DE19523827A1 - Lüfterlagerung einer Brennkraftmaschine - Google Patents
Lüfterlagerung einer BrennkraftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Brennkraftmaschine mit einem
Kurbelgehäuse, in dem eine Kurbelwelle drehbar gelagert ist, an der
zumindest ein einen Kolben tragendes Pleuel angelenkt ist, wobei
der Kolben in einem von einem Zylinderkopf abgedeckten Zylinder
beweg bar ist, wobei die Brennkraftmaschine mediumgekühlt ist und
zur Kühlung des Mediums einen riemengetriebenen Lüfter aufweist,
der Kühlluft durch einen von dem Medium durchströmten Wärme
tauscher fördert.
Eine derartige Brennkraftmaschine ist aus der DE-OS 32 04 554
bekannt. Die in diesem Dokument beschriebene Brennkraftmaschine
weist einen Lüfter auf, der an einem Brennkraftmaschinenbauteil
oder Kraftfahrzeugbauteil befestigt ist. Dabei ist die Lüfterwelle über
ein Lager direkt in dem Bauteil gelagert. Diese Ausbildung verur
sacht im Wartungs- und Reparaturfalle eine aufwendige Handha
bung, da bei einer Demontage der Lüftereinheit die Welle von dem
Lager abgezogen und bei der Montage wieder eingepreßt werden
muß. Die dazu erforderlichen Arbeitsvorgänge können leicht zu einer
Beschädigung der Welle oder des Lagers führen und sind insbeson
dere bei der ansonsten komplett montierten Brennkraftmaschine
beispielsweise in einem Fahrzeugmotorraum wegen Platzknappheit
problematisch durchzuführen. Weiterhin ist bei ggfs. notwendigen
verschiedenen Befestigungsorten des Lüfters jeweils eine sehr ge
nau gearbeitete Aufnahmebohrung für das die Lüfterwelle tragende
Lager notwendig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Brennkraftmaschine
bereitzustellen, bei der der Lüfter problemlos montierbar und de
montierbar ist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Lüfter eine integrale
Lüfterlagerung aufweist, die an einem Lüfterbock befestigbar ist.
Durch diese Ausbildung muß also in einem Wartungs- und Repara
turfall nicht mehr die Lagerung selbst zerlegt werden, sondern der
Lüfter kann mit der integrierten Lüfterlagerung als komplettes Bau
teil demontiert beziehungsweise montiert werden. Dabei erfolgt die
Montage an einem Lüfterbock, der an der Brennkraftmaschine oder
einem sonstigen Bauteil befestigbar ist. Gegebenenfalls ist der Lüf
terbock auch so ausgebildet, daß er mehrere Befestigungsvor
richtungen für die Lüfterlagerung aufweist. Diese Ausbildung kann
sinnvoll eingesetzt werden, wenn es beispielsweise für verschie
dene Anwendungsfälle der Brennkraftmaschine notwendig ist, den
Lüfter beispielsweise wegen bestimmter Einbausituationen an unter
schiedlichen Stellen zu plazieren. Alternativ oder additiv kann der
Lüfterbock so ausgebildet sein, daß dieser in verschiedenen Posi
tionen beispielsweise an der Brennkraftmaschine befestigbar ist.
Somit ergeben sich beispielsweise bei zwei möglichen Be
festigungsvorrichtungen der Lüfterlagerung an dem Lüfterbock und
des Lüfterbockes an der Brennkraftmaschine insgesamt vier unter
schiedliche Plazierungsmöglichkeiten des Lüfters in Bezug zu der
Brennkraftmaschine ohne Verwendung von zusätzlichen Bauteilen.
In Weiterbildung der Erfindung ist der Lüfterbock zumindest in zwei
Ausführungsvarianten herstellbar, wobei die Ausführungsvarianten
unterschiedliche Befestigungsvorrichtungen für die Lüfterlagerung in
Bezug zu der Brennkraftmaschinenstirnfläche aufweisen. Diese
Ausbildung bietet sich dann an, wenn zwei verschiedene Systemva
rianten, beispielsweise eine Baumaschinenlösung und eine
Aggregatelösung realisiert werden sollen, wobei dann bei diesen
unterschiedlichen Lösungen unterschiedliche zusätzliche Anbauteile
erforderlich sein können. So ist es beispielsweise denkbar, bei der
Baumaschinenlösung zusätzlich in oder an dem Lüfterbock Aufnah
men beispielsweise für einen Hydraulikpumpenanbau vorzusehen.
In Weiterbildung der Erfindung ist der Lüfterbock als Dreibein aus
gebildet, wobei die drei Beine stelzenförmig ausgebildete Schrau
benbutzen sind. Diese Ausbildung ermöglicht eine stabile Be
festigung des Lüfterbocks beispielsweise an der Brennkraftma
schine, wobei darüber hinaus die Schraubenbutzen so ausgebildet
sind, daß einheitliche Schrauben (gleicher Durchmesser und gleiche
Länge) zur Befestigung verwendet werden.
In Weiterbildung der Erfindung weist der Lüfterbock einen Gene
ratorträger auf. Da der Generator üblicherweise mit dem gleichen
Riemen wie der Lüfter angetrieben wird, bietet sich diese Ausbil
dung als vorteilhaft an. Dabei ist durch diese Lösung sichergestellt,
daß ohne aufwendige Einstellarbeiten die Riemenebene vom Gene
rator und Lüfter genau fluchten und ggfs. nur gegenüber der An
triebswelle (Kurbelwelle) ausgerichtet werden müssen. Dabei kann
diese Ausrichtung natürlich selbstverständlich schon durch die ent
sprechende Ausbildung des Lüfterbocks erfolgen. Im übrigen ist es -
wie zuvor schon angedeutet - auch möglich und vorgesehen neben
oder alternativ zu dem Generatorträger noch weitere Befestigungs
möglichkeiten für weitere anzutreibende Geräte, wie beispielsweise
Hydraulikpumpen, Luftpresser oder ähnliche an dem Lüfterbock vor
zusehen.
In Weiterbildung der Erfindung ist der Befestigungsvorrichtung der
Lüfterlagerung an dem Lüfterbock kegelstumpfförmig mit einer kra
terförmig ausgebildeten Stumpffläche ausgebildet. Eine derartige
Ausbildung ist einerseits gießtechnisch für Aluminiumguß oder
Grauguß leicht darstellbar und weist eine Anlagefläche für die Lüf
terlagerung auf, die einfach bearbeitbar ist.
Dabei ist in Weiterbildung in die kraterförmige Stumpffläche eine
Gewindebohrung eingelassen. In diese zentrale Gewindebohrung ist
eine Befestigungsschraube einschraubbar, mit der der komplette
Lüfter auf dem Lüfterbock beziehungsweise auf der Stumpffläche
aufsetzbar ist.
In Weiterbildung der Erfindung weist die Lüfterlagerung eine Lüf
ternabe auf, die wahlweise als Sauglüfternabe oder als Drucklüf
ternabe ausgebildet ist. Dabei ist wiederum vorgesehen, daß die
unbearbeitete Lüfternabe für beide Ausbildungsvarianten die gleiche
Rohnabe ist, die dann nur unterschiedlich bearbeitet wird. Damit
wird der Kostenaufwand und Teileaufwand reduziert.
In Weiterbildung der Erfindung ist die Antriebsriemenscheibe ein
stückig mit der Lüfternabe gefertigt. Diese Ausführungsform ist be
sonders dann rationell einsetzbar, wenn für alle Lüftervarianten die
gleiche Antriebsriemenscheibe verwendet werden kann.
In Weiterbildung der Erfindung weist die Lüfternabe eine Zentrierung
und Befestigungsgewinde für die Montage von einer Bausatzriemen
scheibe auf. Diese Ausbildung wird vorzugsweise dann angewendet
werden, wenn unterschiedliche Riemenscheiben beispielsweise mit
verschiedenen Durchmessern verwendet werden sollen.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind der Zeichnungsbe
schreibung zu entnehmen, in der in den Figuren dargestellte Aus
führungsbeispiele der Erfindung näher beschrieben sind.
Es zeigen:
Fig. 1 Eine Brennkraftmaschine mit einer ersten Ausführungs
variante eines Lüfterbockes,
Fig. 2 eine Brennkraftmaschine mit einer zweiten Ausführungs
variante eines Lüfterbockes und
Fig. 3 eine Detailansicht des Lüfters mit der Lüfterlagerung,
der auf einem teilweise dargestellten Lüfterbock be
festigt ist.
Die Brennkraftmaschine 1 nach Fig. 1 und 2 ist insbesondere eine
selbstzündende Brennkraftmaschine mit Öl- und/oder Wasser
kühlung. Diese Brennkraftmaschine 1 weist ein Kurbelgehäuse 2
auf, in dem eine Kurbelwelle drehbar gelagert ist. An der Kurbel
welle ist auf der hinteren nicht sichtbaren Stirnseite der Brennkraft
maschine 1 ein Schwungrad montiert, während auf dem vorderen
sichtbaren Ende der Kurbelwelle eine Keilriemenscheibe 3 befestigt
ist. Das Kurbelgehäuse 2 weist weiterhin einen einstückig mit die
sem gefertigten Zylinderblock 4 auf, der von einem oder mehreren
Zylinderköpfen 5 abgedeckt ist. Die Brennkraftmaschine 1 weist
weiterhin Einzeleinspritzpumpenelemente auf, die seitlich entlang
des Zylinderblocks montiert sind und zum Zylinderkopf ausgerichtet
sind, so daß die einzelnen Einspritzpumpenelemente über kurze
Einspritzleitungen mit den in dem Zylinderkopf angeordneten Ein
spritzventilen verbunden sind. Die Einspritzpumpenelemente werden
mechanisch über eine Regelstange gesteuert oder aber über
Magnetventile, mit denen Förderbeginn und Fördermenge der den
einzelnen Einspritzventilen zuzuführenden Kraftstoffmenge genau
dosierbar ist.
Von der Keilriemenscheibe 3 wird ein Keilriemen 6 angetrieben, der
über eine Generatorriemenscheibe 7 einen Generator 8 und weiter
hin über eine Antriebsriemenscheibe 9a oder eine Bausatzriemen
scheibe 9b einen Lüfter 10 antreibt. Dabei ist der Generator 8 zum
Spannen des Keilriemens 6 schwenkbar an der Brennkraftmaschine
1 beziehungsweise einem Anbauteil befestigt. Dabei sind sowohl
der Lüfter 10 als auch der Generator 8 an einem Lüfterbock 11 an
gebracht, der stirnseitig an der Brennkraftmaschine 1 über Schrau
ben 12a, 12b, 12c befestigt ist. Dieser Lüfterbock 11 ist als Dreibein
ausgebildet, wobei die drei Beine stelzenförmig ausgebildete
Schraubenbutzen sind, durch die die Schrauben 12a, 12b, 12c
durchsteckbar und an dem Kurbelgehäuse 2 beziehungsweise dem
Zylinderblock 4 oder dem Zylinderkopf 5 festschraubbar sind.
Wie der Fig. 3 zu entnehmen ist, weist der Lüfterblock 11 eine ke
gelstumpfförmig ausgebildete Befestigungsvorrichtung 13 auf, deren
Stumpffläche 14 kraterförmig ausgebildet ist. Dabei ist in die krater
förmig ausgebildete Stumpffläche 14 eine Gewindebohrung 15 ein
gearbeitet. In die Gewindebohrung 15 ist eine Befestigungsschraube
16 einschraubbar, mit der der gesamte Lüfter 10 auf dem Lüfterbock
11 befestigbar ist. Dazu weist der Lüfter 10 eine integrale Lüfterla
gerung 17 auf. An weiteren wesentlichen Bauteilen weist der Lüfter
10 eine Lüfternabe 18 mit einer integrierten Antriebsriemenscheibe
9a oder einer Bausatzriemenscheibe 9b sowie zwei Lager 19a, 19b
und einen Lagerträger 20 auf. Montiert wird der Lüfter 10 derart, daß
in die Lüfternabe 18 das Lager 19a, der Lagerträger 20 und das La
ger 19b eingesetzt werden und mit einem Sicherungsring 21 festge
legt werden. Der eigentliche Lüfterflügel wird mit Lüfterradschrauben
22 an der Lüfternabe 18 verschraubt. Dabei ist der obere Teil der
dargestellten Lüfternabe 18 für einen Drucklüfter ausgelegt,
während der untere Teil für einen Sauglüfter ausgelegt ist. Mit der
Befestigungsschraube 16 wird nun diese komplette Baueinheit des
Lüfters 10 auf der Stumpffläche 14 durch Einschrauben in die Ge
windebohrung 15 verspannt. Dabei ist die Stumpffläche so ausgebil
det, daß sie sich einerseits auf dem Innenring des Lagers 19b ab
stützt und gleichzeitig über einen Absatz den Lagerträger 20 zen
triert.
Claims (9)
1. Brennkraftmaschine mit einem Kurbelgehäuse, in dem eine
Kurbelwelle drehbar gelagert ist, an der zumindest ein einen Kolben
tragendes Pleuel angelenkt ist, wobei der Kolben in einem von
einem Zylinderkopf abgedeckten Zylinder bewegbar ist, wobei die
Brennkraftmaschine mediumgekühlt ist und zur Kühlung des Me
diums einen riemengetriebenen Lüfter aufweist, der Kühlluft durch
einen von dem Medium durchströmten Wärmetauscher fördert,
dadurch gekennzeichnet, daß der Lüfter (10) eine integrale Lüfterla
gerung (17) aufweist, die an einem Lüfterbock (11, 11a, 11b) be
festigbar ist.
2. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Lüfterbock (11, 11a, 11b) in zu
mindest zwei Ausführungsvarianten herstellbar ist, wobei die Aus
führungsvarianten unterschiedlich angeordnete Befestigungsvorrich
tungen (13) der Lüfterlagerung (17) in Bezug zu der Brennkraftma
schinenstirnfläche aufweisen.
3. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Lüfterbock (11, 11a, 11b) als
Dreibein ausgebildet ist, wobei die drei Beine stelzenförmig aus
gebildete Schraubenbutzen sind.
4. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Lüfterbock (11, 11a, 11b) einen
Generatorträger aufweist.
5. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsvorrichtung (13) ke
gelstumpfförmig mit einer kraterförmigen Stumpffläche (14) ausge
bildet ist.
6. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß in die kraterförmige Stumpffläche (14)
eine Gewindebohrung (15) eingelassen ist.
7. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Lüfterlagerung (17) eine Lüfter
nabe (18) aufweist, die als Sauglüfternabe oder als Drucklüfternabe
ausgebildet ist.
8. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsriemenscheibe (9a) ein
stückig mit der Lüfternabe (18) gefertigt ist.
9. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Lüfternabe (18) eine Zentrierung
und Befestigungsgewinde zur Montage von einer Bausatzriemen
scheibe (9b) aufweist.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE1995123827 DE19523827B4 (de) | 1995-06-30 | 1995-06-30 | Lüfterlagerung einer Brennkraftmaschine |
| FR9607867A FR2736089B1 (fr) | 1995-06-30 | 1996-06-25 | Montage de ventilateur d'un moteur a combustion interne |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE1995123827 DE19523827B4 (de) | 1995-06-30 | 1995-06-30 | Lüfterlagerung einer Brennkraftmaschine |
Publications (2)
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| DE19523827A1 true DE19523827A1 (de) | 1997-01-02 |
| DE19523827B4 DE19523827B4 (de) | 2005-12-29 |
Family
ID=7765650
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE19523827B4 (de) |
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