DE19513145A1 - Wehreinrichtung - Google Patents
WehreinrichtungInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02B—HYDRAULIC ENGINEERING
- E02B7/00—Barrages or weirs; Layout, construction, methods of, or devices for, making same
- E02B7/20—Movable barrages; Lock or dry-dock gates
- E02B7/40—Swinging or turning gates
- E02B7/44—Hinged-leaf gates
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Description
Die Erfindung betrifft eine Wehreinrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Derartige Wehreinrichtungen, die in Form von Wehrabschlüssen dazu dienen, den Was
serdurchfluß durch das Wehr zu begrenzen, das Wasser anzustauen und einen Überlauf
zu verhindern bzw. zu steuern, bestehen beispielsweise aus einer dem Wehrquerschnitt
angepaßten Verschlußplatte, die sich über die gesamte Wehrbreite erstreckt und die aus
Kunststoff, Stahl oder Metall besteht. Aufgrund der bei derartigen Wehren in der Praxis
vorkommenden großen Breite, z. B. 100 m und mehr, sind Verschlußplatten mit sehr gro
ßen Dimensionen erforderlich, die eine besonders stabile Konstruktion erforderlich ma
chen, damit der anstehende Staudruck aufgenommen werden kann.
Des weiteren sind als derartige Wehrabschlüsse sogenannte Schlauchwehre bekannt. Sol
che aus Gummi und/oder Kunststoff bestehenden Schläuche sind quer zum Wehr bzw.
zur Strömungsrichtung angeordnet, liegen auf dem Wehrboden auf und haben einen
Durchmesser, dessen obere Begrenzung dem gewünschten Stauziel entspricht, d. h., daß
der Schlauchdurchmesser der Wehrhöhe entsprechen muß. Bei derartigen Schlauchweh
ren treten erhebliche Probleme in der Abdichtung auf. Bei größeren Wehrbreiten ist auch
die Beanspruchung am Schlauchmaterial sehr hoch und insgesamt gesehen ist eine derar
tige Konstruktion, insbesondere bei großen Wehrbreiten, sehr teuer.
Eine weitere Ausführungsform eines Wehrabschlusses ist in Form eines Schiebers ausge
bildet, der quer zur Strömungsrichtung in das Wehr eingesetzt, z. B. von oben eingescho
ben wird, und dessen Abmessungen dem Wehrquerschnitt entsprechen. Derartige Schie
ber sind jedoch nur bei sehr beschränkter Breite eines Wehres verwendbar.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine als Wehrabschluß dienende Wehreinrichtung zu schaf
fen, die mechanisch besonders stabil ist, bei der die Abdichtprobleme einwandfrei und
sicher gelöst sind, deren Konstruktion auch für sehr große Wehrbreiten problemfrei ver
wendbar ist und die mit geringen Kosten hergestellt und betrieben werden kann.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des Kennzeichens des An
spruches 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteran
sprüche.
Die Kombination aus einem am Wehrboden oder den Wehrseitenwänden schwenkbar
befestigten Wehrverschlußteil aus Kunststoff, Stahl oder Metall und einer stromabwärts
dazu zwischen der Rückseite des Wehrverschlußteiles und dem Wehrboden festgelegten,
mehrteiligen, elastisch nachgiebigen und aufblasbaren bzw. auffüllbaren Hubvorrichtung
hat den entscheidenden Vorteil, daß das Wehrverschlußteil ein- oder mehrteilig über die
Wehrbreite ausgebildet und die Hubvorrichtung in Form einer einzelnen Vorrichtung
oder in Form mehrerer im Abstand voneinander, quer über das Wehr versetzter Teilhub
vorrichtungen jeweils vorzugsweise in gleichmäßigen Abständen über das Wehrver
schlußteil verteilt angeordnet werden kann. Die Hubvorrichtung bzw. jede Teilhubvor
richtung besteht aus einer Gruppe von miteinander in Verbindung stehenden Einzelbehäl
tern aus Gummi, Kunststoff oder dergl. Material, z. B. großen Gummibällen, Ballons oder
dergl., die jeweils an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen, quasi an den Polen der
ballonförmigen Behälter mittels Flanschplatten miteinander verbunden sind, während der
obere Behälter mit der Rückseite des Wandverschlußteiles über einen Einzelflansch und
der untere Behälter über einen entsprechenden Einzelflansch mit dem Fundament der
Wehreinrichtung befestigt ist. Die Flansche, die mit den Einzelbehältern befestigt sind,
weisen jeweils Bohrungen bzw. Öffnungen auf, durch die Luft oder ein anderes Fluid von
einem Behälter in einen anderen Behälter treten kann, so daß im Betrieb ein vollkomme
ner Druckausgleich erzielt wird, der dafür sorgt, daß die einzelnen Behälter mehr oder
weniger aufgeblasen bzw. aufgepumpt werden, und entsprechend dem Grad des Aufbla
sens das Wehrverschlußteil in der Neigung verstellt werden kann. Mit Hilfe der Hubvor
richtung wird somit das Verschlußbauteil über die Scharnieranordnung am Fundament auf
das jeweils gewünschte Stauziel eingestellt. Die für die Verstellung des Verschlußbautei
les erforderliche Kraft, die in Form von Druckluft bzw. Druckflüssigkeit auf die einzelnen
Behälter ausgeübt wird, kann auf besonders einfache, billige und zweckmäßige Weise
bereitgestellt werden. Dadurch, daß über die Breite des Wehres verteilt eine Anzahl von
Teildruckvorrichtungen parallel nebeneinander angeordnet werden können, ist mit einem
minimalen Energieeinsatz die Verstellung des Verschlußteiles möglich. Die Hubvorrich
tung bzw. die Teilhubvorrichtungen sind aus extrem billigen Einzelelementen hergestellt,
die die gleiche Form und Ausbildung haben, z. B. als handelsübliche Gummibälle mit
relativ großem Durchmesser.
Damit beim Füllen und Entleeren der miteinander verbundenen und befestigten Behälter
die Behälter ihre Lage in Teilkreisform zwischen Verschlußbauteil und Fundamentobersei
te beibehalten, sind die Flanschplatten an den einzelnen Behältern jeweils mit Zugstan
gen an einem gemeinsamen Festpunkt, vorzugsweise der Scharnieranordnung, an dem
das Wehrverschlußteil schwenkbar gelagert ist, festgelegt. Anstelle derartiger Zugstäbe
können Zugseile oder dergl. verwendet werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann anstelle der einzelnen, in sich geschlosse
nen, jedoch über die Bohrungen in den Flanschplatten miteinander in Verbindung ste
henden Behälter, z. B. Ballons oder Bälle, die aufblasbare bzw. auffüllbare Vorrichtung
bzw. Hubvorrichtung auch in Form eines Balgens, z. B. eines Ziehharmonika-Balgens,
dessen einzelne Balgenkammern oder -abteile aufblasbar bzw. auffüllbar sind, oder in
entsprechend äquivalenter Weise ausgebildet sein. Es liegt auch im Rahmen vorliegender
Erfindung, die aufblasbare bzw. auffüllbare Hubvorrichtung auch in Form von hydrauli
schen oder pneumatischen Hubzylindern auszugestalten, die auf dem Betonfundament
befestigt sind und mit denen das Wehrverschlußteil verschwenkbar ist.
Eine vorstehend beschriebene Wehreinrichtung kann in der Weise weitergebildet werden,
daß zwischen dem oberen Ende des Verschlußteiles und dem Fundament auf der flußab
wärts gelegenen Seite des Verschlußteiles eine quer zum Wehr verlaufende, in Höhe und
Breite etwa dem Verschlußteil entsprechende Platte vorgesehen ist, deren obere Begren
zung über Gelenke bzw. Scharniere mit dem Verschlußteil befestigt ist, und deren untere
Begrenzung auf dem Fundament laufende Rollen, Gleitstücke, Führungsschuhe oder
dergl. aufweist, so daß bei einer Bewegung des Verschlußteiles im Uhrzeigersinn diese
Platte analog im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt wird. Sie deckt damit den Raum hinter
dem und unterhalb des Verschlußteiles ab und verhindert, daß ultraviolettes Licht an die
Behälter gelangt und diese nachteilig beeinflussen bzw. zerstören kann. Des weiteren
kann das Wasser, das am Verschlußteil überläuft, über die schräg gestellte Platte abströ
men, wodurch verhindert wird, daß die Wasserströmung Geräusche verursacht. Auch
kann einer vorsätzlichen, mutwilligen Zerstörung der Behälter dadurch entgegengewirkt
werden, daß die Platte einen rückseitigen Abschluß darstellt.
Um zu verhindern, daß die ballon- oder kugelförmigen Behälter beim Erhöhen des Innendruckes
bzw. Aufblasen der Behälter in radialer Richtung nach außen ausweichen,
wird der Behälter oder zumindest der radial äußere Teil des Behälters von einem Netz,
z. B. einer Netzschlinge, einem Netzkäfig oder dergl., oder einer Anordnung aus Gurten
oder Bändern, oder einer entsprechenden Zurückhaltevorrichtung umschlossen, die die
Form des Behälters stabilisiert. Diese Zurückhaltevorrichtung wird mittels Abstands- oder
Zugvorrichtungen, z. B. Seilen, Stäben oder dergl., die mit dem Netz oder dergl. verbun
den sind, an den Lager- oder Schwenkstellen befestigt, so daß der radiale Abstand der
Behälter zur Schwenkachse aufrechterhalten bleibt. Die Maschenweite des Netzes oder
der Gurtanordnung wird dabei im wesentlichen durch den Druck des Mediums in den
Behältern bestimmt.
Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die elastisch nachgiebige, steuerbare
Vorrichtung als parallel zur Verschlußplatte verlaufende, durchgehende Schlauchanord
nung ausgebildet, die sich von der einen Wehrwand zur gegenüberliegenden Wehrwand
erstreckt. Die Schlauchanordnung ist unmittelbar hinter der Verschlußplatte so angeord
net, daß sie einerseits tangential mit der Verschlußplatte und andererseits tangential mit
der Oberfläche des Fundamentes verbunden ist. Um die Form der Schlauchanordnung
während aller Aufblasstadien aufrechtzuerhalten, sind Abstands- bzw. Zugvorrichtungen
in radialer Richtung zwischen Schwenklageranordnung des Verschlußteiles und
Schlauchanordnung vorgesehen, wobei die Abstands- bzw. Zugvorrichtungen die
Schlauchanordnung gurtförmig oder netzförmig umschließen.
Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung anhand von Ausfüh
rungsbeispielen erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenschnittansicht einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform,
Fig. 2 eine Aufsicht auf die Darstellung nach Fig. 1,
Fig. 3 schematisch eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei der die Behälteran
ordnung nach Fig. 1 durch eine Balgenanordnung ersetzt ist,
Fig. 4 eine weitere Ausgestaltung der Erfindung,
Fig. 5 eine weitere Ausführungsform der Erfindung, und
Fig. 6 eine andere Ausführungsform der Erfindung.
Die Wehranlage 1 ist auf den Wehrboden 2 aufgesetzt, der Wasserstrom im Wehr ist mit
3 bezeichnet, 4 stellt die Oberkante des Wasserstromes, nämlich das Stauziel dar. Am
Wehrboden 2 ist ein Fundament 5 betoniert oder als Fertigteil eingesetzt, in dessen Ober
seite 6 eine quer zum Wehr verlaufende Schwenklager- bzw. Scharnieranordnung 7 an
geordnet, vorzugsweise eingebettet ist. Flußabwärts hinter der Scharnieranordnung ist die
Oberseite 8 des Fundaments leicht nach hinten unten geneigt und endet in einem Aufla
gebock 9, dessen Oberkante in Höhe der Oberseite 6 liegt.
Die Wehranlage 1 weist ein Wehrverschlußteil 10 als Kunststoff-, Stahl- oder Metallform
teil auf, das mit Versteifungsrippen 11 versehen sein kann und das an der Scharnieran
ordnung 7 drehbar gelagert befestigt ist, so daß also entsprechend der Höhe des ge
wünschten Stauzieles 4 das Wehrverschlußteil 10 von einer Sperrposition (voll ausgezo
gen dargestellt) in eine Offen-Position (gestrichelt dargestellt) verschwenkbar ist. Eine
Dichtlippe 12 am Fuß des Wehrverschlußteiles 10 verhindert, daß ein Teil des Wasser
stromes 3 um die Scharnieranordnung 7 herum abströmen kann. Am oberen Ende des
Wehrverschlußteiles 10 ist ein Strahlbrecher 13 angeformt. Auf der stromabwärts gelege
nen Seite des Wehrverschlußteiles 10 sind miteinander fest verbundene Behälter 14, 15,
16, 17 auf einem Teilumkreis 31 angeordnet. Diese Behälter sind beispielsweise als Bal
lons, Bälle oder dergl. aufblas- bzw. auffüllbare elastische Behälter ausgebildet, die an
ihren jeweiligen Polstellen (diametral gegenüberliegenden Stellen) bei 18, 19, 20, 22, 23,
25, 26, 28 Flanschplatten aufweisen, die im Falle der Flanschplatte 18 mit der Rückseite
des Wehrverschlußteiles 10 und im Falle der Flanschplatte 28 mit der Oberseite 8 des
Fundaments 5 fest verbunden sind, während die übrigen Flanschplatten 19, 20; 22, 23;
25, 26 miteinander befestigt, z. B. verschraubt sind, so daß die vier Behälter 14, 15, 16,
17 aneinander festgelegt sind. Die Flanschplatten 19, 20 weisen eine durchgehende Boh
rung 21, die Flanschplatten 22, 23 eine durchgehende Bohrung 24 und die Flanschplatten
25, 26 eine durchgehende Bohrung 27 sowie die Flanschplatte 28 eine Verbindung 29 zu
einer Druckluft- oder Druckflüssigkeitsleitung 30 auf, so daß Druckluft oder ein entspre
chendes Druckmedium über die Leitung 30 in die einzelnen Behälter 14, 15, 16, 17 ein
geleitet werden kann und der Druck sich in den einzelnen Behältern aufeinander abge
stimmt und gleichförmig verteilt. Durch Erhöhen des Druckes werden die Behälter weiter
aufgeblasen und damit wird das Wehrverschlußteil 10 steiler gestellt und infolgedessen
das Wehr angestaut, während bei einer Druckentlastung die Luft bzw. Flüssigkeit aus den
Behältern entfernt wird, wodurch die Neigung des Verschlußteiles 10 verringert wird.
Sind die Behälter völlig entleert, liegt das Wehrverschlußteil 10 mit dem oberen Abschnitt
auf dem Auflagerbock 9 auf und nimmt eine etwa horizontale Stellung ein, wobei die
Behälter in entleertem Zustand zwischen dem horizontalen Wehrverschlußteil 10 und der
Oberfläche 8 des Fundaments 5 verstaut sind.
Um die aufblasbaren bzw. auffüllbaren elastischen Behälter 14, 15, 16, 17 einwandfrei
auf der Teilkreislinie 31 festzulegen und eine Auslenkung dieser Einzelbehälter mit Si
cherheit zu verhindert, sind mit den Flanschplatten 19, 20, 22, 23, 25, 26 Spann- oder
Zugvorrichtungen 32, 33, 34, z. B. Zugstäbe, Zugseile oder dergl. mit einem Festpunkt der
Anlage, insbesondere dem Scharnier 7 oder einer entsprechenden Stelle des Fundamentes
oder des Wehrverschlußteiles 10 befestigt.
Anstelle einzelner, in Fig. 1 dargestellter Behälter 14, 15, 16, 17 kann die Hubvorrichtung
auch in Form eines aufblasbaren bzw. auffüllbaren Balgens 35 ausgebildet sein, dessen
einzelne Kammern bzw. Balgenabschnitte miteinander durch Öffnungen in Verbindung
stehen. Auch eine derartige Balgenvorrichtung, die zwischen der Rückseite des Wehrver
schlußteiles 10 und der Oberfläche 8 des Fundaments angeordnet ist, weist zweckmäßi
gerweise Zugstäbe oder dergl. entsprechend der Darstellung nach Fig. 1, 3 oder 4 auf, um
eine einwandfreie Führung der Balgenvorrichtung auf dem Teilkreis 31 und damit ein
einwandfreies Heben und Senken des Wehrverschlußteiles 10 zu gewährleisten. Die Bal
genvorrichtung weist an den Engstellen, d. h. an den Stellen, an denen jeweils zwei be
nachbarte Abschnitte die kleinste Querschnittsfläche aufweisen, eine Umreifungs- oder
Umschlingungsvorrichtung 36 auf, nämlich eine ring- oder teilringförmige Klammer- oder
Klemmvorrichtung, die an den Engstellen die Behälterwandung umschließt und die mit
Hilfe einer Abstands- oder Zugvorrichtung 37 mit der Schwenklageranordnung 7 des Ver
schlußteiles 10 befestigt ist, so daß die Mittenlinie des gesamten Behälters in jedem Sta
dium des Aufblasvorganges auf der Kreislinie 31 gehalten ist.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung können anstelle der aufblas- bzw. auf
füllbaren elastischen Behälter bzw. einer entsprechenden Balgenanordnung hydraulisch
oder pneumatisch betätigbare Antriebszylinder vorgesehen sein, die auf der Oberfläche 8
des Fundamentes 5 befestigt sind, und deren Hubkolben mit der stromabwärts gerichteten
Seite des Wehrverschlußteiles 10 befestigt sind.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist im oberen, äußeren Bereich des Verschlußteiles
10 das obere Ende einer sich quer über das Wehr erstreckenden Platte 38 befestigt, z. B.
über Gelenke oder Scharniere 39 angelenkt. Das untere Ende der Platte 38 weist Rollen
oder Gleitelemente 40 auf, die auf dem Fundament 41 in Längsrichtung beweglich abrol
len bzw. gleiten, so daß bei einem Absenken des Verschlußteiles 10 die Platte 38 auf
dem Fundament 41 in Strömungsrichtung verschoben und damit der Neigungswinkel der
Platte 38 verringert wird. Die Platte 38 weist Versteifungsrippen oder entsprechende Ver
steifungselemente 42 auf, damit auch bei großen Wehrbreiten eine ausreichende Festig
keit der Platte 38 sichergestellt ist.
Wie bei der Ausführungsform nach Fig. 5 dargestellt, sind die Behälter 14, 15, 16 in ih
rem radial äußeren Bereich von einer stabilisierenden Vorrichtung 43 umschlossen, die
z. B. in Form eines Netzes (einer Netzschlinge, eines Netzkäfigs oder dergl.) ausgebildet
ist, das etwa die Hälfte des jeweiligen Behälters umgibt. Das Netz 43 oder dergl. ist über
Abstands- oder Zugvorrichtungen 44, 45, z. B. in Form von Stäben, Seilen oder dergl. mit
der Schwenkachse 7 verbunden, so daß damit die in Fig. 1 dargestellten Abstands- oder
Zugvorrichtungen 32-34 entfallen können. Anstelle einer netzartigen Ausgestaltung die
ser Vorrichtungen 43 können auch Gurte, Bänder oder dergl. 46 vorgesehen sein, die die
Aufgabe des Netzes erfüllen und die verhindern, daß der radial äußere Abschnitt des je
weiligen Behälters sich weiter als erwünscht radial nach außen ausbauchen kann. Ein ent
sprechendes Netz 42 kann z. B. ein Nylon-Netz sein, das der natürlichen oder gewünschten
Wölbung des Behälters bzw. Ballons angepaßt ist und das weitgehend unelastisch ist, so
daß verhindert wird, daß bei hohem Druck der Behälter bzw. Ballon sich ausweitet.
Bei der Anordnung nach Fig. 6 ist zwischen den beiden Wehr-Seitenbegrenzungen 47,
48 das Verschlußteil 10 mit der Schwenklageranordnung 7 über die volle Breite des Weh
res angeordnet. Unmittelbar hinter dem Verschlußteil 10 und mit diesem befestigt ist eine
Schlauchanordnung 49 vorgesehen, die sich über die gesamte Breite des Verschlußteiles,
d. h. von einer Wehrseite 47 zur anderen 48 erstreckt. Die Schlauchanordnung 49 ist tan
gential mit der Rückseite des Verschlußteiles 10 und ebenfalls tangential mit der Obersei
te des Fundamentes befestigt. Zur einwandfreien Positionierung und Beibehaltung der
Form der Schlauchanordnung 49 sind quer zur Längsachse der Schlauchanordnung Ab
stands- bzw. Zugvorrichtungen 50, 51, 52 vorgesehen, die mit der Schwenklageranord
nung 7 verbunden sind und die um die Schlauchanordnung 49 geschlungen sind, z. B. in
Form von Gurten, Bändern, Netzen oder dergl.
Bezugszeichenliste
1 Wehranlage
2 Wehrboden
3 Wasserstrom
4 oberes Stauziel
5 Betonfundament am Wehrboden
6 Oberseite Fundament
7 Schwenklager- oder Scharnieranordnung im Betonfundament, quer zur Wehranlage über die Gesamtbreite verlaufend und einbetoniert bzw. befestigt
8 nach hinten unten abfallende Oberfläche des Wehrbodens
9 Auflagerbock am Fundament 5
10 Wehrverschlußteil als Stahl- oder Metallformteil
11 Versteifungsrippen
12 Dichtlippe
13 an Wehrverschlußteil 10 angeformter Strahlbrecher
14, 15, 16, 17 aufblas- bzw. auffüllbare elastische Behälter
18, 19, 20, 22, 23, 25, 26, 28 Flanschplatten an Behältern zur Befestigung miteinander und mit dem Wehrverschlußteil bzw. Fundament
21, 24, 27, 29 Durchflußbohrungen in den Flanschplatten und Behälter wandungen
30 Durchflußleitung für Luft oder Füllmedium für die Behälter
31 Teilkreis, auf dem die Behälter mittig festgelegt sind
32, 33, 34 Zugvorrichtungen, z. B. Zugstäbe zwischen Scharnier 7 und Flanschplatten
35 ziehharmonikaförmige Behälteranordnung
36 Umreifungselement
37 Abstands- bzw. Zugvorrichtung
38 Platte
39 Gelenke bzw. Scharniere
40 Rollen- bzw. Gleitführung
41 Fundament
42 Versteifungsrippen
43 Netz, um Behälter 14 geschlungen
44, 45 Abstands- bzw. Zugvorrichtung
46 Gurt- oder Netzanordnung
47, 48 Wehr- Seitenwände
49 Schlauchanordnung
50, 51, 52 Abstands- bzw. Zugvorrichtung
2 Wehrboden
3 Wasserstrom
4 oberes Stauziel
5 Betonfundament am Wehrboden
6 Oberseite Fundament
7 Schwenklager- oder Scharnieranordnung im Betonfundament, quer zur Wehranlage über die Gesamtbreite verlaufend und einbetoniert bzw. befestigt
8 nach hinten unten abfallende Oberfläche des Wehrbodens
9 Auflagerbock am Fundament 5
10 Wehrverschlußteil als Stahl- oder Metallformteil
11 Versteifungsrippen
12 Dichtlippe
13 an Wehrverschlußteil 10 angeformter Strahlbrecher
14, 15, 16, 17 aufblas- bzw. auffüllbare elastische Behälter
18, 19, 20, 22, 23, 25, 26, 28 Flanschplatten an Behältern zur Befestigung miteinander und mit dem Wehrverschlußteil bzw. Fundament
21, 24, 27, 29 Durchflußbohrungen in den Flanschplatten und Behälter wandungen
30 Durchflußleitung für Luft oder Füllmedium für die Behälter
31 Teilkreis, auf dem die Behälter mittig festgelegt sind
32, 33, 34 Zugvorrichtungen, z. B. Zugstäbe zwischen Scharnier 7 und Flanschplatten
35 ziehharmonikaförmige Behälteranordnung
36 Umreifungselement
37 Abstands- bzw. Zugvorrichtung
38 Platte
39 Gelenke bzw. Scharniere
40 Rollen- bzw. Gleitführung
41 Fundament
42 Versteifungsrippen
43 Netz, um Behälter 14 geschlungen
44, 45 Abstands- bzw. Zugvorrichtung
46 Gurt- oder Netzanordnung
47, 48 Wehr- Seitenwände
49 Schlauchanordnung
50, 51, 52 Abstands- bzw. Zugvorrichtung
Claims (18)
1. Wehreinrichtung zum gesteuerten, stufenlosen Einstellen eines Stauzieles, mit einem
quer zur Strömungsrichtung über das Wehr verlaufenden, in der Neigung veränderba
ren Verschlußteil als Staufläche, das am Wehrfundament gelenkig gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der stromabwärts liegenden Seite des Verschlußtei
les (10) eine elastisch nachgiebige, steuerbare Vorrichtung (14-34) zwischen dem
Verschlußteil (10) und dem Wehrfundament (6, 8) angeordnet ist, und
daß die Vorrichtung (14-34) in einem Teilkreisbogen (31) um die Schwenklageran
ordnung (7) des Verschlußteiles (10) gelenkig gelagert angeordnet ist, und daß Ab
stands- bzw. Zugvorrichtungen (32, 33, 34) in radialer Richtung zwischen Schwenkla
geranordnung (7) des Verschlußteiles (10) und Festpunkten der Vorrichtung (14-28)
vorgesehen sind.
2. Wehreinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußteil
(10) als Kunststoff-, Metall- oder Stahlformteil ausgebildet ist, dessen Oberkante in der
Verschlußposition die Höhe des Stauzieles (4) festlegt, und das in Verschlußposition
einen Neigungswinkel kleiner als 90° aufweist bzw. gegenüber der Vertikalen geneigt
ist sowie in der Offen-Position etwa parallel zur Grundfläche angeordnet ist.
3. Wehreinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ver
schlußteil (10) auf der stromabwärts liegenden Seite mehrere miteinander befestigte
und miteinander durch Bohrungen oder Öffnungen verbundene aufblasbare oder auf
füllbare elastisch nachgiebige Behälter (14, 15, 16, 17) aufweist.
4. Wehreinrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Behälter (14, 15, 16, 17) ballonförmige bzw. kugelförmige, elastisch nachgiebige Ein
zelbehälter (14, 15, 16, 17) sind, daß die Behälter an zwei diametral gegenüberlie
genden polartigen Stellen (18-28) durch Flanschplatten (18, 19/20, 22/23, 25/26,
28), die zur Fluidaustauschverbindung zwischen den einzelnen Behältern mit Durch
flußbohrungen versehen sind, miteinander in Verbindung stehen, und daß die
Flanschplatten mittels radial verlaufender Zugvorrichtungen (32, 33, 34) auf einem
Teilkreis (31) mit einer Schwenklageranordnung (7) fest verbunden sind.
5. Wehreinrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schwenklageranordnung (7) ein Scharnier oder eine Vielzahl von Scharnieren oder
Einzellagern ist, die quer über die Breite des Wehres verlaufen und die Schwenkachse
für das Verschlußteil (10) darstellen.
6. Wehreinrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Verschlußteil (10) mit Verstärkungsrippen (11) versehen ist, die in Längsrichtung
und/oder in Querrichtung des Verschlußteiles (10) vorgesehen sind.
7. Wehreinrichtung nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß das
Verschlußteil (10) an seinem oberen Ende einen angeformten Strahlbrecher (13) auf
weist, und daß das Verschlußteil (10) in der verstauten Position eine horizontale Lage
einnimmt sowie auf einem Auflagerbock (9) des Fundaments (5) aufliegt.
8. Wehreinrichtung nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß im
Betonfundament (5) am Wehrboden eine Fluidzuleitung (30) vorgesehen ist, die mit
den einzelnen Behältern (14, 15, 16, 17) über die Durchflußbohrungen (21, 24, 27,
29) so in Verbindung steht, daß die einzelnen Behälter gemeinsam gleichmäßig ge
füllt und entleert werden können.
9. Wehreinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter (14,
15, 16, 17) als elastische, balgen- oder ziehharmonikaförmige Abschnitte bzw. Kam
mern einer einteiligen, zusammenlegbaren Vorrichtung ausgebildet sind.
10. Wehreinrichtung nach Anspruch 9, daß die Engstellen der Abschnitte umgreifende
Elemente (41) mit Abstands- bzw. Zugvorrichtungen (42) zwischen den Elementen
(41) und den Schwenklageranordnungen (7) vorgesehen sind, die die Abschnitte bzw.
Kammern auf dem Teilkreis (31) positionieren.
11. Wehreinrichtung nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, daß
die stromabwärts gelegene Oberfläche (8) des Fundamentes (5) nach hinten unten ge
neigt ausgebildet ist und den Auflagerbock (9) aufweist, an dem das Wehrverschluß
teil (10) in seiner parallel zur Flußrichtung eingenommenen, voll geöffneten Position
aufliegt, und daß der Raum zwischen Wehrverschlußteil (10) in der horizontalen Posi
tion und Fläche (8) als Stauraum für die entleerten, flachen Behälter bzw. Balgen
dient.
12. Wehreinrichtung zum gesteuerten, stufenlosen Einstellen eines Stauzieles, mit einem
quer zur Strömungsrichtung über das Wehr verlaufenden, in der Neigung veränderba
ren Verschlußteil als Staufläche, das am Wehrfundament gelenkig gelagert ist, da
durch gekennzeichnet, daß zwischen der stomabwärts liegenden Seite des Verschluß
teiles (10) und der Oberseite des Fundaments (5) der Wehranlage (1) eine oder meh
rere hydraulisch bzw. pneumatisch betätigbare Hubvorrichtungen in Form von Hub
zylindern vorgesehen sind, mit denen das Heben und Senken des Wehrverschlußtei
les (10) steuerbar ist.
13. Wehreinrichtung nach einem der Ansprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, daß
mit dem oberen Ende des Verschlußteiles (10) eine den Abmessungen des Verschluß
teiles entsprechende Platte (38) auf der stromabwärts gelegenen Seite gelenkig (bei
39) befestigt ist, und daß das untere Ende der Platte (38) als Rollen- oder Gleitelement
(40) ausgebildet ist, das auf dem Fundament (5, 39) längsbeweglich rollt oder gleitet.
14. Wehreinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (38)
Versteifungsrippen bzw. Versteifungselemente (40) aufweist.
15. Wehreinrichtung nach einem der Ansprüche 1-4 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die ballon- oder kugelförmigen Behälter (14, 15, 16, 17), insbesondere deren ra
dial äußere Hälfte, stabilisierende Vorrichtungen (43) aufweisen, die mit den Schwenk
lageranordnungen (7) verbundene Abstands- bzw. Zugvorrichtungen (44, 45) besit
zen.
16. Wehreinrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtungen
(43) Netze, z. B. Netzschlingen, Netzkäfige oder dergl. sind, die den radial äußeren
Teil der Behälter (14-17) umfassen, und die mit Hilfe der Abstands- bzw. Zugvorrich
tungen (44, 45) mit den Schwenklageranordnungen (7) verbunden sind.
17. Wehreinrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtungen
(43) aus den radial äußeren Teil der Behälter umschließenden Gurten, Bändern oder
dergl. (45) bestehen.
18. Wehreinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elastisch steuer
bare Vorrichtung als parallel zur Verschlußplatte verlaufende, durchgehende
Schlauchanordnung (49) ausgebildet ist, die sich von einer Wehrwand (47) zur ge
genüberliegenden Wehrwand (48) erstreckt, und daß Abstands- bzw. Zugvorrichtun
gen (50, 51, 52) in radialer Richtung zwischen Schwenklageranordnung (7) des Ver
schlußteiles (10) und der Schlauchanordnung (49) vorgesehen sind, die die
Schlauchanordnung positionieren.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995113145 DE19513145A1 (de) | 1995-04-07 | 1995-04-07 | Wehreinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995113145 DE19513145A1 (de) | 1995-04-07 | 1995-04-07 | Wehreinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19513145A1 true DE19513145A1 (de) | 1996-11-14 |
Family
ID=7759104
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995113145 Withdrawn DE19513145A1 (de) | 1995-04-07 | 1995-04-07 | Wehreinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19513145A1 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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1995
- 1995-04-07 DE DE1995113145 patent/DE19513145A1/de not_active Withdrawn
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