DE1961455B2 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung gleichmäßig mercerisierter Alkalicellulose - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung gleichmäßig mercerisierter AlkalicelluloseInfo
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Description
fül , 6 & Zwischenprodukt, beispielsweise bei der Gewinnung
b) nicht oder noch nicht ausreichend benetzte ao v™ RegeneratceUulosen, Celluloseestern oder
Zellstoffteilchen durch die Auftriebs wirkung :athe.ra' ^^ durch Tauchpressen- oder MischaliD
der Wirbelzone gehalten werden, wäh- kahsiening zu erzeugen
rend die in erforderlichem Maße umgesetz- Dabei laßt man verdünnte Natronlauge auf Celluten
Zellstoffteilchen auf Grund ihres höhe- lose einwirken, entweder durch Einlegen von Zellren
spezifischen Gewichts gegen den Gas- »5 stoffblättern in em Laugebad oder durch Zerreißen
strom nach unten sinken und
c) die Sprüheinwirkung der Lauge auf die einzelnen Zellstoffteilchen im statistischen Mittel nicht 'anger als 20 Sekunden dauert.
c) die Sprüheinwirkung der Lauge auf die einzelnen Zellstoffteilchen im statistischen Mittel nicht 'anger als 20 Sekunden dauert.
solcher Blätter zu Schnitzeln innerhalb eines solchen
Bades. Nachdem der Feststoff sich mit Lauge vollgesaugt hat, wird er auf ein bestimmtes Molverhältnis
von Cellulose zu Alkali abgepreßt. Diese Verfahren haben allerdings schwerwiegende Nachteile:
Einmal läßt sich der Zellstoff — gleichgültig ob nach oder schon vor der Laugebehandlung — nicht so
gleichmäßig zerkleinern, daß nicht auch gröbere Teilchen, sogenannte Stippen, anfallen, die einer
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Zellstoff vor dem
Mischen bis auf eine Teilch- ngröße unterhalb 300 μ mahlt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch 35 nachfolgenden Reaktion schwer zugänglich sind und,
gekennzeichnet, daß man als wäßrige Alkali- beispielsweise bei der Veretherung, einen unter Umhydroxidlösung
15- bis 60gewichtsprozentige, vorzugsweise etwa 20- bis SOgewichtsprozentige,
Natronlauge verwendet.
ständen beträchtlichen Anteil unlöslicher Produkte ergeben. Zum anderen isl bei Jieser Art der Zellstoffverarbeitung
die Anwendung eines erheblichen
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis ♦<>
Überschusses an Mercerisierungsmittel und zugleich 3, dadurch gekennzeichnet, daß man Zellstoff an Wasser unumgänglich, da nur dann eine einigerund
Alkalihydroxidlösung in Mengenverhältnissen zwischen etwa 1 :0,8 und 1 :2 miteinander
mischt.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfah- 45 chenspannung nur langsam entgegen dem Kapillarrens
nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekenn- druck in die Fasern eindringen und führt daher zu
zeichnet durch ein Reaktionsgefäß (1). eine daran einer unvollständigen und ungleichmäßigen Quellung
seitlich angeordnete Einfüllöffnung (2) für pul- der Cellulosefasern. Verdünnte Lauge ist in dieser
verig gemahlenen Zellstoff, eine in das Innere des Beziehung zwar besser, hat aber den Nachteil, über-Reaktionsgefäßes
gerichtete, regelbare Gas- 50 schüssiges Wasser mit einzuführen, das sich, beidüse
(3) zum Verstäuben des eingebrachten Zeil- spielsweise bei einer späteren Veresterung oder Ver
maßen vollständige Alkalisierung gelingt: Konzentrierte Lauge greift den Zellstoff zwar oberflächlich
rasch an, kann jedoch infolge ihrer hohen Oberflä-
itoffs, eine in das Innere des Reaktionsgefäßes gerichtete, regelbare Zweistoffdüse (4) zum Vernebeln
von Alkalihydroxidlösung, eine Gasausiöff (5) d i
ätherung der Alkalicellulose, ungünstig auswirken kann.
Etwas günstiger liegen die Verhältnisse bei der fll bk Milklii i id
trittsöffnung (5) und eine Austragsöffnung (6) 55 ebenfalls bekannten Mischalkalisierung. Hier wird
zum Entfernen des Reaktionsprodukts, wobei die der Zellstoff zunächst gemahlen und erst dann in
Gasdüse unmittelbar unterhalb der Einfüllöff- einer liegenden Trommel durch Schaufeln mit in dünnung
angeordnet und steil nach oben gerichtet nem Strahl zugeführter Natronlauge gemischt. Auch
und die Zweistoffdüse im oberen Teil des Reak- bei diesem Verfahren ist jedoch die erzielba« Gleichtionsgefäßes
angeordnet und im wesentlichen 60 mäßigkeit der Mercerisierung nicht voll befriedigend,
senkrecht nach unten gerichtet ist, so daß beide Es ist weiterhin bekannt (GB-PS 434 540), den
Laugeüberschuß zu vermeiden, indem man gemahlenen Zellstoff kontinuierlich mit nebelartig versprühtem
Mercerisierungsmittei mischt, also beide Reak-
sekrecht nach unten gerichtet ist, so daß beide Düseflstfählefl im Innern des Reaktionsgefäßes
aufeinandertreffen.
6; Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die EinfÜllöffnung (2) unter 6$ tionspartner in feinzerteilter Form und in dosierten
einem Winkel von 10 bis 40° gegen die Vertikale Mengen miteinander umsetzt; diese Arbeitsweise
macht es auch möglich, entsprechend dem gewünschten Atkalisierungsgrad Alkalihydroxidlösungen be-
geneigt angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 7, da
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 7, da
3 4
Hebiger Konzentration zu verwenden; zudem kann Als Alkalislerungsmittel ist etwa 20- bis 50gedie
erforderliche Reaktionszelt gegenüber den früher wichtsprozentige wäßrige Natronlauge besonders begenannten
Vwfabren stark verkürzt werden. vorzugt. Man kann jedoch auch starker verdünnte
Dennoch laßt sich eine völlig gleichmäßige Mer- oder etwas konzentriertem Natronlauge verwenden,
cerisierung hier ebenfalls nicht erreichen, denn wenn g wobei 15 oder 60 Gewichtsprozent als ungefähre,
weh — insgesamt gesehen — die Reaktionspartner praktisch zweckmäßige Konzentrationegrenzen gel·
Jn stöcbiometrischen Mengen eingesetzt werden, so ten. Selbstverständlich lassen sich statt Natronlauge
jind doch lokale Schwankungen der Mengenverhalt- auch andere Alkalihydroxidlösungeu einsetzen,
nisse und damit ein Laugeüber- oder -Unterschuß Das erfindungsgeraäße Verfahren hat sich innerin
Teilbereichen nicht auszuschließen. M halb eines weiten Urasetzungsbereichs, d.h. bei un-
Die vorhegende Erfindung hat sich daher die terschiedlichsten Alkaüsierungsgraden, gletcberraa-Aufgabe
gestellt, diese noch immer bestehende ßen gut bewährt. Besonders vorteilhaft arbeitet das
Schwierigkeit zu überwinden, d.h. ein Mittel vor- Verfahren, wenn Zellstoff und Alkalihydroxid in
zuschlagen, mit dem Cellulose innerhalb möglichst Mengenverhältnissen zwischen etwa 1:0,8 und 1:2
kurzer Zeit und unter Vermeidung eines örtlich und/ 15 zur Reaktion gebracht werden,
oder zeitlich schwankenden Laugeangebots mit hoher Wie bereits erwähnt, ist es für die Funktion des
Gleichmäßigkeit und bis zu einem bestimmten vor- Verfahrens gemäß der Erfindung wesentlich, daß die
gegebeaen Umsetzungsgrad alkalisiert werden kann. Benetzung des Zellstoffs mit der dem gewünschten
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch Umsetzungsgrad entsprechenden Alkalihydroxidein
im vorstehenden Anspruch 1 definiertes Verfah- 20 menge rasch erfolgt. Die crfindungsgemäße glcichren
rar Herstellung gleichmäßig mercerisierter Alka- mäßige Mercerisierung wird „rreicht, wenn die ZeIllicellulose.
Gegenstand der Erfindung ht ferner eine Stoffteilchen im statistischen Mktel nicht länger als
in Anspruch 5 definierte Vorrichtung zur Durch- etwa 20 Sekunden innerhalb der freie Lauge enthalführung
des gesamten Verfahrens. tenden Mischzone bleiben.
Zellstoffteilchen werden beim Benetzen mit Alkali- 25 Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahhydroxidlösung
naturgemäß um das Gewicht der rtns ist in der Figur dargestellt, aufgebrachten Laugemenge schwerer. Alkalihydro- In der erfindungsgemäßen Vorrichtung hat es sich
xide wirken auf Cellulose zwar auch auellend, doch im Hinblick auf ein möglichst kontinuierliches Einhandelt
es sich dabei um einen vergleichsweise lang- bringen pulverförmigen Zellstoffs als zweckmäßig
sam ablaufenden Prozeß. Somit ergibt sich zunächst 30 erwiesen, die Einfüllöffnung 2 um 10 bis 40 Grad
eine deutliche Zunahme des spezifischen Gewichts gegen die Vertikale geneigt an der Wand des Reakder
Zellstoffteilchen, die erst mit einsetzender Quel- tionsgefäßes 1 anzuordnen.
lung allmählich von einer Dichteverringerung über- In besonderer Ausführungsform der erfindungs-
lagert wird. Bei hinreichend kurzer Einwirkungszeit gemäßen Vorrichtung sind mehrere Einfüllöffnunder
Lauge sind somit aufgenommene Laugemenge 35 gen 2 an der Außenseite der Wand rings um das
und Erhöhung des spezifischen Gewichts eines Zeil- Reaktions^fäß, vorzugsweise in gleicher Höhe, anstoffteilchens
einander proportional. Diesen Sachver- gebracht, oder die Einfüllöffnung 2 ist als ringförmihalt
ma^.ht sich das Verfahren gemäß der Erfindung ger, unten offener Schacht oder a's ringförmige
zunutze, um eine für alle Zellstoffteilchen gleiche, Rinne mit mehreren, separaten öffnungen nach unbei
einem variierbar vorbestimmten Umsetzungsgrad 40 ten ausgebildet. Dadurch kann das Zellstoffpulver
zuverlässig gestoppte Alkalisierung zn erreichen. Das besonders gleichmäßig in das Reaktionsgefäß eingegeschieht,
indem man zerstäubten, flockigen Zeil- speist werden.
stoff und nebelartig zerteilte Alkalihydroxidlösung in In diesem Fall ist es vorteilhaft, nicht nur eine
pro Zeiteinheit konstanten, dem gewünschten Alkali- einzige sondern mehrere Gasdüsen 3 jeweils untersierungsgrad
entsprechenden Mengen in den Reak- 45 halb der einzelnen Einfüllöffnungen 2 an der Innentionsraum
einspeist und unter intensiver Verwirbe- seite der Gefäßwand, vorzugsweise in gleicher Höhe,
lung miteinander umsetzt. Der Gasstrom, der zum zu verteilen oder aber eine ringförmige Gasdüse 3
Aufwirbeln des Zellstoffs dient, wird dabei von zu verwenden. Auf diese Weise wird der puWerföruntcn
nach oben geführt und so einreguliert, daß er mige Zellstoff besonders gleichmäßig aufgewirbelt,
das Roaktionsgemisch bei einem bestimmten Alkali- 50 Darüber hinaus erreicht man mit dieser Ausführungssierungsgrad
gerade in der Schwebe hält. Sobald e«n form ein besonders homogenes Strömungsprofil und
Zellstoffteilchen mit mehr Lauge benetzt ist, als dem als Folge davon eine besonders scharfe Einstellung
Gleichgewicht zwischen der auf das Teilchen wirken- des Gleichgewichts zwischen Schwerkraft und Aufden
Schwerkraft und der Auftriebskraft des Gas- triebskraft. Stroms entspricht, sinkt es gegen den Gasstrom zu 55
Boden. Damit entfernt es sich aus der Mischzone Beispiel
und wird der Sprüheinwirkung weiterer Lauge ent- Alkaiiceilulose (AC) wurde in einer Vorrichtung
zogen. Die einsetzende Quellung des Teilchens ist „ß d Erfindimg hergestellt, wobei folgende
danti nicht mehr schädlich, so daß gegebenenfalls ^ahrensbeding™geBn vorlagen:
sogar eine Nachquellung des Reaktionsprodukts im 60 & 6
unteren Teil des Reaktionsgefäßes stattfinden kann, . , nn
bevor es - chargenweise oder kontinuierlich - Hohe der Sprühvorrichtung 5000 mm
aus diesem entfernt wird. Durchmesser der Sprühvorrichtung 800 mm
Es hat sich gezeigt, daß das erfindungsgemäße Vordfuck der Zweistoffdüse für die
Verfahren besonders gute Reaktionsprodukte Uetert, 65 NaOH-Sprühung 2,5 atü
wenn der als Ausgangsmaterial verwendete Zellstoff v ' '
vor dem Mischen mit dem Alkalisierungsmittel auf Vordruck der Ringdüse für die
eine Teilchengröße unterhalb 300 μχά gemahlen wird. Zellstoffzerstaubung 1 atu
1
Luftmenge für die Zellstoff-Einblasung 120 m3/h
Luftmenge für die NaOH-Versprühung 105 ms/h
Luftgeschwindigkeit im Zuleitungsrohr für den Zellstoff 26,5 m/sec
Luftgeschwindigkeit im Zuleitungs-
iohr für NaOH 23,5 m/sec
Luftgeschwindigkeit im Sprühturm
für Zellstoff 0,067 m/sec
Luftgeschwindigkeit im Sprühturm füfNaOH 0,059 m/sec
Stündlich wurden in der beschriebenen Vorrichtung 100 kg feingemahlener Zellstoff (Teilchengröße
kleiner 300 μ) mit 82 kg 36gewichtsprozentiger Natronlauge zu Alkalicellulose umgesetzt. Ihre Zusammensetzung
betrug 51,8%> Zellstoff, 16,4 °/o NaOH,
31,8°/« Wasser, und sie hatte ein Schüttgewicht von 125 g/l (JEL-Stampfvolumeter nach DIN-Norm
53 194, 200 Schläge). Ihr Gewicht betrug das l,78fache des Zellstoffgewichtes. Die durchschnittliche
Dicke der Zellstoffasern betrug 16 μ, die der AC-Fasern ebenfalls 16 μ (keine Quellung der Fa-
sern).
Bei höherem Lauge-Einsatz, beispielsweise 213 kg 24gewichtsprozentige Natronlauge auf 100 kg Zellstoff
pro Stunde, erfolgt eine etwa 25prozentige Quellung. Die Zusammensetzung der Alkalicellulose
war 30,1«/» Zellstoff, 16,3VeNaOH, 53,6 e/c Wasser.
Die Dicke der AC-Faser betrug 20 μ.
Claims (1)
1. Verfahren zur Herstellung gleichmäßig mercerisierter
Alkalicellulose durch kontinuierliches Mischen einer dosierten Menge pulverigen Zellstoffes
mit einer dem gewünschten Umsetzungsgrad entsprechenden dosierten Menge nebelartig
zerteilter wäßriger Alkalibydroxidlösung in einem
Reaktionsraum, dadurch gekennzeichnet,
daß man den Zellstoff einem im Reaktionsraum nach oben gerichteten Gasstrom zuführt
und ihn darin aufwirbelt die Alkalihydroxidlösung dem Gasstrom entgegensprüht und das Gesacttsystem
so einstellt daß
a) unter Vermeidung eines örtlichen und/oder
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