DE19622812A1 - Bremse für einen Eisenbahnzug - Google Patents
Bremse für einen EisenbahnzugInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61H—BRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
- B61H7/00—Brakes with braking members co-operating with the track
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Braking Arrangements (AREA)
Description
In meiner Patentanmeldung "Verfahren zur Lärmreduzierung
eines Eisenbahnzuges" habe ich vorgeschlagen, über den
Gotthard-Paß eine Zugstrecke mit 20% Steigung zu legen.
Der Zug fährt mit Gummireifen.
Bei schönem Wetter ist alles kein Problem. Der Zug kann
anfahren. Er läßt sich auch im Gefälle noch
abbremsen.
Bei Regen geht es vielleicht auch noch so gerade. Aber was machen
wir im Winter, bei Eis und Schnee?
Der schlimmste Fall ist Glatteis. Die Schienen haben eine
Temperatur unter 0 Grad Celsius. Es fällt Regen. Die Schienen
werden mit einer Eisschicht überzogen.
Es soll eine Bremse erdacht werden, die den Zug bei 20% Gefälle
und Glatteis abbremst.
Es wird eine einfache Klotzbremse verwendet. Der Zug wird an den
Schienen abgebremst. Die Bremsklötze drücken gegen die Schienen
(siehe Zeichnung).
Die Bremsklötze drücken gegen die seitlichen Anlageflächen der
Schienen. Auf diese Anlageflächen können Platten aus einem
geeigneten Material aufgeschraubt werden, falls Baustahl nicht
geeignet ist. Ein Bremsklotz könnte etwa das Maß 10 cm × 1 m
haben. Er wird von mehreren Hydraulikzylindern, die im Abstand von
20 cm angeordnet sind, angedrückt.
Die 2 Klotzbremsen für die linke und für die rechte Schiene befinden
sich an einem Rahmen. Der Rahmen wird entweder leicht federnd mit
den Radachsen verbunden oder durch zusätzliche Räder geführt.
Falls dies notwendig erscheint, so kann die Klotzbremse gegenüber
dem Rahmen noch höhenverstellbar gemacht werden. Wenn nicht gerade
gebremst wird, so befinden sich die Klotzbremsen dann über den
Schienen.
Wenn eine Schiene aus dem Stahlwerk kommt, so ist der Abstand der
seitlichen Anlageflächen sicher nur plus minus 1 mm genau. Liegen
2 Schienen unterschiedlichen Maßes hintereinander, so bekommen
die Bremsklötze beim Bremsen einen Schlag. Falls man das vermeiden
will, so können die Schienen gefräst werden.
Bei der Bahnstrecke über den Gotthard muß sich außen neben jedem
Gleis noch ein weiteres Gleis für eine Zahnradbahn befinden. Auf
diesen 2 äußeren Gleisen fahren im Winter die Streu- und Räumfahrzeuge,
welche die Schienen von Eis und Schnee freihalten. Als Zahnradbahn
kommen sie auch bei Glatteis noch den Berg hinauf und können die
Schienen mit Salz bestreuen.
Ich habe mir noch eine Karte mit Höhenlinien vom Gotthard-Gebiet
angesehen. Man benötigt tatsächlich etwa 20% Steigung. Göschenen
liegt auf 1100 Meter Höhe. Bis zur Teufelsbrücke steigt es über 2 km
auf 1400 Meter Höhe an. Der zulässige Kurvenradius in der
Schöllenen-Schlucht könnte etwa 500 Meter betragen.
Von Hospental bis zur Paßhöhe steigt es von 1500 auf 2100 Meter
Höhe an. Dann geht es bergab. Von 2100 Meter auf 1100 Meter
in Airolo über 5 km Länge. Durchschnittliche Steigung: 20%.
Ich weiß nicht, warum man überhaupt einen neuen Tunnel bauen will,
da ja schon einer existiert. Vielleicht ist der Tunnel überlastet.
Oder man will Güterzüge und Personenzüge trennen. Es könnte ja
so gemacht werden, daß die Güterzüge durch den alten Tunnel fahren
und die Personenzüge über den Paß.
Eine Zugstrecke über den Paß ist wesentlich billiger als ein Tunnel.
Der Tunnel soll nach meinen Informationen etwa 10 Mrd. Schweizer
Franken kosten. Die Anschaffungskosten für neue Züge, die über
den Paß fahren können, sind demgegenüber nicht hoch.
Ein Triebzug, mit jeder Achse angetrieben, kommt in jedem Fall über
den Paß. Falls sich das Triebzugkonzept allgemein nicht durchsetzt
und die Züge in Zukunft wie schon seit Stephensons Zeiten
weiterhin mit Lok fahren: Im Flachland braucht ein Zug nur eine
Lok. In der Schweiz sind bei neuen Strecken möglicherweise
10% Steigung normal. Der Zug fährt in der Regel mit
2 Loks.
Für den Gotthard-Paß mit seinen extremen 20% Steigung werden
4 Loks benötigt. Am letzten Bahnhof vor dem Paß werden 2 zusätzliche
Loks vor den Zug gespannt. Diese werden am ersten Bahnhof hinter
dem Paß wieder weggenommen.
Eine Lok entspricht 10 kw/t, 4 Loks entsprechen 40 kw/t.
Mit 40 kw/t kommt der Zug mit 100 km/h den Berg hoch. Bei
R = 500 Meter, z = 0.2 g ist v = 120 km/h.
Es ist nicht nur vom ökonomischen Standpunkt aus vorteilhaft, wenn
der Zug über den Paß fährt. Die Reisenden sehen etwas von der
herrlichen Bergwelt und fahren an der berühmten Teufelsbrücke
in der Schöllenen-Schlucht vorbei.
Claims (2)
1. Bremse für einen Eisenbahnzug,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bremsklötze gegen die Schienen drücken.
2. Bremse für einen Eisenbahnzug nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf die seitlichen Anlageflächen der Schienen Platten aus
einem geeigneten Material aufgeschraubt werden;
daß die seitlichen Anlageflächen der Schienen gefräst werden.
daß die seitlichen Anlageflächen der Schienen gefräst werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996122812 DE19622812A1 (de) | 1996-06-07 | 1996-06-07 | Bremse für einen Eisenbahnzug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996122812 DE19622812A1 (de) | 1996-06-07 | 1996-06-07 | Bremse für einen Eisenbahnzug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19622812A1 true DE19622812A1 (de) | 1997-12-11 |
Family
ID=7796355
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996122812 Withdrawn DE19622812A1 (de) | 1996-06-07 | 1996-06-07 | Bremse für einen Eisenbahnzug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19622812A1 (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3339675A (en) * | 1966-07-28 | 1967-09-05 | Sidney H Bingham | Railroad track with braking surfaces for high speed trains |
| DE2146801B2 (de) * | 1970-09-24 | 1979-02-22 | Gewerkschaft Eisenhuette Westfalia, 4670 Luenen | Bremseinrichtung für Schienenfahrzeuge mit zwei an gegenüberliegenden Schienenflanschen anliegenden Bremsbacken |
| DE3118338A1 (de) * | 1980-05-09 | 1982-06-09 | Becorit (G.B.) Ltd., Ilkeston, Derbyshire | "schienenfahrzeug" |
| DE3810579A1 (de) * | 1988-03-29 | 1989-07-13 | Scharf Gmbh Maschf | Spurkranzgefuehrte transportbahn |
-
1996
- 1996-06-07 DE DE1996122812 patent/DE19622812A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3339675A (en) * | 1966-07-28 | 1967-09-05 | Sidney H Bingham | Railroad track with braking surfaces for high speed trains |
| DE2146801B2 (de) * | 1970-09-24 | 1979-02-22 | Gewerkschaft Eisenhuette Westfalia, 4670 Luenen | Bremseinrichtung für Schienenfahrzeuge mit zwei an gegenüberliegenden Schienenflanschen anliegenden Bremsbacken |
| DE3118338A1 (de) * | 1980-05-09 | 1982-06-09 | Becorit (G.B.) Ltd., Ilkeston, Derbyshire | "schienenfahrzeug" |
| DE3810579A1 (de) * | 1988-03-29 | 1989-07-13 | Scharf Gmbh Maschf | Spurkranzgefuehrte transportbahn |
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