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DE19627003A1 - Verfahren zur Entfernung von Butadien-1,3 aus Vinylchlorid - Google Patents

Verfahren zur Entfernung von Butadien-1,3 aus Vinylchlorid

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Publication number
DE19627003A1
DE19627003A1 DE19627003A DE19627003A DE19627003A1 DE 19627003 A1 DE19627003 A1 DE 19627003A1 DE 19627003 A DE19627003 A DE 19627003A DE 19627003 A DE19627003 A DE 19627003A DE 19627003 A1 DE19627003 A1 DE 19627003A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
butadiene
chloride
vinyl chloride
catalyst
hydrogen chloride
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19627003A
Other languages
English (en)
Inventor
Thomas Dr Wild
Peter Widmann
Helmut Kalliwoda
Ingolf Dr Mielke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Vinnolit Monomer GmbH and Co KG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DE19627003A priority Critical patent/DE19627003A1/de
Priority to PCT/EP1997/003398 priority patent/WO1998001408A1/de
Priority to AU34392/97A priority patent/AU3439297A/en
Priority to CO97037035A priority patent/CO4790109A1/es
Priority to MA24703A priority patent/MA24259A1/fr
Priority to ZA9705978A priority patent/ZA975978B/xx
Publication of DE19627003A1 publication Critical patent/DE19627003A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/38Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J27/00Catalysts comprising the elements or compounds of halogens, sulfur, selenium, tellurium, phosphorus or nitrogen; Catalysts comprising carbon compounds
    • B01J27/06Halogens; Compounds thereof
    • B01J27/138Halogens; Compounds thereof with alkaline earth metals, magnesium, beryllium, zinc, cadmium or mercury
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/07Preparation of halogenated hydrocarbons by addition of hydrogen halides
    • C07C17/08Preparation of halogenated hydrocarbons by addition of hydrogen halides to unsaturated hydrocarbons
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/25Preparation of halogenated hydrocarbons by splitting-off hydrogen halides from halogenated hydrocarbons

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Butadien-1,3 (im folgenden "Butadien") stört bei der Polymerisation von Vinylchlorid (im folgenden "VC") und muß deshalb weitgehend aus diesem entfernt werden. Nach allgemeiner Ansicht entsteht Butadien bei der thermischen Spaltung von 1,2-Dichlorethan (im folgenden "EDC") zu VC als Nebenprodukt (beispielsweise DE-A 40 33 047 und DE-A 41 39 632).
Es wurde nun gefunden, daß bei der destillativen Aufarbeitung des Roh-VC mehr Butadien im Sumpfprodukt enthalten ist, als in den Teilströmen, die der Destillationskolonne zufließen, zugeführt wird. Im Gegensatz zu der herrschenden Ansicht muß also zumindest ein erheblicher Teil des Butadiens bei der Spaltgasaufarbeitung entstehen.
Die destillative Aufarbeitung von Roh-VC ist seit langem bekannt. Eine Übersicht findet sich beispielsweise in DE-A 41 31 576 und in WO-A 95/15935. Hierbei wird einer ersten Destillationsstufe der Chlorwasserstoff abgetrennt, in einer zweiten Destillationsstufe das VC von höher siedenden Bestandteilen abdestilliert und in einer dritten Destillationsstufe restlicher Chlorwasserstoff und Wasser vom VC abgetrennt.
Es ist seit langem bekannt, daß Acetylen als Nebenprodukt bei der VC-Produktion anfällt. Es wurde nun gefunden, daß der Acetylengehalt im Kopfprodukt der genannten ersten Destillationsstufe mit dem Butadiengehalt im Kopfprodukt der zweiten Destillationsstufe korreliert. Das Butadien gelangt also aus dem Sumpf der ersten Destillationsstufe, wo es sich im Gemisch mit EDC im Roh-VC anreichert, in das Kopfprodukt der zweiten Destillationsstufe.
Es ist bekannt, daß ein durch Ethylen verunreinigtes EDC, wie es beispielsweise aus der Direktchlorierungsreaktion (Umsetzung von Ethylen mit Chlor) stammt, zu einem erhöhten Butadiengehalt im VC führt (N. Yu. Markelov et al., Khimicheskaya Promyshlennost, Vol. 25, No. 6, pp. 229 bis 231, 1993, Allerton Press Inc., Übersetzung: Seiten 11 bis 14). Die Autoren gehen davon aus, daß sich das Butadien durch Rekombination von Vinylradikalen bildet, die bei der Spaltung von VC entstehen. Diese Radikalentstehung wird im wesentlichen auf Überhitzung im Pyrolyseofen zurückgeführt. Diese Schlußfolgerung ist jedoch schwer mit den vorstehend genannten Befunden vereinbar.
Die vorliegende Erfindung geht von der Vorstellung aus, daß das Butadien im wesentlichen durch eine Reaktion des Acetylens mit Ethylen entsteht. Es wurden daraufhin die verschiedenen Teilströme bei der Spaltgasaufarbeitung auf ihren Gehalt an Acetylen untersucht. Es wurde gefunden, daß die chlorwasserstoffreiche Fraktion den höchsten Acetylengehalt aufweist.
Es ist bekannt, daß VC durch Anlagerung von Chlorwasserstoff an Acetylen gebildet wird (Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie, 4. Auflage, Band 9, Seiten 442 ff.). Als Katalysatoren für diese Reaktion wird im wesentlichen Quecksilber-(II)-chlorid auf unterschiedlichen Trägern eingesetzt. Bekannt sind auch Katalysatoren auf Goldbasis.
Es wurde nun gefunden, daß man die Konzentration von Butadien im VC auf unkritische Werte verringern kann, wenn man die chlorwasserstoffreiche Fraktion aus der VC-Aufarbeitung mit einem Katalysator in Kontakt bringt, der das Acetylen mit Chlorwasserstoff zu VC umsetzt.
Die Reaktion
HC-CH + HCl → VC + 98,8 kJ/mol
verläuft bei den üblichen technischen Bedingungen ausreichend schnell, da den relativ geringen Acetylenspuren ein enormer Chlorwasserstoffüberschuß gegenübersteht und der angewandte Druck im Bereich von etwa 20 bis etwa 10 bar die gewünschte Reaktion, die unter Volumenverringerung verläuft, zusätzlich begünstigt.
Die Umsetzung von Acetylen mit Chlorwasserstoff zu VC kann somit in an sich bekannten Vorrichtungen verlaufen, also beispielsweise in Bündeln von Röhren einer Nennweite von 40 bis 80 mm und einer Länge von 3 bis 5 m oder aber auch in einem Vorlagegefäß bei der Zwischenkondensation der Pyrolyseprodukte, wobei in das Vorlagegefäß der Katalysator in Form einer Festbettschüttung eingebracht werden kann. Weitere Ausgestaltungen dieser an sich bekannten katalytischen Reaktion sind dem Fachmann geläufig.
Die Erfindung wird in dem folgenden Beispiel näher erläutert.
Beispiel
Die aus dem VC-Spaltofen mit einer Temperatur von etwa 500°C austretenden Pyrolysegase werden in einer Quenche auf etwa 170°C unter Dampfgewinnung abgekühlt und einer mehrstufigen Zwischenkondensation zugeführt.
Ein chlorwasserstoffhaltiger Teilstrom, der im wesentlichen aus der niedrigstsiedenden Fraktion besteht, wird über einen Katalysator in die erste Destillationsstufe einer dreistufigen VC-Aufarbeitungsanlage eingespeist. Der Teilstrom enthält 526 ppm Acetylen. Der Katalysator besteht aus Quecksilber-(II)-chlorid auf Aktivkohle und befindet sich als Schüttung einem 1,5-m³-Behälter, der auch indirekt beheizt werden kann. Das Katalysatorvolumen beträgt circa 1 m³.
Das auf diese Weise erzeugte Rein-VC enthält nur 3,8 ppm Butadien, während ein in gleicher Weise, aber ohne Zwischenschaltung des Katalysators, erzeugtes Produkt 7,9 ppm Butadien enthält.

Claims (2)

1. Verfahren zur Herstellung von Vinylchlorid durch Pyrolyse von 1,2-Dichlorethan, dadurch gekennzeichnet, daß bei der destillativen Aufarbeitung der Pyrolyseprodukte eine niedrigsiedende, chlorwasserstoffreiche Fraktion über einen Katalysator geleitet wird, der das als Nebenprodukt enthaltene Acetylen mit dem Chlorwasserstoff zu Vinylchlorid umsetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator im wesentlichen aus Quecksilber-(II)-chlorid auf einem Träger besteht.
DE19627003A 1996-07-05 1996-07-05 Verfahren zur Entfernung von Butadien-1,3 aus Vinylchlorid Withdrawn DE19627003A1 (de)

Priority Applications (6)

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DE19627003A DE19627003A1 (de) 1996-07-05 1996-07-05 Verfahren zur Entfernung von Butadien-1,3 aus Vinylchlorid
PCT/EP1997/003398 WO1998001408A1 (de) 1996-07-05 1997-06-30 Verfahren zur entfernung von butadien-1,3 aus vinylchlorid
AU34392/97A AU3439297A (en) 1996-07-05 1997-06-30 Process for removal of 1,3-butadiene from vinyl chloride
CO97037035A CO4790109A1 (es) 1996-07-05 1997-07-03 Procedimiento para la eliminacion de butadieno-1,3 a partir de cloruro de vinilo
MA24703A MA24259A1 (fr) 1996-07-05 1997-07-03 Procede d'elimination du butadiene-1,3 a partir du chlorure de vinyle
ZA9705978A ZA975978B (en) 1996-07-05 1997-07-04 Process for removing 1,3-butadiene from vinyl chloride.

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AU (1) AU3439297A (de)
CO (1) CO4790109A1 (de)
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ZA (1) ZA975978B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE564178A (de) * 1958-01-22
US3142709A (en) * 1961-05-22 1964-07-28 Monsanto Co Purification of vinyl chloride
DE3009520C2 (de) * 1980-03-12 1986-09-04 Wacker-Chemie GmbH, 8000 München Verfahren zur Entfernung von Acetylen aus dem Reaktionsprodukt der thermischen 1,2-Dichlorethan-Spaltung

Also Published As

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WO1998001408A1 (de) 1998-01-15
CO4790109A1 (es) 1999-05-31
ZA975978B (en) 1998-01-05
AU3439297A (en) 1998-02-02
MA24259A1 (fr) 1998-04-01

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