DE1238007B - Verfahren zur Herstellung von 2-Chlor-1, 3-butadien - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 2-Chlor-1, 3-butadienInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C17/00—Preparation of halogenated hydrocarbons
- C07C17/093—Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens
- C07C17/15—Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens with oxygen as auxiliary reagent, e.g. oxychlorination
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C07c
Deutsche KL: 12 ο -19/02
Nummer: 1238 007
Aktenzeichen: M 47565IV b/12 ο
Anmeldetag: 30. Dezember 1960
Auslegetag: 6. April 1967
Es ist bekannt, daß 2-Chlor-l,3-butadien (Chloropren) ein sehr wertvolles chemisches Zwischenprodukt
ist. Es kann in Gegenwart von Licht, Wärme oder Polymerisationskatalysatoren unter verschiedenen Bedingungen
polymerisiert werden, um verschiedene kautschukartige Produkte zu erhalten. Da die aus
2-Chlor-l,3-butadien erzeugten synthetischen Kautschukprodukte in mancher Hinsicht gewöhnlichem
Kautschuk überlegen sind, besteht ein großes technisches Bedürfnis nach dieser Verbindung.
Es sind verschiedene Verfahren zur Herstellung von 2-Chlor-l,3-butadien bekannt. Zu diesen gehört die
Herstellung dieses chlorierten Butadiens aus Dichlorbutenen. Beispielsweise sind verschiedene Verfahren,
welche die Entfernung von Salzsäure durch basische Mittel umfassen, vorgeschlagen worden. Diese Verfahren
haben den Nachteil, daß sie beträchtliche Mengen von Reagenzien verbrauchen; sie sind vom
technischen Gesichtspunkt aus unpraktisch, insbesondere wenn kein Auslaß für die erzeugte Säure
vorhanden ist und diese wiedergewonnen und zu Chlor umgewandelt werden muß. Die Behandlung
mit einem Alkalihydroxyl ergibt auch in manchen Fällen beachtliche Mengen von vorwiegend anderen,
weniger erwünschten Produkten an Stelle des gewünschten Chlorbutadiens.
Gemäß einem anderen bekannten Verfahren werden bestimmte Dichlorbutene thermisch nicht katalytisch
pyrolisiert. Dieses Verfahren ergibt zwar verhältnismäßig gute Ausbeuten, es müssen jedoch die Umwandlungen
und Reaktionsbedingungen sehr sorgfältig geregelt werden, um eine Zersetzung in Teer und bzw.
oder Kohle zu vermeiden.
Es sind Verfahren für die katalytische Pyrolyse der Dichlorbutene ebenso wie für Mischungen dieser
Verbindungen mit 2,2,3-Trichlorbutan, welche durch die Chlorierung von 2-Chlorbuten-2 erhalten werden,
beschrieben worden. In Abhängigkeit von dem verwendeten Katalysator liegen bei diesen Verfahren die
Ausbeuten von 2-Chlor-l,3-butadien nicht über 60°/0; in manchen Fällen haben die angewendeten Katalysatoren
eine kurze Lebensdauer und müssen häufig ersetzt oder regeneriert werden.
Zusätzlich zu den besonderen, schon geschilderten Nachteilen der bekannten Verfahren ist zu beachten,
daß sie Mehrstufenverfahren sind, d.h., daß sie sämtlich getrennte Arbeitsvorgänge für die Herstellung des
Dichlorbuteneinsatzmaterials und seine darauffolgende Dehydrochlorierung erfordern, was bedeutet, daß
verschiedene Apparaturen, verschiedene Reaktionsbedingungen und verschiedene Katalysatoren in den
verschiedenen Stufen erforderlich sind. Es ist ersicht-Verf ahren zur Herstellung von
2-Chlor-l,3-butadien
2-Chlor-l,3-butadien
Anmelder:
Monsanto Company, St. Louis, Mo. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. E. Wiegand und Dipl.-Ing. W. Niemann,
Patentanwälte, München 15, Nußbaumstr. 10
Patentanwälte, München 15, Nußbaumstr. 10
Als Erfinder benannt:
Robert Philip Arganbright, Galveston, Tex.
(V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 4. Januar 1960 (2933)
lieh, daß ein Verfahren, bei dem eine unmittelbare Umwandlung von 2-Chlorbutenen zu 2-Chlor-l,3-butadien
in einem einzigen Arbeitsvorgang mit hohen Ausbeuten und hoher Selektivität ausgeführt werden
könnte, von besonderer technischer Bedeutung sein würde.
Das Verfahren der Erfindung zur Herstellung von 2-Chlor-l,3-butadien aus 2-Chlor-l-buten oder 2-Chlor-2-buten
oder deren Mischungen ist dadurch gekennzeichnet, daß man die 2-Chlorbutene mit Chlorwasserstoff
und Sauerstoff, auch in Form von Luft, in Gegenwart von Magnesiumchlorid oder einem Chlorid
der seltenen Erden oder einer Mischung aus diesen Chloriden als Katalysator, der auf Bimsstein aufgebracht
ist, bei 450 bis 600 C, umsetzt.
Bevorzugt werden Umsetzungstemperaturen von 450 bis 5200C.
Als Chlorode der Seltenen Erden, welche bei dem Verfahren gemäß der Erfindung als Katalysatoren
verwendet werden können, kommen insbesondere Cer(III)-chlorid, Samariumchlorid oder Neodymchlorid
in Betracht.
Ein Glasrohr von etwa 1,2 m Länge und 40 mm Durchmesser, das mit Nickelchromdraht für die Erhitzung
umwickelt und mit einer Asbestisolierung bedeckt war, wurde als Reaktor verwendet. Ein
Temperaturmeßrohr mit einem Thermoelement zum Messen von Temperaturen wurde in die Mitte des
709 548/415
3 4
Reaktors gebracht und erstreckte sich über seine schwindigkeiten von annähernd 2 ml je Minute,
Länge. Der Katalysator, der aus Magnesiumchlorid 400 ml je Minute bzw. 1000 ml je Minute nachein-
auf Bimsstein bestand, wurde in den Reaktor ein- ander durch Rotadurchflußmesser in einen Mischer
gebracht und durch einen Stickstoffstrom in ein und Vorhitzer (200 bis 2300C) und dann in den
Wirbelschichtbett übergeführt (fluidisiert), während 5 Reaktor geführt, wo sie mit dem Katalysator (etwa
der Reaktor auf Reaktionstemperatur gebracht wurde. 300 ml) in Berührung gebracht wurden, der auf eine
Danach wurden 2-Chlorbuten-(2) (flüssig), Chlor- Temperatur in dem Bereich von etwa 470 bis 4900C
wasserstoff und Luft mit Geschwindigkeiten von gehalten wurde. Insgesamt wurden etwa 10 g 2-Chlor-
annähernd 1,9 ml je Minute, 400 ml je Minute bzw. 2-buten während einer Reaktionszeit von 15 Minuten
1000 ml je Minute nacheinander durch Rotadurchfluß- io eingeführt.
messer in einen Mischer und Vorhitzer (etwa 3000C) Die am oberen Ende des Reaktionsrohres aus-
und dann in den Reaktor eingeführt, wo sie mit dem tretenden Reaktionsprodukte wurden durch einen
fluidisierten Katalysator (etwa 300 ml), der auf einer mit Glaswolle gefüllten Separator zur Entfernung von
Temperatur in dem Bereich von etwa 450 bis 4900C mitgeführten Katalysatorteilchen und von dort in eine
gehalten wurde, in Berührung kamen. Nach Einführen 15 Reihe von Trockeneisabscheidern und schließlich
der Reaktionsteilnehmer wurde der Stickstoffstrom durch einen Ätzalkaliskrubber zur Entfernung von
proportional herabgesetzt, so daß die Geschwindigkeit nicht umgesetztem HCl geführt. Das Abgas von dem
der eintretenden gasförmigen Reaktionsteilnehmer Skrubber wurde durch einen Naß-Prüfmesser ab-
dazu beitrug, den Katalysator im Wirbelschicht- gelassen.
zustand zu halten. Insgesamt wurden etwa 25g 2-Chlor- 20 Das aus den Trockeneisabscheidern gewonnene
2-buten während einer Reaktionsdauer von etwa flüssige Produkt enthielt gemäß Gaschromatographie
15 Minuten zugeführt. etwa 18% 2-Chlor-l,3-butadien und 0,6 % Butadien,
Die am oberen Ende des Reaktionsrohrs auftreten- während der Rest hauptsächlich aus nicht umgesetztem
den Reaktionsprodukte wurden durch einen mit Glas- 2-Chlor-2-buten bestand. Eine Titrierung der Abgaswolle
gefüllten Separator zur Entfernung von irgend- 25 Skrubber-Flüssigkeit zeigte eine CO2-Bildung von
welchen mitgeführten Katalysatorteilchen und von etwa 1 °/„. Es wurden keine Dichloride gefunden. Die
dort in eine Reihe von Trockeneisabscheidern und berechnete Ausbeute an 2-Chlor-l,3-butadien auf
schließlich durch einen Ätzkaliskrubber zur Entfernung Grund der Analyse von gewonnenem Material betrug
von nicht umgesetztem Chlorwasserstoff geführt. Das 73 °/0.
Abgas von dem Skrubber wurde durch einen Naß- 30 B e i s D i e 1 4
Prüfmesser abgelassen.
Prüfmesser abgelassen.
Das aus den Trockeneisabscheidern gewonnene Der Versuch gemäß Beispiel 3 wurde wiederholt,
flüssige Produkt enthielt gemäß Gaschromatographie mit der Ausnahme, daß der angewendete Katalysator
etwa 46% 2-Chlor-l,3-butadien und 2% Butadien, aus Samariumchlorid auf Bimsstein bestand. Die
während der Rest im wesentlichen aus nicht um- 35 Reaktionstemperatur betrug 470 bis etwa 5000C. Das
gesetztem 2-Chlor-2-buten bestand. Die auf Grund gewonnene flüssige Produkt enthielt gemäß Gas-
dieser Analyse berechnete Ausbeute an 2-Chlor- Chromatographie 10,5 % 2-Chlor-l,3-butadien, 86,1 %
1,3-butadien betrug 82%. 2-Chlor-2-buten, 0,5% Butadien und 2,8% un-
. -19 bekannte Stoffe. Eine Titrierung der Skrubberflüssig-
B ei spiel 2 4o keit ^g^ daß weniger als 1 % des eingesetzten Chlor-
Der Versuch gemäß Beispiel 1 wurde wiederholt, butens zu CO2 oxydiert wurde. Die Ausbeute an
wobei als Ausgangsmaterial gemischte Chlorbutene 2-Chlor-l,3-butadien, bezogen auf das gewonnene
der folgenden, durch Gaschromatographie bestimmten Material, wurde mit etwa 71 % berechnet.
Zusammensetzung verwendet wurde: 4% cis-2-Chlor-
Zusammensetzung verwendet wurde: 4% cis-2-Chlor-
2-buten, 56 % trans-2-Chlor-2-buten und 38 % 2-Chlor- 45 B e i s ρ i e 1 5
1-buten. Es wurden bei dem fluidisierten Magnesiumchloridkatalysator dieselben Strömungsgeschwindig- In der in den vorstehenden Beispielen beschriebenen keiten angewendet, die Reaktionstemperatur wurde Weise wurde eine Mischung von Chlorbutenen mit jedoch auf einem etwas höheren Bereich von etwa einem Gehalt von 4% cis-2-Chlor-2-buten, 56% 470 bis 5200C gehalten. Das gewonnene Reaktions- 50 trans-2-Chlor-2-buten und 38% 2-Chlor-l-buten zuprodukt enthielt gemäß Gaschromatographie 30,1 % sammen mit Chlorwasserstoff und Sauerstoff mit im 2-Chlor-1,3-butadien, 33,2% 2-Chlor-1-butadien, wesentlichen den gleichen Geschwindigkeiten und 27,4% trans-2-Chlor-2-buten, 6,5% eis-2-Chlor- molekularen Anteilen wie bei den genannten Bei-2-buten, 1,2% Butadien und 1,7% eines unbekannten, spielen in das Reaktionsrohr eingeführt, wo sie mit bei etwa 15°C siedenden Stoffes. Eine Titration der 55 einem fluidisierten Katalysator in Berührung gebracht Abgas-Skrubber-Flüssigkeit zeigte, daß 2 % des ein- wurden, der aus Neodymchlorid auf Bimsstein bestand, gesetzten Chlorbutens zu Kohlendioxyd oxydiert war. Die Reaktionstemperatur betrug etwa 480 bis 520° C. Die Ausbeute an 2-Chlor-l,3-butadien bei diesem Ein wesentlicher Prozentsatz von sowohl 2-Chlor-Versuch betrug, wie berechnet wurde, etwa 91 %. 2-buten als auch 2-Chlor-l-buten wurde zu 2-Chlor-R . . j 60 1,3-butadien umgewandelt, das leicht durch übliche Beispiel i Arbeitsweisen von dem flüssigen organischen Produkt,
1-buten. Es wurden bei dem fluidisierten Magnesiumchloridkatalysator dieselben Strömungsgeschwindig- In der in den vorstehenden Beispielen beschriebenen keiten angewendet, die Reaktionstemperatur wurde Weise wurde eine Mischung von Chlorbutenen mit jedoch auf einem etwas höheren Bereich von etwa einem Gehalt von 4% cis-2-Chlor-2-buten, 56% 470 bis 5200C gehalten. Das gewonnene Reaktions- 50 trans-2-Chlor-2-buten und 38% 2-Chlor-l-buten zuprodukt enthielt gemäß Gaschromatographie 30,1 % sammen mit Chlorwasserstoff und Sauerstoff mit im 2-Chlor-1,3-butadien, 33,2% 2-Chlor-1-butadien, wesentlichen den gleichen Geschwindigkeiten und 27,4% trans-2-Chlor-2-buten, 6,5% eis-2-Chlor- molekularen Anteilen wie bei den genannten Bei-2-buten, 1,2% Butadien und 1,7% eines unbekannten, spielen in das Reaktionsrohr eingeführt, wo sie mit bei etwa 15°C siedenden Stoffes. Eine Titration der 55 einem fluidisierten Katalysator in Berührung gebracht Abgas-Skrubber-Flüssigkeit zeigte, daß 2 % des ein- wurden, der aus Neodymchlorid auf Bimsstein bestand, gesetzten Chlorbutens zu Kohlendioxyd oxydiert war. Die Reaktionstemperatur betrug etwa 480 bis 520° C. Die Ausbeute an 2-Chlor-l,3-butadien bei diesem Ein wesentlicher Prozentsatz von sowohl 2-Chlor-Versuch betrug, wie berechnet wurde, etwa 91 %. 2-buten als auch 2-Chlor-l-buten wurde zu 2-Chlor-R . . j 60 1,3-butadien umgewandelt, das leicht durch übliche Beispiel i Arbeitsweisen von dem flüssigen organischen Produkt,
Der bei den früheren Beispielen verwendete rohr- das in den gekühlten Abscheidern gewonnen wurde,
förmige Glasreaktor wurde mit einem Katalysator abgetrennt werden konnte. '.
beschickt, der aus Cerchlorid auf Bimsstein bestand, Gemäß einer abgeänderten Ausführungsform kann
das einen Stickstoffstrom in eine Wirbelschicht über- 65 die Umsetzung dadurch ausgeführt werden, daß man
geführt wurde, während der Reaktor auf Reaktions- das 2-Chlor-2-buten mit Chlorwasserstoff und Luft
temperatur gebracht wurde. Danach wurden 2-Chlor- oder Sauerstoff mischt und das Gemisch in einer
2-buten (flüssig) Chlorwasserstoff und Luft mit Ge- erhitzten Reaktionskammer in Berührung mit dem
Katalysator bringt. Gewünschtenfalls können die Reaktionsteilnehmer in drei getrennten Strömen in die
Reaktionszone eingeführt werden. Schließlich kann auch Luft oder Sauerstoff in eine Mischung aus
2-Chlor-2-buten und Chlorwasserstoff eingeführt werden. Es soll jedoch vermieden werden, daß 2-Chlor-2-buten
und Sauerstoff in Abwesenheit von Chlorwasserstoff Reaktionstemperatur erreicht.
Die Molverhältnisse der Reaktionsteilnehmer können beträchtlich abgeändert werden. Bevorzugt ist das
dem stöchiometrischen Verhältnis entsprechende, das erforderlich ist, um eineMonoallylchlorierung des eingesetzten
2-Chlorbutens herbeizuführen, d. h. ein Verhältnis von 1:1: 0,5 von 2-Chlorbuten zu HCl
zu Sauerstoff oder von 1: 2: 2,5, wenn Luft an Stelle
von Sauerstoff verwendet wird. Überschüsse des 2-Chlorbutens und von Luft können gewünschtenfalls
ohne merkliche Beeinflussung der Reaktion zur Anwendung gelangen.
Die Verweilzeit ist nicht ausschlaggebend und kann zwischen etwa 0,5 bis etwa 12 Sekunden liegen.
Die Reaktionstemperatur ist ein wesentlicher Faktor, sie soll oberhalb etwa 4500C gehalten werden,
um die Reaktion auszuführen. Vorzugsweise wird die Temperatur in dem Bereich von etwa 450 bis 5200C
gehalten, obwohl auch Temperaturen über 520 und bis zu 6000C zur Anwendung gelangen können: bei
diesen höheren Temperaturen beginnt sich etwas Kohle auf dem Katalysator abzusetzen.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von 2-Chlor-1,3-butadien
aus 2-Chlor-l-buten oder 2-Chlor-2-buten
oder deren Mischungen, dadurch
gekennzeichnet, daß man die 2-Chlorbutene mit Chlorwasserstoff und Sauerstoff, auch
in Form von Luft, in Gegenwart von Magnesiumchlorid oder einem Chlorid der Seltenen Erden
oder einer Mischung aus diesen Chloriden als Katalysator, der auf Bimsstein aufgebracht ist,
bei 450 bis 6000C umsetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung bei 450 bis
520° C durchführt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung mit Cer(III)-chlorid,
Samariumchlorid oder Neodymchlorid als Katalysator durchführt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 895 445,;
britische Patentschrift Nr. 569 097;
USA.-Patentschrift Nr. 281 096.
Deutsche Patentschrift Nr. 895 445,;
britische Patentschrift Nr. 569 097;
USA.-Patentschrift Nr. 281 096.
709 548/415 3.67 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| US3360A | 1960-01-04 | 1960-01-04 | |
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ID=27356588
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM47565A Pending DE1238007B (de) | 1960-01-04 | 1960-12-30 | Verfahren zur Herstellung von 2-Chlor-1, 3-butadien |
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| BE (1) | BE598815A (de) |
| DE (1) | DE1238007B (de) |
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