DE19601226A1 - Anordnung zum Steuern eines Wasserfahrzeuges unter Benutzung einer einen gerichteten Wasserstrahl erzeugenden Vorrichtung - Google Patents
Anordnung zum Steuern eines Wasserfahrzeuges unter Benutzung einer einen gerichteten Wasserstrahl erzeugenden VorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Steuern eines
Wasserfahrzeuges unter Benutzung einer einen gerichte
ten Wasserstrahl erzeugenden Vorrichtung, die am Heck
um eine senkrechte Achse aus der Längsrichtung des Was
serfahrzeuges schwenkbar gelagert ist.
Eine solche Anordnung ist z. B. aus der DE 32 46 730 be
kannt. Dort ist ein ummantelter Propeller mit der Ru
dernabe eines Wasserfahrzeuges verbunden, um gleichzei
tig über den Propellervortriebs- und beim Schwenken der
Rudernabe Steuerkräfte zu liefern.
Es ist auch bekannt, in einer Öffnung im Bug eines Was
serfahrzeuges einen Hilfspropeller anzuordnen, der
einen gerichteten Wasserstrahl erzeugt, durch den ein
gewünschtes Steuermoment auf das Wasserfahrzeug
ausgeübt werden kann, auch wenn es ohne Fahrt ist;
vgl. DE 11 13 383.
Bugstrahlruder haben den Nachteil, daß sie zu träge
sind, d. h. das die Umschaltzeit von Backbord- auf
Steuerbord-Manöver bis zu deren Wirksamwerden zu lang
ist. Der Grund hierfür liegt im BeharrungsvermÖgen der
durchfließenden Wassermenge und der Propellermasse, die
mit ihren Geschwindigkeitspotentialen zuerst auf NULL
reduziert und dann erneut beschleunigt werden müssen.
Hierdurch wird ein schnelles und gleichzeitig feinfüh
liges manövrieren des Wasserfahrzeuges erschwert, wenn
nicht gar ausgeschlossen.
Sollen solche Antriebe in Verbindung mit Segelbooten
eingesetzt werden, treten weitere Schwierigkeiten auf.
Die unabdingbare Forderungen aller Segler an die Her
steller segelnder Schiffseinheiten ist es bei Fahrt un
ter Segel einen glatten, strömungsgünstigen Schiffs
rumpf zur Verfügung zu haben, und zwar ohne Schiffspro
peller mit Welle und Steven, der mit seinem hohen Wi
derstand wie eine Wasserbremse wirkt und, wie die Er
fahrung gezeigt hat, die Schiffsgeschwindigkeit um 2
bis 3 kn herabsetzt. Das ungestörte, propellerlose
Unterwasserschiff ist für Regatta-Segler und für moder
ne Hochsee-Frachtensegler von besonderer Bedeutung, da
bei gleicher Qualifikation bei den erstgenannten 2 bis
3 kn mehr an Fahrt einem solchen Regatta-Segler zum
sicheren Sieg verhilft und bei Hochsee-Frachtenseglern
bei Ozean-Überquerung oder Langstreckentransport Tonnen
an Treibstoff gespart werden können.
Weitere Forderungen sind durch Regelung der Wassermenge
und -Geschwindigkeit das Anfahren des Wasserfahrzeuges
zu beschleunigen und für jede Geschwindigkeit optimale
Betriebsbedindung herstellen zu können. Ferner ist die
Manövrierfähigkeit von Segelyachten bis hin zu den
Großseglern von außerordentlicher Wichtigkeit, und zwar
möglichst ohne fahrthemmende Durchbrüche im Vorschiff
für die für Anlegemanöver im Hafen benötigten Bug
strahlruder. Nachteilig ist auch das Gewicht der be
kannten Hilfsantriebe, die ein Getriebe zum Umsteuern
von Fahrt-Voraus auf Fahrt-Zurück benötigen und in Not
fällen bei voller Motordrehzahl nicht in Sekunden
schnelle von Vorwärts- auf Rückwärts-Fahrt schalten
können.
Hier Abhilfe zu schaffen durch eine neue, einfach aber
wirkungsvoll ausgebildete, am Heck des Wasserfahrzeuges
angeordnete und bei Fahrt unter Segel vollständig in
den Schiffsrumpf einfahrbare Anordnung zum Steuern ei
nes Wasserfahrzeuges, insbesondere eines Wasserfahr
zeuges, dessen Hauptvortrieb über Segel erzeugt wird,
ist Aufgabe der Erfindung.
Ausgehend von einer Anordnung der eingangs genannten
Art ist diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß die als Wasserstrahlantrieb ausgebildete Vorrich
tung um mindestens ± 180° um eine senkrechte Achse
drehbar in einer Öffnung des Wasserfahrzeuges ein- und
ausfahrbar gelagert und die Öffnung sowohl im eingefah
renen als auch im ausgefahrenen Zustand der Vorrichtung
mittels der Vorrichtung zugeordneten Verschlußelemente
verschlossen ist.
Nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist die
Vorrichtung in einer die Rumpfschale des Wasserfahr
zeuges durchdringende Öffnung auf- und abbeweglich an
geordnet und über eine Antriebswelle mit der mit einer
Antriebsvorrichtung getrieblich verbundenen ein Keil
profil und Hubringe aufweisenden Königswelle antreib
bar, wobei über die Königswelle die Vorrichtung in den
Bootskörper des Wasserfahrzeuges ein- und ausfahrbar
gelagert ist.
Nach einer zweiten Ausführungsform der Erfindung ist
die Vorrichtung um eine parallel zur Längsachse des
Wasserfahrzeuges sich erstreckende Achse schwenkbar im
Bootskörper gelagert und sind die Verschlußelemente
einerseits als ein Flossenelement und andererseits als
eine Bodenklappe ausgebildet, von denen das Flossenele
ment mit dem Außenmantel des Gehäuses der Vorrichtung
fest und die Bodenklappe mit dem Bootsboden des Wasser
fahrzeuges schwenkbar verbunden ist.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
Die erste bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ge
mäß Patentanspruch 2 ist besonders vorteilhaft für
Frachten-Segler und schnelle Großtransporter mit ver
stellbaren Feststoffsegeln, da dort besonders einfach
das Vortriebsaggregat in einer Öffnung des Wasserfahr
zeuges mittels Hubringe und Königswelle ein- und aus
fahrbar gelagert werden kann, wobei im eingefahrenem
Zustand des Vortriebsaggregates die Öffnung über zuge
ordnete Schilde formgetreu und oberflächengleich zur
Rumpfschale des Wasserfahrzeuges zu verschließen sind.
Sind diese Schilde hingegen bei ausgefahrenem Antriebs
aggregat in ihrer Wirkstellung so verhindern sie beim
Drehen des den Düsenstrahl erzeugenden Vortriebsaggre
gates um ± 180° von Fahrt-Voraus auf Fahrt-Zurück bei
engen Passagen das seitliche Ausweichen bzw. Ausbrechen
des Wasserfahrzeuges, da nach Drehung des Vortriebs
aggregates um 90° der Düsenstrahl schubneutral in
Fahrt- und Gegenfahrtrichtung mittels des Backbord- oder
des Steuerbord-Bordschildes, die nunmehr als
Strahlleitflächen dienen, geleitet wird.
Die zweite bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
gemäß Patentanspruch 3 ist für kleine, mittlere und
größere Segel-Yachten besonders vorteilhaft, da das
Schwenken des Vortriebsaggregates in dem zwecks Fahrt
richtungsänderung drehbar gelagerten zylindermantel
förmigen Gehäuse angeordnet ist, wobei über das mit dem
Vortriebsaggregat fest verbundene Flossenelement die
Schwenköffnung im Rumpf des Wasserfahrzeuges formgetreu
und oberflächengleich verschlossen werden kann, was
besonders raumsparend ist. Auch im ausgeschwenkten
Zustand des Vortriebsaggregates sorgt die mittels einer
Torsionsfeder beaufschlagte Bodenklappe für das auto
matische Verschließen der verbleibenden Schwenköffnung
im Rumpf und stabilisiert außerdem das Vortriebsaggre
gat in der für den Vortrieb notwendigen Wirklage.
Die Erfindung weist eine Reihe von weiteren Vorteilen
auf. Durch die kompakte Flachbauweise und optimale
Nutzung des Innenraums des zylindermantelförmigen
Gehäuses ist der Platzbedarf äußerst gering, zumal
durch Verwendung einfacher in der Praxis bewehrter
Bauteile eine rationale Fertigung nach Schiffsgrößen
nach dem Bausatzprinzip gestuft möglich ist.
Ferner sind alle beweglichen Teile, also das Vortriebs
aggregat, die Bodenklappe bei Fahrt unter Segel und am
Liegeplatz im Innenraum des Gehäuses vor Beschädigungen
und Muschelbewuchs aber auch vor Grobverschmutzungen
wirksam geschützt. Durch Drehen des Vortriebsaggregates
um ± 180° steht dem Benutzer des Wasserfahrzeuges ein
Aktivruder zur Verfügung, das in jeder gewünschten
Richtung den vollen Schub liefern kann.
Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß als
Strahlleitflächen das zum Segeln notwendige aber bei
Fahrt unter Motor nicht gebrachte Ruderblatt dienen
kann.
Infolge der Verwendung der axial zwischen einer Maxi
mal- und einer Minimal-Offenstellung verschiebbar ge
lagerten Düse als Steuerelement kann mit ausgefahrener
Düse mit kleiner Wassergeschwindigkeit und großer Was
sermenge das Wasserfahrzeug angefahren und mit zuneh
mender Geschwindigkeit durch Zurückziehen der Düse der
zugeordnete Ringkanal sukzessiv geschlossen werden bis
bei der Marschfahrt des Wasserfahrzeuges nur noch die
Düse selbst mit hoher Wassergeschwindigkeit und kleiner
Wassermenge den Düsenstrahl zwecks Erzeugung des Maxi
malschubes formt. Die Schwenkachse für das Vortriebs
aggregat ist gleichzeitig Drehmoment übertragendes Ele
ment für das im Vortriebsaggregat vorgesehene Hohlrad
und den damit verbundenen Rotor, sie wird gleichzeitig
unter Verwendung einer entsprechenden Sperre entgegen
Drehrichtung zum Schwenken des Vortriebsaggregates aus
der Offen in die eingeschwenkte Lage und vice versa be
nutzt. Das wegen der Deformationen des Rumpfes des Was
serfahrzeuges notwendige Kreuzgelenk und der zur An
wendung gelangenden Keilwelle zwischen Antriebsmotor
und Vortriebsaggregat ermöglicht ohne zusätzlichen Auf
wand, das Vortriebsaggregat in Bezug auf die Fahrt
richtung des Wasserfahrzeuges außermittig innerhalb des
drehbar gelagerten Gehäuses anzuordnen, so daß der Ge
häuseinnenraum besser nutzbar ist und es nunmehr mög
lich wird durch Schräglage des Antriebsaggregates den
Schwenkwinkel für das Ein- und Ausschwenken zu verklei
nern, so daß bei kompaktester Bauweise noch ausreichend
Platz für die Durchführung und das Lagern der Königs
welle verbleibt. Da das Vortriebsaggregat um eine senk
rechte zum Schiffskörper liegende Achse um ± 180° dreh
bar gelagert ist, entfällt ein Umsteuergetriebe für das
Vortriebsaggregat. Bei Kanalfahrten und in engen Häfen
insbesondere aber bei Anlegemanövern mit nur reichlich
einer Schiffslänge Freiraum, ermöglicht also das als
aktives Heckstrahlruder wirkende Vortriebsaggregat mit
seinem ± 180° Drehwinkel ein ideales Manövrieren.
Als besonderer Vorteil ist zu erwähnen, daß außer einer
Öffnung in der Bootsschale zur Aufnahme des lagernden
zylinderförmigen Gehäuses keine weiteren Durchbrüche,
Ausnehmungen oder sonstige Veränderungen am Bootsrumpf
vorgenommen werden müssen. Ferner fehlen vorstehende
Hebeklappen oder sonstige Bauteile, die den glatten
strömungsgünstigen Rumpf vorzugsweise einer Segel-Yacht
verunzieren.
Grundberührungen eines solchen Bootes sind daher ohne
Folgen für das Vortriebsaggregat. Auch ist eine be
sonders einfache Montage und Wartung gegeben.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand dreier in der
Zeichnung mehr oder minder schematisch dargestellter
Ausführungsbeispiele beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht
einer ersten als Wasserstrahlantrieb aus
gebildeten ein- und ausfahrbar gelagerten
Ausführungsform der Erfindung mit einer
axial verschiebbaren Düse als Steuerele
ment,
Fig. 2 eine teilweise geschnittene Seitenansicht
einer zweiten als Wasserstrahlantrieb aus
gebildeten schwenkbar gelagerten Ausfüh
rungsform der Erfindung mit einer axial
verschiebbaren Düse als Steuerelement,
Fig. 3 eine teilweise geschnittene Ansicht von
hinten auf den Wasserstrahlantrieb nach
Fig. 2 in ausgeschwenkter Lage,
Fig. 4 eine teilweise geschnittene Ansicht von
hinten einer dritten als Wasserstrahlan
trieb ausgebildeten Ausführungsform der
Erfindung mit einer axial verschiebbaren
Düse als Steuerelement mit einer Schrägla
ge des Vortriebsaggregates,
Fig. 5 eine teilweise geschnittene Seitenansicht
des Wasserstrahlantriebes nach Fig. 4 mit
eingeschwenktem Antrieb und
Fig. 6 eine Ansicht auf die als Steuerelement
dienende verschiebbare Düse des Wasser
strahlantriebes.
Ein in den Fig. 1 bis 4 allgemein mit der Bezugsziffer
10 bezeichneter Wasserstrahlantrieb umfaßt in einem Ge
häuse 11 eine Pumpe 12 mit einer Nabe 13 einen drehbar
gelagerten Rotor 14, dem je ein von dem Gehäuse gehal
tener Stator 15 und 16 vor- und nachgeschaltet ist, de
ren entsprechend gekrümmten Statorschaufeln 18 die
starre Verbindung zwischen dem Gehäuse 11 und der Nabe
13 bilden.
Ferner weist der Wasserstrahlantrieb eine am Gehäuse 11
aus einer minimalen in eine maximale Offenstellung
axial verschieblich gelagerte, kegelmantelförmig ausge
bildete Düse 20 auf, wozu paarweise zwischen Gehäuse
und Düse angeordnete Hydraulikzylinder 23 und 24 die
nen; vgl. Fig. 6. Diese als Steuerelement dienende Düse
ist in den Fig. 1 bis 4 in ausgefahrener Stellung der
Übersichthalber strichpunktiert eingezeichnet.
Da das Gehäuse 11 jeweils im Bereiche der vom Rotor 14
abgewandten Seite nach außen erweitert ist, wird dort
beim Verschieben der Düse 20 in die strichpunktierte
Stellung ein zusätzlicher Ringkanal 25 - siehe Fig. 1
gebildet, und zwar zwischen der Innenwandung des Ge
häuses 11 und der Außenmantelfläche der Düse 20. Dieser
Ringkanal dient druckseitig als Zusatzdüse für die
Fahrtbeschleunigung des Wasserfahrzeuges aus dem Stand
durch den Wasserstrahlantrieb.
Für das Antreiben des Rotors ist - wie insbesondere die
Fig. 1, 2 und 6 zeigen -, ein im Stator gelagertes
Hohlrad 30 vorgesehen, das mittels eines Zwischenrades
33 und einer Königswelle 82 in Fig. 1 bzw. 39 in den
Fig. 3 und 4 sowie einer Antriebswelle 86 bzw. 40 mit
einer hier nicht dargestellten Antriebsmaschine des
ebenfalls nicht näher dargestellten Wasserfahrzeuges in
Antriebsverbindung steht.
Der Rotor 14 wird also über das Hohlrad 30 angetrieben.
Die Schaufelblätter des Rotors 14 sind derart ausge
legt, daß sie den größten Wirkungsgrad für die Vor
wärtsfahrt des Wasserfahrzeuges aufweisen. Der in Ver
bindung mit Fig. 1 beschriebene Wasserstrahlantrieb ist
in an sich bekannter Weise um die eine Drehlagerung für
den Wasserstrahlantrieb bildende Königswelle 82 jeweils
um ± 180° in Richtung des Pfeiles 41 bzw. um die Hohl
achse eines eine Drehlagerung in dem Bootskörper 100
des nicht näher dargestellten Wasserfahrzeuges bilden
den zylinderförmigen Gehäuses - vgl. Fig. 3 und 4 -
drehbeweglich gelagert.
Das allgemein mit WF bezeichnete Wasserfahrzeug besitzt
ein Ruderblatt 58; das bei geordneter Zuordnung von
Ruder und Wasserstrahlantrieb als feste Leitfläche beim
Umsteuern von Fahrt voraus auf Fahrt zurück dient. Wird
es jedoch um ca. 90° seitwärts gedreht, so wirkt dann
der Hauptantrieb, durch Drehen in die gewünschte
Strahlrichtung als Heckstrahlruder mit dem Vorteil
schnell und sicher An- und Abzulegen, also das Wasser
fahrzeug auf engstem Raum um den Bug - auf dem Teller -
drehen zu können.
Kann diese Zuordnung aus konstruktiven Gründen nicht
eingehalten werden, so ist ein gleichwirkender Effekt
dadurch erzielbar, daß das Triebwerk partiell in den
Drehzylinder derart geschwenkt wird, daß dort nur der
Düsenstrahl (also ohne Ringkanal 25) umgelenkt und
dadurch ein seitlicher Schub verhindert wird. Hieraus
resultiert bei gleichzeitigem Drehen des Vortriebs
aggregates um 180° wieder ausgeschwenkt, eine kon
trollierte, fahrtrichtungskonforme Rückwärtsfahrt.
Zum Ein- und Ausfahren des in Fig. 1 dargestellten Was
serstrahlantriebes also des den gerichteten Wasser
strahl erzeugenden Vortriebsaggregates 10 ist dieses in
einer die Rumpfschale also den Bootskörper 100 durch
dringenden Öffnung 85 ein- und ausfahrbar angeordnet.
Hierzu ist die über eine Antriebswelle 86 mit einer
hier nicht dargestellten Antriebsvorrichtung getrieb
lich verbundene Königswelle 82 mit einem Keilprofil 83
und mit Hubringen 84 versehen, über die das Vortriebs
aggregat 10 in den Bootskörpers des Wasserfahrzeuges WF
ein- und ausgefahren wird. Der Öffnung sind schwenkbar
gelagerte Schilde 80 und 81 zugeordnet, über die bei
eingefahrenem Vortriebsaggregat 10 die Öffnung 85 ober
flächenbündig so verschlossen ist, daß diese der Strö
mung keinen Widerstand bietet.
Die Königswelle 82 ist zwischen einer Büchse 88 und ei
ner Scheibe 89 geführt und mit einem Gehäuse 90 ver
bunden, das als Radial- und Axiallagerung der Königs
welle 82 sowie der Kegelrad-Keilbüchse 87 dient. Im Ge
häuse 90 sind ferner die Königswelle 82, ein Kegelrad
getriebe 36 und ein Zwischenrad 33 derart angeordnet,
daß über diese das Hohlzahnrad 30 und damit der Rotor
14 angetrieben wird.
Beim Anheben der Königswelle über die Hubringe wird das
Gehäuse 90 samt dem Vortriebsaggregat 10 vollständig in
die Öffnung 85 überführt, wobei Antrieb und Drehbarkeit
der Vorrichtung 10 voll aufrechterhalten bleiben.
Nach dem in den Fig. 2 und 3 dargestellten weiteren
Ausführungsbeispiel ist das den gerichteten Wasser
strahl erzeugende Vortriebsaggregat 10 aus der die
Rumpfschale des Wasserfahrzeuges durchdringenden
Öffnung 85 über einen Schwenkwinkel α ein- und aus
schwenkbar angeordnet. Hierzu ist das Vortriebsaggregat
10 auf einer parallel zur Längsachse des Wasserfahrzeu
ges WF sich erstreckenden Zwischenwelle 41 derart
außermittig gelagert, daß beim Schwenken des Vortriebs
aggregates einerseits eine am Bootskörper schwenkbar
gelagerte Bodenklappe 42 automatisch nach innen geöff
net wird, andererseits ein mit dem Gehäuse des Vor
triebsaggregates 10 derart fest verbundendes Flossen
element 43 nach beendetem Schwenkvorgang die Öffnung 85
im Bootsboden oberflächenbündig und strömungskonform
verschließt. Die außermittige Anordnung der Zwischen
welle 41 ermöglicht es, den Innenraum des als Drehzy
linder wirkenden Gehäuses 52 bestmöglich zu nutzen, wie
dies insbesondere Fig. 5 zeigt. Dort ist ersichtlich,
daß die Königswelle 39 zwischen einem Stellring 53 und
einem Lagerbügel 54 geführt ist, wobei auch das Flos
senelement 43 zur mechanischen Stabilisierung der
Königswelle im Betriebszustand herangezogen ist.
Das in den Fig. 4 und 5 dargestellte weitere Ausfüh
rungsbeispiel weist die gleichen Grundelemente auf, wie
sie in Verbindung mit dem Ausführungsbeispiel nach den
Fig. 2 und 3 beschrieben worden sind mit dem Unter
schied, daß der Schwenkwinkel α um ca. 20° verkleinert
und dadurch noch mehr Platz für eine separate Lagerung
der Königswelle 39 geschaffen wurde. Der kleinere
Schwenkwinkel α verbunden mit der nunmehr möglichen
Schräglage des Vortriebsaggregates 10 gegenüber den
Senkrechten ermöglichen eine praxisgerechte Lagerung
der Königswelle 39 mittels eines Lagersteges 55 und
einer Lagerbüchse 56 als Axial- und Radiallager, die
direkt im Gehäuse 52 als Lagereinheit integriert sind.
Auf der Zwischenwelle 41 ist ferner ein Kegelrad 57 mit
einem Zwischenrad 33 fest verbunden angeordnet über die
das Hohlzahnrad 30 und der Rotor 14 angetrieben werden.
Durch das Ausüben eines Drehmomentes über hier nicht
dargestellte Betätigungselemente auf die Zwischenwelle
41 in Schwenkrichtung wird das Flossenelement 43 samt
dem Vortriebsaggregat 10 vollständig in die Öffnung 85
im Bootskörper überführt derart, daß die Bootsschale
einen ungestörten strömungsgünstigen Flächenverlauf
bildet; auch hier bleibt Antrieb und Drehbarkeit voll
ständig erhalten.
Claims (10)
1. Anordnung zum Steuern eines Wasserfahrzeuges unter
Benutzung einer einen gerichteten Wasserstrahl er
zeugenden Vorrichtung, die am Heck um eine senk
rechte Achse aus der Längsrichtung des Wasserfahr
zeuges schwenkbar gelagert ist, dadurch gekennzeich
net, daß die als Wasserstrahlantrieb ausgebildete
Vorrichtung (10) um mindestens ± 180° um eine senk
rechte Achse drehbar in einer Öffnung (85) des Was
serfahrzeuges (WF) ein- und ausfahrbar gelagert und
die Öffnung (85) sowohl im eingefahrenen als auch im
ausgefahrenen Zustand der Vorrichtung mittels der
Vorrichtung zugeordneten Verschlußelemente (43, 42;
80, 81) verschlossen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung (10) in einer die Rumpfschale
des Wasserfahrzeuges durchdringenden Öffnung (85)
auf und abbeweglich angeordnet und über eine An
triebswelle (86) mit der mit einer Antriebsvor
richtung getrieblich verbundenen ein Keilprofil (83)
und Hubringe (84) aufweisenden Königswelle (82) an
treibbar ist, über die die ein- und ausfahrbare Vor
richtung (10) in den Bootskörper des Wasserfahrzeu
ges (WF) auf- und abbeweglich gelagert ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung (10) um eine parallel zur Längs
achse des Wasserfahrzeuges (WF) sich erstreckende
Achse (Zwischenwelle 41) schwenkbar im Bootskörper
(100) gelagert ist und die Verschlußelemente einer
seits als ein Flossenelement (43) und anderseits als
eine Bodenklappe (42) ausgebildet sind, von denen
das Flossenelement (43) mit dem Außenmantel des Ge
häuses (11) der Vorrichtung (10) fest und die Boden
klappe (42) mit dem Bootsboden des Wasserfahrzeuges
(WF) schwenkbar verbunden ist.
4. Anordnung nach den Ansprüche 1 und 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die parallele Achse (Zwischenwelle
41) derart in Bezug auf die Längsachse des Wasser
fahrzeuges (WF) angeordnet ist, daß der Schwenkwin
kel (α) zwischen voll ein- und ausgeschwenkter Lage
der Vorrichtung (10) etwa 120° beträgt.
5. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die parallele Achse (Zwischenwelle
41) derart in Bezug auf die Längsachse des Wasser
fahrzeuges (WF) angeordnet ist, daß der Schwenkwin
kel (α) zwischen voll ein- und ausgeschwenkter Lage
der Vorrichtung (10) etwa 100° beträgt.
6. Anordnung nach den Ansprüchen 1, 3, 4 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß als Drehlagerung der Vorrichtung
(10) um eine Längsachse des Wasserfahrzeuges (WF)
senkrecht stehende Achse das die Vorrichtung (10)
aufnehmende Gehäuse (52) dient, das als Drehzylinder
in einer Öffnung (85) des Bootskörpers (100) des
Wasserfahrzeuges (WF) um mindestens ± 90°, vorzugs
weise um ± 180° drehbar gelagert ist.
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (52) zylindermantelförmig ausgebil
det ist und die Vorrichtung (10) sowie die der Über
tragung der Antriebsbewegung dienenden Mittel
(Zwischenwelle 41, Königswelle 39, Zwischenrad 33)
und deren Lagerelemente umfaßt.
8. Anordnung nach den Ansprüchen 3 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Vorrichtung (10) in partiell
eingeschwenkter Lage im Gehäuse (52) verriegelbar
gelagert ist.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die als Wasserstrahlantrieb
ausgebildete Vorrichtung (10) als Steuerelement
mindestens eine axial zwischen einer Maximal- und
einer Minimal-Offenstellung verschiebbar gelagerte
Düse (20) sowie eine Schwenkbewegungen um mindestens
± 90° etwa senkrecht zur Rotationsachse der Pumpe
(12) ermöglichende Drehlagerung (39, 52) umfaßt, an
der das die Düse (20) und die Pumpe (12) tragende
Gehäuse (11) angeordnet ist.
10. Anordnung nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ruder
(58) in Bezug auf die Vorrichtung (10) des Wasser
fahrzeuges (WF) derart um 90° seitwärts drehbar an
geordnet ist, daß dieses für das Umsteuern von Fahrt
voraus auf Fahrt zurück als feste strahlablenkende
Leitfläche dient.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996101226 DE19601226A1 (de) | 1996-01-15 | 1996-01-15 | Anordnung zum Steuern eines Wasserfahrzeuges unter Benutzung einer einen gerichteten Wasserstrahl erzeugenden Vorrichtung |
| PCT/DE1997/000096 WO1997026181A1 (de) | 1996-01-15 | 1997-01-14 | Anordnung zum steuern eines wasserfahrzeuges unter benutzung einer einen gerichteten wasserstrahl erzeugenden vorrichtung |
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| DE1996101226 DE19601226A1 (de) | 1996-01-15 | 1996-01-15 | Anordnung zum Steuern eines Wasserfahrzeuges unter Benutzung einer einen gerichteten Wasserstrahl erzeugenden Vorrichtung |
Publications (1)
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|---|---|
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