DE19611089C2 - Waschverfahren für eine programmgesteuerte Trommelwaschmaschine - Google Patents
Waschverfahren für eine programmgesteuerte TrommelwaschmaschineInfo
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Description
Aus der DE 33 24 481 A1 ist ein Waschverfahren bekannt, bei
dem zu Anfang der Vorwäsche die Trommeldrehzahl reduziert
ist. Durch die reduzierte Drehzahl, die 1,5 bis 8 Minuten
dauert, und bei der die Wäschetrommel abwechselnd im Links-
und Rechtslauf mit Pausen betrieben wird, soll eine bessere
und schnellere Durchfeuchtung der Wäsche gewährleistet sein.
Während der reduzierten Drehzahl hat die Wäschetrommel 30 Um
drehungen pro Minute, wohingegen sie im normalen Waschgang
eine Drehzahl von 50 Umdrehungen pro Minute hat. Nach Ablauf
einer vorbestimmten Zeit mit reduzierter Trommeldrehzahl
schaltet eine Steuerung den Antrieb für die Wäschetrommel au
tomatisch in die höhere, d. h. in die normale Waschgangdreh
zahl von 50 Umdrehungen pro Minute. Mit dieser Waschgangdreh
zahl wird dann bis zum Ende des Waschprogrammes gewaschen.
Auch aus der DE 34 36 786 A1 ist ein Waschverfahren bekannt,
bei dem zu Beginn eines gestarteten Waschprogrammes die
Trommel eine kurze Zeit mit einer geringen Drehzahl (z. B.
30 U/min) anzutreiben, um eine schnelle Durchfeuchtung alle
wäscheteile zu erreichen.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Waschverfahren für eine
programmgesteuerte Trommelwaschmaschine so auszuführen, daß
die Durchfeuchtungsphase der Wäsche verkürzt und die Durch
feuchtung verbessert ist und damit das Waschergebnis verbes
sert wird.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Waschverfahren
nach dem Gegenstand des Patentanspruches 1 gelöst.
Vorteil der Erfindung ist, daß durch den Betrieb der Wäsche
trommel in nur einer Drehrichtung bei einer niedrigen Dreh
zahl eine Verbesserung der Durchfeuchtung und eine Verkürzung
der Durchfeuchtungsphase für die Wäsche erreicht wird. Hier
durch ist das Waschergebnis verbessert.
Zweckmäßige und weiterhin vorteilhafte Weiterbildungen des Verfahrens nach Anspruch 1
sind in von diesem abhängigen Ansprüchen bezeichnet. Für die Waschgänge nach der
Durchfeuchtung sind dies insbesondere die Ansprüche 3 bis 16.
Die Waschmaschine nach Anspruch 17 berücksichtigt einzeln oder in Kombination die
Verfahrensschritte der vorab aufgeführten Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 16.
An Hand der nachfolgenden Beschreibung soll die Erfindung weiter erläutert werden, so
dass sie sich für den Fachmann als ausführbar darstellt.
Eine programmgesteuerte Trommelwaschmaschine weist üblicher
weise eine in einem Laugenbehälter angeordnete und drehbar
gelagerte Wäschetrommel auf, die von einem Antrieb in zumin
dest einer Drehrichtung betrieben werden kann. Über einen
Wasserzulauf kann Wasser gesteuert in den Laugenbehälter ein
gebracht werden, um die Wäsche zu durchfeuchten, zu waschen
und zu spülen. Damit die Wäsche auch bei unterschiedlichen
Temperaturen gewaschen werden kann, ist eine Heizeinrichtung
vorgesehen, die ebenfalls von der Steuereinrichtung steuerbar
ist. Um eine schnelle Durchfeuchtung sicherzustellen, wird
die Drehzahl der Wäschetrommel zu Beginn eines ersten Wasch
ganges für eine vorbestimmte Zeitdauer reduziert und die Wä
schetrommel in nur einer Drehrichtung, betrieben. Die Drehzahl
kann hierbei im Bereich von 30 bis 40 Umdrehungen pro Minute,
vorzugsweise 32 Umdrehungen pro Minute, eingestellt sein.
Während des ersten Waschganges oder der Durchfeuchtungsphase
kann die Wäschetrommel während dieser vorbestimmten Zeitdauer
ohne Unterbrechung oder aber auch mit Unterbrechungen in die
ser einen Drehrichtung betrieben werden. Die vorbestimmte
Zeitdauer kann hierbei zwischen 1 und 5 Minuten betragen.
Der Wasserzulauf in den Laugenbehälter kann hierbei bei
spielsweise zweistufig erfolgen, wobei zu Beginn des Wasser
zulaufes die Wäschetrommel mit einer Drehzahl von 32 Umdre
hungen pro Minute und beispielsweise bei einer Linksdrehung
betrieben und ein erstes Ventil für ca. 10 bis 15 Sekunden
und für 20 Sekunden ein zweites Ventil geöffnet werden. Zwi
schen diesen beiden Füllschritten kann beispielsweise eine
Pause von 5 Sekunden liegen, damit vom ersten auf das Zweite
Ventil umgeschaltet werden kann. Gegebenenfalls kann ein Ve
nil erneut geöffnet werden um dem Laugenbehälter bis zu einem
vorbestimmten Niveau oder bis zum Erreichen der vollständigen
Durchfeuchtung der Wäsche erneut Wasser zuzuführen.
Während oder zu Beginn des ersten Waschvorganges und während
des Zulaufes von Wasser in den Laugenbehälter kann die Wä
schetrommel für eine erste Zeitdauer von 5 bis 20 Sekunden in
dieser Drehrichtung betrieben, für eine zweite Zeitdauer von
2 bis 7 Sekunden stillgesetzt und für eine Zeitdauer von 5
bis 30 Sekunden wieder mit der niedrigen Drehzahl betrieben
werden. In einer zweiten Waschphase, beispielsweise der En
zymphase, wird die Temperatur des Wassers im Laugenbehälter
auf 30-40°C erhöht und die Wäschetrommel, beispielsweise
in nur einer Drehrichtung, vorzugsweise aber mit der niedri
gen Drehzahl und bei wechselnder Drehrichtung betrieben. Der
Antriebsmotor kann hierbei während der Zeitdauer der zweiten
Waschphase zu 50 bis 95% in Betrieb sein. Nach einer vorgege
benen Verweilzeit, die beispielsweise 5 Minuten betragen
kann, läuft dann zumindest eine weitere Waschphase ab. In der
weiteren Waschphase wird das Waschwasser auf die dieser
Waschphase zugeteilte Temperatur aufgeheizt. Die weitere
Waschphase kann dann 15 bis 40 Minuten dauern und der An
triebsmotor zwischen 50 und 95% in Betrieb sein.
Zu Beginn einer Spülphase wird die Wäschetrommel für eine
Zeitdauer von 1 bis 4 Minuten mit der niedrigen Drehzahl und
daran anschließend mit der erhöhten Drehzahl betrieben, wo
durch die Wäsche möglichst schnell und gleichmäßig durch
feuchtet wird. Das eigentliche Spülprogramm läuft dann mit
erhöhter Wäschetrommeldrehzahl ab, die beispielsweise im Be
reich von 41 Umdrehungen pro Minute bis 60 Umdrehungen pro
Minute, vorzugsweise mit 53 Umdrehungen pro Minute, einge
stellt ist. Die Wäschetrommel kann hierbei in beiden Dreh
richtungen, vorzugsweise aber in nur einer Drehrichtung, be
trieben werden. Um das für den Spülvorgang vorgesehene Wasserniveau
im Laugenbehälter zu erreichen, kann während des
Spülvorganges gegebenenfalls zusätzlich Wasser zugeführt wer
den. Das Spülprogramm läuft bei erhöhter Trommeldrehzahl, d. h.
ungefähr 53 Umdrehungen pro Minute und einer Betriebsdauer
der Wäschetrommel von 50 bis 95% beispielsweise folgenderma
ßen ab:
- 1. Spülgang-Normalprogramm:
Füllen des Laugenbehälters auf ein hohes Wasserniveau, wobei der gesamte Spülvorgang bei einer Drehzahl der Wäschetrommel von 53 Umdrehungen pro Minute und einer Betriebsdauer von 50 bis 95% abläuft. - 2. Spülgang-Kurzprogramm:
Füllen des Laugenbehälters auf Normalniveau, wobei die Wä schetrommel mit einer niedrigen Drehzahl von beispielsweise 32 Umdrehungen pro Minute in nur einer Drehrichtung betrieben und das Spülen bei einer Drehzahl von 53 Umdrehungen pro Mi nute und einer Betriebsdauer von 50 bis 95% durchgeführt wird. - 3. Spülgang:
Füllen des Laugenbehälters auf Normalniveau bei 32 Umdrehun gen pro Minute in einer Drehrichtung, Spülen bei 53 Umdrehun gen pro Minute und einer Betriebsdauer von 50 bis 95%. - 4. Spülgang:
Füllen des Laugenbehälters auf Normalniveau bei einer Dreh zahl der Wäschetrommel von 32 Umdrehungen pro Minute in einer Drehrichtung, zeitliches Füllen zur Weichspülereinspülung, Spülen bei einer Trommeldrehzahl von 53 Umdrehungen pro Minu te und einer Betriebsdauer von 50 bis 95%. Bei Programmen mit Vorwäsche kann die niedrige Drehzahl der Wäschetrommel auch in diesem Programmteil für eine definierte Zeitdauer durchge führt werden.
Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Absenkung
des Wasserniveaus im Laugenbehälter, woraus eine Wasser- und
Energieeinsparung resultiert. Die Reinigungswirkung ist durch
ein schnelleres und gleichmäßigeres Durchfeuchten der Wäsche
sichergestellt und die Programmlaufzeiten sind verkürzt.
Claims (17)
1. Waschverfahren für eine programmgesteuerte Trommelwaschma
schine, die Steuermittel für die Drehzahleinstellung eines
Antriebsmotors für eine in einem Laugenbehälter drehbar gela
gerte Wäschetrommel aufweist, wobei die Drehzahl zu Beginn
eines ersten Waschganges für eine vorbestimmte Zeitdauer
niedriger ist als nach Ablauf dieser Zeitdauer,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Waschtrommel während einer vorbestimmten Zeitdauer
von 1 bis 5 Minuten mit einer Drehzahl im Bereich von 30 bis
40 Umdrehungen pro Minute in nur einer Drehrichtung betrieben
wird.
2. Waschverfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wäschetrommel während dieser vorbestimmten Zeitdauer
ohne Unterbrechung in der einen Drehrichtung betrieben wird.
3. Waschverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2,
wobei die Waschmaschine eine Einrichtung zum Zuführen von
Wasser in den Laugenbehälter und eine Heizeinrichtung für das
sich im Laugenbehälter befindende Wasser aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß zu Beginn des ersten Waschganges und während des Zulaufes
von Wasser in den Laugenbehälter die Wäschetrommel für eine
erste Zeitdauer von 5 bis 20 Sekunden in der Drehrichtung be
trieben wird, für eine zweite Zeitdauer von 2 bis 7 Sekunden
stillgesetzt und für ein Zeitdauer von 5 bis 30 Sekunden wie
der mit der niedrigeren Drehzahl betrieben wird.
4. Waschverfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß in einer zweiten Waschphase die Temperatur des Wassers im
Laugenbehälter auf eine Temperatur von 30 bis 40°C aufge
heizt wird.
5. Waschverfahren nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß gegebenenfalls zusätzlich Wasser zugeführt wird, bis ein
vorgegebener Wasserstand im Laugenbehälter erreicht wird.
6. Waschverfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wäschetrommel während der zweiten Waschphase mit der
niedrigen Drehzahl und bei wechselnder Drehrichtung betrieben
wird.
7. Waschverfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Antriebsmotor während der Zeitdauer der zweiten
Waschphase zwischen 50 und 95% in Betrieb ist.
8. Waschverfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich an die zweite Waschphase eine vorgegebene Verweil
zeit und eine weitere Waschphase anschließen.
9. Waschverfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der weiteren Waschphase das Waschwasser auf die dieser
Waschphase zugeteilte Temperatur aufgeheizt wird.
10. Waschverfahren nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehzahl der Wäschetrommel in der zweiten Waschphase erhöht ist,
daß die weitere Waschphase eine Zeitdauer von 15 bis 40 Minu ten hat, und
daß der Antriebsmotor in der weiteren Waschphase zwischen 50 und 95% in Betrieb ist.
daß die Drehzahl der Wäschetrommel in der zweiten Waschphase erhöht ist,
daß die weitere Waschphase eine Zeitdauer von 15 bis 40 Minu ten hat, und
daß der Antriebsmotor in der weiteren Waschphase zwischen 50 und 95% in Betrieb ist.
11. Waschverfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wäschetrommel zu Beginn eine Spülphase für eine Zeit
dauer von 1 bis 4 Minuten mit der niedrigen Drehzahl und dar
an anschließend mit der erhöhten Drehzahl betrieben wird.
12. Waschverfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wäschetrommel in der Spülphase in nur einer Drehrich
tung betrieben wird.
13. Waschverfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die niedrige Drehzahl im Bereich von 20 bis 40 Umdrehun
gen pro Minute liegt.
14. Waschverfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die niedrige Drehzahl 32 Umdrehungen pro Minute beträgt.
15. Waschverfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erhöhte Drehzahl im Bereich von 41 Umdrehungen pro
Minute bis 60 Umdrehungen pro Minute liegt.
16. Waschverfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erhöhte Drehzahl 53 Umdrehungen pro Minute beträgt.
17. Programmgesteuerte Waschmaschine zum Durchführen des Ver
fahrens nach einem der vorstehenden Ansprüche.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19611089A DE19611089C2 (de) | 1996-03-21 | 1996-03-21 | Waschverfahren für eine programmgesteuerte Trommelwaschmaschine |
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|---|---|---|---|
| DE19611089A DE19611089C2 (de) | 1996-03-21 | 1996-03-21 | Waschverfahren für eine programmgesteuerte Trommelwaschmaschine |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19611089A1 DE19611089A1 (de) | 1997-09-25 |
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Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19611089A Revoked DE19611089C2 (de) | 1996-03-21 | 1996-03-21 | Waschverfahren für eine programmgesteuerte Trommelwaschmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19611089C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005012426A1 (de) * | 2005-03-17 | 2006-09-21 | BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH | Benetzungsprozess für die Wäsche in einer programmgesteuerten Waschmaschine |
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| DE19906723C5 (de) * | 1999-02-18 | 2008-07-31 | AEG Hausgeräte GmbH | Verfahren zum Waschen von Wäsche in einer programmgesteuerten Waschmaschine |
| DE10031037A1 (de) | 2000-06-14 | 2001-12-20 | Pharmagg Systemtechnik Gmbh | Verfahren zur Naßbehandlung von Wäsche |
| DE10234473A1 (de) * | 2002-07-29 | 2004-02-12 | BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH | Verfahren zum beschleunigten Benetzen von Wäsche in einer Trommelwaschmaschine |
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| DE3436786A1 (de) * | 1984-10-06 | 1986-04-17 | Miele & Cie GmbH & Co, 4830 Gütersloh | Verfahren zur waschprogrammsteuerung einer trommelwaschmaschine und waschmaschine zur durchfuehrung des verfahrens |
-
1996
- 1996-03-21 DE DE19611089A patent/DE19611089C2/de not_active Revoked
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| DE19611089A1 (de) | 1997-09-25 |
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