aufweist, und aus einem umgekehrt trogför
migen, nach unten offenen und obenseitig einen Deckenab
schnitt aufweisenden Tragkörper, der einenends einen zu
der Aufnahmetasche passenden Auflagebereich aufweist und
an den andernends eine innere, rahmenartig angeschlossene
Flachstützwand von halber Etagenhöhe biegesteif angegossen
ist, so daß jeweils zwei Flachstützwände aufeinanderge
stellt einen inneren Stützwandabschnitt einer Tragwerks
mittelwand von einer vollen Etagenhöhe ergeben und und die
Tragkörper eine Aussteifung in Querrichtung bewirken.
Die Fertigteile mit einer Breite von ca. 2,50 m ergeben
durch die übereinandergestellten Tragkörper zusammen mit
den Flachstützen einhüllige Rahmen, die ohne jeglichen
Aufbeton standsicher sind.
Ein Parkhaus wird aus den beiden Typen von Betonfertigele
menten derart aufgebaut, daß Einzelfundamente für die äu
ßeren Flachstützen gegossen werden und die Flachstützen
darauf aufgerichtet werden, in die jeweils wechselweise
von der Mittelebene des Parkhauses aus Tragkörper endsei
tig in die Aufnahmetaschen der äußeren Flachstützen ein
gesetzt werden und mit ihren Flachstützwänden so aufeinan
dergestellt werden, daß diese einen Mittelwandabschnitt
bilden. Dadurch entstehen einzelne Parkhausabschnitte als
eigenständige Tragwerke, vorzugsweise von der Breite eines
Stellplatzes, die in sich statisch abgeschlossen sind.
Derartige tragende Parkhausabschnitte werden, vorzugsweise
jeweils um eine Breite eines Stellplatzes, also etwa
2,50 m, versetzt, nebeneinander errichtet. Die freien zwi
schenliegenden Abschnitte werde mit einfachen Betondecken
platten, sogenannten Filigranplatten, ausgelegt, wodurch
geschlossene Decken vorbereitet sind. Nach dem Errichten
sämtlicher Stahlbetonfertigteile wird bei trockenem Wetter
zuerst der oberste dichtende Aufbeton auf der Dachdecke
gegossen, wonach die Innenbetonarbeiten an den weiteren
Etagen und die Bodenbetonierung naßwitterungsunabhängig
ausgeführt werden. Auch läßt sich durch Schließen der Öf
fnungen zwischen den äußeren Wandscheiben mittels Folien
das gesamte Gebäude abdichten und dann beheizen, und die
restlichen Aufbetone aller Decken lassen sich dann auch
bei kaltem Wetter durchführen.
Die flächige wandartige Form der äußeren Flachstützen und
der inneren Rahmenstützen erbringt eine solche Steifig
keit, daß die Fundamente keine Kippmomente aufnehmen müs
sen.
Zur Übertragung der H-Kräfte weisen die Flachstützen und
Flachstützwände unten und erforderlichenfalls oben ge
eignet Elastomer-Metallauflager mit Passungszapfen bzw.
-buchsen auf. Ebenso sind die Tragkörperauflager und die
Aufnahmetaschen in den Flachstützen geeignet armiert.
Oberhalb der Tragkörper ist in den Aufnahmetaschen und in
den Flachstützwänden jeweils ein Freiraum belassen, der
beim Aufbringen des Aufbetons, eines sogenannten WU-Betons
mit diesem und mit einem aufbetonierten erhöhten Dich
tungsrand, einem sogenannten Schrammbord, ausgefüllt wird,
so daß die Auflager dauerhaft vor dem Eindringen von Was
ser geschützt sind. Die Außenseite der Taschen ist ge
schlossen; die Lager sind witterungsgeschützt. Die Lager
fugen sind mit geeignetem dauerhaften Dichtungsmittel ge
schlossen.
Bei Parkhäusern mit mehr als 5 oder 6 Geschossen werden
die Flachstützwände und Flachstützen der unteren Etagen
stärker und mit stärkerer Armierung ausgeführt. Die Flach
stützen werden in Abschnitten von 3 oder 4 Etagenhöhen
aufeinandergestellt, wobei geeignete Elastomerauflager und
Stahlpasseinbauteile die Kräfte nach unten ableiten.
Die Erfindung ist anhand der Fig. 1 bis 7 beispielhaft
dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines Tragwerkes verkürzt;
Fig. 2 zeigt einen Detailausschnitt zu Fig. 1 im Bereich
der Flachstützenwand;
Fig. 3 zeigt einen Detailausschnitt zu Fig. 1 im Bereich
der Flachstütze;
Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch den Tragkörper;
Fig. 5 zeigt eine Ansicht auf die Flachstützwand;
Fig. 6 zeigt einen Querschnitt einer Rampe;
Fig. 7 zeigt eine Aufsicht einer Rampe.
Fig. 1 zeigt in verkürzter Darstellung einen Ausschnitt
aus einem Tragwerk. Auf den Einzelfundamenten F1-F3 sind
außenseitig die Flachstützen FS1, FS2 aufgestellt und mit
tig dazwischen die Tragkörper TK1-TK3 mit ihren Flach
stützwänden SW1-SW3 übereinandergestellt. Die Tragkörper
erstrecken sich seitlich in Aufnahmetaschen T1-T3, die
die Flachstützen FS1, FS2 zu etwa 2/3 durchsetzen. Unten
seitig in den Aufnahmetaschen T1-T3 befinden sich ar
mierte Taschenauflager A1-A3, auf denen entsprechende
armierte Enden der Tragkörper TK1-TK3 aufliegen. Die
Tragkörper TK1-TK3 sind obenseitig mit einem Dichtbeton
DB beschichtet, welcher an der Außenseite einen Dich
tungsrand DRA aufweist, der bis in die Flachstützwand hin
einreicht und die Fuge wasserdicht abschließt. Auch zu der
mittigen Flachstützwand SW1-SW3 ist ein Dichtungsrand
DR1 auf den Dichtbeton aufgegossen.
Die Flachstützwände, die jeweils über eine halbe Etagenhö
he reichen, sind oben- und untenseitig mit armierten Wand
auflagern WA3-WA6 versehen. Im Kellergeschoß befinden
sich gegossene Betonböden K1, K2, von denen der Kellerbo
den im Halbstock auch eine mittige Flachstützwand auf
weist, die wiederum auf einer rudimentären Flachstützwand
RW des untersten Kellergeschosses ruht. Auch die beiden
letztgenannten Flachstützwänden weisen unten- und obensei
tig armierte Lager WA1-WA3 auf. Die äußeren Flachstützen
sind mit armierten Stützenauflagern SA1, SA3 auf die äuße
ren Einzelfundamente F1, F3 abgestützt.
Die Breite einer Etage FL bietet Platz für eine Fahrgasse
und zwei längsgeparkte Normfahrzeuge und beträgt etwa
16,5 m. Die Etagenhöhe EH ist etwa 3 m. Durch die verkürz
te Darstellung erscheint die zur Mitte gerichtete Neigung
der Böden bzw. Decken überhöht.
Fig. 2 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt des mittigen
Abschnittes zweier aufeinandergestellte Tragkörpers TK2,
TK3. Man erkennt die armierten Wandauflager WA5, WA6, die
jeweils unten- und obenseitig an den Stützwänden SW2, SW3
ausgebildet sind. Unmittelbar von der Unterkante der Stütz
wand SW3 erstecken sich die versteifenden Träger des
Tragkörpers TK3, auf denen der Deckenabschnitt DA eine
verbindende Trägerplatte bildet, die mit dem Dichtbeton DB
begossen ist und zur Mitte hin ein leichtes Gefälle von
etwa 1,5% aufweist. Am Wandanschluß ist der Dichtbeton mit
einem Dichtungsrand DR1 in die Stützwand hinein einge
gossen. Am freien unteren Ende ist die Stützwand leicht
abgerundet, so daß die Kräfteverteilung des Auflagers auf
die Fläche vergleichsmäßigt ist.
Fig. 3 zeigt einen Ausschnitt aus zwei aufeinanderge
stellten Flachstützen FS1, FS3, welche mit den armierten
Auflagern SA2 aufeinander ruhen. Es handelt sich um Metal
lauflager, welche mit Zentriermitteln versehen sind. Ein
Aufeinanderstellen von Flachstützen, die über mehreren
Etagen reichen, empfiehlt sich bei mehr als 3 Stockwerken.
Die gezeigte oberste Etage endet mit einer Brüstung B der
Flachstützwand, die sich um eine übliche Brüstungshöhe BH
über dem Dichtbetonrand erstreckt. Die Etagenhöhe der
obersten geschlossenen Etage ist verkürzt dargestellt. Die
Etagenhöhe EH beträgt etwa zweckmäßig 3 m. Diese umfaßt
die Trägerhöhe TH von ca. 65 cm und die Dichtbetonstärke
von ca. 15 cm. Die Stützwand weist an den Taschen T5, T7
einen Freispalt um den Tragkörperkopf herum auf, der mit
Dichtmaterial abgeschlossen ist. Insbesondere ist im
oberen Bereich der Stütze über der Tasche ein Freiraum FR
belassen, der jeweils durchgehend mit dem Dichtbeton abge
dichtet ist, der in diesem Bereich mittels einer geeigne
ten Abschlußschalung zu einem Dichtungsrand DRA erhöht
ausgebildet ist.
Bei sehr hohen Garagengebäuden ist es zweckmäßig, die un
teren Flachstützwände und die unteren Flachstützen stärker
zu armieren und auch dicker auszuführen. Auch die Auflager
der Flachstützwände und die Auflagebereiche der Tragkörper
in den Auflagertaschen können mit komplementären Zentrier
mitteln bestückt sein.
Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch einen Tragkörper mit
Aufsicht auf die daran angegossene Flachstützwand SW1. Der
Tragkörper besteht im wesentlichen aus einem trogförmigen
U-Träger, dessen Schenkel S1, S2 nach unten gerichtet sind
und dessen Mittenteil durch einen Deckenabschnitt DA ge
bildet ist. Die Trägerhöhe TH beträgt etwa 65 cm und die
gesamte Trägerbreite UTB etwa 210 cm. Die gesamte Tragkör
perbreite TKB ist vorzugsweise 250 cm und entspricht damit
auch der Breite der Flachstützwand und der Breite eines
üblichen PKW-Stellplatzes. Die Wandhöhe des Tragkörpers
entspricht einer halben Etagenhöhe, also etwa 150 cm. Der
Deckenabschnitt DA hat eine Deckenabschnittsdicke DD von
ca. 12 cm und ist damit wesentlich niedriger als die
Schenkelbreite SB von 30 bis 35 cm. Entlang der oberen
Kanten weist der Deckenabschnitt DA Ausnehmungen von etwa
6 mal 6 cm auf welche Zwischendeckenauflagen ZDA bilden
für Deckenplatten, die sich jeweils seitlich von dort zum
nächsten Tragwerk erstrecken.
Fig. 5 gibt, stark verkleinert, einen Ausschnitt von zwei
benachbarten Tragwerken wieder, zwischen deren
Deckenabschnitten DA sich jeweils für die Zwischendecken
ZD Fertigdeckenplatten DP erstrecken. Die Deckenabschnitte
DA und die Fertigdeckenplatten DP sind gemeinsam mit dem
Dichtbeton DB begossen, der jeweils stützenseitig und am
frei endenden Bereich einen aufgegossen Dichtungsrand DRA,
DR1 trägt. Die Weite der Zwischendecke ZD beträgt 2,5 m,
wobei zwischen den Tragwerken jeweils wiederum ein
Fahrzeugparkstreifen für zwei Fahrzeuge und die Durchfahrt
entsteht. Zur Vereinfachung der Fertigung sind die Zwi
schendecken auf Fertigdeckenplatten DP erstellt, was eine
Verschalung erübrigt. Die seitlich benachbarten Tragwerke
TK1, TK10-TK3, TK13 sind jeweils auf exakt gleicher Höhe
angeordnet.
Fig. 6 zeigt den Übergang zwischen den Halbetagen im
Schnitt, die durch schräggeführte Rampen verbunden sind.
Vorteilhaft sind stirnseitig der Rampen Rampenflachstützen
FSR1, FSR2 aufgestellt, die prinzipiell ähnlich wie die
Flachstützen der Tragwerke ausgebildet sind. Sie weisen
Auflagertaschen auf, in denen jeweils pro Flachstütze zwei
Querträger QT1, QT3; QT2, QT4 eingesetzt sind, zwischen
denen sich Rampentragdecken RT1, RT2 und von Flachstütze
zu Flachstütze eine π-Decke PD erstrecken. Von den Etagen
über die genannten Rampentragdecken ist ein Dichtbeton DB1
aufgefüllt, der an den Enden mit 7,5% Gefälle und im Mit
telbereich mit 15% Gefälle ausgebildet ist. Somit ist auch
der Rampenbereich aus Betonfertigteilen aufgerichtet und
abschließend abdichtend überbetoniert. Der Aufbeton ist an
der Oberfläche zweckmäßig mit einer Antirutschstruktur
versehen. Die Rampenbetonierung der unteren Rampen findet
durch die oberste Rampe überdacht statt.
Fig. 7 zeigt eine Aufsicht auf eine Rampe, die sich über
eine Breite von 3 Feldern, also 7,5 m, zwischen Rampen
stützwänden FSR1-FSR4 erstreckt und einen Fahrweg FW so
wie einen Fußgängerweg FG umfaßt, die seitlich und gegen
einander jeweils mit einem Abweiserbetonstreifen begrenzt
sind. Zu beiden Seite der Rampe erstrecken sich, wie be
reits beschrieben, von den Mittenstützwänden SW2, SW2+,
die Tragkörper TK1, TK2; TK1+, TK2+ zu den Flachstützwän
den FS2, FS2+, von denen eine Reihe gezeigt ist. Mittig
der Rampe sind in der Reihe der Flachstützwände FS2, FS2+
jeweils eine weitere Flachstützwand, die Rampenstützwand
FSR5, errichtet, von der aus sich jeweils ein Tragkörper
TKR1, TKR2 zum Rampenquerträger QT3, QT4 erstreckt, der
mit Zwischendecken ZD zu den seitlich benachbarten Trag
körpern hin angeschlossen ist. Somit stellt auch diese
Rampenbaugruppe eine statische Einheit dar. Entsprechend
der gezeigten Konstruktion lassen sich auch breitere
Rampen für zwei Fahrwege mit den gleichen Fertigbauteilen
erstellen, wobei jeweils zwei Rampentragkörper beabstandet
eingesetzt werden und die Querträger entsprechend länger
und steifer ausgelegt werden. Ebenso kann auf den Fußweg
bei geringerer Rampenbreite verzichtet werden.
Claims (16)
1. Tragwerk für ein mehrstöckiges Parkhaus aus Stahlbe
tonstützen und tragenden Decken, die in zueinander halb
stöckig versetzten Ebenen angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß das Tragwerk im wesentlichen
aus zwei Typen von Stahlbetonfertigteilen besteht, nämlich
aus einer wandscheibenartigen äußeren Flachstütze
(FS1-FS3), die etwa die Breite eines PKW-Einstellplatzes und
innenseitig Aufnahmetaschen (T1-T5) aufweist, und aus
einem umgekehrt trogförmigen, nach unten offenen und oben
seitig einen Deckenabschnitt (DA) aufweisenden Tragkörper
(TK1-TK3; TK10, TK13), der einenends einen zu der Auf
nahmetasche (T1-T5) passenden Auflagebereich (A1-A3)
aufweist und an den andernends eine innere, rahmenartig
angeschlossene Flachstützwand (SW1-SW3) von halber Eta
genhöhe (EM) biegesteif angegossen ist, so daß jeweils
zwei Flachstützwände (SW1, SW3) aufeinandergestellt einen
inneren Stützwandabschnitt einer Tragwerksmittelwand von
einer vollen Etagenhöhe (EH) ergeben und die Tragkörper
eine Aussteifung in Querrichtung bewirken.
2. Tragwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Flachstützen (FS1-FS2) und Flachstützwände (SW1-SW3)
unten- und obenendig mit Elastomer-Metallauflagern
(SA1-SA3) und zueinander passenden Zentrierzapfen/-buch
sen bestückt sind.
3. Tragwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Aufnahmetaschen (T1-T3) mit armierten Taschenauf
lagern (A1-A3) bestückt sind und die Tragkörper
(TK1-TK3) dazu passende armierte Auflageenden aufweisen.
4. Tragwerk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Auflagebereiche (A1-A3) und die Aufnahmetaschen (T1-T5)
zueinander passende Zapfen bzw. Buchsen enthalten.
5. Tragwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Flachstützen (FS1, FS3) in mehrstöckige Abschnitte un
terteilt sind, die mit den Elastomer-Metallauflagern (SA2)
aufeinander stehen.
6. Tragwerk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die oberste Flachstütze (FS3) oben in einer Brüstung (B)
endet, die um eine vorgegebene Brüstungshöhe (BH) die
oberste Decke überragt.
7. Tragwerk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die unteren Flachstützen (FS1, FS2) und Flachstützwände
(SW1) gemäß einer höheren Lastaufnahme stärker dimensio
niert sind als die oberen.
8. Tragwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Aufnahmetaschen (T1-T3) außenseitig geschlossen sind
und obenseitig einen Freiraum (FR1, FR2) aufweisen, in den
ein deckendichtender Dichtbeton (DB) mit einem erhöhten
Dichtrand (DRA) ein- und anzubetonieren ist.
9. Tragwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Tragkörper (TK1-TK3; TK10, TK13) einen nach unten
offenen U-Träger mit dem etwa 12 cm dicken Deckenabschnitt
(DA) bildet, der schmaler als die Flachstützwand (SW1-SW3)
und schmaler als die anschließende Flachstütze (FS1-FS2)
ausgebildet ist, und etwa gegenüber der Deckenab
schnittsdicke 2,5-fach dickere Schenkel (S1, S2) von ca.
65 cm Höhe aufweist, die untenseitig etwa mit der Unter
seite der angegossenen Flachstützwand (SW1) abschließen.
10. Tragwerk nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die oberen Kantenbereiche des U-Trägers jeweils als ein
Zwischendeckenauflager (ZDA) etwa 6 cm×6 cm ausgenommen
sind.
11. Tragwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Etagenhöhe (EH) ca. 3 m beträgt und die freie Tragkör
perlänge (FL) der Länge von zwei PKW-Einstellplätzen zu
züglich einer Fahrgassenbreite entspricht.
12. Parkhaus mit halbstöckig versetzten Etagen, dadurch
gekennzeichnet, daß es aus um etwa eine PKW-Einstellplatz
breite beabstandeten Tragwerken gemäß einem der Ansprüche
1 bis 11 besteht, die Tragwerke jeweils aus den sich zu
beiden Seiten ihrer aufeinandergesetzten Flachstützwände
(SW1-SW3) ersteckenden Tragkörpern (TK1, TK3) und end
seitigen Flachstützen (FS1-FS3) bestehen, und daß sich
zwischen den Tragkörpern (TK1-TK10; TK3-TK13) Fertig
deckenplatten (DP) erstecken und die Deckenabschnitte (DA)
der Tragkörper (TK1-TK10, TK3-TK13) sowie die Fertig
deckenplatten (DP) einen durchgehenden Dichtbeton (DB)
tragen, der mit einem Dichtungsrand (DRA, DR1) jeweils
randseitig entlang der Flachstützen und der Flachstützwän
de abgeschlossen ist.
13. Parkhaus nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Flachstützwände (SW1) und die Flachstützen (FS1,
FS2) jeweils bodenseitig auf Einzelfundamenten (F1-F3)
ruhen, zwischen denen sich Betonböden (K1, K2) der unter
sten Etagen erstrecken.
14. Parkhaus nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils zwischen zwei der Halbetagen eine Rampe aus
geführt ist, an der seitlich jeweils mehrere seitlich zu
einander beabstandete Rampenflachstützen (FSR1-FSR4)
aufgerichtet stehen, die Aufnahmetaschen für Rampenträger
(QT1-QT4) aufweisen, zwischen denen sich Fertigrampen
tragdecken (RT1, RT2) sowie eine Fertig-π-Decke (PD) mit
einer Rampenneigung erstrecken und mit einer Aufbeton
schicht (DB1) durchgehend beschichtet sind, und von denen
sich parallel zu den benachbarten Tragwerken jeweils min
destens ein Rampentragkörper (TKR1, TKR2) bis in eine zu
gehörige Rampenflachstütze (FSR5) erstrecken, die jeweils
mit benachbarten Flachstützen (FS1, FS2; FS1+, FS2+) in
einer Reihe stehen, und ein biegesteifes Rampentragwerk
bilden.
15. Verfahren zur Erstellung eines Parkhauses nach An
spruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Betonfertigtei
le, nämlich die Flachstützen (FS1-FS3; FSR1-FSR5), die
Tragkörper (TK1-TK3, TK10, TK13, TKR1, TKR2), die Ram
penträger, (QT1-QT4), die Rampentragdecken (RT1, RT3)
sowie die Fertigdeckenplatten (DP) vorgefertigt werden und
dann daraus die Tragwerke und Rampen auf den Fundamenten
(F1-F3) errichtet werden und dann die Dachetagen und
Rampen jeweils mit der dichtenden Aufbetonschicht (DB,
DB1) begossen werden und danach in den weiteren Etagen re
genwetterunabhängig die Dichtbetonschichten (DB, DB1) und
bodenseitig Betonböden (K1, K3) gegossen werden.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß auf die Dichtbetonschichten (DB, DB1) und Betonböden
(K1, K3) einstückig mit diesen erhöhte Dichtungsränder
(DRA, DR1) in Schalungen aufbetoniert werden, die an den
Flachstützen (FS1-FS3; FSR1-FSR5) und Flachstützenwän
den (SW1-SW3) jeweils beim Betonieren angebracht sind.
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