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DE3009520C2 - Verfahren zur Entfernung von Acetylen aus dem Reaktionsprodukt der thermischen 1,2-Dichlorethan-Spaltung - Google Patents

Verfahren zur Entfernung von Acetylen aus dem Reaktionsprodukt der thermischen 1,2-Dichlorethan-Spaltung

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DE3009520C2
DE3009520C2 DE3009520A DE3009520A DE3009520C2 DE 3009520 C2 DE3009520 C2 DE 3009520C2 DE 3009520 A DE3009520 A DE 3009520A DE 3009520 A DE3009520 A DE 3009520A DE 3009520 C2 DE3009520 C2 DE 3009520C2
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acetylene
catalyst
dichloroethane
hydrochlorination
reaction product
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Rudolf Dipl.-Chem. Dr. 8263 Burghausen Straßer
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Wacker Chemie AG
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Wacker Chemie AG
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abtrennung von Acetylen aus dem Reaktionsprodukt der thermischen 1,2-Dichlorethan-Spaltung durch Hydrochlorierung von Acetylen.
Die moderne großtechnische Produktion von Vinylchlorid aus Ethylen wird im Rahmen eines mehrere Verfahrensschritte umfassenden Kreislaufprozesses durchgeführt, der u. a. die Chlorierung von Ethylen zu 1,2-Dichlorethan, die Pyrolyse dts 1,2-Dichlorethans zu Vinylchlorid sowie die Weiterverwend^ng des als Crackprodukt anfallenden Chlorwasserstoffs in einer Oxychlorierungsreaktion mit Ethylen zu weiterem 1,2-DichIorethan umfaßt
Bei der thermischen Spaltung von 1,2-Dichlorethan zu Vinylchlorid und Chlorwasserstoff entstehen jedoch auch geringe Menge an Acetylen. Gewöhnlich wird das Reaktionsprodukt der 1,2-Dichlorethan-Spaltung in der Weise aufgearbeitet, daß der Chlorwasserstoff vom gebildeten Vinylchlorid und nicht umgesetztem 1,2-Dichlorethan abgetrennt und einer anschließenden Oxychlorierung zugeführt wird. Acetylen wird dabei im Chlorwasserstoff mitgeschleppt. Da jedoch Acetylen unter Oxychlorierungsbedingungen eine Reihe von Nebenprodukten bildet, die im 1,2-Dichlorethan unerwünscht sind, weil sie den Crackprozeß zu Vinylchlorid hemmen und noch dazu der Polymerisationsreaktion von Vinylchlorid abträglich sind, muß Acetylen entfernt werden.
Diese Problematik ist an sich bekannt. Es wurden bereits mehrere Methoden zur Entfernung des Acetylenj vorgeschlagen:
So wird gemäß DE-AS 15 68 679 empfohlen, das im Chlorwasserstoff enthaltene Acetylen mit überschüssigem Wasserstoff in Gegenwart von Platin- oder Palladium-Katalysatoren zu hydrieren. Ein derartiges Hydrierverfahren wurde gemäß DE-OS 23 53 437 noch dadurch weiterentwickelt, daß das Katalysatorbett in Richtung des Produktstroms mit einem ansteigenden Aktivitätsprofil des Katalysators ausgestattet wurde.
Derartige Hydrierverfahren schmälern jedoch die Kohlenstoffausbeute des Prozesses, da bei einer, auf vollständigen Umsatz ausgelegten Arbeitsweise, stets neben weiterverwertbarem Ethylen auch wertloses Ethan gebildet wird, das als Inertgas verlorengeht Weiterhin müssen verhältnismäßig große Menge an Katalysator eingesetzt werden, wenn die für eine günstige Raum-Zeit-Ausbeute erforderlichen Strömungsgeschwindigkeiten der Gase aufrechterhalten werden sollen.
Daneben sind Verfahren bekannt, nach denen Acetylen durch Hydrochlorierung entfernt wird. Gemäß den Patentschriften US-PS 24 12 308, US-PS 24 74 206, DE-PS 8 87 042 und GB-PS 7 31 844 handelt ^s sich um Verfahren, bei denen die bekannte Pyrolyse von 1,2-Dichlorethan zu Vinylchlorid mit einer Hydrochlorierung von Acetylen mit Chlorwasserstoff kombiniert wird, wobei das im Pyrolyseprozeß anfallende Acetylen mit weiterem Acetylen aus einer externen Queüe vereinigt und zu Vinylchlorid umgesetzt wird. Schon allein wegen des hohen Acetylen-Preises sind derartige Methoden jedoch nicht mehr wirtschaftlich.
Weiter sind Verfahren zur Herstellung vor Acetylenfreiem Vinylchlorid bekannt, bei denen die Entfernung von Acetylen aus dem Spaltprodukt der 1,2-Dichlorethan-Pyrolyse dadurch erreicht wird, daß zunächst nicht umgesetztes 1,2-Dichlorethan auskondensiert wird, das verbleibende Gemisch aus Vinylchlorid und Chlorwasserstoff über Quecksilberchlorid-Aktivkohle-Katalysatoren geleitet und hinterher der Chlorwasserstoff mit Wasser ausgewaschen wird (vgl. BE-PS 5 64 178). Nach DE-PS 11 00 616 v/ird diese Verfahrensweise dadurch variiert, daß schon vor der Kondensation des nicht umgesetzten 1,2-DichIorethans der größte Teil des anfallenden Chlorwasserstoffs bereits in der Pyrolysezone durch Einblasen von Wasserdampf kondensiert wird.
Auch diese Verfahren sind jedoch nicht wirtschaftlich, da der anfallende Chlorwasserstoff nicht mehr einer Oxychlorierung zur Verfügung steht, sondern als relativ wertlose Salzsäure verlorengeht.
Es ist ferner hinlänglich bekannt, daß bei allen oben beschriebenen Verfahren das Problem der geringen Standzeiten der zur Entfernung von Acetylen verwendeten Katalysatoren noch nicht befriedigend gelöst ist — insbesondere bei Anwendung höherer Systemdrükke, die andererseits für eine wirtschaftliche Raum-Zeit-Leistung der Anlagen erforderlich sind: die Hydrierkatalysatoren verrußen bei höheren Drücken sehr leicht Ruß setzt jedoch nicht nur die Aktivität des Katalysators herab, sondern begünstigt noch zusätzlich die Zerfallsreaktion von Acetylen in Ruß. Ebenso läßt die Wirksamkeit der bekannten Hydrochlorierungs-Katalysatoren bei geringen Acetylerigehalten relativ schnell fühlbar nach, da sie besonders empfindlich gegenüber Katalysatorgiften sind und da ihre Aktivität ohnehin eher auf Dauerbelastung als auf vollständigen Umsatz gerichtet ist.
Aufgabe der Erfindung war es nun, ein Katalysatorsystern zur Entfernung von Acetylen durch Hydrochlorierung von Acetylen zu Vinylchlorid zu entwickeln, das bei Systemdrücken von 8 bis 20 bar verbesserte Standzeiten aufweist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zur Entfernung von Acetylen aus dem Reaktionsprodukt der thermischen 1,2-Dichlorethan-Spaltung, das in einen flüssigen und in einen gasförmigen Produktstrom zerlegt worden ist, durch Hydrochlorierung von Acetylen mittels eines herkömmlichen Hydrochlorierungskatalysators, dadurch gekennzeichnet, daß man den gasförmigen Produktstrom vor dem Hydrochlorierungsschritt bei Temperaturen von 50 bis 200° C und Drücken von 8 bis 20 bar einem gegebenen-
falls auf einem Trägermaterial aufgebrachten Katalysator, bestehend aus Platin, Palladium, Ruthenium und/ oder Rhodium in metallischer Form und/oder in Form der jeweiligen Oxide und/oder Chloride, aussetzt
Es ist bevorzugt, bei Temperaturen von 100 bis 1500C zu arbeiten.
Das erfindungsgemäße Katalysatorsystem besteht aus einem, in Richtung des Produktstroms stets vorgeschalteten aus den genannten Edelmetallen und/oder Edelmetallverbindungen bestehenden und gegebenenfalls auf Trägermaterial aufgebrachten Katalysator und einem nachgeschalteten, herkömmlichen Hydrochlorierungskatalysator.
Das erfindungsgemäße Katalysatorbett kann in Form von zwei getrennten, hintcreinandergeschalteten Reaktoren, aber auch in Form eines einzigen Reaktors ausgebildet sein.
Gewöhnlich wird als Hydrochlorierungskatalysator Quecksilberchlorid auf Aktivkohle verwendet Es können jedoch auch andere, die Hydrochlorierung von Acetylen fördernde Katalysatoren eingesetzt werden.
Der vorgeschaltete erfindungsgemäß eingesetzte Katalysator kann mit und ohne Trägermaterial ausgerüstet sein. In der Regel sind die Edelmetalle und/oder Edelmetallverbindungen jedoch auf Trägermateria! aufgebracht.
Beispiele für inertes Trägermaterial sind Aluminiumoxid, Siliciumdioxid, Silikate, Titandioxid, Kieselstein, Aktivkohle. Es sei betont, daß nicht nur oberflächenreiche Trägermaterialien geeignet sind.
Beispiele für erfindungsgemäß einzusetzende Edelmetalle und/oder Edelmetallverbindungen sind Platin, Platin-II-oxid, Platin-IV-oxid, Hexachloroplatin-IV-säure, Platin-II-chlorid, Palladium-II-oxid, Ruthenium-IV-chlorid, Ruthenium-VIII-oxid, Rhodium, Rhodium-II-oxid, Rhodium-IV-oxid, Rhodium-III-chlorid, NatriumhexachIororhodat(III)-12-hydrat.
Die Erfindung wird nun anhand der Abbildung, die ein Fließschema des Verfahrens darstellt, näher erläutert:
Das als Dampf-Flüssigkeits-Gemisch anfallende vorgekühlte Reaktionsprodukt der thermischen Spaltung von 1,2-Dichlorethan wird über Leitung 1 der Quenchkolonne 2 aufgegeben, in der durch Verdampfen dem Produkt weitere Wärme entzogen wird, während es im Unterteil der Kolonne in einem ständigen Kreislauf geführt wird. Das verdampfte Reaktionsprodukt wird anschließend üei Temperaturen von 30 bis 50° C und einem Druck von 8 bis 20 bar im Kondensator 3 kondensiert. Der nicht kondensierbare, gasförmige Produktstrom, der zum überwiegenden Teil das vom Pyrolyseprozeß stammende Acetylen enthält, wird nun über das erfindungsgemäße Katalysatorbett geleitet. In der die Edelmetall und/oder Edelmetallverbindungen enthaltenden Zone werden Temperaturen von 50 bis 200° C, vorzugsweise 100 bis 15O0C, und Drücke von 8 bis 20 bar aufrechterhalten. Die Erwärmung des gasförmigen Produktstroms auf die entsprechenden Temperaturen kann sowohl über einen vorgeschalteten Erhitzer, als auch mit Hilfe eines Heizmantels über der Katalysatorzone erzielt werden. Der gasförmige Produktstrom verläßt, von Acetylen befreit, das Katalysatorbett über Leitung 5 und wird schließlich der nachfolgenden HCl-Kolonne aufgegeben.
Ein Teil des kondensierten, flüssigen Produktstroms wird in die Quenchkolonne als Rücklauf 6 zurückgeführt, um eine Vorreinigung des Reaktionsprodukts zu erzielen, der Rest wird über Leitung 7 als Flüssigzulauf der HCl-Kolonne aufgeben, wo über Kopf reiner, nahezu Acetylen-freier Chlorwasserstoff und im Sumpf Vinylchlorid und nicht umgesetztes 1,2-Dichlorethan anfallen.
Das erfiüdungsgemäße Verfahren erlaubt die Entfernung unerwünschten Acetylens aus dem 1,2-Dichlorethan-Pyrolyseprodukt. Überraschenderweise gelingt es, durch Vorschalten des erfindungsgemäßen Edelmetallkatalysatorsystems die Standzeit der nachgeschalteten Hydrochlorierungseinheit bei Drücken von 8 bis 20 bar
ίο wesentlich zu steigern. Da Acetylen in das Zielprodukt Vinylchlorid übergeführt wird, andererseits Rußablagerungen unterdrückt werden, die zudem den Selbstzerfall von Acetylen zu weiterem Kohlenstoff fördern, wird die Kohlenstoffausbeute des Prozesses verbessert. Weiterhin kann der anfallende, entsprechend gereinigte Chlorwasserstoff, ohne Beeinträchtigung der Oxychlorierung von Ethylen zugeführt werden.
Beispiel 1
1500 NI/h gasförmigen Reaktionsprodukts der ungefähren Zusammensetzung
75 Mol-% Chlorwasserstoff,
24,7 Mol-% Vinylchlorid,
0,13 Mol-% 1,2-Dichlorethan und
0,:7 Mol-% Acetylen
fallen bei 35° C und einem Überdruck von 9 bar neben 7,9 kg/h Stunde des flüssigen Reaktionsprodukts, das nur noch 0,0005 Mol-% Acetylen enthält, nach dem Kondensationsschritt an.
Das gesamte gasförmige Reaktionsprodukt wird über ein Katalysatorbett geleitet, das sich in einem senkrechtstehenden Reaktor (Durchmesser 50 mm, Länge 210 cm) befindet. Das Katalysatorbett besteht — vom Reaktoreintritt aus betrachtet — aus 1 1 Edelmetallkatalysator mit 0,15 Gew.-% Palladium auf Kieselstein mit einer Schütthöhe von 50 cm und 3 I Hydrochlorierungskatalysator mit 10 Gew.-% HgCl2 auf Aktivkohle (EKT 4, Firma Lurgi) mit einer Schütthöhe von etwa 155 cm. Der gesamte Reaktor ist von einem Dampfmantel umgeben und wird mittels kondensierbaren Dampfs entsprechenden Drucks auf ca. 1000C Katalysatorbettemperatur gehalten. Am Reaktoraustritt befindet sich ein Druckhalteventil, welches einen Systemdruck von 10 bar abs. im Katalysatorbett aufrechterhält.
Selbst nach 2 Monaten Versuchsdauer liegt der Acetylengehalt im Produktstrom hinter dem Reaktor bei Werten von < 10 Vol.ppm.
Vergleichsbeispiel 1
Die Versuchsbedingungen gemäß Beispiel 1 werden wiederholt, mit der Abänderung, daß anstatt des erfindungsgemäßen Edelmetallkatalysatorsystems im Oberteil des Reaktors etwa 1 1 Glasraschigringe als Inertmaterial eingefüllt sind.
Der Acetylengehalt am Austritt des Reaktors ist zu Beginn des Versuchs bei Werten von < 10 Vol.ppm. Nach 1 Monat Versuchsdauer liegt der Restacetylengehalt bereits bei 30 Vol.ppm, nach 2 Monaten Versuchsdauer bei 115 Vol.ppm.
Beispiel 2
1000 NI/h gasförmigen Reaktionsprodukts der ungefähren Zusammensetzung
73,5 Mol-% Chlorwasserstoff.
26,1 Mol-% Vinylchlorid,
0,20 Mol-% 1,2-Dichlorethanund
0,20 Mol-% Acetylen
fallen bei 40° C und 9 bar Überdruck neben 5,3 kg/h Stunde des flüssigen Reaktionsprodukts, das nur noch 0,0006 Mol-% Acetylen enthält, nach dem Kondensaticnsschritt an.
Das gasförmige Reaktionsprodukt wird bei 1500C und 9 bar Überdruck über einen Reaktor analog Beispiel 1 geschickt, dessen Katalysatorbett — vom Reaktoreintritt aus betrachtet — aus 1 I Edelmetallkatalysator mit 0,2 Gew.-% Ruthenium auf granuliertem Titandioxid als Träger aufgezogen ist (Schütthöhe ca. 50 cm) und 3 1 Hydrochlorierungskatalysator mit 15 Gew.-% CeCIi4HgCl2 auf Aktivkohle (EKT 4) besteht (Schütthöhe ca. 155 cm).
Selbst nach 2 Monaten Versuchsdauer liegt der Ace-
tvjpnffphalt im ProHujcKtrnm hinter d^Hl P.CSktOr bei "*η Werten von < 10 Vol.ppm.
Vergleichsbeispiel 2
Die Vsrsuchsbedingungen gemäß Beispiel 2 werden wiederholt, mit der Abänderung, daß anstatt des erfindungsgemäßen F.delmetallkatalysatorsystems 1 I Glasraschigringe als Inertmaterial im Oberteil des Reaktors eingefüllt sind.
Der Acetylengehalt am Austritt des Reaktors ist zu Beginn des Versuches bei Werten < 10 Vol.ppm. Nach 2 Wochen Versuchsdauer liegt der Acetylengehalt bereits bei 40 Vol.ppm. Nach 1 Monat schon bei 70 Vol.pfim und nach 2 Monaten bei 130 Vol.ppm.
Als tolerable Grenzkonzentration an Acetylen können ca. 50 Vol.ppm angesehen werden. Nach dem erfindungsgeinäßen Verfahren werden diese Werte auch nach 2 Monaten Versuchsdauer um mehr als den Faktor 5 unterschritten, während eine zureichende Wirksamkeit der Hydrochlorierungskatalysatoren ohne die erfindungsgernäße Vorschaltung des Edelmetallkatalysatorsystems bereits nach 1 Monat Standzeit erschöpft ist.
Hierzu i Blatt Zeichnungen
45

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Entfernung von Acetylen aus dem Reaktionsprodukt der thermischen 1,2-DichIorethan-Spaltung, das in einen flüssigen und in einen gasförmigen Produktstrom zerlegt worden ist, durch Hydrochlorierung von Acetylen mittels eines herkömmlichen Hydrochlorierungskatalysators, dadurch gekennzeichnet, daß man den gasförmigen Produktstrom vor dem Hydrochlorierungsschritt bei Temperaturen von 50 bis 2000C und Drücken von 8 bis 20 bar einem gegebenenfalls auf einem Trägermaterial aufgebrachten Katalysator, bestehend aus Platin, Palladium, Ruthenium und/ oder Rhodium in metallischer Form und/oder in Form der jeweiligen Oxide und/oder Chloride, aussetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur 100 bis 150°C beträgt
DE3009520A 1980-03-12 1980-03-12 Verfahren zur Entfernung von Acetylen aus dem Reaktionsprodukt der thermischen 1,2-Dichlorethan-Spaltung Expired DE3009520C2 (de)

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