DE10031037A1 - Verfahren zur Naßbehandlung von Wäsche - Google Patents
Verfahren zur Naßbehandlung von WäscheInfo
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Abstract
Durchlaufwaschmaschinen (10) verfügen über eine umlaufend antreibbare Trommel (12), durch die einer Naßbehandlung zu unterziehende Wäsche längs hindurchtransportiert wird. Zur Erzielung einer möglichst großen Behandlungsleistung ist man bestrebt, die Trommel (12) mit möglichst großer Umfangsgeschwindigkeit anzutreiben. Das hat jedoch zur Folge, dass die Wäsche von Schaufeln (21) in der Trommel (12) nicht oder nur unvollständig abgeworfen wird. Darunter leidet das Behandlungsergebnis. DOLLAR A Das erfindungsgemäße Verfahren sieht vor, die Trommel (12) mit unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeiten anzutreiben. Beim Abwurf der Wäsche von den Schaufeln (21) wird durch Abbremsen der Trommeln (12) die Umfangsgeschwindigkeit derselben deutlich reduziert, wodurch die Wäsche zuverlässig vollständig von den Schaufeln (21) herunterfällt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Naßbehandlung von
Wäschestücken gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Zur Naßbehandlung von Wäschestücken werden insbesondere in
Wäschereibetrieben sogenannte Durchlaufwaschmaschinen einge
setzt, die über eine um eine vorzugsweise horizontale Längs
mittelachse drehend antreibbare Trommel verfügen. In der läng
lichen Trommel werden die Wäschestücke im Durchlauf gewaschen,
gespült und gegebenenfalls weiteren Behandlungen, insbesondere
Nachbehandlungen, unterzogen. Die Trommel wird vorzugsweise
umlaufend drehend angetrieben, führt also während der Naß
behandlung der Wäsche vollständige Kreisbewegungen aus. In der
Trommel sind Einbauten, und zwar insbesondere Schaufeln, ange
ordnet. Die fest mit der Trommel verbundenen Schaufeln laufen
in Umfangsrichtung der Trommel um und dienen dabei zur Mitnahme
der Wäsche innerhalb der Trommel und zum bedarfsweisen Weiter
transport der Wäsche in Längsrichtung durch die Trommel.
Die Wäsche liegt über einen Teil jedes Umlaufs der Trommel
sowohl vor den Schaufeln als auch an der Innenseite der Trommel
an. Wenn während des drehenden Antriebs der Trommel die außer
mittig darin angeordneten Schaufeln einen oberen Umkehrpunkt
(Scheitelpunkt) erreichen bzw. durchlaufen, fällt die Wäsche
schwerkraftbedingt im Inneren der Trommel herab. Es kommt dabei
zu einem Abwerfen der Wäsche von den Schaufeln und der
Innenseite des Mantels der Trommel.
Um die Behandlungsleistung von Durchlaufwaschmaschinen zu
erhöhen, ist man bestrebt, die Trommel mit einer möglichst
hohen Drehfrequenz anzutreiben, so dass die Trommel mit
möglichst hoher Geschwindigkeit umläuft. Mit zunehmender
Geschwindigkeit bzw. Drehfrequenz der Trommel neigt die Wäsche
insbesondere fliehkraftbedingt an den Schaufeln und der Mantel
fläche der Trommel anzuhaften, wodurch die Wäsche nicht oder
nicht vollständig abgeworfen wird, wenn die Schaufeln den
Scheitelpunkt der Trommel durchlaufen. Das Abwerfen und
Herunterfallen der Wäsche ist für die Wirksamkeit des Wasch
vorgangs und/oder des Spülvorgangs entscheidend. Deshalb führt
ein auch nur unvollständiges Abwerfen und Herunterfallen der
Wäsche zur Verringerung der Intensität der Behandlung, ins
besondere sinkt die Wasch- und/oder Spülleistung. Die größere
Drehfrequenz bzw. Antriebsgeschwindigkeit der Trommel wird
dadurch praktisch wirkungslos.
Ausgehend vom Vorstehenden liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein Verfahren zur wirksameren bzw. leistungsfähigeren
Naßbehandlung von Wäsche zu schaffen.
Ein Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe weist die Maßnahmen des
Anspruchs 1 auf. Dadurch, dass die Trommel mit unterschied
lichen Drehfrequenzen angetrieben wird, lässt sich die Umlauf
geschwindigkeit derselben so verändern, dass sie den Anfor
derungen gerecht wird. Die Nachteile, die durch einen Antrieb
der Trommel einer größeren Drehfrequenz einhergehen, lassen
sich eliminieren, indem die Drehfrequenz zeitweise reduziert
wird. Dadurch kann der in der übrigen Zeit erfolgende
schnellere Antrieb der Trommel seine Vorteile voll entfalten.
Vorzugsweise wird die Trommel umlaufend angetrieben, wobei
während wenigstens einiger, vorzugsweise aber aller Umläufe der
Trommel ein Antrieb derselben mit unterschiedlichen Dreh
frequenzen erfolgt. Die Trommel wird dadurch während mindestens
einiger Umläufe mit einem unterschiedlichen Geschwindigkeits
profil angetrieben, wobei geringere Antriebsgeschwindigkeiten
dann gewählt werden, wenn zu hohe Antriebsgeschwindigkeiten zu
Nachteilen führen würden. In denjenigen Umfangsbereichen der
Trommel, in denen sich höhere Antriebsgeschwindigkeiten nicht
nachteilig auf die Behandlungsleistung, insbesondere die Wasch-
und/oder Spülleistung auswirkt, erfolgt ein schnellere Antrieb
der Trommel, womit insgesamt eine höhere Behandlungsleistung in
der Durchlaufwaschmaschine erzielbar ist.
Gemäß einem bevorzugten Verfahren wird die Trommel während
eines jeweiligen Umlaufs mit zwei unterschiedlichen Dreh
frequenzen angetrieben, die jeweils über einen Teil eines
Umlaufs der Trommel im wesentlichen konstant sind. Demnach
läuft die Trommel bereichsweise mit jeweils gleicher
Geschwindigkeit um, was zu einer Vergleichmäßigung der Naß
behandlung der Wäsche führt.
Es ist weiterhin vorgesehen, zwischen Phasen des Antriebs der
Trommel mit geringerer bzw. höherer Drehfrequenz die Trommel
abzubremsen bzw. zu beschleunigen. Es kommt so zu einem
gestuften Geschwindigkeitsprofil, wobei die Phasen der
Beschleunigung bzw. der Abbremsung der Trommel dazu dienen, die
höheren bzw. geringeren Drehfrequenzen und/oder Umlauf
geschwindigkeiten der Trommel zu erzielen. Insbesondere das
Abbremsen der Trommel von der höheren Umlaufgeschwindigkeit auf
die niedrigere Umlaufgeschwindigkeit führt zu einer Impuls
beaufschlagung der Wäsche, wodurch diese sich besser von der
Trommel und den Schaufeln lösen kann, insbesondere ein wirk
samer und vor allem vollständiger Abwurf der Wäsche gewähr
leistet ist.
Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung wird die Trommel
über einen größeren Teil des Umfangs mit einer größeren Dreh
frequenz angetrieben als mit einer kleineren Drehfrequenz.
Dadurch wird die Geschwindigkeitsreduzierung des Antriebs der
Trommel auf ein Mindestmaß reduziert, wodurch der Leistungs
vorteil durch eine größere Umfangsgeschwindigkeit der Trommel
im maximal möglichen Umfange erhalten bleibt.
Des weiteren ist vorgesehen, dass dann, wenn Einbauten in der
Trommel, insbesondere Schaufeln zur Mitnahme der Wäsche, einen
oberen Umkehrbereich (Scheitelpunkt) in der Trommel erreichen,
ein Antrieb der Trommel mit einer geringeren Umfangsgeschwin
digkeit bzw. Drehfrequenz erfolgt. Die Trommel wird demnach
beim Abwurf der Wäsche langsamer angetrieben, wodurch Flieh
kräfte, die die Wäsche an den Schaufeln und an der Innenseite
des Mantels der Trommel halten könnten, reduziert werden. Das
führt zu einem wirksamen, insbesondere vollständigen Abwerfen
der Wäsche, indem sich diese bei der geringeren Umfangs
geschwindigkeit der Trommel leichter von der Innenwandung der
Trommel und den Schaufeln lösen kann.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens wird dann,
wenn die Schaufeln den oberen Umkehrbereich der Trommel
erreichen - oder auch kurz vorher - der Antrieb der Trommel so
weit abgebremst, dass er von der höheren Drehfrequenz zur
niedrigeren Drehfrequenz gelangt. Bei diesem Abbremsen erhält
die Wäsche einen dynamischen Impuls, der das Ablösen derselben
von den Schaufeln und der Innenseite der Wandung der Trommel
begünstigt, so dass ein zuverlässiger Abwurf der gesamte Wäsche
am oberen Scheitelpunkt der Trommel gewährleistet ist. Es wird
also nicht nur die Wirksamkeit des Abwurfs der Wäsche im
Scheitelbereich der Schaufeln durch die Reduzierung der Umlauf
geschwindigkeit der Trommel verbessert. Es wird vielmehr das
zuverlässige Abwerfen der Wäsche durch die erforderliche
Abbremsung der Trommel zur Verringerung der Drehfrequenz der
selben begünstigt bzw. verstärkt.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nach
folgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Durchlauf
waschmaschine zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens,
Fig. 2 einen Querschnitt durch eine Trommel der Durchlauf
waschmaschine, und
Fig. 3 einen Querschnitt analog zur Fig. 2 mit schematisch
dargestelltem Geschwindigkeitsprofil über einen
Umlauf der Trommel der Durchlaufwaschmaschine.
Die gezeigte Durchlaufwaschmaschine 10 dient vorzugsweise zum
Naßbehandeln von Wäsche in gewerblichen Wäschereien. In der
Durchlaufwaschmaschine 10 werden schematisch in den Fig. 2 und
3 gezeigte Wäschestücke 11 postenweise gewaschen, gespült und
gegebenenfalls einer Nachbehandlung, beispielsweise einer Aus
rüstung, unterzogen. Die Durchlaufwaschmaschine 10 verfügt über
eine längliche Trommel 12 mit einem zylindrischen Trommel
mantel. Die Trommel 12 ist um eine horizontale Längsmittelachse
13 drehend antreibbar. Bei der hier gezeigten Durchlaufwasch
maschine 10 wird die Trommel 12 ganz oder überwiegend umlaufend
angetrieben. Die Trommel 12 führt dadurch aufeinanderfolgende
Vollkreisdrehungen aus.
Die Trommel 12 der hier gezeigten Durchlaufwaschmaschine 10 ist
unterteilt in verschiedene Zonen, nämlich eine Waschzone, die
gegebenenfalls aus einer Vorwaschzone und einer Klarwaschzone
sich zusammensetzen kann, eine Spülzone und gegebenenfalls eine
Ausrüstzone. Die Waschzone, die Spülzone und gegebenenfalls die
Ausrüstzone sind in Behandlungsrichtung 14 aufeinanderfolgend
in der Trommel 12 der Durchlaufwaschmaschine 10 angeordnet. Die
Waschzone, die Spülzone und eventuell auch die Ausrüstzone sind
gebildet aus mehreren in Längsrichtung der Trommel 12 aufein
anderfolgende Kammern 15, wobei die Anzahl der Kammern beliebig
sein kann, also nicht auf das in der Fig. 1 gezeigte Aus
führungsbeispiel beschränkt ist. Insbesondere können die
Kammern 15 unterschiedliche Einbauten aufweisen.
Vor einem (in der Fig. 1 linken) Eingabeende 16 der Trommel 12
der Durchlaufwaschmaschine 10 ist ein Eingabetrichter 17 ange
ordnet. Über den Eingabetrichter 17 können die zu waschenden
Wäschestücke 11 durch das Eingabeende 16 in die Trommel 12 der
Durchlaufwaschmaschine 10 gelangen. Am hinteren (in der Fig. 1
rechten) Ausgabeende 18 der Trommel 12 der Durchlaufwasch
maschine 10 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel eine Ausgabe
rutsche 19 angeordnet. Gewaschene Wäschestücke 11, die die
Trommel über das Ausgabeende 18 verlassen, werden über die
Ausgaberutsche 19 aus der Durchlaufwaschmaschine 10 heraus
transportiert, und zwar gegebenenfalls zu einer darauf
folgenden, nicht gezeigten Entwässerungseinrichtung, wie zum
Beispiel einer Entwässerungspresse.
Die einzelnen Kammern 15 der Trommel 12 sind durch vertikale,
senkrecht zur Längsmittelachse 13 der Trommel 12 verlaufende
Trennwände 20 voneinander getrennt. In den Bereichen der Trenn
wände 20 sind die einzelnen Kammern 15 zur über die gesamte
Längsmittelachse 13 durchgehend einstückig verlaufende Trommel
12 verbunden. Die Trennwände 20 zwischen den Kammern 15 weisen
Öffnungen auf. Zwischen jeweils zwei benachbarten Trennwänden
20 sind in vorzugsweise jeder Kammer 15 Einbauten vorgesehen,
und zwar vorzugsweise Schaufeln 21. Insbesondere ist in jeder
Kammer 15 eine Schaufel 21 vorgesehen, wobei die Schaufeln 21
aller Kammern 15 sowohl gleich als auch unterschiedlich aus
gebildet sein können.
Die Trommel 12 ist mittels in der Fig. 1 symbolisch darge
stellter Auflager 22 beweglich, nämlich drehend auf einem nicht
gezeigten Gestell der Durchlaufwaschmaschine 10 abgestützt. Die
Auflager 22 sind als Laufräder ausgebildet, auf denen der
Mantel der Trommel aufliegt, wobei sich der Mantel beim
drehenden Antrieb der Trommel 12 um die Längsmittelachse 13 auf
den Laufrollen abwälzt.
Erfindungsgemäß wird die Trommel 12 in besonderer Weise ange
trieben. Dieser Antrieb erfolgt mit unterschiedlichen Dreh
frequenzen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel wird die Trommel
mit zwei unterschiedlichen Drehfrequenzen angetrieben. Jeder
der beiden Drehfrequenzen ist über einen Teil des Umlaufs der
Trommel 12 konstant. Das Geschwindigkeitsprofil bei einem
Umlauf der Trommel 12 ist in der Fig. 3 um den Umfang der
Trommel 12 herum schematisch dargestellt. Demnach wird die
Trommel über einen größten Teil 23 ihres Umfangs bzw. eines
Umlaufs mit einer größeren Drehfrequenz von bis zu vierzehn
Umdrehungen pro Minute angetrieben. Diese Drehfrequenz ist über
den größten Teil 23 des Umlaufs der Trommel 12 konstant. Über
einen kleineren Teil 24 ihres Umfangs wird die Trommel 12 mit
einer konstanten kleineren Drehfrequenz angetrieben. Die
kleinere Drehfrequenz beträgt maximal 5 Umdrehungen pro Minute,
ist also um ein Drittel kleiner als die große Drehfrequenz. In
Umlaufrichtung 25 gesehen, folgt auf den Teil 23 mit der
größeren Drehfrequenz eine Abbremsphase 26, die sich wiederum
über einen kleinen Teil des Umfangs der Trommel 12 erstreckt.
Während der Abbremsphase 26 wird die Trommel 12 von der
größeren Drehfrequenz (Teil 23) auf die geringere Drehfrequenz
(Teil 24) kontinuierlich abgebremst. In Umlaufrichtung 25 folgt
auf die geringere Drehfrequenz eine Beschleunigungsphase 27.
Auch diese erstreckt sich über einen kleinen Teil des Umfangs
der Trommel 12 und dient zur Beschleunigung der Trommel von der
kleinen Drehfrequenz (Teil 24) auf die größere Drehfrequenz
(Teil 23).
Derjenige Teil 24 des Umfangs der Trommel 12, über den diese
mit geringere Drehfrequenz angetrieben wird, befindet sich im
oberen Umkehrbereich der Schaufel 21 in der jeweiligen Kammer
15 der Trommel 12, also dort, wo die Wäschestücke 11 den oberen
Scheitelpunkt der Trommel 12 erreichen und hier von der
Schaufel 21 abgeworfen werden, indem sie in der Kammer 15 nach
unten fallen (Fig. 3). Der Teil 24 des Umfangs der Trommel 12,
mit dem diese mit der geringeren Drehfrequenz angetrieben wird,
beginnt etwa dort, wo die Mitte der Schaufel 21 die höchste
Stelle in der Trommel 12 erreicht, also eine vertikale Längs
mittelachse der Trommel 12 schneidet. Der Teil 24, auf dem die
Trommel 12 mit geringerer Drehfrequenz angetrieben wird, endet
dort, wo ein Ende der Schaufel 21 auf die Innenseite des
Mantels der Trommel 12 trifft. Dadurch ist sichergestellt, dass
die Trommel 12 beim Abwurf der Wäschestücke 11 von der Schaufel
21 der jeweiligen Kammer 15 mit der konstanten geringeren
Drehfrequenz angetrieben wird. Dieser mit konstanter geringerer
Geschwindigkeit umlaufende kleinere Teil 24 der Trommel 12
erstreckt sich im gezeigten Ausführungsbeispiel über etwa 32°
des Umfangs der Trommel 12. Demgegenüber ist der Teil 23, über
den die Trommel 12 mit größerer Umfangsgeschwindigkeit ange
trieben wird, erheblich größer, beträgt nämlich im gezeigten
Ausführungsbeispiel etwa 305° des Umfangs der Trommel 12. Die
Abbremsphase 26 erstreckt sich im gezeigten Ausführungsbeispiel
über 13° des Umfangs der Trommel 12. Demgegenüber ist die
Beschleunigungsphase etwas kleiner, erstreckt sich nämlich im
gezeigten Ausführungsbeispiel nur über etwa 10° des Umfangs der
Trommel 12. Je nach Ausbildung der Schaufeln 21 können die
Teile 23 und 24 zum Antrieb der Trommel 12 mit konstanter
höherer oder geringerer Umfangsgeschwindigkeit größer oder
kleiner sein als die Bereiche im Ausführungsbeispiel der
Fig. 3. Ebenso können die Abbremsphase 26 und die Beschleuni
gungsphase 27 größer oder kleiner sein als im gezeigten
Ausführungsbeispiel. Die Abbremsphase 26 und die Beschleuni
gungsphase 27 können gegebenenfalls auch gleich groß sein oder
es kann die Beschleunigungsphase 27 größer sein als die
Abbremsphase 26. Die genauen Längen dieser Phasen hängen neben
der Ausbildung der Schaufeln 21 und sonstiger Einbauten in der
Trommel 12 auch vom Verhältnis der unterschiedlichen
Geschwindigkeiten ab. Sie können demnach den Bedürfnissen ent
sprechend variiert werden, so dass die Erfindung auf das in der
Fig. 3 gezeigte Umfangsgeschwindigkeitsprofil der Trommel 12
nicht eingeschränkt ist.
Durch den Antrieb der Trommel 12 mit unterschiedlichen Dreh
frequenzen, insbesondere dem in der Fig. 3 gezeigten Geschwin
digkeitsprofil während eines Umlaufs der Trommel 12, ist ein
Antrieb derselben mit relativ hoher Umfangsgeschwindigkeit in
einer solchen Phase möglich, in der die Wäschestücke 11 an der
Innenseite der Wandung der Trommel 12 und zeitweise auch an der
Schaufel 21 der jeweiligen Kammer 15 zum Anheben der aus dem
Flüssigkeitsbad 28 anliegen können und sollen. Zum Abwurf der
Wäschestücke 11 von der Schaufel 21 hingegen wird der Antrieb
der Trommel 12 während der Abbremsphase 26 mit konstanter
Verzögerung abgebremst auf die geringere Umfangsgeschwindig
keit. Diese geringere Umfangsgeschwindigkeit ist spätestens
dann erreicht, wenn das Abwerfen der Wäschestücke 11 von der
Schaufel 21 beginnt, vorzugsweise etwas später, wobei die
Verzögerung über die Abbremsphase 26 ein Ablösen der Wäsche
stücke 11 von der Schaufel 21 und dem Innenmantel der Wandung
der Trommel 12 begünstigt, insbesondere ein zusätzlicher
Abwurfimpuls erzeugt wird. Sobald das an der Innenseite des
Mantels der Trommel 12 angrenzende hintere Ende der Schaufel 21
die höchste Stelle der Kammer 15, nämlich den Scheitelpunkt der
Trommel 12, erreicht hat und der Abwurfvorgang der Wäschestücke
11 von der Schaufel 21 beendet ist, wird die Trommel 12 entlang
der Beschleunigungsphase 27 wieder konstant beschleunigt auf
die größere Umlaufgeschwindigkeit zum erneuten Herausheben der
Wäschestücke 11 aus dem Flüssigkeitsbad 28. Dieser Vorgang kann
über einzelne, aber auch mehrere komplette Umläufe der Trommel
12 sich erstrecken. Es ist auch denkbar, die Trommel 12 ständig
mit wechselnden und unterschiedlich großen Drehfrequenzen anzu
treiben, insbesondere mit einem Umfangsgeschwindigkeitsprofil,
wie es beispielsweise in der Fig. 3 gezeigt ist.
10
Durchlaufwaschmaschine
11
Wäschestück
12
Trommel
13
Längsmittelachse
14
Behandlungsrichtung
15
Kammer
16
Eingabeende
17
Eingabetrichter
18
Ausgabeende
19
Ausgaberutsche
20
Trennwand
21
Schaufel
22
Auflager
23
Teil (groß)
24
Teil (klein)
25
Umlaufrichtung
26
Abbremsphase
27
Beschleunigungsphase
28
Flüssigkeitsbad
Claims (12)
1. Verfahren zur Naßbehandlung von insbesondere Wäsche,
wobei die Wäsche in einer drehend antreibbaren Trommel
zumindest gewaschen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die
Trommel (12) mit unterschiedlichen Drehfrequenzen bzw. Umfangs
geschwindigkeiten angetrieben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Trommel (12) umlaufend angetrieben wird und bei wenigstens
einigen Umläufen die Trommel (12) mit unterschiedlichen
Umfangsgeschwindigkeiten bzw. Drehfrequenzen angetrieben wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel (12) während eines
(jeweiligen) Umlaufs mit zwei unterschiedlichen Umfangs
geschwindigkeiten bzw. Drehfrequenzen angetrieben wird, wobei
mindestens eine Umfangsgeschwindigkeit über einen Teil (23, 24)
eines Umlaufs der Trommel (12) im wesentlichen konstant ist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Phasen des Antriebs
der Trommel (12) mit einer konstanten kleineren und einer
konstanten größeren Umfangsgeschwindigkeit eine Abbremsung bzw.
Beschleunigung der Trommel (12) erfolgt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel (12) über einen
größeren Teil (23) ihres Umfangs bzw. Umlaufs mit einer
größeren Umfangsgeschwindigkeit angetrieben wird als mit einer
kleineren Umfangsgeschwindigkeit.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Trommel (12) von
der höheren Umfangsgeschwindigkeit auf die niedrigere Umfangs
geschwindigkeit abgebremst wird und nach Durchlaufen desjenigen
Teils (24) eines Umlaufs der Trommel (12) mit der niedrigeren
Umfangsgeschwindigkeit der Antrieb der Trommel (12) wieder auf
die höhere Umfangsgeschwindigkeit beschleunigt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Wäsche beim jeweiligen Umlauf
der Trommel (12) von Trommeleinbauten, insbesondere Schaufeln
(21), unter Anlage an der Innenseite des Mantels der Trommel
(12) mitgenommen und in einem oberen Umkehrbereich der
Schaufeln (21) innerhalb der Trommel (12) herunterfällt, wobei
im oberen Umkehrbereich der Schaufeln (21) die Trommel (12) mit
der niedrigeren Umfangsgeschwindigkeit angetrieben wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel (12) vor oder beim
Erreichen des oberen Umkehrbereichs (Scheitelpunkt) der
Schaufeln (21) auf die niedrigere Umlaufgeschwindigkeit bzw.
Drehfrequenz vorzugsweise kontinuierlich abgebremst und nach
dem Abwurf der Wäsche von den Schaufeln (21), insbesondere nach
Durchlaufen des oberen Umkehrbereichs der Schaufeln (21)
während einer insbesondere kontinuierlichen Beschleunigungs
phase auf die höhere Umfangsgeschwindigkeit der Trommel (12)
beschleunigt wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass derjenige Teil (23) des Umfangs
der Trommel (12) mit einem Antrieb derselben mit höherer
Umfangsgeschwindigkeit größer ist als der Teil (24) des Umfangs
der Trommel (12) mit einem Antrieb derselben mit einer
kleineren Umfangsgeschwindigkeit.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel (12) von der größeren
Umfangsgeschwindigkeit entlang einer Abbremsphase (26) auf die
geringere Umfangsgeschwindigkeit abgebremst wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel (12) von der kleineren
Umfangsgeschwindigkeit während einer Beschleunigungsphase (27)
auf die größere Umfangsgeschwindigkeit gebracht wird.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Beschleunigen und/oder
Verzögern der Trommel (12) auf die größere Umfangsgeschwindig
keit bzw. die kleinere Umfangsgeschwindigkeit im wesentlichen
kontinuierlich erfolgt.
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