DE4012482A1 - Verfahren zur flachlagerung von landwirtschaftlichem gut - Google Patents
Verfahren zur flachlagerung von landwirtschaftlichem gutInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtungen zur Durch
führung des Verfahrens zur Flachlagerung landwirtschaftlichen
Gutes, insbesondere Feldfutter, bei dem das Gut von einer Förder
einrichtung in eine Formeinrichtung gepresst wird, wobei sich
die Förder- und Formeinrichtung in Abhängigkeit von der Zufuhr
menge und/oder des sich gegen eine feste Rückwand und des abgeleg
ten Gutes erzeugten Druckes in Richtung des sich aufbauenden Gut
stranges fortbewegen.
Ein solches Verfahren ist aus der DE PS 18 16 405 bekannt. Dabei
wird das Gut beim Abladen vom Wagen mittels einer Fördereinrich
tung in eine Formeinrichtung gepresst und gleichzeitig durch einen
Folienschlauch umhüllt. Das Gut kann dabei vorher gehäckselt sein,
damit es leichter verdichtbar wird. Die eigentliche Verdichtung
erfolgt durch das Hineinfördern gegen den Gegendruck des schon
eingebrachten Gutes. Aus diesem Grunde ist die Verdichtung nicht
besonders hoch,vor allem bei längerem Gut und an den Rändern des
Gutstranges. Selbst ganz kurz gehäckseltes Gut, wie bspw. Silomais,
wird zwar in den Kernzonen stark verdichtet, aber an den für den
Luftwechsel entscheidenden Zonen am Rand ist die Verdichtung nicht
hoch genug, um bei Beschädigung der Folie den Schaden auf ein Mini
mum zu beschränken.
Aufgabe vorliegender Erfindung ist es, ein Verfahren zu schaffen
und Vorrichtungen zu dessen Durchführung vorzuschlagen, bei denen
eine wesentlich höhere Verdichtung erzielt werden soll, ohne daß
dabei der Leistungsbedarf ansteigt.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Gut in
der Fördereinrichtung durch das Zusammenwirken der Fördermittel
mit der Begrenzung der Fördereinrichtung teils zerrissen,
gequetscht und zerdrückt wird, bevor es in der Formeinrichtung zu
einem Gutstrang gepresst wird.
Zur Optimierung des Verfahrens in Bezug auf die Gleichmäßigkeit
der Verdichtung und des spezifischen Leistungsbedarfes ist eine
gleichmäßige Beschickung Voraussetzung. Diese wird dadurch er
reicht, daß vor der Förder- und Formeinrichtung ein Speicher zur
Aufnahme einer ganzen oder annähernd ganzen Wagenladung vorgeschal
tet wird. Bei der Verwendung einer Antriebseinheit vor der Förder-
und Formeinrichtung, wie einen Schlepper, muß dieser Speicher da
vor angeordnet sein und Zufuhreinrichtungen das Gut in die Förder
einrichtung bringen.
Nach einem weiteren Merkmal des Verfahrens wird vorgeschlagen,
zugleich mit dem sich aufbauenden Gutstrang eine Abdeckung der
Oberseite und der Seitenwände vorzunehmen. Wird dabei eine
Folie oder Plane benützt, so sollen die Ränder an den Seiten
unten am Boden unter den Gutstrang gebracht werden. Dies kann
durch ein Einleiten der Ränder unter den sich aufbauenden Gut
strang erfolgen, wobei der nachfolgend Gutstrom auf diese Ränder
zu liegen kommt. Bei einer entsprechenden Ausgestaltung der
Formeinrichtung kann erreicht werden, daß durch überstehende
Teile des Gutstranges die Abdeckung in ihrem Querschnitt gespannt
wird. Eine solche Spannung in Längsrichtung wird erzielt mittels
der sich auf der Formeinrichtung befindlichen Abrolleinrichtung
in Verbindung mit einer in ihr angebrachten Bremse. Zu Beginn
muß an der notwendigen Rückwand die Abdeckung festgemacht werden.
Bei der Ausbildung der Fördereinrichtung durch einen Zinkenrotor
mit starren Zinken kann durch einen geringen Abstand der Zinken
zu dem gutführenden Mantel die gewünschte Zerkleinerung und Vor
verdichtung erreicht werden. Durch Rillen am Pressenmantel, durch
die die Spitzen der Zinken laufen, kann diese Wirkung noch ver
stärkt werden. Durch Verstellen der Rippen, die die Rillen bilden,
kann eine gewünschte Wirkung erreicht werden.
In gleicher Weise erfolgt eine gewünschte Einwirkung auf das Gut
durch die Ausbildung der Arbeitsfläche der Zinken und ihr Verhal
ten beim Durchlauf durch den Abstreifer. Ist dabei der zwischen der
Arbeitsfläche des Zinkens und dem Abstreifer auftretenden Winkel
kleiner oder gleich oder nur geringfügig größer als 90°, so wird
das Gut unter starker Druckwirkung von den Zinken an dem Abstrei
fer entlang geführt und zerkleinert, gequetscht und zerdrückt.
Bei einer sehr leistungsfähigen Förder- und Formeinrichtung kann
es zweckmäßig sein, zwei Zinkenrotore anzuordnen, die durch ein
dazwischen liegendes Untersetzungsgetriebe auch zugleich von der
Zapfwelle des Schlepers aus angetrieben werden, an dem die Einrich
tung angebaut ist.
Für die Anpassung an verschiedene Silobreiten können die Seiten
wände und das Dach der Formeinrichtung verstellt werden.
Für das Befüllen von Flachsilos mit festen Seitenwänden können
die verstellbaren Seitenwände abgenommen werden.
In gleicher Weise wie am Heck des Schleppers an dessen
Hubgestänge die Förder- und Formeinrichtung angebaut und
ausgehoben werden, kann der Speicher an der Frontseite des
Schleppers am dortigen Hubgestänge angebaut sein. In beiden
Fällen erfolgt der Antrieb über eine Gelenkwelle von der Zapf
welle aus.
Zur Verringerung der Transportbreite müssen die weitausladenden
Teile des Speichers, wie z. B. Fangbleche, und der Förder- und
Formeinrichtung, wie z. B. die Seitenwände und die beiden
Zinkenrotoren, eingeklappt oder eingeschwenkt werden.
Die Förder- und Formvorrichtung muß während des Aufbaues des
Gutstranges langsam sich weiter bewegen. Dazu kann eine Ver
bindung mit der Rückwand so nachgiebig gestaltet werden, daß
damit der Druck im Gutstrang und somit die Pressdichte geregelt
werden. Dies kann auch durch abgebremste, form- oder kraftschlüs
sig mit dem Boden verbundene Räder erfolgen. Eine formschlüssige
Lösung ergibt sich im Zusammenhang mit der am Boden notwendigen
Sammelrinne für den Sickersaft. Die Abdeckung ist dann so aus
zubilden, daß ein in sie eingreifendes Zahnrad,ähnlich wie bei
einer Treibstockverzahnung, auf ihr gebremst abrollt.
Eine vorteilhafte Ausbildung des Speichers ergibt sich durch
zwei in ihrem Trog angeordneten Förderschnecken, die das Gut
jeweils einem Gebläse zuführen, deren Rohrleitungen zu den
nebeneinanderlieqenden Trichtern der Zinkenrotore führen.
Die Erfindung wird anhand in der Zeichnung dargestellten Aus
führungsbeispielen näher beschrieben.
Es zeigt Fig. 1 eine Förder- und Formeinrichtung von der Seite,
Fig. 2 die Einrichtung nach Fig. 1 in der Frontansicht,
Fig. 3 eine Anordnung von Speicherund Einrichtung an
einem Schlepper in Seitenansicht und
Fig. 4 die Anordnung nach Fig. 3 in Draufsicht.
In den Fig. 1 und 2 ist die Förder- und Formeinrichtung 1 am
Schlepper 2 mittels des Heckgestänges 3 angebaut und über die
Gelenkwelle 4 und das Untersetzungsgetriebe 5 wird der Zinken
rotor 6 mit Seinen starren Zinken 7 angetrieben. Diese fördern
das vom Gebläserohr in den Trichter 9 geblasene Gut über die
Rillen 10 des Pressenmantels 11 in die Formeinrichtung 12.
Der Abstreifer 13 lenkt das Gut zusammen mit der Stirnwand 14
nach oben und hinten, wobei das Dach 15 die Oberseite und der
Boden 16 die Unterseite des Gutstranges 17 bilden.
Am hinteren Ende des Gutstranges 17 ist die Rückwand 18 fest
am Boden 16 befestigt. Sie nimmt den Gegendruck auf, den die
Förder- und Formeinrichtung beim Pressen des Gutstranges 17
nach hinten ausübt.
Die Rolle 19 ist im Halter 20 gelagert und auf ihr ist die
Abdeckung 21 aufgewickelt. Zu Beginn muß die Abdeckung an der
Rückwand 18 festgemacht werden. Mit dem aufbauenden Gutstrang
wird die Abdeckung 21,sie besteht aus einer dünnen Folie, über
das Dach 15 gezogen, wobei eine Bremse im Halter 20 für die
notwendige Spannung sorgt.
Die Seiten des Gutstranges 17 werden durch die herunterhängen
den Ränder der Abdeckung 21 bedeckt, die Führungen 22 bringen
die Folienenden 23 unter den Gutstrang 17. Der überhängende
Teil 24 des Gutstrangs 17 spannt dabei die Abdeckeung 21 über
den Querschnitt.
Die Förder- und Formeinrichtung 1 wird gegen den Druck des vom
Zinkenrotor eingepressten Gutes während des sich aufbauenden
Gutstranges 17 durch die Bremse 25 am Triebstockrad 26 in
Verbindung mit der Stockleiste 27 gehalten. Durch die
Verstellung 28 der Bremse 25 wird der Druck und damit die
Pressdichte requliert.
In den Fig. 3 und 4 ist am Schlepper 28 an seinem Frontge
stänge 29 der Speicher 30 mit seinem Trog 31, den Förder
schnecken 32 und den Gebläsen 33 angebracht und über die
Rohrleitungen 34 wird das abgeladene Gut in die Trichter 35
der Förder- und Formeinrichtung 36 geblasen.
Diese ist am Heck des Schleppers mit dem Heckgestänge 37
verbunden und über die Gelenkwelle 38 und das Untersetzungs
getriebe 39 werden die Zinkenrotore 40 angetrieben, wodurch
sie das Gut über den Pressenmantel 41 in die Formeinrichtung 42
fördern, die durch die Stirnwand 43, das Dach 44 und die Seiten
wände 45 gebildet wird.
Die Seitenwände sind verstellbar ausgebildet, wodurch der Gut
strang in seiner Breite veränderlich ist.
Die Abdeckung des Gutstranges 46 erfolgt durch die Folie 47, die
auf der Rolle 48 aufgewickelt und mit ihrem Anfang an der Rück
wand 49 befestigt ist.
Das Bremsrad 50 regelt durch Verstellung der Bremse 51 den Ge
gendruck und damit die Verdichtung im Gutstrang 46.
Claims (12)
1. Verfahren zur Flachlagerung landwirtschaftlichen Gutes, insbe
sondere von Feldfutter, bei dem das Gut von einer Fördereinrich
tung in eine Formeinrichtung gepresst wird, wobei sich die Förder
und Formeinrichtung in Abhängigkeit von der Zufuhrmenge und/oder
des sich gegen eine feste Rückwand und des abgelegten Gutes erzeug
ten Druckes in Richtung des sich aufbauenden Gutstranges fortbewe
gen, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut in
der Fördereinrichtung durch das Zusammenwirken der Fördermittel
mit der Begrenzung der Fördereinrichtung teils zerrissen,
gequetscht und zerdrückt wird, bevor es in der Formeinrichtung zu
einem Gutstrang gepresst wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Förder- und Formeinrichtung ein Speicher zur Aufnahme des abgela
denen Gutes vorgeschaltet ist.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennnzeichnet,
daß der Förder- und Formeinrichtung eine Antriebseinheit vorge
schaltet ist und vor dieser der Speicher angeordnet ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der sich
aufbauende Gutstrang durch eine an der Förder- und Formeinrichtung
aufgerollte Abdeckung fortlaufend zugedeckt wird, wobei an den
Seiten die Abdeckung mittels einer Führungseinrichtung unter den
sich aufbauenden Gutstrang geschoben wird und gegebenenfalls
Teile des Gutstranges überhängen.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach dem Anspruch 1,
unter Verwendung eines Zinkenrotors (6, 40) mit starren Zinken (7),
die periodisch in einen aus einem Abstreifer (13) und einem unteren
Mantel (11, 41) bestehenden Kanal eingreifen, an den sich eine nach
hinten offene Formeinrichtung (12, 42) anschließt, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Zinken (7) bei ihrem Umlauf mit nur geringem Ab
stand vom Mantel (11, 41) und gegebenenfalls durch am Mantel (11, 41)
vorgesehene Rillen (10) laufen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rillen (10) in ihrer Tiefe verstellbar ausgeführt sind und sich
gegebenenfalls im Auslauf verbreitern.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Arbeitsfläche der Zinken (7) beim Durchgang durch den Abstrei
fer (13) mit diesem einen Winkel kleiner oder gleich oder gering
fügig größer als 90° bildet.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeich
net, daß die Förder- und Formeinrichtung (1, 36) aus zwei getrenn
ten Zinkenrotoren (6, 40) gebildet wird, die nebeneinander liegen
und gegebenenfalls über eine Gelenkwelle (4, 38) und ein Unterset
zungsgetriebe (5, 39) vom Schlepper (2, 28) aus angetrieben werden.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 5 und 8, dadurch gekennzeich
net, daß die Formeinrichtung (12, 42) an ihren Seitenwänden (45)
und am Dach (15, 44) in der Breite verstellbar ausgebildet ist und
die Seitenwände (45)gegebenenfalls abnehmbar sind.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 3 und 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Speicher (30) vor dem Schlepper (2, 28) angeord
net, gegebenenfalls an seinem Frontgestänge (29) angebaut und von
der Frontzapfwelle aus angetrieben wird.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 4 und 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Abdeckung durch eine Folie (21, 47) gebildet
wird, die auf einer Rolle (14, 48) an der Förder- und Formeinrich
tung (1, 36) aufgerollt ist, die infolge ihrer Befestigung an der
Rückwand (18, 49) durch den sich aufbauenden Gutstrang (17, 46)
abrollt und durch eine Führung (22) mit ihrem Rand (23) unter
den Gutstrang geschoben wird.
12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeich
net, daß die Bewegung der Förder- und Formeinrichtung (1, 36) mit
dem sich aufbauenden Gutstrang (17, 46) durch die Veränderung der
Nachgiebigkeit einer Verbindung mit der Rückwand (48) oder durch
Abbremsen von Rollen an der Förder- und Formeinrichtung (1, 36)
kraftschlüssig am Boden oder durch eine dort angebrachte Stock
leiste (27) formschlüssig gesteuert wird.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904012482 DE4012482A1 (de) | 1990-04-19 | 1990-04-19 | Verfahren zur flachlagerung von landwirtschaftlichem gut |
| DE19904022043 DE4022043A1 (de) | 1990-04-19 | 1990-07-11 | Foerder- und formeinrichtung zur flachlagerung von landwirtschaftlichem gut |
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|---|---|---|---|
| DE19904012482 DE4012482A1 (de) | 1990-04-19 | 1990-04-19 | Verfahren zur flachlagerung von landwirtschaftlichem gut |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4012482A1 true DE4012482A1 (de) | 1991-10-24 |
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ID=6404663
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|---|---|---|---|
| DE19904012482 Withdrawn DE4012482A1 (de) | 1990-04-19 | 1990-04-19 | Verfahren zur flachlagerung von landwirtschaftlichem gut |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4012482A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1210864A3 (de) * | 2000-11-17 | 2002-09-25 | Josef Altenbuchner | Fahrbare Anordnung zur Herstellung bodenlagernder Silage |
| WO2004060045A1 (en) * | 2002-12-30 | 2004-07-22 | Src Innovations, Llc | Method and means for bagging organic and other material |
| WO2005020666A1 (de) | 2003-08-27 | 2005-03-10 | Josef Altenbuchner | Fahrbahre stopfmaschine zur herstellung bodenlagernder silage mit einem folienschlauch |
| US8863481B2 (en) | 2008-09-15 | 2014-10-21 | Src Innovations, Llc | Bag installation for bagging machine |
-
1990
- 1990-04-19 DE DE19904012482 patent/DE4012482A1/de not_active Withdrawn
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