DE19624284A1 - Griffhebelanordnung - Google Patents
GriffhebelanordnungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Griffhebelanordnung zur Betätigung
eines angetriebenen Elements wie etwa eines Drosselventils
eines Verbrennungsmotors durch ein Zugelement oder Kabel, und
insbesondere eine Griffhebelanordnung, die nahe einem Griff
abschnitt eines Handgriffs einer Arbeitsmaschine wie etwa ei
nes Rasentrimmers oder einer Heckenschere angeordnet ist, zur
Betätigung des Drosselventils durch einen Drosselzug oder der
gleichen.
In einer solchen Arbeitsmaschine, etwa einem Rasentrimmer oder
einer Heckenschere, in der ein Schneidwerkzeug als Arbeitsein
heit allgemein durch einen Verbrennungsmotor angetrieben wird
und die Antriebsleistung des Verbrennungsmotors von Hand ein
gestellt wird, ist herkömmlich eine Griffhebelanordnung zur
Einstellung der Öffnung eines Drosselventils des Verbrennungs
motors nahe einem Griffabschnitt eines U-förmigen Handgriffs
oder einer Handgriffstange für die Arbeitsmaschine angeordnet.
Die Griffhebelanordnung umfaßt ein Drosselstellelement (Gashe
bel), das die Bedienungsperson typischerweise mit den Fingern
betätigt. Durch Drehen des Drosselhebels läßt sich die Öffnung
des Drosselventils durch den Drosselzug einstellen. Das Dros
selventil ist normalerweise zu einer Minimalöffnung hin vor
gespannt (Leerlauföffnung), so daß die Leerlauföffnung in einem
Ausgangszustand gehalten wird, wenn der Drosselhebel nicht
betätigt wird. Wenn jedoch der Drosselhebel betätigt wird, um
den Drosselzug um eine vorbestimmte Länge oder mehr heraus zu
ziehen und Spiel zu überwinden, vergrößert sich die Öffnung
von der Leerlauföffnung zu einer Hochdrehzahl- oder Vollgas
öffnung.
Als Drosselhebelvorrichtung zur Einstellung der Öffnung des
Drosselventils sind allgemein zwei Typen bekannt. Der eine Typ
stellt die Leerlauföffnung automatisch wieder her, wenn der
Drosselhebel von dem jeweiligen Betriebszustand losgelassen
wird, wobei der Hebel zusammen mit dem Drosselventil automa
tisch in die Ausgangsstellung zurückgebracht wird (Leerlauf
öffnung). Der andere Typ stellt die Leerlauföffnung nicht wie
der her. Wenn man die Finger lediglich von dem Drosselhebel
löst, bewegt sich der Drosselhebel nicht, sondern kann an ei
ner gewünschten Drehbetätigungsstellung konstant gehalten wer
den (siehe japanische Gebrauchsmusterschrift Nr. 57-19944).
Wenn man bei dem Typ mit automatischer Wiederherstellung der
Leerlauföffnung bei laufendem Verbrennungsmotor die Finger von
dem Drosselhebel löst, kehrt der Verbrennungsmotor automa
tisch zum Leerlaufzustand zurück. Falls die Arbeitsmaschine
Antriebskraft von dem Verbrennungsmotor zu dem Schneidwerkzeug
als Arbeitseinheit durch eine Zentrifugalkupplung überträgt,
wird die Zentrifugalkupplung im Leerlaufzustand getrennt, um
die Kraftübertragung zu der Arbeitseinheit zu unterbrechen.
Falls jedoch bei Betrieb der Arbeitsmaschine ein Unfall pas
siert und die Kraftübertragung zu der aus dem Schneidwerkzeug
gebildeten Arbeitseinheit unterbrochen werden muß, kann das
Drosselventil sofort zur Leerlauföffnung zurückkehren, indem
man die Finger lediglich von dem Drosselhebel löst. Hierdurch
kann der Antrieb der Arbeitseinheit unterbrochen werden. Vom
Standpunkt der Betriebssicherheit ist der Typ mit automati
scher Wiederherstellung der Leerlauföffnung vorteilhaft gegen
über demjenigen Typ, der die Leerlauföffnung nicht wiederher
stellt.
Der Typ mit automatischer Wiederherstellung der Leerlauföff
nung kehrt zwar einerseits automatische zum Leerlauf zurück,
indem man lediglich die Finger vom Drosselhebel löst, jedoch
muß andererseits eine gewünschte Drehbetätigungsstellung ge
halten werden, indem man den Drosselhebel mit den Fingern dau
erhaft hält oder ergreift.
Der das Drosselventil mit dem Drosselhebel verbindende Dros
selzug ist auf dem Weg vom Drosselhebel zum Drosselventil in
viele Richtungen gewunden. Ferner ist eine Rückholfeder des
Drosselventils erforderlich, damit genügend Kraft vorhanden
ist, um das Drosselventil jederzeit zurückzustellen. Um bei
Betrieb der Arbeitsmaschine den Drosselhebel mit den Fingern
in einer gewünschten Drehbetätigungsstellung zu halten, ist
eine Betätigungskraft erforderlich, um den Drosselzug und die
Spannung der Rückholfeder zu überwinden. Wenn man den Drossel
hebel mit den Fingern über eine lange Zeit hält, ermüden die
Finger.
Insbesondere muß man beim Typ mit automatischer Rückstellung
der Leerlauföffnung während normaler Arbeit mit den Fingern
eine starke (stark niederdrückende) Haltekraft auf den Dros
selhebel ausüben, was den Betrieb erschwert. Trotz des oben
genannten Sicherheitsvorteils ist dieser Typ der Vorrichtung
nicht besonders beliebt, und tatsächlich sind kaum Arbeits
maschinen mit dieser Art von Griffhebelanordnung ausgerüstet.
Die Erfindung hat zum Ziel, die obigen Probleme zu überwinden.
Insbesondere soll eine Griffhebelanordnung (ein Drosselhebel)
angegeben werden, die zugunsten der Unfallsicherheit die auto
matische Wiederherstellungsfunktion der Leerlaufstellung auf
weist und die im Normalbetrieb leicht und sicher betätigt wer
den kann.
Die Griffhebelanordnung der Erfindung umfaßt einen drehend
betätigbaren Bedienungshebel und einen Kniehebelmechanismus,
wobei der Bedienungshebel dazu ausgelegt ist, durch den Knie
hebelmechanismus ein mit einem angetriebenen Element verbunde
nes Zugelement ziehend zu betätigen. Bevorzugt ist die Griff
hebelanordnung zum Einstellen der Öffnung eines Drosselven
tils eines Verbrennungsmotors ausgebildet.
In einer bevorzugten Ausführung umfaßt der Kniehebelmechanis
mus ein schwenkbares Verbindungsglied und ein gleitbewegliches
Verbindungsglied, die an ihren jeweiligen einen Ende drehbar
miteinander verbunden sind, wobei das andere Ende des schwenk
baren Verbindungsglieds schwenkbar angelenkt ist, das andere
Ende des gleitbeweglichen Verbindungsglieds gleitbeweglich
angebracht ist und das Kabel mit dem anderen Ende des
gleitbeweglichen Verbindungsglieds verbunden ist.
Wenn man bei der erfindungsgemäßen Griffhebelanordnung den
Bedienungshebel mit den Fingern ergreift und in eine Richtung
verschwenkt, drückt der Bedienungshebel den Schwenkpunkt, der
dem Satz der Verbindungsglieder des Kniehebelmechanismus ge
meinsam ist, nach oben. Eines dieser Verbindungsglieder, d. h.
das schwenkbare Verbindungsglied, ist ortsfest angelenkt und
ist linear nicht beweglich, wohingegen ein Kupplungsende des
anderen gleitbeweglichen Verbindungsglieds gleitend nach vorne
bewegt wird. In Folge der Vorwärtsgleitbewegung des Kupplungs
endes wird das Kabel um eine vorbestimmte Länge nach vorne
gezogen, und das angetriebene Element (Drosselventil) wird
bewegt.
Verschwenkt man den Bedienungshebel weiter in dieselbe Rich
tung, stellen sich die beiden Verbindungsglieder des Kniehe
belmechanismus im wesentlichen geradlinig. In diesem Zustand
ist die Arbeitsbewegung des angetriebenen Elements maximal.
Falls in diesem Zustand ein Unfall passiert und der Betrieb
sofort unterbrochen werden soll, löst man die Finger von dem
Bedienungshebel. Durch diese Lösebewegung bewegt sich der
Schwenkpunkt des Kniehebelmechanismus nach unten, und der
Kniehebelmechanismus nimmt eine geknickte Stellung ein. Durch
die Abwärtsbewegung bewegt sich das kabelziehende Kupplungs
ende nach hinten, wodurch die auf das Kabel wirkende Zugkraft
schwächer wird, so daß das angetriebene Element automatisch in
die Anfangsstellung zurückkehrt und der Leerlaufzustand oder
nicht betätigte Zustand wieder hergestellt ist.
Die Zugbewegung des Kabels wird durch den Kniehebelmechanismus
und durch den Bedienungshebel erzeugt. Hierdurch sinkt die zur
Bedienung erforderliche Kraft. Die Belastung der Finger sinkt.
Dank des Kniehebelmechanismus wird die Kraft zum Halten des
Bedienungshebels in Position geringer, je weiter der Bedie
nungshebel niedergedrückt wird.
Ferner wird durch Loslassen des Bedienungshebels das angetrie
bene Element sofort in die unbetätigte oder Ausgangsstellung
automatisch zurückgebracht.
Ein Ausführungsbeispiel wird nachfolgend anhand der beigefüg
ten Zeichnungen erläutert.
Fig. 1 zeigt perspektivisch einen Rasentrimmer mit einer er
findungsgemäßen Griffhebelanordnung;
Fig. 2 zeigt in Seitenansicht einen Ausgangszustand der erfin
dungsgemäßen Griffhebelanordnung;
Fig. 3 zeigt in Seitenansicht einen betätigten Zustand der
Griffhebelanordnung von Fig. 2;
Fig. 4 zeigt einen Schnitt in Blickrichtung des Pfeils IV-IV
in Fig. 2.
Fig. 1 zeigt ein Beispiel eines Rasentrimmers oder einer Motor
sense mit einer erfindungsgemäßen Griffhebelanordnung.
Der Rasentrimmer 1 umfaßt eine Griffstange (Bedienungsstange)
7 mit Griffabschnitten 11 und 12, die mit gleichmäßigem Ab
stand voneinander angeordnet sind. Die Griffstange 7 trägt an
ihrem Vorderende eine Arbeitseinheit 3 mit einem Schneidwerk
zeug 13 und einer Sicherheitsabdeckung 14 und trägt an ihrem
Hinterende einen Verbrennungsmotor (einen kleinen luftgekühl
ten Zweitaktbenzinmotor) 2, der als primäres Antriebselement
dient und das Schneidwerkzeug 13 durch eine Antriebswelle 16
antreibt, die in die Griffstange 7 eingesetzt ist. Der Ver
brennungsmotor 2 umfaßt einen Handrückspulstarter 6, einen
Kraftstofftank 4, einen Vergaser mit einem Drosselventil CV,
eine Zündkerze 5 und dergleichen.
Von der Struktur her ist das Drosselventil CV des Vergasers
normalerweise zu einer Minimal-(Leerlauf-)öffnung vor
gespannt, und wenn ein später zu beschreibendes und mit dem
Drosselventil CV verbundenes Drosselkabel 20 aus seiner nicht
betätigten oder Ausgangsstellung um eine vorbestimmte Länge
oder mehr zur Beseitigung von Spiel angezogen wird, beginnt
sich die Öffnung des Drosselventils CV von der Minimal-(Leer
lauf-)öffnung ausgehend zu vergrößern.
Von den beiden Griffabschnitten 11 und 12 ist der hintere
Griffabschnitt 11 nahe dem Verbrennungsmotor 2 angeordnet und
wird mit der rechten Hand ergriffen. Die Griffhebelanordnung
der vorliegenden Ausführung, die allgemein mit 10 bezeichnet
ist und zum Einstellen der Öffnung des Drosselventils CV
dient, ist an der Griffstange 7 nahe dem Vorderende des hinte
ren Griffabschnitts 11 angebracht.
Wie am Besten in den Fig. 2 bis 4 zu sehen, umfaßt die Griff
hebelanordnung 10 einen Bedienungshebel 30, ein schwenkbares
Verbindungsglied 31 und gleitverschiebliches Verbindungsglied
32, die einen durch den Bedienungshebel 30 betätigten Kniehe
belmechanismus T bilden, sowie aufgeteilt plattenartige Gehäu
sedeckel 15A und 15B zum drehenden oder beweglichen Halten des
Bedienungshebels 30 und der Verbindungsglieder 31 und 32. Die
Gehäusedeckel 15A und 15B sind an der Griffstange 7 mit Be
festigungselementen befestigt (wie etwa mehreren Schrauben,
Muttern und Beilagscheiben) 26, 27 und 28, wobei ein dem Vor
derende der hinteren Griffstange 11 naher Abschnitt der Griff
stange 7 durch einen oberen Teil beider Gehäusedeckel 15A und
15B hindurchtritt.
Ein Vorderendabschnitt des Drosselkabels 20, das in ein Außen
rohr 21 eines Bowdenzugs eingesetzt ist und dessen Hinterende
mit dem Drosselventil CV des Verbrennungsmotors 2 verbunden
ist, ist in die Gehäusedeckel 15A und 15B gezogen. Ein Vorde
rende 21a des Außenrohrs 21 stützt sich gegen einen Anschlag
23 ab, der an einem inneren unteren Teil des hinteren Griff
abschnitts 11 vorgesehen ist. Das Vorderende des Drosselkabels
20 ist mit einem Kupplungsende 33 des gleitbeweglichen Verbin
dungsglieds 32 mittels eines Anschlußelements 22 des Drossel
kabels 20 verbunden, das eng in das Kupplungsende 33 einge
setzt ist.
Ein Basisende 30a des Bedienungshebels 30 ist drehbar an einem
Stift 34 angebracht, der an der Innenseite der geteilten plat
tenartigen Gehäusedeckel 15A und 15b befestigt ist. Der Bedie
nungshebel 30 ist mittels einer schwachen Schraubenfeder 35 im
Uhrzeigersinn vorgespannt, so daß er normalerweise leicht an
dem Anschlag 36 anliegt. Das andere Ende des Bedienungshebels
30 dient als Griff 30b, der zum hinteren Teil der Griffstange
7 schräg nach unten absteht.
Eines der beiden Verbindungsglieder 31 und 32, die den Kniehe
belmechanismus T bilden, d. h. das schwenkbare Verbindungsglied
31, ist mit seinem Basisende 31a an einem Schwenkpunkt O₁ an
einer Lasche 37 angelenkt, die in der Mitte des hinteren
Griffabschnitts 11 angeordnet ist. Das schwenkbare Ende 31b
des schwenkbaren Verbindungsglieds 31 ist an einem Schwenk
punkt O₂ mit einem schwenkbaren Ende 32a des gleitend ver
schiebbaren Verbindungsglieds 32 schwenkbar verbunden. In das
gleitbewegliche Ende 32b des gleitbeweglichen Verbindungs
glieds 32 ist ein Gleitstift 39 eingesetzt, der in einem Satz
linker und rechter langgestreckter Führungsnuten 38a und 38b
gleitverschiebbar ist, welche in Innenwänden der geteilten
plattenartigen Gehäusedeckel 15A und 15B gebildet sind.
Der Schwenkpunkt O₂, der dem den Kniehebelmechanismus T bilden
den Satz der Verbindungsglieder 31 und 32 gemeinsam ist, ist
derart angeordnet, daß der in eine Ausnehmung 30c eingreift,
die an einem mittleren Abschnitt des Bedienungshebels 30 ge
bildet ist. Der Schwenkpunkt O₂ ist normalerweise durch Span
nung des Drosselkabels 20 so vorgespannt, daß er nach unten
gedrückt wird, bis er leicht in die Ausnehmung 30c des Bedie
nungshebels 30 eingreift.
Der Betrieb der erfindungsgemäßen Griffhebelanordnung 10 ist
folgendermaßen.
Wenn sich der Bedienungshebel 30 im in Fig. 2 gezeigten Zu
stand befindet, wird der Verbrennungsmotor 2 angelassen, so daß
er im Leerlauf läuft, d. h. mit der minimalen Öffnung (Leer
lauföffnung) des Drosselventils CV des Verbrennungsmotors 2.
Danach ergreift man den Griff 30b des Bedienungshebels 30 der
Griffhebelanordnung 10 mit den Fingern, wodurch der Bedie
nungshebel 30 im Gegenzeigersinn um den Stift 34 herumgedreht
wird, welcher als Schwenkpunkt dient. In Folge dieser Drehung
drückt die Ausnehmung 30c des Bedienungshebels 30 den Schwenk
punkt O₂, der dem Satz der Verbindungsglieder 31 und 32 gemein
sam ist, nach oben. Weil von dem Satz der Verbindungsglieder
31 und 32 das schwenkbare Verbindungsglied 31 mit seinem Basi
sende 31a an dem Schwenkpunkt O₁ derart angelenkt ist, daß es
linear nicht beweglich ist, wird das Kupplungsende 33 des
gleitbeweglichen Verbindungsglieds 32 nach vorne verschoben
(zum Schneidwerkzeug 13 hin), und zwar entlang dem Satz der
langgestreckten Führungsnuten 38a und 38b der Gehäusedeckel
15a und 15b. In Folge der Vorwärtsgleitbewegung des Kupplungs
endes 33 wird das Drosselkabel 20 um eine vorbestimmte Länge
nach vorne gezogen, so daß sich das Drosselventil CV des Ver
brennungsmotors 2 von der minimalen Öffnung (Leerlauföffnung)
zu einer größeren Öffnung hin bewegt.
Wenn man den Bedienungshebel 30 weiter im Gegenzeigersinn
dreht, und zwar in die in Fig. 3 gezeigte Stellung, stellt
sich der den Kniehebelmechanismus T bildende Satz der Verbin
dungsglieder 31 und 32 unmittelbar vor einem Totpunkt im we
sentlichen gerade. In diesem Zustand ist die Öffnung des Dros
selventils CV des Verbrennungsmotors 2 maximal, so daß der Ver
brennungsmotor 2 die normale Maximalleistung abgibt, so daß man
die Trimmarbeit aufnehmen kann.
Wenn der Normalbetrieb unterbrochen werden soll oder falls ein
Unfall passiert und die Drehzahl des Verbrennungsmotors sofort
im weiten Maß bis auf Leerlaufbetrieb reduziert werden soll,
läßt man den Bedienungshebel 30 mit den Fingern los. Dann wird
der Schwenkpunkt O₂ des Kniehebelmechanismus T durch die Rück
spannkraft nach unten bewegt, die normalerweise auf das Dros
selkabel 20 wirkt, um den Kniehebelmechanismus T in die in
Fig. 2 gezeigte Stellung zu bringen. Durch diese Bewegung
zieht das Drosselkabel 20 das Kupplungsende 33 nach hinten
(zum Verbrennungsmotor 2 hin), so daß die Zugkraft auf das
Drosselkabel 20 schwächer wird. Hierdurch kehrt das Drossel
ventil CV zur Minimalöffnung zurück und der Verbrennungsmotor
2 läuft im Leerlauf.
Weil bei dem Rasentrimmer 1 die drehende Antriebskraft des
Verbrennungsmotors 2 zu dem Schneidwerkzeug 13 als Arbeits
einheit durch eine nicht gezeigte Zentrifugalkupplung über
tragen wird, unterbricht die Zentrifugalkupplung sofort die
Kraftübertragung zur Arbeitseinheit 3, und der Antrieb des
Schneidwerkzeugs 13 wird sofort unterbrochen.
Die Zugbewegung des Drosselkabels 20 wird durch den Kniehebel
mechanismus T mit Hilfe des Bedienungshebels 30 erzeugt, der
um den einzelnen Schwenkpunkt 34 herum schwenkbar ist. Daher
kann die zur Bedienung erforderliche Kraft und die auf die
Finger wirkende Last reduziert werden. Dank der Verwendung des
Kniehebelmechanismus T wird die Kraft zum Halten des Bedie
nungshebels 30 in Position geringer, je weiter sich der Bedie
nungshebel 30 dem Zustand von Fig. 3 annähert.
Im Zustand von Fig. 3, in dem die maximale Zugkraft auf das
Drosselkabel 20 wirkt, stellen sich die Verbindungsglieder 31
und 32 im wesentlichen gerade. Das gleitbewegliche Verbin
dungsglied 32 mit dem Kupplungsende 33, das mit dem Drossel
kabel 20 verbunden ist, hat im Verlauf der Vorwärtsgleitbewe
gung des gleitbeweglichen Verbindungsglieds 32 entlang dem
Satz der langgestreckten Führungsnuten 38a und 38b seine Dre
hung im Gegenzeigersinn beendet, mit der Folge, daß die mit
den Fingern aufzubringende Kraft zum Halten des Bedienungs
hebels 30 im Zustand von Fig. 3 vorteilhaft gesenkt werden
kann. Auch wenn der Bedienungshebel 30 über eine lange Ar
beitszeit mit den Fingern im Zustand von Fig. 3 gehalten wird,
werden die Finger weniger belastet und ermüden weniger.
Während in der vorstehenden Ausführung die Griffhebelanordnung
zur Einstellung der Öffnung des Drosselventils des Verbren
nungsmotors der Arbeitsmaschine ausgelegt ist, soll dies den
Umfang der Erfindung nicht einschränken. Die Griffhebelanord
nung ist auch zur Bedienung anderer Vorrichtungen mit Hand
griff verwendbar.
In der vorstehenden Ausführung ist die Griffhebelanordnung an
der Griffstange angebracht. Selbstverständlich kann sie auch
an einem anderen Handgriff als einer Griffstange angebracht
werden, beispielsweise an einem U-förmigen Handgriff.
Bei der erfindungsgemäßen Griffhebelanordnung ist der Kniehe
belmechanismus zwischen dem Bedienungshebel und dem Kabel als
zu betätigendem Gegenstand angeordnet, und das Kabel wird von
dem Bedienungshebel durch den Kniehebelmechanismus betätigt,
so daß der Bedienungshebel leicht betätigt werden kann und die
Bedienungsperson den Bedienungshebel mit dem Finger für eine
lange Zeit ermüdungsfrei halten kann. Hierdurch läßt sich der
Bedienungshebel leicht in Position halten.
Wenn die Griffhebelanordnung als Bedienungsmechanismus zum
Öffnen des Drosselventils des Verbrennungsmotor dient, kann
das Drosselventil sofort zur Minimalöffnungs-(Leerlauf-)stellung
zurückkehren, indem man die Finger von dem Bedie
nungshebel löst, was eine sichere Bedienung ermöglicht.
Eine Griffhebelanordnung (Drosselhebel) 10 hat zur Unfallsi
cherheit eine automatische Rückstellfunktion (automatische
Rückstellfunktion in eine Leerlaufstellung). Bei Normalbetrieb
ist sie dennoch leicht und rasch betätigbar. Die Griffhebel
anordnung 10 umfaßt einen drehend betätigbaren Bedienungshebel 30
und einen Kniehebelmechanismus T. Durch Druck auf den Be
dienungshebel 30 zieht der Kniehebelmechanismus T an einem mit
einem angetriebenen Element CV verbundenen Kabel 20.
Claims (4)
1. Griffhebelanordnung (10), umfassend:
einen drehend betätigbaren Bedienungshebel (30); und
einen Kniehebelmechanismus (T),
wobei der Bedienungshebel (30) dazu ausgelegt ist, durch den Kniehebelmechanismus (T) ein mit einem angetriebenen Element (CV) verbundenes Kabel (20) ziehend zu betätigen.
einen drehend betätigbaren Bedienungshebel (30); und
einen Kniehebelmechanismus (T),
wobei der Bedienungshebel (30) dazu ausgelegt ist, durch den Kniehebelmechanismus (T) ein mit einem angetriebenen Element (CV) verbundenes Kabel (20) ziehend zu betätigen.
2. Griffhebelanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Kniehebelmechanismus (T) ein schwenkbares Verbin
dungsglied (31) und ein gleitbewegliches Verbindungsglied (32)
umfaßt, die an ihren jeweiligen einen Enden (31b, 32a) drehbar
miteinander verbunden sind, wobei das andere Ende (31a) des
schwenkbaren Verbindungsglieds (31) schwenkbar angelenkt ist,
das andere Ende (32b) des gleitbeweglichen Verbindungsglieds
(32) gleitbeweglich angebracht ist und das Kabel (20) mit dem
anderen Ende (32b) des gleitbeweglichen Verbindungsglieds (32)
verbunden ist.
3. Griffhebelanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Kniehebelmechanismus (T) durch Druck des
Bedienungshebels (30) auf einen einem schwenkbaren Kniehebel-Ver
bindungsglied (31) und einem gleitbeweglichen Kniehebel-Ver
bindungsglied (32) gemeinsamen Schwenkpunkt (O₂) gestreckt
oder/und bewegt wird.
4. Griffhebelanordnung nach einem der Ansprüche (1) bis (3),
in dem das angetriebene Element ein Drosselventil (CV) eines
Verbrennungsmotors (2) ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP7156006A JPH094477A (ja) | 1995-06-22 | 1995-06-22 | ハンドレバー装置 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19624284A1 true DE19624284A1 (de) | 1997-01-02 |
Family
ID=15618274
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19624284A Withdrawn DE19624284A1 (de) | 1995-06-22 | 1996-06-18 | Griffhebelanordnung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US5871202A (de) |
| JP (1) | JPH094477A (de) |
| DE (1) | DE19624284A1 (de) |
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