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DE19625922C1 - Vorrichtung zur Verminderung der Keimzahl bei Zapfanlagen - Google Patents

Vorrichtung zur Verminderung der Keimzahl bei Zapfanlagen

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Publication number
DE19625922C1
DE19625922C1 DE1996125922 DE19625922A DE19625922C1 DE 19625922 C1 DE19625922 C1 DE 19625922C1 DE 1996125922 DE1996125922 DE 1996125922 DE 19625922 A DE19625922 A DE 19625922A DE 19625922 C1 DE19625922 C1 DE 19625922C1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
vessel
tap
alcohol
beer
container
Prior art date
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Expired - Fee Related
Application number
DE1996125922
Other languages
English (en)
Inventor
Bernd Birkenstock
Gerhard Boesendoerfer
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE19625922C1 publication Critical patent/DE19625922C1/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67DDISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B67D1/00Apparatus or devices for dispensing beverages on draught
    • B67D1/07Cleaning beverage-dispensing apparatus
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor
    • A61L2/16Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor using chemical substances
    • A61L2/18Liquid substances or solutions comprising solids or dissolved gases

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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Veterinary Medicine (AREA)
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung Verminderung der Keimzahl bei Zapfanlagen für Getränke, insbesondere von Zapfanlagen für Bier und alkoholfreie Getränke, wo­ bei die Vorrichtung ein Gefäß aufweist, welches das Mündstück des Zapfhahnes umfaßt.
Das Problem bei derartigen Zapfanlagen besteht darin, daß diese bei geringer Benutzung mit längeren Standzei­ ten dazu neigen, im Bereich der luftberührenden Geträn­ keausläufe der Schankhähne durch die in der Umgebung vorhandenen diversen Mikroorganismen, Fruchtfliegen, Fliegen usw. zu verkeimen. Schlagzeilen in der Tages­ presse des Jahres 1995 über mangelhafte Hygiene in Schankanlagen führten nicht nur bei Verbrauchern, son­ dern auch in der Gastronomie zur Verunsicherung. Patho­ gene Keime konnten zwar nicht nachgewiesen werden, je­ doch wurden Indikatorkeime, wie E. Coli und coliforme Keime, aufgefunden, die zum Nachweis pathogener Keime dienen, sowie erhöhte aerobe Keimzahlen. Aufgrund der Tatsache, daß die Biere die Brauereien in der Regel hy­ gienisch einwandfrei verlassen und eine mikrobielle Be­ lastung erst durch die Schankanlagen stattfindet, wurde vom staatlichen Medizinal-Lebensmittel- und Veterinär­ untersuchungsamt Mittelhessen, Gießen der Vorschlag ge­ mäß Tabelle 1 zur Beurteilung des Hygienestatus ge­ macht (vgl. BRAUWELT, 1936, Nr. 21/22, S. 1014-1016).
Tabelle 1
Aus der US 1 850 359 ist ein Getränkeausschankhahn bekannt, bei dem ein schwenk­ barer Behälter über das Mundstück geschoben wird, um das Eindringen von Staub, Schmutz etc. zu verhindern. Diese bekannte Vorrichtung ist jedoch nicht geeignet, das Wachstum von Keimen zu verhindern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrich­ tung vorzuschlagen, die es gestattet, in einfacher Art und Weise auch bei längeren Zapfpausen die Bildung von Keimen wirkungsvoll zu unterbinden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Gemäß der Erfindung wird auf jeden Zapfhahn einer Zapf­ anlage ein Gefäß aufgeschoben, das ein Desinfektions­ mittel aus unvergälltem Ethylalkohol enthält, so daß das Innere des Zapfhahnes von der Umgebungsluft abge­ schlossen ist. Der im Gefäß befindliche Ethylalkohol, der unvergällt ist und eine Alkoholkonzentration von mindestens 60 Vol.% aufweist, wirkt weiter keimtötend und verhindert die Vermehrung von Keimen. Messungen haben gezeigt, daß die Forderungen aus Tabelle 1 erreicht werden und im Fall der aeroben Keim­ zahl nach 14 Tagen deutlich unterschritten werden, d. h. es wurden nur 4 Keime nachgewiesen (Tabelle 2).
Tabelle 2
Hierbei ist vorausgesetzt, daß die gesamte Schankanlage hier einer sorgfältigen mechanischen Reinigung in min­ destens 14tägigem Abstand gemäß der Verordnung über Ge­ tränkeschankanlagen unterzogen wird.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht das Gefäß aus einem durchsichtigen Kunststoff oder Glas, das vorteilhaft mit einem Gummistopfen ver­ schlossen ist, der eine Öffnung für das Durchschieben des unteren Endes des Zapfhahnes aufweist. Der Durchmes­ ser der Öffnung in dem Gummistopfen ist so gewählt, daß das Gefäß am Zapfhahn allein durch Reibung gehalten ist. Auf diese Weise ist es möglich, den Zapfhahn kurz­ fristig gegen Keime zu verschließen oder aber auch wie­ der zu öffnen. Vorteilhaft ist eine Entlüftungskanüle vorgesehen, wie sie im medizinischen Handel erhältlich ist. Die Einfachheit der Bedienung sowie die Möglich­ keit der Beobachtung des Ethylalkohols innerhalb des Gefäßes macht es möglich, aerobe Keime und Indikator­ keime weitgehend zu vermeiden.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein Ende eines Zapf­ hahnes 4 ersichtlich, über den ein Gefäß 1 aus einem Kunststoff geschoben ist, das über einen Gummistopfen 2 verschlossen ist. Dieser Gummistopfen 2 ist zum einen mit relativ großer Reibung am Gefäß 1 befestigt, so daß das Gefäß 1 am Gummistopfen 2 hängt, andererseits ist die Bohrung 5 im Gummistopfen 2 so gewählt, daß eine ausreichend große Reibung zwischen Stopfen 2 und Zapf­ hahn 4 gegeben ist, so daß das Gefäß 1 als solches am Zapfhahn 4 gehalten wird. Zur vollständigen Befüllung des Gefäßes 1 mit Ethylalkohol 3 ist eine Entlüftungska­ nüle 6 im Gummistopfen 2 eingesetzt. Im Inneren des Ge­ fäßes 1 ist ein Ethylalkohol 3 mit einer Konzentration größer als 60 Vol.% Alkohol. Sollten hier größere Ver­ unreinigungen mit Bier auftreten, so kann dies von au­ ßen beobachtet werden, so daß ein Austausch des Ethyl­ alkohols 3 schnell erfolgen kann.

Claims (4)

1. Vorrichtung zur Verminderung der Keimzahl bei Zapf­ anlagen für Getränke, insbesondere von Zapfanlagen für Bier und alkoholfreie Getränke, wobei die Vorrichtung ein Gefäß (1) aufweist, welches das Mündstück des Zapf­ hahnes (4) umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß das Mündstück des Zapfhahnes (4) in ein im Gefäß (1) ent­ haltenes Desinfektionsmittel (3) aus unvergälltem Ethylalkohol eintaucht, das mindestens eine Konzentra­ tion von 60 Vol.% Alkohol aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gefäß (1) mit einem Gummistopfen (2) ver­ schließbar ist, der mit einer Bohrung (5) versehen ist, deren Durchmesser etwas kleiner als der Außendurchmes­ ser des Zapfhahnes (4) ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gefäß (1) durchsichtig ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gefäß (1) aus Glas oder Kunststoff besteht.
DE1996125922 1996-06-28 1996-06-28 Vorrichtung zur Verminderung der Keimzahl bei Zapfanlagen Expired - Fee Related DE19625922C1 (de)

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