DE1954850A1 - Verfahren zur Flachlagerung von landwirtschaftlichen Schuettguetern - Google Patents
Verfahren zur Flachlagerung von landwirtschaftlichen SchuettgueternInfo
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- A01F—PROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
- A01F25/00—Storing agricultural or horticultural produce; Hanging-up harvested fruit
- A01F25/14—Containers specially adapted for storing
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Description
- Verfahren zur Plachlagerung von landwirtschaftlichen Schüttgütern Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Flachlagerung von landwirtschaftlichen Schüttgütern1 wie Getreide, Kunstdünger, Körner-Silage und dgl., bei dem ein liegender Gutstrang durch Pördern erzeugt wird0 Für die Lagerung bzw. Aufbewahrung von, in einem landwirtschaftlichen Betrieb vorkommenden Schüttgütern, sind im allgemeinen Silos bekannt, die als feste, in einer massiven Bauweise ausgeführte Bauten errichtet sind. Die meist in Turmbauweise errichteten Lagersilos werden von oben befüllt, was entsprechende, zur Überwindung des Höhenunterschiedes geeignete Fördervorrichtungen, wie z. 3. Gebläse, Förderbänder, Becherwerke und dgl., voraussetzt. Bei Gärsilos zur Aufbereitung von Körnersilage, kommt noch das Problem der Abdiohtung hinzu, die bei diesen hochwertigen Futtermitteln mit besonderer Sorgfalt erfolgen muss. In jeden Fall sind dabei kostspielige stationäre Bauten mit aufwendigen Einrichtungen für die Benchickung erforderlioh, Aufgabe der Erfindung ist es, durch ein neues wirtschaftliches und gebäudeunabhängiges Einmann-Arbeitsverfahren, unter Einsatz von geringen Mitteln, die Lagerung von, in einem landwirtschaftlichen Betrieb vorkommenden Schüttgütern zu ermöglichen.
- Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst; dass durch Fördern bzw. Füllen in eine Schlauchfolie, unter Fortbewegung der Füllvorrichtung im Zuge des Gutstrangaufbaus, flachliegende Gutstränge von beliebiger Länge fortlaufend erzeugt werden. Mit diesem Verfahren können Schüttgüter Jeder Art, ohne Beanspruchung irgendwelcher Gebäude oder Silobauten, gelagert werden. Insbesondere eignet sich dieses Verfahren zur Erzeugung von Körnersilage, weil während der Befüllung in eine Schlauchfolie das Lagergut gleichzeitig den für eine Silierung erforderlichen luftdichten Abschluss erhält Besondere Vorteile ergeben sich auch bei der Anlagerung von Kunstdünger, weil das spezifisch schwere Gut nicht in die Höhe transportiert werden muss, wie es bei herkömmlichen Silos der Fall ist.
- Die Vorrichtung zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass der Gutstrang durch eine, auf einem Pahrgestell oder auf Schleifkufen angeordnete, aus einem Einfülltrichter und einem Mundstück bestehende Füllvorrichtung, aus der das Gut in eine auf dem Mundstück gerollte oder gefaltete, im Zuge des Gutetrangaufbaus sich vom MIunastUck abstehende Schlauchfolie rieselt, geformt wird. Mit dieser Vorrichtung kann das, z. B. durch einen Transportwagen angefahrende Schüttgut, mittels einem geeignoten Bördrrlrl in den Einftilitriohter gefüllt werden, aus dem das Gut in die Schlauchfolie rieselt und sich selbsttätig zu einem Lagergutstrang aufbaut.
- Nach einem bevorzugten Merkmal der Erfindung ist die Füllvorrichtung so ausgebildet, dass sie eine vom Einfülltrichter beginnende schräg und/oder bogenförmige zum Mundstück hin und nahezu senkrecht am unteren Mundstücksende auslaufende Wand aufweist. Das im Trichter eingefiillte Gut baut sich in der Pullvorrichtung zu einem Schüttkegel auf, der gegen die schräge Wand einen Druck ausübt, dessen waagrechte Kraftkomponente die Füllvorrichtung im Zuge des Gutstrangaufbaus selbsttätig bewegt. Dabei wird, nach einem herkmal der Erfindung, die Vorschubgeschwindigkeitdes Formkanals entsprechend der Füllhöhe und -Dichte des Gutstranges mit Hilfe einer einstellbaren Bremse geregelt. Man kann natürlich auch die Vorschubgeschwindigkeit zwangsläufig, mittels eines stufenlosen Getriebes oder eines Schrittschaltwerkes oder dgl., steuern.
- :i?ür verschieden, Tagergüter, die während der Lagerng eine WachtrocKnung oder Belüftung erfordern, kann, nach einem Merkmal der Erfindung, unter dem Gut strang ein entsprechender Belüftungskanal vorgesehen werden. Erforderlichenfalls kann man auch den Gutstrang beidseitig durch Seitenwande oder Stützen begrenzen. Die Seitenwinde können hier, bei Bedarf, mit einer entsprechenden Oberabdeckung auch zur Wärmedämmung ausgebildet werden. Diese Abdeckung schützt den Gutstrang natürlich auch vor unerwünschten Witterungseinflüssen.
- Der gelagerte Gut strang erhält in seiner Verpackung, wenn man hierfür einen Schlauch verwendet, eine bestimmte abgeflachte Form. Deshalb ist es vorteilhaft, wenn man das Mundstück so ausbildet, dass-seine Form in etwa dem natürlichen Querschnitt des gelagerten Gutstranges entspricht. Ausserdem s oll das Mundstück zum Aufschieben eines Plastikschlauches allseitig frei sein und an seinem Ende eine Wulst und einen danebenliegenden Schlauchhalter aufweisen, damit während des Befüllens der Schlauch störungsfrei kontinuierlich vom Mundstück abgleiten kann. Für den luftdichten Abschluss, was z. B. bei Körnersilage erforderlich ist, kann der Plastikschlauch an den Enden des Silogutstranges zugebunden, eingerollt oder zugeschweisst werden.
- Die erfindungsgemässe Vorrichtung zum Befüllen des Gutstranges kann auch zur Entleerung bzw. Entnahme von Gut aus dem nach dem neuen Verfahren gelagerten Gutstrang verwendet werden, wenn man, nach einem Merkmal der Erfindung, die Wand der Füllvorrichtung abnehmbar oder abklappbar ausbildet.
- Schliesslich kann auch die zum Füllenverwendete P'ördervorrichtung so ausgebildet sein, dass sie um 1800 versetzt an die Füllvorrichtung, für die Entnahme durch geeignete Mittel, angekuppelt werden kann.
- Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert: Figo 1 zeigt im Schema die Vorrichtung zum Befüllen vom Ende gesehen Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht der Fig. 1 Fig. 9 zeigt eine Draufsicht der Yig. 1 Figo 4 zeigt im Schema die Vorrichtung, umgebaut zur Entnahme, von vorn gesehen Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht der Fig. 4 Fig. 6 zeigt eine Draufsicht der Fig. 4 Von einem Transportwagen 1, der z. B. miteinem Kratzboden versehen sein kann, wird das Schüttgut in einen Trichter 2 eines Schrägförderers 3 gefördert.
- Der Schrägförderer 3 kann aus einer Förderschnecke 4 und zwei im Trichter 2 angeordneten gegenläufigen Schnecken 5 bestehen. Das in den verhältnismässig breiten Trichter 2 vom Wagen 1 eingefüllte Gut wird von den Schnecken 5 zur Mitte transportiert, von da aus von der Pörderschnecke 4 übernommen und in eine Füllvorrichtung 6 hochgefördert. Die Fällvorrichtung 6 besteht aus einem Einfülltrichter 7 und einem als Mundstück 8 ausgebildeten Formkanal, der mit dem Einfülltrichter 7 eine Einheit bildet. Der Übergang vom EinfüllJGrichter 7 zum Mundstück 8 wird aus einer schräg und bogenförmig zum Mundstück hin verlaufenden Wand 9 gebildet, die zum Mundstücksende hin nahezu senkrecht ausläuft. Die Büllvorrichtung 6 ist auf einem Fahrgestell verfahrbar.
- Das Mundstück 8 ist als vorkragendes Gehäuse ausgebildet, so daas es allseitig frei ist, um darauf eine Schlauchfolie 11 aufziehen zu können. Das Ende des Mundstücks 8 ist mit einer Wulst 12 und einem danebenliegenden Schlauchhalter 13 versehen. Der Schlauch halter 13 kann z. B. als rohrförmiger gefederter Bügel ausgebildet sein und bewirkt, dass die Schlauch folie während des Befüllens gleichmässig und störungafrei zum Mundstück 8 abgleitet. Das Mundstück 8 ist in seiner Form so ausgebildet, dass sie dem natürlichen Querschnitt des gelagerten Gutstranges 14 entspricht.
- Wird durch den Schrägförderer 3 in die Süllvorrichtung 6 zO Bo Getreide gefördert, so rieseln die Körner über die schräge Wand 9 in das Mundstück 80 Der sich dabei aufbauende Schüttkegel drückt gegen die Wand 9, so dass dadurch die Füllvorrichtung 6 sich selbsttätig, im Zuge des Aufbaues des Gutstranges 14 unter gleichzeitigem Abziehen der Schlauchfolie 11 vom Mundstück 8, weiterbewegt. Auf diese Weise können Gutstränge von beliebiger Länge erzeugt werden.
- An der Füllvorrichtung 6 ist eine einstellbare Bremse 15 vorgesehen, die das Fahrgestell l-so abbremst, dass die Weiterbewegung der Füllvorrichtung 6 erst bei einer bestimmten Schüttkegelhöhe und somit Füllung der Schlauchfolie eingestellt werden.
- Die gleiche Vorrichtung, die zum Befüllen verwendet wird, kann auch zur Entnahme von Gut aus dem Gutstrang 14 umgebaut werden, wie in den Fig. 4 bis 6 dargestellt. Hierzu ist es lediglich notwendig, die Wand 9 klappbar auszuführen und zwar am zweckmässigsten so, dass sie aus zwei Teilen 16, 17 besteht, die bei 18 miteinander verbunden sind. Klappt man die Wand 16, 17 um die SchwenkachseiSherunter (Fig. 5), so entsteht am Gutstrangende eine Öffnung, aus der das Gut entnommen werden kann. Die Entnahme kann von Hand oder mit beliebigen anderen bekannten Mitteln erfolgen. Man kann aber auch, wie in Fig. 5 dargestellt, den Schrägförderer 3 hierfür verwenden, wenn man vorher den richter 2 abbaut und den Schrägförderer 3 um 1800 versetzt mit der Einfüllvorrichtung 6 kuppelt. In dieser versetzten Stellung entnehmen die unteren beiden querliegenden Schnecken 5 das Gut von der Lagerstelle, übergeben esrFörderschnecke 4, die auf einen bereitstehenden Wagen fördert. Auf diese Weise erhält man nach einfachem Umbau ohne besonderen zusätzlichen Aufwand aus der Füllvorrichtung 6 eine mechanische Entnahmevorrichtung. Während der Entnahme kann die Schlauchfolie 11, wenn sie wieder verwendet werden soll, auf das Mundstück 8 wieder aufgezogen werden.
Claims (12)
- Patentanspruc hef / Verfahren zur Flachlagerung von landwirtschaftlichten Schüttgütern, wie Getreide, Kunstdünger und dgl., bei dem ein liegender Gut strang durch Fördern erzeugt wird, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , dass durch Pördern bzw.Füllen in eine Schlauchfolie, unter Fortbewegung der Füllvorrichtung im Zuge des Gutstrangaufbaus flachliegende Gutstränge von beliebiger Länge fortlaufend erzeugt werden.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h ne t , dass der Gutstrang (14) durch eine, auf einem Fahrgestell oder auf Schleifkufen angeordnete, aus einem Einfülltrichter (7) und einem Mundstück (8) bestehende Füllvorrichtung (6), aus der das Gut in eine auf dem Mundstück (8) gerollte oder gefaltete, im Zuge des Gutstrangaufbaus sich vom Mundstück (8) abziehende Schlauchfolie (11) rieselt, geformt wird.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Füllvorrichtung (6) eine vom Einfülltrichter (7) beginnende schräg und/oder bogenförmig zum Mundstück (8) hin und nahezu senkrecht am unteren Mundstücksende auslaufende Wand (9) aufweist.
- 4. Vorrichtung nach den Anssprüchen 2 und 3, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Vorschubgeschwindigkeit der Büllvorrichtung (6) entsprechend der Füllhöhe und -Dichte des Gutstranges (14) mit Hilfe einer einstellbaren Bremse (15) regelbar ist0
- 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 4, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Vorschubgeschwindigkeit der Füllvorrichtung (6) zwangsläufig mittels eines stufenlosen Getriebes oder eines Schrittschaltwerkes oder dgl. steuerbar ist.
- 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 5, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass unter dem Gutstrang (14) eine Belüftung z. B.in Form eines Kanals oder dgl. vorgesehen ist.
- 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 6, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Gutstrang (14) beidseitig durch Seitenwände oder Stützen begrenzt ist.
- 8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 7, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , ?dass das Mundstück (8) in etwa eine Form aufweist, die dem natürlichen Quersohnitt des gelagerten Gutstranges entspricht.
- 9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 8, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass das Mundstück (8) zum Aufschieben des Plaetikschlauches (11) allseitig frei ist und an seinem Ende eine Wulst (12) und ein daxtenliegender Schlauch halter (13) angeordnet sind0
- 10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 9 d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Plastikschlauch (11) an den Enden des Gutstranges (14) zugebunden, eingerollt oder zugeschweisst ist.
- 11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 10, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Wand (9) des Formkanals abnehmbar oder abklappbar für die Entleerung bzw. Entnahme von Gut ausgebildet ist.
- 12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 11, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Fördervorrichtung (3, 4, 5) zum Füllen so ausgebildet ist, dass sie um 1800 versetzt an die Füllvorrichtung (6) für die Entnahme kuppelbar ist.Leerseite
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| DE1954850A1 true DE1954850A1 (de) | 1971-05-06 |
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| DE (1) | DE1954850A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2548603A1 (fr) * | 1983-07-07 | 1985-01-11 | Becker Henri | Dispositif d'evacuation adaptable et demontable a volonte sur bennes, permettant le remplissage de produits en vrac dans un boyau |
| EP0172152A3 (de) * | 1984-08-10 | 1986-12-17 | General Feeds, Inc. | Vorrichtung um körniges Gut in Säcke zu füllen |
| WO1992005688A1 (en) * | 1990-09-27 | 1992-04-16 | Sockerbolaget Ab | Method and device for compacting feedstuff or the like in a tube to be placed on the ground |
| RU2529747C1 (ru) * | 2013-07-12 | 2014-09-27 | Алексей Иванович Бурьянов | Устройство для закладки зерна на хранение (варианты) |
-
1969
- 1969-10-31 DE DE19691954850 patent/DE1954850A1/de active Pending
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| US5367857A (en) * | 1990-09-27 | 1994-11-29 | Sockerbolaget Ab | Method and device for compacting feedstuff or the like in a tube to be placed on the ground |
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