DE2146801B2 - Bremseinrichtung für Schienenfahrzeuge mit zwei an gegenüberliegenden Schienenflanschen anliegenden Bremsbacken - Google Patents
Bremseinrichtung für Schienenfahrzeuge mit zwei an gegenüberliegenden Schienenflanschen anliegenden BremsbackenInfo
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- B61—RAILWAYS
- B61K—AUXILIARY EQUIPMENT SPECIALLY ADAPTED FOR RAILWAYS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B61K7/00—Railway stops fixed to permanent way; Track brakes or retarding apparatus fixed to permanent way; Sand tracks or the like
- B61K7/02—Track brakes or retarding apparatus
- B61K7/04—Track brakes or retarding apparatus with clamping action
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Description
Die Erfindung betrifft eine Bremseinrichtung für Schienenfahrzeuge mit zwei Bremsbacken, die in ihrer
gelüfteten Lage in geringem Abstand von gegenüberliegenden Seiten eines seitlichen Schienenflansches liegen,
und mit einer Zylinder-Betätigungseinrichtung zum gegenläufigen Bewegen der Bremsbacken beim Bremsanlegen
an den Schienenflansch.
Eine derartige Bremseinrichtung ist durch die GB-PS 04 041 bekannt.
In Bergwerken zu verwendende Fahrzeuge müssen eine kompakte Größe und Form aufweisen, was dazu
geführt hat, daß Bremseinrichtungen für diesen speziellen Fahrzeugtyp entwickelt werden.
Bei der durch die GB-PS 12 04 041 bekannten Bremseinrichtung haben die Bremsbacken beim Anlegen
der Bremse eine gegenläufige Bewegungsrichtung, jedoch sind die zugeordneten Zylinder fest im
Fahrgestell des entsprechend ausgerüsteten Schienenfahrzeuges gelagert, damit die Bremsbacken gegen die
Unterseite bzw. Oberseite eines horizontalen Flansches im Querschnitt U-förmige Schienen gelegt werden. Eine
derartige Bremseinrichtung benötigt viel Energie und ist besonders dann praktisch, wenn das entsprechend
ausgerüstete Fahrzeug schwer ist, weil die zwischen den Zylindern und den Bremsbacken auftretenden Kräfte
über die Zylinder voll auf den Fahrgestellrahmen übertragen werden.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine einfache und sichere Bremsvorrichtung der eingangs
erwähnten Art zu schaffen, mit welcher es möglich ist,
bi das Fahrzeug abzubremsen, ohne daß die zwischen den
Zylindern der Bremsbacken auftretenden Kräfte vom Fahrgestellrahmen aufgenommen werden müssen, und
welche mit einer minimalen Anzahl von Arbeitszylindern wirkungsvoll arbeiten kann.
Als Lösung dieser Aufgabe ist gemäß der Erfindung vorgesehen, daß die Zylinder-Betätigungseinrichtung
aus zwei relativ zueinander bewegbaren, m'r jeweils einer der Bremsbacken verbundenen Teilen besteht,
wobei diese beiden relativ zueinander bewegbaren Teile gegenüber dem Fahrzeugrahmen oder dem Fahrzeug-Drehgestell
bewegbar gelagert sind.
Bei einer derartigen Bauweise führt ein Betätigen der Arbeitszylinder dazu, daß jeweils einer der beiden
relativ zueinander bewegbaren Teile und die mit diesem verbundene Bremsbacke zunächst in Kontakt mit dem
Flansch der Schiene gelangt, woraufhin der andere Teil des Zylinders und die diesem zugeordnete Bremsbacke
ebenfalls in Kontakt mit der Schiene bewegt wird. Da beide gegeneinander bewegbaren Teile des Zylinders
gegenüber dem Rahmen oder Drehgestell bewegt werden können, müssen nur verhältnismäßig leichte
Teile verschoben werden. Da die Bremsbacken von den relativ zueinander bewegbaren Teilen desselben Zylinders
verschoben werden, können die zwei zusammenwirkenden Bremsbacken von einer einzigen Zylindereinheit
verstellt oder betätigt werden, obwohl es gemäß der Erfindung vorgezogen wird, zwei Zylindereinheiten
jedem Bremsbackenpaar zuzuordnen (Patentanspruch 2)-
Eine besonders zweckmäßige Anordnung wird erzielt, wenn die Bremsbacken bei unter Druck
stehenden Arbeitszylindern in ihrer gelüfteten Lage gehalten werden. Die Zylinderanordnung ist dann so
ausgeführt, daß seine relativ zueinander bewegbaren Teile zusammen bewegt werden, wobei eine der
Bremsbacken gegen den Flansch geschoben wird, wenn die andere, an den Kolbenstangen befestigte Bremsbakke
durch Entlüften des Zylinders mit dem Flansch bereits in Kontakt gekommen ist. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung ist die Zylinder-Betätigungseinrichtung über eine Druckfeder
gegenüber dem Fahrzeugrahmen oder dem Fahrzeug-Drehgestell abgestützt. Die Lage der Betätigungseinrichtung
ist mit Hilfe von Einstelleinrichtungen im Bereich der Druckfeder änderbar.
Der Gegenstand nach der Erfindung ist sowohl für Fahrzeuge, die auf am Boden verlegten Schienen, als
auch für Fahrzeuge, die an an der Decke oder über dem Boden angeordneten Schienen hängend laufen, geeignet.
Dies gilt auch sowohl für Einschienen- als auch für Viehrschienenfahrzeuge.
Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Stirnansicht eines
Bremsdrehgestells und
Fig.2 eine teilweise geschnittene Seitenansicht des
Drehgestells aus F i g. 1 in vergrößerter Darstellung.
Ein Schienenstrang für unter Tage verwendete Fahrzeuge weist zwei im Abstand voneinander verlaufende
Schienen R auf. Jede Schiene besteht aus U-Profil, dessen Steg W senkrecht und dessen nach außen
zeigende Flansche F horizontal liegen. Ein auf diesem Schienenstrang verfahrbares Fahrzeug ist auf Drehgestellen
abgestützt, von denen jedes einen Rahmen 1, die Last aufnehmende Laufräder 12 und Hilfsräder 3
enthält. Die Laufräder 12 laufen auf den horizontalen
Flanschen Fund drehen sich um horizontale Achsen,
während die Hilfsruder 3 um senkrechte Achsen drehbar gelagert sind. Die Hilfsräder 3 liegen normalerweise
im Abstand von den Schienen R zwischen diesen, jedoch können diese Hilfsräder mit den Stegen W der
Schienen R in Kontakt kommen und auf diesen abrollen, um das Fahrzeug, beispielsweise in Kurven, auf dem
Schienenstrang zu halten.
An jeder Seite wenigstens eines Drehgestelles des Fahrzeuges ist eine Bremseinrichtung B befestigt Die
übrigen Teile des Drehgestelles sind allgemeine Bauteile für das Drehgestell und zum Abstützen des Fahrzeuges
auf dem Drehgestell bestimmt, d. h. sie betreffen nicht
die vorliegende Erfindung.
Wie an der linken Seite von F i g. I zu erkennen ist, enthält die Bremseinrichtung B zwei im Abstand
voneinander befestigte Halteplatten 32 und 33, von denen jede eine Ausspannung hat, in die jeweils eine
Bremsbacke 34 bzw. 35 eingesetzt ist. Die Halteplatten 32 und 33 halten die Bremsbacken 34 und 35 derart, daß
dieselben normalerweise im geringen Abstand von der Unterseite bzw. Oberseite des Flansches F der
betreffenden Schiene R liegen. Da die Unterseite des Flansches F zur Horizontalen geneigt verläuft, ist die
untere Bremsbacke 34 so an der entsprechenden Halteplatte 32 gelagert, daß ihre oben liegende
Arbeitsfläche ähnlich geneigt verläuft.
Die Halteplatte 32 ist an zwei Stangen 36 befestigt,
die Teil einer Betätigungseinrichtung sind, die die Halteplatte 32 anhebt, wenn die Bremse eingerückt
werden soll. Die zweite Halteplatte 33 ist starr mit einer Zylinderanordnung 37 verbunden, die den übrigen Teil
der Betätigungseinrichtung bildet. Die Zylinderanordnung 37 ist bewegbar am Drehgestell gelagert, so daß
sie sich nach unten bewegen kann, damit die an der oberen Halteplatte 33 befestigte Bremsbacke 35 mit der
Oberseite des Flansches Fin Kontakt kommen kann.
Der Oberteil der Zylinderanordnung 37 enthält zwei Zylinder 38. Die beiden Stangen 36 sind Kolbenstangen
von in den Zylindern 38 untergebrachten Kolben 39. Auf jeder Kolbenstange 36 ist eine Bremsfeder 40 in Form
eines Stapels von Scheibenfedern gelagert, wobei sich das untere Ende dieser Bremsfeder 40 gegen die obere
Halteplatte 33 und das obere Ende gegen einen Bund 41 des Kolbens bzw. der Kolbenstange über eine Hülse 42
abstützt.
Zwischen den Halteplatten 32 und 33 ist ein Dichtungsring 50 angeordnet, der verhindert, daß
Kohlestückchen, Steine oder andere Verunreinigungen zwischen die Halteplatten 32 und 33 gelangen und deren
Bewegungen beeinträchtigen oder ganz verhindern können.
Von dem die Bremseinrichtung B aufnehmenden Gehäuse steht an beiden Enden ein Auge 44 in Form
eines Ansatzes vor, durch welches der Schaft einer Schraube 45 hindurchragt, der an diesem Auge mit Hilfe
von Muttern 46 befestigt ist. Auf der Schraube 45 ist eine Druckfeder 47 gelagert, deren Enden sich gegen
Widerlager 48 abstützen. Die Druckfeder 47 einschließlich der Widerlager 48 sind in einem Gehäuse 2
untergebracht, das am oberen Ende einen Deckel 49
ίο aufweist, der die Bewegbarkeit der Widerlager 48
begrenzt. Das Gehäuse 2 ist starr mit dem Rahmen des Drehgestells verbunden, während die Zylinderanordnung
37 senkrecht gegenüber dem Drehgestellrahmen verschiebbar ist, wobei die Bewegungen der Zylinderan-Ordnung
37 in beiden Richtungen durch die Druckfedern
47 beeinflußt werden. Die Lage der Zylinderanordnung
37 und der Betätigungseinrichtung sind gegenüber dem Drehgestellrahmen durch Verstellen der Muttern 46
einstellbar, so daß der Abstand zwischen den Bremsbakken 34 und 35 und dem Flansch Fand·; bar ist.
jeder Zylinder 38 steht über eine Durchgangsöffnung
43 mit einer mit Hilfe von Druckmittel betätigten Bremssteuervorrichtung in Verbindung, wobei die
Bremsen ausgerückt sind, wenn das Steuersystem unter Druck s'eht. Dann drückt nämlich das in den Zylindern
38 befindliche Druckmittel die Kolben 39 in die in der Zeichnung dargestellte Lage nach unten, so daß die
Halteplatte 32 die Bremsbacke 34 im Abstand von der Unterseite des Flansches Fhält. Die Hdteplatte 33 hält
ίο dann ebenfalls die Bremsbacke 35 im Abstand von der
Oberseite des Flansches F, so daß die Bremseinrichtung gelüftet ist.
Wenn der Arbeitsdruck in der Bremseinrichtung aufgehoben wird und dementsprechend die Zylinder 38
!■"> gelüftet werden, und zwar absichtlich oder durch einen
Fehler aufgrund eines Leitungsbruches od. dgl., wird zunächst eine Bewegung der Zylinderanordnung 37
nach unten von den Druckfedern 47 gehemmt. Daher bewegt sich jeder Kolben 39 aufgrund der ihm
■ίο zugeordneten Bremsfeder 40 nach oben und bringt
dab.i die Bremsbacke 34 in Kontakt mit der Unterseitd
des Flansches F. Wenn durch Anlegen der Bremsbacke 34 an die Unterseite des Flansches F eine weitere
Aufwärtsbewegung des Kolbens 39 und damit der
i> Bremsbacke 34 verhindert wird, bewegt sich nunmehr
die Zylinderanordnung 37 nach unten, bis die Bremsbakke 35 mit der Oberseite des Flansches F in Kontakt
kommt. Diese Bewegung findet unter Überwinden der gegen das obere Widerlager 48 wirkenden Druckkraft
Vi der Druckfedern 47 statt, so daß das obere Widerlager
48 zusammen mit der Schraube 45 und den Augen 44 nach unten bewegt werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Bremseinrichtung für Schienenfahrzeuge mit zwei Bremsbacken, die in ihrer gelüfteten Lage in
geringem Abstand von gegenüberliegenden Seiten eines seitlichen Schienenflansches liegen, und mit
einer Zylinder-Betätigungseinrichtung zum gegenläufigen Bewegen der Bremsbacken beim Bremsenanlegen
an den Schienenflansch, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinder-Betätigungseinrichtung
(37) aus zwei relativ zueinander bewegbaren, mit jeweils einer der Bremsbacken (34 bzw.
35) verbundenen Teilen (36 und 38) besteht, wobei diese beiden relativ zueinander bewegbaren Teile
gegenüber dem Fahrzeugrahmen (1) oder dem Fahrzeug-Drehgestell bewegbar gelagert sind.
2. Bremseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Bremsbackenpaar (34,
35) zwei Arbeitszylinder (38) zugeordnet sind.
3. BremsiinrichtuKg nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsbacken (34 und 35) bei unter Druck stehenden Arbeitszylindern
(38) in ihrer gelüfteten Lage gehalten werden.
4. Bremseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinder-Be- 2ä
tätigungseinrichtung (37) über eine Druckfeder (47) gegenüber dem Fahrzeugrahmen oder dem Fahrzeugdrehgestell
abgestützt ist
5. Bremseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage der J0
Zylinderanoronung (37) und damit der Bremsbacken (34 und 35) gegenüber dem F: ,nsch (F) der Schiene
(R) mit Hilfe einer Stelleinrichtung (44, 45, 46) einstellbar ist
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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- 1971-09-23 ES ES395364A patent/ES395364A1/es not_active Expired
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| DE19622812A1 (de) * | 1996-06-07 | 1997-12-11 | Frank Zurheide | Bremse für einen Eisenbahnzug |
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| ES395364A1 (es) | 1973-11-16 |
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Legal Events
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| OD | Request for examination | ||
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: GEWERKSCHAFT EISENHUETTE WESTFALIA GMBH, 4670 LUEN |
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| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |