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DE19603081A1 - Hochspannungs-Vakuumschalter - Google Patents

Hochspannungs-Vakuumschalter

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DE19603081A1
DE19603081A1 DE1996103081 DE19603081A DE19603081A1 DE 19603081 A1 DE19603081 A1 DE 19603081A1 DE 1996103081 DE1996103081 DE 1996103081 DE 19603081 A DE19603081 A DE 19603081A DE 19603081 A1 DE19603081 A1 DE 19603081A1
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Ottmar Prof Dr Ing Mueller
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MUELLER, OTTMAR, PROF. DR.-ING.HABIL., 12459 BERLI
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FACHHOCHSCHULE fur TECHNIK UN
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Description

Die Erfindung betrifft einen Hochspannungs-Vakuumschalter mit einer Vakuumschaltkammer, die einen von einem Isolierzylinder, vorzugsweise aus Keramik, umschlossenen Vakuumraum aufweist, wobei die obere und untere Öffnung des Isolierzylinders mit jeweils einer Endplatte vakuumdicht verschlossen ist und in dem mittleren Bereich der oberen Endplatte ein feststehender Schaltstift mit einem feststehenden Schaltkontakt an seinem unteren Ende vakuumdicht befestigt ist und axial zu dem fest­ stehenden Schaltstift ein beweglicher Schaltstift mit einem beweglichen Schaltkontakt an seinem oberen Ende relativ zu dem feststehenden Schaltstift in Längsrichtung verschiebbar in der unteren Endplatte angeordnet ist und durch einen an der unte­ ren Endplatte und im Bereich des oberen Endes des beweglichen Schaltstiftes vakuumdicht befestigten Metallfaltenbalg gegen­ über dem Vakuumraum abgedichtet ist, wobei an der oberen End­ platte, das Potential derselben tragend, ein Steuerschirm aus Metall elektrisch angelenkt ist, der sich in dem Vakuumraum erstreckt und einen nach unten offenen Raum umschließt, in dem konzentrisch zu dem Steuerschirm der feststehende Schaltstift mit seinem Schaltkontakt angeordnet ist, wobei beide Schalt­ kontakte sich in der Stellung "EIN" und der Stellung "SCHAL- TEN" innerhalb des von dem Steuerschirm umschlossenen Raumes befinden, wobei an der unteren Endplatte, das Potential der­ selben tragend, axial zu dem oberen Steuerschirm ein unterer Steuerschirm aus Metall elektrisch angelenkt ist, der sich in dem Vakuumraum erstreckt und einen nach oben offenen Raum um­ schließt, in dem konzentrisch zu dem Steuerschirm der beweg­ liche Schaltstift mit seinem Schaltkontakt sowie den ihn ko­ axial umgebenden Metallfaltenbalg angeordnet ist, wobei der bewegliche Schaltkontakt im ausgeschalteten Zustand in der Stellung "ISOLIEREN" sich innerhalb des von dem unteren Steuerschirm umschlossenen Raumes befindet.
Es sind bereits Hochspannungs-Vakuumschalter der eingangs be­ schriebenen Art bekannt.
In der DE 24 07 001 ist dabei ein Vakuumschalter beschrieben, der ein äußeres Lichtbogenschutzelement, zu dem konzentrisch zwei innere Lichtbogenschutzelemente angeordnet sind, auf­ weist. Diese umgeben jeweils die voneinander entfernten elek­ trischen Kontakte einerseits und Teile der stationären sowie der beweglichen Elektroden andererseits. Dieser Aufbau führt zu einem sehr großen Gesamtdurchmesser der Vakuumschaltkammer. Der konstruktive Aufwand ist dabei sehr hoch, wobei die inneren Lichtbogenschutzelemente mit den Potentialringen über zusätzliche Isolatoren gehalten werden müssen.
In der DE-AS 27 54 547 ist ein Vakuumschalter beschrieben, bei dem die Trennung von "Schalten" und "Isolieren" dadurch er­ reicht wird, daß die zur Isolierung dienende Elektrode auf der Festkontaktseite aus einem allseitig geschlossenen, topfförmi­ gen Zylinder besteht, der im Bereich des feststehenden Kontak­ tes einen eingezogenen Boden hat, in dem der feste Schaltkon­ takt angeordnet ist. Die Bodentiefe des Festkontaktes ist so ausgebildet, daß der Schaltvorgang, in dem der Schaltlichtbo­ gen trennt, nur in dieser Tiefe erfolgt. Die geschlossene Wan­ dung der Vertiefung kann jedoch nicht vermeiden, daß der mit extremer Geschwindigkeit radial ausströmende Metalldampf unterschiedlich reflektiert wird. Damit schlägt sich der Me­ talldampf teilweise an der Innenwand des Isolierzylinders nie­ der. Die Isolierung wird damit stark beeinträchtigt.
Die dem beweglichen Kontakt zugeordnete Steuerelektrode nimmt an einem vorspringenden Teil den der Abdichtung des bewegli­ chen Kontaktes dienenden Metallbalg auf. Die Steuerelektrode weist damit eine veränderte Form im Vergleich zur Gegenelek­ trode auf. Außerdem zwingt die Anordnung des Metallfaltenbal­ ges dazu, daß der gesamte Raum zwischen diesem und dem beweg­ lichen Schaltstift bis in die Nähe der unteren Endplatte in den Vakuumraum einbezogen wird. Damit wird die Abführung der Wärme erschwert, und es besteht die Gefahr eines Wärmestaus.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Hochspannungs- Vakuumschalter entsprechend dem Oberbegriff nach Anspruch 1 zu schaffen, der einen relativ einfachen konstruktiven Aufbau aufweist und wobei während des Schaltvorganges kein Metall­ dampf auf die Isolierwände austreten kann und ein Wärmestau verhindert sowie im ausgeschalteten Zustand ein eindeutiges axiales elektrisches Feld gewährleistet wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die in den Vakuumraum hineinragenden freien Enden des oberen und unteren Steuerschirmes jeweils als ein das elektrische Feld steuernder Potentialring mit einer halbrundförmigen Krümmung ausgebildet sind, die mit ihrem Innenrand in den von dem zuge­ hörigen Steuerschirm umschlossenen Raum hineinragt und einen mit diesem verbundenen, zu dem Raum hin offenen kreisförmigen Raum bildet und der Innenrand als ein zylinderförmiger Schirm ausgebildet ist, wobei der zylinderförmige Schirm in dem obe­ ren Steuerschirm etwas unterhalb der Stellung "SCHALTEN" des beweglichen Schaltkontaktes und der zylinderförmige Schirm in dem unteren Steuerschirm etwas oberhalb der Stellung "ISOLIE- REN" des beweglichen Schaltkontaktes liegt und wobei die ein­ ander gegenüberliegenden vorderen Enden der Potentialringe einen Abstand zueinander aufweisen, der zwischen der Stellung "oberer Potentialring" und der Stellung "unterer Potential­ ring" geringer ist als der Abstand zwischen der Stellung "EIN" des feststehenden Schaltkontaktes und der Stellung "ISOLIEREN" des beweglichen Schaltkontaktes.
Vorzugsweise entspricht der Abstand zwischen der Stellung "EIN" und der Stellung des oberen Potentialringes annähernd der doppelten Höhe des Schalthubes des beweglichen Schaltkon­ taktes.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung wird erreicht, daß die aus dem Schaltlichtbogen resultierenden Metalldämpfe durch den oberen Steuerschirm aufgenommen werden. Ein Niederschlag auf der Innenwand des Isolierzylinders wird verhindert. Dabei nimmt der kleinere, kreisförmige Raum auch verwirbelnde Me­ talldämpfe auf.
Eine weitere Verbesserung zur Aufnahme von Metalldämpfen kann dadurch erreicht werden, daß der obere Steuerschirm in Rich­ tung der halbrundförmigen Krümmung, mindestens im Bereich zwischen der Stellung "EIN" und der Stellung "SCHALTEN" der Schaltkontakte, konisch verjüngt ist.
Die halbrundförmige Krümmung des oberen Steuerschirmes, deren Innenwand ein zylinderförmiger Schirm ist, dient außerdem da­ zu, die Wiederkehrspannung unmittelbar nach dem Löschen des Schaltlichtbogens zu beherrschen. Der obere Teil des Steuer­ schirmes trägt mit zur Verminderung eines elektrischen Feldes bei, das axiale und radiale Komponenten aufweist. Hierdurch werden in diesem Bereich auch hohe Spannungen beherrscht.
Dadurch, daß das untere Ende des oberen Steuerschirmes einen Potentialring mit einer halbrundförmigen Krümmung bildet, dem an dem unteren Steuerschirm ein zweiter entsprechender Poten­ tialring gegenübersteht, ist ein symmetrisches elektrisches Feld vorhanden.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung wird ebenfalls erreicht, daß sich die Wärme, die vor allem an den Schaltkontakten ent­ steht, verteilen kann.
Zur Abführung der Wärme, insbesondere von den heißen Schalt­ kontakten, ist es vorteilhaft, daß der bewegliche und der feststehende Schaltstift rohrförmig ausbildet ist, wobei der bewegliche Schaltstift an seinem Umfang Durchbrechungen auf­ weist, über die sein rohrförmiger Innenraum mit dem Raum zwi­ schen dem Metallfaltenbalg und dem beweglichen Schaltstift verbunden ist.
Dabei können der rohrförmige Innenraum der Schaltstifte mit der freien Atmosphäre in Verbindung stehen. Damit ist über den rohrförmigen Raum in dem beweglichen Schaltstift und seinen Durchbrechungen der von dem Metallfaltenbalg umschlossene Raum mit der die Vakuumschaltkammer umgebenden freien Atmosphäre verbunden.
Eine Kühlung kann aber auch dadurch verbessert werden, daß die rohrförmigen Räume der Schaltstifte und der von dem Metall­ faltenbalg umschlossene Raum mit einem die Vakuumschaltkammer umgebenden Isoliergas, vorzugsweise SF₆, verbunden ist.
Es ist zweckmäßig, daß die Steuerschirme aus einem hochschmel­ zenden Material, vorzugsweise einem unmagnetischen Stahl, be­ stehen.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
In der zugehörigen Zeichnung zeigt die Figur den Längsschnitt einer Vakuumschaltkammer für einen Hochspannungs-Vakuumschal­ ter.
Die Wandung der Vakuumschaltkammer 1, die einen Vakuumraum 11 umschließt, ist als ein Isolierzylinder 2, vorzugsweise aus Keramik, ausgebildet. Den stirnseitigen Abschluß der Vakuum­ schaltkammer 1 bilden mit dem Isolierzylinder 2 vakuumdicht verbundene Endplatten 3; 4. Im mittleren Bereich der oberen Endplatte 3 ist ein, einen Schaltkontakt 5 tragender, fest­ stehender Schaltstift 6 vakuumdicht, kraftschlüssig befestigt. Ein, einen Schaltkontakt 7 tragender, beweglicher Schaltstift 8 ist axial und in Längsrichtung zu dem feststehenden Schalt­ stift 6 verschiebbar in der unteren Endplatte 4 angeordnet. Über selbstfedernde Kontaktelemente 9 ist der Schaltstift 8 in der unteren Endplatte 4 geführt. Die Kontaktelemente 9 weisen vorzugsweise eine schraubenfederartige Form auf und bestehen aus Beryllium-Bronze. Über die Kontaktelemente 9 ist der be­ wegliche Schaltkontakt 7 durch eine Anschlußschiene 10 mit Nachbarkomponenten elektrisch verbunden. Um den beweglichen Schaltstift 8 ist ein Metallfaltenbalg 12 koaxial angeordnet. Das obere Ende des Metallfaltenbalges 12 ist zur vollen Aus­ nutzung der Länge vorzugsweise mit dem beweglichen Schaltkon­ takt 7 und sein unteres Ende mit der unteren Endplatte 4 vakuumdicht verbunden. Das obere Ende des Metallfaltenbalges 12 kann aber auch im Bereich des Schaltkontaktes 7 mit einer separaten Metallscheibe verbunden sein, die zugleich am Schaltstift 8 vakuumdicht befestigt ist. Der Metallfaltenbalg 12 dichtet den Vakuumraum 11 gegenüber dem beweglichen Schalt­ stift 8 ab. Der Schaltstift 8 ist rohrförmig ausgebildet und mit Durchbrechungen 13 versehen. Er steht mit der die Vakuum­ schaltkammer 1 umgebenden Atmosphäre, die Luft oder ein Iso­ liergas, vorzugsweise SF₆, sein kann, in Verbindung. Damit wird von dem heißen beweglichen Schaltkontakt 7 und dem Schaltstift 8 die Wärme sowohl innerhalb als auch außerhalb abgeführt. Der feststehende Schaltstift 6 kann ebenfalls rohr­ förmig ausgebildet sein, so daß über Luft oder ein Isoliergas die Wärme von dem festen Schaltkontakt 5 auch mittels Konvek­ tion abführbar ist. An dem oberen Ende des festen Schalt­ stiftes 6 ist eine Anschlußschiene 14 zur elektrischen Verbin­ dung mit Nachbarkomponenten angeordnet. Die Schaltkontakte 5; 7 bestehen aus einem Cu-Cr-Sinterwerkstoff und sind mit Aus­ nehmungen versehen, die das den Ausschaltstrom umgebende Mag­ netfeld in Höhe und Richtung beeinflussen.
Ein oberer Steuerschirm 15 aus hochschmelzendem Metall ist an der oberen Endplatte 3, das Potential derselben tragend, elek­ trisch angelenkt. Der Steuerschirm 15 verläuft in seinem oberen Teil zylindrisch und in seinem unteren Teil konisch. Er erstreckt sich von der oberen Endplatte 3 nach unten in den Vakuumraum 11 und umschließt einen nach unten offenen Raum 16. Das untere Ende des Steuerschirmes 15 bildet einen oberen Potentialring 17, der eine halbrundförmige Krümmung 18 auf­ weist, die nach oben in den Raum 16 gerichtet ist, wobei deren Innenrand einen zylinderförmigen Schirm 19 bildet.
Zwischen dem unteren Ende des Steuerschirmes 15 und dem zylin­ derförmigen Schirm 19 besteht ein kleiner, nach oben offener kreisförmiger Raum 20.
In dem Raum 16 ist konzentrisch zu dem Steuerschirm 15 der feststehende Schaltkontakt 5 angeordnet. An diesem liegt in der Stellung "EIN" H₀ der bewegliche Schaltkontakt 7 an. In der Stellung "SCHALTEN" H₁ umschließt der Steuerschirm 15 den beweglichen Schaltkontakt 7 ebenfalls. Die Stellung H₁ liegt dabei etwas über dem oberen Ende des zylinderförmigen Schirmes 19. Damit wird erreicht, daß die durch den Schaltlichtbogen entstehenden Metalldämpfe sich an der Innenseite des oberen Steuerschirmes 15 niederschlagen und in dem offenen Raum 20 sich verwirbelnde Metalldämpfe aufgefangen werden. Ein Be­ schlagen der Innenwand des Isolierzylinders 2 wird auf diese Weise verhindert.
Es hat sich als ausreichend erwiesen, daß der Abstand zwischen der Stellung "EIN" H₀ und der Stellung H₂ am oberen Potential­ ring 17 annähernd der doppelten Höhe des Schalthubes H₀ - H₂ entspricht.
Durch die halbrundförmige Krümmung 18 wird aber auch erreicht, daß unmittelbar nach dem Löschen des Schaltlichtbogens die Wiederkehrspannung beherrscht wird, während durch den zylin­ derförmigen Schirm 19 ein, axiale und radiale Komponenten auf­ weisendes, zu hohes elektrisches Feld vermieden wird und somit hohe Einschwingspannungen beherrscht werden können.
Gegenüber dem oberen Potentialring 17 in einer Stellung H₂ ist in einem vorbestimmten Abstand in einer Stellung H₃ ein unterer Potentialring 21 angeordnet. Er bildet den oberen Endpunkt eines unteren Steuerschirmes 22 aus hochfestem Metall, der in gleichartiger Weise wie der obere Steuerschirm 15 ausgebildet ist. An seinem vorderen Ende weist er einen unteren Potentialring 21 mit einer halbrundförmigen Krümmung 23 auf. Der untere Steuerschirm 22 ist an der unteren End­ platte 4, das Potential derselben tragend, elektrisch ange­ lenkt. Er umschließt einen Raum 24, in dem der bewegliche Schaltkontakt 7 im ausgeschalteten Zustand die Stellung "ISOLIEREN" H₄ bzw. die Stellung "AUS" einnimmt. Die Poten­ tialringe 17; 21 steuern das elektrische Feld und bestimmen das Isoliervermögen.
Wie bereits dargelegt, bestehen die Steuerschirme 15; 22 aus einem hochschmelzenden Material. Ein unmagnetischer Stahl ist dafür sehr gut geeignet.
Soll ausgehend von der in der Figur gezeigten Ausbildung der Vakuumschaltkammer 1 ein Ausschaltvorgang vorgenommen werden, so wird durch einen nicht dargestellten Schalterantrieb der bewegliche Schaltstift 8 in Pfeilrichtung aus der Stellung "EIN" H₀ in die Stellung "SCHALTEN" H₁ bewegt. In der letzte­ ren Stellung ist der bewegliche Schaltkontakt 7 gestrichelt dargestellt. Die Stellung "SCHALTEN" H₁ liegt innerhalb des von dem Steuerschirm 15 umschlossenen Raumes 16. Der Schalthub H₀ - H₁ entspricht etwa einer Länge von 10 mm. Seine Größe hängt von der Spannung der Vakuumschaltkammer 1 ab. Unmittel­ bar nach der Kontakttrennung entsteht unter der Wirkung der Netzspannung ein Schaltlichtbogen. In der Stellung "SCHALTEN" H₁ wird die Hubbewegung in an sich bekannter Weise zeitlich um einige Millisekunden verzögert und der Schaltlichtbogen er­ lischt. Der entstandene Metalldampf strömt in den Raum 16 aus und schlägt sich an dem Steuerschirm 15 nieder. Dabei werden Verwirbelungen, wie bereits beschrieben, in dem kreisförmigen Raum 20 aufgefangen.
Nach der Löschphase bewegt sich der bewegliche Schaltkontakt 7 weiter nach unten und tritt in der Stellung H₂, die durch den oberen Potentialring 17 bestimmt ist, aus dem Steuerschirm 15 aus.
In der Stellung H₃, die durch den unteren Potentialring 21 bestimmt ist, tritt der bewegliche Schaltkontakt 7 in den Raum 24 ein, der durch den unteren Steuerschirm 22 umschlossen ist.
Die der Stellung "AUS" entsprechende Stellung "ISOLIEREN" H₄ liegt damit unterhalb des unteren Potentialringes 21 innerhalb des unteren Steuerschirmes 22 um die Höhe H₃ - H₄ versetzt. Damit ist der Isolierhub H₀ - H₄, d. h. der gesamte Ausschalt­ vorgang, abgeschlossen.
In dieser Stellung wird die durch den Schaltlichtbogen aufge­ rauhte Oberfläche des beweglichen Schaltkontaktes 7 bei an­ stehender Spannung für die Isolationsfestigkeit unwirksam. In gleicher Weise ist die rauhe Oberfläche des feststehenden Schaltkontaktes 5 unwirksam, da diese um die Höhe H₂ - H₀ hinter dem Potentialring 17 des oberen Steuerschirmes 15 zu­ rückliegt.

Claims (8)

1. Hochspannungs-Vakuumschalter mit einer Vakuumschaltkam­ mer, die einen von einem Isolierzylinder, vorzugsweise aus Keramik, umschlossenen Vakuumraum aufweist, wobei die obere und untere Öffnung des Isolierzylinders mit jeweils einer Endplatte vakuumdicht verschlossen ist und in dem mittleren Bereich der oberen Endplatte ein feststehender Schaltstift mit einem feststehenden Schaltkontakt an sei­ nem unteren Ende vakuumdicht befestigt ist und axial zu dem feststehenden Schaltstift ein beweglicher Schaltstift mit einem beweglichen Schaltkontakt an seinem oberen Ende relativ zu dem feststehenden Schaltstift in Längsrichtung verschiebbar in der unteren Endplatte angeordnet ist und durch einen an der unteren Endplatte und im Bereich des oberen Endes des beweglichen Schaltstiftes vakuumdicht befestigten Metallfaltenbalg gegenüber dem Vakuumraum ab­ gedichtet ist, wobei an der oberen Endplatte, das Poten­ tial derselben tragend, ein Steuerschirm aus Metall elek­ trisch angelenkt ist, der sich in dem Vakuumraum erstreckt und einen nach unten offenen Raum umschließt, in dem kon­ zentrisch zu dem Steuerschirm der feststehende Schaltstift mit seinem Schaltkontakt angeordnet ist, wobei beide Schaltkontakte sich in der Stellung "EIN" und der Stellung "SCHALTEN" innerhalb des von dem Steuerschirm umschlosse­ nen Raumes befinden, wobei an der unteren Endplatte, das Potential derselben tragend, axial zu dem oberen Steuer­ schirm ein unterer Steuerschirm aus Metall elektrisch an­ gelenkt ist, der sich in dem Vakuumraum erstreckt und einen nach oben offenen Raum umschließt, in dem konzen­ trisch zu dem Steuerschirm der bewegliche Schaltstift mit seinem Schaltkontakt sowie den ihn koaxial umgebenden Me­ tallfaltenbalg angeordnet ist, wobei der bewegliche Schaltkontakt im ausgeschalteten Zustand in der Stellung "ISOLIEREN" sich innerhalb des von dem unteren Steuer­ schirm umschlossenen Raumes befindet, dadurch gekennzeich­ net, daß die in den Vakuumraum (11) hineinragenden freien Enden des oberen und unteren Steuerschirmes (15; 22) je­ weils als ein das elektrische Feld steuernder Potential­ ring (17; 21) mit einer halbrundförmigen Krümmung (18; 23) ausgebildet sind, die mit ihrem Innenrand in den von dem zugehörigen Steuerschirm (15; 22) umschlossenen Raum (16; 24) hineinragt und einen mit diesem verbundenen, zu dem Raum (16; 24) hin offenen, kleineren, kreisringförmigen Raum (20; 25) bildet und der Innenrand als ein zylinder­ förmiger Schirm (19; 26) ausgebildet ist, wobei der zylin­ derförmige Schirm (19) in dem oberen Steuerschirm (15) etwas unterhalb der Stellung "SCHALTEN" (H₁) des beweg­ lichen Schaltkontaktes (7) und der zylinderförmige Schirm (26) in dem unteren Steuerschirm (22) etwas oberhalb der Stellung "ISOLIEREN" (H₄) des beweglichen Schaltkontaktes (7) liegt und wobei die einander gegenüberliegenden vor­ deren Enden der Potentialringe (17; 21) einen Abstand zueinander aufweisen, der zwischen der Stellung "oberer Potentialring" (H₂) und der Stellung "unterer Potential­ ring" (H₃) geringer ist als der Abstand zwischen der Stel­ lung "EIN" (H₀) des feststehenden Schaltkontaktes (5) und der Stellung "ISOLIEREN" (H₄) des beweglichen Schaltkon­ taktes (7).
2. Hochspannungs-Vakuumschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen der Stellung "EIN" (H₀) und der Stellung (H₂) des oberen Potential­ ringes (17) annähernd der doppelten Höhe des Schalthubes (H₀ - H₂) des beweglichen Schaltkontaktes (7) entspricht.
3. Hochspannungs-Vakuumschalter nach Anspruch 1 und 2, da­ durch gekennzeichnet, daß wenigstens im Bereich zwischen der Stellung "EIN" (H₀) und der Stellung "SCHALTEN" (H₁) der Schaltkontakte (5; 7) der obere Steuerschirm (15) in Richtung der halbrundförmigen Krümmung (18) konisch ver­ jüngt ist.
4. Hochspannungs-Vakuumschalter nach Anspruch 1 bis 3, da­ durch gekennzeichnet, daß der bewegliche Schaltstift (8) und der feststehende Schaltstift (6) rohrförmig ausgebil­ det sind, wobei der bewegliche Schaltstift (8) an seinem Umfang Durchbrechungen (13) aufweist, über die sein rohr­ förmiger Innenraum mit dem Raum zwischen dem Metallfal­ tenbalg (12) und dem beweglichen Schaltstift (8) in Ver­ bindung steht.
5. Hochspannungs-Vakuumschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der rohrförmige Innenraum des fest­ stehenden Schaltstiftes (6) und der rohrförmige Innenraum des beweglichen Schaltstiftes (8) und der von dem Metall­ faltenbalg (12) umschlossene Raum mit der die Vakuum­ schaltkammer (1) umgebenden freien Atmosphäre verbunden ist.
6. Hochspannungs-Vakuumschalter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der rohrförmige Innenraum des test­ stehenden Schaltstiftes (6) und der rohrförmige Innen­ raum des beweglichen Schaltstiftes (8) sowie der von dem Metallfaltenbalg (12) umschlossene Raum mit einem die Vakuumschaltkammer (1) umgebenden Isoliergas, vorzugsweise SF₆, verbunden ist.
7. Hochspannungs-Vakuumschalter nach Anspruch 1 bis 6, da­ durch gekennzeichnet, daß die Steuerschirme (15; 22) aus einem hochschmelzenden Material bestehen.
8. Hochspannungs-Vakuumschalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das hochschmelzende Material ein un­ magnetischer Stahl ist.
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