DE19511725A1 - Mauerschlitzgerät - Google Patents
MauerschlitzgerätInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Mauerschlitzgerät mit einem zwei Handgriffe aufweisenden
Gehäuse, das eine Antriebseinheit für ein aus wenigstens einer Scheibe bestehendes
Schlitzwerkzeug enthält und gegenüber einem Schlitten um ein in seinem ersten
Endbereich angeordnetes Drehlager gegen die Kraft einer Feder parallel zur
Scheibenebene des Schlitzwerkzeuges verschwenkbar ist, wobei der Schlitten in seinem
zweiten Endbereich eine in Richtung Gehäuse abragende, der Aufnahme eines
verstellbaren Tiefenanschlages dienende Verriegelungsschiene und das Gehäuse eine
mit der Verriegelungsschiene zusammenwirkende Sperrklinke aufweist, die von einem an
einem der Handgriffe angeordneten Verriegelungsschalter betätigbar ist,
Für Elektro-Installationen in Neu-, Um- oder Zubauten sind Elektrorohre zu verlegen, die
der Aufnahme einzelner Elektrokabel dienen. Bei betonierten Bauteilen wie Böden,
Decken oder Wänden werden die Elektrorohre in der Regel in der Schalung befestigt
bevor diese mit Beton ausgegossen wird. Für die weitere Verlegung der aus den
betonierten Bauteilen ragenden Elektrorohre in gemauerten Wänden werden
Mauerschlitzgeräte verwendet, mit deren Hilfe zwei parallel zueinander verlaufende
Schlitze in die gemauerte Wand eingefräst werden. Die Tiefe und der Abstand beider
Schlitze voneinander hängen ab von der Anzahl und dem Durchmesser der zu
verlegenden Elektrorohre. Mittels eines geeigneten Ausbrechwerkzeuges wird der sich
zwischen den Schlitzen befindliche Teil der gemauerten Wand ausgebrochen, so daß
eine der Aufnahme der Elektrorohre dienende Aufnahmenut entsteht.
Aus der DE-OS 38 15 245 ist ein Mauerschlitzgerät mit einem Gehäuse, eine mit dem
Gehäuse in Verbindung stehende Antriebseinheit für ein aus wenigstens einer Scheibe
bestehendes Schlitzwerkzeug und einem Schlitten bekannt. In der Ausgangsstellung
nimmt das Gehäuse gegenüber dem Schlitten eine schräge Lage ein, so daß das
Schlitzwerkzeug die an einem Untergrund aufliegende Seite des Schlittens nicht
überragt. Das Gehäuse ist parallel zur Scheibenebene des Schlitzwerkzeuges um ein in
einem ersten Endbereich des Schlittens angeordnetes Drehlager gegen die Kraft eines
Federelementes in eine Arbeitsposition verschwenkbar, wobei zur Begrenzung der
Schwenkbewegung zwischen Gehäuse und Schlitten eine vom Schlitten in Richtung
Gehäuse abragende Verriegelungsschiene mit ihrem freien Ende an einer Sperrzunge
einer im Gehäuse angeordneten Sperrklinke anliegt. Diese Sperrklinke ist mit einem in
einem Handgriff angeordneten Verriegelungsschalter verbunden, der beim Betätigen ein
Verdrehen dieser Sperrklinke um ihre Längsachse und somit auch der Sperrzunge
gegen die Kraft eines Federteiles bewirkt. Beim Loslassen des Verriegelungsschalters
dreht sich die Sperrklinke in ihre Ausgangslage zurück. Auf der Verriegelungsschiene ist
ein Tiefenanschlag angeordnet, der entlang der Verriegelungsschiene stufenweise
verstellbar ist.
Bei diesem bekannten Gerät muß die Bedienungsperson neben der für den
Schlitzvorgang notwendigen hohen Anpresskraft auch jene Kraft während des gesamten
Schlitzvorganges aufbringen, die für das Zusammendrücken der zwischen dem Schlitten
und dem Gehäuse angeordneten Feder notwendig ist. Diese zusätzliche Belastung führt
schnell zu Ermüdungserscheinungen, so daß die Anpresskraft nachläßt. Die Folge
davon sind unterschiedlich tiefe Schlitze.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Mauerschlitzgerät zu schaffen, mit dem ein
ermüdungsfreies, einfaches und sicheres Herstellen von Schlitzen mit gleichbleibender
Tiefe in Untergründen, insbesondere Mauerwerken, möglich ist.
Erfindungsgemäß wir die Aufgabe dadurch gelöst, daß der Tiefenanschlag an der
Sperrklinke festlegbar ist.
Zum Herstellen der Schlitze in dem Untergrund wird das Gehäuse gegenüber dem
Schlitten und somit auch gegenüber der Verriegelungsschiene verschwenkt. Sobald das
Gehäuse an dem Tiefenanschlag zur Anlage gelangt, erfolgt eine Festlegung des
Tiefenanschlages an der Sperrklinke des Gehäuses. Ein Abheben des Gehäuses von
dem Tiefenanschlag ist dadurch nicht mehr möglich, obwohl die zwischen dem Gehäuse
und dem Schlitten angeordnete Feder unter Vorspannung steht. Die von der Feder
ausgehende Kraft muß somit während des Schlitzvorganges nicht zusätzlich
aufgebracht werden.
Das Festlegen des Gehäuses an dem Tiefenanschlag erfolgt zweckmäßigerweise mit
Hilfe des Tiefenanschlages, der einen in Richtung Sperrklinke abragenden, mit einem
Anschlag der Sperrklinke zusammenwirkenden Verriegelungsarm aufweist.
Vorzugsweise ist die Sperrklinke mit einer Führungskontur versehen, die ein elastisches
Ausweichen des Verriegelungsarmes bewirkt. Dadurch kann der Verriegelungsarm beim
Verschwenken des Gehäuses gegenüber dem Schlitten vor der Herstellung der
Verbindung zwischen Verriegelungsarm und Anschlag seitlich ausweichen.
Der an der Sperrklinke angeordnete Anschlag ist gebildet von einer Anschlagfläche, die
von der Verriegelungsschiene bzw. dem Schlitten abgewandt ist. Das freie Ende des
Verriegelungsarmes ist abgewinkelt und als im wesentlichen parallel zur Anschlagfläche
der Sperrklinke verlaufende Anschlagkante ausgebildet. Damit diese Art der Festlegung
möglich ist, wenn eine Begrenzungsfläche des Gehäuses an dem Tiefenanschlages
anliegt, entspricht vorteilhafterweise der Abstand zwischen der der Sperrklinke
zugewandten Anschlagfläche des Tiefenanschlages und der Anschlagkante des
Verriegelungsarmes wenigstens dem Abstand zwischen der dem Tiefenanschlag
zugewandten Begrenzungsfläche des Gehäuses und dem als Anschlagfläche
ausgebildeten Anschlag der Sperrklinke.
Aus funktionellen Gründen ist der Verriegelungsarm vorzugsweise aus Federstahl
gebildet.
Die Erfindung wird anhand von Zeichnungen, die ein Ausführungsbeispiel wiedergeben,
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Mauerschlitzgerät in der Ruhestellung;
Fig. 2-5 einen Schnitt durch den Verriegelungsmechanismus des
Mauerschlitzgerätes gemäß Fig. 1; das Gehäuse ist gegenüber
dem Schlitten unterschiedlich geneigt angeordnet.
Das in Fig. 1 dargestellte Mauerschlitzgerät setzt sich aus einem Gehäuse 1, einer mit
dem Gehäuse 1 in Verbindung stehenden Antriebseinheit 2 für ein aus wenigstens einer
Scheibe 5 bestehendes Schlitzwerkzeug 4 und einem Schlitten 3 zusammen. Gegenüber
dem Schlitten 3 ist das Gehäuse 1 parallel zur Scheibenebene des Schlitzwerkzeuges 4
um ein in einem ersten Endbereich des Gerätes angeordnetes Drehlager 6 gegen die
Kraft einer Feder 7 verschwenkbar.
In den Ecken des Schlittens 3 sind Rollen 23 angeordnet, die dem besseren
Verschieben des Schlittens 3 auf einem zu bearbeitenden Untergrund U dienen sollen.
Die Rollen 23 sind derartig angeordnet, daß ein Verschieben des Schlittens 3 bzw. des
gesamten Gerätes nur in den parallel zur Längserstreckung des Gerätes verlaufenden
Richtungen erfolgen kann.
Ein mit der Antriebseinheit 2 in Verbindung stehendes, nicht dargestelltes Getriebe weist
eine Abtriebswelle 24 auf, die rechtwinklig zur Längsrichtung des Gehäuses 1 verläuft
und an der zwei, das Schlitzwerkzeug 4 bildende Scheiben 5 befestigt sind.
Auf der Oberseite des Gehäuses 1 ist ein Absaugstutzen 20 zwischen beiden
Handgriffen 9, 10 angeordnet, an dem mittels Halterungselementen 22 ein zwischen den
Handgriffen 9, 10 aus dem Gehäuse 1 ragendes Elektrokabel 16 anklipsbar ist.
Sowohl in dem über das Drehlager 6 mit dem Schlitten 3 verbundenen ersten
Endbereich als auch in einem zweiten Endbereich besitzt das Gehäuse 1 jeweils einen
abragenden Handgriff 9, 10.
Der im ersten Endbereich des Gerätes angeordnete Handgriff 10 weist einen
Elektroschalter 25 auf, der bei Betätigung die Antriebseinheit 2 in Bewegung setzt.
Der im zweiten Endbereich des Gerätes angeordnete Handgriff 9 besitzt einen
Verriegelungsschalter 11, der bei Betätigung eine der Begrenzung der
Schwenkbewegung zwischen Gehäuse 1 und Schlitten 3 dienende Sperrklinke 12 gegen
die Kraft eines Federelementes 8 verdreht. In der verriegelten Stellung der Sperrklinke
12 - der Verriegelungsschalter 11 ist nicht gedrückt - stützt sich, wie in Fig. 2 dargestellt,
eine Sperrzunge 13 der Sperrklinke 12 am freien Ende einer vom Schlitten 3 in Richtung
Gehäuse 1 abragenden Verriegelungsschiene 17 ab.
An dieser Verriegelungsschiene 17 ist ein, einen nicht näher dargestellten Klemmbereich
aufweisenden Tiefenanschlag 18 angeordnet, der entlang dieser Verriegelungsschiene
17 stufenweise verstellbar ist. Der Klemmbereich wirkt dabei formschlüssig mit einem
verzahnten Bereich 29 der Verriegelungsschiene 17 zusammen. Anhand einer ebenfalls
vom Schlitten 3 abragenden Einstellskala 19 kann der Tiefenanschlag 18 auf eine
gewünschte Schlitztiefe T eingestellt werden.
Durch das Betätigen des Verriegelungsschalters 11, wie in Fig. 3 dargestellt, wird die
Sperrklinke 12 mit Hilfe von Übertragungselementen aus einer Verriegelungsstellung in
eine Öffnungsstellung verdreht. Auf diese Weise gibt die an der Sperrklinke 12 ange
ordnete Sperrzunge 13 die Verriegelungsschiene 17 frei und das Gehäuse 1 kann ge
genüber der Verriegelungsschiene 17 bzw. gegenüber dem Schlitten 3 verschwenkt
werden.
Gelangt wie in Fig. 5 dargestellt eine dem Tiefenanschlag 18 zugewandte
Begrenzungsfläche 26 des Gehäuses 3 an einer Anschlagfläche 27 des auf der
Verriegelungsschiene 17 angeordneten Tiefenanschlags 18 zur Anlage, so erfolgt eine
Festlegung des Gehäuses 1 gegenüber dem auf die gewünschte Schlitztiefe T
eingestellten Tiefenanschlag 18 so lange, wie der Verriegelungsschalter 11 betätigt wird.
Das Gerät befindet sich somit in Arbeitsposition und die Scheiben 5 des
Schlitzwerkzeuges 4 überragen die auf dem zu bearbeitenden Untergrund U aufliegende
Seite des Schlittens 3 um jenen Betrag, der von der Einstellskala 19 ablesbar ist. Das
Festlegen des Gehäuses 1 an dem Tiefenanschlag 18 erfolgt mit Hilfe des
Tiefenanschlages 18, der einen in Richtung Sperrklinke 12 abragenden, mit einem
Anschlag 14 der Sperrklinke 12 zusammenwirkenden Verriegelungsarm 28 aufweist. Der
Anschlag 14 ist gebildet von einer Anschlagfläche, die von der Verriegelungsschiene 17
bzw. dem Schlitten 3 abgewandt ist. Das freie Ende des Verriegelungsarmes 28 ist
abgewinkelt und als im wesentlichen parallel zum Anschlag 14 der Sperrklinke 12
verlaufende Anschlagkante 29 ausgebildet, die ein Hintergreifen des Anschlages 14 und
somit ein Festlegen des Gehäuses 1 an dem Tiefenanschlag 18 und somit auch an dem
Schlitten 3 ermöglicht.
Wie die Fig. 4 zeigt kann ein Hintergreifen des Anschlages 14 der Sperrklinke 12 nur
dann erfolgen, wenn beim Verschwenken des Gehäuses 1 gegenüber dem Schlitten 3
eine im wesentlichen parallele Verschiebung des Anschlages 14 gegenüber der
Anschlagkante 29 des Verriegelungsarmes 28 erfolgt. Die Sperrklinke 12 weist eine
Führungskontur 15 auf, die ein elastisches Ausweichen des Verriegelungsarmes 28
unter gleichzeitiger, im wesentlichen paralleler Versetzung der Anschlagkante 29 bewirkt.
Während des Verschwenkens des Gehäuses 1 liegt das abgewinkelte freie Ende des
Verriegelungsarmes 28 an der Führungskontur 15 der Sperrklinke 12 an und wird von
dieser seitlich versetzt. Dabei wird der aus einem elastischen Material gebildete
Verriegelungsarm 28 vorgespannt. Beim Erreichen der Arbeitsposition - die
Begrenzungsfläche 26 des Gehäuses 1 liegt an der Anschlagfläche 27 des
Tiefenanschlages 18 an - verläßt das freie Ende des Verriegelungsarmes 28 die
Führungskontur 15 der Sperrklinke 12 und der Verriegelungsarm 28 federt in seine
ursprüngliche Lage zurück und hintergreift dabei den Anschlag 14 der Sperrklinke 12.
Damit ein Hintergreifen des als Anschlagfläche ausgebildeten Anschlages 14 der
Sperrklinke 12 mit der Anschlagkante 21 des Verriegelungsarmes 28 möglich ist, wenn
die Begrenzungsfläche 26 des Gehäuses 1 an dem Tiefenanschlag 18 anliegt, entspricht
vorteilhafterweise der Abstand A1 zwischen einer der Sperrklinke 12 zugewandten
Anschlagfläche 27 des Tiefenanschlages 18 und einer Anschlagkante 21 des
Verriegelungsarmes 28 wenigstens dem Abstand A2 zwischen einer dem Tiefenanschlag
18 zugewandten Begrenzungsfläche 26 des Gehäuses 1 und dem Anschlag 14 der
Sperrklinke 12.
Ein Aufklappen des Gehäuses 1 gegenüber dem Schlitten 3 bzw. ein Abheben des
Gehäuses 1 von dem Tiefenanschlag 18 ist somit nicht möglich, obwohl die zwischen
dem Gehäuse 1 und dem Schlitten 3 angeordnete Feder 7 unter Vorspannung steht.
Nach dem Loslassen des Verriegelungsschalters 11 dreht sich die Sperrklinke 12 in ihre
Ausgangslage zurück, so daß die Verriegelung zwischen dem Anschlag 14 der
Sperrklinke 12 und der Anschlagkante 29 des Verriegelungsarmes 28 aufgehoben wird.
Das Gerät kann seine Ausgangsstellung wieder einnehmen, indem das Gehäuse 1 und
der Schlitten 3 auseinanderklappen.
Claims (5)
1. Mauerschlitzgerät mit einem zwei Handgriffe (9,10) aufweisenden Gehäuse (1),
das eine Antriebseinheit (2) für ein aus wenigstens einer Scheibe (5)
bestehendes Schlitzwerkzeug (4) enthält und gegenüber einem Schlitten (3) um
ein in seinem ersten Endbereich angeordnetes Drehlager (6) gegen die Kraft
einer Feder (7) parallel zur Scheibenebene des Schlitzwerkzeuges (4)
verschwenkbar ist, wobei der Schlitten (3) in seinem zweiten Endbereich eine in
Richtung Gehäuse (1) abragende, der Aufnahme eines verstellbaren
Tiefenanschlages (18) dienende Verriegelungsschiene (17) und das Gehäuse (1)
eine mit der Verriegelungsschiene (17) zusammenwirkende Sperrklinke (12)
aufweist, die von einem an einem der Handgriffe (9, 10) angeordneten
Verriegelungsschalter (11) betätigbar ist, dadurch gekennzeichnet, das der
Tiefenanschlag (18) an der Sperrklinke (12) festlegbar ist.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tiefenanschlag (18)
einen in Richtung Sperrklinke (12) abragenden, mit einem Anschlag (14) der
Sperrklinke (12) zusammenwirkenden Verriegelungsarm (28) aufweist.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke
(12) eine Führungskontur (15) aufweist, die ein elastisches Ausweichen des Ver
riegelungsarmes (28) bewirkt.
4. Gerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (A1)
zwischen einer der Sperrklinke (12) zugewandten Anschlagfläche (27) des
Tiefenanschlages (18) und einer Anschlagkante (21) des Verriegelungsarmes
(28) wenigstens dem Abstand (A2) zwischen einer dem Tiefenanschlag (18) zu
gewandten Begrenzungsfläche (26) des Gehäuses (1) und dem Anschlag (14)
der Sperrklinke (12) entspricht.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ver
riegelungsarm (28) aus Federstahl gebildet ist.
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