DE19544896C1 - Markise mit höhenarretierbarer Markisolettengarnitur und verriegelbarem Markisolettenarm - Google Patents
Markise mit höhenarretierbarer Markisolettengarnitur und verriegelbarem MarkisolettenarmInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Markise mit einer in mindestens
einer Führungsschiene vertikal verfahrbaren Markisoletten
garnitur, die mindestens einen vertikal verschwenkbaren Markiso
lettenarm aufweist, der durch Federkraft in Ausschwenkrichtung
vorgespannt ist, wobei eine Höhenarretierung vorgesehen ist,
die die vertikale Verfahrbarkeit der Markisolettengarnitur bei
ausgeschwenktem Markisolettenarm sperrt.
Eine derartige Markise ist aus der DE 43 34 519 A1 bekannt.
Solche Markisen werden insbesondere an Häuserfronten im Bereich
von Fenstern montiert, um, bei ausgefallenem Tuch, als Sonnen
schutz zu wirken. Die eingangs genannte Markise unterscheidet
sich von den ebenfalls bekannten, in etwa horizontal ausfallenden
Markisen dadurch, daß das Tuch im Betriebszustand der Markise
zunächst vertikal fällt und durch den ausgestellten Markiso
lettenarm zusätzlich noch ein dachartiger Vorsprung gebildet
ist.
Die aus der eingangs genannten DE 43 34 519 A1 bekannte vertikal
ausfallende Markise weist seitliche Führungsschienen auf, die
an einer Gebäudefront vertikal verlaufend befestigt sind.
Weiterhin weist die Markise eine Markisolettengarnitur auf,
die in den vertikalen Führungsschienen verfahrbar ist.
Die Markisolettengarnitur weist zwei beidseits des Tuches
angeordnete, in einer Vertikalebene verschwenkbare Markisoletten
arme auf, die auf einem in einer Führungsschiene laufenden
Schlitten montiert sind. Weiterhin ist eine Umlenkstange zum
Umlenken des Tuches vorgesehen, die ebenfalls auf dem Schlitten
befestigt ist, sowie eine Fallstange, die am freien Ende der
Markisolettenarme befestigt ist.
In dem Betriebszustand, in dem die Markisolettenarme ausge
schwenkt sind, verläuft das Tuch, von einer Tuchwelle ausgehend,
zunächst vertikal bis zur Umlenkstange, und anschließend zur
Fallstange am äußeren Ende des Markisolettenarmes. Der Markiso
lettenarm ist aus einer lotrecht hochgestellten Position über
einen Winkelbereich von etwa 145° nach unten verschwenkbar.
Beim Abwickeln des auf der Tuchwelle aufgewickelten Tuches fährt
zunächst die gesamte Markisolettengarnitur mit eingeschwenktem
Markisolettenarm an der Führungsschiene nach unten, bis der
Schlitten gegen einen Anschlag läuft. Bei weiterem Abwickeln
des Tuches schwenkt dann der hochgestellte Markisolettenarm
aus.
Damit der Markisolettenarm jederzeit zum Ausschwenken bereit
ist, ist dieser in Ausschwenkrichtung vorgespannt. Durch die
Vorspannung des Markisolettenarmes, die allgemein durch ein
federbelastetes flexibles Zugelement erzielt wird, das an dem
Gelenk des Markisolettenarmes angreift, wird nicht nur erreicht,
daß der Markisolettenarm jederzeit zum Ausschwenken bereit ist,
sondern es wird auch vermieden, daß der ausgeschwenkte Markiso
lettenarm in unerwünschter Weise nach oben schlägt, wenn das
Tuch von einem Windstoß erfaßt wird. Außerdem wird durch die
Vorspannung des Markisolettenarmes das Tuch gespannt. Damit
die in Ausschwenkrichtung wirkende Kraft in jeder Verschwenk
stellung, insbesondere auch in einer maximalen Ausschwenkstel
lung, in der der Markisolettenarm um etwa 145° nach unten
verschwenkt ist, ausreichend hoch ist, ist eine beträchtliche
Vorspannung des Markisolettenarmes erforderlich.
Bei der bekannten Markise ist das Zugelement ein Seil, das mit
einem ersten Ende im Bereich der Gelenkachse im Abstand zu der
Drehachse des Gelenks angeschlagen ist. Die Zugwirkung ist dabei
in maximaler Ausschwenkstellung am geringsten, während sie in
völlig eingeschwenktem Zustand des Markisolettenarmes maximal
ist.
Aus der starken Vorspannung des Markisolettenarmes in Ausschwenk
richtung ergab sich das Problem, daß beim Aufwickeln des Tuches
nicht - wie an sich erwünscht - zunächst der Markisolettenarm
hochgeklappt wurde und anschließend die Markisolettengarnitur
mit hochgeklapptem Markisolettenarm hochgezogen wurde, sondern
daß sich - in unerwünschter Weise - die gesamte Markisoletten
garnitur mit noch ausgeschwenktem Markisolettenarm nach oben
bewegt. Anders ausgedrückt, die Ausstellkraft oder Ausschwenk
kraft des Markisolettenarmes war größer als die in Richtung
Schwerkraft resultierende Kraft aus dem Gesamtgewicht der
Markisolettengarnitur. Wird die Markisolettengarnitur mit noch
ausgeschwenktem Markisolettenarm hochgezogen, so stößt das noch
dachartig ausgefahrene Tuch gegen das die Tuchwelle umgebende
Gehäuse, mit der Folge, daß das Tuch nicht vollständig aufge
wickelt werden kann oder sogar Beschädigungen an der Aufroll
mechanik auftreten können.
Zunächst wurde dieses Problem dadurch gelöst, daß die Markiso
lettengarnitur mit zusätzlichen Gewichten bestückt wurde, so
daß das Gesamtgewicht der Markisolettengarnitur bzw. die daraus
resultierende Kraft in Schwerkraftrichtung größer ist als die
Kraft, die notwendig ist, um den ausgeschwenkten Markisolettenarm
gegen dessen Ausstellkraft wieder einzuschwenken. Diese Lösung
hatte jedoch den Nachteil, daß wegen der beachtlichen Vorspannung
des Markisolettenarmes schwere Gewichte verwendet werden mußten,
wodurch die gesamte Markise ein erhebliches Gewicht bekam.
Eine ansatzweise Lösung dieses Problems bestand nun darin, eine
Höhenarretierung für die Markisolettengarnitur im maximal
herabgefahrenen Zustand zu schaffen, die bei ausgeschwenktem
Markisolettenarm ein Anheben der Markisolettengarnitur sperrt.
Der Begriff Höhenarretierung meint somit, daß die maximal
herabgefahrene Markisolettengarnitur auf dieser Höhe arretiert
ist.
Daneben ist aus der DE 93 18 454 U1 eine Markisolette bekannt,
die ebenfalls eine Höhenarretierung für die Markisolettengarnitur
aufweist, bei der allerdings die Markisolettenarme nicht in
Ausschwenkrichtung vorgespannt sind.
Mit dieser Höhenarretierung konnte aber nicht das grundsätzliche
Problem des unbeabsichtigten Ausschwenkens des Markisolettenarmes
während der Anheb- oder der Absenkbewegung gelöst werden. Es
ist bei dieser Konstruktion nach wie vor möglich, daß während
des Absenkens der Markisolettengarnitur, bevor diese ihre maximal
unterste Position erreicht hat, in der sie dann durch die
Höhenarretierung verriegelt wird, der Markisolettenarm aus
schwenkt, anstatt daß sich die Markisolettengarnitur absenkt.
Dasselbe kann auch beim Hochfahren auftreten, d. h. der aus
gänglich hochgestellte Arm hat die Tendenz, insbesondere
deswegen, da bei hochgestelltem Arm das Federelement maximal
vorgespannt ist, sich wieder auszustellen und dabei die Markiso
lettengarnitur nach oben zu schieben.
Es ist auch manchmal die Situation eingetreten, daß nachträglich
die Vorspannung des Markisolettenarmes in Ausschwenkrichtung
erhöht werden mußte, weil bspw. an dem bestimmten Gebände starke
Winde auftreten, die dazu neigen, das Markisendach hoch
zuschlagen. Wenn dann nicht gleichzeitig dafür Sorge getragen
wurde, daß das Gesamtgewicht der Markisolettengarnitur ent
sprechend erhöht wurde, wenn das überhaupt nachträglich noch
möglich war, wurde die Markise nachträglich funktionsuntüchtig
in dem Sinne, daß beim Verfahren der Markisolettenarm in
unerwünschter Weise ausgeschwenkt ist.
Man hat sich so beholfen, daß nachträglich Zusatzgewichte an
der Markisolettengarnitur angebracht wurden. Diese werden bspw.
in die Hohlprofile der Querstangen (Umlenkstange, Fallstange)
eingebracht.
Ferner ist aus der DE 24 44 265 eine Arretiereinrichtung für
den Trägerarm eines Sonnenschutzes offenbart, durch die die
Markisenarme in ihrer maximalen ausgestellten rage gegen ein
Hochklappen aus dieser Lage automatisch verriegelt werden können.
Der bekannte Sonnenschutz, der auch als Fallarmmarkise bezeichnet
wird, ist nicht vertikal verfahrbar.
Aus der DE 19 36 386 A1 ist eine Markise bekannt, deren Markisen
arme ähnlich wie bei einer Markisolette vertikal verfahrbar
sind. Die Markisenarme können in verschiedenen diskreten
Gebrauchsstellungen, in denen die Arme um verschiedene Winkel
verschwenkt sind, gegen ein Rückschlagen arretiert werden.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die vorstehenden
Nachteile zu vermeiden, insbesondere von "Gewichtsprinzip"
abzuweichen, so daß eine individuelle Einstellung der Ausschwenk
kraft des Markisolettenarmes auf Wunsch des Benutzers möglich
ist, ohne daß zusätzliche Gewichte "angehängt" werden müssen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß zusätzlich
eine Schwenkverriegelung vorgesehen ist, die den Markisolettenarm
in hochgestellter Position verriegelt und die Verschwenkbarkeit
des Markisolettenarmes freigibt, wenn die vertikale Verfahr
barkeit der Markisolettengarnitur durch die Höhenarretierung
gesperrt ist.
Durch diese Maßnahme wird erzielt, daß ein einmal hochgestellter
Markisolettenarm solange vor einer Verschwenkbarkeit gesperrt
ist, bis die Höhenarretierung geschlossen ist. Das heißt, während
des gesamten vertikalen Verfahrweges der Markisolettengarnitur,
sei es beim Absenken oder beim Anheben, ist der Markisolettenarm
durch die Schwenkverriegelung in der hochgestellten Position
verriegelt und kann nicht ausschwenken. Erst wenn die Höhen
arretierung geschlossen ist, also wenn die Markisolettengarnitur
bspw. ihre unterste Position erreicht hat, wird die Schwenkver
riegelung gelöst und die Verschwenkbarkeit des Markisolettenarmes
freigegeben, also nur in der Position der Markisolettengarnitur,
in der dieses Ausschwenken erwünscht ist. Mit der an sich
bekannten Höhenarretierung wirkt die erfindungsgemäße Schwenk
verriegelung nun so zusammen, daß eben das Ausschwenken nur
in der höhenarretierten (z. B. untersten) Position möglich ist
und daß aus dieser Position, aufgrund der Höhenarretierung,
ausschließlich zunächst der Markisolettenarm eingeschwenkt wird,
bis er in der hochgestellten Position durch die Schwenkverriege
lung verriegelt ist und dann in dieser Position während der
gesamten Anhebbewegung verbleibt. Dadurch ist es nun nicht mehr
notwendig, darauf zu achten, daß das Gewicht der Markisoletten
garnitur bzw. die daraus resultierende Kraft immer höher ist
als die Kraft, die den Markisolettenarm ausstellt. Es muß ferner
auch nicht mehr darauf geachtet werden, wenn bspw. die Ausstell
kraft nachträglich verstärkt wird, daß nun zusätzliche Gewichte
an der Markisolettengarnitur angebracht werden. Dadurch wird
nicht nur die Funktionssicherheit wesentlich erhöht, sondern
auch die gesamte Markise kann einfacher und leichter aufgebaut
sein, was letztendlich der Lebensdauer des Antriebes und
insbesondere auch des Tuches zuträglich ist. An welchem Ort
des Markisolettenarmes die Schwenkverriegelung angeordnet ist
und wie deren Schließen und Öffnen bewerkstelligt und gesteuert
wird, ist auf sehr mannigfaltige Weise zu erreichen. So kann
bspw. die Verriegelung mechanisch, elektrisch, manuell oder
automatisch oder auch durch den Bewegungsablauf der Markise
selbst gesteuert werden. Dadurch ist es dann möglich, sich
flexibel an die jeweiligen Konstruktionen einer solchen Markise
bzw. an die örtlichen Gegebenheit anzupassen.
In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird
die Höhenarretierung der Markisolettengarnitur zu dem Zeitpunkt
arretiert, zu dem die Schwenkverriegelung des Markisolettenarmes
gelöst wird und umgekehrt.
Diese Maßnahme schafft einen harmonischen Bewegungsablauf beim
Aus- und Einfahren des Markisentuches dahingehend, daß, ausgehend
von maximal aufgewickeltem Tuch, dieses abgewickelt wird, dabei
sich die Markisolettengarnitur aufgrund der Schwerkraft solange
absenkt, bis die Höhenarretierung erreicht und geschlossen wird.
Zu diesem Zeitpunkt wird die Schwenkverriegelung gelöst, so
daß durch ein weiteres Abrollen des Tuches dann der Markiso
lettenarm ausschwenkt. Der umgekehrte Vorgang läuft ebenfalls
gleich harmonisch und ruckfrei ab, d. h. beim Aufwickeln des
Tuches wird zunächst nur der Markisolettenarm eingeschwenkt
und genau zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser arretiert wird, wird
die Höhenverriegelung gelöst, so daß dann unmittelbar an
schließend ohne Zwischenruck oder dgl. das Anheben der Markiso
lettengarnitur erfolgen kann. Dies trägt weiter zur Betriebs
sicherheit und auch zur Lebensdauer der Markise bei.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird sowohl die
Höhenarretierung als auch die Schwenkverriegelung über ein mit
der Markisolettengarnitur gelenkig verbundenes Ende des Markiso
lettenarmes bewerkstelligt.
Da das gelenkige Ende des Markisolettenarmes bei hochgestelltem
Markisolettenarm vertikal verfahrbaren wird und die Schwenkbe
wegung des Markisolettenarmes bewegt, ist es besonders günstig,
gerade dieses Bauteil für die beiden Verriegelungsmechanismen,
nämlich Höhenarretierung und Schwenkverriegelung, heranzuziehen.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist
das gelenkig verbundene Ende des Markisolettenarmes ein um eine
Drehachse drehbares Gelenkgehäuse auf, das bei hochgestelltem
Markisolettenarm drehfest mit der Markisolettengarnitur ver
riegelt ist.
Dieses Gelenkgehäuse, das auch den eigentlichen Markisoletten
armkörper trägt, kann dann durch entsprechende Ausgestaltung
einfach für die beiden Mechanismen ausgestaltet und dement
sprechend auch kostengünstig hergestellt werden. Wird bspw.
einmal ein anderer Mechanismus gewählt, muß deswegen nicht der
gesamte Markisolettenarm umgebaut werden, sondern nur das
endseitige Gelenkgehäuse.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist an der
Markisolettengarnitur ein relativ dazu beweglicher Riegel der
Schwenkverriegelung vorgesehen, der in eine Ausnehmung am
Gelenkgehäuse eingreift und dadurch die Schwenkbewegung sperrt.
Diese Maßnahme hat nun den Vorteil, daß durch mechanisch sehr
einfache Teile eine effektive Verriegelung bewirkt wird, die
ggf. auch an schon vorhandenen Markisen nachgerüstet werden
kann. Es ist durchaus möglich, nachträglich an einer Markiso
lettengarnitur noch einen beweglichen Riegel anzubringen, der
dann mit einer entsprechend ausgeformten Ausnehmung an einem
Gelenkgehäuse eingreift. Da üblicherweise Markisolettenarme
in Modulbauweise aufgebaut sind, kann bspw. ein schon vorhandener
Markisolettenarm dadurch nachgerüstet werden, daß lediglich
ein anderes Gelenkgehäuse mit der entsprechenden Ausnehmung
eingesetzt wird.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Riegel
beim Anfahren der Markisolettengarnitur gegen einen ortsfesten
Anschlag aus der Ausnehmung heraus bewegbar und bewegt sich
beim Abheben der Markisolettengarnitur von dem Anschlag wieder
in die Ausnehmung hinein.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß ein besonders mechanisch
einfacher und durch den Bewegungsablauf der Markise selbst
gesteuerter Mechanismus gebildet ist.
In einer weiteren Ausgestaltung ist der Riegel mittels einer
Feder in Richtung der Ausnehmung vorgespannt.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß der Riegel, der an sich
allein durch Schwerkraftsteuerung bewegbar wäre, nun gezielt
in Richtung der Ausnehmung vorgespannt ist, und somit eine
besonders betriebssichere Schwenkverriegelung schafft.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist im Gelenk
gehäuse ein Ringraum vorgesehen, in den über eine Öffnung im
Gelenkgehäuse eine ortsfeste Sperrnase der Höhenarretierung
einführbar ist, wobei die Sperrnase bei verschwenktem Markiso
lettenarm derart in sperrendem Eingriff mit dem Ringraum steht,
daß ein Verschwenken des Markisolettenarmes möglich ist, die
Markisolettengarnitur aber nicht vertikal anhebbar ist.
Durch diese konstruktive Maßnahme wird die an sich bekannte
Höhenarretierung sehr einfach und auch raumsparend ausgebildet.
Nach Einfahren der Sperrnase in den Ringraum kann der Markiso
lettenarm um diese eingefahrene Sperrnase herum verschwenkt
werden, in jeder Schwenkstellung ist aber ein Anheben der
Markisolettengarnitur, an die der Markisolettenarm montiert
ist, durch die Sperrnase gesperrt.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Ringraum
vom Gelenkgehäuse umgrenzt, und an diesem ist diametral gegen
überliegend einerseits die Ausnehmung vorgesehen, in die der
Riegel der Schwenkverriegelung eingreift, und andererseits ist
die Öffnung vorgesehen, durch die die Sperrnase der Höhen
arretierung in den Ringraum ein- bzw. ausfahrbar ist.
Diese Maßnahme hat nun den besonderen Vorteil, daß der Ringraum
vom Gelenkgehäuse geschützt ist, somit vor äußeren Umweltein
flüssen, insbesondere vor Verschmutzung, geschützt ist. Darüber
hinaus ermöglicht die diametral gegenüberliegende Anordnung
von Ausnehmung und Öffnung besonders günstig das gleichzeitige
Lösen bzw. Verriegeln von Höhenarretierung bzw. Schwenkver
riegelung. Das heißt, an einer Seite wird der Riegel der
Schwenkverriegelung aus der Ausnehmung herausgedrückt, während
gleichzeitig die Sperrnase in den Ringraum einfährt.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kommt bei hochge
stelltem Markisolettenarm die Ausnehmung am hochliegenden
Scheitelpunkt des Ringraumes und die Öffnung am untenliegenden
Scheitelpunkt zum Liegen.
Diese Maßnahme ermöglicht nunmehr, die entsprechenden Riegel
bzw. Sperrnasen im vertikalen Laufweg der Markisolettengarnitur
anzuordnen, und die Steuerung erfolgt durch Anheben bzw. Absenken
der Markisolettengarnitur, wobei dann das Gelenkgehäuse bzw.
dessen Ausnehmung und Öffnung in die Position gebracht wird,
um den Wechsel zwischen Höhenarretierung und Schwenkverriegelung
gleichzeitig durchführen zu können.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sitzt der Riegel
der Schwenkverriegelung auf einer vertikal, gegen Federkraft
verschiebbaren Platte der Markisolettengarnitur, die auf den
Anschlag an einer Führungsschiene läuft, wobei der Anschlag
die Sperrnase der Höhenarretierung trägt, und wobei beim
Auftreffen der Platte auf den Anschlag die Sperrnase gerade
in die Öffnung am untenliegenden Scheitelpunkt des Gelenkgehäuses
eintritt.
Diese Maßnahme hat nun den Vorteil, daß über relativ wenige
Bauteile beide Riegelmechanismen einfach durch die Absenk- bzw.
Anhebbewegung der Markisolettengarnitur gesteuert werden. Die
Federkraft schiebt die Platte in Absenkrichtung vorlaufend vor
das untere Ende der Markisolettengarnitur. Trifft nun die Platte
auf den Anschlag, wird beim weiteren Absenken der Markisoletten
garnitur diese relativ zu einer stehenbleibenden Platte ver
schoben, so daß durch diese Relativbewegung der Riegel aus der
Ausnehmung im Gelenkgehäuse austritt. Dadurch, daß beim Auf
treffen der Platte der Sperrnase gerade in die Öffnung am unteren
Scheitelpunkt des Gelenkgehäuses eintritt, ist sichergestellt,
daß ein synchrones Lösen der Schwenkverriegelung und Schließen
der Höhenarretierung erfolgt. In dem Moment, in dem der Riegel
aus der Ausnehmung ausgefahren ist, hat die Vorspannkraft des
Markisolettenarmes die Tendenz, diesen auszuschwenken. Schon
bei einer geringen Verschwenkung verdreht sich aber die Öffnung,
durch die die Sperrnase in den Ringraum eingetreten ist,
gegenüber der Sperrnase ausreichend weit, so daß ein Anheben
der Markisolettengarnitur gesperrt ist.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Ausnehmung
im Gelenkgehäuse ebenfalls als Öffnung im Gelenkgehäuse ausgebil
det, jedoch weist diese eine geringere Breite als die Sperrnase
auf.
Durch diese Maßnahme kann unterbunden werden, daß der Markiso
lettenarm, wenn er genau um 180° nach unten ausgeschwenkt wurde,
vertikal nach oben bewegt werden kann, da die Sperrnase durch
die kleinere, in diesem Zustand untenliegende Öffnung nicht
ausfahren kann.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weisen die beiden
Öffnungen unterschiedliche Höhen auf.
Auch durch diese Maßnahme kann verhindert werden, daß bei einer
Verschwenkung um genau 180° der Markisolettenarm hochgezogen
werden kann.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nach
stehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen
oder in Alleinstellung einsetzbar sind, ohne den Rahmen der
vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines ausgewählten
Ausführungsbeispieles näher beschrieben und erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen
Markise im Vertikalschnitt, mit ausgeschwenktem
Markisolettenarm;
Fig. 2A und 2B in zwei Teilbildern einen Längsschnitt durch den
Markisolettenarm, und zwar auf Höhe einer Schnittlinie
IIA wie in Fig. 4 angedeutet;
Fig. 3 einen Längsschnitt durch ein Gelenk, über das der
Markisolettenarm an einem Schlitten einer Markiso
lettengarnitur angebracht ist, und zwar auf Höhe einer
Schnittlinie III wie sie in Fig. 4 angedeutet ist;
Fig. 4 einen Längsschnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 3;
und
Fig. 5a-5d schematisch das Funktionsprinzip der Höhenarretierung
und der Schwenkverriegelung.
In Fig. 1 ist eine insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 versehene
Markise dargestellt. Die Markise 10 umfaßt zwei Führungsschienen
12 mit je einer mittigen Führungsnut 13, wobei die Führungs
schienen 12 mittels Streben 14 und 16 an einer Gebäudefront
18 im Bereich einer Fensteröffnung 20 befestigt sind.
Am oberen Ende der Markise 10 ist auf einer Tuchwelle 22 ein
Tuch 24 auf- und abwickelbar befestigt. Die Tuchwelle 22 wird
mittels einer motorisch betriebenen oder einer handbetriebenen,
hier nicht dargestellten Vorrichtung gedreht, und zwar zum
Abwickeln des Tuches 24 entgegen dem Uhrzeigersinn und zum
Aufwickeln des Tuches 24 im Uhrzeigersinn. Die Tuchwelle 22
und das Tuch 24 sind von einem Tuchwellengehäuse 26 umgeben.
Weiterhin umfaßt die Markise 10 eine Markisolettengarnitur 30,
die eine Umlenkstange 32, zwei Markisolettenarme 34 und zwei
Schlitten 36 aufweist. Die Umlenkstange 32 und die Markiso
lettenarme 34 sind auf dem Schlitten 36 montiert, die jeweils
in der Führungsnut 13 der Führungsschienen 12 vertikal verfahrbar
sind.
Der Markisolettenarm 34 ist dreiteilig aufgebaut, und zwar aus
einem Gelenkgehäuse 38, einem Rohr 39 und einem zweiten Gelenk
gehäuse 40. Am zweiten Gelenkgehäuse 40 ist eine querverlaufende
Fallstange 42 befestigt, an der das Tuch 24 mit seinem Aus
fallende befestigt ist.
Der Markisolettenarm 34 ist über das erste Gelenkgehäuse 38
um eine Drehachse 44 drehbar auf dem Schlitten 36 montiert.
Der Schwenkbereich 45 des Markisolettenarmes 34 reicht von einer
hochgestellten Position, wie sie im oberen Abschnitt von Fig.
1 dargestellt ist, bis zu einer Schwenkposition, in der der
Markisolettenarm 34 mit der Vertikalen einen Winkel von etwa
170° bildet. In dem unteren Abschnitt von Fig. 1 ist der
Markisolettenarm 34 in einer Schwenkposition dargestellt, in
der Ausstellwinkel etwa 90° beträgt.
An der Führungsschiene 12 ist ein Anschlag 46 mittels einer
Schraube 48 befestigt. Der Anschlag 46 begrenzt den Abwärtslauf
des Schlittens 46 in der Fürungsnut 13 nach unten. Der Anschlag
46 kann höhenverstellt werden.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 2A und 2B wird zunächst der
Markisolettenarm 34 näher beschrieben. Fig. 2A zeigt das Ende
des Markisolettenarmes, über das dieser an dem in der Schiene
12 verfahrbaren Schlitten 36 gelenkig angebracht ist.
Die endseitigen Gelenkgehäuse 38 und 40 sind identische Teile
und spiegelbildlich auf das mittige Rohr 39 aufgesteckt. Der
Markisolettenarm 34 ist somit als Ganzes bezüglich seiner Enden
symmetrisch ausgebildet, und kann sowohl als linker als auch
als rechter Markisolettenarm verwendet werden.
Die Gelenkgehäuse 38 und 40 weisen rohrartige Fortsätze 54 auf,
über die sie in das Rohr 39 formschlüssig eingesteckt sind.
Das Rohr 39 ist durch eine in Längsrichtung verlaufende, mittig
angeordnete Trennwand 56 in einen ersten Hohlraum 58 und einen
zweiten Hohlraum 60 geteilt. Der erste Hohlraum 58 bzw. der
zweite Hohlraum 60 dienen zur Aufnahme einer auf Druck gespannten
Schraubenfeder 62, die in den hier dargestellten Ausführungs
beispiel in dem zweiten Hohlraum 60 angeordnet ist.
Die Feder 62 ist im Hohlraum 60 in Längsrichtung verschiebbar
angeordnet. Die Feder 62 weist eine Länge auf, die in etwa der
Länge des Hohlraumes 60 entspricht.
Durch das Innere der Feder 62 ist ein Zugelement 64 hindurch
geführt. Das Zugelement 64 ist in dem in Fig. 2B rechten Ende
an einem beweglichen Anschlag 65 befestigt, der wie die Feder
62 in dem Hohlraum 60 in Längsrichtung verschiebbar ist. Die
Feder 62 stützt sich dabei gegen einen Ringflansch 66 des
beweglichen Anschlages 65 ab.
An dem den beweglichen Anschlag 65 gegenüberliegenden Ende stützt
sich die Feder 62 an einem Mittelsteg 67 des Gelenkgehäuses
ab. Das Zugelement 64 ist durch das Gelenkgehäuse 40 zu einem
Achsring 68 geführt, der auf seinem Außenumfang eine Nut 70
aufweist, wie das genauer aus Fig. 4 hervorgeht. Das Zugelement
64 wird durch die Nut 70 geführt und ist mittels eines Nippels
72 in einem dafür in dem Achsring 68 vorgesehenen Auge ein
gesetzt.
Beim Verschwenken des Markisolettenarmes 34 umschlingt das
Zugelement 64 den Achsring 68, wobei in hochgestellter Stellung
des Markisolettenarmes 34 das Zugelement maximal um den Achsring
68 geschlungen ist. Demgemäß ist bei hochgestelltem Markiso
lettenarm 34 die Feder 62 am stärksten gestaucht. Durch die
Befestigung des Zugelements 64 mittels des Nippels 72 an einem
drehfesten Achsring 68 übt das Zugelement 64 auf den Markiso
lettenarm 34 ein Drehmoment aus, das in Ausschwenkrichtung des
Markisolettenarmes 34 wirkt.
Der Achsring 68 ist auf dem Schlitten 36 mittels einer mittig
durchreichenden Schraube 76 (siehe Fig. 4) befestigt, wobei
die Mittelachse der Schraube 76 die Drehachse 44 des Markis
olettenarmes 34 bildet. Die Schraube 76, durch die der Achsring
68 am Schlitten 36 drehfest montiert ist, hält auch zugleich
ein Klemmstück 74 am Achsring 68. Dabei greift ein hohlzylin
drischer Abschnitt des Klemmstückes 74 in ein entsprechendes
Sackloch am Achsring 68 ein. Die Länge des Abschnittes ist größer
als die Tiefe des Sackloches, so daß ein Ringflansch des
Klemmstückes 74 im Abstand von der äußeren Stirnfläche des
Achsringes 68 zum Liegen kommt.
Am Gelenkgehäuse 38 ist ein Ringsteg 84 vorhanden, der etwa
formschlüssig mit Spiel zwischen den Ringflansch des Klemmstückes
74 und den Achsring 68 eingreift. Das Gelenkgehäuse 38 ist somit
um die Drehachse 44 drehbar, jedoch unverlierbar am Schlitten
36 befestigt.
Am zweiten äußeren Gelenkgehäuse 40 des Markisolettenarmes 34
wird die Fallstange 42 drehbar befestigt. Dazu ist ein zweiter
Achsring 78, ein weiteres Klemmstück 80 und eine Schraube 82
vorgesehen.
In den Fig. 3 und 4 ist der Markisolettenarm 34 in hochgestelltem
Zustand dargestellt.
In Fig. 3 ist eine Situation dargestellt, in der die Markiso
lettengarnitur den Anschlag 46 noch nicht ganz erreicht hat.
In Fig. 4 ist dagegen die Situation dargestellt, in der der
Markisolettenarm 34 bereits diesen Endanschlag 46 erreicht hat.
Das Gelenkgehäuse 38 weist auf seiner der Führungsschiene 12
zugewandten Seite eine ringförmige Wand 88 auf. Dadurch ist
ein Ringraum 90 zwischen dem Achsring 68 und der Wand 88
gebildet. Dazu weist der Achsring 68 auf Seiten der Führungs
schiene 12 einen Bereich mit kleinerem Durchmesser auf.
Die ringförmige Wand 88 weist eine Ausnehmung 92 und diametral
gegenüberliegend eine Öffnung 94 auf. Die Höhe der Ausnehmung
92 bzw. der Öffnung 94 (siehe Fig. 4) ist derart, daß diese
etwa der Höhe des Ringraumes 90 entspricht.
Auf der dem Markisolettenarm 34 zugewandten Außenseite des
Schlittens 36 ist fest eine Platte 98 montiert. In zwei Sackloch
bohrungen 102 sind Schraubenfedern 106 eingesteckt, die mittig
Führungsstifte 108 aufnehmen. Die Führungsstifte 108 sowie die
Schraubenfedern 106 reichen in entsprechende Sacklochbohrungen
104 einer der festen Platte 98 gegenüberliegenden beweglichen
gabelförmigen Platte 96 hinein. Die Federn 106 sind so vorge
spannt, daß sie die Tendenz haben, die bewegliche gabelförmige
Platte 96 von der ortsfest montierten Platte 98 wegzubewegen,
und zwar in Richtung des Anschlages 46.
Auf der gabelförmigen beweglichen Platte 96 ist ein Riegel 110
vorgesehen, der in der Stellung, wie sie in Fig. 3 dargestellt
ist, in die Ausnehmung 92 in der Wand 88 des Gelenkgehäuses
38 eingefahren ist.
In dieser Stellung sperrt der Riegel 110 ein Drehen des Markiso
lettenarmes 34.
Somit stellen der Riegel 110 und die Ausnehmung 92 in der Wand
88 die Riegelelemente einer Schwenkverriegelung 52 dar.
Die gabelförmige Platte 96 setzt sich in zwei Schenkeln 112
fort, die seitlich am Achsring 68 vorbeigeführt sind. Die
Schenkel 112 weisen Endflächen 114 auf, die bei der vertikalen
Abwärtsbewegung der Markisolettengarnitur 30 gegen entsprechende
Anschlagflächen 116 des Anschlages 46 laufen.
Der Anschlag 46 weist eine Sperrnase 118 auf, die so ausgebildet
ist, daß sie durch die Öffnung 94 in der Wand 88 des Gelenkge
häuses 38 in den Ringraum 90 eintreten kann.
Diese Situation ist in Fig. 4 dargestellt. Da zuvor aber die
Schenkel 112 der gabelförmigen Platte 96 schon auf den Anschlag
46 aufgetroffen sind, wurde beim weiteren Absenken der Markiso
lettenarm 34 die bewegliche Platte 96 in Richtung der ortsfest
montierten Platte 98 bewegt, und zwar in einer Relativbewegung,
d. h. die bewegliche Platte 96 ist stehengeblieben und der
Schlitten 36 hat sich dieser angenähert. Dabei ist der Riegel
110 aus der Ausnehmung 92 ausgefahren, wie das aus Fig. 4
ersichtlich ist.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 5a bis 5b wird das Funktionsprinzip
der erfindungsgemäßen Markise anhand der schematisierten
Darstellung erläutert.
Gegenüber der Darstellung von Fig. 3 wurden die Schenkel 112
der gabelförmigen Platte 96 etwas länger dargestellt, um das
Funktionsprinzip besser erläutern zu können.
Ansonsten wurden dieselben Bezugsziffern wie bei den zuvor
gezeigten Figuren eingesetzt.
In Fig. 5a ist ein Betriebszustand dargestellt, wie er bspw.
beim Absenken oder Anheben der Markisolettengarnitur 30 vorliegt.
Der Markisolettenarm 34 ist hochgestellt, ein Verschwenken ist
dadurch gesperrt, daß der Riegel 110 in die Ausnehmung 92 in
der Wand 88 des Gelenkgehäuses eingefahren ist. Die Federn 106
drücken die gabelförmige Platte 96 von der ortsfesten Platte
98 weg.
In Fig. 5b ist eine Situation dargestellt, bei der beim weiteren
Absenken der Markisolettengarnitur 30 die Schenkel 112 der
gabelförmigen Platte 96 gerade auf den Anschlag 46 auftreffen.
Die Relativposition zwischen gabelförmiger Platte 96 und
ortsfester Platte 98 ist noch gegenüber der Position von
Fig. 5a unverändert.
Die Sperrnase 118 des Anschlages 46 ist gerade in die Öffnung
94 der Wand 88 eingefahren.
Die Schwenkverriegelung 52 ist nach wie vor geschlossen, ein
Verschwenken des Markisolettenarmes 34 ist also nicht möglich.
Wird nun die Markisolettengarnitur 30 weiter abgesenkt, bewegt
sich der Schlitten der Markisolettengarnitur 30 samt der ortsfest
darauf montierten Platte 98 weiter nach unten. Da der Markiso
lettenarm 34 und auch dessen Gehäuse, somit auch die Wand 88
auf dem Schlitten montiert sind, bewegen diese sich dabei
ebenfalls nach unten. Dabei tritt die Sperrnase 118 in den
Ringraum 90 ein und gleichzeitig tritt der Riegel 110 aus der
Ausnehmung 92 heraus.
Diese Situation ist in Fig. 5c dargestellt.
Da nunmehr die Schwenkverriegelung 52 geöffnet ist, kann der
Markisolettenarm 34 verschwenkt werden, wie das bspw. in Fig.
5d dargestellt ist. Bei dieser Verschwenkbewegung wird aber
die Öffnung 94 von der ortsfesten Sperrnase 118 weg verschwenkt,
wodurch die Markisolettengarnitur 30 nicht mehr angehoben werden
kann, somit in dieser Höhe arretiert ist. Somit ist in diesem
Zustand, d. h. wenn der Markisolettenarm 34 aus der hochgestellten
Lage verschwenkt ist, die Höhenarretierung 50 geschlossen. Die
Wand 88 und die im Ringraum 90 gefangene Sperrnase stellen die
Riegelelemente der Höhenarretierung dar.
Der Markisolettenarm 34 kann bis etwa 170° verschwenkt werden,
ohne daß dabei die Markisolettengarnitur 30 angehoben werden
kann. Soll bis auf 180° oder weiter verschwenkt werden, muß
dann dafür Sorge getragen werden, daß die Ausnehmung 92 so
ausgestaltet ist, daß dadurch die Sperrnase 118 nicht hin
durchtreten kann. Dies kann bspw. dadurch bewerkstelligt werden,
daß die Ausnehmung 92 tatsächlich als Ausnehmung und nicht als
durchgehende Öffnung in der Wand 88 ausgebildet ist. Ist die
Breite der Sperrnase 118 breiter als die Öffnung 92, kann dann
ebenfalls verhindert werden, daß die Sperrnase 118 in der genau
180°-Drehposition aus dem Ringraum 90 austreten kann.
Somit ist in jeder Schwenkstellung des Markisolettenarmes 34
die Höhenarretierung 50 wirksam, also die Markisolettengarnitur
30 ist auf Höhe ihrer maximalen Absenkung arretiert.
Durch die zuvor in Zusammenhang mit den Fig. 2A und 2B beschrie
bene vorgespannte Feder ist der Ausschwenk- bzw. Verschwenkungs
grad des Markisolettenarmes durch die Abwickellänge des Tuches
24 einfach zu steuern.
Soll der Markisolettenarm 34 aus der in Fig. 5d dargestellten
Position wieder eingeschwenkt und die Markisolettengarnitur
30 hochgezogen werden, muß lediglich das Tuch 24 auf die
Tuchwelle 22 aufgerollt werden. Dabei stellt sich zunächst der
Markisolettenarm 34 wieder in die hochgestellte Position, wie
dies in Fig. 5c dargestellt ist. Ein weiteres Aufwickeln des
Tuches, unterstützt durch die Kraft der Federn 106, führt dann
synchron zur Herstellung der Schwenkverriegelung 52, d. h. der
Riegel 110 tritt dann wieder in die Ausnehmung 92 ein, gleich
zeitig tritt die Verriegelungsnase 118 aus dem Ringraum 90 aus;
dies ist die Situation von Fig. 5b. Ein weiteres Einziehen bzw.
Aufwickeln des Tuches 24 bewirkt nunmehr ein Abheben der
Markisolettengarnitur 30 vom Anschlag 46, wie das in Fig. 5a
dargestellt ist, dies ist deswegen möglich, da die Höhenarre
tierung 50 gelöst ist. Beim Anheben ist aber andauernd die
Schwenkverriegelung 52 geschlossen, so daß der Markisolettenarm
34 nicht ausschwenken kann.
Claims (13)
1. Markise mit einer in mindestens einer Führungsschiene (12)
vertikal verfahrbaren Markisolettengarnitur (30), die
mindestens einen vertikal verschwenkbaren Markisolettenarm
(34) aufweist, der durch Federkraft in Ausschwenkrichtung
vorgespannt ist, wobei eine Höhenarretierung (50) vorgesehen
ist, die die vertikale Verfahrbarkeit der Markisoletten
garnitur (30) bei ausgeschwenktem Markisolettenarm (34)
sperrt, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich eine
Schwenkverriegelung (52) vorgesehen ist, die den Markisolet
tenarm (34) in hochgestellter Position verriegelt und die
die Verschwenkbarkeit des Markisolettenarmes (34) freigibt,
wenn die vertikale Verfahrbarkeit der Markisolettengarnitur
(30) durch die Höhenarretierung (50) gesperrt ist.
2. Markise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Höhenarretierung (50) der Markisolettengarnitur (30) zu
dem Zeitpunkt arretiert wird, zu dem die Schwenkverriegelung
(52) des Markisolettenarmes (34) gelöst wird und umgekehrt.
3. Markise nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß sowohl die Höhenarretierung (50) als auch die Schwenk
verriegelung (52) über ein mit der Markisolettengarnitur
(30) gelenkig verbundenes Ende des Markisolettenarmes (34)
bewerkstelligt wird.
4. Markise nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
gelenkig verbundene Ende des Markisolettenarmes (34) ein
um eine Drehachse (44) drehbares Gelenkgehäuse (38)
aufweist, das bei hochgestelltem Markisolettenarm (34)
drehfest mit der Markisolettengarnitur (30) verriegelt
ist.
5. Markise nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an
der Markisolettengarnitur (30) ein relativ dazu beweglicher
Riegel (110) der Schwenkverriegelung (52) vorgesehen ist,
der in eine Ausnehmung (92) am Gelenkgehäuse (38) eingreift
und dadurch die Schwenkbewegung des Markisolettenarmes
(34) sperrt.
6. Markise nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Riegel (110) beim Anfahren der Markisolettengarnitur (30)
gegen einen ortsfesten Anschlag (46) aus der Ausnehmung
(92) herausbewegbar ist und sich beim Abheben der Markiso
lettengarnitur (30) von dem Anschlag (46) wieder in die
Ausnehmung (92) hineinbewegt.
7. Markise nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Riegel (110) mittels einer Feder (106) in Richtung
der Ausnehmung (92) vorgespannt ist.
8. Markise nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß im Gelenkgehäuse (38) ein
Ringraum (90) vorgesehen ist, in den über eine Öffnung
(94) im Gelenkgehäuse (38) eine ortsfeste Sperrnase (118)
der Höhenarretierung (50) einfahrbar ist, wobei die
Sperrnase (118) bei verschwenktem Markisolettenarm (34)
derart in sperrendem Eingriff mit dem Ringraum (90) steht,
daß ein Verschwenken des Markisolettenarmes (34) möglich
ist, die Markisolettengarnitur (30) aber nicht vertikal
anhebbar ist.
9. Markise nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ringraum (90) vom Gelenkgehäuse (38) umgrenzt ist, und
daß an diesem diametral gegenüberliegend einerseits die
Ausnehmung (92) vorgesehen ist, in die der Riegel (110)
der Schwenkverriegelung (52) eingreift, und andererseits
die Öffnung (94) vorgesehen ist, durch die die Sperrnase
(118) der Höhenarretierung (50) in den Ringraum (90)
ein- bzw. ausfahrbar ist.
10. Markise nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß bei
hochgestelltem Markisolettenarm (34) die Ausnehmung (92)
am hochliegenden Scheitelpunkt des Ringraumes (90) und
die Öffnung (94) am untenliegenden Scheitelpunkt zum Liegen
kommt.
11. Markise nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der
Riegel (110) der Schwenkverriegelung (52) auf einer
vertikal, gegen Federkraft verschiebbaren Platte (96) der
Markisolettengarnitur (30) sitzt, die auf den Anschlag
(46) an einer Führungsschiene (12) läuft, wobei der Anschlag
(46) die Sperrnase (118) der Höhenarretierung (50) trägt,
und wobei beim Auftreffen der Platte (96) auf den Anschlag
(46) die Sperrnase (118) gerade in die Öffnung (94) am
untenliegenden Scheitelpunkt des Gelenkgehäuses (38)
eintritt.
12. Markise nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Ausnehmung (92) ebenfalls als Öffnung
im Gehäuse (38) ausgebildet ist, jedoch eine geringere
Breite als die Sperrnase (118) aufweist.
13. Markise nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Ausnehmung (92) und die Öffnung (94)
unterschiedliche Höhen aufweisen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995144896 DE19544896C1 (de) | 1995-12-01 | 1995-12-01 | Markise mit höhenarretierbarer Markisolettengarnitur und verriegelbarem Markisolettenarm |
| CH290696A CH691545A5 (de) | 1995-12-01 | 1996-11-26 | Markise mit höhenarretierbarer Markisolettengarnitur und verriegelbarem Markisolettenarm. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995144896 DE19544896C1 (de) | 1995-12-01 | 1995-12-01 | Markise mit höhenarretierbarer Markisolettengarnitur und verriegelbarem Markisolettenarm |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19544896C1 true DE19544896C1 (de) | 1997-03-13 |
Family
ID=7778964
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995144896 Expired - Fee Related DE19544896C1 (de) | 1995-12-01 | 1995-12-01 | Markise mit höhenarretierbarer Markisolettengarnitur und verriegelbarem Markisolettenarm |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH691545A5 (de) |
| DE (1) | DE19544896C1 (de) |
Cited By (3)
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| WO1998036147A1 (de) * | 1997-02-15 | 1998-08-20 | Paul Voss Gmbh & Co. | Markise mit höhenarretierbarer markisolettengarnitur und verriegelbarem markisolettenarm |
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- 1995-12-01 DE DE1995144896 patent/DE19544896C1/de not_active Expired - Fee Related
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1996
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|---|---|
| CH691545A5 (de) | 2001-08-15 |
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| Date | Code | Title | Description |
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| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
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| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20110701 |