DE19600398C1 - Schmelzsicherung in einer integrierten Halbleiterschaltung, deren Verwendung in einer Speicherzelle (PROM) sowie Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Schmelzsicherung in einer integrierten Halbleiterschaltung, deren Verwendung in einer Speicherzelle (PROM) sowie Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schmelzsicherung in einer inte
grierten Halbleiterschaltung, bei der eine Leitbahn eine
Querschnittsverengung als Sollschmelzstelle aufweist, deren Ver
wendung in einer Speicherzelle sowie das Verfahren zu ihrer
Herstellung.
Integrierte Halbleiterschaltungen weisen häufig Schmelzsiche
rungen, sogenannte fusible links, auf, die zur Einbringung
von Information in eine bereits fertiggestellte integrierte
Schaltung dienen. Dies geschieht dadurch, daß die Schmelzsi
cherung gezündet oder nicht gezündet wird, d. h. eine Leitbahn
unterbrochen oder nicht unterbrochen ist. Schmelzsicherungen
werden beispielsweise zur Sicherung persönlicher Daten in
Chipkarten, zur Personalisierung von Standardbausteinen in
Kraftfahrzeugen, zur Einstellung von genauen Widerständen
oder Widerstandsverhältnissen in analogen Schaltungen, als
Speicherelement in einem PROM oder zur Erhöhung der Ausbeute
bei Speicherbausteinen durch Abtrennen von defekten Speicher
zellen eingesetzt.
Üblicherweise besteht eine Schmelzsicherung aus einer Leit
bahn, die an der Sollschmelzstelle eine Verengung ihres Quer
schnitts aufweist. Dieser verengte Querschnitt weist typi
scherweise eine vertikale Ausdehnung von 0,1 bis 1 µm und
eine horizontale Ausdehnung von 0,5 bis 3 µm auf. Die
Schmelzsicherung ist entsprechend der Schichtfolge des Halb
leiterbausteins in eine oder mehrere isolierende Schichten,
vorzugsweise Siliziumdioxid, eingebettet.
Die Unterbrechung der Leitbahn erfolgt durch einen Stromim
puls, der zum Aufschmelzen der Sicherung und der sie umgeben
den Isolationsschicht führt. Bei einer üblichen aus Polysili
zium bestehenden Sicherung sind etwa 20 mA bei 12 V für eine
Zeitdauer von 5 bis 10 µsec erforderlich, um eine Durchtren
nung zu erzielen. Dabei sind nur etwa 1 bis 10% dieser Zünd
energie für das Aufschmelzen der verengten Leitbahn selber
erforderlich, d. h. der weitaus überwiegende Teil der Zün
denergie wird in die umgebenden Isolationsschichten abge
führt. Ein Problem bei derart unterbrochenen Sicherungen ist
die Gefahr der Revitalisierung, d. h. die ursprüngliche Leit
fähigkeit wird durch Temperatur- und Spannungseffekte teil
weise wieder hergestellt. Beim Zünden schmilzt ein etwa ku
gelförmiger Bereich mit einem Durchmesser von einigen µm
(typischerweise 2 bis 3 µm) auf. Dies führt zu einer Zerstö
rung der umliegenden Schichten, insbesondere der überliegen
den Passivierungsschicht. Dadurch können Verunreinigungen wie
beispielsweise Alkaliionen leichter eindringen und die Zuver
lässigkeit der Bauelemente der integrierten Schaltung beein
trächtigen.
Fusible links werden auch als Speicherelement bei PROM-Spei
cherbausteinen eingesetzt. Dabei besteht eine Speicherzelle
aus einem fusible link und einer Diode. Da die Leistungen zum
Durchschmelzen sehr hoch sind und die erreichte Zuverlässig
keit gering, werden alternativ solche Speicher mit sogenann
ten Floating Gate- oder SONOS-Strukturen realisiert. Zum Pro
grammieren wird der Fowler-Nordheim-Tunneleffekt oder Hot-
Electron-Injektion verwendet. Nachteilig beim Fowler-Nord
heim-Tunneleffekt sind die erforderlichen hohen Program
mierspannungen von etwa 15 V, die Schreibzeiten liegen bei
etwa 10 µsec bis 1 msec. Bei der Programmierung mittels Hot-
Electron-Injektion sind relativ hohe Ströme von einigen mA
notwendig bei Schreibzeiten von ca. 10 µsec.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schmelzsiche
rung sowie ein Herstellungsverfahren für diese für eine integrierte Schaltung anzugeben, die eine
verbesserte Zuverlässigkeit aufweist und die Zuverlässigkeit der
integrierten Schaltung nicht beeinträchtigt. Ferner soll sie
als Speicherelement geeignet sein.
Diese Aufgabe wird durch
eine Schmelzsicherung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1
gelöst, ihre Verwendung gemäß Anspruch 7 und durch
ein Herstellungsverfahren mit den Merkmalen des
Anspruchs 8.
Bei der Erfindung ist die Soll-Schmelzstelle der Schmelzsi
cherung in einem Hohlraum untergebracht. Es muß daher nur die
verengte Leitbahn selber, jedoch keine umliegende Isolations
schicht aufgeschmolzen werden. Es sind also nur noch etwa 1
bis 10% der üblichen Zündenergie erforderlich. Dadurch wird
der Platzbedarf für die Zündtransistoren verringert. Die Aus
beute beim Zündvorgang wird ebenfalls verbessert. Die Gefahr
der Revitalisierung wird vermieden. Da der Schmelzvorgang auf
die Leitbahn beschränkt ist, werden darüber angeordnete
Schutzschichten der integrierten Schaltung, wie beispiels
weise Getter- und Barriereschichten, nicht zerstört, so daß
die Zuverlässigkeit der übrigen Bauelemente nicht verringert
wird.
Eine derartige Schmelzsicherung kann als Speicherelement ein
gesetzt werden, indem sie in Serie mit einer Diode oder mit
einem Drain eines Auswahltransistors geschaltet wird. Ein we
sentlicher Vorteil ist, daß zur Programmierung weder ein ho
her Strom noch eine hohe Spannung notwendig sind. Beträgt
beispielsweise der Querschnitt der Soll-Schmelzstelle 0,4 ×
0,7 µm² bei einer Polysiliziumbahn, so beträgt der Fusestrom
ca. 5 mA bei einer Spannung von etwa 4 V. Diese Werte können
durch die Wahl von kleineren Querschnitten weiter verringert
werden. Die Zeit für die Programmierung einer solchen Zelle
beträgt weniger als eine µsec. Ein weiterer Vorteil besteht
darin, daß die gespeicherten Daten sicher sind, da ein Lö
schen und Neuschreiben grundsätzlich nicht mehr möglich ist.
Auch durch Strahlung oder Temperaturlagerung können die Daten
nicht verändert werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbei
spiels näher erläutert. Die Fig. 1 bis 5 zeigen einen Aus
schnitt aus einem Halbleitersubstrat in Querschnitt bzw. in
Draufsicht, an dem die Herstellung der Schmelzsicherung ver
deutlicht wird.
Fig. 1 und 2: Auf einem Halbleitersubstrat 1 befinden sich
eine untere und eine obere Isolationsschicht 2, 3, die eine
Leitbahn 4 umgeben. Die untere und die obere Isolations
schicht 2, 3, die vorzugsweise aus Siliziumoxid bestehen,
bilden zusammen eine erste Schicht. Wie in Fig. 1 erkennbar,
besitzt die in die erste Schicht eingebettete, vorzugsweise
aus Polysilizium bestehende Leitbahn 4 eine Querschnitts
verengung, die in diesem Fall durch die Verringerung ihrer
Breite erzeugt wird. Diese Querschnittsverengung stellt die
Sollschmelzstelle S der Leitbahn 4 dar. Auf der oberen Isola
tionsschicht 3 ist eine zweite Schicht 5 aufgebracht, die
beispielsweise wiederum aus Polysilizium besteht (in Fig. 1
nicht dargestellt).
Fig. 3 und 4: Vorzugsweise direkt oberhalb der Soll-Schmelz
stelle S wird in der zweiten Schicht 5 eine Öffnung erzeugt,
beispielsweise in einem anisotropen Ätzprozeß unter Verwen
dung einer Fotolackmaske. Anschließend wird in der darunter
liegenden ersten Schicht 2, 3 ein Hohlraum erzeugt, derart,
daß die Soll-Schmelzstelle S innerhalb dieses Hohlraums
liegt. Dafür kann ein isotroper Ätzprozeß eingesetzt werden,
der selektiv zum Leitbahnmaterial und zur zweiten Schicht
verläuft. Es wird ein Hohlraum mit einem Durchmesser von etwa
1 bis 3 µm hergestellt.
Fig. 5: Anschließend kann der Hohlraum verschlossen werden, in
dem eine Deckschicht aus Siliziumnitrid, BPSG (Bor-Phosphor-Silikat-Glas), TEOS (Tetraethylorthosilikat) oder ei
nem anderen geeigneten Material oder eine Mehrfachschicht,
die vorzugsweise diese Komponenten enthält, aufgebracht wird.
Bei Verwendung von BPSG als Deckschicht kann dieses an
schließend in einem Temperaturschritt verflossen werden, wo
durch eine ebene, spannungsfreie und hoch belastbare Ab
deckung entsteht.
Fig. 6: Die Schmelzsicherung kann wie oben erläutert, als
Speicherelement eingesetzt werden. In einer Ausführungsform
wird sie als eine Einheit mit der Diode hergestellt, indem
die Leitbahn 4 selber einen pn-Übergang 7, vorzugsweise in
unmittelbarer Nähe der Sollschmelzstelle, aufweist. Die Leit
bahn 4 besteht also aus einem p-dotierten Teil 4b. Die Deck
schicht 6 kann eine Mehrfachschicht sein, bspw. eine in der
Halbleitertechnologie übliche Abdeckung aus BPSG, TEOS und
Siliziumnitrid.
Fig. 7: die Erfindung umfaßt auch eine Ausführungsform, bei
der die Sollschmelzstelle S nicht vollständig im Hohlraum
liegt, sondern nur eine Oberfläche der Leitbahn 4 an den
Hohlraum angrenzt. Die zweite Schicht 5 kann dann mit der
Schicht, aus der die Leitbahn hergestellt wird, identisch
sein. Vorzugsweise wird sie derart strukturiert, daß sie als
Maske bei der Ätzung des Hohlraums dient. Direkt neben der
Leitbahn weist die zweite Schicht 5 die für den Ätzprozeß
notwendigen Öffnungen auf. Das Herstellverfahren wird dadurch
stark vereinfacht, wobei die wesentlichen Vorteile der Erfin
dung weiterhin in etwas verringertem Maß erreicht werden.
In der Figur verläuft die Leitbahn 4 senkrecht zur Zeichen
ebene, der Schnitt verläuft durch die Sollschmelzstelle S.
Die untere Oberfläche der Sollschmelzstelle liegt im Hohl
raum.
Die Schmelzsicherung kann auch aus einer anderen leitenden
Schicht anstelle des Polysiliziums hergestellt werden, bei
spielsweise aus Aluminium oder einem anderen für die Metalli
sierung der integrierten Schaltung verwendeten Metall oder
Legierung. Für das Freiätzen des Hohlraums ist dann ein je
weils geeignetes Verfahren anzuwenden. Bei Verwendung von
Aluminium kann beispielsweise HF-Dampf eingesetzt werden.
Die integrierte Schaltung mit der Schmelzsicherung kann wie
gewohnt weiter verarbeitet werden, da der verschlossene Hohl
raum beispielsweise dem beim Einbau in ein Plastikgehäuse
auftretenden Druck ohne weiteres Stand hält. Das Verfahren
zur Herstellung der Schmelzsicherung selber ist einfach, da
nur eine unkritische Fototechnik und ein einfacher Naßätz
schritt erforderlich sind.
Claims (14)
1. Schmelzsicherung in einer integrierten Halbleiterschal
tung, bei der eine Leitbahn (4) eine Querschnittsverengung
als Sollschmelzstelle (S) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Sollschmelzstelle (S) zumindest mit einer ihrer Oberflä
chen in einem Hohlraum (H) angeordnet ist.
2. Schmelzsicherung nach Anspruch 1, bei der der Hohlraum in
einer die Leitbahn (4) umgebenden ersten Schicht (2, 3) auf
einem Halbleitersubstrat (1) gebildet ist.
3. Schmelzsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, bei der
der Hohlraum mit einer Deckschicht (6) abgedeckt ist.
4. Schmelzsicherung nach Anspruch 3, bei der die Deckschicht
(6) eine BPSG-Schicht umfaßt.
5. Schmelzsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der
die Sollschmelzstelle (S) etwa in der Mitte des Hohlraums an
geordnet ist.
6. Schmelzsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
bei der auf dem Hohlraum eine zweite Schicht (5) mit einer
Öffnung und eine Deckschicht (6), die die Öffnung ver
schließt, angeordnet sind.
7. Verwendung einer Schmelzsicherung nach einem der Ansprüche
1 bis 6, als Speicherelement in einer Speicherzelle eines
Halbleiterbauelementes.
8. Herstellverfahren für eine Schmelzsicherung in einer inte
grierten Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 mit fol
genden Schritten:
- - Herstellung einer Leitbahn (4) mit einer Querschnittsveren gung als Sollschmelzstelle (S), die in einer auf einem Halbleitersubstrat (1) angeordneten ersten Schicht (2, 3) eingebettet ist,
- - Herstellen einer zweiten Schicht (5), die eine Öffnung in der Nähe der Sollschmelzstelle (S) aufweist, auf der ersten Schicht (2, 3),
- - Erzeugen eines Hohlraumes in der ersten Schicht (2, 3) um die Sollschmelzstelle herum mit Hilfe eines Ätzprozesses.
9. Herstellverfahren für eine Schmelzsicherung in einer inte
grierten Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 mit fol
genden Schritten:
- - Herstellen einer ersten Schicht (2) auf einem Halbleiter substrat,
- - Herstellen einer zweiten Schicht (5) auf der ersten Schicht (2), die eine Leitbahn (4) mit einer Querschnittsverengung als Sollschmelzstelle (3) und dazu benachbarte Öffnungen umfaßt,
- - Erzeugen eines Hohlraumes (H) in der ersten Schicht (2) un terhalb der Sollschmelzstelle.
10. Herstellverfahren nach Anspruch 8 oder 9, bei dem die
Öffnung in der zweiten Schicht (5) mit Hilfe einer Deck
schicht (6) verschlossen wird.
11. Herstellverfahren nach Anspruch 10, bei dem die Deck
schicht (6) aus BPSG besteht.
12. Herstellverfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, bei
dem die Schmelzsicherung in Serienschaltung mit einer Diode
oder dem Drain eines Auswahltransistors verbunden wird.
13. Herstellverfahren nach Anspruch 12, bei dem die Leitbahn
(4) einen p-n-Übergang (7) innerhalb des Hohlraums aufweist,
der die Diode darstellt.
14. Schmelzsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei
dem die Leitbahn (4) einen p-n-Übergang (7) innerhalb des
Hohlraums aufweist, der eine Diode darstellt.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19600398A DE19600398C1 (de) | 1996-01-08 | 1996-01-08 | Schmelzsicherung in einer integrierten Halbleiterschaltung, deren Verwendung in einer Speicherzelle (PROM) sowie Verfahren zu ihrer Herstellung |
| DE19638666A DE19638666C1 (de) | 1996-01-08 | 1996-09-20 | Schmelzsicherung mit einer Schutzschicht in einer integrierten Halbleiterschaltung sowie zugehöriges Herstellungsverfahren |
| EP97100075A EP0783182A3 (de) | 1996-01-08 | 1997-01-03 | Schmelzsicherung in einer integrierten Halbleiterschaltung |
| JP9010092A JPH09199603A (ja) | 1996-01-08 | 1997-01-06 | 半導体集積回路の可溶ヒューズ |
| US08/780,492 US6080649A (en) | 1996-01-08 | 1997-01-08 | Fusible link in an integrated semiconductor circuit and process for producing the fusible link |
| US09/549,276 US6303980B1 (en) | 1996-01-08 | 2000-04-14 | Fusible link in an integrated semiconductor circuit and a memory cell of a semiconductor component |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Publications (1)
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| DE19600398C1 true DE19600398C1 (de) | 1997-03-27 |
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1996
- 1996-01-08 DE DE19600398A patent/DE19600398C1/de not_active Expired - Fee Related
Non-Patent Citations (1)
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