DE19620369A1 - Schuh - Google Patents
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- A43B7/18—Joint supports, e.g. instep supports
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Description
Die Erfindung betrifft einen Schuh mit einem Oberteil, das im
Mittelfußbereich zwei erste Seitenteile aufweist, die im Be
reich von einer ersten Auftrennung lösbar aneinander festleg
bar sind sowie ein Unterteil, das mit dem Oberteil verbunden
ist.
Ein solcher Schuh ist bekannt. Das Ober- und das Unterteil
bestehen aus relativ steifem Material, was dazu führt, daß
sich eine unbefriedigende Abstützung des Fußes durch den
Schuh ergibt. Orthopädische Schäden können die Folge davon
sein.
Es ist bekannt, den Fuß zu bandagieren, um orthopädische
Schäden zu vermeiden. Die erforderlichen Bandagen werden um
den Fuß herumgewickelt, was mit einem erheblichen Zeitver
brauch verbunden ist. Die Anwendung ist dadurch im allgemei
nen Fällen vorbehalten, in denen bereits eine Schädigung des
Mittelfußes eingetreten ist. Das sachgerechte Anlegen einer
Mittelfußbandage setzt außerdem orthopädische Kenntnisse vor
aus, die häufig nicht verfügbar sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schuh der
eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, daß sich
unter Vermeidung eines nennenswerten Mehraufwandes beim An-
und Ausziehen des Schuhs zugleich eine sachgerechte Bandagie
rung des Fußes ergibt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Schuh der ein
gangs genannten Art mit den kennzeichnenden Merkmalen in An
spruch 1 gelöst. Auf vorteilhafte Ausgestaltungen nehmen die
Unteransprüche Bezug.
Bei dem erfindungsgemäßen Schuh ist es vorgesehen, daß die
ersten Seitenteile des Oberteils eine Mittelfußbandage außen
seitig umschließen, die nur an dem einen Seitenteil festge
legt und in bezug auf das andere Seitenteil relativ beweglich
ist, wobei die Mittelfußbandage durch eine unmittelbar an den
Fuß anlegbare, flexible Manschette gebildet ist, die im Be
reich der ersten Auftrennung von einer zweiten Auftrennung
durchschnitten ist und daß die die zweite Auftrennung beider
seits begrenzenden, zweiten Seitenteile unabhängig von den
ersten Seitenteilen lösbar aneinander festlegbar sind. Die
flexible Manschette ist durch diese Ausbildung relativ zu dem
Ober- und Unterteil beweglich und unabhängig von dem Oberteil
verschließbar. Sie vermag sich dadurch während des Schließ
vorganges fest an den noch in einer entspannten Lage befind
lichen Fuß anzuschmiegen, bevor das Oberteil geschlossen
wird. Der Mittelfußbereich des Trägers erfährt dadurch wäh
rend der normalen Belastung eine ausgezeichnete Abstützung,
was dem Auftreten orthopädischer Schäden vorbeugt und bei be
reits vorhandenen Schäden eine Beschleunigung des Heilungs
prozesses bewirkt. Dennoch läßt sich das An- und Ausziehen
des Schuhs äußerst schnell bewerkstelligen.
Hinsichtlich seiner äußeren Gestalt läßt sich der Schuh in
weitem Rahmen modifizieren. Eine modischen Vorgaben folgende
Gestaltung ist ebensogut möglich wie eine Gestaltung, die be
sonderen Sicherheitsaspekten Rechnung trägt.
Im einfachsten Falle können die ersten und die zweiten Sei
tenteile durch eine Schnürung aneinander festlegbar sein. Die
resultierenden Vorspannkräfte gleichen sich bei einer solchen
Ausbildung während der bestimmungsgemäßen Verwendung selbst
tätig auf der gesamten Länge aus.
Der Vorgang des Öffnens bzw. Schließens des Schuhs läßt sich
beschleunigen, wenn die ersten Seitenteile und/oder die zwei
ten Seitenteile durch zumindest einen Spannriemen aneinander
festlegbar sind. Ein solcher Spannriemen kann im einfachsten
Falle an dem einen Seitenteil festgelegt, nachfolgend in eine
überlappende Lage bezüglich des anderen Seitenteils gebracht
und nachfolgend mit diesem verbunden werden, beispielsweise
durch einen Druckknopf- und/oder einen Klettverschluß.
Bei einer Ausbildung, bei der der Spannriemen mit dem einen
der ersten Seitenteile unlösbar verbunden ist, hat es sich
als vorteilhaft bewährt, wenn der Spannriemen durch eine
Durchbrechung des anderen, ersten Seitenteils hin
durchgeführt, in rückwärtiger Richtung umgelegt und durch Be
festigungsmittel wiederum an dem einen, ersten Seitenteil
lösbar festgelegt ist. Auch hierbei kann das Befestigungsmit
tel durch einen Klett- oder Druckknopfverschluß gebildet
sein. Seine Belastung ist halbiert, verglichen mit der vorher
beschriebenen Ausführung. Die Gefahr eines unerwünschten
Nachgebens der Mittelfußbandage während der bestimmungsgemä
ßen Verwendung des Schuhs ist dadurch deutlich reduziert.
Als besonders vorteilhaft hat es sich bewährt, wenn die zwei
ten Seitenteile durch eine Schnürung und die ersten Seiten
teile durch einen Spannriemen aneinander festlegbar sind. Ne
ben einer besonders ausgeglichenen Bandagierung des Mittel
fußbereiches resultiert aus einer solchen Ausbildung der Vor
teil, daß der Schuh besonders schnell verschlossen und geöff
net werden kann. Zweckmäßigerweise ist die Schnürung bei ei
ner solchen Ausbildung zumindest im Bereich ihres oberen En
des von dem Spannriemen überdeckt. Eine die Schnürung im Be
reich des oberen Endes abschließende Schleife wird durch die
se Ausbildung daran gehindert, sich unbeabsichtigt zu lösen.
Um unerwünschte Deformierungen der Manschette zu verhindern,
hat es sich als vorteilhaft bewährt, wenn das während der be
stimmungsgemäßen Verwendung die Fußaußenseite umschließende,
erste Seitenteil zumindest in dem an die erste Auftrennung
angrenzenden Bereich einen Bestandteil der Manschette bildet.
In diesem Bereich ist während der bestimmungsgemäßen Verwen
dung normalerweise keine große Relativbeweglichkeit des Fußes
zu beobachten. Die gegebenenfalls ineinander übergehende Aus
bildung der Manschette und des ersten Seitenteils ist inso
fern ohne Nachteil.
Um zu verhindern, daß sich an der Oberseite des Mittelfußbe
reiches Scheuerstellen ergeben, hat es sich als vorteilhaft
bewährt, wenn eine Lasche die zweite Auftrennung innenseitig
überdeckt. Die Lasche kann gegebenenfalls die einzige Lasche
sein, die sich in dem Schuh befindet. Sie ist zweckmäßig an
ihrer Innenseite mit einer Polsterschicht versehen.
Die Manschette als solche kann aus einer einzigen Schicht aus
einem Textilmaterial, einem künstlichen oder natürlichen Le
der bestehen. Die Verwendung von Leder wird im Rahmen der
vorliegenden Erfindung bevorzugt.
Maßgeblich für eine gute Wirksamkeit der Mittelfußbandage in
orthopädischer Hinsicht ist eine gute Flexibilität. Eine sich
zunehmend vergrößernde Flexibilität hat leider zugleich eine
Beeinträchtigung der Formbeständigkeit zur Folge, was dazu
führen kann, daß sich im Bereich der Manschette während der
bestimmungsgemäßen Verwendung schließlich Falten ergeben kön
nen oder Probleme beim Verschließen. Unter diesem Gesichts
punkt hat es sich als vorteilhaft bewährt, wenn die die Man
schette bildende Schicht nur im Bereich der zweiten Auftren
nung verstärkt ist, beispielsweise durch eine Doppelung des
Materials.
Die Manschette kann im Bereich der Unterseite ein flexibles
Fußbett umschließen, das zumindest auf der Fußinnenseite in
bezug auf den Schuh relativ beweglich ist. Die orthopädische
Abstützung des Fußes während der bestimmungsgemäßen Verwen
dung läßt sich dadurch verbessern.
Ein solches Fußbett kann in bekannter Weise aus einer Leder
schicht bestehen, die auf der von dem Fuß abgewandten Seite
in zumindest einem Teilbereich mit einer Verstärkungsschicht
aus einem polymeren Werkstoff verbunden ist. Der polymere
Werkstoff kann dabei bedarfsweise in flüssigem Zustand an die
Lederschicht angeformt und nachfolgend verfestigt sein. Die
resultierende Verbindung ist dementsprechend von besonders
guter Dauerhaftigkeit.
Der Gegenstand der Erfindung wird nachfolgend anhand der
Zeichnung weiter verdeutlicht. Es zeigen:
Fig. 1 Einen Schuh in einer perspektivischen Ansicht von
oben.
Fig. 2 Einen weiteren Schuh, in dem die Lage der Mittel
fußbandage schematisch angedeutet ist.
Fig. 3 Einen Schuh in quergeschnittener Darstellung, in
dem die Mittelfußbandage enthalten ist.
Der in den Fig. 1 bis 3 gezeigte Schuh umfaßt ein Oberteil
1, das im Mittelfußbereich zwei erste Seitenteile 2 aufweist,
die im Bereich von einer ersten Auftrennung 3 lösbar aneinan
der festlegbar sind, sowie ein Unterteil 4, das mit dem Ober
teil 1 verbunden ist.
Die ersten Seitenteile 1.1 umschließen außenseitig eine Mit
telfußbandage 5, die nur an dem einen Seitenteil 1.1 festge
legt und in bezug auf das andere Seitenteil 1.1 relativ be
weglich ist, wobei die Mittelfußbandage 5 durch eine unmit
telbar an den Fuß anlegbare, flexible Manschette gebildet
ist, die im Bereich der ersten Auftrennung 3 von einer zwei
ten Auftrennung 6 durchschnitten ist und wobei die die zweite
Auftrennung 6 beiderseits begrenzenden, zweiten Seitenteile
5.1 unabhängig von den ersten Seitenteilen 1.1 lösbar anein
ander festlegbar sind. Die zweiten Seitenteile 5.1 sind durch
eine Schnürung und die ersten Seitenteile 1.1 durch einen
Spannriemen aneinander festlegbar, wobei der Spannriemen mit
dem die Fußaußenseite begrenzenden, ersten Seitenteil 1.1 un
lösbar verbunden, durch eine Durchbrechung des anderen, er
sten Seitenteils 1.1 hindurchgeführt, in rückwärtiger Rich
tung umgelegt und durch ein Befestigungsmittel an dem einen
ersten Seitenteil 1.1 lösbar festgelegt ist. Das Befe
stigungsmittel wird bei den gezeigten Ausführungsbeispielen
durch einen Klettverschluß gebildet. Die sich beim Verschlie
ßen des Spannriemens ergebende Zusammenpressung der beiden
ersten Seitenteile 1.1 läßt sich dadurch nahezu beliebig auf
ganz verschiedene Werte einstellen. Unter orthopädischen Ge
sichtspunkten ist das von großem Vorteil.
Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist nur ein Spannriemen
vorhanden, der die Schnürung der Manschette 5 im Bereich ih
res oberen Endes überdeckt und dabei zugleich verhindert, daß
die die Schnürung abschließende Schleife 8 sich löst. Es ist
jedoch ebenfalls möglich, bedarfsweise mehrere entsprechende
Spannriemen vorzusehen, die gegebenenfalls in Richtung des
vorderen Endes des Fußes einen Abstand voneinander haben.
Im Bereich der Fußunterseite ist in die Manschette 5 ein fle
xibles Fußbett 9 eingefügt, das ebenso wie die Manschette 5
nur auf der Außenseite des Schuhs mit diesem unlösbar verbun
den ist. Auf der nach innen weisenden Seite des Schuhs ist
sowohl das flexible Fußbett 9 als auch die Manschette 5 in
bezug auf den Schuh beweglich. Beim Schließen der Manschette
5 durch die Schnürung 6 ergibt sich hierdurch eine gute An
pressung des Fußbetts 9 an die Unterseite des Fußes und eine
gute Bandagierung des Mittelfußbereichs.
Die Manschette 5 besteht aus einer Spaltlederschicht, die im
Bereich der zweiten Auftrennung 6 gedoppelt ist. Hierdurch
wird im Bereich der Auftrennung eine gute Formbeständigkeit
erreicht, ohne daß eine Beeinträchtigung der Flexibilität der
Manschette 5 in den übrigen Bereichen in Kauf genommen werden
müßte.
Die zweite Auftrennung 6 ist innenseitig von einer Lasche 7
überdeckt. Dadurch wird verhindert, daß sich während der be
stimmungsgemäßen Verwendung Druckstellen an der Oberseite des
Fußes ergeben können.
Claims (14)
1. Schuh mit einem Oberteil (1), das im Mittelfußbereich
zwei erste Seitenteile (2) aufweist, die im Bereich von
einer ersten Auftrennung (3) lösbar aneinander festleg
bar sind sowie ein Unterteil (4), das mit dem Oberteil
(1) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die er
sten Seitenteile (1.1) eine Mittelfußbandage (5) außen
seitig umschließen, die nur an dem einen Seitenteil
(1.1) festgelegt und in bezug auf das andere Seitenteil
(1.1) relativ beweglich ist, daß die Mittelfußbandage
(5) durch eine unmittelbar an den Fuß anlegbare, flexi
ble Manschette gebildet ist, die im Bereich der ersten
Auftrennung (3) von einer zweiten Auftrennung (6) durch
schnitten ist und daß die die zweite Auftrennung (6)
beiderseits begrenzenden, zweiten Seitenteile (5.1) un
abhängig von den ersten Seitenteilen (1.1) lösbar anein
ander festlegbar sind.
2. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
ersten und/oder die zweiten Seitenteile (5.1) durch eine
Schnürung (2) aneinander festlegbar sind.
3. Schuh nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die ersten Seitenteile (1.1) und/oder zweiten Seitentei
le (5.1) durch zumindest einen Spannriemen (1.2) anein
ander festlegbar sind.
4. Schuh nach Anspruch 3, bei dem der Spannriemen (1.2) mit
dem einen der ersten Seitenteile (1.1) unlösbar verbun
den ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannriemen
(1.2) durch eine Durchbrechung des anderen, ersten Sei
tenteils (1.1) hindurchgeführt, in rückwärtiger Richtung
umgelegt und durch Befestigungsmittel an dem einen er
sten Seitenteil (1.1) lösbar festgelegt ist.
5. Schuh nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Befestigungsmittel durch einen Klett- oder Druckknopf
verschluß gebildet ist.
6. Schuh nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die zweiten Seitenteile (5.1) durch eine Schnürung und
die ersten Seitenteile (1.1) durch einen Spannriemen
(1.2) aneinander festlegbar sind.
7. Schuh nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schnürung durch den Spannriemen (1.2) zumindest im Be
reich ihres oberen Endes überdeckt ist.
8. Schuh nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
das während der bestimmungsgemäßen Verwendung die Fußau
ßenseite umschließende, erste Seitenteil (1.1) zumindest
in dem an die erste Auftrennung (3) angrenzenden Bereich
einen Bestandteil der Manschette (5) bildet.
9. Schuh mit einer Lasche nach Anspruch 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Lasche (7) die zweite Auftren
nung (6) innenseitig überdeckt.
10. Schuh nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Manschette (5) aus einer einzigen Schicht aus einem
Textilmaterial, einem künstlichen oder natürlichen Leder
besteht.
11. Schuh nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schicht im Bereich der zweiten Auftrennung (6) verstärkt
ist.
12. Schuh nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Manschette ein flexibles Fußbett (9) umschließt,
das zumindest auf der Fußinnenseite in bezug auf den
Schuh relativ beweglich ist.
13. Schuh nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß das Fußbett aus einer Lederschicht besteht, die auf
der von dem Fuß abgewandten Seite in zumindest in einem
Teilbereich mit einer Formschicht aus einem polymeren
Werkstoff verbunden ist.
14. Schuh nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der
polymere Werkstoff in flüssigem Zustand an die Leder
schicht angeformt und nachfolgend verfestigt ist.
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