DE19503525A1 - Handwerkzeugmaschine, insbesondere Bohr- und/oder Schlaghammer - Google Patents
Handwerkzeugmaschine, insbesondere Bohr- und/oder SchlaghammerInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Handwerkzeugmaschine nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Es ist schon eine
Handwerkzeugmaschine bekannt (DE 41 00 186 A1) deren
Werkzeughalter auf ein Führungsrohr der Handwerkzeugmaschine
aufsetzbar und mittels in Verriegelungsausnehmungen im
Führungsrohr eingreifender Verriegelungskugeln darauf
festlegbar ist. Die Verriegelungskugeln werden in ihrer
Verriegelungsstellung von einer drehbaren Verriegelungshülse
radial überdeckt, welche von einer Drehfeder in Richtung auf
ihre verriegelnde Stellung vorgespannt ist. In der
Verriegelungshülse sind radiale Taschen vorgesehen, in die
die Verriegelungskugeln nach Verdrehen der
Verriegelungshülse ausweichen können. Zwecks Erleichterung
des Aufsetzens des Werkzeughalters sind zusätzlich zu den
Verriegelungskugeln Führungselemente vorgesehen, die beim
Aufsetzen des Werkzeughalters auf das Führungsrohr in zwei
darin ausgebildete gegenüberliegende Längsnuten eingreifen
und dann ein einfaches Verdrehen der Verriegelungshülse
entgegen der Federkraft ermöglichen. Von Nachteil ist, daß
sich der Werkzeughalter lediglich in nur zwei um 180°
versetzte Drehpositionen relativ zum Führungsrohr aufsetzen
läßt. Außerdem läßt sich der auf das Führungsrohr
aufgesetzte Werkzeughalter nicht gegenüber dem Führungsrohr
verdrehen.
Die erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschine mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 hat demgegenüber
den Vorteil, daß sich der auf das Führungsrohr aufgesetzte
Werkzeughalter in einer Vielzahl von leicht auffindbaren
Drehpositionen gegenüber dem Führungsrohr festlegen läßt.
Ein in den Werkzeughalter eingesetztes Werkzeug kann daher
in einer entsprechenden Zahl unterschiedlicher
Drehstellungen relativ zum Führungsrohr der
Handwerkzeugmaschine wunschgemäß festgelegt werden, was
insbesondere im reinen Schlagbetrieb mit einem Formmeißel
bei dann drehblockiertem Führungsrohr von Vorteil ist.
Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten
Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und
Verbesserungen der im Anspruch 1 angegebenen
Handwerkzeugmaschine möglich.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch den vorderen
Teil eines Bohrhammers, Fig. 2 eine Abwicklung des
werkzeugseitigen Teils eines Führungsrohrs und Fig. 3 eine
Ansicht einer Verriegelungshülse des Bohrhammers.
Der in Fig. 1 gezeigte vordere Teil eines Bohrhammers 10
weist ein Führungsrohr 11 auf, das aus einem Gehäuse 12
herausragt. Das Führungsrohr 11 ist über ein nicht näher
dargestelltes Getriebe von einem ebenfalls nicht
dargestellten Antriebsmotor drehend antreibbar. Im Innern
des Führungsrohres 11 ist ein Schlagkörper 13 axial hin- und
hergehend geführt. Ein auf das Führungsrohr 11 aufgesetzter
Werkzeughalter 14 hat einen Grundkörper 15, der zur Aufnahme
eines Werkzeugschafts 16 hohlzylindrisch ausgebildet ist. An
seinem dem Führungsrohr 11 zugewandten Ende bildet der
Grundkörper 15 einen hohlzylindrischen Anschlußteil 17 mit
gegenüber dem Grundkörper 15 vergrößertem Innendurchmesser,
der sich außen auf das Führungsrohr 11 aufschieben läßt. Der
Werkzeugschaft 16 läßt sich innerhalb des Grundkörpers 15
beispielsweise mit den aus der DE 41 00 186 A1 bekannten
Mitteln verriegeln, welche nicht Gegenstand der vorliegenden
Anmeldung sind. Im Beispielsfall ist der Werkzeugschaft 16
an einem Formmeißel 18 ausgebildet.
Zur Festlegung des Werkzeughalters 14 auf dem Führungsrohr
11 dienen zwei Verriegelungskörper 20, von denen ein
Verriegelungskörper 20 in der oberen Schnitthälfte von Fig.
1 dargestellt ist. Die Verriegelungselemente 20 sind jeweils
in einem sich nach innen verjüngenden Durchbruch 21 im
Anschlußteil 17 des Grundkörpers 15 angeordnet. Der
Durchbruch 21 ist dabei so bemessen, daß die beispielsweise
als Verriegelungskugeln ausgebildeten Verriegelungskörper 20
teilweise über den Durchbruch 21 hinaus radial nach innen
ragen. Den Verriegelungskörpern 20 zugeordnet sind mehrere,
im Beispielsfall sechs am Außenumfang des Führungsrohres 11
in Umfangsrichtung verteilte Verriegelungsausnehmungen 22.
Die Verriegelungsausnehmungen 22 sind etwa konisch geformt.
Ihr Öffnungsquerschnitt ist so bemessen, daß die
Verriegelungskörper 20 in diese radial eingreifen können.
Die Verriegelungskörper 20 werden von einer
Verriegelungshülse 23 radial überdeckt und in der in Fig. 1
dargestellten Verriegelungsstellung gehalten. Durch Eingriff
der Verriegelungskörper 20 in die Verriegelungsausnehmungen
22 ist der Werkzeughalter 14 axial und in Umfangsrichtung
auf dem Führungsrohr 11 festgelegt.
Die in Fig. 3 näher dargestellte Verriegelungshülse 23 hat
an ihrer Innenseite in Umfangsrichtung verteilte Taschen 24,
die zur Entriegelung der Verriegelungskörper 20 dienen. Am
Außenumfang des Verriegelungsrings 23 sind Längskerben 25
vorgesehen, die der drehfesten Verbindung mit einer
Griffhülse 26 des Werkzeughalters 14 dienen. Die Griffhülse
26 ist von einer Drehfeder 27 in Umfangsrichtung in Richtung
auf ihre Verriegelungsstellung beaufschlagt. Die Drehfeder
27 greift dabei mit einem Federende 28 in einen Schlitz 29
in der Griffhülse 26 ein. Andererseits ist die Drehfeder 27
drehfest mit dem Grundkörper 15 verbunden und stützt sich an
diesem ab. Die Griffhülse 26 läßt sich entgegen dem
Federmoment der Drehfeder 27 relativ zum Grundkörper 15
verdrehen, wobei der Verriegelungsring 23 entsprechend
mitgenommen wird. Auf diese Weise können die Taschen 24
radial in Deckung mit dem Durchbruch 21 gebracht werden, so
daß die Verriegelungskörper 20 zur Entriegelung des
Werkzeughalters 14 radial ausweichen können.
Ein als Führungskugel ausgebildetes Führungselement 30 ist
in einem entsprechenden Durchbruch 31 im Anschlußteil 17 des
Grundkörpers 15 gehalten. Der Durchbruch 31 ist bezogen auf
die Durchbrüche 21 für die Verriegelungskörper 22 axial
näher am maschinenseitigen Ende des Grundkörpers 15
angeordnet. Insgesamt sind 2 Führungskörper vorgesehen, die
diametral versetzt angeordnet sind. Aus Gründen der
Darstellung ist die untere Bildhälfte in Fig. 1
entsprechend um 90 Grad in die Zeichenebene gedreht, so daß
nur eines der beiden Führungselemente 30 erkennbar ist. Im
Führungsrohr 11 befindet sich eine umlaufende Ringnut 33, in
die die Führungselemente 30 eingreifen. Zwei axiale
Längsnuten 32 erstrecken sich vom werkzeugseitigen Ende des
Führungsrohres 11 zur Ringnut 33 (siehe auch Fig. 2). Die
Längsnuten 32 haben die Aufgabe, die Führungselemente 30
beim Aufsetzen des Werkzeughalters 14 auf das Führungsrohr
11 axial zu führen.
Beim Aufsetzen wird der Werkzeughalter 14 zunächst soweit
gedreht, bis sich die Führungselemente 30 und die
Führungsnut 32 decken. Dann wird der Werkzeughalter 14 auf
das Führungsrohr 11 aufgesetzt, wobei die Führungselemente
30 in die entsprechende Führungsnut 32 eingreifen. Nun kann
die Griffhülse 26 entgegen der Federkraft der Drehfeder 27
verdreht werden, da sich der Grundkörper 15 über die
Führungselemente 30 am Führungsrohr 11 abstützen kann. Die
Verriegelungskörper 20 können nun in die Taschen 24
eintauchen, so daß der Grundkörper 15 mit
Verriegelungskörper 20 weiter axial auf das Führungsrohr 11
aufschiebbar ist. Nach dem Loslassen der Griffhülse 23
schnappt die Verriegelungshülse 23 in ihre
Verriegelungsstellung zurück, wenn der Verriegelungskörper
20 radial über der Verriegelungsausnehmung 22 steht. Die
Verriegelungshülse 23 drängt dann die Verriegelungskörper 20
in die entsprechende Verriegelungsausnehmung 22 hinein. Die
Führungselemente 30 ragen dabei in die Ringnut 33 hinein.
Soll nun die Drehstellung des Werkzeughalters 14 gegenüber
dem Führungsrohr 11 verändert werden, muß die
Verriegelungshülse 23 erneut entgegen der Federkraft der
Drehfeder 27 verdreht werden. Dabei stützt sich der
Grundkörper 15 über die Verriegelungskörper 20 am
Führungsrohr 11 ab. Sobald der Verriegelungskörper 20
ausreichend tief in die entsprechende Tasche 24 eintauchen,
läßt sich der Grundkörper 15 des Werkzeughalters 14
gegenüber dem Führungsrohr 11 verdrehen, wobei er durch die
in die Ringnut 33 eingreifenden Führungselemente 30 geführt
wird. Auf diese Weise ist ein einfaches Auffinden der
gewünschten Drehstellung möglich, da die Führungselemente 30
ein Abziehen des Werkzeughalters 14 in einer Drehstellung,
in der sich die Führungselemente 30 nicht mit den
Führungsnuten 32 decken, verhindern. Beim gezeigten
Ausführungsbeispiel sind sechs Verriegelungsausnehmungen 22
und zwei Führungsnuten 32 vorgesehen, die regelmäßig am
Umfang verteilt sind. Es ergeben sich daher für den
Werkzeughalter 14 insgesamt acht Raststellungen im Abstand
von 45 Grad.
Die Erfindung ist nicht auf das gezeigte Ausführungsbeispiel
beschränkt. Sie ist beispielsweise auch dann vorteilhaft
anwendbar, wenn die Verriegelungskörper mit dem Führungsrohr
festgelegt sind und sich die Verriegelungsausnehmungen im
Grundkörper befinden. Auch die Führungsnuten bzw. die
Ringnut können im Grundkörper ausgebildet und die
Führungselemente im Führungsrohr gehalten sein. Es können
auch mehr oder weniger als zwei Verriegelungskörper bzw.
Führungselemente vorgesehen sein. Die Anzahl und Ausrichtung
der wählbaren Drehstellungen wird von der Anzahl der am
Umfang verteilten Verriegelungsausnehmungen bestimmt. Um
eine möglichst feine Rastung zu ermöglichen, ist es
vorteilhaft, möglichst viele Verriegelungsausnehmungen, z. B.
zehn, vorzusehen. Zusammen mit zwei Führungsnuten ergeben
sich dann für den Werkzeughalter zwölf Rastmöglichkeiten.
Bei regelmäßiger Verteilung am Umfang läßt sich der
Werkzeughalter somit im Abstand von 30 Grad festlegen.
Claims (6)
1. Handwerkzeugmaschine, insbesondere Bohr- und/oder
Schlaghammer, mit einem Werkzeughalter (14), der einen
Grundkörper (15) hat, welcher mittels wenigstens eines
Verriegelungskörpers (20) mit einem Führungsrohr (11) der
Handwerkzeugmaschine verbindbar ist, wobei der wenigstens
eine Verriegelungskörper (20) in einem Durchbruch (21) im
Grundkörper (15) gehalten ist und mittels einer Entriegelung
zum wahlweisen Eingriff in eine von wenigstens zwei in
Umfangsrichtung im Führungsrohr (11) verteilten
Verriegelungsausnehmungen (22) ausgebildet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens ein Führungselement (30)
vorgesehen ist, das axial versetzt zum wenigstens einen
Verriegelungskörper (20) in einem weiteren Durchbruch (31)
des Grundkörpers (15) angeordnet und bei auf dem
Führungsrohr (11) festgelegtem Werkzeughalter (14) in eine
im Führungsrohr (11) befindliche, zu den
Verriegelungsausnehmungen (22) entsprechend axial versetzte,
umlaufende Ringnut (33) eingreift.
2. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens eine Führungsnut (32) für das
wenigstens eine Führungselement (30) vorgesehen ist, die
sich axial vom werkzeugseitigen Ende des Führungsrohrs (11)
erstreckt und in die Ringnut (33) einmündet.
3. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ringnut (33) vom werkzeugseitigen
Ende des Führungsrohrs (11) gesehen axial hinter den
Verriegelungsausnehmungen (22) angeordnet ist.
4. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Verriegelungskörper (20) als Verriegelungskugel und das
Führungselement (30) als Führungskugel ausgebildet sind.
5. Handkwerkzeugmaschine nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß insgesamt zwei zueinander diametral
versetzt angeordnete Verriegelungskörper (20) und um 90°
verdreht zwei ebenfalls diametral versetzt zueinander
angeordnete Führungselemente (30) vorgesehen sind.
6. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl an
Verriegelungsausnehmungen (22) die Anzahl an
Verriegelungskörpern (20) übersteigt.
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