DE1953431C - alpha- eckige Klammer auf N-(3,5-DihalogenphenyO-carbamoyloxy eckige Klammer zu -carbonsäureverbindungen und deren entsprechende Thioverbindungen und ihre Verwendung als Fungizide - Google Patents
alpha- eckige Klammer auf N-(3,5-DihalogenphenyO-carbamoyloxy eckige Klammer zu -carbonsäureverbindungen und deren entsprechende Thioverbindungen und ihre Verwendung als FungizideInfo
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Description
(Π)
in der die Reste X und Y die obige Bedeutung besitzen, mit einer Verbindung der allgemeinen Formel III
in der die Reste X Chlor-, Brom- oder Jodatome bedeuten, die Reste Y und Z gleich oder verschieden
sind und Sauerstoff- oder Schwefelatome bedeuten und die Reste R und R' gleich oder verschieden
sind und Wasserstoffatome oder Alkylreste mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen bedeuten.
2. Verwendung der Verbindungen gemäß Anspruch 1 als Fungizide.
R
HZ — CH — COOR'
HZ — CH — COOR'
(III)
Die trfindung betrifft u-[N-(3,5-Dihalogenphenyl)-carbamoyloxy]-carbonsäureverbindungen
und deren entsprechende Thioverbindungen der allgemeinen Formel I
NH — C — Z — CH — COOR'
(D
35
4°
in der die Reste X Chlor-, Brom- oder Jodatome bedeuten, die Reste Y und Z gleich oder verschieden
sind und Sauerstoff- oder Schwefelatome bedeuten und die Reste R und R' gleich oder verschieden sind
und Wasserstoffatome oder Alkylreste mit 1 bis Kohlenstoffatomen bedeuten.
Die allgemeine Formel I bezieht sich somit auf nachstehende vier Arten von Verbindungen:
a) Y = Sauerstoffatom, Z = Sauerstoffatom: gesättigte aliphatische u-[N-(3,5-Dihalogenphenylcarbamoyloxy)-carbonsäuren
und deren Alkylcster;
b) Y = Schwefelatom, Z = Sauerstoffatom: gesättigte aliphatische ri-[N-(3,5-Dihalogenphenyl)-thiocarbamoyl]-carbonsäuren
und deren Alkylester;
c) Y = Sauerstoffatom, Z = Schwefelatom: gesättigte aliphatische u-[N-(3,5-Dihalogenphenyl)-carbamoylthio]-carbonsäuren
und deren Alkylester;
d) Y = Schwefelatom, Z = Schwefelatom: gesättigte aliphatische <z-[N-(3,5-Dihalogenphenyl)-thiocarbamoylthio]-carbonsäuren
und deren Alkylester.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel 1 können dadurch hergestellt werden, daß man ein 3,5-Diin
der die Reste Z, R und R' die obige Bedeutung besil/eii, nach bekannten Methoden /ur Umsetzung
bringt.
Es wurde festgestellt, daß die Verbindungen der allgemeinen Formel I gegenüber den verschiedensten
pflanzenpathogenen Pilzen eine starke fungizide Wirkung aufweisen. Dies ist überraschend, da homologe
Verbindungen, wie die entsprechenden, in 3,5-Stellung
nicht halogenieren Verbindungen, keine besondere Wirkung in dieser Hinsicht aufweisen.
Spezielle Beispiele für pflanzenpathogene Pilze, gegenüber denen diese Verbindungen stark fungizid
wirken, sind Piricularia oryzae. Cochliobolus miyabeanus,
Xamhomonas oryzae, Sphaerotheca fuliginea. Pellicularia sasakii, Pellicularia filamentosa, Fusarium
oxyspurum, Corticium rolfsii, Botrytis cinerea. Sclerotinia
sclerotiorum, Alternaria kikuchiana, Alternaria mali.Glomerellacingulata, Phthium aphanidermatum.
./ - N - (3.5 - Dichlorphenyl) - thiocarbamoylthioessigsäureäthylester
weist z. B. folgendes nach der Agar-Verdünnungsmethode erhaltenes fungizides Spektrum auf:
Tabelle I
Testorganismus
Testorganismus
Piricularia oryzae
Xanthomonas oryzae
Pellicularia
Fusarium oxysporum f. niveum ....
Corticium roifsii
Botrylis cinerea
Sclerotinia sclerotiorum
Alternaria kikuchiana
Alternaria mali
Glomerella cingulata
Aspcrgillus niger
Minimale Hemmkonzentration. %
0,0008
0.004
0,004
0,004
0.0008
0,02
0.004
0,004
0.004
0,0008
0,004
Man kann die Verbindungen der allgemeinen Formel I als solche einsetzen. In der Praxis verdünnt
man sie jedoch mit mindestens einem geeigneten Trägermateria! und stellt so herkömmliche Präparate
her, wie StäubcmiUel. benetzbare Pulver. Öl-Sprilzmittel,
Aerosole, Tabletten, emulgierbare Konzentrate, Pellets oder Granulate.
Beispiele für typische fungizide Mittel sind
(a) Stäubemittel, die durch Dispergieren mindestens einer Verbindung der allgemeinen Formel I als
Wirkstoff in einer Konzentration von 0,1 bis 50 Gewichtsprozent in einem inerten Trägermaterial,
wie Talkum, Diatomeenerde, Holzmehl oder Ton, erhalten werden;
(b) benetzbare Pulver, die durch Dispergieren mindestens einer Verbindung der allgemeinen Formel
I als Wirkstoff in einer Konzentration von 0,1 bis 80 Gewichtsprozent in einem inerten,
adsorbierend wirkenden Trägermaterial, wie Diatomeenerde, zusammen mit einem Netzmittel
und/oder Dispergiermittel, z. B. einem Alkalisalz eines Alkylsulfats oder einem teilweise neutralisierten
Schwefelsäure-Derivat eines Erdöls, eines natürlich vorkommenden Glycerids oder eines Kondensationsproduktes eines Alkylenoxyds
mit einer organischen Säure, erhalten werden;
(c) emulgierbare Konzentrate, die durch Dispergieren mindestens einer Verbindung der allgemeinen
Formel I als Wirkstoff in einer Konzentration von 0,1 bis 50 Gewichtsprozent in einem
organischen Lösungsmittel, wie Dimethylsulfoxyd, sowie einem Emulgator der unter (b) genannten
Art hergestellt werden;
(d) Granulate, Stäubemittel uad Aerosole, die die Verbindungen der allgemeinen Formell enthalten
und in üblicher Weise hergestellt werden.
Die Beispiele erläutern die Erfindung. Beispiel 1
Ein Gemisch aus 0,1 Mol eines 3,5-Dihalogen-ο phenylisocyanats oder -isothioeyanats der allgemeinen
Formel II, etwas Pyridin als Katalysator und 50 ml Isopropyläther wird in einem 200 ml fassenden Kolben
tropfenweise unter Rühren mit einer Lösung von 0,1 Mol einer Vei bindung der allgemeinen Formel
III in 50 ml Isopropyläther versetzt. Das erhaltene Gemisch wird 1 Stunde unter Rückflußbedingungen
gekocht. Nach dem Abkühlen werden die ausgefallenen Kristalle abfiltriert und getrocknet. Man erhält
mit hervorragender Ausbeute eine Verbindung der
allgemeinen Formel I, d. h. eine niedere gesättigte aliphatische <i-[N-(3,5-Dihalogenphenyl)-carbamoyloxy]-carbonsäure,
einen niederen Alkylester einer solchen Säure oder eine entsprechende Thioverbindung.
In Tabelle II sind die nach dieser Methode eingesetzten Ausgangsverbindungen sowie die hergestellten
Verbindungen der allgemeinen Formel I aufgeführt.
Ausgangsverhindungen
3,5-Dihalogenphenylisocyanat
oder
-isothiocyanat (II)
-isothiocyanat (II)
3,5-DichIorphenylisocyanat
3,5-Dichlorphenylisocyanat
3,5-Dichlorphenylisothiocyanat
3,5-Dichlorphenylisothiocyanat
3,5-Dichlorphenylisocyanat
3,5-Dichlorphenylisocyanat
3,5-Dibromphenylisocyanat
3,5-Dijodphenylisocyanat
Glykol- oder Thioglykolsäure oder deren Ester (III)
Älhyllactat
Äthylthioglykolat Äthylthioglykolat Äthyllactat
Glykolsäure Thioglykolsäure Glykolsäureäthylester Glykolsäureäthylesler
Verbindung
der allgemeinen Formel (I)
der allgemeinen Formel (I)
«-[N-(3,5-Dichlorphenyl)-carbamoyloxy]-propionsäure-
äthylester
äthylester
N-(3,5-Dichlorphenyl)-carbamoylthioessig-
säureäthylester
säureäthylester
N-(3,5-Dichlorphenyl)-thiocarbamoylthio-
essigsäureäthylester
essigsäureäthylester
a-[N-(3,5-Dichlorphenylj-thiocarbamoyloxy]-propionsäureäthylester
N-( 3,5-Dichlorphenyl)-carbamoyloxyessigsäure
N-(3,5-Dichlorphenyl)-carbamoylthioessigsäure
N-(3,5-Dibromphenyl)-carbamoyloxyessig-
säureäthylester
säureäthylester
N-(3,5-Dijodphenyl)-carbamoyloxyessig-
säureäthylester
säureäthylester
Fp..
Ausbeute, %
75,0 bis 76,0
136,0 bis 137,0
115,5 bis 117,0
50,0 bis 54,0
156,5 bis 158,5 122,0 bis 124,5 139,5 bis 140,5
183,0 bis 184,5
In Vergleichsversuchen wurden einige der Verbindungen der allgemeinen Formel I gegenüber zwei
bekannten Fungiziden geprüft.
Versuch ί
Die als benetzbare Pulver vorliegenden Testverbindungen werden mit so viel Wasser bis zu einer
Wirkstoflkonzentration von 0,1% verdünnt. Anschließend werden in Topfen von 9 cm Durchmesser bis
zum dreiblättrigen Stadium gezogene Reispflanzen mit den erhaltenen verdünnten Lösungen behandelt
(7 ml Lösung/Topf). 1 Tag später werden die Pflanzen mit einer Sporensuspension von Piricularia oryzae
infiziert. 5 Tage später wird die Zahl der erkrankten
Stellen pro 10 Blätter ausgezählt. Tabelle III zeigt die Ergebnisse, aus denen hervorgeht, daß die Verbindungen
der allgemeinen Formel I eits stärkere fungizide Wirkung aufweisen als die bekannten Verbindungen.
Verbindung
N-(3,5-Dichlorphenyl)-carbamoylthioessigsäureäthylester
N-(3,5-Dichlorphenyl)-thiocarbamoylthioessigsäureäthylester ...
<z-[N-(3,5-Dichlorphenyl)-thiocarbamoyloxypropionsäureäthyl-
ester
ester
N-P.S-DichlorphenylJ-carbamoylthioessigsäure
N-Phenylcarbamoylthioessigsäureäthylester
(bekannt)
Unbehandelt (zum Vergleich)
Versuch 2
Zahl der infizierten Stellen pro
10 Blätter
10 Blätter
19
9
9
28
25
25
176
193
193
| Verbindung | Zahl der infizierten Stellen pro Blatt |
| «-[N-(3,5-Dichlorphenyl)-carb- amoyloxy]-propionsäureäthyl- ester N-ß.S-DichlorphenyO-carbamoyl- thioessigsäureäthylester iI-[N-(3,5-Dichlorphenyl)-thiocarb- amoyloxyl-propionsäureäthyl- ester |
7,8 3,6 6,5 |
IO
20
N-tf.S-DichlorphenylJ-carbamoyl-
oxyessigsäure
N-P.S-DichlorphenylJ-carbamcyl-
thioessigsäure
N-Phenylcarbamoylthioessigsäure-
äthylester (bekannt)
O-Äthyl-S.S-diphenyldithiophos-
phat (bekannt)
Unbehandelt (zum Vergleich)
Zahl der infizierten Stellen pro Blatt
8,9
6,1
58,0
23,9 61,7
Versuch 3
Die Versuchsverbindungen werden als benetzbare Pulver mit Wasser bis zu einer Konzentration von
0,05% verdünnt und in einer Menge von 7 ml je Topf auf Kürbispflänzchen aufgebracht, die bis zum
3- bis 4bläurigen Stadium in Topfen von 12 cm Durch
messer gezogen wurden. 1 Tag später werden die Pfiänzchen mit einer Sporensuspension von Spaerotheca
fuliginea besprüht. 10 Tage später wird an den oberen vier Blättern das Ausmaß der Infektion bestimmt.
Der Schädigungsgrad wird aus der infizierten Fläche nach folgender Gleichung berechnet:
Schädigungsgrad
_ Σ (Infektionsindex · Zahl der Blätter) ](χ)
~~ Gesamtzahl der geprüften Blätter · 5 Der Infektionsindex ist folgendermaßen definiert:
35 Infizierte Fläche
Die Versuchsverbindungen werden als Stäube (Konzentration: 4,0 Gewichtsprozent) in einer Dosis von
100 mg je Topf auf Reispfianzen autgebracht, die bis zum vierblättrigen Stadium in Topfen von 9 cm Durchmesser
gezogen wurden. Einen Tag später werden die Reispflanzen mit einer Sporensuspension
von Cochliobolus miyabeanus infiziert, Die Zahl der infizierten Stellen wird 3 Tage später ausgezählt,
Tabelle IV zeigt die Ergebnisse, aus denen ersichtlich ist, daß die Verbindungen der allgemeinen Formel I
eine stärkere fungizide Wirkung aufweisen als die bekannten Verbindungen.
Keine
Weniger als 1/5 der gesamten Blattfiäche
1/5 und bis weniger als 2/5 der gesamten Blattfläche
2/5 und bis weniger als 3/5 der gesamten Blattfläche
3/5 und bis weniger als 4/5 der gesamten Blattfläche
4/5 und mehr der gesamten Blattfiäche
Infektionsindex
2 3
4 5
■fabeile V zeigt die Ergebnisse, aus denen ersichtlich ist, daß die Verbindungen der allgemeinen Formel I
eine starke fungizide Wirkung aufweisen.
Verbindung
u-[N-(3,5-Dichlorphenyl)-carbamoyl-
oxy]-propionsäureäthylester
N-(3,5-Dichlorphenyl)-carbamoyK
thioessigsäureäthylester
N-^S-DichlorphenyO-thiocarbamoyl-
thioessigsäureäthylester
6. u-[N-(3,5-Dichlorphenyl)-thiocarb-
amoyloxy]-propionsäureäthylester N-(3,5-Dichlorphenyl)-carbamoyloxy-
essigsäure
Schädigungsgrad
3,8 1,6 6,7 8,6 5,9
Fortsetzung
Verbindung
Schädigungsgrad
N-^S-Dichlorphenylj-carbamoylthioessigsäure
3,7
N-Phenylcarbamoylthioessigsäureäthylester
(bekannt) 45.6
4,6-Dinitro-2-(l-methylheptyl)-phenylcrotonat 3,9
Unbehandelt (zum Vergleich) 41,3
Versuch 4
Mehrere Töpfe mit einem Durchmesser von 9 cm ]5
werden mit Ackererde gefüllt, und jeweils 10ml mit Pellicularia filamentosa infizierte Ackererde werden auf der Oberfläche verteilt. Die in Form emulgierbarer
Konzentrate vorliegenden Versuchsverbindungen werden mit so viel Wasser verdünnt, daß eine
Konzentration von 0,05% erreicht wird. Anschließend wird die verdünnte Lösung (15 ml Lösung/3,3 nr)
in die Töpfe gegossen. Nach 2 Stunden werden 10 Gurkensamenkörner eingesät. Nach 5 Tagen wird der
Krankheitszustand der emporgewachsenen Setzlinge überprüft und der Prozentanteil des Bestands nach
folgender Gleichung berechnet:
Prozentanteil
des Bestands =
des Bestands =
Zahl der gesunden Setzlinge
in den behandelten Topfen
in den behandelten Topfen
Zahl der Keimlinge in den
unbehandelten Topfen
unbehandelten Topfen
100
Tabelle Vl zeigt die Ergebnisse, aus denen ersichtlich ist. daß die Verbindungen der allgemeinen Formel I
eine starke fungizide Wirkung aufweisen.
Verbindung
N-ß.S-DichlorphenyO-carbamoylthioessigsäureäthylester
N-(3,5-Dichlorphenyl)-thiocarbamoylthioessigsäureäthylester ...
«-[N-ß.S-DichlorphenylHhiocarbamoyloxy]-propionsäureäthyl-
ester.
N-p.S-DichlorphenylJ-carbamoyl-
thioessigsäure
N-Phenylcarbamoylthioessigsäure-
äthylester (bekannt).:
Unbehandelt (zum Vergleich)
Prozentanteil
des Bestands
des Bestands
93.8
100.0
100.0
90,2
89,1
89,1
88,5
Ό
Ό
Versuch 5
Die als benetzbare Pulver vorliegenden Testverbindungen werden mit Wasser verdünnt und dann
werden in Topfen von 15 cm Durchmesser bis zum zweiblättrigen Stadium gezogene Pflänzchen von
Stangenbohnen mit diesen Lösungen behandelt (jeweils 7 ml Lösung je Topf). 1 Tag später werden die
Blätter mit Scheiben von 5mm Durchmesser eines Agar-Inoculums von Sclerotinia scierotiorum beimpft.
4 Tage später wird der Schädigungsgrad festgestellt. Die Ergebnisse sind in Tabelle VII zusammengestellt.
Der Schädigungsgrad berechnet sich gemäß der im Versuch 3 angegebenen Gleichung.·
Verbindung
</-[N-(3,5-Dichlorphenyl)-carbamoyloxy]-propionsäureäthylester
N-(3,5-Dichlorphenyl)-carbamoylthioessigsäureäthyl-
ester
ester
N-(3,5-Dichlorphenyl)-thiocarbamoylthioessigsäure-
äthylester
äthylester
<i-[N-(3,5-Dichlorphenyl)-thiocarbamoyloxy]-propionsäureäthylester
N-(3.5-Dichlorphenyl)-carbamoyloxyessigsäure
N-(3,5-Dichlorphenyl)-carbamoylthioessigsäure ....
N-Phenylcarbamoylthioessigsäureäthylester
(bekannt)
(bekannt)
4,6-Dinitro-2-( 1 -methylheptyl )-phenylcrotonat
(bekannt)
(bekannt)
Pentachlornitrobenzol
(bekannt)
(bekannt)
Unbehandelt
Konzentration (ppm)
200 200 200
200 200 200
200
200 200
Schädigungsgrad
2,3 0,6 3,4
3,8 2,9
100
100
100 100
40 Versuch 6
a) In Blumentöpfen werden Stangenbohnen bis zum dreiblättrigen Stadium gezogen. Dann werden
die Pflanzen mit jeweils 15 ml pro Blumentopf einer wäßrigen Emulsion gespritzt, die aus einer Stammlösung
von 1 χ 10"4MoI der zu prüfenden Verbindung
0.6 ml Dimethylformamid. 0,1ml Cyclohexanon
und 75 mg eines nichtionischen Netzmittels hergestellt wurde. Die gespritzten Pflanzen werden
24 Stunden bei 20" C stehengelassen. Dann werden
die drei Blätter von der Pflanze abgetrennt in eine Petrischale mit einem Durchmesser von 15 cm gegeben und mit Scheiben von 5 mm Durchmesser eines
48 Stunden alten Agar-Inoculums von Sclerotinia scierotiorum beimpft. Die Blätter werden 3 Tage bei
20° C inkubiert. Dann wird die Größe der erkrankten Stellen ausgemessen und der Vorbeugungswert nach
folgender Gleichung berechnet:
1
-A
B
100.
A bedeutet die durchschnittliche Fläche der erkrankten Stellen auf den behandelten Blättern, B die
der unbehandelten Blätter.
b) Zur Bestimmung der heilenden Wirkung wurden die Blätter in dreiblättrigem Stadium mit Scheiben
von 3 mm eines 48 Stunden alten Agar-Inoculums von Sclerotinia scierotiorum beimpft und 18 Stunden
bei 2O0C inkubiert. Nach dem Ausmessen der Größe
der erkrankten Stellen werden die Pflanzen mit der in (a) verwendeten wäßrigen Emulsion gespritzt.
Nach dem Trocknen werden die Blätter abgetrennt
10
Heilungswert (%) =
1.4
Iß
100.
\A bedeutet die Zunahme der Größe der erkrankten
Stellen der behandelten Blätter und l/idie der un-
und 3 Tage bei 20° C inkubiert. Hierauf wird die Größe 5 behandelten Blätter.
der erkrankten Stellen ausgemessen und der Hei- Die Ergebnisse sind in Tabelle VIII zusammen-
lungswert nach folgender Gleichung berechnet: gestellt:
Verbindung
N-(3,5-Dibromphenyl)-carbamüyluxyessigsäureäthylester
N-(3,5-Dijodphenyl)-carbamoyloxyessigsäureäthylester
2,6-Dichlor-4-nitroanilin (bekannt) ....
| Tabelle VIII | 125 | KKK) | Mikromol Verbindung | 125 | |
| 67 | 100 | Heilungvwerl | 86 | ||
| Fungizide Wirkung | 73 | 100 | 69 | ||
| H)(K | Vorbei! jiungswert | 0 | 67 | 0 | |
| 99 | |||||
| 00 | |||||
| 71 | 250 | ||||
| 91 | |||||
| 250 | 90 | ||||
| 88 | 0 | ||||
| 94 | |||||
| 14 | |||||
Claims (1)
1. a-[N-(3,5-Dihalogenphenyl)-carbamoyloxy]-carbonsäureverbindungen und deren entsprechende
Thioverbindungen der allgemeinen Formel I
halogenphenylisocyanat oder -isothiocyanat der allgemeinen Formel II
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP8710868 | 1968-11-27 | ||
| JP8710868 | 1968-11-27 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1953431A1 DE1953431A1 (de) | 1970-06-18 |
| DE1953431C true DE1953431C (de) | 1973-01-18 |
Family
ID=
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