DE19516163C1 - Verfahren zur positionsgenauen Herstellung oder Einrichtung von Schienenstützpunkten und Maschinensystem für die Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur positionsgenauen Herstellung oder Einrichtung von Schienenstützpunkten und Maschinensystem für die Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur positionsgenauen
Herstellung oder Einrichtung von Schienenstützpunkten für die
Aufnahme von Eisenbahnschienen auf vorbetonierten
Betonfahrbahnen mit Hilfe von Schienenstützpunkt-Elementen im
Rahmen der Herstellung von Eisenbahnstrecken, insbesondere von
Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnstrecken welche Betonfahr
bahnen-Auskammerungen für die Aufnahme der in Fahrbahn
längsrichtung beabstandet gereiht anzuordnenden Schienen
stützpunkte aufweisen. Die Auskammerungen können in
Fahrbahnlängsrichtung durchlaufend, gleichsam als Nuten,
angeordnet sein. Sie können aber auch als einzelne
Auskammerungen mit Abstand gereiht sein. Die Erfindung
betrifft fernerhin ein Maschinensystem zur Durchführung eines
solchen Verfahrens.
Die Erfindung insgesamt gehört zur Technologie des
schotterlosen Gleisoberbaus. Die Betonfahrbahn ist im
allgemeinen auf eine hydraulisch gebundene Tragschicht
betoniert. Sie ist bevorzugt, aber nicht beschränkend, so
aufgebaut, wie es in der DE 44 42 497 A1 (PatG § 3 (2))
beschrieben ist. Schienenstützpunkt bezeichnet die Bauteile,
welche die Schienen der Gleise mit der Betonfahrbahn
verbinden. Im allgemeinen sind die Schienen mit Hilfe von
Schienenbefestigungsvorrichtungen an den Schienenstützpunkten
befestigt. Im klassischen Gleisbau befinden sich die
Schienenstützpunkte auf den Schwellen.
Die Erfindung geht aus von einem schotterlosen Oberbausystem
wie es z. B. in der schon genannten DE 44 42 497 A1
beschrieben ist. Zu diesem Oberbausystem gehören eine
Tragschicht, eine kontinuierlich gefertigte Betonfahrbahn und
Aufnahmeeinrichtungen für die einzelnen Eisenbahnschienen,
wobei die Eisenbahnschienen mit Schienenbefestigungsvor
richtungen in den Aufnahmeeinrichtungen befestigt sind. Die
Betonfahrbahn dieses Oberbausystems kann als einschichtige
Betonfahrbahn aufgebaut sein. Vorzugsweise besteht die
Betonfahrbahn aus zwei aufeinandergefertigten Betonschichten,
zwischen denen eine Bewehrung aus in Gleisrichtung laufenden
und quer dazu laufenden Bewehrungsstäben angeordnet ist. Die
beiden Schichten stehen in monolithischem Verbund. Als
Aufnahmeeinrichtungen für die Eisenbahnschienen dienen die
Schienenstützpunkte, die in die Betonfahrbahn einbetoniert
und mit Bewehrungsbauteilen in Form von Bewehrungsschlaufen
oder Bewehrungskörben in der Betonfahrbahn verankert sind.
Die Schienenstützpunkte besitzen in ihrer Oberseite
Auskammerungen, in denen die Schienenbefestigungsvorrich
tungen und darin befestigte Schienenfüße der einzelnen
Eisenbahnschienen angeordnet sind. Die Schienenbefestigungs
vorrichtungen und damit die Schienenfüße sind in Form von
Schienenbefestigungsschrauben nach Art von Schwellen
schrauben, die in die Schienenstützpunkte eingeschraubt sind,
in den Auskammerungen gehalten. Die Tragschicht ist nach den
Regeln der Baukunst zur Aufnahme der statischen und
dynamischen Beanspruchungen eingerichtet. Das gilt auch für
die Schienenstützpunkte. Das vorstehend beschriebene
Oberbausystem hat viele Vorteile in herstellungstechnischer
Hinsicht. Die Betonfahrbahn mit den Auskammerungen kann mit
Fahrbahnfertigern, wie sie im Straßenbau üblich und bewährt
sind, einfach gefertigt werden. Demgegenüber ist ein anderes
bekanntes Oberbausystem, zu dem auf die DE 39 01 347 A1
verwiesen wird, in fertigungstechnischer Hinsicht aufwendig.
Bei diesen bekannten Maßnahmen wird die Betonfahrbahn im
Schnitt quer zur Längsrichtung wie ein Betontrog mit
entsprechenden Randelementen gefertigt. Gleisjoche, die aus
zwei Eisenbahnschienen und Schwellen bestehen, werden in den
Betontrog gelegt und über eine Justiereinrichtung in die
geplante rage gehoben. In diesem Zwischenzustand werden die
Gleisjoche mit Mörtel oder Beton untergossen und dadurch
fixiert. Im Anschluß daran wird in einem weiteren Arbeitsgang
das Gleisjoch mittels eines Betonierautomaten vollständig
ausbetoniert. Ein monolithischer Verbund des Gleisjoches mit
der Betonfahrbahnplatte kann so nicht hergestellt werden. Das
Gleisjoch muß für den Unterguß beachtlich angehoben werden,
um einen einwandfreien Unterguß der Schwellen zu ermöglichen.
Hierzu ist eine steife und entsprechend schwere Justierein
richtung erforderlich, die in der rage ist, die Eigensteifig
keit des Gleisjoches zu überwinden und Toleranzen
auszugleichen. Eine genaue Endlage der Schienen eines Gleises
kann so nur schwer erreicht werden.
Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, bei
einem Bauwerk des schotterlosen Gleisoberbaus, welches mit
einer Betonfahrbahn und mit darin integrierten Schienenstütz
punkten arbeitet, die Schienenstützpunkte einfach, positions
genau und sicher herzustellen bzw. einzurichten. Der Erfin
dung liegt ferner das technische Problem zugrunde, ein
Maschinensystem anzugeben, welches für ein solches Verfahren
besonders geeignet ist.
Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung
zunächst ein Verfahren zur positionsgenauen Herstellung oder
Einrichtung von Schienenstützpunkten für die Aufnahme von
Eisenbahnschienen auf vorbetonierten Betonfahrbahnen mit
Hilfe von Schienenstützpunkt-Elementen im Rahmen der
Herstellung von Eisenbahnstrecken, insbesondere von
Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnstrecken, welche Betonfahr
bahnen Auskammerungen für die Aufnahme der in
Fahrbahnlängsrichtung beabstandet gereiht anzuordnenden
Schienenstützpunkte aufweisen, mit den Verfahrensschritten
- 1.1) es wird ein Fertigungskreislauf für eine Mehrzahl von Fixierrahmen mit daran an vorgegebenen Stellen angeschlossenen Schienenstützpunktelementen einge richtet, der eine Aufnahmestation mit Aufnahme einrichtungen aufweist und in Fertigungsrichtung und damit in Fahrbahnlängsrichtung zu einer Positionierstation mit Justiereinrichtungen führt,
- 1.2) die einzelnen Fixierrahmen oder Fixierrahmengruppen werden von der Aufnahmestation zur Positionier station bewegt und dort positionsgenau justiert, danach an der Betonfahrbahn, Fixierrahmen nach Fixierrahmen bzw. Fixierrahmengruppe nach Fixier rahmengruppe, mit Abstand voneinander temporär befestigt sowie von der Justiereinrichtung befreit,
- 1.3) mit Hilfe der temporär an der Betonfahrbahn befestigten Fixierrahmen bzw. Fixierrahmengruppen und der Schienenstützpunktelemente werden die Schienenstützpunkte hergestellt oder eingerichtet,
- 1.4) während die Schienenstützpunkte gemäß Merkmal 1.3) hergestellt oder eingerichtet werden, wird die Positionierstation und wird die Aufnahmestation in Fertigungsrichtung arbeitsschrittweise weiterbe wegt,
- 1.5) nach den Weiterbewegungsschritten gemäß Merkmal 1.4) werden in der Aufnahmestation die an der Betonfahrbahn befestigten Fixierrahmen bzw. Fixierrahmengruppen von der Betonfahrbahn freigesetzt und von den Aufnahmeeinrichtungen aufgenommen und in der Positionierstation werden andere, zur Positionierstation bewegte Fixierrahmen oder Fixierrahmengruppen gemäß Merkmal 1.2) justiert, temporär an der Betonfahrbahn befestigt und von der Justiereinrichtung befreit - und danach wird mit diesen Fixierrahmen bzw. Fixierrahmengruppen das Merkmal 1.3) wiederholt,
wobei die beschriebenen Verfahrensschritte mit den
Hilfsmitteln der Steuerungs- und Antriebstechnik durchgeführt
und von einem Maschinisten oder von einem Rechner
programmierbar gesteuert werden.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß bei der
Herstellung oder Einrichtung von Schienenstützpunkten für die
Aufnahme von Eisenbahnschienen auf vorbetonierten Betonfahr
bahnen die Verwirklichung eines Fertigungskreislaufs
entsprechend den Merkmalen 1.1), 1.4) und 1.5) in bezug auf
die Baugeschwindigkeit große Vorteile bringt, wobei in bezug
auf die wichtige Positioniergenauigkeit der Schienen
stützpunkte und damit der zum Gleis verlegten
Eisenbahnschienen keinerlei Nachteile in Kauf genommen werden
müssen, wenn im übrigen nach Maßgabe der Merkmale 1.2.) und
1.3) verfahren wird. Von Vorteil ist, daß dabei die
Herstellung der Schienenstützpunkte oder das Einrichten der
Schienenstützpunkte ebenfalls automatisch durchgeführt werden
kann, wie noch erläutert wird. Die beschriebenen
Verfahrensschritte können mit Hilfe der modernen Steuerungs-
und Antriebstechnik von Maschinen und Maschinenteilen
durchgeführt und von einem Maschinisten oder von einem
Rechner programmierbar gesteuert werden. Insoweit lassen sich
verschiedene Ausführungsformen verwirklichen. Es versteht
sich, daß die Steuerung von modernen meßtechnischen
Maßnahmen, z. B. der Laserstrahlmeßtechnik, begleitet werden.
Im einzelnen bestehen im Rahmen der Erfindung mehrere
Möglichkeiten der weiteren Ausbildung des Verfahrens. So
können die Positionierstation einerseits und die
Aufnahmestation andererseits synchron bewegt werden. Dabei
können die beiden Stationen selbständige Stationen sein oder
auch gleichsam zu einem Fahrzeug vereinigt oder
zusammengekuppelt sein. Nach bevorzugter Ausführungsform
werden die Positionierstation einerseits und die
Aufnahmestation andererseits unabhängig voneinander bewegt
und mit Hilfe einer Übergabeeinrichtung sowie einer
Übernahmeeinrichtung gekoppelt. Im allgemeinen wird man im
Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens die Fixierrahmen bzw.
die Fixierrahmengruppen an Anschlagkanten der Betonfahrbahn
befestigen, die bei der Fertigung der Betonfahrbahn
ausgebildet wurden und ausreichend maßgenau angeordnet sind.
Im Rahmen der Erfindung kann mit Schienenstützpunkt-Elementen
gearbeitet werden, die als Schalungen für das Betonieren von
Schienenstützpunkten ausgebildet sind. Werden die
Schienenstützpunkte betoniert, so spricht die Erfindung von
der Herstellung von Schienenstützpunkten. Es kann aber auch
mit Schienenstützpunkt-Elementen gearbeitet werden, die
ihrerseits als vorgefertigte Schienenstützpunkte ausgeführt
sind und einbetoniert werden. Insoweit spricht die Erfindung
von der Einrichtung der Schienenstützpunkte.
Zur Lösung der technischen Probleme lehrt die Erfindung
fernerhin ein besonderes Maschinensystem, welches zur
Durchführung des Verfahrens eingerichtet ist. Dieses
Maschinensystem ist Gegenstand der Ansprüche 7 bis 10.
Im folgenden werden das erfindungsgemäße Verfahren sowie das
Maschinensystem für die Durchführung des Verfahrens anhand
einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeich
nung ausführlicher erläutert. Es zeigen in schematischer
Darstellung
Fig. 1 eine Seitenansicht des Maschinensystems,
Fig. 2 in einem Querschnitt durch den Gegenstand der
Fig. 1 den Justierautomaten aus dem Gegenstand
der Fig. 1,
Fig. 3 in gegenüber der Fig. 1 vergrößertem Maßstab
und mit weiteren Details die Einrichtung für
den Transport von Fixierrahmen oder
Fixierrahmengruppen in dem Justierautomaten,
Fig. 4 in einem vergrößerten Ausschnitt aus dem
Gegenstand der Fig. 2 die Maßnahmen zur
Befestigung und Einrichtung eines Fixierrahmens
und
Fig. 5 einen Ausschnitt aus der Fahrbahnplatte mit
einem Schienenbefestigungspunkt.
Betrachtet man zunächst die Fig. 1, so erkennt man einen
Justierautomaten 1 und ein Zubringerportal 2. Der
Justierautomat 1 bildet eine längs der Betonfahrbahn
verfahrbare Positionierstation. Er besitzt eine Einrichtung
für den Transport von Fixierrahmen oder von
Fixierrahmengruppen in Fertigungsrichtung sowie eine
Justiereinrichtung für die Justierung der Fixierrahmen oder
Fixierrahmengruppen. Diese werden vorübergehend an der
Betonfahrbahnplatte 3 befestigt. Das Zubringerportal 2 bildet
eine Aufnahmestation. Im folgenden werden auch für die
Positionierstation bzw. die Aufnahmestation die Bezugszeichen
1 bzw. 2 verwendet.
Die Aufnahmestation 2 besteht aus dem verfahrbaren Zubringer
portal 2 und ist mit Hub- und Fördereinrichtungen 4 für die
Fixierrahmen 5 bzw. die Fixierrahmengruppen ausgerüstet. Das
Zubringerportal 2 nimmt nach der Herstellung oder Einrichtung
der Schienenstützpunkte 6, in Fertigungsrichtung hinter dem
Justierautomaten 1, die Fixierrahmen 5 bzw. Fixierrahmen
gruppen auf und führt sie in den Fertigungskreislauf wieder
ein. Man erkennt in der Fig. 1, daß der Justierautomat 1
zubringerportalseitig und das Zubringerportal 2
justierautomatseitig mit Übernahmevorrichtungen 7 bzw.
Übergabevorrichtungen 8 für die Fixierrahmen 5 oder für die
Fixierrahmengruppen versehen ist. Zur Einrichtung des
Justierautomaten 1 für den Transport von Fixierrahmen 5 oder
von Fixierrahmengruppen gehört ein Kettenförderer 9 und
gehören auf horizontalen Maschinenrahmenteilen verschiebbare
Justierrahmen 10 mit Justiermechanik 11. Zwischen Ketten
förderer 9 und Justierrahmen 10 sind Übergabearme 12
angeordnet, die ein- und ausfahrbar sind.
Die Hub- und Fördereinrichtung 4 des Zubringerportals 2
besteht aus einem Hebezeug, an welches die Fixierrahmen 5
oder Fixierrahmengruppen anschließbar sind und welches in
Fixierrichtung und zurück verfahrbar ist. Man erkennt in der
Fig. 1 eine Steuerzentrale 13. An diese Steuerzentrale 13
sind sowohl der Justierautomat 1 als auch das Zubringer
portal 2 angeschlossen. Die Steuerzentrale 13 ist mit dem
Maschinensystem 1, 2 verfahrbar und im allgemeinen mit einem
Rechner ausgerüstet.
Die Fig. 1 zeigt den Justierautomaten 1 und das
Zubringerportal 2 als Gesamtübersicht in der Ansicht. Das
Zubringerportal 2 ist in einer Übergabeposition zum
Justierautomaten 1 dargestellt. Die Grundkonstruktion des
Justierautomaten 1 besteht aus einem Grundrahmen 14, der auf
einem Fahrwerk 15 beweglich aufliegt, wodurch auch
Kurvenfahrten und Ausgleichssteuerungen der Geradeausfahrt
möglich sind. In der Steuerzentrale 13 befindet sich ein
Steuerstand mit dem Steuerleitsystem. Über ein Meßsystem
werden die Meßdaten erfaßt, die für die Justierung
erforderlich sind und alle Fahrten und Bewegungen der
Justiereinrichtung über das Steuerleitsystem festgelegt. Der
Grundrahmen 14 bildet gleichzeitig das Traggerüst für die
Justierrahmen 10 und die Justiermechanik. Diese sind in
Längsrichtung beweglich am Grundrahmen 14 befestigt. Damit
besteht die Möglichkeit, die Justierrahmen 10 absolut
parallel, aber auch in eine radiale Position zueinander zu
bringen, wodurch auch Kurvenfahrten möglich sind. Bevorzugt
sollen drei Fixierrahmen 5 zu Fixierrahmengruppen durch
Verbindungsrahmen 16 zusammengefaßt werden.
Zusätzlich ist an dem Grundrahmen 14 der Unterstützungs
rahmen 17 für den Kettenförderer 9 befestigt. Auf diesem
Unterstützungsrahmen 17 ist der Kettenförderer 9 aufgelagert.
Die Kettenglieder sind längsbeweglich z. B. auf Zahnrädern
gelagert. Der Kettenförderer 9 ist mit Formschlußelementen
ausgestattet, die in der Lage sind, die Justierrahmen 10 in
die Einbauposition zu fördern. Zusätzlich sind auf dem
Unterstützungsrahmen 17 des Kettenförderers 9 Übergabearme 12
aufgelagert, die wiederum teleskopierbar sind und somit in
Richtung der Justierrahmen 10 aus- und eingefahren werden
können. Nachdem die Fixierrahmen 5 über den Kettenförderer 9
und die Übergabearme 12 die Justierposition erreicht haben,
werden diese von den Justierrahmen 10 übernommen und die
Übergabearme 12 werden wieder eingefahren. Somit ist der
Justierabschnitt 1 freigeschaltet und die Fixierrahmen 5
können abgesenkt und fixiert werden. Das dem
Justierautomaten 1 nachgeschaltete Zubringerportal 2 wird
über eine seitlich neben der Fahrbahnplatte angeordnete
Schiene 18 oder über ein Gummi- oder Walzenfahrwerk 19
verfahren. Das Zubringerportal 2 besteht aus einem steifen
Grundrahmen 20, der das Auflager für eine Kranbahn bildet.
Mit Hilfe von Kranhaken an Laufkatzen 21 werden die
Fixierrahmen 5 an dem Kettenförderer 9 übergeben. Im
Regelfall werden an den Fixierrahmen 5 Schalungselemente 22
unverrückbar befestigt. Die Schalungselemente 22 bilden die
Schalform für die Schienenstützpunkte 6. Alternativ können
selbstverständlich an den Fixierrahmen 5 Montagewerkzeuge für
die Fixierung von Stützpunktfertigteilen, Stahlgrundplatten
oder auch Montagezangen für Schienenmontagen angeschlagen
werden. Somit sind die Fixierrahmen 5 sehr variabel
einsetzbar.
Der Fertigungskreislauf läßt sich nach den nachfolgend
beschriebenen Fertigungsschritten zusammenfassen. Zuerst
werden die Fixierrahmeneinheiten 5 durch das Zubringer
portal 2 angehoben und somit die Schienenstützpunkte 6
ausgeschalt. In einer Reinigungsposition wird die
Stützpunktschalung gereinigt und für den neuen
Betoniervorgang vorbereitet. Danach werden die Fixierrahmen 5
weiter angehoben und nach vorn zum Justierautomaten 1
gefahren. Die Länge, über die verfahren werden muß, richtet
sich selbstverständlich nach der Anzahl der
Fixierrahmeneinheiten 5, die wiederum abhängig ist von der
Baugeschwindigkeit und von der Erhärtungszeit des Betons oder
Mörtels, den die Schienenstützpunkte 6 benötigen. Danach
werden die Fixierrahmen 5 auf den Kettenförderer 9 abgelegt,
und das Zubringerportal 2 kann in die Ausgangsposition
zurückgefahren werden. Der Kettenförderer 9 bringt nun die
Fixierrahmen 5 in die Einbau- bzw. Justierposition, und zwar
unter Zuschaltung des beschriebenen Übergabearms 12, der zu
diesem Zweck ausgefahren ist. Es versteht sich, daß auf den
Übergabearm 12 auch verzichtet werden kann. In diesem Fall
wird die Fixierrahmeneinheit 5 von Justierrahmen 10 über den
Kettenförderer 9 aufgenommen und der Justierautomat 1 fährt
danach in die neue Einbauposition. Die Anzahl der
Justierrahmen 10 kann variiert werden. Bei Einsatz von zwei
Justierrahmen 10 ist für den Justiervorgang über die
zusätzliche Verbindung der Fixierrahmen 5 untereinander über
Verbindungsrahmen 16 eine höhere Montage- und
Justiergenauigkeit möglich. Unabhängig davon besteht die
Möglichkeit, durch Verlängerung des Kettenförderers 9 eine
größere Anzahl von Fixierrahmen 5 zu bevorraten. Nachdem die
Justierrahmen 10 die Fixierposition erreicht haben und die
Fixierrahmen 5 festgesetzt sind, kann der Justierautomaten 1
in die neue Einbauposition verfahren werden. Hinter dem
Justierautomaten 1 ist eine Betoniereinheit nachgeschaltet,
die nicht dargestellt ist. Der Beton- bzw. Mörtelwagen mit
der Mischeinrichtung und den erforderlichen Betonpumpen kann
über die seitlich neben der Fahrbahnplatte angeordneten
Schienen oder separat auf Schienen, die direkt auf den
Fixierrahmen 5 installiert werden, mit der erforderlichen
Baugeschwindigkeit bewegt werden. Die Fixierrahmen 5 bleiben
so lange in Position gehalten, bis die Stützpunkte 6 eine
ausreichende Ausschalfestigkeit erreicht haben.
Wird mit vorgefertigten Schienenstützpunkten gearbeitet, so
werden diese mit einer zusätzlichen Transporteinheit dem
Zubringerportal 2 zugeführt und in diesem Bereich mit den
Fixierrahmen 5 verbunden.
Die Fig. 2 zeigt den Justierrahmen 10 im Querschnitt. Die
Betonfahrbahnplatte 3 mit den Längsnuten für die Aufnahme der
späteren Schienenstützpunkte 6 bzw. Schienen liegt bevorzugt
auf einer hydraulich gebundenen Tragschicht. Der
Fixierrahmen 5 ist auf der linken Seite auf dem
Kettenförderer 9 dargestellt. In dieser hier gezeigten
Förderposition wird der Fixierrahmen 5 in die Einbauposition
unter die Justierrahmen 10 verfahren.
In der Fig. 3 ist der Kettenförderer 9 gezeigt. Die
Förderkette liegt auf Förderrädern auf, die wiederum über
Achslager auf den Unterstützungsrahmen 17 aufgelagert sind.
Die Förderkette bewegt die Fixierrahmen 5 in die
Justierposition. In Fig. 3 sind die Fixierrahmen 5 zu einer
Einheit zusammengefaßt.
Die Fig. 4 zeigt in detaillierter Form eine mögliche
seitliche Fixierung der Fixierrahmen 5 an der
Fahrbahnplatte 3 über eine geneigte, zur Oberseite hin
über stehende Fahrbahnabschalung und entsprechend keilförmige
Klemmbacken. Das Ausrichten, Festlegen und Lösen erfolgt über
die Steuerzentrale.
Die Fig. 5 zeigt eine Ausführungsvariante. In diesem Fall
wird über den Fixierrahmen 5 ein Schienenstützpunkt 6 in Form
eines Fertigteiles millimetergenau in der geplanten Lage
gehalten. Das Fixierwerkzeug ist in diesem Fall in Form einer
Übergabeplatte 23 an die Oberfläche des Schienenstütz
punktes 6 angepaßt. Gehalten wird das Fertigteil über
Montageschrauben 24. Nach dem Abbinden des Vergußmörtels
werden die Montageschrauben 24 gelöst und der Fixierrahmen 5
kann umgesetzt werden.
Claims (12)
1. Verfahren zur positionsgenauen Herstellung oder
Einrichtung von Schienenstützpunkten für die Aufnahme von
Eisenbahnschienen auf vorbetonierten Betonfahrbahnen mit
Hilfe von Schienenstützpunkt-Elementen im Rahmen der
Herstellung von Eisenbahnstrecken, insbesondere von
Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnstrecken, welche Betonfahr
bahnen-Auskammerungen für die Aufnahme der in
Fahrbahnlängsrichtung beabstandet gereiht anzuordnenden
Schienenstützpunkte aufweisen, mit den Verfahrensschritten
- 1.1) es wird ein Fertigungskreislauf für eine Mehrzahl von Fixierrahmen mit daran an vorgegebenen Stellen angeschlossenen Schienenstützpunktelementen einge richtet, der eine Aufnahmestation mit Aufnahme einrichtungen aufweist und in Fertigungsrichtung und damit in Fahrbahnlängsrichtung zu einer Positionierstation mit Justiereinrichtungen führt,
- 1.2) die einzelnen Fixierrahmen oder Fixierrahmengruppen werden von der Aufnahmestation zur Positionier station bewegt und dort positionsgenau justiert, danach an der Betonfahrbahn Fixierrahmen nach Fixierrahmen bzw. Fixierrahmengruppe nach Fixier rahmengruppe mit Abstand voneinander temporär befestigt sowie von der Justiereinrichtung befreit,
- 1.3) mit Hilfe der temporär an der Betonfahrbahn befestigten Fixierrahmen bzw. Fixierrahmengruppen und der Schienenstützpunktelemente werden die Schienenstützpunkte hergestellt oder eingerichtet,
- 1.4) während die Schienenstützpunkte gemäß Merkmal 1.3) hergestellt oder eingerichtet werden, wird die Positionierstation und wird die Aufnahmestation in Fertigungsrichtung arbeitsschrittweise weiterbe wegt,
- 1.5) nach den Weiterbewegungsschritten gemäß Merkmal 1.4) werden in der Aufnahmestation die an der Betonfahrbahn befestigten Fixierrahmen bzw. Fixierrahmengruppen von der Betonfahrbahn freigesetzt und von den Aufnahmeeinrichtungen aufgenommen und in der Positionierstation werden andere, zur Positionierstation bewegte Fixierrahmen oder Fixierrahmengruppen gemäß Merkmal 1.2) justiert, temporär an der Betonfahrbahn befestigt und von der Justiereinrichtung befreit - und danach wird mit diesen Fixierrahmen bzw. Fixierrahmengruppen das Merkmal 1.3) wiederholt,
wobei die beschriebenen Verfahrensschritte mit den
Hilfsmitteln der Steuerungs- und Antriebstechnik durchgeführt
und von einem Maschinisten oder von einem Rechner
programmierbar gesteuert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Positionierstation
einerseits und die Aufnahmestation andererseits synchron
bewegt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Positionierstation
einerseits und die Aufnahmestation andererseits unabhängig
voneinander bewegt und mit Hilfe einer Übergabeeinrichtung
sowie einer Übernahmeeinrichtung gekoppelt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die
Fixierrahmen bzw. die Fixierrahmengruppen an Anschlagkanten
der Betonfahrbahn befestigt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei mit
Schienenstützpunkt-Elementen gearbeitet wird, die als
Schalungselemente für das Betonieren von Schienenstützpunkten
ausgebildet sind.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei mit
Schienenstützpunkt-Elementen gearbeitet wird, die als
vorgefertigte Schienenstützpunkte ausgeführt sind und
einbetoniert werden.
7. Maschinensystem für die Durchführung des Verfahrens nach
einem der Ansprüche 1 bis 6 mit
- 7.1) einem längs der Betonfahrbahn als Positionierstation verfahrbaren Justier automaten (1), der eine Einrichtung für den Transport von Fixierrahmen (5) oder von Fixierrahmengruppen in Fertigungsrichtung sowie eine Justiereinrichtung für die Justierung der Fixierrahmen (5) oder der Fixierrahmengruppen aufweist, die von dem Justierautomaten (1) an der Betonfahrbahn befestigt werden,
- 7.2) einem längs der Betonfahrbahn als Aufnahmestation verfahrbaren Zubringerportal (2) mit Hub- und Fördereinrichtung (4) für die Fixierrahmen (5) und Fixierrahmengruppen, welches Zubringerportal (2) nach der Herstellung oder Einrichtung der Schienen stützpunkte (6) in Fertigungsrichtung hinter dem Justierautomaten (1) die Fixierrahmen (5) bzw. Fixierrahmengruppen aufnimmt und in den Fertigungs kreislauf wieder einführt,
wobei der Justierautomat (1) zubringerportalseitig und das
Zubringerportal (2) justierautomatseitig mit Übernahmevor
richtungen (7) bzw. Übergabevorrichtungen (8) für die
Fixierrahmen (5) oder für die Fixierrahmengruppen aufweist.
8. Maschinensystem nach Anspruch 7, wobei die Einrichtung
des Justierautomaten (1) für den Transport von
Fixierrahmen (5) oder von Fixierrahmengruppen einen
Kettenförderer (9) und auf horizontalen Maschinenrahmenteilen
verschiebbare Justierrahmen (10) mit Justiermechanik (11)
aufweist und wobei zwischen Kettenförderer (9) und
Justierrahmen (10) Übergabearme (12) angeordnet sind.
9. Maschinensystem nach einem der Ansprüche 7 oder 8, wobei
die Hub- und Fördereinrichtung (4) des Zubringerportals (2)
aus einem Hebezeug besteht, an welches die Fixierrahmen (5)
oder Fixierrahmengruppen anschließbar sind, und welches in
Fertigungsrichtung und zurück verfahrbar ist.
10. Maschinensystem nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei
der Justierautomat (1) und das Zubringerportal (2) an eine
gemeinsame, mit einem Rechner ausgerüstete Steuer
zentrale (13) angeschlossen sind, die mit dem Maschinensystem
verfahrbar ist.
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| DE19516163A DE19516163C1 (de) | 1995-02-25 | 1995-05-03 | Verfahren zur positionsgenauen Herstellung oder Einrichtung von Schienenstützpunkten und Maschinensystem für die Durchführung des Verfahrens |
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Publications (1)
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| DE19516163C1 true DE19516163C1 (de) | 1996-08-29 |
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| DE19516163A Expired - Fee Related DE19516163C1 (de) | 1995-02-25 | 1995-05-03 | Verfahren zur positionsgenauen Herstellung oder Einrichtung von Schienenstützpunkten und Maschinensystem für die Durchführung des Verfahrens |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE19516163C1 (de) |
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19616648C1 (de) * | 1996-04-26 | 1997-05-22 | Hochtief Ag Hoch Tiefbauten | Vorrichtung zur höhenpositionsgenauen Herstellung eines Betonkörpers auf der Oberfläche einer Betonplatte, insbesondere für feste Fahrbahnen aus Beton für den Schienenverkehr |
| DE19616649C1 (de) * | 1996-04-26 | 1997-05-22 | Hochtief Ag Hoch Tiefbauten | Vorrichtung zur höhenpositionsgenauen Herstellung eines Betonkörpers auf der Oberfläche einer Betonplatte, insbesondere für feste Fahrbahnen aus Beton für den Schienenverkehr |
| EP0864692A1 (de) * | 1997-03-10 | 1998-09-16 | Hochtief Aktiengesellschaft Vorm. Gebr. Helfmann | Verfahren und Vorrichtung zum Betonieren von Schienenstützpunkten für einen schotterlosen Gleisoberbau |
| DE19824395C1 (de) * | 1998-05-30 | 1999-07-22 | Hochtief Ag Hoch Tiefbauten | Verfahren zum Herstellen eines schotterlosen Oberbausystems für zumindest ein Eisenbahngleis aus zwei Eisenbahnschienen, insbesondere für Hochgeschwindigkeitsstrecken und dabei verwendbare Vorrichtung |
| DE19824396C1 (de) * | 1998-05-30 | 1999-09-30 | Hochtief Ag Hoch Tiefbauten | Verfahren zum Herstellen eines schotterlosen Oberbausystems für zumindest ein Eisenbahngleis aus zwei Eisenbahnschienen, insbesondere für Hochgeschwindigkeitsstrecken und dabei verwendbare Vorrichtung |
| DE19653858C2 (de) * | 1996-12-21 | 2001-11-08 | Pfleiderer Infrastrukturt Gmbh | Einbauverfahren für eine feste Schienenfahrbahn |
| EP1564331A3 (de) * | 1999-03-19 | 2005-08-24 | GSG Knape Gleissanierung GmbH | Hebevorrichtung |
| DE19915763B4 (de) * | 1999-02-20 | 2008-11-20 | Ed. Züblin Ag | Verfahren zum Einbringen von Schwellen in feste Fahrbahnen mit Hilfe taschenförmiger Vertiefungen |
Citations (2)
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| DE3901347A1 (de) * | 1989-01-18 | 1990-07-26 | Heilit & Woerner Bau Ag | Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines schotterlosen gleisoberbaus |
| DE4442497A1 (de) * | 1994-11-30 | 1996-06-13 | Hochtief Ag Hoch Tiefbauten | Schotterloses Oberbausystem für zumindest ein Eisenbahngleis |
-
1995
- 1995-05-03 DE DE19516163A patent/DE19516163C1/de not_active Expired - Fee Related
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| EP1564331A3 (de) * | 1999-03-19 | 2005-08-24 | GSG Knape Gleissanierung GmbH | Hebevorrichtung |
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