DE1949831A1 - Verfahren zur Polymerisation von Epoxyden - Google Patents
Verfahren zur Polymerisation von EpoxydenInfo
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Description
1949831 Patentanwalt Dipl.-Phys. Gerhard Liedl 8 München 22 Steinsdorfstr. 21-22 Tel. 29 84
B 4376
ASAHI GLASS CO., LTD. No. 14, Marunouchi 2-chome,Chiyoda-ku, Tokyo, Japan
Verfahren zur Polymerisation von Epoxyden
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Polymerisation von Epoxyden.
Im besonderen betrifft sie ein Verfahren zur Homopolymer isation oder Copolymerisation von wenigstens einem Epoxydtyp in Gegenwart eines
neuen Katalysators.
In den letzten Jahren haben die Homopolymeren und Copolymeren von verschiedenen Epoxyden, z.B. von Äthylenoxyd, Propylenoxyd und
Epichlorhydrin, zunehmend Beachtung gefunden, da sie für Gummiwaren hervorragende Eigenschaften aufweisen. Unter anderem haben sie aisgezeichnete
Wetterbeständigkeit, Öl- und Lösungsmittelbeständigkeit,
Dr.Fi/Ft
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Undurchlässigkeit gegen Gase und hohe Ozonbeständigkeit. Zur Herstellung
derartiger Epoxydpolymerisate gibt es mehrere Verfahren, bei
denen ein oder mehrere Epoxydmonomere in Gegenwart eines Katalysators polymerisiert werden. Der Katalysator wird dadurch erhalten, daß
eine aluminiumorganische Verbindung mit Wasser oder einer chelatbildenden Verbindung (US-Patent 3 135 705 und 3 135 706) umgesetzt wird.
Ein geeigneter Katalysator kann weiterhin dadurch erhalten werden, daß eine aluminiumorganische Verbindung mit einer basischen, stickstoffhaltigen
Verbindung (US-Patent 3 186 958) zur Reaktion gebracht wird. Bei diesen Polymerisationsverfahren ist jedoch weder der Umsatz des monomeren
Epoxy ds zum Polymerisat noch die Ausbeute an festem Hochpolymeren immer so hoch, wie es gewünscht ist. Weiterhin beträgt die bei
den herkömmlichen Verfahren erforderliche Menge des aluminium organischen
Katalysators mehrere Mol-%, bezogen auf das monomere Epoxyd.
Die herkömmlichen Verfahren bedürfen also einer großen Menge der teuren aluminium organischen Verbindungen, wodurch die Herstellung
der Epoxydpolynieren im industriellen Maßstabe teuer ist,
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist nun ein neues Verfahren zur
Polymerisation von Epoxy den in Gegenwart eines neuartigen Katalysators.
Es ist weiterhin Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein neues Verfahren
zur Polymerisation von Epoxyden vorzuschlagen, bei dem die erforderliche Katalysator menge im Vergleich zu den herkömmlichen Verfahren
gering ist.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist auch ein neues Verfahren zur Polymerisation
von Epoxyden, wobei Epoxydpolymere erhalten werden, die
ausgezeichnete Gummielastizität haben.
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Es wurde gefunden, daß der jenige Katalysator eine extrem hohe Aktivität
bei der Polymerisation von Epoxyden aufwäst, der durch Umsetzen einer aluminiumorganischen Verbindung mit einem Äther und durch weitere
Reaktion des resultierenden Reaktionsproduktes mit einem Imid erhalten
wird.
Es wurde weiterhin gefunden, daß bei der Polymerisation von Epoxyden
in Gegenwart dieses neuartigen Katalysators hohe Umsätze erreicht werden und daß dieser hohe Monomerenumsatz mit einer im Vergleich zu
den herkömmlichen Verfahren relativ geringen Katalysatormenge erzielt wird. Es w,urde auch erarbeitet, daß durch Variation der bei der
Herstellung des Katalysators eingesetzten Äther die Möglichkeit besteht, Polymere mit verschiedenen Eigenschaften herzustellen. Die erhaltenen
Polymere reichen von amorphen, kautöchukartigen Polymeren bis zu kristallinen Polymeren.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Polymerisation von Epoxyden ist
nun dadurch gekennzeichnet, daß ein Epoxyd oder mehrere Epoxyde, deren Epoxydgruppe ein Oxiranring ist, in Gegenwart eines Katalysators
homopolymerisiert oder copolymerisiert werden, wobei der Katalysator durch Reaktion eines Imids mit dem Reakt ions produkt einer aluminiumorganischen
Verbindung und eines Äthers aus der Gruppe der cyclischen Äther mit 4 bis 6 Ringgliedern und der linearen Äthern erhalten wird.
Dieser neue Katalysator für die Polymerisation von Epoxyden wird auf
folgende Weise hergestellt. Alle aluminiumorganischen Verbindungen der Formel A1R„, bei denen wenigstens ein R eine Kohlenwasserstoff gruppe
und die verbleibendenR-Reste Wasserstoff oder Kohlenwasserstoffgruppen
sind, können für das erfindungsgemäße Verfahren eingesetzt werden. Bei-
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spiele dieser aluminiumorganischen Verbindungen sind die Aluminiumtrialkyle,
z.B. Aluminiumtrimethyl, Aluminiumtriäthyl, Aluminiumtripropyl, Aluminiumtriisopropyl, Aluminiumtri-n-butyl, Aluminiumtriisobutyl,
Aluminiumtrihexyl, Aluminiumtrioctyl, Aluminiumtridodecyl und dergleichen, Aluminiumalkylhydride, z.B. Aluminiumdiäthylhydrid,
Aluminiumdimethylhydrid, Aluminiumdiisobutylhydrid und dergleichen, die entsprechenden Aluminiumalkenyle, Aluminiumcycloalkyle, Aluminiumcycloalkenyle,
Aluminiumacyle und Aluminiumaralkyle, z.B. Aluminiumtriisopropenyl,
Alüminiumtricyclohexyl, Aluminiumtricyclohexenyl, .AIuminiumtriphenyl,
Aluminiumtribenzyl und dergleichen, oder Gemische dieser Aluminiumverbindungen.
Die Äther können cyclische Äther mit 4 bis 6 Ringgliedern, z.B. Cyclooxybutan,
Tetrahydrofuran, Tetrahydropyran, Dioxan oder Dioxolan, lineare Äther, z.B. Diäthyläther, Diisopropyläther, Anisol, Phenetol,
Diphenyläther, Äthylenglycoldimethyläther, Diäthylenglycoldimenthyläther oder Triäthylenglycoldimethyläther, Substitionsprodukte dieser
cyclischen und linearen Äther oder Gemische dieser Äther sein.
Das Reaktionsprodukt aus einer aluminiumorganischen Verbindung und
einem Äther wird durch Umsetzen einer aluminiumorganischen Verbindung mit einem dieser Äther hergestellt. Die Struktur dieses Reaktionsproduktes konnte bisher noch nicht vollständig geklärt werden. Es kann
jedoch mit guten Gründen nach J.Am.Chem.Soc. 64, 316 (1942) angenommen
werden, daß es ein Additionsprodukt aus der aluminiumorganischen Verbindung und dem eingesetzten Äther ist. Das Reaktionsprodukt
wird auf alle Fälle erhalten, wenn die aluminiumorganische Verbindung
mit dem Äther gemischt wird. Die Reaktionsteilnehmer können dabei im Molverhältnis 1 : 1 eingesetzt werden; es kann jedoch auch eine Verbin-
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dung im Überschuß verwendet werden. Das bevorzugte Molverhältnis
Äther: aluminiumorganische Verbindung liegt im Bereich von 0,3 bis
20, vorzugsweise zwischen 1 bis 7.
Wird die Reaktion mit einem Molverhältnis durchgeführt, das außerhalb
des zuerst erwähnten Bereiches liegt, so wird die Aktivität des Katalysators beträchtlich vermindert, wenn nicht sogar vollständig vernichtet.
Es wurde weiterhin gefunden, daß der endgültige Katalysator eine höhere Aktivität hat, wenn für die Umsetzung mit der aluminiumorganischen
Verbindung ein cyclischer Äther eingesetzt wird.
Das Reaktionsprodukt aus der aluminiumorganischen Verbindung und dem
Äther wird dann weiter mit einem Imid umgesetzt. Diese Reaktion kann
sofort durchgeführt werden oder nach dem Abziehen nicht umgesetzten
Materials vom Reaktionsprodukt. Als Imid kann jedes cyclische Imid oder Derivate davon, die sich von zweibasischen Carbonsäuren ableiten,
eingesetzt werden. Beispiele dieser Imide oder deren Derivate sind Succinimid, Glutarimid, Adipinimid, Maleinimid, Malonimid und
Phthalimid oder ihre Kohlenwasserstoffsubstitutionsprodukte oder N-Halogensubstitutionsprodukte.
Diese Imide werden entweder für sich allein oder in Mischung eingesetzt. Die Imidmenge, die mit dem Reaktionsprodukt einer aluminiumorganischen Verbindung und eines Äthers zur Umsetzung
gebracht wird, ist kritisch und muß im Bereich von 0, Olbis 2 Mol
pro Mol der aluminiumorganischen Verbindung, vorzugsweise 0,1 bis
1 Mol, liegen. Die Umsetzung des Imids mit dem Reaktionsprbdukt aus
der aluminiumorganischen Verbindung und einem Äther wird gewöhnlich im Temperaturbereich von 0 bis 2000C, vorzugsweise bei Raumtemperatur
bis 100 C, ausgeführt. Die Umsetzung wird entweder in Abwesenheit eines Lösungsmittels oder in einem Lösungsmittel, das gegenüber den
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Reaktionsteilnehmern inert ist, durchgeführt. Geeignete Lösungsmittel
sind Kohlenwasserstoffe, z.B. Benzol, Toluol, n-Heptan, Cyclohexan und dergleichen, oder Chlorkohlenwasserstoffe, z.B. Chlorbenzol,
Tetrachlorkohlenstoff und dergleichen. Ein Kennzeichen der Reaktion des Reaktionsproduktes aus der aluminiumorganischen Verbindung und
dem Äther mit dem Imid ist, daß sich die Farbe des Reaktionsgemisches
mit Fortschreiten der Reaktion ändert. Wird die gleiche aluminiumorganische Verbindung direkt mit dem Imid umgesetzt, so ändert sich die
Farbe, die das Reaktionsprodukt sofort nach dem Mischen der Reaktionsteilnehmer annimmt, während der weiteren Reaktion nicht mehr.
Die „Farbänderung des Reaktionsgemisches ist sehr ausgeprägt. Es wurde
dazu gefunden, daß das Reaktionsprodukt dann eine extrem niedere Aktivität hat, wenn es eingesetzt wird, bevor es einen Farbwechsel
durchgemacht hat. Andererseits hat das gleiche Reaktionsgemisch eine hohe katalytische Aktivität, wenn es verwendet wird, nachdem die Farbänderung
stark genug war. Diese Farbänderung kann einmal dazu ausgenützt werden, das Ende der Umsetzung des Reaktionsproduktes aus einer
aluminiumorganischen Verbindung und einem Äther mit dem Imid festzulegen, zum anderen kann sie auch als Maß für die Alt ivität des resultierenden
Katalysators herangezogen werden. Die für die Farbänderung des Reaktionssystems erforderliche Zeit hängt von der Art der
Katalysatorkomponenten und der Reaktionstemperatur ab. Im allgemeinen
nimmt sie einige Minuten bis wenige Stunden in Anspruch.
Bei der Herstellung des Katalysators des erfindungsgemäßen Verfahrens
wurde gefunden, daß die Reaktion zwischen einer aluminiumorganischen Verbindung und einem Äther beträchtlich schneller ist als die Reaktion
zwischen der gleichen aluminiumorganisehen Verbindung und einem Imid.
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Deshalb ist das oben beschriebene Verfahren des Mischens der aluminiumorganischen
Verbindung mit dem Äther und der späteren Zugabe des Imids zum Gemisch nicht immer zwingend. Z.B. kann der Katalysator des erfindungsgemäßen
Verfahrens auch durch gleichzeitige Zugabe des Äthers und des Imids zur aluminiumorganischen Verbindung hergestellt werden.
Wird jedoch der Äther als letzte der drei Komponenten zugegeben, d.h. wird der Äther zu dem Reaktionsgemisch aus der aluminiumorganischen
Verbindung und dem Imid zugesetzt, so wird das Reaktionsprodukt aus
der aluminiumorganischen Verbindung und dem Äther nicht gebildet. Dementsprechend
hat der resultierende Katalysator nur eine sehr bescheidene Aktivität.
Writerhin sollte der Katalysator mit dem monomeren Epoxyd erst nach
seiner Herstellung zusammengebracht werden. Das hat seinen Grund darin, daß die Umsetzung des Reaktionsproduktes aus der aluminiumorganischen
Verbindung und dem Äther mit einem Imid, wie bereits erwähnt, verhältnismäßig langsam ist.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren können alle Epoxyde homopolymerisiert
oder mit einem zweiten Epoxyd copolymerisiert werden.
Hervorragende Ergebnisse werden mit Epoxyden erhalten, bei denen die
Epoxydgruppe als Oxiranring vorliegt. Derartige Beispiele sind: Äthylenoxyd, Propylenoxyd, Butylenoxyd, Epichlorhydrin, Epibromhydrin,
Epifluorhydrin, n-Butenoxyd, Styroloxyd, Allylglycidyläther, Phenyl glycidyläther,
Cyclohexenoxyd, Perfluoräthylenoxyd, Perfluorpropylenoxyd
und dergleichen.
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Die Polymerisation kann diskontinuierlich oder kontinuierlich ausgeführt
werden. Für die Reaktion ist jeder beliebige Reaktor geeignet. Das monomere Epoxyd und der Katalysator können zu gleicher Zeit in
den Reaktor gegeben werden. Sie können jedoch auch nacheinander eingefüllt werden. Es ist möglich, sie in Portionen kontinuierlich während
der Polymerisation oder in mehreren Raten zuzugeben. Die Polymerisation nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kann in Gegenwart eines
inerten Verdünnungsmittels oder in Art der Blockpolymerisation durchgeführt werden. Als inerte Verdünnungsmittel sind alle Verdünnungsmittel
geeignet, die gegenüber dem Polymerisationssystem inert sind. Geeignete Verdünnungsmittel sind Kohlenwasserstoffe, z.B. Bei.^].,
Toluol, n-Heptan, Cyclohexan und dergleichen, Chlorkohlenwasserstoffe, z.B. Tetrachlorkohlenstoff, Chlorbenzol, und dergleichen, Ät.ier,
z.B. Diäthyläther, Tipropyläther, Dioxan und dergleichen. ImFaIIe
der Blockpolymerisation ist es zur Kontrolle der Temperatur möglich, die Reaktion unter Rückflußkochen des monomeren Epoxyds durchzuführen.
Die Polymerüsationstemperatur liegt im Bereich von - 100 bis + 200 C,
vorzugsweise\0 bis 1000C.
Die Reakt*'"1 wird gewöhnlich unter Atmosphärendruck ausgeführt. Es
ist jedoch auch möglich, sie bei Drücken bis zu 200 Atmosphären auszuführen. Es ist weiterhin möglich, die Polymerisation unter vermindertem
Druck auszuführen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist auch dadurch gekennzeichnet, daß
die erforderliche Katalysatormenge geringer ist als bei den herkömmlichen
Verfahren. Die notwendige Katalysator menge des erfindungsge-
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mäßen Verfahrens liegt im Bereich von 0,05 bis 0,5 Mol. -%, bezogen
auf das eingesetzte monomere Epoxyd. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kann die Katalysatormenge also im Gegensatz zu den herkömmlichen
Verfahren beträchtlich vermindert werden. Bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren kann der Katalysator jedoch auch in größeren Mengen, die bis zu 10 Mol. -%?bezogen auf das monomere Epoxyd betragen
können, eingesetzt werden. Die erforderliche Katalysatormenge hängt von der Art und Reinheit des Epoxyds, der Reinheit des inerten
Verdünnungsmittels und anderen Faktoren ab. Z.B. erfordern die Epoxyde mit geringerer Reinheit eine größere Katalysator menge. Um die Katalysatormenge
möglichst klein zu halten, ist es deshalb günstig, das Ausgangsmaterial so rein wie möglich einzusetzen. Da jedoch die Aktivität
des erfindungsgemäßen Katalysators beträchtlich höher ist als die der
herkömmlichen Katalysatoren, kann ohne Vorreinigung ein Ausgangsmaterial verwendet werden, das beträchtliche Mengen an Verunreinigungen
enthält.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Homopolymerisate
oder Copolymerisate aus einem oder mehreren Epoxyden haben verschiedene Eigenschaften. Die Produkte können gummiartig bis kristallin
sein. Dies hängt von der Art des für den Katalysator verwendeten Äthers ab. Die erstere Polymerisationstype hat einen sehr weiten Anwendungsbereich.
Sie kann als Schmieröladditiv, Wachszusatz, Klebstoff komponente und dergleichen verwendet werden. Nach dem Härten lassen sich Dichtungen
, Schläuche und andere geformte Gegenstände herstellen. Die
kristallinen Produkte andererseits sind bei der Herstellung von Kunststoffgegenständen,
Filmen und Fasern verwendbar.
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- ίο -
Bei diesen und den folgenden Beispielen werden alle Reaktionen unter
Stickstoff schutz durchgeführt. Eine 1 molare Lösung von Aluminiumtriisobutyl in Toluol wurde bei Raumtemperatur mit gleichmolaren Dioxanmengen
gemischt. Dieses Reaktionsgemisch wurde mit 0,25 Mol eines
Imids, das in Tabelle 1 wiedergegeben ist, bei 40 C eine Stunde lang umgesetzt,
wobei ein flüssiger Katalysator erhalten wurde. Dann wurden in einen Reaktor 12,9 g Epichlorhydrin und 65 g Chlorbenzol, gefolgt von
28 Millimol, bezogen auf das Aluminium, des flüssigen Katalysators eingefüllt. Der Reaktor wurde auf 300C gehalten und der Ansatz 24 Stunden
polymerisiert. Der Inhalt wurde dem Reaktor entnommen und mit Äthanol gerührt, wobei ein festes Polymerisat erhalten wurde. Dieses feste
Polymerisat wurde in Äthanol, das 0,5 % 4,4' -Thio-bis-6-t-Butyl-mcresol
enthielt, eingetaucht und danach entsprechend lang unter reduziertem Druck getrocknet. Tabelle 1 gibt die verwendeten Imide, die Farbe
der erhaltenen flüssigen Katalysatoren, den Umsatz an Epichlorhydrin
und die Eigenschaften der resultierenden Epichlorhydrinpolymerisate wieder. Zum Vergleich wurden die Reaktionsgemische aus Aluminiumtriisobutyl
und verschiedene Imiden ohne Zusatz von Dioxan als Katalysatoren eingesetzt und die Reaktionen unter den gleichen Bedingungen durchgeführt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 wiedergegeben.
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- ii -
Versuchs- Imid Farbe des Epichlor- Eigenschaften
nummer flüssigen Ka- hydrinum- der Epichlorhydrin-
talysators satz % polymerisate
| 1 | Succinimid | gelb-orange | 100 | kautschukartig |
| Vergleichs - beispiel |
Il | blaßgelb | 12 | unelastisch |
| 2 | Maleinimid | blauschwarz | 97 | kautschukartig |
| Vergleichs- beispiel |
It | gelb-orange | 50 | unelastisch |
| 3 | N-Chlor- succinimid |
blauschwarz | 82 | kautschukartig |
| Vergleichs- beispiel |
Il | blaßgelb | 9 | unelastisch |
Aus Tabelle 1 ist ersichtlich, daß die nach dem erf indungsgenfißen Verfahren
durchgeführten Beispiele im Vergleich zu den Vergleichsbeispielen wesentlich höhere Umsätze des monomeren Epichlorhydrins zu polymerern
Epichlorhydrin ergaben, daß die resultierenden Epoxydpolymerisate amorph waren und die Farben der erfindungsgemäßen flüssigen Katalysatoren beträchtlich
von denen der Vergleichskatalysatoren verschieden sind.
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Epichlorhydrin wurde wie in Beispiel I polymerisiert, jedoch mit der
Ausnahme, daß die stickstoffhaltigen Verbindungen (N-Verbindungen) von
Tabelle 2 anstelle von Imiden eingesetzt wurden. Die Resultate sind ebenfalbin
Tabelle 2 wiedergegeben. Bei den Vergleichsversuchen von Tabelle wurde kein Dioxan eingesetzt.
| N-Verbindung | Dimethylharnstoff | Tabelle 2 | Epichlor- | Eigenschaften | |
| Versuchs- | Molverhält | hydrin- | der Epichlor- | ||
| nummer | nis N-Ver | umsatz | hydrinpolymeri- | ||
| bindung/ | % | s ate | |||
| Al-Verbin | |||||
| Triäthylamin | dung | 100 | Flüssiges Poly | ||
| 4 | 0,4 | merisat | |||
| Vergleichs- " | 98 | ||||
| beis piel | 0,4 | ||||
| 5 | 15 | Festes Polymeri | |||
| 0,25 | sat | ||||
| Vergleichs- beispiel |
I! | 0,25 | 20 |
| 6 | Pyrrolidon | 0,25 | 15 |
| Vergleichs- beispiel 7 |
I! Acrylamid |
0,25 0,25 |
14 34 |
| Vergleichs- beispiel |
0,25 | 27 |
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Die Farbe des Reaktionsgemisches der Versuchsbeispiele und der entsprechenden
Vergleichsbeispiele war nahezu die gleiche.
Aus Tabelle 2 geht hervor, daß Dioxan keine Wirkung hat. Weiterhin werden
hochmolekulare Polymerisate nur in bescheidenen Ausbeuten erhalten.
Aluminiumtriisobutyl, Dioxan und Succinimid wurden bei 4O0C in den angegebenen
Molverhältnissen und in der Reihenfolge von Tabelle 3 umgesetzt. Die Bedingungen der Versuchsdurchführung sind in Tabelle 3 wiedergegeben.
In allen Beispielen wurden 0,5 Mol. -%, bezogen auf Aluminiumtriisobutyl,
des resultierenden flüssigen Katalysators und als Verdünnungsmittel Chlorbenzol verwendet. Die Polymerisationstemperatur
betrug 30 CDie Anfangskonzentration des Epichlorhydrins betrug 2 Mol/l.
Die Epichlorhydrinumsätze dieser Versuche sind ebenfalls in Tabelle 3 wiedergegeben. Die Herstellung der Katalysatoren von Tabelle 3 erfolgte
derart, daß z.B. bei Versuch 8 Succinimid und Dioxan, die in Klammer gesetzt sind, zuerst im Molverhältnis 0,25 : 3,0 gemischt wurden und die
resultierende Lösung mit 1,0 Mol Aluminiumtriisobutyl versetzt wurde.
Das gleiche betrifft die Vergleichsbeispiele.
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Versuchs- Ablauf der Katalysatorher- Epichlorhydrinumsatz (%)
nummer stellung
8 (0,25 Succinimid-3j 0 Dioxan)
-1,0 Aluminiumtriisobutyl
9 1,0 Aluminiumtriisobutyl
(0,25 Succinimid -3,0 Dioxan)
97
10 0,25 Succinimid -(1,0 Aluminium
triisobutyl -3,0 Dioxan)
98
Vergleichs -
beispiel (1,0 Aluminiumtriisobutyl- 0,25 Succinimid) - 3,0 Dioxan
Aluminiumtriisobutyl, Dioxan und Succinimid wurden in den gleichen
Molverhältnissen, in der gleichen Reaktionszeit und im gleichen Zugabeablauf
wie in Beispielen 1 und 2 bei den in Tabelle 4 wiedergegebenen Temperaturen gemischt.
Unter Verwendung der resultierenden flüssigen Katalysatoren wurden die
Polymerisationen unter Bedingungen durchgeführt, die von denen des Beispiels 1 verschieden waren. Tabelle 4 gibt die Temperaturen, bei denen
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die Katalysatoren hergestellt wurden, die Farben der resultierenden
flüssigen Katalysatoren, die Epichlorhydrinumsätze und die Eigenschaften der resultierenden Epichlorhydrinpolymerisate wieder. Der Vergleichskatalysator wurde ohne Dioxan hergestellt· Dementsprechend wurde das
Reaktionsgemisch aus Aluminiumtriisobutyl und Succinimid direkt eingesetzt, und die Polymerisation wurde unter den Bedingungen der obigen
Beispiele durchgeführt.
| Temperatur, bei der der. Katalysator hergestellt wurde ( C) |
Tabelle 4 | Epichlor- hydrin- umsatz (%) |
Kristallinität der Epichlorhydrin polymerisate |
|
| Versuchs - nummer |
40 | Farbe des flüssigen Katalysa tors |
42 | im wesentlichen amorph |
| 11 | Il | gelb-or gange | 3 | Hochkristallin |
| Vergleichs- beispiel |
70 | blaßgelb | 100 | Il |
| 12 | It | rot-orrnge | 3 | It |
| Vergleichs - beispiel |
gelb | |||
Bei den Vergleichsbeispielen wurde keine Beeinflussung der Ergebnisse
bei Änderung der Katalysatorherstellungstemperatur gefunden. Bei den erfindungsgemäß hergestellten Katalysatoren dagegen ändert sich sowohl
die Aktivität der Katalysatoren und die Kristallität der Epichlorhydrin-
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polymerisate in beträchtlichem Maße mit der Katalysatorherstellungstemperatur.
Beispiele 13-14
Epichlorhydrin wurde unter den Bedingungen der Beispiele 11 und 12
polymerisiert, jedoch mit der Ausnahme, daß bei der Herstellung des
Katalysators die Temperatur 4O0C betrug und die Reaktionszeit (Katalysatorherstellungszeit)
bei der Herstellung des Reaktionsproduktes aus Aluminiumtriisobutyl, Dioxan und Succinimid variiert wurde.
Tabelle 5 gibt die Reaktionszeiten bei der Herstellung des Katalysators,
die Farben der resultierenden flüssigen Katalysatoren und die Umsätze an Epichlorhydrin wieder. Der Vergleichskatalysator wurde ohne Dioxan
hergestellt. Dementsprechend wurde das Reaktionsgemisch aus Aluminiumtriisobutyl
und Succinimid allein eingesetzt. Die Polymerisationen wurden unter den Bedingungen der obigen Beispiele durchgeführt.
Versuchs- Katalysator- Farbe des flüssi- Epichlorhydrin-
nummer herstellungs- gen Katalysators Umsatz (%)
zeit (min.)
13 12 blaßgelb 12
Vergleichs beispiel "
14 60
Vergleichsbeispiel "
4376
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| IT | 8 |
| rot-orange | 42 |
| blaßgelb | 3 |
Bei den Vergleichsbeispielen wurden keine Änderung der Aktivität des
Katalysators in Abhängigkeit der Katalysatorherstellungszeit beobachtet. Im Gegensatz dazu wurde bei den erfindungsgemäßohergestellten
Katalysatoren gefunden, daß die Katalysatoraktivität mit Zunahme der Katalysatorherstellungszeit beträchtlich anstieg.
0, 7 Millimol Aluminiumtriisöbutyl, 0,018 g Succinimid und 12,9 g
Epichlorhydrin wurden in verschiedenen Mengen von Chlorbenzol und Dioxan, die in Tabelle 6 wiedergegeben sind, umgesetzt. Der Ablauf
der Zugabe der einzelnen Komponenten ist ebenfalls in Tabelle 6 wiedergegeben. Die Polymerisation wurde 24 Stunden bei 3O0C durchgeführt.
Die Epichlorhydrinumsätze sind ebenfalls in Tabelle 6 zusammengestellt.
Versuchs- Ablauf der Zu- Chlorbenzol Dioxan Epichlorhydrinnummer
gäbe der Kompo- (g) % Umsatz (%)
nenten
15 Al zugegeben zu 65 0,19 7 einem Gemisch
aus CB, DOX, SI
und ECH
und ECH
16 Al zugegeben zu 0 0,006 0'
einem Gemisch
aus DOX, SI und . :
ECH
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Versuchs- Ablauf der Zu- Chlorbenzol Dioxan Epichlorhydrinnummer gäbe der Kompo- (g) % Umsatz (%)
nenten
17 Al zugegeben zu 0 einem Gemisch
aus DOX, SI und ECH
18 SI, zugegeben zu 65 einem Gemisch
aus CB, DOX, ECH und A
0,06
0f 38
18 (flüssiges Polymerisat)
Ih Tabelle 6 bedeutet CB Chlorbenzol, DOX Dioxan, SI Succinimid,
ECH Epichlorhydrin und Al Aluminiumtriisobutyl.
Aus Tabelle 6 kann ersehen werden, daß bei Zugabe irgendeiner Katalysatorkomponente nach Zugabe des Epoxids die Katalysatoraktivität sehr
niedrig ist. .
Das Reaktionsprodukt aus Aluminiumtriisobutyl und 3 Mol Dioxan wurde
mit 0,25 Mol Succinimid gemischt und das Gemisch eine Stunde bei 700C
umgesetzt. Ein Reaktor wurde mit 46,3 g Epichlorhydrin beschickt und
danach mit 25 Millimol, bezogen auf Aluminium, des obigen flüssigen Katalysators. Die Polymerisation setzte im Moment des Mischens unter
heftiger Wärmeentwicklung ein. Danach wurde die Reaktion 24 Stunden bei 30 C durchgeführt. Das resultierende Reaktionsgemisch, das ein
4376 W.
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Epichlorhydrinpolymerisat enthielt, wurde wie im Beispiel 1 beschrieben behandelt, wobei 14,1 g eines festen Polyepichlorhydrins erhalten
wurden.
Die Herstellung des Katalysators wurde wie in Beispiel 15 beschrieben
durchgeführt, jedoch mit der Ausnahme, daß Aluminiumdiisobutylhydrid anstelle von Aluminiumtriisobutyl eingesetzt wurde. Ein Reaktor wurde
mit 12,9 g Epichlorhydrin und 65 g Chlorbenzol beschickt, danach wurden
2,8 Millimol, bezogen auf Aluminium, des obigen flüssigen Katalysators zugegeben. Im Moment des Mischens setzte die Polymerisation unter
heftiger Wärmeentwicklung ein. Danach wurde die Reaktion 24 Stunden bei 3O0C fortgesetzt. Das resultierende Reaktionsgemisch, das ein
Epichlorhydrinpolymerisat enthielt, wurde wie in Beispiel 1 beschrieben
behandelt, wobei 7,3 g eines festen Polyepichlorhydrins erhalten wurden.
Beispiele 21 - 30
Epichlorhydrin wurde wie in Beispiel 1 polymerisiert, jedoch mit der
Ausnahme, daß verschiedene Äther, die in Tabelle 7 wiedergegeben sind, anstelle von Dioxan eingesetzt wurden. Die Ergebnisse der Polymerisation
finden sich ebenfalls in Tabelle 7. Der Tabelle 7 kann entnommen werden, daß - nach dem erfindungsgemäßen Verfahren die Eigenschaften der
Epichlorhydrinpolymerisate durch Verwendung verschiedener Äther modifiziert werden können.
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| Versuchs- Äther nummer |
Tet rahydrofuran | Epichlorhydrin- umsatz % |
Eigenschaften der Epichlorhydrin- polymerisate |
| 21 | Tetrahydrofuran | 90 | Kristallin |
| 22 | 2-Methy !tetra hydrofuran |
37 | Amorph |
| 23 | 1, 3-Dioxan | 16 | Il |
| 24 | 2,2-Dim ethyl - 1, 3-Dioxan |
15 | Il |
| 25 | 8-Trioxan oder 1,3, 5-Trioxan |
6 | Il |
| 26 | Äthyläther | 13 | II |
| 27 | Äthylenglycol- dim ethyl äther |
12 | Kri stallin |
| 28 | Diäthylenglycol- dim ethyl äther |
52 | Amorph |
| 29 | Triäthylenglycol- dim ethyl äther |
13 | M |
| 30 | Beispiel 31 | 12 | Il |
Ein Reaktor wurde mit 5,3 g Äthylenoxyd und 59, 3 g Chlorbenzol beschickt. Danach wurden o, 7 Millimol, bezogen auf Aluminium, des
Katalysators, der nach Beispiel 1 hergestellt worden war, zugegeben.
Die Reaktion wurde 24 Stunden bei 3O0C durchgeführt. Nach Beendigung
der Reaktion wurde der Reaktorinhalt mit einem großen Überschuß an
0 0 981S/1785
Petroläther gerührt. Nach diesem Verfahren wurde ein festes Polyäthylenoxyd
erhalten. Die Ausbeute an Polyäthylenoxyd betrug 69 %, bezogen auf trockenes Polymerisat.
Eine Lösung von Aluminiumtriisobutyl in Toluol (1 Mol/l) wurde mit
molmäßig gleichen Mengen Tetrahydrofuran bei Raumtemperatur gemischt.
Danach wurden 0,25 Mol Succinimid zugegeben. Die Reaktion wurde eine Stunde bei 4O0C durchgeführt, wobei ein flüssiger Katalysator,
erhalten wurde. Ein Reaktor wurde sodann mit 81 g Propylenoxyd und 66 g Chlorbenzol beschickt. Anschließend wurden 0, 7 Millimol,
bezogen auf Aluminium, des obigen flüssigen Katalysators hinzugegeben. Die Reaktion wurde 24 Stunden bei 3O0C durchgeführt. Nach Beendigung
der Reaktion wurde Dampf in den Reaktorinhalt eingeblasen, um Chlorbenzol und nicht umgesetztes Propylenoxyd zu entfernen. Der
Rückstand wurde bei 6O0C unter vermindertem Druck getrocknet. Die
Ausbeute an Polypropylenoxyd betrug 2, 3 g.
Eine Lösung von Aluminiumtriisobutyl in Toluol (1 Mol/1) wurde mit
3 Mol Dioxan bei Raumtemperatur gemischt. Danach wurden 0,25 Mol Succinimid hinzugegeben. Die Reaktion wurde eine Stunde bei 6O0C
durchgeführt, wobei ein flüssiger Katalysator erhalten wurde.
Ein Reaktor wurde mit 6,5 g Epichlorhydrin, 4,1 g Propylenoxyd und
65 g Chlorbenzol beschickt. Anschließend wurden 0,7 Millimol, bezogen
auf Aluminium, des obigen flüssigen Katalysators hinzugegeben.
009815/1785
Das Gemisch wurde 24 Stunden bei 3O0C umgesetzt. Nach Beendigung
der Reaktion, wurde Dampf in den Reaktor inhalt eingeleitet und die nicht
umgesetzten Monomeren und Chlorbenzol abgetrieben, wobei ein festes Polymerisat erhalten wurde. Dieses Produkt wurde bei 60 C unter vermindertem
Druck getrocknet. Es wurden 0,8 g eines Copolymerisates
aus Epichlorhydrin und Propylenoxyd erhalten.
Das Reaktionsgemisch aus Aluminium tr iisobutyl und 3 Mol Dioxan wurde
mit 0,25 Mol Succinimid gemischt. Dieses Gemisch wurde eine Stunde
bei 4O0C umgesetzt. Danach wurde ein Reaktor mit einer Kapazität von
3 1 mit 2300 g Chlorbenzol und 462 g Epichlorhydrin beschickt. Anschließend
wurden 25 Mülimol, bezogen auf Aluminium, des obigen flüssigen
Katalysators hinzugegeben.
Die Reaktion wurde 22 Stunden bei 300C durchgeführt. Das resultierende
Reaktionsgemisch, das ein Epichlorhydrinpolymerisat enthielt, wurde
wie in Beispiel 1 beschrieben,behandelt. Der Umsatz des Monomeren zum
Epichlorhydrinpolymerisat betrug 87 %. Die reduzierte spezifische Viskosität (R. S. V.) des Epichlorhydrinpolymerisates, gemessen in Nitrobenzol
bei 3O0C, betrug 10,7 dl/g.
Das Epichlorhydrinpolymerisat wurde mit den Agentien von Tabelle 8
unter Verwendung einer Walze (open roll) compoundiert. Das resultierende
Compound wurde 25 Minuten bei 1550C druckvulkanisiert. Die physikalischen
Eigenschaften der vernetzten Produkte sind in Tabelle 8 wiedergegeben. Der Tabelle kann entnommen werden, daß die Produkte hervorragende
Eigenschaften haben.
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- 23-Tabelle 8
I. Rezeptur
Polyepichlorhydrin
Schnellextrusionsofenruß (Fast extruding furnace black) Nickeldibutyldithiocarbamat
Rotblei
2-Mercaptoimidazolin oder
2-Mercaptoimidazol 1.5
Π. Physikalische Eigenschaften
Ursprüngliches Compound
| 100 | Teüe |
| 50 | U |
| 1 | Teil |
| 5 | Teüe |
| Zugfestigkeit | 188 kg/cm2 |
| Bruchdehnung | 220% |
| Modul bei 100 % | 2 74 kg/cm |
| Bleibende Verformung (100% elongation) | I % oder |
| weniger | |
| 72 Stunden bei 15O0C gealtert | |
| Zugfestigkeit | ο 205 kg/cm |
| Bruchdehnung | 160% |
| Gewichts änderung in Wasser | + 0.7% |
| in ASTM Öl Nr. 3 | +20.4 % |
009815/1785
Claims (14)
1. Verfahren zur Polymerisation von Epoxyden, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Epoxyd oder mehrere Epoxyde, deren Epoxydgruppe ein Oxiranring
ist, in Gegenwart eines Katalysators homopolymerisiert oder copolymerisiert
werden*, wobei der Katalysator durch Reaktion eines Imids
mit dem Reaktionsprodukt einer aluminium organischen Verbindung und
eines Äthers aus der Gruppe der cyclischen Äther mit 4 bis 6 Ringgliedern und der linearen Äthern erhalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktionsprodukt durch Umsetzen einer aluminium organischen Verbindung mit dem
Äther, im Molverhältnis 1 : 0, 3 bis 20, bezogen auf die aluminiumorganische Verbindung, hergestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Molverhältnis des Reaktionsproduktes aus der aluminium organischen
Verbindung und dem Äther zum Imid im Bereich von 0, 01 bis 2, bezogen
auf die aluminiumorganische Verbindung, die im Reaktionsprodukt vorhanden ist, beträgt.
4. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Reaktion zwischen der aluminium organischen Verbindung
und dem Äther und/oder die Reaktion zwischen dem resultierenden Reaktionsprodukt und dem Imid in Gegenwart eines inerten Verdünnungs- ,
mittels aus der Gruppe der Kohlenwasserstoffe und Chlorkohlenwasserstoffe
durchgeführt wird.
5. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeich-
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net, daß als aluminiumorganische Verbindung Aluminiumtriisdbutyl
und/oder Aluminiumdiisobutylhydrid verwendet wird.
6. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet,
daß als Äther Dioxan und/oder Tetrahydrofuran verwendet wird.
7. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet,
daß als Imid Succinimid, Glutarimid, Adipinimid, Maleinimid,
Malonimid und/oder FHhalimid, sowie Substitutionsprodukte davon, verwendet
werden.
8. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet,
daß das Reaktionsgemisch aus dem Imid und dem Reaktionsprodukt aus der aluminiumorganischen Verbindung und einem Äther erst dann als
Katalysator eingesetzt wird, wenn eine Farbänderung aufgetreten ist.
9. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Reaktion des Imids mit dem Reaktionsprodukt aus einer aluminiumorganischen Verbindung und einem Äther vor der Zugabe des
Katalysators zum monomeren Epoxyd durchgeführt wird.
10. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet,
daß der Katalysator, auf das monomere Epoxyd bezogen, in Mengen von 0, 05 bis 10 Mol. %, bezogen auf die aluminiumorganische Verbindung,
eingesetzt wird.
11. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Polymerisation im Temperaturbereich von - 100 bis + 200 C und unter einem Druck von 0, 01 bis 200 Atmosphären durchgeführt wird.
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12. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine Substanz der Gruppe Äther, Kohlenwasserstoffe und Chlorkohlenwasserstoffe als inertes Verdünnungsmittel bei
der Polymerisationsreaktion verwendet wird.
13. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet,
daß als Epoxyd Epichlorhydrin, Äthylenoxyd und/oder Propylenoxyd verwendet wird.
14. Verfahren zur Polymerisation von Epichlorhydrin, dadurch gekennzeichnet,
daß Epichlorhydrin in der Gegenwart von 3-7 Mol. % eines Katalysators polymerisiert wird, bezogen auf das monomere Epichlorhydrin,
der als Reaktionsprodukt der Reaktion von Aluminiumtriisobutyl und Dioxan mit Succinimid im Molverhältnis 1 zu 0,1 zu 1, wobei Aluminiumtriisobutyl
als Bezugs Substanz diente, erhalten wurde.
003815/1785
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Cited By (1)
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- 1969-10-03 FR FR6933778A patent/FR2022225A1/fr not_active Withdrawn
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| FR2022225A1 (de) | 1970-07-31 |
| GB1284759A (en) | 1972-08-09 |
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