DE19613827C1 - Sicherheitsfüllvorrichtung zum Einfüllen einer Narkoseflüssigkeit in ein Vorratsgefäß einer Narkosemitteldosiervorrichtung - Google Patents
Sicherheitsfüllvorrichtung zum Einfüllen einer Narkoseflüssigkeit in ein Vorratsgefäß einer NarkosemitteldosiervorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsfüllvorrichtung nach
dem Oberbgriff des Patentanspruches 1.
Aus der DE 41 06 906 A1 ist eine Sicherheitsfüllvorrichtung
der eingangs genannten Art zum Einfüllen
einer Narkoseflüssigkeit in einen Füllraum eines Narkosemittelverdunsters
bekannt, bei welcher das Befüllen mittels eines in eine Einführöffnung der
Sicherheitsfüllvorrichtung einschiebbaren Kupplungsstückes erfolgt. Das
Kupplungsstück ist mit einer Vorratsflasche verbunden, die das flüssige
Narkosemittel enthält. Nach dem Befüllen des Narkosemittelverdunsters wird
die Einführöffnung mit einem Verschlußstück verschlossen, wobei für das
Einsetzen des Verschlußstückes eine Vorzugsstellung gegenüber der
Einführöffnung einzuhalten ist. Das in die Einführöffnung eingesetzte
Verschlußstück wird mit einer Festspannvorrichtung innerhalb der
Einführöffnung fixiert und gegen eine dort befindliche Dichtung gedrückt.
Nachteilig bei der bekannten Sicherheitsfüllvorrichtung ist, daß beim
Einsetzen des Verschlußstückes in die Einführöffnung die Vorzugstellung
des Verschlußstückes gegenüber der Einführöffnung erst ermittelt werden
muß, indem z. B. im Verschlußstück vorhandene Ausnehmungen
entsprechenden Vorsprüngen in der Einführöffnung zugeordnet werden.
Außerdem besteht die Gefahr, daß das Verschlußstück beim Befüllen
verloren geht und der Narkosemittelverdunster danach nicht mehr einsetzbar
ist, da die in der Einführöffnung vorhandenen Befüll- und Entlüftungskanäle
nicht mehr verschlossen werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Sicherheits
füllvorrichtung der eingangs genannten Art die Anbringung des
Verschlußstückes an der Sicherheitsfüllvorrichtung zu verbessern.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
Der Vorteil der Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß durch die
Anbringung des Verschlußstückes über den Führungshebel und die
Gelenkanbindung an der Aufnahmevorrichtung, das Verschlußstück beim
Herausziehen aus der Einführöffnung immer eine Vorzugstellung gegenüber
der Einführöffnung beibehält und unverlierbar mit der Aufnahmevorrichtung
verbunden ist. Die Vorzugstellung des Verschlußstückes gegenüber der
Einführöffnung wird so erreicht, daß das Verschlußstück innerhalb der
Einführöffnung axial verschiebbar ist und außerhalb der Einführöffnung um
eine zur Längsachse der Einführöffnung senkrecht stehende Drehachse aus
der Einführöffnung heraus verschwenkbar ist.
In vorteilhafter Weise besteht die Gelenkanbindung des Führungshebels
gegenüber der Aufnahmevorrichtung aus einer längs der Einführöffnung
verlaufenden Nut mit einem axial darin verschiebbaren Bolzen welcher mit
dem freien Ende des Führungshebels verbunden ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Die Nut ist zweckmäßig in einer
unterhalb einer Auflagefläche der Einführöffnung verlaufenden, zur
Auflagefläche hin offenen, schlitzartigen Aussparung angeordnet. Der
Führungshebel ist bei aus der Einführöffnung herausgezogenem
Verschlußstück um den Bolzen verschwenkbar.
In vorteilhafter Weise ist zwischen der Aufnahmevorrichtung und dem
Verschlußstück eine das, Verschlußstück in seiner Ruhestellung in
Auswurfrichtung vorspannende Feder vorgesehen. Die Feder ist
zweckmäßigerweise an einer hinteren Anschlagfläche der Einführöffnung
angebracht. Durch die Feder wird das Verschlußstück beim Lösen einer
Festspannvorrichtung ein Stück aus der Einführöffnung herausgeschoben
und läßt sich dadurch einfacher aus der Einführöffnung herausziehen.
Außerdem wird ein nicht sachgemäß festgespanntes Verschlußstück durch
die Feder in den Sichtbereich des Anwenders geschoben, wodurch der
Fehler sofort erkannt und abgestellt werden kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der Zeichnung dargestellt und im
folgenden näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer
Sicherheitsfüllvorrichtung,
Fig. 2 die Sicherheitsfüllvorrichtung nach der Fig. 1 in der
Schnittdarstellung A-A.
Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung eine Sicherheitsfüllvorrichtung 1,
welche mit einem in der Fig. 1 nur stückweise dargestellten
Narkosemittelverdunster 2 verbunden ist. Der Narkosemittelverdunster 2
besitzt in seinem unteren Teil ein Vorratsgefäß 3 für flüssiges Narkosemittel.
Die Sicherheitsfüllvorrichtung 1 besteht aus einer Aufnahmevorrichtung 4 mit
einer Einführöffnung 5 und einem in die Einführöffnung 5 einschiebbaren
Verschlußstück 6. Innerhalb der Einführöffnung 5 sind ein Füllkanal 7 und
ein Entlüftungskanal 8 angeordnet, welche mit dem Vorratsgefäß 3 innerhalb
des Narkosemittelverdunsters 2 verbunden sind. In der in der Fig. 1
dargestellten Position, befindet sich das Verschlußstück 6 in einer
sogenannten Betriebsstellung, in der ein in der Fig. 1 nicht dargestelltes
Kupplungsstück in die Einführöffnung 5 eingeschoben werden kann.
Innerhalb des Kupplungsstückes sind ebenfalls ein Füllkanal und ein
Entlüftungskanal vorhanden, welche mit den Kanälen 7, 8 innerhalb der
Einführöffnung 5 verbunden sind.
Fig. 2 zeigt eine Schnittdarstellung der Sicherheitsfüllvorrichtung 1 längs
einer Schnittlinie A-A. Gleiche Komponenten sind mit gleichen Bezugsziffern
der Fig. 1 bezeichnet. Innerhalb der Einführöffnung 5 befindet sich eine von
einer unteren Auflagefläche 9 abgehende Aussparung 10, Fig. 1, zur
Aufnahme eines mit dem Verschlußstück 6 verbundenen Führungshebels
11. Der Führungshebel 11 ist mit dem hinteren Ende des Verschlußstückes
6 verbunden und steht im rechten Winkel zum Verschlußstück 6. Der
besseren Übersicht wegen ist die Auflagefläche 9, Fig. 1, in der Fig. 2
durch eine Strichlinie veranschaulicht, obwohl sie in dieser Ansicht nicht
sichtbar ist. Innerhalb der Aussparung 10 ist eine längs der Einführöffnung 5
verlaufende Nut 12 vorgesehen, in der ein mit dem Ende des
Führungshebels 11 verbundener Bolzen 13, axial innerhalb der
Einführöffnung 5 verschiebbar, aufgenommen ist. Eine entsprechende Nut
befindet sich auch in dem gegenüberliegenden Wandteil der Aussparung 10.
Die Nut 12 ist in der Fig. 2 der besseren Übersicht wegen vergrößert
dargestellt. Der Bolzen 13 in Verbindung mit der Nut 12 bilden in
Kombination eine Gelenkanbindung des Führungshebels 11 an die
Aufnahmevorrichtung 4. Durch die Gelenkanbindung wird eine axiale
Verschiebbarkeit des Verschlußstückes 6 innerhalb der Einführöffnung 5 und
eine Drehbarkeit des Verschlußstückes 6 außerhalb der Einführöffnung 5
erreicht.
Zum Verschluß der Einführöffnung 5 wird das Verschlußstück 6 längs des
Pfeils 14 um den Bolzen 13 geschwenkt und dann längs der Nut 12
verschoben, bis das Verschlußstück 6 an einem Anschlag oder
Anschlagfläche 15 und einer
Feder 16 anliegt. In dieser Position befindet sich das Verschlußstück 6 in der
sogenannten Ruhestellung, in der der Füllkanal 7 und der Entlüftungskanal
8, Fig. 1, verschlossen sind. In der Ruhestellung wird das Verschlußstück 6
mittels einer Rändelschraube 17 gegen die Auflagefläche 9 verspannt. Die
Rändelschraube 17 ist in der Fig. 1 der besseren Übersicht wegen nicht
dargestellt. Die Feder 16 ist in der Ruhestellung des Verschlußstückes 6
leicht vorgespannt, so daß beim Lösen der Rändelschraube 17 das
Verschlußstück 6 ein Stück aus der Einführöffnung 5 herausgeschoben wird
und dadurch leichter aus der Einführöffnung 5 herausgenommen werden
kann. In der Fig. 2 ist das in die Einführöffnung 5 teilweise eingeschobene
Verschlußstück 6 gestrichelt gezeichnet. Ein weiterer Vorteil der Feder 16
besteht darin, daß ein nicht sachgerecht durch die Rändelschraube 17
festgespanntes Verschlußstück 6 durch die Feder in den Sichtbereich eines
in der Fig. 2 nicht dargestellten Anwenders geschoben wird, wodurch der
Fehler sofort erkannt und abgestellt werden kann.
Claims (4)
1. Sicherheitsfüllvorrichtung zum Einfüllen einer Narkoseflüssigkeit in ein
Vorratsgefäß einer Narkosemitteldosiervorrichtung, mit einer
Aufnahmevorrichtung (4), welche eine Einführöffnung (5) für ein
Kupplungsstück oder ein Verschlußstück (6) aufweist, wobei in einer
Ruhestellung innerhalb der Einführöffnung (5) befindliche Kanäle
(7, 8) zum Befüllen durch das Verschlußstück (6) verschlossen sind,
dadurch gekennzeichnet, daß im Verbindungsbereich zwischen der
Aufnahmevorrichtung (4) und dem Verschlußstück (6) ein im
wesentlichen starrer Führungshebel (11) und eine eine axiale
Verschiebbarkeit des Führungshebels (11) innerhalb der Einführöffnung
(5) und eine Drehbewegung des Führungshebels (11) außerhalb der
Einführöffnung (5) ermöglichende Gelenkanbindung vorgesehen
sind, und daß die Gelenkanbindung aus einer längs der Einführöffnung
(5) verlaufenden Nut (12) und einem innerhalb der Nut axial
verschiebbaren Bolzen (13) besteht, welcher mit einem Ende des
Führungshebels (11) verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut
(12) in einer, unterhalb einer Auflagefläche (9) der Einführöffnung (5)
verlaufenden, zur Auflagefläche (9) hin offenen, schlitzartigen
Aussparung (10) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen der Aufnahmevorrichtung (4) und dem
Verschlußstück (6) eine das Verschlußstück (6) in der Ruhestellung in
Auswurfrichtung vorspannende Feder (16) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder
(16) im Bereich einer hinteren Anschlagfläche (15) der Einführöffnung
(5) angeordnet ist.
Priority Applications (3)
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