DE19607339A1 - Vorrichtung zur hochelastischen Befestigung von Eisenbahn-Schienen auf Standard-Betonschwellen - Google Patents
Vorrichtung zur hochelastischen Befestigung von Eisenbahn-Schienen auf Standard-BetonschwellenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur hochelastischen
Befestigung von Eisenbahnschienen auf einer Schotterbettung
wie auch einer festen Fahrbahn.
Als Vorrichtungen zur Befestigung von Eisenbahnschienen
existieren zwei getrennte Systeme. Einmal die Befestigungen
für Schwellen oder Träger auf einem Schotteruntergrund und
zum anderen der Oberbau für eine feste Fahrbahn, d. h. eine
Schienenbefestigung für schotterlosen Oberbau. Der Oberbau
auf fester Fahrbahn gewinnt zunehmende Bedeutung mit der
Erhöhung der Achslasten und der Reisegeschwindigkeiten, wobei
es für den Oberbau auf fester Fahrbahn wesentlich ist, daß
eine geforderte Gleiseinfederung erreicht wird.
Jedoch auch Schottergleise, die mit dem Standardoberbau
ausgerüstet sind, weisen oft zu geringe Einfederungswerte der
Schiene für den Einsatz im Hochgeschwindigkeitsverkehr auf
den Neubaustrecken auf. Die Schotterelastizität gestattet
eine Gleiseinfederung, die zu einer Schienenkopfeinsenkung
von etwa 0,6 mm führt. Diese Gleiseinfederung liegt deutlich
unter der heute gewünschten Schienenkopfeinsenkung von 1,5
mm.
Die im Stand der Technik verwendeten elastischen
Zwischenlagen, selbst der Einsatz von sogenannten "weichen"
Zwischenlagen mit statischen Federziffern von c = 50-70 kN/mm,
verbessern die Gleiseinfederung nur auf eine
Schienenkopfeinsenkung von etwa 1,0 mm (in Verbindung mit dem
Schotterbett).
In der EP 0 295 685 ist eine Vorrichtung zur Befestigung von
Eisenbahnschienen auf fester Fahrbahn beschrieben. Um eine
gute Gleiseinfederung zu erzielen ist zwischen dem
Schienenfuß und der Beton-Eisenbahnschwelle eine elastische
Zwischenplatte angeordnet, die für eine ausreichende
Einfederung sorgt. Über der elastischen Zwischenplatte
befindet sich eine Druckverteilungsplatte, die so bemessen
ist, daß sie wie auch die elastische Zwischenplatte seitlich
über dem Fuß der Schiene hinausragt. Auf beiden Seiten des
Schienenfußes sind Winkelführungsplatten angeordnet, die
eine Auflage für Spannklemmen zur Schienenbefestigung bilden
und diese mittels einer Schwellenschraube gegen den Fuß der
Schiene drücken. Die Winkelführungsplatten bilden einen
Schienenkanal, nehmen die Horizontalkräfte auf und leiten
diese über Schrägflächen in Kontakt mit der Betonschwelle in
diese ein. Die Winkelführungsplatten besitzen kammerartige
Ausnehmungen, in welche die beidseits über die Breite des
Schienenfußes hervorstehenden Druckverteilungsplatte und
elastische Zwischenplatte hineinragen können. Die in der
EP 0 295 685 beschriebenen Betonschwellen sind speziell auf
die Verwendung auf einer festen Fahrbahn abgestimmt und
besitzen im Befestigungsbereich eine sehr tiefe Einsparung,
welche die Winkelführungsplatten vollständig aufnimmt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Verwendung
von Standardelementen und unter Verwendung von Standard-
Betonschwellen eine Schienenbefestigung vorzusehen, mit
welcher hohe Schieneneinfederungswerte erreicht werden.
Die Lösung der Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs
1 gelöst.
Indem Winkelführungsplatten verwendet werden, die nahezu
vollständig in die Vertiefung der Betonschwelle eingelegt
werden können, kann trotz der Verwendung von Standard-
Betonschwellen sowohl eine elastische Zwischenplatte, als
auch eine Druckverteilungsplatte und eine
Kunststoffzwischenlage zwischen Schiene und Betonschwelle
angeordnet werden, wobei trotzdem die Verwendung einer
Standard-Spannklemme möglich ist.
Bevorzugte Ausführungsformen sind durch die übrigen Ansprüche
gekennzeichnet.
Indem die Winkelführungsplatten Aufnahmeräume besitzen, die
jeweils in Einbaulage zum Schienenfuß hin offen sind, kann
die elastische Zwischenplatte auf beiden Seiten über die
Breite des Schienenfußes hinaus hervorstehen und in die
Aufnahmeräume der beidseits der Schiene angeordneten
Winkelführungsplatten hineinragen.
Vorteilhafterweise besitzen sowohl die elastische
Zwischenplatte als auch die Druckverteilungsplatte in
Längsrichtung der Standard-Betonschwelle eine größere
Erstreckung als der Schienenfuß und stehen daher auf beiden
Seiten des Schienenfußes über dessen Breite hinaus und in
die Aufnahmeräume der Winkelführungsplatten hinein. Hierdurch
verteilt die Druckverteilungsplatte die vom Schienenfuß auf
sie übertragenen Kräfte auf eine große Fläche und leitet
diese gleichmäßig über die elastische Zwischenplatte in die
Standard-Betonschwelle ein. Des weiteren besitzt diese
Ausführungsform den Vorteil, daß bei der vormontierten
Anlieferung der Befestigungsvorrichtungen auf der Schwelle
die elastische Zwischenplatte wie auch die
Druckverteilungsplatte unverlierbar zwischen den einen
Befestigungspunkt bildenden beiden Winkelführungsplatten
angeordnet sind.
Vorzugsweise werden die Befestigungsschrauben in
auswechselbaren Kunststoff-Schraubdübeln verankert, die sich
in den Standard-Betonschwellen befinden. Hierdurch ist es
möglich, einerseits notwendige Wartungsarbeiten, die einen
Austausch des Schraubdübels erfordern, schnell ausführen zu
können, andererseits die Verwendung verschiedener Standard-
Spannklemmen zu gestatten und die Betonschwelle den
jeweiligen hierzu verwendeten Schwellenschrauben schnell und
sicher anzupassen.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist die Form der
Winkelführungsplatten auf die Verwendung einer Standard-
Spannklemme zur Befestigung des Schienenfußes abgestimmt,
wie sie z. B. in der DE 39 18 091 beschrieben wird. Somit kann
auf eine größtmögliche Anzahl von Standardelementen
zurückgegriffen werden und die Umrüstung bestehender
Gleisanlagen möglicherweise ohne einen Wechsel der
Spannklemmen ausgeführt werden.
Vorzugsweise sind verschiedene Winkel führungsplatten
verwendbar, die in Einbaulage eine unterschiedliche
horizontale Erstreckung in Längsrichtung der Standard-
Betonschwelle besitzen. Hierdurch wird die Lage des
Schienenkanals, der zwischen zwei Winkelführungsplatten
gebildet ist, veränderbar gestaltet und die Spur kann in
einem vorgegebenem Rahmen eingestellt bzw. korrigiert werden.
Vorteilhafterweise sind die Rotationsachsen der
Befestigungsschrauben in einem Winkel zur Vertikalen geneigt.
Hierdurch wird ein Einlegen der Schiene in den Schienenkanal,
der zwischen den Winkelführungsplatten gebildet ist,
wesentlich erleichtert.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines
Ausführungsbeispiels erläutert, das in Fig. 1 dargestellt
ist.
In Fig. 1 ist ein Halbschnitt einer symmetrisch ausgebildeten
Vorrichtung 10 zur Befestigung einer Schiene 12 dargestellt.
Die Schiene 12 bildet gemeinsam mit einer zweiten Schiene 12
ein Eisenbahngleis. Die Vorrichtung 10 dient dazu, den Fuß 14
der Schiene gegen einen Träger 16 zu spannen, der in seiner
Längserstreckung quer zur Längsrichtung der Schiene 12
verläuft.
Der Träger 16 besteht vorzugsweise aus Beton und stellt
beispielsweise eine Standard-Betonschwelle dar, wie sie von
der Deutschen Bahn AG unter der Bezeichnung DB Standard-
Betonschwelle B70 W60 verwendet wird. Diese Standard-
Betonschwelle wird bislang im Schotteroberbau, nicht aber auf
einer festen Fahrbahn verwendet.
Die Standard-Betonschwelle 16, im folgenden kurz mit
Betonschwelle bezeichnet, besitzt in dem Bereich, in dem
jeweils eine Schiene 12 des Schienenpaares aufgenommen wird,
eine senkrecht zur Schwellenlängsachse verlaufende Vertiefung
18, die sich aus einer ebenen Auflagefläche 20 und
sickenförmigen Vertiefungen 22 zusammensetzt. Die
sickenförmigen Vertiefungen verlaufen in Längsrichtung der
Schiene 12 und erstrecken sich über die gesamte
Schwellenbreite oder einen Teil davon. Die sickenförmige
Vertiefung 22 besitzt auf der der Schiene 12 abgewandten
Seite eine Schrägfläche 24.
Des weiteren befindet sich in der Betonschwelle 16 für jede
Befestigungsvorrichtung 10 im Bereich der ebenen
Aufnahmefläche 20 ein Kunststoffdübel (nicht dargestellt),
dessen Längsachse 26 in Einbaulage gegenüber der Vertikalen
geneigt ist. Der Winkel zur Vertikalen beträgt im
dargestellten Ausführungsbeispiel etwa 5°.
Seitlich des Schienenfußes 14 und sowohl auf der ebenen
Aufnahmefläche 20 aufliegend wie auch in die sickenförmige
Vertiefung 22 eingelegt ist jeweils eine Winkelführungsplatte
30, die mit der Winkelführungsplatte auf der anderen Seite
der Schiene einen exakten Schienenkanal bildet. Zusätzlich
dienen die Winkelführungsplatten dazu, Horizontalkräfte
abzutragen und, eine vormontierbare Schienenbefestigung
aufzunehmen.
Die Winkelführungsplatte 30 besitzt eine Führungsfläche 32
für den Schienenfuß 14, die in Montagestellung vorzugsweise
einen geringen Abstand von der zugewandten Seite des
Schienenfußes 14 beabstandet ist. Dadurch wird eine
Schienenkopfeinsenkung möglich, wie sie in Form eines
vorgegebenen Schieneneinfederungswertes gefordert wird. Die
einer Spannklemme 34 zugewandte, in Montagestellung obere
Seite der Winkelführungsplatte 30 ist auf die Form und
Funktion der jeweils verwendeten Spannklemme 34 abgestimmt.
Im vorliegenden Beispiel besitzt die Winkelführungsplatte
eine Führungsrinne 36 zur Aufnahme eines hinteren Stützbogens
der Spannklemme 34, eine Bohrung 38 für eine
Schwellenschraube 40 und eine Führungsrinne 42 für den
Innenschenkel der Spannklemme 34. Auf der in Einbaustellung
der Betonschwelle 16 zugewandten Seite ist die
Winkelführungsplatte 30 korrespondierend zu der Betonschwelle
geformt. Die Schrägfläche 44 der Winkelführungsplatte 30 ist
so geformt, daß eine möglichst vollständige Anlage an der
Schrägfläche 24 der Betonschwelle erfolgt und somit
auftretende Horizontalkräfte möglichst gleichmäßig in die
Betonschwelle abgetragen werden können. Im Bereich der ebenen
Aufnahmefläche 20 der Betonschwelle sind Anstützelemente 46
gebildet, welche die beim Anziehen der Spannklemme 34
auftretenden Vertikalkräfte auf die Betonschwelle 16
übertragen.
Die Winkelführungsplatte 30 besitzt zur Schiene 12 hin ein im
Vertikalschnitt parallel zur Schienenlängsachse gesehen
U-förmiges Profil, dessen Schenkel durch die Abstützelemente 46
gebildet sind. Hierdurch entsteht zwischen der ebenen
Aufnahmefläche 20 der Betonschwelle und dem querverlaufenden
Element des U-förmigen Profils einerseits und zwischen den
beiden Abstützelementen 46 andererseits ein kammerartiger
Aufnahmeraum 48, welcher der Aufnahme von nachfolgend
beschriebenen Elementen dient, die zwischen der Unterseite 50
der Schiene 12 und der ebenen Aufnahmefläche 20 angeordnet
sind.
An dem von der Schiene 12 weg weisenden Ende der
Winkelführungsplatte 30 schließt sich an die Schrägfläche 44
eine im wesentlichen vertikal verlaufende, äußere
Abschlußfläche 28 an, die über die Oberseite 29 der
Betonschwelle 16 außerhalb der Vertiefung 18 hervorragt.
Um sowohl bei einer festen Fahrbahn wie auch auf einer
Schotterbettung, deren Elastizität eine
Schienenkopfeinsenkung von nur etwa 0,6 mm gestattet, eine
geforderte Schienenkopfeinsenkung zu erreichen, wird auf die
ebene Aufnahmefläche 20 der Betonschwelle und somit zwischen
die Unterseite 50 der Schiene und die Betonschwelle eine
elastische Zwischenplatte 52 eingelegt. Die elastische
Zwischenplatte 52 besteht aus einem Elastomer und besitzt
eine statische Federrate, die entsprechend den Anforderungen
einstellbar ist.
Über die elastische Zwischenplatte 52 wird eine
Druckverteilungsplatte 54 aufgelegt, die plan ausgebildet ist
und in einfacher Weise in Walzstahl herstellbar ist. Die
Druckverteilungsplatte 54 wie auch die elastische
Zwischenplatte 52 besitzen eine Erstreckung in Längsrichtung
der Betonschwelle, die größer als die Breite der Schiene 12
an der Unterseite 50 derselben ist. Dadurch ragen die
Druckverteilungsplatte 54 wie auch die elastische
Zwischenplatte 52 jeweils seitlich über den Fuß 14 der
Schiene hervor.
Die elastische Zwischenplatte 52 sowie Druckverteilungsplatte
54 ragen in die kammerartigen Aufnahmeräume 48 der beidseitig
der Schiene angeordneten Winkelführungsplatten 30 hinein und
sind jeweils mit einem in Schwellenlängsachse orientierten
Langloch versehen. Vorzugsweise liegen die elastische
Zwischenplatte 52 sowie Druckverteilungsplatte 54
formschlüssig an den in Längsrichtung der Betonschwelle
verlaufenden Längswänden des Aufnahmeraums 48 an. Die lichte
Höhe des Aufnahmeraumes 48 ist größer bemessen als die
Gesamtdicke von elastischer Zwischenplatte 52 und
Druckverteilungsplatte 54, so daß ein Zusammenpressen der
Endteile der Platten 52 und 54 beim Niederdrücken der
Winkelführungsplatte 30 auf die Betonschwelle 16 im
wesentlichen vermieden wird. Die von der Spannklemme 34
aufgebrachte Kraft wird über die Winkelführungsplatte im
wesentlichen direkt auf die Betonschwelle 16 übertragen,
wodurch der Schienenneigungswinkel in der geforderten
Genauigkeit auch dann eingehalten wird, wenn die zwei
Spannklemmen eines Befestigungspunktes eventuell ungleich
vorgespannt werden.
Die hochelastische Zwischenplatte 52 erlaubt der Schiene die
notwendige vertikale Einsenkung und kann so gewählt werden,
daß die gewünschte Einfederung der Schiene erreicht wird. Die
stählerne Druckverteilungsplatte 54 verteilt. Die
Vertikalkräfte, die auf die Schiene wirken, gleichmäßig auf
eine große Fläche. Somit wirkt die Druckverteilungsplatte 54
als künstliche Verbreiterung des Schienenfußes.
Zwischen Druckverteilungsplatte 54 und der Unterseite 50 der
Schiene 12 ist zusätzlich eine Kunststoffzwischenlage 56
angeordnet.
Bei der Vorrichtung 10 zur Befestigung von Eisenbahnschienen
auf Schotterbettung wie auch einer festen Fahrbahn können
verschiedene, in der Technik bekannte Spannklemmen 34 und
Schwellenschrauben 40 zur Anwendung gelangen. Im vorliegenden
Beispiel ist die Schiene mit der im Schotteroberbau üblichen
elastischen Spannklemme SKL 14 verspannt. Hierbei liegen die
beiden freien Federarme 58 der Spannklemme 34 auf dem
Schienenfuß auf. Zusätzlich ist der Schienenfuß von einer
Mittelschleife überragt, die als Kippschutz wirkt. Die
vertikale Verspannung der Schiene erfolgt durch Anziehen der
Schwellenschraube 40, die in auswechselbaren Kunststoff-
Schraubdübeln verankert ist. Nach dem Anziehen der
Spannschraube 40 üben die beiden freien Federarme 58 der
Spannklemme 34 eine Kraft von etwa 2 × 10 kN bei einem
elastischen Federweg von ca. 13 mm auf die Schiene aus.
Die Schienenbefestigung kann vormontiert auf der Schwelle
angeliefert werden. Hierzu befinden sich die Spannklemmen in
einer Vormontagestellung, die für die in Fig. 1 dargestellte
Spannklemme SKL 14 in der eingangs genannten DE 39 18 091
dargestellt ist. Die Schwellenschraube 40 ist nur einige
Umdrehungen in den Kunststoffdübeln eingeschraubt und
gestattet es, daß die Spannklemme 34 gegenüber der in Fig. 1
dargestellten Montagestellung nach links verschoben
vormontiert, d. h. von dem Ort der später aufgesetzten
Schiene wegbewegt ist. Hierzu befindet sich die Spannklemme
34 nicht mehr in der Führungsrinne 36 der
Winkelführungsplatte 30.
Über die Schwellenschraube 40 sind einerseits die Spannklemme
34 und die Winkelführungsplatte 30, andererseits aber auch
die elastische Zwischenplatte 52 sowie die
Druckverteilungsplatte 54 auf der Betonschwelle 16 in der
Montagestellung lagefixiert. Bei der Schienenmontage muß
lediglich die Kunststoffzwischenlage 56 zwischen die
Unterseite 50 der Schiene 12 und die Druckverteilungsplatte
54 zwischengelegt werden, die Spannklemme 34 in Richtung des
Schienenfußes verschoben werden, so daß die freien Federarme
58 auf den Schienenfuß 14 aufliegen und die Schwellenschraube
40 abschließend festgezogen werden.
Im Montagezustand bilden die beidseits der Schiene 12
angeordneten Winkelführungsplatten 30 einen Schienenkanal,
und tragen die Horizontalkräfte über den Kontakt der
Schrägflächen 45 sowie 24 in die Betonschwelle 16 ab.
Zusätzlich wird ein Teil der auftretenden Horizontalkräfte
durch die in einem Winkel zur Vertikalen geneigten Achsen 26
der Schwellenschrauben 40 in die Betonschwelle eingeleitet.
Das Befestigungssystem 10 ist so ausgelegt, daß eine
Höhenregulierung bis zu 5 mm ohne Stopfarbeit möglich ist.
Des weiteren kann, falls dies gewünscht wird, eine
Spurregulierung von bis zu +/- 10 mm durchgeführt werden,
indem speziell geformte Winkelführungsplatten 30 eingesetzt
werden, deren Zusammenwirken beiderseits der Schiene 12 den
Schienenkanal gezielt in Längsrichtung der Betonschwelle 16
verschieben.
Nachdem die elastische Zwischenplatte 52 die geforderte, hohe
Schienenfederung in Form einer vorgegebenen
Schienenkopfeinsenkung von etwa 1,5 mm gestattet, ist die
beschriebene Schienenbefestigung auch für den Einsatz von
Hochgeschwindigkeitszügen auf Neubaustrecken geeignet. Somit
ist es möglich, ein bestehendes Schottergleis unter
Weiterverwendung der Standard-Betonschwellen auf das
erfindungsgemäße Befestigungssystem umzurüsten, wodurch
dieses auch für den Einsatz im Hochgeschwindigkeitsverkehr
geeignet wird.
Des weiteren besteht die Möglichkeit, die Hohlräume der
Schotterbettung mit Beton, Asphalt oder dergleichen
auszugießen und somit ohne einen Wechsel des
Befestigungssystems dieses auf einer festen Fahrbahn
weiterzuverwenden, weil die erfindungsgemäße
Schienenbefestigung auch ohne den Beitrag des
Schotterunterbaus für die Gesamtelastizität die gewünschten
hohen Einfederungswerte erzielt.
Claims (9)
1. Vorrichtung zur hochelastischen Befestigung von
Eisenbahnschienen (12) auf einer Schotterbettung wie
auch einer festen Fahrbahn, umfassend:
- - eine für das Schottergleis verwendete Standard- Betonschwelle (16);
- - je Befestigungspunkt der Eisenbahnschiene (12) auf der Standard-Betonschwelle (16) zwei Winkelführungsplatten (30), die beidseitig des Schienenfußes (14) zu dessen seitlicher Führung angeordnet sind;
- - je Winkelführungsplatte (30) eine durch sie hindurchtretende Befestigungsschraube (40), die eine spannbare Klemme (34) gegen den Schienenfuß (14) preßt und den Schienenfuß (14) wie auch die Winkelführungsplatte (30) gegen die Standard- Betonschwelle (16) drückt;
- - mindestens eine zwischen dem Schienenfuß (14) und der Standard-Betonschwelle (16) angeordnete, elastische Zwischenplatte (52); wobei
- - die Winkelführungsplatten (30) an ihrem von der Schiene (12) abgewandten Ende eine erste (24) und eine zweite Fläche (28) besitzen, wobei die erste Fläche (24) in Einbaulage schräg zur Vertikalen geneigt ist und an einer entsprechend geformten Schrägfläche (44) der Standard-Betonschwelle (16) anliegt, und die zweite Fläche (28) im wesentlichen vertikal ausgerichtet ist und sich über die Oberseite der Standard-Betonschwelle (16) erhebt.
2. Vorrichtung zur Befestigung von Eisenbahnschienen (12)
nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Winkelführungsplatten (30) Aufnahmeräume (48)
besitzen, die jeweils in Einbaulage zum Schienenfuß (14)
hin offen sind.
3. Vorrichtung zur Befestigung von Eisenbahnschienen (12)
nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die mindestens eine elastische Zwischenplatte (52) in
Längsrichtung der Standard-Betonschwelle (16) eine
größere Erstreckung aufweist als der Schienenfuß (14)
und auf beiden Seiten über dessen Breite hinaus
hervorsteht und in die Aufnahmeräume (48) der
Winkelführungsplatten (30) hineinragt.
4. Vorrichtung zur Befestigung von Eisenbahnschienen nach
Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem Schienenfuß (14) und der Standard-
Betonschwelle (16) eine Druckverteilungsplatte (54)
angeordnet ist, wobei die Druckverteilungsplatte (54) in
Längsrichtung der Standard-Betonschwelle (16) eine
größere Erstreckung aufweist als der Schienenfuß (14)
und auf beiden Seiten des Schienenfußes (14) über
dessen Breite hinaus hervorsteht und in die
Aufnahmeräume (48) der Winkelführungsplatten (30)
hineinragt.
5. Vorrichtung zur Befestigung von Eisenbahnschienen nach
einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Befestigung einen Schieneneinfederungswert von
mindestens 1,5 mm erreicht.
6. Vorrichtung zur Befestigung von Eisenbahnschienen nach
einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Befestigungsschrauben (40) in auswechselbaren
Kunststoff-Schraubdübeln verankert werden, die sich in
den Standard-Betonschwellen (16) befinden.
7. Vorrichtung zur Befestigung von Eisenbahnschienen nach
einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Form der Winkelführungsplatten (30) auf die
Verwendung einer Standard-Spannklemme (34) zur
Befestigung des Schienenfußes (14) abgestimmt ist.
8. Vorrichtung zur Befestigung von Eisenbahnschienen nach
einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
verschiedene Winkelführungsplatten (30) verwendbar sind,
die in Einbaulage eine unterschiedliche horizontale
Erstreckung in Längsrichtung der Standard-Betonschwelle
besitzen.
9. Vorrichtung zur Befestigung von Eisenbahnschienen nach
einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Rotationsachsen (26) die Befestigungsschrauben (40)
in einem Winkel zur Vertikalen geneigt sind.
Priority Applications (18)
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