DE19618175C1 - Vorrichtung zum Ersetzen einer ersten Bahn durch eine zweite Bahn - Google Patents
Vorrichtung zum Ersetzen einer ersten Bahn durch eine zweite BahnInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Ober
begriff des Patentanspruches 1.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der WO 95/13235 A1 be
kannt. Während von einem ersten Bahnwickel die Bahn abgezogen
und durch die Maschine geführt wird, wird ein zweiter Bahn
wickel plaziert, um bei Aufbrauch des ersten Bahnwickels so
fort angeschlossen zu werden. Zu diesem Zweck weisen die neuen
Bahnwickel an ihren freien Enden der Bahn jeweils ein doppel
seitiges Klebeband auf. Das freie Ende wird auf der ersten
bzw. zweiten Platte fest arretiert. Zum Zwecke des Verbindens
mit dem Ende der vorhergehenden Bahn wird die erste bzw.
zweite Platte bis unter die dritte Platte verschoben. Die
dritte Platte hält das Ende der vorhergehenden Bahn. Die bei
den Platten werden dann gegeneinander gepreßt, wodurch die
beiden vorigen Teile in Sandwichform miteinander verbunden
werden. Für den Betrieb ist die Sandwichform nachteilig. Fer
ner ist es nachteilig, daß die beiden Platten zu der dritten
Platte hin verschoben werden müssen, da die Platten Folie mit
sich ziehen müssen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu
schaffen, die bezüglich der Auswechselbarkeit von Folien
wickeln und insbesondere der Handhabung beim Austausch von
verschiedenen Folienbahnen verbessert ist. Insbesondere soll
es dadurch möglich werden, beispielsweise eine Mehrzahl von
Kleinaufträgen abzuwickeln, bei denen ein häufiges Umstellen
auf verschiedene Verpackungsmaterialien z. B. wegen verschiede
ner Aufdrucke für jeden Abnehmer notwendig ist.
Die Aufgabe wird durch die in Patentanspruch 1 gekennzeich
nete Vorrichtung gelöst.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
Es folgt die
Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand
der Figuren. Von den Figuren zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer ersten Ausfüh
rungsform der Folienzuführung in einer ersten Stel
lung;
Fig. 2 eine schematische Seitenansicht eines Teiles der
Verpackungsmaschine in einer ersten Stellung in ver
größertem Maßstab;
Fig. 3 dieselbe Darstellung in einer zweiten Betriebsstel
lung in vergrößertem Maßstab; und
Fig. 4 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung einer
zweiten Ausführungsform.
Eine Verpackungsmaschine weist in üblicher Weise einen Rahmen
mit einer Eingangsseite und einer Ausgangsseite auf. Zwischen
Eingangsseite und Ausgangsseite läuft eine Endloskette mit
Greifern, die eine eingangsseitig zugeführte Unterfolienbahn
in Richtung zur Ausgangsseite transportiert. Zwischen Ein
gangsseite und Ausgangsseite sind eine Mehrzahl von Arbeits
stationen, insbesondere eine Tiefziehstation und eine Evaku
ier- und Versiegelungsstation vorgesehen. Zwischen diesen bei
den werden die in der Tiefziehstation geformten Behälter be
füllt. Vor der Evakuier- und Versiegelungsstation wird eine
Oberfolie zugeführt, die zum Abdecken und verschließen der be
füllten Behälter dient. Die Deckfolie ist üblicherweise mit
einer das Produkt und seinen Hersteller oder Vertreiber
kennzeichnenden Information in einem vorgegebenen Rapport be
druckt. Ferner sind häufig Druckmarken aufgebracht, die zur
Steuerung des Vorschubes der Oberfolie dienen. Fig. 1 zeigt
eine an dem nicht gezeigten Rahmen um eine Achse 1 schwenkbare
erste Platte 2 und eine um die gleiche Achse 1 schwenkbare
zweite Platte 3. Die beiden Platten sind unter einem festen
Winkel zueinander montiert und werden jeweils zwischen einer
ersten und einer zweiten Stellung hin- und hergeschwenkt, in
der die erste bzw. die zweite Platte in der in Fig. 1 gezeig
ten waagerechten Stellung liegen. Wie aus den vergrößerten
Darstellungen in Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, ist die zweite
Platte so ausgebildet, daß die zweite Platte 3 über der Achse
1 zugewandte seitliche Schenkel 4 mit der ersten Platte ver
bunden ist, so daß eine von einem ersten Folienwickel 5 abge
rollte und zugeführte erste Folienbahn 6 zwischen den Schen
keln 4 hindurchführbar ist.
Unmittelbar angrenzend an die erste Platte 2 folgt eine am
Rahmen fest montierte dritte Platte 7, die so montiert ist,
daß die beiden Oberseiten der zweiten und dritten Platte in
einer Ebene liegen. Wie aus den Figuren ersichtlich ist, wei
sen die erste bzw. zweite und die dritte Platte 2, 3, 7 an
ihren einander zugeneigten Seiten sich über ihren gesamten
Querschnitt erstreckende Aufnahmebereiche 8, 8′, 9 auf, mit
denen eine über den jeweiligen Bereich verteilte Vielzahl von
Bohrungen 10 mit einer Vakuumquelle über Steuerventile 12, 13
verbunden ist. Die Steuerventile sind zu ihrer Ansteuerung mit
einer Steuerung 14 verbunden.
Wie aus den Figuren ersichtlich ist, ist auf der der dritten
Platte abgewandten Seite des Aufnahmebereiches 8 eine Klemm
einrichtung 15 vorgesehen. Diese umfaßt auf der Oberfläche
einen eingelassenen Bereich 16 aus elastischem Kunststoff und
einen oberhalb der Oberfläche der zweiten Platte angeordneten
Klemmhebel 17. Der Klemmhebel 17 ist um eine sich parallel zur
Oberfläche der zweiten Platte und sich senkrecht zur Vorschub
richtung erstreckende Achse 18 schwenkbar angeordnet. Die
Länge des Hebels ist so gewählt, daß er mit seinem der Achse
abgewandten freien Ende auf dem Bereich 16 aufliegt und auf
grund der Tatsache, daß seine Länge größer ist als der Abstand
der Achse 18 von der Oberfläche der zweiten Platte, zu der
dritten Platte hin geneigt ist. Dadurch wird erreicht, daß
eine zwischen Bereich 16 und dem Klemmhebel 17 liegende Fo
lienbahn bei Durchzug zur dritten Platte hin frei bewegbar,
bei einer Bewegung in entgegengesetzter Richtung aber durch
Klemmen arretiert wird.
An der der dritten Platte 7 zugewandten Kante 19 weist die
zweite Platte eine in den Figuren dargestellte Nut auf, die
bewirkt, daß die Kante ein scharfer Rand ist, über den das
freie Ende der Folienbahn 6 definiert über seine gesamte
Breite zur Erzeugung eines glatten Randes abtrennbar ist.
Wie aus den Figuren ersichtlich ist, ist an dem Maschinenrah
men eine Halterung 20 zur Aufnahme einer Klebebandrolle 21
vorgesehen. Die Halterung ist so ausgerichtet, daß sich die
die Klebebandrolle 21 aufnehmende Achse 21′ parallel zur Ober
fläche der zweiten und dritten Platte und in Vorschubrichtung
der Bahnen erstreckt und so angeordnet ist, daß die Trenn
stelle zwischen zweiter und dritter Platte gerade in der Mitte
der Klebebandrolle liegt.
Die zweite Platte 3 stimmt in ihrem Aufbau in allen Merkmalen
mit der ersten Platte überein. Oberhalb der durch die Oberflä
chen der zweiten und dritten Platte gebildeten Ebene, die auch
der Ebene der zuzuführenden ersten Folienbahn 6 entspricht,
ist eine sich quer zur Folienbahnzuführrichtung erstreckende
Umlenkrolle 22 vorgesehen, die so angeordnet ist, daß eine von
einem zweiten Folienwickel 23 zugeführte zweite Folienbahn 24
auf die Ebene der dritten Platte 3 geführt wird, wie dies am
besten aus Fig. 2 oder 3 ersichtlich ist.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, ist im Vorschubweg der ersten
Folienbahn 6 und im Vorschubweg der zweiten Folienbahn 24 je
weils ein Lineal 25, 26 angeordnet, welches einen vorbestimm
ten Abstand zu einem Referenzpunkt in dem weiteren Vorschubweg
und damit einen vorbestimmten Abstand zu den nachfolgenden
Verarbeitungsstationen anzeigt.
Die beiden in einem festen Winkel zueinander montierten Plat
ten 2, 3 werden über einen gezeigten Antrieb um die Achse 1 in
die in Fig. 2 bzw. in die in Fig. 3 gezeigte Stellung bewegt.
Die Ansteuerung des Antriebes erfolgt über die Steuerung 14.
Im Betrieb wird in der in Fig. 2 gezeigten Stellung die zweite
Folienbahn 24 von der Vorratsrolle abgezogen. Die Folienbahn
verläuft über die erste Platte 2. Über einen vorgesehenen Sen
sor erkennt die Steuerung die eingestellte Position der Plat
ten und verbindet nur die zweite Platte mit der Vakuumquelle,
so daß das freie Ende der zweiten Folienbahn 24 auf dem Auf
nahmebereich 8′ gehalten wird. Solange die Maschine arbeitet,
sind die erste und dritte Platte bzw. deren Aufnahmebereiche
nicht mit der Vakuumquelle verbunden. Dabei ist die zweite Fo
lienbahn so weit über die zweite Platte vorgezogen, daß sich
aus der Druckmarkenposition relativ zu den Marken an dem
Lineal 26 eine vorgegebene Länge bzw. ein vorgegebener Abstand
bis zu den nachfolgenden Arbeitsstationen ergibt. Das freie
Ende der zweiten Folienbahn ist mit Hilfe der Nut 27 bzw. der
sich daraus ergebenden Schnittkante 19 exakt winklig geschnit
ten. Diese Vorbereitungen sind alle getätigt, ohne daß die Ma
schine anzuhalten ist.
Sobald die Maschine angehalten wird, werden über die Steuerung
14 die Aufnahmebereiche 8, 9 mit der Vakuumquelle 11 verbun
den. Die Bedienungsperson trennt mit einem einfachen Messer
die bisher über die erste Platte 2 zugeführte Bahn zwischen
der zweiten und der dritten Platte durch und schwenkt die
erste und zweite Platte in die in Fig. 3 gezeigte Position. Es
wird dann ein Stück Klebeband 40 von der Klebebandrolle 21 mit
der Klebeseite nach unten über die nun gegenüberliegenden
Bahnenden gezogen, und die beiden beiden Enden werden mitein
ander verbunden. Die Maschine kann sofort gestartet werden,
wobei die Fixierung der Bahnenden an der zweiten und dritten
Platte durch automatisches Ansteuern der Ventile 12, 13 er
folgt. Dieser Vorgang kann in wenigen Sekunden durchgeführt
werden und erfordert keine zeitaufwendigen Justierungen. Die
Stillstandszeit bleibt damit auf kurze Zeit beschränkt, wäh
rend Einrichtearbeit und Justierungen, die hohe Sorgfalt er
fordern, in der Produktionszeit erfolgen. Jeder weitere Wech
sel erfolgt in gleicher Abfolge, wobei nur die Funktion der
ersten und zweiten Platte 2, 3 entsprechend vertauscht sind.
Bei der oben beschriebenen Ausführungsform sind die erste und
zweite Platte um die Achse 1 schwenkbar, und die dritte Platte
ist raumfest angeordnet. Nach einer in Fig. 4 gezeigten alter
nativen Ausführungsform ist die dritte Platte 30 um eine Achse
31 an ihrem der ersten 32 und zweiten Platte 33 abgewandten
Ende angeordnete Achse zwischen einer ersten und einer zweiten
Winkelstellung hin- und herschwenkbar. Die erste und zweite
Platte 32, 33 sind dann getrennt so raumfest angeordnet, daß
sie jeweils mit der dritten Platte 30 in der ersten bzw. zwei
ten Stellung fluchten und direkt an das benachbarte Ende an
grenzen. Es sind dann für jede der beiden Positionen getrennte
Klebebandrollen 34 angeordnet. Die Versorgung mit Vakuum und
die Aussteuerung erfolgt entsprechend der obigen ersten Aus
führungsform. Der Betrieb erfolgt in der gleichen Weise wie
bei dem zuerst beschriebenen Ausführungsbeispiel.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Ersetzen einer ersten Bahn durch eine
zweite Bahn an einer Verpackungsmaschine zum Verpacken von
Produkten in aus einer Folienbahn geformte Behältnisse mit
einer Einrichtung zum Aufnehmen eines ersten Bahnwickels und
einer Einrichtung zum Aufnehmen eines zweiten Bahnwickels,
einer ersten Platte (2) zum Erfassen des Bahnanfanges der Bahn
(6) des ersten Bahnwickels (5) und einer zweiten Platte (3)
zum Erfassen des Bahnanfanges der Bahn (24) des zweiten Bahn
wickels (23), und einer dritten Platte (7) zum Erfassen eines
endseitigen Abschnittes einer dritten Bahn (28),
dadurch gekennzeichnet, daß die drei Platten so angelenkt
sind, daß in einer ersten Stellung die erste und die dritte
Platte (2, 7) und in einer zweiten Stellung die zweite und die
dritte Platte (3, 7) mit ihren gegenüberliegenden Stirnflächen
nahezu aneinandergrenzen und mit ihren beiden, die Folien auf
nehmenden Oberflächen in einer Ebene liegen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste und die zweite Platte auf ihrer der dritten Platte
abgewandten Seite um eine gemeinsame Achse in die erste bzw.
zweite Stellung schwenkbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Platten um einen festen Winkel zueinander geneigt
sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei jede
Platte auf der Aufnahmefläche eine über die Fläche verteilte
Vielzahl von Bohrungen aufweist, die mit einer Vakuumquelle
verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und die
zweite Platte auf ihrer der dritten Platte abgewandten Seite
der die Bohrungen aufweisenden Aufnahmefläche eine Klemmein
richtung aufweist, die die aufzunehmende Folie in Richtung zur
dritten Platte hin freigibt und in entgegengesetzter Richtung
gegen ein Verrutschen verriegelt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekenn
zeichnet durch eine Aufnahmeeinrichtung für eine Klebeband
rolle derart, daß deren Achse sich in Vorschubrichtung der Bahnen
erstreckt und die Rolle genau mittig zur Verbindungsstelle
zwischen der ersten und der dritten bzw. zweiten und dritten
Platte liegt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, gekenn
zeichnet durch eine Steuerung, die die Vakuumzufuhr für die
drei Platten und einen Antrieb für die Winkeleinstellung der
beweglichen Platte steuert.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
bei Anhalten des Betriebes der Maschine das Vakuum an der
ersten bzw. zweiten Platte und der dritten Platte eingeschal
tet wird.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeich
net, daß bei Inbetriebsetzen der Maschine das Vakuum an der
ersten und der dritten oder der zweiten und der dritten Platte
abgeschaltet wird.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß von der ersten und der zweiten Platte eine
Maßeinrichtung zum Anzeigen des Abstandes bis zu dem der drit
ten Platte zugewandten Rand der jeweiligen Platte vorgesehen
ist.
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Also Published As
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| DE59700345D1 (de) | 1999-09-23 |
| EP0806390A1 (de) | 1997-11-12 |
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| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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