DE1531096C - Verfahren und Vorrichtung zum Entleeren von geschlossenen Säcken - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Entleeren von geschlossenen SäckenInfo
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Description
ein schmaler Spalt zwischen den nach innen weisen-" den Enden der Spieße vorhanden sein .darf, daß diese
den Sack überhaupt tragen können, ist bei dieser Vorrichtung eine für eine ausreichende Entleerung des
Sackes erforderliche Drehung nicht möglich.
Es ist auch eine Vorrichtung (USA.-Patentschrift 3 224 609) bekannt, bei der innerhalb eines Gehäuses
verschwenkbare Auflagen angeordnet sind, auf welche die Säcke von Hand aufgelegt werden müssen.
Die von diesen Auflagen gestützten Säcke werden dann auch hier wieder in zwei Hälften durchgeschnitten,
die dann zum Entleeren mit den sie stützenden Auflagen verschwenkt werden, v/obei die
öffnungen der Säcke nach unten weisen.- Die Sackhälften
werden beim Entleeren von Dornen festgehalten, die von den Auflagen senkrecht nach oben
stehen und beim Auflegen der Säcke in diese eindringen. Nach dem Entleeren müssen dann die Auflagen
zunächst zurückgeschwenkt und schließlich die geleerten Sackhälften wiederum von Hand entfernt
werden, bevor ein neuer Sack aufgelegt werden kann.
Abgesehen davon, daß hierbei wieder ein erheblicher Zeitaufwand für die manuell durchgeführten
Verfahrensschritte erforderlich ist, ist die bekannte Vorrichtung auch recht kompliziert in ihrem Aufbau
und in ihrer Funktion, weil es beispielsweise erforderlich ist, das Messer zum Auflegen der Säcke und zum
Entfernen der geleerten Sackhälften vollständig aus dem Bereich der Auflagen zurückzuschwenken.
Trotz des beträchtlichen Konstruktionsaufwandes und der umständlichen Arbeitsweise ist auch bei dieser
Vorrichtung die vollständige Entleerung eines Sackes nicht sichergestellt.
Beim Entleeren von mit ihren öffnungen nach unten weisenden Behältern ist es auch bekannt (USA.-Patentschrift
3 008 594), eine Druckluftleitung an eine öffnung im obenliegenden Behälterboden anzuschließen
und Luft in den Behälter zu blasen, um beispielsweise in diesen Behältern zu Blöcken gepreßtes
Fleisch nach unten aus den Behältern herauszupressen. Diese bekannte Maßnahme hat mit dem erfindungsgemäßen
Problem der Entleerung von Säcken jedoch kaum Berührungspunkte, weil ihre Anwendung
einmal feste Behälterwände und zum anderen eine feste Füllmasse der zu entleerenden Behälter
voraussetzt, ohne daß dabei sichergestellt wäre, daß an "der inneren Bodenfläche des Behälters haftende
Rückstände eines Preßfleischblockes vollständig entfernt
werden.
• Der Erfindung lag nunmehr die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs erwähnten Art so zu verbessern,
daß kein Material in den geleerten Säcken übrigbleibt und verlorengeht, sowie eine Vorrichtung
zu schaffen, die eine völlig automatische Durchführung dieses Verfahrens und damit einen zeit- und personalsparenden
Arbeitsablauf ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in das eingangs erwähnte Verfahren ein
weiterer Verfahrensschritt eingefügt wird, der erfindungsgemäß darin besteht, daß in die Sackhälften in
der mit ihren öffnungen nach unten weisenden Lage Luft in Richtung auf die geschlossenen Sackhälftenenden
geblasen wird.
Die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens gewährleistet ein einfaches und schnelles Entleeren
der Säcke, wobei an den Enden des Sackes praktisch kein Material zurückbleibt.
Bei einer zweckmäßigen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist" vorgesehen, 'daß die
Luft intermittierend in die Sackhälften eingeblasen wird. ■ - '·.·
Dadurch, daß sich die Enden des Sackes bei dieser
• 5 Weiterbildung abwechselnd blähen und zusammenziehen,
wird eine Pumpwirkung auf das zu entfernende Material ausgeübt, durch das eine weitere
Beschleunigung der Entleerung eines Sackes erzielt werden kann.
ίο Ferner ist es besonders zweckmäßig, wenn die
Säcke bei dem erfindungsgemäßen Verfahren in an sich bekannter Weise quer zu ihrer Längsrichtung
durchschnitten werden, weil die Sackhälften dann einen geringeren und somit für das Einblasen der
Luft günstigeren Querschnitt besitzen als bei anderen Durchschneidungsarten. Auf diese Weise wird der
gesamte Sackquerschnitt beim Lufteinblasen noch besser durchwirbelt, so daß auch die letzten Reste
des Sackinhaltes entfernt werden können.
Eine besonders geeignete Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geht aus
von einer bekannten Vorrichtung mit Einrichtungen zum selbsttätigen Zuführen von liegenden Säcken in
den Bereich einer Schneidvorrichtung zum Durchschneiden der Säcke in zwei Hälften, mit quer zur
Zuführrichtung angeordneten Spießen, auf welche die Säcke auf beiden Seiten der Durchschneidungsebene
aufspießbar sind, und mit Abstreifern zum Abstreifen der leeren Sackhälften von den Spießen.
Ohne Erhöhung des Konstruktionsaufwandes wird bei einer solchen Vorrichtung das Einblasen der Luft
erfindungsgemäß dadurch ermöglicht, daß die Spieße nahe an den Sackenden angeordnet sind und aus
etwa parallel zur Durchschneidungsebene geführten Lanzen bestehen, die mit einem Anschluß für eine
Druckluftquelle und seitlichen Auslaßöffnungen für die Druckluft versehen sind, daß in Zuführungsrichtung
mit Abstand hintereinander zwei um zueinander . parallele, horizontal verlaufende Achsen in gegenläufiger
Drehrichtung stufenweise und synchron drehbare Räder angeordnet sind, daß auf jedem dieser
Räder eine jeweils gleiche Anzahl der regelmäßig über einen konzentrischen Innenkreis verteilten, zu
den Drehachsen parallel verlaufenden Lanzen sowie eine jeweils gleiche Anzahl gegenüber diesen Lanzen
in Drehrichtung unter einem Voreilwinkel radial verlaufender Tragschienen derart angeordnet sind, daß
bei Stillstand der Räder jeweils zwei Tragschienen in Richtung der Verbindungslinie zwischen den Drehachsen
der Räder einander gegenüberliegen und gemeinsam eine Auflage bilden,, auf die ein Sack unter
gleichzeitiger Aufspießung auf die diesen Tragschienen zugeordneten Lanzen aufschiebbar ist, wobei
zwischen den beiden Tragschienen jeweils ein Spalt vorgesehen ist, in dem die Schneidvorrichtung
in Richtung der Drehachsen der Räder hin- und herbewegbar ist. ■ ■ . :
Diese besonders vorteilhaft ausgestaltete Vorrichtung ermöglicht einen völlig selbsttätigen Verfahrensablauf
mit ununterbrochener Zuführung und: Entleerung von Säcken, wobei der Konstruktionsaufwand
im Vergleich zu bekannten Vorrichtungen, die zu weniger guten Ergebnissen führen, verhältnismäßig
niedrig ist. ;
Vorteilhaft ist dabei, daß die Stärke beim Aufspießen
auf verschwenkbare Auflagen geschoben werden und daß die auf-den Spießen hängenden Sackhälften
vom Beginn des Durchschneidens bis zur Be-
'■■■■■ ■■ s;" ■. ■ . . ■ β · ■■.. ' :; '
endigung des Lufteinblasens an jeweils einer der ver- eines (nicht dargestellten) Gestells gehalten werden,
schwenkbaren Auflagen anliegen. Hierdurch wird in Parallel zu den Schienen 14, aber wie aus Fig. 3 ervorteilhaft
einfacher Weise verhindert, daß beim Ein- sichtlich iri einem Abstand darunter, verlaufen Schieblasen
der Luft die Sackhälften pendelnd hin-und nen 15, in denen Rollen 16 ein Gestell 17, an dem
herschwingen können, was sich vor allem bei einem 5 ein Schieber 18 befestigt ist, bewegbar tragen. Dieser
pulverförmigen Sackinhalt sehr vorteilhaft auswirkt, Schieber 18 kann den auf dem Rollenförderband 8
weil durch Anwendung dieser erfindungsgemäßen bereitliegenden Sack 10a auf die Lanzen 5a und 5a'
Maßnahme verhindert wird, daß sich der Sackinhalt der Räder 1 und 1' drücken.
über zu große Flächen verteilt und sich dadurch an Wie in Fig. 4 dargestellt, ist jede Lanze 5 als
unerwünschten Stellen ablagern kann. Dabei ist es io Hohlrohr ausgebildet, in das über die Länge verteilt
wesentlich, daß die Sackhälften gerade während des eine Anzahl kleiner Löcher 19 eingearbeitet sind. Die
Ausblasvorganges an einer Auflage anliegen, weil auf Innenseite des Hohlrohres kann über einen Anschluß
Grund der sich beim Ausblasen an den Sacköffnun- 20' mit einem Druckluftkompressor verbunden wer-
gen bildenden Ablösewirbel die Gefahr einer Pende- den, wobei die Luft dann aus den Löchern 19 strömt.
lung besonders groß ist. 15 Die an dem Rad 1 befestigte Lanze 5 weist noch eine
Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfin- Buchse 20 mit einem Flansch 21 auf, der eine Füh-
dung sind den Unteransprüchen 5 bis 9 zu entneh- rungsbohrung 22 zur Führung eines Stabes 23 ent-
men. hält. Dieser Stab verläuft durch das Rad 1 und trägt
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen einen über die Lanze 5 bewegbaren Abstreifer 24.
Vorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt und wird 20 Dieser Abstreifer dient zum Abstreifen eines geleer-
im folgenden näher erläutert. Dabei zeigt ten Sackes 10 von der Lanze 5. An dem dem Ab-
Fig. 1 eine teilweise gebrochene Vorderansicht streifer 24 gegenüberliegenden Ende des Stabes 23 ist-
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, ein Drücker 25 zur Steuerung des Abstreifers ange-
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung der bracht, wobei zwischen dem Drücker 25 und der
Fig. 1, 25 Hinterseite des Flansches 21 eine Druckfeder 36 an-
F i g. 3 eine Seitenansicht der Vorrichtung der geordnet ist, die als Puffer dient. Zur Steuerung der
Fig. 1 und 2, Drücker 25 ist an beiden Seiten der Vorrichtung und
Fig. 4 einen Schnitt durch ein Detail der Fig. 3. an den Außenseiten der Wellen 3 bzw. 3' ein
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, enthält die Vorrich- Steuermotor 30 vorgesehen, der die Drücker betätigt
tung zwei mit Zwischenabstand nebeneinander ange- 30 und damit die Abstreifer 24· über die verschiedenen
ordnete Räder 1 bzw. 1', die stufenweise in durch die Lanzen 5 streift.
Pfeile 2 bzw. 2' angegebenen, entgegengesetzten Unter den Rädern 1 und 1' befindet sich ein.Sani-Drehrichtungen
synchron um die Wellen 3 bzw. 3' meltrichter 27, der ein Gitter 28 enthält, wobei sich
drehbar sind. Jedes der Räder 1 bzw. 1' hat sechs unter dem Trichter 27 ein Förderband 29 od. dgl.
gleichmäßig auf einem konzentrischen Innenkreis 4 35 zum Abtransport des entleerten Materials anschließt,
bzw. 4' verteilte, parallel zu den Wellen 3 bzw. 3' Während des Arbeitsablaufs der beschriebenen
verlaufende Lanzen 5 bzw. 5'. Diese Lanzen sind für Vorrichtung stößt ein über die Förderer 7 und 8
das Rad 1 im Uhrzeigersinn mit Sa, Sb, Sc, Sd, Se herangeführter Sack 10c gegen den Anschlag 9, der
und Sf angegeben, während sie für das Rad 1' im einen Steuermechanismus in Tätigkeit setzt. Dabei
entgegengesetzten Uhrzeigersinn mit 5 a', Sb', Sc\ 40 bewegt sich der Schieber 18 in Richtung auf den
Sd', Se' und 5/' angegeben sind. Jedes der Räder 1 Sack 10a und schiebt damit den Sack 10a auf die
und 1' besitzt sechs radiale Tragschienen 6, die einen Lanzen 5 a und 5a', wobei die Tragschienen 6 a und
bedeutenden Abstand in Richtung der Wellen 3 6 a'die Unterseite des Sackes 10a stützen. · (C
und 3' haben. Gegenüber der benachbarten Lanze Gleichzeitig mit dem Aufschieben des Sackes 10a
weist jede radiale Tragschiene einen Voreilwinkel in 45 wird das Schneiderad 11 nach links und nach rechts
der Drehrichtung 2 bzw. 2'auf. Dieser Voreilwinkel bewegt, wodurch der Sack 10a entzweigeschnitten
wird durch die Dicke des zu bearbeitenden Sackes wird. Nachdem der Sack durchgeschnitten ist, drehen
bestimmt, was noch später erläutert wird. Die radia- sich die Räder 1 bzw. 1' synchron in gegenläufigen
len Tragschienen 6 sind analog den Lanzen 5 mit Drehrichtungen über einen Winkel von 60?, so daß
6a, 6b, 6c, 6d, 6e und 6/ sowie 6a', 6b', 6c', 6d' 50 sich die mit Material gefüllten Enden des Sackes, die
und 6/' bezeichnet. sich auf den Lanzen befinden, in den Trichter 27 entin der Ebene der Wellen 3 und 3' liegen die leeren. Dieses Entleeren wird noch verstärkt, indem
Arbeitsflächen von zwei aneinander anschließenden über die Löcher 19 in den Lanzen 5 Luftdruck auf
Förderbändern, nämlich dem Förderband 7 und dem den Inhalt des Sackes gegeben wird, und zwar derart,
Rollenförderer 8, dessen Rollen angetrieben sind. 55 daß die Luft in die den offenen Enden der Sackteile
Diese Förderer führen die gefüllten Säcke quer zur entgegengesetzten Enden geblasen wird. Dieser Luft-Richtung
der Wellen 3 und 3' heran, und zwar derart, druck kann dabei noch intermittierend ausgeübt werdaß
die Säcke in Längsrichtung von einem Anschlag 9 den, so daß sich die Enden des Sackes wechselweise
gehalten zwischen den Wellen 3 und 3' zu liegen blähen und zusammenziehen, wodurch eine gewisse
kommen. Ein zwischen den Wellen 3 und 3' liegen- 60 Pumpenwirkung erzeugt wird, die die Leerung der
der Sack ist in Fig. 1 mit 10a bezeichnet, während Enden des Sackes noch verbessert. Nachdem sich die
der auf dem Band 7 liegende Sack, der noch züge- Räder dreimal um 60° weitergedreht haben, ist der
führt wird, mit 10 bezeichnet ist. . betreffende Sack in der Stellung Sd bzw. Sd' ange-Zwischen
den Rädern 1 und 1' ist in der Mitte ein . kommen, in der die Motoren 30 die Abstreifer über
rotierendes Schneiderad 11 angeordnet, das hin-und 65 die Lanzen 5 schieben, wodurch die Enden des
herbewegbar an einem Wagen 12 aufgehängt ist. Der Sackes von den Lanzen entfernt werden und diese
Wagen 12 läuft mit Rädern 13 in Schienen 14, die vorbereitet werden, um aufs neue einen gefüllten Sack
oberhalb des Schneiderades 11 z. B. durch Teile aufzunehmen.
Bei jeder Drehung um 60° kommt ein Sack auf
die Lanzen, die sich in den Stellungen 5 a und Sa'
befinden, wobei die Beschickung ununterbrochen geschieht. Die von den Motoren 30 über die Lanzen 5
nach vorn geschobenen Abstreifer 24 werden beim Aufschieben eines Sackes 10 auf/die Lanzen 5 in die
in F i g. 4 dargestellte Stellung verschoben, ohne daß der Motor dafür in Tätigkeit gesetzt wird, da sich
die Motoren in den Stellungen 5d und Sd' befinden.
Während des Zyklus bewegen sich die Säcke in die Stellungen 10 und JOa, in welcher der Sack entzweigeschnitten
wird, und die Enden in die Stellungen 106, 10 b', 10 c und 10 c', während in den Stellungen
und 1Od' die Sackhälften abgestreift werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
309 618/21
Claims (6)
1. Verfahren zum Entleeren von geschlosse- - schiebbar sind, ν ':-.. '
nen, mit teilchenförmigem Material gefüllten 5 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 Säcken, bei dem die Säcke liegend zugeführt, von bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zum Auf-Spießen durchbohrt und in zwei Hälften durch- spießen eines Sackes auf die Lanzen (5a bis Sd, schnitten werden, welche dann mit ihren, durch S'a bis S'd) ein den Sack senkrecht zu seiner Zudas Durchschneiden entstandenen öffnungen nach führrichtung bewegender Schieber (18) vorunten weisen und entleert werden, bevor die dann io gesehen ist.
nen, mit teilchenförmigem Material gefüllten 5 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 Säcken, bei dem die Säcke liegend zugeführt, von bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zum Auf-Spießen durchbohrt und in zwei Hälften durch- spießen eines Sackes auf die Lanzen (5a bis Sd, schnitten werden, welche dann mit ihren, durch S'a bis S'd) ein den Sack senkrecht zu seiner Zudas Durchschneiden entstandenen öffnungen nach führrichtung bewegender Schieber (18) vorunten weisen und entleert werden, bevor die dann io gesehen ist.
leeren SackMlften von ihren Spießen abgestreift 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4
werden, dadurch; gekennzeichnet, daß bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß-der Voreil-
in die Sackhälften in der mit ihren öffnungen winkel der Tragschienen (6 a bis 6d, 6'a bis 6'd)
nach unten weisenden Lage Luft in Richtung auf zur Anpassung an verschiedene Sackabmessungen
die geschlossenen Sackhälftenenden geblasen wird. 15 einstellbar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4
kennzeichnet, daß die Luft intermittierend in die bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Positionen
Sackhälften eingeblasen wird. der Lanzen (5 a bis Sd, S'a bis S'd) auf den Rä-
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 dem (1, 1') in radialer Richtung verstellbar sind,
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Säcke 20
in an sich bekannter Weise quer zu ihrer Längsrichtung durchschnitten werden. ·
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfall-
rens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit Einrichtungen zum selbsttätigen Zuführen von lie- 35
genden Säcken in den Bereich einer Schneidvorrichtung zum Durchschneiden .der Säcke in zwei Die Erfindung -betrifft efit Verfahren zum EntHälften,
mit quer zur Zuführrichtung angeordnc- leeren von geschlossenen, mit teilchenförmigem Maten
Spießen, auf welche die Säcke auf beiden Sei- terial gefüllten Säcken, bei dem die Säcke liegend zuten
der Durchschneidungsebene aufspießbar sind, 30 geführt, von Spießen durchbohrt und in zwei Hälf-
und mit Abstreifern zum Abstreifen der leeren ten durchschnitten werden, welche dann mit ihren,
Sackhälften von den Spießen, dadurch gekenn- durch das Durchschneiden entstandenen öffnungen
zeichnet, daß die Spieße nahe an den Sackenden nach unten weisen und entleert werden, bevor die
angeordnet sind und aus etwa parallel zur Durch- dann leeren Sackhälften von ihren Spießen abgeschneidungsebene
geführten Lanzen (5 a bis Sd, 35 streift werden.
S'a bis S'd) bestehen, die mit einem Anschluß Ein solches Verfahren vereinfacht zwar die her-(20')
für eine Druckluftquelle und seitlichen Aus- kömmlichen Verfahren, bei welchem die Säcke von
Iaßöffnungen (19) für die Druckluft versehen sind, Hand geöffnet und ausgeschüttet werden mußten, dadaß
in Zuführrichtung mit Abstand hinterein- durch, daß die hierfür erforderliche Handarbeit entander
zwei um zueinander parallele, horizontal 40 fällt, die nur mit großem Zeit- und/oder Personalverlaufende
Achsen in gegenläufiger Drehrichtung aufwand durchführbar war.
stufenweise und synchron drehbare Räder (1, 1') Aber auch bei dem automatisierten Verfahren beangeordnet
sind, daß auf jedem dieser Räder eine steht ein wesentlicher Nachteil darin, daß die Säcke
jeweils gleiche Anzahl der regelmäßig über einen nicht vollständig entleert werden und daß die zum
konzentrischen Innenkreis (4, 4') verteilten, .zu 45 Teil beträchtlichen Materialmengen, die in den
den Drehachsen parallel verlaufenden Lanzen (5a Säcken übrigbleiben, dadurch verlorengehen. "
bis Sd, S'a bis 5'd) sowie eine jeweils gleiche An- Es sind auch bereits verschiedene Vorrichtungen
zahl gegenüber diesen Lanzen in Drehrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens bekanntunter einem Voreihvinkel radial verlaufender geworden, die jedoch sämtlich nicht geeignet sind,
Tragschienen (6a bis 6d, 6'a bis 6'd) derart an- 50 diesen wesentlichen Nachteil zu vermeiden, und die
angeordnet sind, daß bei Stillstand der Räder teilweise noch weitere Nachteile besitzen, die sich
jeweils zwei Tragschienen (6a, 6'a) in Richtung ebenfalls ungünstig auf die Wirtschaftlichkeit des
der Verbindungslinie zwischen den Drehachsen - Arbeitsverfahrens auswirken.
der Räder einander gegenüberliegen und gemein- Die Arbeitsweise mit einer bekannten Vorrichtung
sam eine Auflage bilden, auf die ein Sack unter 55 (Beschreibungseinleitung der deutschen Patentschrift
gleichzeitiger Aufspießung auf die diesen Trag- 1 207 877) hat beispielsweise den Nachteil, daß der
schienen zugeordneten Lanzen (5a, 5'a) auf- Sack bereits in zwei Hälften zerschnitten wird, wäh-
schiebbar ist, wobei zwischen den beiden Trag- rend er noch auf dem zum Zuführen verwendeten
schienen (6 a, 6'a) jeweils ein Spalt vorgesehen Transportband liegt, und daß daher seine Entleerung,
ist, in dem die Schneidvorrichtung (11) in Rieh- 60 insbesondere bei leicht rieselndem Gut, schon auf
tung der Drehachsen der Räder hin- und her- dem Transportband einsetzt, was zu einer weiteren
bewegbar ist. Erhöhung der Materialverluste führt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge- Diese erhöhten Materialverluste können zwar mit
kennzeichnet, daß die Auslaßöffnungen (19) inter- einer Vorrichtung (deutsche Patentschrift 1 207 877)
mutierend mit Druckluft beaufschlagbar sind. 65 verhindert werden, bei der mehrere von umlaufenden
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 Bändern vorstehende Spieße vorgesehen sind, die von
und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstrei- beiden Seiten in den Sack eindringen und diesen zur
fer (24) die Lanzen (5a bis Sd, S'a bis S'd) um- Schneidvorrichtung bringen. Da hierbei jedoch nur
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL666609265A NL147695B (nl) | 1966-07-01 | 1966-07-01 | Werkwijze voor het ledigen van gesloten zakken, die met poedervormig materiaal zijn gevuld. |
| NL6609265 | 1966-07-01 | ||
| DEW0044251 | 1967-06-27 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1531096A1 DE1531096A1 (de) | 1969-08-07 |
| DE1531096C true DE1531096C (de) | 1973-05-03 |
Family
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