DE19603081A1 - Hochspannungs-Vakuumschalter - Google Patents
Hochspannungs-VakuumschalterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Hochspannungs-Vakuumschalter mit
einer Vakuumschaltkammer, die einen von einem Isolierzylinder,
vorzugsweise aus Keramik, umschlossenen Vakuumraum aufweist,
wobei die obere und untere Öffnung des Isolierzylinders mit
jeweils einer Endplatte vakuumdicht verschlossen ist und in
dem mittleren Bereich der oberen Endplatte ein feststehender
Schaltstift mit einem feststehenden Schaltkontakt an seinem
unteren Ende vakuumdicht befestigt ist und axial zu dem fest
stehenden Schaltstift ein beweglicher Schaltstift mit einem
beweglichen Schaltkontakt an seinem oberen Ende relativ zu dem
feststehenden Schaltstift in Längsrichtung verschiebbar in der
unteren Endplatte angeordnet ist und durch einen an der unte
ren Endplatte und im Bereich des oberen Endes des beweglichen
Schaltstiftes vakuumdicht befestigten Metallfaltenbalg gegen
über dem Vakuumraum abgedichtet ist, wobei an der oberen End
platte, das Potential derselben tragend, ein Steuerschirm aus
Metall elektrisch angelenkt ist, der sich in dem Vakuumraum
erstreckt und einen nach unten offenen Raum umschließt, in dem
konzentrisch zu dem Steuerschirm der feststehende Schaltstift
mit seinem Schaltkontakt angeordnet ist, wobei beide Schalt
kontakte sich in der Stellung "EIN" und der Stellung "SCHAL-
TEN" innerhalb des von dem Steuerschirm umschlossenen Raumes
befinden, wobei an der unteren Endplatte, das Potential der
selben tragend, axial zu dem oberen Steuerschirm ein unterer
Steuerschirm aus Metall elektrisch angelenkt ist, der sich in
dem Vakuumraum erstreckt und einen nach oben offenen Raum um
schließt, in dem konzentrisch zu dem Steuerschirm der beweg
liche Schaltstift mit seinem Schaltkontakt sowie den ihn ko
axial umgebenden Metallfaltenbalg angeordnet ist, wobei der
bewegliche Schaltkontakt im ausgeschalteten Zustand in der
Stellung "ISOLIEREN" sich innerhalb des von dem unteren
Steuerschirm umschlossenen Raumes befindet.
Es sind bereits Hochspannungs-Vakuumschalter der eingangs be
schriebenen Art bekannt.
In der DE 24 07 001 ist dabei ein Vakuumschalter beschrieben,
der ein äußeres Lichtbogenschutzelement, zu dem konzentrisch
zwei innere Lichtbogenschutzelemente angeordnet sind, auf
weist. Diese umgeben jeweils die voneinander entfernten elek
trischen Kontakte einerseits und Teile der stationären sowie
der beweglichen Elektroden andererseits. Dieser Aufbau führt
zu einem sehr großen Gesamtdurchmesser der Vakuumschaltkammer.
Der konstruktive Aufwand ist dabei sehr hoch, wobei die
inneren Lichtbogenschutzelemente mit den Potentialringen über
zusätzliche Isolatoren gehalten werden müssen.
In der DE-AS 27 54 547 ist ein Vakuumschalter beschrieben, bei
dem die Trennung von "Schalten" und "Isolieren" dadurch er
reicht wird, daß die zur Isolierung dienende Elektrode auf der
Festkontaktseite aus einem allseitig geschlossenen, topfförmi
gen Zylinder besteht, der im Bereich des feststehenden Kontak
tes einen eingezogenen Boden hat, in dem der feste Schaltkon
takt angeordnet ist. Die Bodentiefe des Festkontaktes ist so
ausgebildet, daß der Schaltvorgang, in dem der Schaltlichtbo
gen trennt, nur in dieser Tiefe erfolgt. Die geschlossene Wan
dung der Vertiefung kann jedoch nicht vermeiden, daß der mit
extremer Geschwindigkeit radial ausströmende Metalldampf
unterschiedlich reflektiert wird. Damit schlägt sich der Me
talldampf teilweise an der Innenwand des Isolierzylinders nie
der. Die Isolierung wird damit stark beeinträchtigt.
Die dem beweglichen Kontakt zugeordnete Steuerelektrode nimmt
an einem vorspringenden Teil den der Abdichtung des bewegli
chen Kontaktes dienenden Metallbalg auf. Die Steuerelektrode
weist damit eine veränderte Form im Vergleich zur Gegenelek
trode auf. Außerdem zwingt die Anordnung des Metallfaltenbal
ges dazu, daß der gesamte Raum zwischen diesem und dem beweg
lichen Schaltstift bis in die Nähe der unteren Endplatte in
den Vakuumraum einbezogen wird. Damit wird die Abführung der
Wärme erschwert, und es besteht die Gefahr eines Wärmestaus.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Hochspannungs-
Vakuumschalter entsprechend dem Oberbegriff nach Anspruch 1 zu
schaffen, der einen relativ einfachen konstruktiven Aufbau
aufweist und wobei während des Schaltvorganges kein Metall
dampf auf die Isolierwände austreten kann und ein Wärmestau
verhindert sowie im ausgeschalteten Zustand ein eindeutiges
axiales elektrisches Feld gewährleistet wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die in
den Vakuumraum hineinragenden freien Enden des oberen und
unteren Steuerschirmes jeweils als ein das elektrische Feld
steuernder Potentialring mit einer halbrundförmigen Krümmung
ausgebildet sind, die mit ihrem Innenrand in den von dem zuge
hörigen Steuerschirm umschlossenen Raum hineinragt und einen
mit diesem verbundenen, zu dem Raum hin offenen kreisförmigen
Raum bildet und der Innenrand als ein zylinderförmiger Schirm
ausgebildet ist, wobei der zylinderförmige Schirm in dem obe
ren Steuerschirm etwas unterhalb der Stellung "SCHALTEN" des
beweglichen Schaltkontaktes und der zylinderförmige Schirm in
dem unteren Steuerschirm etwas oberhalb der Stellung "ISOLIE-
REN" des beweglichen Schaltkontaktes liegt und wobei die ein
ander gegenüberliegenden vorderen Enden der Potentialringe
einen Abstand zueinander aufweisen, der zwischen der Stellung
"oberer Potentialring" und der Stellung "unterer Potential
ring" geringer ist als der Abstand zwischen der Stellung "EIN"
des feststehenden Schaltkontaktes und der Stellung "ISOLIEREN"
des beweglichen Schaltkontaktes.
Vorzugsweise entspricht der Abstand zwischen der Stellung
"EIN" und der Stellung des oberen Potentialringes annähernd
der doppelten Höhe des Schalthubes des beweglichen Schaltkon
taktes.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung wird erreicht, daß die
aus dem Schaltlichtbogen resultierenden Metalldämpfe durch den
oberen Steuerschirm aufgenommen werden. Ein Niederschlag auf
der Innenwand des Isolierzylinders wird verhindert. Dabei
nimmt der kleinere, kreisförmige Raum auch verwirbelnde Me
talldämpfe auf.
Eine weitere Verbesserung zur Aufnahme von Metalldämpfen kann
dadurch erreicht werden, daß der obere Steuerschirm in Rich
tung der halbrundförmigen Krümmung, mindestens im Bereich
zwischen der Stellung "EIN" und der Stellung "SCHALTEN" der
Schaltkontakte, konisch verjüngt ist.
Die halbrundförmige Krümmung des oberen Steuerschirmes, deren
Innenwand ein zylinderförmiger Schirm ist, dient außerdem da
zu, die Wiederkehrspannung unmittelbar nach dem Löschen des
Schaltlichtbogens zu beherrschen. Der obere Teil des Steuer
schirmes trägt mit zur Verminderung eines elektrischen Feldes
bei, das axiale und radiale Komponenten aufweist. Hierdurch
werden in diesem Bereich auch hohe Spannungen beherrscht.
Dadurch, daß das untere Ende des oberen Steuerschirmes einen
Potentialring mit einer halbrundförmigen Krümmung bildet, dem
an dem unteren Steuerschirm ein zweiter entsprechender Poten
tialring gegenübersteht, ist ein symmetrisches elektrisches
Feld vorhanden.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung wird ebenfalls erreicht,
daß sich die Wärme, die vor allem an den Schaltkontakten ent
steht, verteilen kann.
Zur Abführung der Wärme, insbesondere von den heißen Schalt
kontakten, ist es vorteilhaft, daß der bewegliche und der
feststehende Schaltstift rohrförmig ausbildet ist, wobei der
bewegliche Schaltstift an seinem Umfang Durchbrechungen auf
weist, über die sein rohrförmiger Innenraum mit dem Raum zwi
schen dem Metallfaltenbalg und dem beweglichen Schaltstift
verbunden ist.
Dabei können der rohrförmige Innenraum der Schaltstifte mit
der freien Atmosphäre in Verbindung stehen. Damit ist über den
rohrförmigen Raum in dem beweglichen Schaltstift und seinen
Durchbrechungen der von dem Metallfaltenbalg umschlossene Raum
mit der die Vakuumschaltkammer umgebenden freien Atmosphäre
verbunden.
Eine Kühlung kann aber auch dadurch verbessert werden, daß die
rohrförmigen Räume der Schaltstifte und der von dem Metall
faltenbalg umschlossene Raum mit einem die Vakuumschaltkammer
umgebenden Isoliergas, vorzugsweise SF₆, verbunden ist.
Es ist zweckmäßig, daß die Steuerschirme aus einem hochschmel
zenden Material, vorzugsweise einem unmagnetischen Stahl, be
stehen.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert werden.
In der zugehörigen Zeichnung zeigt die Figur den Längsschnitt
einer Vakuumschaltkammer für einen Hochspannungs-Vakuumschal
ter.
Die Wandung der Vakuumschaltkammer 1, die einen Vakuumraum 11
umschließt, ist als ein Isolierzylinder 2, vorzugsweise aus
Keramik, ausgebildet. Den stirnseitigen Abschluß der Vakuum
schaltkammer 1 bilden mit dem Isolierzylinder 2 vakuumdicht
verbundene Endplatten 3; 4. Im mittleren Bereich der oberen
Endplatte 3 ist ein, einen Schaltkontakt 5 tragender, fest
stehender Schaltstift 6 vakuumdicht, kraftschlüssig befestigt.
Ein, einen Schaltkontakt 7 tragender, beweglicher Schaltstift
8 ist axial und in Längsrichtung zu dem feststehenden Schalt
stift 6 verschiebbar in der unteren Endplatte 4 angeordnet.
Über selbstfedernde Kontaktelemente 9 ist der Schaltstift 8 in
der unteren Endplatte 4 geführt. Die Kontaktelemente 9 weisen
vorzugsweise eine schraubenfederartige Form auf und bestehen
aus Beryllium-Bronze. Über die Kontaktelemente 9 ist der be
wegliche Schaltkontakt 7 durch eine Anschlußschiene 10 mit
Nachbarkomponenten elektrisch verbunden. Um den beweglichen
Schaltstift 8 ist ein Metallfaltenbalg 12 koaxial angeordnet.
Das obere Ende des Metallfaltenbalges 12 ist zur vollen Aus
nutzung der Länge vorzugsweise mit dem beweglichen Schaltkon
takt 7 und sein unteres Ende mit der unteren Endplatte 4
vakuumdicht verbunden. Das obere Ende des Metallfaltenbalges
12 kann aber auch im Bereich des Schaltkontaktes 7 mit einer
separaten Metallscheibe verbunden sein, die zugleich am
Schaltstift 8 vakuumdicht befestigt ist. Der Metallfaltenbalg
12 dichtet den Vakuumraum 11 gegenüber dem beweglichen Schalt
stift 8 ab. Der Schaltstift 8 ist rohrförmig ausgebildet und
mit Durchbrechungen 13 versehen. Er steht mit der die Vakuum
schaltkammer 1 umgebenden Atmosphäre, die Luft oder ein Iso
liergas, vorzugsweise SF₆, sein kann, in Verbindung. Damit
wird von dem heißen beweglichen Schaltkontakt 7 und dem
Schaltstift 8 die Wärme sowohl innerhalb als auch außerhalb
abgeführt. Der feststehende Schaltstift 6 kann ebenfalls rohr
förmig ausgebildet sein, so daß über Luft oder ein Isoliergas
die Wärme von dem festen Schaltkontakt 5 auch mittels Konvek
tion abführbar ist. An dem oberen Ende des festen Schalt
stiftes 6 ist eine Anschlußschiene 14 zur elektrischen Verbin
dung mit Nachbarkomponenten angeordnet. Die Schaltkontakte 5;
7 bestehen aus einem Cu-Cr-Sinterwerkstoff und sind mit Aus
nehmungen versehen, die das den Ausschaltstrom umgebende Mag
netfeld in Höhe und Richtung beeinflussen.
Ein oberer Steuerschirm 15 aus hochschmelzendem Metall ist an
der oberen Endplatte 3, das Potential derselben tragend, elek
trisch angelenkt. Der Steuerschirm 15 verläuft in seinem
oberen Teil zylindrisch und in seinem unteren Teil konisch. Er
erstreckt sich von der oberen Endplatte 3 nach unten in den
Vakuumraum 11 und umschließt einen nach unten offenen Raum 16.
Das untere Ende des Steuerschirmes 15 bildet einen oberen
Potentialring 17, der eine halbrundförmige Krümmung 18 auf
weist, die nach oben in den Raum 16 gerichtet ist, wobei deren
Innenrand einen zylinderförmigen Schirm 19 bildet.
Zwischen dem unteren Ende des Steuerschirmes 15 und dem zylin
derförmigen Schirm 19 besteht ein kleiner, nach oben offener
kreisförmiger Raum 20.
In dem Raum 16 ist konzentrisch zu dem Steuerschirm 15 der
feststehende Schaltkontakt 5 angeordnet. An diesem liegt in
der Stellung "EIN" H₀ der bewegliche Schaltkontakt 7 an. In
der Stellung "SCHALTEN" H₁ umschließt der Steuerschirm 15 den
beweglichen Schaltkontakt 7 ebenfalls. Die Stellung H₁ liegt
dabei etwas über dem oberen Ende des zylinderförmigen Schirmes
19. Damit wird erreicht, daß die durch den Schaltlichtbogen
entstehenden Metalldämpfe sich an der Innenseite des oberen
Steuerschirmes 15 niederschlagen und in dem offenen Raum 20
sich verwirbelnde Metalldämpfe aufgefangen werden. Ein Be
schlagen der Innenwand des Isolierzylinders 2 wird auf diese
Weise verhindert.
Es hat sich als ausreichend erwiesen, daß der Abstand zwischen
der Stellung "EIN" H₀ und der Stellung H₂ am oberen Potential
ring 17 annähernd der doppelten Höhe des Schalthubes H₀ - H₂
entspricht.
Durch die halbrundförmige Krümmung 18 wird aber auch erreicht,
daß unmittelbar nach dem Löschen des Schaltlichtbogens die
Wiederkehrspannung beherrscht wird, während durch den zylin
derförmigen Schirm 19 ein, axiale und radiale Komponenten auf
weisendes, zu hohes elektrisches Feld vermieden wird und somit
hohe Einschwingspannungen beherrscht werden können.
Gegenüber dem oberen Potentialring 17 in einer Stellung H₂ ist
in einem vorbestimmten Abstand in einer Stellung H₃ ein
unterer Potentialring 21 angeordnet. Er bildet den oberen
Endpunkt eines unteren Steuerschirmes 22 aus hochfestem
Metall, der in gleichartiger Weise wie der obere Steuerschirm
15 ausgebildet ist. An seinem vorderen Ende weist er einen
unteren Potentialring 21 mit einer halbrundförmigen Krümmung
23 auf. Der untere Steuerschirm 22 ist an der unteren End
platte 4, das Potential derselben tragend, elektrisch ange
lenkt. Er umschließt einen Raum 24, in dem der bewegliche
Schaltkontakt 7 im ausgeschalteten Zustand die Stellung
"ISOLIEREN" H₄ bzw. die Stellung "AUS" einnimmt. Die Poten
tialringe 17; 21 steuern das elektrische Feld und bestimmen
das Isoliervermögen.
Wie bereits dargelegt, bestehen die Steuerschirme 15; 22 aus
einem hochschmelzenden Material. Ein unmagnetischer Stahl ist
dafür sehr gut geeignet.
Soll ausgehend von der in der Figur gezeigten Ausbildung der
Vakuumschaltkammer 1 ein Ausschaltvorgang vorgenommen werden,
so wird durch einen nicht dargestellten Schalterantrieb der
bewegliche Schaltstift 8 in Pfeilrichtung aus der Stellung
"EIN" H₀ in die Stellung "SCHALTEN" H₁ bewegt. In der letzte
ren Stellung ist der bewegliche Schaltkontakt 7 gestrichelt
dargestellt. Die Stellung "SCHALTEN" H₁ liegt innerhalb des
von dem Steuerschirm 15 umschlossenen Raumes 16. Der Schalthub
H₀ - H₁ entspricht etwa einer Länge von 10 mm. Seine Größe
hängt von der Spannung der Vakuumschaltkammer 1 ab. Unmittel
bar nach der Kontakttrennung entsteht unter der Wirkung der
Netzspannung ein Schaltlichtbogen. In der Stellung "SCHALTEN"
H₁ wird die Hubbewegung in an sich bekannter Weise zeitlich um
einige Millisekunden verzögert und der Schaltlichtbogen er
lischt. Der entstandene Metalldampf strömt in den Raum 16 aus
und schlägt sich an dem Steuerschirm 15 nieder. Dabei werden
Verwirbelungen, wie bereits beschrieben, in dem kreisförmigen
Raum 20 aufgefangen.
Nach der Löschphase bewegt sich der bewegliche Schaltkontakt 7
weiter nach unten und tritt in der Stellung H₂, die durch den
oberen Potentialring 17 bestimmt ist, aus dem Steuerschirm 15
aus.
In der Stellung H₃, die durch den unteren Potentialring 21
bestimmt ist, tritt der bewegliche Schaltkontakt 7 in den Raum
24 ein, der durch den unteren Steuerschirm 22 umschlossen ist.
Die der Stellung "AUS" entsprechende Stellung "ISOLIEREN" H₄
liegt damit unterhalb des unteren Potentialringes 21 innerhalb
des unteren Steuerschirmes 22 um die Höhe H₃ - H₄ versetzt.
Damit ist der Isolierhub H₀ - H₄, d. h. der gesamte Ausschalt
vorgang, abgeschlossen.
In dieser Stellung wird die durch den Schaltlichtbogen aufge
rauhte Oberfläche des beweglichen Schaltkontaktes 7 bei an
stehender Spannung für die Isolationsfestigkeit unwirksam. In
gleicher Weise ist die rauhe Oberfläche des feststehenden
Schaltkontaktes 5 unwirksam, da diese um die Höhe H₂ - H₀
hinter dem Potentialring 17 des oberen Steuerschirmes 15 zu
rückliegt.
Claims (8)
1. Hochspannungs-Vakuumschalter mit einer Vakuumschaltkam
mer, die einen von einem Isolierzylinder, vorzugsweise
aus Keramik, umschlossenen Vakuumraum aufweist, wobei die
obere und untere Öffnung des Isolierzylinders mit jeweils
einer Endplatte vakuumdicht verschlossen ist und in dem
mittleren Bereich der oberen Endplatte ein feststehender
Schaltstift mit einem feststehenden Schaltkontakt an sei
nem unteren Ende vakuumdicht befestigt ist und axial zu
dem feststehenden Schaltstift ein beweglicher Schaltstift
mit einem beweglichen Schaltkontakt an seinem oberen Ende
relativ zu dem feststehenden Schaltstift in Längsrichtung
verschiebbar in der unteren Endplatte angeordnet ist und
durch einen an der unteren Endplatte und im Bereich des
oberen Endes des beweglichen Schaltstiftes vakuumdicht
befestigten Metallfaltenbalg gegenüber dem Vakuumraum ab
gedichtet ist, wobei an der oberen Endplatte, das Poten
tial derselben tragend, ein Steuerschirm aus Metall elek
trisch angelenkt ist, der sich in dem Vakuumraum erstreckt
und einen nach unten offenen Raum umschließt, in dem kon
zentrisch zu dem Steuerschirm der feststehende Schaltstift
mit seinem Schaltkontakt angeordnet ist, wobei beide
Schaltkontakte sich in der Stellung "EIN" und der Stellung
"SCHALTEN" innerhalb des von dem Steuerschirm umschlosse
nen Raumes befinden, wobei an der unteren Endplatte, das
Potential derselben tragend, axial zu dem oberen Steuer
schirm ein unterer Steuerschirm aus Metall elektrisch an
gelenkt ist, der sich in dem Vakuumraum erstreckt und
einen nach oben offenen Raum umschließt, in dem konzen
trisch zu dem Steuerschirm der bewegliche Schaltstift mit
seinem Schaltkontakt sowie den ihn koaxial umgebenden Me
tallfaltenbalg angeordnet ist, wobei der bewegliche
Schaltkontakt im ausgeschalteten Zustand in der Stellung
"ISOLIEREN" sich innerhalb des von dem unteren Steuer
schirm umschlossenen Raumes befindet, dadurch gekennzeich
net, daß die in den Vakuumraum (11) hineinragenden freien
Enden des oberen und unteren Steuerschirmes (15; 22) je
weils als ein das elektrische Feld steuernder Potential
ring (17; 21) mit einer halbrundförmigen Krümmung (18; 23)
ausgebildet sind, die mit ihrem Innenrand in den von dem
zugehörigen Steuerschirm (15; 22) umschlossenen Raum (16;
24) hineinragt und einen mit diesem verbundenen, zu dem
Raum (16; 24) hin offenen, kleineren, kreisringförmigen
Raum (20; 25) bildet und der Innenrand als ein zylinder
förmiger Schirm (19; 26) ausgebildet ist, wobei der zylin
derförmige Schirm (19) in dem oberen Steuerschirm (15)
etwas unterhalb der Stellung "SCHALTEN" (H₁) des beweg
lichen Schaltkontaktes (7) und der zylinderförmige Schirm
(26) in dem unteren Steuerschirm (22) etwas oberhalb der
Stellung "ISOLIEREN" (H₄) des beweglichen Schaltkontaktes
(7) liegt und wobei die einander gegenüberliegenden vor
deren Enden der Potentialringe (17; 21) einen Abstand
zueinander aufweisen, der zwischen der Stellung "oberer
Potentialring" (H₂) und der Stellung "unterer Potential
ring" (H₃) geringer ist als der Abstand zwischen der Stel
lung "EIN" (H₀) des feststehenden Schaltkontaktes (5) und
der Stellung "ISOLIEREN" (H₄) des beweglichen Schaltkon
taktes (7).
2. Hochspannungs-Vakuumschalter nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen der Stellung
"EIN" (H₀) und der Stellung (H₂) des oberen Potential
ringes (17) annähernd der doppelten Höhe des Schalthubes
(H₀ - H₂) des beweglichen Schaltkontaktes (7) entspricht.
3. Hochspannungs-Vakuumschalter nach Anspruch 1 und 2, da
durch gekennzeichnet, daß wenigstens im Bereich zwischen
der Stellung "EIN" (H₀) und der Stellung "SCHALTEN" (H₁)
der Schaltkontakte (5; 7) der obere Steuerschirm (15) in
Richtung der halbrundförmigen Krümmung (18) konisch ver
jüngt ist.
4. Hochspannungs-Vakuumschalter nach Anspruch 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß der bewegliche Schaltstift (8)
und der feststehende Schaltstift (6) rohrförmig ausgebil
det sind, wobei der bewegliche Schaltstift (8) an seinem
Umfang Durchbrechungen (13) aufweist, über die sein rohr
förmiger Innenraum mit dem Raum zwischen dem Metallfal
tenbalg (12) und dem beweglichen Schaltstift (8) in Ver
bindung steht.
5. Hochspannungs-Vakuumschalter nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der rohrförmige Innenraum des fest
stehenden Schaltstiftes (6) und der rohrförmige Innenraum
des beweglichen Schaltstiftes (8) und der von dem Metall
faltenbalg (12) umschlossene Raum mit der die Vakuum
schaltkammer (1) umgebenden freien Atmosphäre verbunden
ist.
6. Hochspannungs-Vakuumschalter nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der rohrförmige Innenraum des test
stehenden Schaltstiftes (6) und der rohrförmige Innen
raum des beweglichen Schaltstiftes (8) sowie der von dem
Metallfaltenbalg (12) umschlossene Raum mit einem die
Vakuumschaltkammer (1) umgebenden Isoliergas, vorzugsweise
SF₆, verbunden ist.
7. Hochspannungs-Vakuumschalter nach Anspruch 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß die Steuerschirme (15; 22) aus
einem hochschmelzenden Material bestehen.
8. Hochspannungs-Vakuumschalter nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das hochschmelzende Material ein un
magnetischer Stahl ist.
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| DE (1) | DE19603081B4 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19856288A1 (de) * | 1998-12-07 | 2000-06-08 | Abb Patent Gmbh | Vakuumschaltkammer |
| SG79304A1 (en) * | 1999-03-18 | 2001-03-20 | Mitsubishi Electric Corp | Switchgear |
| US11756756B2 (en) * | 2021-02-25 | 2023-09-12 | S&C Electric Company | Vacuum interrupter with double live shield |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1441479A (en) * | 1973-02-16 | 1976-06-30 | Meidensha Electric Mfg Co Ltd | Vacuum circuit breaker assembly |
| US4234771A (en) * | 1976-12-09 | 1980-11-18 | Tokyo Shibaura Denki Kabushiki Kaisha | Vacuum switch |
-
1996
- 1996-01-19 DE DE1996103081 patent/DE19603081B4/de not_active Expired - Fee Related
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| US11756756B2 (en) * | 2021-02-25 | 2023-09-12 | S&C Electric Company | Vacuum interrupter with double live shield |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19603081B4 (de) | 2004-09-30 |
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| DE4041702C1 (de) | ||
| EP0141329B1 (de) | Druckgasschalter |
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