Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Kraftfahrzeug-
Haubenschloßvorrichtungen, und insbesondere Kraftfahrzeug-
Haubenschloßvorrichtungen jener Art, welche einen kraftbetä
tigten Entriegelungsmechanismus aufweisen, durch welchen der
verriegelte Zustand der Schloßvorrichtung mit Hilfe elektri
scher Energie aufgehoben werden kann.
Um die Funktion der vorliegenden Erfindung zu verdeutlichen
werden nachstehend kurz zwei konventionelle Kraftfahrzeug-
Haubenschloßvorrichtungen der voranstehend geschilderten Art
erläutert.
Eine Haubenschloßvorrichtung stellt die in der ersten pro
visorischen Veröffentlichung 59-65165 eines japanischen
Gebrauchsmusters dargestellte Vorrichtung dar. Diese Hauben
schloßvorrichtung ist in einer Haube für den Kofferraum ei
nes Kraftfahrzeugs eingebaut und weist eine Schließplatte
auf, die ein Schließteil verriegelt, wenn eine Verriegelungs
position eingenommen wird, eine Schloßplatte, welche die
Schließplatte in der Verriegelungsposition verriegelt, wenn
eine Verriegelungsposition eingenommen wird, und einen elek
tromagnetisch betätigten Tauchkern, der bei Energieversorgung
die Schloßplatte aus der Verriegelungsposition herauszieht,
um das Schließteil von der Schließplatte freizugeben. Bei
Energieversorgung des elektromagnetischen Tauchkerns kann da
her die Kofferraumhaube von Hand geöffnet werden.
Die andere Haubenschloßvorrichtung ist jene Vorrichtung, wel
che in der ersten provisorischen Veröffentlichung 57-6072 ei
nes japanischen Patents geschildert wird. Auch diese Hauben
schloßvorrichtung ist für eine Kraftfahrzeug-Kofferraumhaube
vorgesehen und weist im wesentlichen eine Schließplatte auf,
die ein Schließteil verriegelt, wenn eine Verriegelungsposi
tion eingenommen wird, eine Schloßplatte, welche die Schließ
platte in der Verriegelungsposition beim Einnehmen einer Ver
riegelungsposition verriegelt, und einen elektromagnetisch
betätigten Tauchkern, der unter Energieversorgung die Schloß
platte aus der Verriegelungsposition entfernt, um das Schließ
teil von der Schließplatte freizugeben. Die Haubenschloßvor
richtung weist weiterhin einen sogenannten Diebstahlsverhin
derungsmechanismus auf, der so ausgebildet ist, daß er bei
Betätigung eine Treiberschaltung des elektromagnetischen
Tauchkerns öffnet. Im wesentlichen weist der Mechanismus ei
nen auf der Kofferraumhaube angebrachten Schlüsselzylinder
auf, eine innerhalb der Kofferraumhaube angebrachte Stange,
die mit dem Schlüsselzylinder drehbar ist, einen Betätigungs
hebel, der durch die Stange verschwenkt werden kann, und ein
Schaltteil zum Öffnen der Treiberschaltung des elektromagne
tischen Tauchkerns bei Betätigung durch den Betätigungshebel.
Wenn daher der Schlüsselzylinder von außerhalb des Kraftfahr
zeugs durch einen Schlüssel gedreht wird, betätigt der Betä
tigungshebel das Schaltteil, so daß die Treiberschaltung ge
öffnet wird. In diesem Zustand kann der verriegelte Zustand
der Kofferraumhaube nicht aufgehoben werden, selbst wenn ein
Haubenöffnungsschalter, der innerhalb des Kraftfahrzeugs vor
gesehen ist, von einem Dieb betätigt wird, der illegal in das
Kraftfahrzeug hineingelangt ist.
Infolge ihres Aufbaus weisen jedoch die beiden voranstehend
geschilderten, konventionellen Haubenschloßvorrichtungen fol
gende Nachteile auf.
Bei der in der Veröffentlichung 59-65165 geschilderten Schloß
vorrichtung ist nämlich der Tauchkern vorwärts in Bewegungs
richtung der Schloßplatte angeordnet und so aufgebaut, daß er
die Schloßplatte wegzieht, wenn das Lösen des Schließteils von
der Schließplatte durchgeführt wird. Daher wird die Schloßvor
richtung voluminös, genauer gesagt nehmen die Abmessungen der
Schloßvorrichtung in Bewegungsrichtung der Schloßplatte zu.
Bei der Schloßvorrichtung gemäß Veröffentlichung 57-6072 ist
es zur Betätigung des Diebstahlsverhinderungsmechanismus er
forderlich, mit einem Schlüssel von der Außenseite des Kraft
fahrzeugs aus zu arbeiten, was allerdings die Möglichkeit
vergrößert, den Schlüssel zu verlieren. Darüber hinaus kann
der Zustand des Diebstahlsverhinderungsmechanismus nicht von
außerhalb des Fahrzeugs festgestellt werden, selbst wenn die
Kofferraumhaube geöffnet ist, was die Verläßlichkeit der Dieb
stahlsverhinderungsoperation des Mechanismus beeinträchtigt.
Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht daher in der
Bereitstellung einer Kraftfahrzeug-Haubenschloßvorrichtung der
voranstehend genannten Art, welche unter Berücksichtigung der
bei den voranstehend geschilderten, konventionellen Hauben
schloßvorrichtungen auftretenden Nachteile aufgebaut ist.
Gemäß einer ersten Zielrichtung der vorliegenden Erfindung
wird eine Kraftfahrzeug-Haubenschloßvorrichtung zur Verfügung
gestellt, welche ein Schloß mit einer Schließplatte und ei
ner Schloßplatte aufweist, wobei die Schloßplatte verschwenk
bar zwischen einer Verriegelungsposition zum Verriegeln der
Schließplatte und einer entriegelten Position zum Freigeben
der Schließplatte ausgebildet ist; und einen kraftbetätigten
Entriegelungsmechanismus zum Verschwenken der Schloßplatte
in die entriegelte Position mit Hilfe elektrischer Energie,
wobei der kraftbetätigte Entriegelungsmechanismus einen Elek
tromotor aufweist; eine so an eine Ausgangswelle des Motors
angeschlossene Schnecke, daß sie sich mit dieser dreht; ein
Schneckenrad, das im Betrieb im Eingriff mit der Schnecke
steht, und einen Lösehebel, der zwischen der Schloßplatte
und dem Schneckenrad angeordnet ist, um die Schloßplatte aus
der Verriegelungsposition in die entriegelte Position zu ver
schwenken, wenn das Schneckenrad in einer bestimmten Rich
tung gedreht wird, wobei der Lösehebel, die Schloßplatte und
das Schneckenrad so angeordnet sind, daß bei Drehung des
Schneckenrades in der bestimmten Richtung das Schneckenrad
den Lösehebel zur Schloßplatte hin drückt.
Gemäß einer zweiten Zielrichtung der vorliegenden Erfindung
wird ein Haubenschloßsystem zur Verwendung in einem Kraft
fahrzeug zur Verfügung gestellt. Das Haubenschloßsystem weist
ein der Kofferraumhaube zugeordnetes Schloß auf, welches bei
Betätigung die Kofferraumhaube in geschlossener Position ver
riegeln kann, wobei das Schloß eine Schließplatte und eine
Schloßplatte aufweist, die Schloßplatte zwischen einer Ver
riegelungsposition zum Verriegeln der Schließplatte und einer
entriegelten Position zum Freigeben der Schließplatte ver
schwenkbar ist; einen an dem Schloß angebrachten, kraftbetä
tigten Entriegelungsmechanismus zum Verschwenken der Schloß
platte in die entriegelte Position mit Hilfe elektrischer
Energie, wobei der kraftbetätigte Entriegelungsmechanismus
einen Elektromotor aufweist, eine an eine Ausgangswelle des
Motors angeschlossene Schnecke, ein im Betrieb mit der
Schnecke im Eingriff stehendes Schneckenrad und einen Löse
hebel, der zwischen der Schloßplatte und dem Schneckenrad
so angeordnet ist, daß er die Schloßplatte aus der Verriege
lungsposition in die entriegelte Position verschwenkt, wenn
das Schneckenrad in einer bestimmten Richtung gedreht wird;
eine Treiberschaltung zur Energieversorgung des Motors, so
daß hierdurch das Schneckenrad in der bestimmten Richtung ge
dreht wird, wenn ein Anschluß an eine Stromversorgungsquelle
hergestellt wird; einen in dem Kraftfahrzeug angebrachten
Haubenöffnungsschalter, welcher bei Betätigung die Treiber
schaltung und die Stromversorgungsquelle miteinander verbin
det; und eine Aufhebungsschaltervorrichtung, die an dem kraft
betätigten Entriegelungsmechanismus vorgesehen ist, um den
Haubenöffnungsschalter außer Funktion zu setzen, wenn er be
tätigt wird.
Gemäß einer dritten Zielrichtung der vorliegenden Erfindung
wird ein Haubenschloßsystem zur Verwendung in einem Kraft
fahrzeug zur Verfügung gestellt, welches einen Passagierraum
und einen Kofferraum aufweist, der mit einem schwenkbar ange
lenkten Kofferraumdeckel versehen ist. Das Haubenschloßsystem
weist eine Haubenschloßvorrichtung zum Verschließen der Kof
ferraumhaube in der geschlossenen Position auf; eine Hauben
entriegelungsvorrichtung zur Aufhebung des verschlossenen
Zustands der Kofferraumhaube bei elektrischer Betätigung;
einen in dem Passagierraum angebrachten Haubenöffnungsschal
ter, der bei Betätigung elektrisch die Haubenentriegelungs
vorrichtung betätigt; und einen Aufhebungsschalter, der an
das Kraftfahrzeug in einer Position angeschlossen ist, die
nicht zugänglich ist, wenn sich die Kofferraumhaube in der
geschlossenen Position befindet, wobei der Aufhebungsschal
ter bei Betätigung den Haubenöffnungsschalter daran hindert,
elektrisch die Haubenentriegelungsvorrichtung zu betätigen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand zeichnerisch dargestell
ter Ausführungsbeispiele näher erläutert, aus welchen weitere
Vorteile und Merkmale hervorgehen. Es zeigt:
Fig. 1 eine Rückansicht eines kraftbetätigten Entriege
lungsmechanismus, der in einer Kraftfahrzeug-
Haubenschloßvorrichtung gemäß einer ersten Aus
führungsform der vorliegenden Erfindung vorge
sehen ist;
Fig. 2 eine Rückansicht eines Personenkraftfahrzeugs,
bei welchem die Haubenschloßvorrichtung gemäß der
ersten Ausführungsform eingesetzt wird;
Fig. 3 eine Vorderansicht der Haubenschloßvorrichtung
gemäß der ersten Ausführungsform, wobei einige
Teile weggelassen sind;
Fig. 4 eine Schnittansicht entlang der Linie IV-IV von
Fig. 1;
Fig. 5 eine Schnittansicht entlang der Linie V-V von
Fig. 1;
Fig. 6 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 3, wobei jedoch
eine Aufhebungsschaltervorrichtung (oder Dieb
stahlsverhinderungsvorrichtung) auf der Hauben
schloßvorrichtung angebracht ist;
Fig. 7 eine Ansicht der Aufhebungsschaltervorrichtung
in Explosionsdarstellung;
Fig. 8 eine Schnittansicht entlang der Linie VIII-VIII
von Fig. 6, wobei der Zustand "Aufhebung einge
schaltet" der Aufhebungsschaltervorrichtung ein
gestellt ist;
Fig. 9 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 8, wobei jedoch der
Zustand "Aufhebung ausgeschaltet" der Aufhebungs
schaltervorrichtung eingestellt ist;
Fig. 10 eine Vorderansicht einer Haubenschloßvorrichtung
gemäß der ersten Ausführungsform, wobei einige
Teile dort weggelassen sind
Fig. 11 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 10, wobei jedoch
eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Er
findung dargestellt ist, bei welcher eine Auf
hebungsschaltervorrichtung verwendet wird;
Fig. 12 eine Schnittansicht des Aufhebungsschalters gemäß
der zweiten Ausführungsform, wobei der Zustand
"Aufhebung ausgeschaltet" der Aufhebungsschalter
vorrichtung gezeigt ist; und
Fig. 13 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 12, wobei jedoch
der Zustand "Aufhebung eingeschaltet" der Auf
hebungsschaltervorrichtung gezeigt ist.
In den Fig. 1 bis 10 der Zeichnungen ist eine Kraftfahrzeug-
Haubenschloßvorrichtung 10A gemäß einer ersten Ausführungs
form der vorliegenden Erfindung dargestellt.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, ist die Haubenschloßvorrichtung
10A auf einer schwenkbaren hinteren Kofferraumhaube 102 eines
Personenkraftfahrzeugs 100 angeordnet, um die Haube 102 an
einem hinteren Kofferraum des Fahrzeugs 100 zu verschließen
oder zu verriegeln. Zur Durchführung des Verriegelungsvor
gangs ist ein (nicht gezeigtes) Schließteil am hinteren Ab
schnitt des Fahrzeugs 100 angebracht. Wie nachstehend noch
genauer erläutert wird, ist für die Haubenschloßvorrichtung
10A ein kraftbetätigter Entriegelungsmechanismus 50 vorge
sehen, der den verriegelten Zustand der Schloßvorrichtung 10A
aufhebt, wenn ein Haubenöffnungsschalter 40 betätigt wird,
der in dem Fahrzeug 100 angebracht ist.
Wie aus Fig. 3 hervorgeht, weist die Haubenschloßvorrichtung
10A im wesentlichen ein Schloß 12 und den kraftbetätigten
Entriegelungsmechanismus 50 auf.
Das Schloß 12 weist eine Basisplatte 13 auf, die an der Kof
ferraumhaube 102 angebracht ist. Die Basisplatte 13 ist mit
einer Schließteilaufnahmeausnehmung 13a versehen, in welche
das Schließteil beim Schließen der Kofferraumhaube 102 ein
führbar ist. Eine Schließplatte 14 und eine Schloßplatte 15
sind schwenkbar über einen Stift 14a bzw. 15a an der Basis
platte 13 angelenkt. Diese beiden Platten 14 und 15 sind in
gegenüberliegenden Positionen in bezug auf die Schließteil
aufnahmeausnehmung 13a angeordnet, wie aus der Zeichnung her
vorgeht. Die Schließplatte 14 ist verschwenkbar zwischen
einer Verriegelungsposition zum Verriegeln des Schließteils
und einer Entriegelungsposition zur Freigabe des Schließ
teils, wogegen die Schloßplatte 15 schwenkbar zwischen einer
Verriegelungsposition zum Verriegeln der Schließplatte 14 in
der Verriegelungsposition und einer Entriegelungsposition
ist, um die Schließplatte 14 freizugeben.
Wie aus Fig. 10 hervorgeht, verläuft eine Schraubenfeder
106 zwischen der Schließplatte 14 und der Schloßplatte 15.
Infolge der durch die Feder 106 erzeugten Vorspannkraft wird
die Schließplatte 14 so vorgespannt, daß sie in die Entriege
lungsposition verschwenkt wird, und wird die Schloßplatte 15
so vorgespannt, daß sie in Richtung auf die Verriegelungs
position verschwenkt wird.
Das Schloß 12 weist einen ersten und einen zweiten Anschlag
16 bzw. 18 auf, gegen welche ein nach oben verlaufender Teil
der Schloßplatte 15 anstößt, bei einer Verschwenkung im
Gegenuhrzeigersinn in Fig. 3, also in Richtung auf die Ver
riegelungsposition hin. Der zweite Anschlag 18 ist mit einem
Stoßdämpfer 20 aus Gummimaterial versehen. Bevor sie in die
Verriegelungsposition gelangt, wird die Schloßplatte 15 in
Anlage an den Stoßdämpfer 20 gebracht. Bei einer Verschwen
kung auf die Verriegelungsposition hin stößt daher das sich
nach oben erstreckende Teil der Schloßplatte 15 an den Stoß
dämpfer 20 an, und schlägt dann an den ersten Anschlag 16 an.
Daher wird eine zu starke Verschwenkung im Gegenuhrzeiger
sinn der Schloßplatte 15 sanft an den Verriegelungspositio
nen abgefangen, ohne daß Geräusche erzeugt werden.
Das Schloß 12 ist mit einem schwenkbaren Aufhebungsarm 22
versehen, der einen unteren Teil aufweist, der im Betrieb im
Eingriff mit dem nach oben verlaufenden Teil der Schloßplat
te 15 steht. Obwohl dies in den Zeichnungen nicht dargestellt
ist, verläuft ein Gelenkmechanismus von dem Aufhebungsarm 22
zu einem Schlüsselzylinder 104 (siehe Fig. 2), der auf der
Kofferraumhaube 102 angeordnet ist. Wenn daher der Schlüssel
zylinder 104 in einer bestimmten Richtung durch einen Schlüs
sel von außerhalb des Fahrzeugs aus gedreht wird, zwingt der
Aufhebungsarm 22 die Schloßplatte 15 dazu, aus der Verriege
lungsposition in Richtung zur Entriegelungsposition zu ver
schwenken, gegen die auf sie ausgeübte Vorspannkraft.
Wie aus den Fig. 3 und 6 hervorgeht, ist der kraftbetätigte
Entriegelungsmechanismus 15 an einem oberen Abschnitt des
Schlosses 12 angebracht. Wie nachstehend noch genauer erläu
tert wird, arbeitet der kraftbetätigte Entriegelungsmechanis
mus 50 so, daß er die Schloßplatte 15 aus der verriegelten
Position in die entriegelte Position verschwenkt, wenn der
Haubenöffnungsschalter 40 betätigt wird.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, weist der kraftbetriebene Entrie
gelungsmechanismus 50 ein Gehäuse 52 und einen auf dem Ge
häuse 52 angebrachten Elektromotor 54 auf. Eine Schnecke 56
ist so auf einer Ausgangswelle des Motors 54 angeordnet,
daß sie sich zusammen mit dieser dreht, und steht im Betrieb
in Eingriff mit einem Schneckenrad 58. Ein Lösehebel 60 ist
schwenkbar an einem Ende des Schneckenrades 58 angelenkt.
Wenn der Motor 54 mit Strom versorgt wird, so daß er die
Schnecke 56 und daher das Schneckenrad 58 in der einen oder
anderen Richtung dreht, verschwenkt sich der Lösehebel 60
in der Zeichnung nach rechts oder links.
Ein Ende 60a des Lösehebels 60 ist schwenkbar mit einem Um
fangsabschnitt des Schneckenrades 58 verbunden, und das ande
re Ende 60b des Lösehebels 60 ist gabelförmig ausgebildet.
Das gabelförmige Ende 60b liegt an einem gebogenen Kopf des
sich nach oben erstreckenden Teils der Schloßplatte 15 an,
über einen nachstehend noch genauer erläuterten Führungsmecha
nismus 70, so daß dann, wenn der Lösehebel 60 in Fig. 1 nach
links bewegt wird (also in Fig. 3 nach rechts), die Schloß
platte 15 (siehe Fig. 3) aus der Verriegelungsposition in
die Entriegelungsposition gegen die Vorspannkraft verschwenkt
wird. Befindet sich der Lösehebel 60 in seiner in Fig. 1 ge
zeigten Position, in welcher er nicht im Betrieb ist, so
liegt das verschwenkte Ende 60a des Hebels 60 an der rechten
Seite eines Drehzentrums "0" des Schneckenrades 58. Obwohl
dies in den Zeichnungen nicht dargestellt ist, ist eine be
kannte Treiberschaltung zum Antrieb des Motors 54 vorgesehen.
Wenn daher bei geschlossen gehaltener Treiberschaltung der
Haubenöffnungsschalter 40 in dem Kraftfahrzeug betätigt wird,
wird der Motor 54 mit Strom versorgt, so daß er den Lösehebel
60 in Fig. 1 nach links bewegt, also in jene Richtung, in
welcher die Schloßplatte 50 von der verriegelten Position in
die entriegelte Position verschwenkt wird.
Wie aus den Fig. 1 und 4 hervorgeht, weist der Führungsmecha
nismus eine Führungsanordnung 72 auf, die durch das Gehäuse
52 des kraftbetätigten Entriegelungsmechanismus 50 gebildet
wird. Die Führungsanordnung 72 dient dazu, das gabelförmige
Ende 60b des Lösehebels 60 zu führen.
Die Führungsanordnung 72 ist mit einer in Querrichtung ver
laufenden Nut 74 versehen, die durch eine obere und eine un
tere Wand 76 bzw. 78 gebildet wird, zur gleitbeweglichen Auf
nahme des gabelförmigen Endes 60b des Lösehebels 60 in der
Nut. Die obere und untere Wand 76 bzw. 78 ist jeweils mit
einem Flansch 76a bzw. 78a versehen, wobei die Flansche zu
einander hin verlaufen, wobei ein in Querrichtung angeordne
tes Fenster 80 verbleibt, durch welches das gabelförmige Ende
60b von außen teilweise sichtbar ist. Innerhalb der in Quer
richtung verlaufenden Nut 74 sind parallel zueinander zwei
Rippen 82 und 84 vorgesehen, die jeweils eine Oberseite auf
weisen, an welche das gabelförmige Ende 60b gleitbeweglich
anstößt.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, ist jeder Flansch 76a oder 78a
der oberen oder unteren Wand 76 bzw. 78 mit einem Schlitz
76b oder 78b versehen. Infolge dieses Schlitzes 76b oder 78b
weist ein Endabschnitt 76c oder 78c der Wand 76 oder 78 eine
geringere Steifigkeit auf als der übrige Teil der Wand 76
oder 78. Daher ist der Endabschnitt 76c oder 78c flexibler
ausgebildet als der übrige Abschnitt.
In Fig. 1 ist eine Rückführfeder (nicht dargestellt) dem
Schneckenrad 58 zugeordnet vorgesehen, um dieses in Rück
wärtsrichtung vorzuspannen. Wenn infolge einer Betätigung
einer nachstehend noch genauer erläuterten Aufhebungsschal
tervorrichtung 90 (oder Diebstahlsverhinderungsvorrichtung)
die Treiberschaltung geöffnet wird, zwingt die Rückführfeder
das Schneckenrad 58 zu einer Drehung in Rückwärtsrichtung.
Statt der Rückführfeder kann auch, falls dies gewünscht ist,
ein Zeitgeber vorgesehen werden. In diesem Fall wird nach
Ablauf einer eingestellten Zeit der Motor 54 dazu gezwungen,
sich in Gegenrichtung zu drehen. Darüber hinaus kann, falls
gewünscht, ein Verriegelungssensor verwendet werden, und in
diesem Fall wird nach Feststellung der Tatsache, daß die
Schließplatte 14 von der Schloßplatte 15 freigegeben wird,
der Motor 54 zur Drehung in Gegenrichtung gezwungen.
Wie aus den Fig. 1 und 5 hervorgeht, ist das andere Ende 60a
des Lösehebels 60 mit einer Öffnung 60c versehen, in welcher
ein Drehzapfen 58a, der einstückig mit dem Schneckenrad 58
ausgebildet ist, drehbeweglich aufgenommen ist. Der Schwenk
zapfen 58a weist eine elastisch verformbare Zunge 58b auf.
Nach Einführen des Schwenkzapfens 58a in die Öffnung 60c wird
die Zunge 58b federelastisch verformt, um die Einführung zu
ermöglichen, und nach erfolgter Einführung kehrt die Zunge
58b federelastisch in ihren unbelasteten Zustand zurück, und
verhindert so, daß der Zapfen 58a wieder aus der Öffnung 60c
herausgelangt. Der Eingriff zwischen dem Zapfen 58a und der
Öffnung 60c kann daher durch einfaches sogenanntes Einklipp
sen erfolgen.
Wie aus Fig. 6 hervorgeht, ist eine Aufhebungsschaltervor
richtung 90 (oder Diebstahlsverhinderungsvorrichtung) zusätz
lich auf dem Gehäuse 52 des kraftbetätigten Entriegelungs
mechanismus 50 vorgesehen, welche, wenn sie auf "EIN" ge
schaltet wird, die Treiberschaltung des Motors 54 öffnet,
unabhängig vom Betrieb des Haubenöffnungsschalter 40 in dem
Kraftfahrzeug.
Wie besonders deutlich aus Fig. 7 hervorgeht, weist die Auf
hebungsschaltervorrichtung 90 eine nutförmige Anordnung 92
auf, die auf dem Gehäuse 52 vorgesehen ist. Die Nut der An
ordnung 92 wird durch drei mit Flanschen versehene Wände 92a,
92b und 92c gebildet, wie in der Zeichnung dargestellt.
Zwei elektrisch leitfähige Teile 94a und 94b sind auf dem
Gehäuse 52 an einem Abschnitt vorgesehen, der von der nutför
migen Anordnung 92 umschlossen ist, und dienen als Kontakt
punkte der Schaltervorrichtung 90. Diese Kontaktpunkte 94a
und 94b sind in einer Stromversorgungsleitung angeordnet, die
zwischen der Treiberschaltung des Motors 54 und einer Strom
versorgungsquelle (also Batterie) verläuft. Ein Punkt 94a ist
daher an die Treiberschaltung angeschlossen, und der andere
Punkt 94b an die Stromversorgungsquelle.
Gleitbeweglich in die Nutanordnung 92 eingefügt ist eine
elektrisch leitfähige Platte 96, die als Hebelschalter der
Schaltvorrichtung 90 dient. Der Hebelschalter 96 ist mit
einem Kunststoffvorsprung 96a versehen, der mit ihm verbun
den ist. Der Vorsprung 96a ist oben wellblechartig geformt,
wie aus der Zeichnung hervorgeht.
Der Hebelschalter 96 gleitet in der Nut zwischen der Position
"Aufhebung AUS" (oder Diebstahlsverhinderungsposition "AUS"),
in welcher der Hebelschalter 96 mit beiden Kontaktpunkten 94a
und 94b Kontakt hat, und der Position "Aufhebung EIN" (oder
Diebstahlsverhinderungsposition "EIN"), in welcher der Hebel
schalter 96 nur mit einem der Kontaktpunkte 94 oder 94b Kon
takt hat.
Es wird darauf hingewiesen, daß dann, wenn der Hebelschalter
96 die Position "Aufhebung AUS" einnimmt, die beiden Kontakt
punkte 94a und 94b miteinander verbunden sind, und den Zu
stand "EIN" des Schlosses hervorrufen, wogegen dann, wenn
der Hebelschalter 96 die Position "Aufhebung EIN" einnimmt,
die beiden Kontaktpunkte 94a und 94b nicht miteinander ver
bunden sind, was den Zustand "AUS" des Schlosses hervorruft.
Eng passend in die nutförmige Anordnung 92 eingepaßt ist ein
Führungsrahmen 98 vorgesehen, der in seinem angehobenen Zen
trumsabschnitt einen Längsschlitz 98a aufweist, durch wel
chen der Vorsprung 96a des Hebelschalters 96 nach außen hin
vorspringt. Die Gleitbewegung des Hebelschalters 96 wird da
her durch den Längsschlitz 98a beschränkt.
Nachstehend wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen der
Betrieb der Haubenschloßvorrichtung 10A gemäß der ersten Aus
führungsform beschrieben.
Zur Erleichterung des Verständnisses beginnt die Beschrei
bung in bezug auf den geschlossenen Zustand der Kofferraum
haube 102 gemäß Fig. 2, wobei der Hebelschalter 96 der Auf
hebungsschaltervorrichtung 90 die Position "Aufhebung AUS"
einnimmt, wie in Fig. 9 gezeigt, so daß sich daher die Dieb
stahlsverhinderungsvorrichtung in ihrer nicht betriebsfähi
gen Position befindet.
In diesem Zustand nimmt die Kraftfahrzeughaubenschloßvor
richtung 10A die in Fig. 3 gezeigte Position ein, bei welcher
sich die Schließplatte 14 in der Verriegelungsposition und
die Schloßplatte 15 in der Verriegelungsposition befindet.
Wenn nunmehr der Haubenöffnungsschalter 40 betätigt wird, ver
sorgt die Treiberschaltung des kraftbetätigten Entriegelungs
mechanismus 50 den Elektromotor 54 mit Strom, um die Schloß
platte 15 in die entriegelte Position zu verschwenken. Darauf
hin wird die Schließplatte 14 in die entriegelte Position ver
schwenkt, infolge der ständig auf sie einwirkenden Vorspann
kraft, und daher gibt die Schließplatte 14 das Schließteil
frei, das an der Fahrzeugkarosserie befestigt ist. Daher kann
die Kofferraumhaube angehoben oder geöffnet werden. Wenn die
Schloßplatte 15 in die entriegelte Position gelangt, unter
bricht die Treiberschaltung die Energieversorgung des Motors
54. Die entriegelte Position der Schloßplatte 15 wird durch
einen in Fig. 3 gezeigten Positionssensor "S" festgestellt.
Wenn nun die Kofferraumhaube 102 mit einer gewissen Kraft
nach unten gedrückt wird, gelangt das an der Fahrzeugkarosse
rie befestigte Schließteil in die Schließteilaufnahmeausneh
mung 13a der Schloßvorrichtung 10A hinein und wird mit der
Schließplatte 14 verriegelt. Daraufhin wird die Schließplatte
14 in die Verriegelungsposition verschwenkt, und die Schloß
platte 15 in die Verriegelungsposition verschwenkt, infolge
der Vorspannkraft, die ständig auf sie einwirkt, wodurch der
Lösehebel 60 in Fig. 3 nach links bewegt wird, während das
Schneckenrad 58 in seine Ursprungslage gedreht wird. Hier
durch nimmt die Kofferraumhaube 102 die geschlossene Position
ein, und weist die Haubenschloßvorrichtung 10A den in Fig. 3
gezeigten Zustand auf.
Wenn nun der Schlüsselzylinder 104 (siehe Fig. 2) in einer
bestimmten Richtung durch einen Schlüssel von außerhalb des
Fahrzeugs gedreht wird, zwingt der Aufhebungsarm 22 (siehe
Fig. 3) die Schloßplatte 15 zu einer Verschwenkung aus der
Verriegelungsposition in die entriegelte Position. Hierdurch
wird die Schließplatte 14 in die entriegelte Position ver
schwenkt, wodurch das Schließteil freigegeben wird, und so
die Kofferraumhaube 102 geöffnet werden kann. Wenn die Kof
ferraumhaube 102 nach unten gedrückt wird, wird die Haube
102 dadurch in die geschlossene Position gebracht, daß im
wesentlichen dieselben Vorgänge durchgeführt werden wie jene,
die voranstehend geschildert wurden.
Es wird darauf hingewiesen, daß dann, sobald der Hebelschal
ter 96 der Aufhebungsschaltervorrichtung 90 in die Position
"Aufhebung EIN" geschaltet wurde, die in Fig. 8 gezeigt ist,
die Betätigung des Haubenöffnungsschalters 40 gesperrt wird.
In diesem Zustand ist nämlich die Stromversorgungsleitung
zwischen der Treiberschaltung und dem Motor 54 geöffnet.
Selbst wenn dann der Haubenöffnungsschalter 40 betätigt wird,
wird der Motor 54 nicht mit Strom versorgt, und daher die
Schloßplatte 15 nicht in die entriegelte Position verschwenkt.
Daher kann die Kofferraumhaube 102 nicht geöffnet werden.
Die Öffnung der Kofferraumhaube 102 in diesem Zustand ist nur
dann möglich, wenn der auf der Kofferraumhaube 102 angebrach
te Schlüsselzylinder 104 von außen mit einem Schlüssel gedreht
wird.
Nachstehend werden Vorteile der Haubenschloßvorrichtung 10A
gemäß der ersten Ausführungsform beschrieben.
Da der kraftbetätigte Entriegelungsmechanismus 50 in kompak
ter Ausbildung auf dem oberen Abschnitt des Schlosses 12 an
gebracht ist, kann der gesamte Aufbau der Haubenschloßvor
richtung 10A mit kleinen Abmessungen ausgebildet werden. Bei
dieser ersten Ausführungsform ist nämlich der Lösehebel 60
im hinteren Abschnitt des Bewegungsweges des Lösehebels 60
angeordnet und so ausgebildet, daß er auf die Schloßplatte
15 drückt, wenn die Freigabe des Schließteils von der Schließ
platte 14 durchgeführt wird. Diese Anordnung unterscheidet
sich von jener der voranstehend geschilderten japanischen
Veröffentlichung 59-65165, und führt zu einer Verringerung
der Abmessungen der Haubenschloßvorrichtung 10A in Bewegungs
richtung der Schloßplatte 15.
Damit der kraftbetätigte Entriegelungsmechanismus 50 die Zu
stände "Aufhebung EIN" und "Aufhebung AUS" aufweisen kann,
ist es nicht erforderlich, einen Schlüssel zu verwenden. Bei
der vorliegenden Erfindung können diese Zustände nämlich durch
Handhabung des Hebelschalters 96 der Aufhebungsschaltervor
richtung 90 zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus wer
den die Zustände "Aufhebung EIN" und "Aufhebung AUS" durch
den Vorsprung 96a des Hebelschalters 96 der Aufhebungsschal
tervorrichtung 90 angezeigt, der von außen sichtbar ist, wenn
die Kofferraumhaube 102 geöffnet ist. Die Zustände "Aufhebung
EIN" und "Aufhebung AUS" lassen sich daher einfach erkennen,
wodurch der Aufhebungsbetrieb des kraftbetätigten Entriege
lungsmechanismus 50 sichergestellt werden kann.
Wie aus Fig. 3 hervorgeht, wird dann, wenn der Aufhebungsarm
22 infolge einer Betätigung des Schlüsselzylinders 104 im
Gegenuhrzeigersinn verschwenkt wird, die Schloßplatte 15 in
die entriegelte Position verschwenkt, ohne daß der Lösehebel
60 nach rechts gezogen wird. Daher wird die Betätigung des
Schlüsselzylinders 104 mit einer relativ geringen Betäti
gungskraft durchgeführt.
Da der Schwenkzapfen 58a, mit welchem der Lösehebel 60
schwenkbar verbunden ist, einstückig mit dem Schneckenrad
58 ausgebildet ist, ist es nicht erforderlich, ein getrenn
tes Schwenkteil vorzusehen.
Die Führungsanordnung 72 (vergleiche Fig. 4) für das gabel
förmige Ende 60b des Lösehebels 60 weist einen einfachen Auf
bau auf, bei welchem die Rippen 82 und 84 durch das sich in
Querrichtung erstreckende Fenster 80 nach außen hin freilie
gen. Daher kann die Führungsanordnung 72 unter Verwendung ei
nes relativ einfachen Formgebungsvorgangs ausgeformt werden.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht liegt dann, wenn sich der Lösehebel
60 in seiner nicht betriebsfähigen Position befindet, das
verschwenkte Ende 60a des Hebels 60 an der rechten Seite des
Drehzentrums "0" des Schneckenrades 58. Wenn das Schneckenrad
58 mit einer Drehung im Uhrzeigersinn beginnt, wird daher auf
den Lösehebel 60 eine ausreichende Kraft in dessen Ausbrei
tungsrichtung ausgeübt, was die Verschwenkung der Schloßplat
te 15 in die entriegelte Position sicherstellt.
In den Fig. 11 bis 13 der Zeichnungen ist eine Kraftfahrzeug-
Haubenschloßvorrichtung 10B gemäß einer zweiten Ausführungs
form der vorliegenden Erfindung gezeigt.
Da die Haubenschloßvorrichtung 10B gemäß dieser zweiten Aus
führungsform ähnlich wie die Haubenschloßvorrichtung 10A ge
mäß der voranstehend geschilderten, ersten Ausführungsform
ausgebildet ist, werden nachstehend im einzelnen nur die Tei
le und Abschnitte genauer beschrieben, die sich von jenen bei
der ersten Ausführungsform unterscheiden.
Bei der zweiten Ausführungsform ist eine Aufhebungsschalter
vorrichtung 190 auf einem Verbinder 200 angebracht, über wel
chen ein Stopfenteil 202 eines Stromversorgungskabels 204 mit
dem kraftbetätigten Entriegelungsmechanismus 50 der Hauben
schloßvorrichtung 10B verbunden werden kann. Genauer gesagt
ist das Stromversorgungskabel 204 so ausgebildet, daß es die
Treiberschaltung des Motors 54 und eine Stromversorgungsquelle
(nämlich eine Batterie) verbindet. Beim Schalten auf "EIN"
öffnet daher die Aufhebungsschaltervorrichtung 190 die Trei
berschaltung des Motors 54, unabhängig von der Betätigung
des Haubenöffnungsschalters 40 in dem Kraftfahrzeug.
Der Verbinder 200 weist einen Steckerabschnitt 200a auf, der
abnehmbar an einen Buchsenabschnitt 52a angepaßt ist, der
durch das Gehäuse 52 des kraftbetätigten Entriegelungsmecha
nismus 50 gebildet wird. Der Verbinder 200 weist weiterhin
einen Buchsenabschnitt 200b auf, an welchen das Steckerteil
202 des Stromversorgungskabels 204 so angepaßt ist, daß es
abnehmbar ist.
Wie aus Fig. 12 hervorgeht, weist die Aufhebungsschaltervor
richtung 190 zwei elektrisch leitfähige, längliche Platten
190a und 190b auf, die ortsfest in dem Verbinder 200 angeord
net sind. Ein Endabschnitt der länglichen Platten 190a und
190b befindet sich jeweils in dem Steckerabschnitt 200a, und
der andere Endabschnitt der Platten 190a und 190b ist in dem
Buchsenabschnitt 200b angeordnet. Bei der Verbindung des Ver
binders 200 sowohl mit dem Gehäuse 52 als auch dem Stopfen
teil 202 werden daher die einen Endabschnitte elektrisch mit
dem kraftbetätigten Entriegelungsmechanismus 50 verbunden,
und die anderen Endabschnitte elektrisch mit der Stromversor
gungsquelle verbunden.
Wie gezeigt besteht eine leitfähige, längliche Platte 190b
aus zwei zueinander ausgerichteten, getrennten Teilen 190b-1
und 190-2. Ein Hebelschalter 190c ist beweglich in dem Ver
binder 200 so aufgenommen, daß wahlweise die beiden getrenn
ten Teile 190b-1 und 190b-2 verbunden bzw. getrennt werden
können. Der Hebelschalter 190c ist mit einem Kunststoffvor
sprung 190d versehen, der mit ihm verbunden ist. Der Vor
sprung 190d ist oben wellblechartig ausgebildet, wie in der
Zeichnung dargestellt ist.
Der Hebelschalter 190c gleitet in dem Verbinder 200 zwischen
der Position "Aufhebung AUS", in welcher der Hebelschalter
190c die beiden getrennten Teile 190b-1 und 190b-2 verbin
det, und der Position "Aufhebung EIN", in welcher der Hebel
schalter 190c die Verbindung der beiden getrennten Teile
190b-1 und 190b-2 unterbricht. Wenn daher der Hebelschalter
190c die Position "Aufhebung AUS" einnimmt, sind die beiden
getrennten Teile 190b-1 und 190b-2 verbunden, was den Zustand
"EIN" des Schlosses hervorruft, wogegen dann, wenn der Hebel
schalter 190c die Position "Aufhebung EIN" einnimmt, die bei
den getrennten Teile nicht miteinander verbunden sind, was
den Zustand "AUS" des Schlosses hervorruft.
Wie bei der ersten Ausführungsform 10A werden die Zustände
"Aufhebung EIN" und "Aufhebung AUS" durch den Vorsprung 190d
des Hebelschalters 190c der Aufhebungsschaltervorrichtung 190
angezeigt, der von außen erkennbar ist, wenn die Kofferraum
haube 102 geöffnet ist. Daher lassen sich diese Zustände EIN
und AUS einfach erkennen, wodurch der Aufhebungsbetrieb des
kraftbetätigten Entriegelungsmechanismus 50 sichergestellt
wird.
Zwar betrifft die voranstehende Beschreibung eine Anordnung,
bei welcher die Aufhebungsschaltervorrichtung 90 oder 190 an
der Kofferraumhaube 102 befestigt ist (genauer gesagt an der
Haubenschloßvorrichtung, die an der Kofferraumhaube ange
bracht ist), jedoch kann die Aufhebungsschaltervorrichtung
auch an einer Wand des Kofferraums angebracht sein.