DE1948387A1 - Arithmetische und logische Einheit - Google Patents
Arithmetische und logische EinheitInfo
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Description
Böblingen, 1. August 1969 km-rz
Anmelderin: International Business Machines
Corporation, Armonk, N.Y. 10
Amtliches Aktenzeichen: Neuanmeldung Aktenzeichen der Anmelderin: Docket YO 967 133
Die Erfindung bezieht sich auf eine arithmetische und logische Einheit zur Behandlung von Datensignalen.
Es sind bereits arithmetische und logische Einheiten bekannt, die eine Anzahl Binärstellen oder Stufen aufweisen, von denen jede zur
Verknüpfung zweier einstelliger Binärsignale dient (z.B. deutsche Auslegeschrift 1 237 363). Die Stufen sind wahlweise auf die
Durchführung arithmetischer Operationen, wie Addition, oder logische
Operationen, wie UND, ODER einstellbar. Diese Einstellung erfolgt über Steuerleitungen, die allen Stufen der Einheit gemeinsam
sind. Die Einheit kann somit nur entweder arithmetische oder logische Operationen ausführen. Sollen mit einem Satz binärer
Ziffern mehrere arithmetische und logische Operationen durchgeführt werden, so ist nach jeder Teiloperation eine Rückführung
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des Zwischenresultates auf die Eingangsregister der Einheit und eine Neueinstellung der Signale notwendig.
Es ist in der Datenverarbeitung häufig notwendig, daß eine bestimmte
Signalgruppe zu einer anderen Signalgruppe in eine logische Beziehung gesetzt werden muss, um eine Aussage über das
Verhältnis dieser beiden Signalgruppen zu gewinnen. Beispielsweise kommt es in der Zeichenerkennungstechnik vor, daß ein Abtastsignalvektor
mit einem Mustersignalvektor verglichen werden muss
und ein Maß über den Grad der vorliegenden Übereinstimmung (Zahl
der übereinstimmenden Bits) gewonnen werden soll. Die Aufgabe kann auch darin bestehen, eine Anzeige zu erhalten, daß bestimmte
Mustersignal-Untergruppen im Abtastsignalvektor enthalten sind.
Da bei den bekannten arithmetischen und logischen Einheiten alle
Stufen einheitlich eingestellt werden, sind zur Ausführung derartiger Operationen zusätzliche Maskierungsschaltungen notwendig.
Außerdem müssen die Signale mit Hilfe von zeitaufwendigen Übertragungsoperationen
wiederholt durch die arithmetische und logische Einheit hindurchgeführt werden, um die gewünschte Aussage
zu erhalten*
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine arithmetische und
logische Einheit anzugeben, die diese Nachteile weitgehend vermeidet
und eine hohe Flexibilität beiia Zusammenstellen von Art
und Anzahl der auszuführenden Operationen sowohl hinsichtlich , ,t
der verschiedenen Operandenstellen als auch der aufeinanderfolgenden Verknüpfungsphasen gestattet* Gemäß der Erfindung wird
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dies dadurch erreicht* daß eine Matrix logischer Zellen vorgesehen
ist, von denen jede zur wahlweisen Ausführung arithmetischer und logischer Operationen und zum Datendurchlaß bzw, zur Datenübertragung
zu einer der nachgeschalteten logischen Zellen eingerichtet
ist, daß der Matrix Operanden über Zeilen- bzw. Spalten-Eingangsleitungen zugeführt werden, die jeweils mit der Randspalte bzw,
-Zeile und/oder mit allen logischen Zellen der jeweiligen Zeile bzw, Spalte verbunden sind, daß jede logische Zelle einen Zeilen-Datenausgang
und einen Spalten*Datenausgang aufweist, die jeweils
in Zeilen- bzw. Spaltenrichtung mit einem Eingang der benachbarten
logischen Zelle verbunden sind oder die Matrixausgänge bilden und daß Steuersignalleitungen der logischen Zellen an selektiv
einstellbare Steuersignalspeicherzellen angeschlossen sind, deren Inhalt zur Operationssteuerung der zugeordneten Zelle dient.
Aufgrund der Ausbildung der arithmetischen und logischen Einheit
als eine Matrix logischer Zellen, die durch diesen zugeordnete
selektiv einstellbare Steuersignalspeicherzellen steuerbar sind,
können mit Hilfe der erfindungsgemäßen Anordnung vielfältige
arithmetische, logische oder kombinierte arithmetische und logische Operationen ausgeführt werden. Da die Resultate einer Zelle oder
Zellengruppe direkt der in Datenflußrichtung folgenden Zelle oder
Zellengruppe zugeführt werden, sind auch mehrphasige Verknüpfungsoperationen mit einer einzigen Steuersignaleinstelloperation
durchführbar. So kann beispielsweise bei einer Zeichenerkennung der oben genannten Art sowohl eine Feststellung bestimmter Mustersignal-Untergruppen
als auch die Ableitung einer den Grad der
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- ■. . ■■■ ■'" " - - - 4 - ■."■■■■■■
Übereinstimmung angebenden Anzeige in einem einzigen Signaldurchlauf vorgenommen werden. Die erfindungsgemäße Anordnung eignet
sich auch vorteilhaft zur Bestimmung der Hamming-Abstände zwischen
zwei binären Bitgruppen.
Verschiedene vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
aus den Ansprüchen ersichtlich* Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von Zeichnungen dargestellt,. Es
zeigen;
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer arithmetischen und logisehen
Einheit gemäß der Erfindung,
Fig. 2 die Zusammengehörigkeit der Fign. 2A und ZB,
Fign. 2A + 2B ein detailliertes Blockschaltbild einer logischen
Zelle, wie sie in der Anordnung von Fig. 1 Verwendung finde tv,
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer logischen Zelle von
Fig. ί zur Erläuterung der Durchlaß-Operation,
Fig. 4 eine schematische Darstellung der Zelle von Fig. 1 zur
Erläuterung einer Übertragen-Operation,
Fig. 5 eine vereinfachte Darstellung einer Funktionseinheit,
die durch eine logische Zelle und die zugehörigen Steuer*·
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Signalspeicherzellen gebildet wird und die in der Anordnung von Fig. 1 verwendet wird,
Fig. 6 eine Funktionstabelle zur Erläuterung der Arbeitsweise der Funktionseinheit von Fig. 5,
Fig. 7 eine vereinfachte Darstellung der Matrix von Fig. 1 zur Erläuterung der Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Anordnung
als logische Verknüpfungseinheit,
Fign. 8A + 8B vereinfachte Darstellungen der Anordnung von Fig. 1
zur Erläuterung der Arbeitsweise der erfindungsgemäßen
Anordnung bei der Ausführung kombinierter arithmetischer und logischer Operationen,
Fig. 9 ein Blockschaltbild mehrerer miteinander gekoppelter Matrizen der in Fig. 1 dargestellten Art und
Fig. 10 eine aus einer Serienschaltung mehrerer Matrizen der in
Fig. 1 dargestellten Art bestehende arithmetische und logische Einheit gemäß der Erfindung.
Die in Fig. 1 dargestellte arithmetische und logische Einheit besteht
aus einer Matrix von logischen Zellen, von denen jede unter anderem mit einer zweistelligen Bezugsnummer bezeichnet sind. Die
erste Ziffer dieser Bezugsnummer bezeichnet die Zeile, welcher die betreffende Zelle angehört, und die zweite Ziffer bezeichnet
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- -. ; - .■■■-■ .. V 6■ r - ■■■■-■.
die Kolonne, welcher die Zelle angehört. Dementsprechend sind die
Zellen der obersten Zeile mit den Nummern 10 bis 1N bezeichnet, und die Zellen der äußersten linken Seilte tragen die Nummerierungen
10 bis MO. Die Matrix enthält somit M . N Zellen.
Jeder Spalte der Matrix sind zwei Speicherzellen U und V zugeordnet,
welche zur Steuerung der von der zugeordneten Spalte auszuführenden
Operationen dienen. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, sind die V-Speicherzellen mit V00 bis VQN und die U-Speicherzellen
mit UQ0 bis UQ bezeichnet. Die Ausgänge der V- und U-Speichersteilen
sind mit jeder der logischen Zellen der zugeordneten
Spalte verbunden.
Des weiteren weist die Matrix für jede logische Zelle zwei Steuerschaltungen
X und Y auf, Z.B. sind den Zellen 10 bis 1N der obersten Zeile der Matrix die X-Speichersteuerschaltungen X10 bis X.
und die Y-Speichers teue rs chal tungen Y., bis Y zugeordnet. Dem-'
1O 1N
entsprechend sind in der Reihe M die X- und Y-Schaltungen der
Spalte N mit XMN und YMN bezeichnet.
Jede der logischen Zellen besitzt außer den an die Speicherzellen
U und V und an die Steuerschaltungen X. und Y angeschlossenen
Eingangsleitungen drei Eingänge A, B und C. Von diesen Eingängen
sind die Eingänge A und B den Matrixzeilen und die Eingänge C
den Matrixspalten zugeordnet. Die Eingänge A führen zu allen
logischen Zellen einer Matrixzeile, während die Eingänge B jeweils nur an die logische Zelle der ersten Spalte angeschlossen
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" ■ - 7 ■ -
sind. Die Eingänge A und B sind entsprechend der Zeilennumerierung
bezeichnet mit Α., B ,A-, B2 bis A.,, B^. Die C-Eingänge sind entsprechend
der Spaltennumerierung bezeichnet mit Cq, C bis C ,
Jede dieser Eingangs leitungen ist in der betraffenden Spalte nur
mit der logiseben Zelle der obersten Zeile der Matrix verbunden.
Jede der logischen Zellen besitzt ferner eine horizontale und
eine vertikale Ausgangs leitung* Die horizontalen Ausgänge sind mit
D und die vertikalen Aus-gänge mit E ,bezeichnet» Wie die Fig* 1 erkennen
läßt, ersetzen die D-Ausgangsleitungen die B-Eingangsleitungen
in den logischen Zellen der Spalten 1 - K. Ebenso treten die E"Ausgangsleitungen anstelle der OEingangsleitungen der logischen
Zellen in den Spalten 2 - N, Die D-Ausgangs leitungen der
logischen Zellen der Spalte N sind mit D1 bis D. bezeichnet. Die
Ε-Ausgangsleitungen der logischen. Zellen in der Zeile M sind mit
E0 bis E bezeichnet. Jede Speicherstufe V weist einen Eingang S
auf» Die S-Eingänge sind entsprechend der Spaltennumerierung SQ *
bis S^ bezeichnet. Sofern die U-, V-, X- und T-Stufen einer jeden
Matrixspalte zu einem Schieberegister zusammengefaßt sind, stellen
die S-Eingänge die Sehieberegistereingänge dar; auf ihnen treten beispielsweise Schiebeimpulse auf* Die Ausgänge der V-Stufen sind
mit den Eingängen der U-Stufen verbunden, an die wiederum ebenfalls
in Serie die X- und Y-Stufen der betreffenden Spalte angeschlossen
sind.
Wie in einem späteren Abschnitt noch erklärt werden wird, weisen
die X- und Y-Stufen je eine Speicherzelle auf, die in Verbindung
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mit den Stufen U und V die Ausgänge D und E der logischen Zellen
als Funktionen der Zelleneingänge A, B und C definieren. Die Ausgangsleitungen D und E einer jeden logischen Zelle führen in der
oben erläuterten Weise zu den Eingangsleitungen der benachbarten
Zelle oder, sofern der Rand der Matrix erreicht ist, zu nachgeschalteten
Einheiten.
Jede Spalte kann durch die mit ihr verbundene Speicherstufe U zur
Ausführung einer arithmetischen oder logischen Operation ausgewählt
werden. Außerdem kann jede Spalte durch die mit ihr verbundene Speicherstufe V zur Ausführung einer UND- oder ODER-Funktion ausgewählt werden, wenn die zugeordnete Speicherstufe U zur Auswahl
einer logischen Operation für die betreffende Spalte benutzt wird.
Die Speicherstufen V dienen auch als binäre Dateneingänge zu der angeschlossenen Spalte, wenn die der gleichen Spalte zugeordnete
Speicherstufe U diese Spalte zur Ausführung einer arithmetischen Operation ausgewählt hat. Die Speichersteuerschaltungen X und Y
werden als separate Steuerschaltungen für jede einzelne Zelle verwendet.
Dabei dient die Speichersteuerschaltung X zur Steuerung einer "Beachten/Nicht Beachten"-Funktion und die Speichersteuerschaltung Y zur Steuerung einer uEcht/Komplement"-Funktion. Die
X- und Y-Schaltungen werden in Kombination in der folgenden Weise
benutzt:
Wenn die X-Schaltung eine "Beachten"-Steuerung ausführt (Bedingung
X) kann die Y-Schaltung den echten Eingang B (Bedingung YB)
oder den komplementären Eingang von B (Bedingung YB) auswählen.
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Wenn die Schaltung X zur Steuerung einer "Nicht Beachten"-Funktion
dient (Bedingung X), wählt die Schaltung Y eine von zwei Umgehungsleitungen aus, die nachfolgend als "Durchlaß"- und "Übertragung"-Funktionen
der Eingänge B und C bezeichnet sind (Bedingungen YC, YB, YB und YC).
Der Aufbau einer jeden der logischen Zellen 1O-MN gestattet die
Bildung von AusgangsSignalen auf den Aus gangsleitungen D und £
entsprechend der folgenden logischen Verknüpfungen: D = X (YC+YB) +x[UA+UC(YB+YB)]
ε - x(YB+Yc) +x (Qw+üc+uc) (yb+ybÜ +[uc(yb+yb)]+[Ovc]j
In den Fign. 2A und 2B ist ein Ausführungsbeispiel einer logischen
Zelle, wie sie als Zelle 10-MN in der Anordnung von Fig. 1 verwendbar
ist, dargestellt. Aus diesen Fign. ist zu ersehen, daß die V-, U-, X- und Y-Stufen außerhalb der eigentlichen Zellenstruktur
liegen und auch von außen entsprechend einem vorgegebenen Programm
eingestellt werden. Diese Stufen sind in der Ausfuhrungsform von
Fig. 2A und 2B als bistabile Schaltungen, wie beispielsweise Flipflops, ausgebildet. Eine Art und Weise, wie diese bistabilen Schaltungen
geladen werden können, wurde anhand der Fig.1 bereits angedeutet. Diese Methode besteht darin, daß die Stufen U, V, X und Y
als Stellen eines Schieberegisters benutzt werden, das spaltenweise über eine Eingangsleitung S, die zugleich die Funktion eines
Schiebesteuereinganges hat, geladen werden. Die Anzahl der Spalten,
die in dieser Form parallel geladen werden, hängen von der Wortgröße des Speichers oder der Verarbeitungseinheit ab, die zum La-
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1.0.463*7
den benutzt wird. Eine solche Methode geht von der Annahme aus,
daß das Verarbeitungsprogramm im Vergleich zu der Zahl seiner Durchläufe nicht häufig geändert wird· Wenn dagegen häufigere
Programmänderungen notwendig sind, ist es zweckmäßiger, daß jede
logische Zelle Zwischenspeiäßr-Schieberegisterstufen aufweist,
wobei die gesamte Matrix einschließlich der Zwischenspeicherstufen mit Daten von einer externen Einrichtung geladen werden können.
Die Anordnung kann auch so getroffen sein, daß durch ein Schiebesignal ein anderes Programm von einem Zwischenspeicher geladen
werden kann, indem alle Speicherstufen ihren Speicherzustand
gleichzeitig ändern. Die Matrix der verschiedenen Speicherstufen
kann auch als ein adressierbarer Speicher organisiert sein, wodurch
eine hohe Flexibilität in der Ansteuerung erhalten wifd.
Ein anderes Verfahren der Programmspeicherung und Eingabe kann
darin bestehen, daß jede Speicherstufe U, V, X und Y über eine
lichtempfindliche Diode oder einen lichtempfindlichen Transistor
gesteuert wird, wobei die Matrix eine derartige Packungsdichte
aufweist, daß über eine konstante Lichtquelle und veränderbare Masken das benötigte Programm eingegeben werden kann.
Innerhalb der gebrochenen Linie in den Fign. 2A und 2B ist der
Schaltungsaufbau der logischen Zelle dargestellt. Eine UND-Schaltung 9 erzeugt ein Ausgangssignal UV, und eine UND-Schaltung
12 erzeugt ein Ausgangssignal UC. Ein Inverter 14 liefert das
Signal C, während eine UND-Schaltung 16 aus diesem Signal und dem Signal U das logische Produkt UC erzeugt· Eine an die Ausgänge
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der UND-Schaltungen 9, 12 und 16 angeschlossene ODER-Schaltung
liefert ein Ausgangssignal, das den Ausdruck (UV+ÜC+UC) darstellt.
Eine UND-Schaltung 18 liefert ein Ausgangssignal UC, und eine
UND-Schaltung 20 ein Ausgangssignal YB, Ein Inverter 22 erhält
das Eingangssignal B zugeführt und erzeugt das Signal B. Eine an den Ausgang des Inverters 22 angeschlossene UND-Schaltung 24
liefert das Ausgangssignal YB. Die Ausgänge der UND-Schaltungen
19 und 24 sind mit einer ODER-Schaltung 26 verbunden, deren Ausgangssignal
den Ausdruck (YB+YB) darstellt, der gemeinsam mit dem Ausgangssignal von der UND-Schaltung 18 einer weiteren UND-Schaltung
28 zugeführt wird, deren Ausgangssignal den Ausdruck -UC(YB+YB) darstellt. Eine UND-Schaltung 32 (Eig. 2B) verknüpft
die Signale UCV und liefert ein Ausgangssignal zu einer ODER-Schaltung
40, die über weitere Eingangsleitungen die Ausgangssignale
der UND-Schaltung 28 und der UND-Schaltung 30 zugeführt erhält. Eine UND-Schaltung 35 (Fig. 2B) erzeugt das Ausgangssignal
YB, und eine ihr nachgeschaltete ODER-Schaltung 36 liefert ein
Ausgangssignal, das den Ausdruck (YB+YC) darstellt. Der Ausgang
dieser ODER-Schaltung führt zu einer UND-Schaltung 38, an deren Ausgang ein den Ausdruck X(YB+YC) darstellendes Signal erscheint.
Eine UND-Schaltung 37 bildet ein Ausgangssignal YB, das einer
ODER-Schaltung 39 zugeführt wird, die ein Ausgangssignal YB+YB
bildet. Der Ausgang der ODER-Schaltung 39 steht mit einem der Eingänge der UND-Schaltung 30 in Verbindung an deren Ausgang ein
Signal erscheint, das den Ausdruck (Gv+ÜC+UC) (ΥΒ+ΫΒ) darstellt.
Dieses Signal wird in der beschriebenen Weise der ODER-Schaltung 40 zugeführt. Das von dieser gelieferte Ausgangssignal stellt
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den Ausdruck (UV+tJc+UC) (YB+YB)+UC(YB+YB)+UVC dar, der nach einer
UND-Verknüpfung mit dem Signal X in der UND-Schaltung 42 auf der
Ausgangsleitung einer ODER-Schaltung 44 das zu bildende Ausgangssignäl
E ergibt.
Eine UND-Schaltung. 46 (Fig. 2B) liefert ein Ausgangssignal YC, und
eine UND-Schaltung 48 ein Ausgangssignal UA. Das Ausgangssignal
der UND-Schaltung 46 wird zusammen mit dem Ausgangssignal der UND-Schaltung
19 einer ODER-Schaltung SO zugeführt, an deren Ausgang der Ausdruck (YB+YC) erscheint, der einem Eingang der UND-Schaltung
52 zugeführt wird, wo er mit dem Signal X zum Ausdruck X(YC+YB)
verknüpft wird. Eine UND-Schaltung 54 empfängt das Signal (YB+YB)
von der ODER-Schaltung 39 und das Signal UC von der UND-Schaltung
18 und bildet den Ausdruck UC(YB+YB), welcher der ODER-Schaltung
56 zugeführt wird, die auf einem zweiten Eingang das Aus gangs signal von der UND-Schaltung 48 empfängt und an deren Ausgang
der Ausdruck UA+UC(YB+YB) erscheint. Dieses Signal wird mit dem
Signal X in einer UND-Schaltung 58 zum Ausdruck X[uA+UC(YB+YB)]
verknüpft. Schließlich erzeugt eine ODER-Schaltung 60, deren Eingänge mit der UND-Schaltung 52 und der,UND-Schaltung 58 verbunden
sind das Zellenausgangssignal D.
Anhand der Fig. 3-und.4 ist die Operation der Zelle für die Be- -■-. ■
dingung Y, d.h. die "Durchlaß"-Bedingung und für die Bedingung Y,
d.h. die "Übertragen"-Bedingung dargestellt, wenn die Stufe X am
Eingang der Zelle ihren "Nicht Beachten"-Zustand einnimmt, d.h.
ein Ausgangssignal X erzeugt. Es ist ersichtlich, daß bei Vor-Docket
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liegen der "Durchlaß"-Bedingung (Fig. 3) das Eingangssignal B
unverändert auf der Ausgangsleitung D und das Eingangssignal C unverändert auf der Ausgangsleitung E erscheint. In der "Oberr
tragen"-Bedingung (Fig. 4) wird das Eingangssignal C unverändert zur Ausgangsleitung D übertragen und das Eingangssignal B unverändert
zur Aus gangs leitung E übertragen. Die flDurchlaß"-Operationen
werden durch die Signalkombinationen XYB bzw. XYC bewirkt. Die "ÜbertTagen"-Oper"ationen werden durch die Signalkombinationen
XYC bzw. XYB bewirkt. In Figur 5 ist die logische Zelle von Fig. 2A und 2B zusammen mit den Steuerspeicherstufen U, V, X und Y
als eine geschlossene Funktionseinheit dargestellt, wie sie in einer Matrix derartiger Zellen benützt werden kann. Die Speicherstufen
U, V, X und Y steuern die Behandlung der Eingangssignale
A, B und C innerhalb der Zelle, um bestimmte Ausgangssignale auf
den Ausgangsleitungen D und E zu erzeugen.
Die Fig. 6 zeigt eine Tabelle zur zusammenfassenden Erläuterung
der Operationen, die von einer der Zellen 10 bis MN durch die spaltenweisen Steuersignale U und V und die zeilenweisen Steuersignale
X und Y mit den Eingangsignalen A, B und C ausgeführt werden· Aus dieser Tabelle ist ersichtlich, daß bei Vorliegen
einer binären Eins für das Steuersignal U, d.h. der Bedingung U, eine arithmetische Operation ausgeführt wird. Wenn ein U-Aufrufsignal
für eine arithemtische Operation vorliegt und V durch eine binäre Eins dargestellt wird (Bedingung UV), so wird eine binäre
Eins zu einer Spalte addiert. Bei V = 0 und U = 1 wird eine
binäre Null zu einer Spalte addiert. Wenn U den Binärwert Null
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■■■"...; . - η - '.■.'.■■■.:
einnimmt (Bedingung U) und V hat den Binärwert 1, d.h. Vorliegen
der Bedingung UV, wird eine UND-Operation in der betreffenden
Spalte ausgeführt, und bei Vorliegen der Bedingung UV, d.h. V = O9
wird eine ODER-Operation in der betreffenden Spalte ausgeführt.
In Zeilenrichtung entspricht die X-Bedingung wie bereits erläutert der Ausführung einer "Nicht Beachten"-Operation. Die Bedingung
XY stellt den Aufruf für eine "Öbertragen"-Operation und die Bedingung
XY den Aufruf für eine llDurchlaß"-Operation dar. Wenn
sich X im binären Eins-Zustand befindet, d.h. die Bedeutung des
Aufrufes einer "Beachten"-Operation hat, stellt die Bedingung XY
den Aufruf für die Auswahl des echten Eingangssignales B und die Bedingung XY den Aufruf für das Komplement des Eingangssignals B
dar.
Die Fig. 7 zeigt eine Darstellung einer Matrix, in der die logischen
Zellen ausschließlich zur Ausführung einer logischen Operation verwendet werden. Die Matrix besteht aus einem Netzwerk von
8 . 8 logischen Zellen der oben erläuterten Art, so daß sich 8
Zeilen und 8 Spalten ergeben. Die Eingänge A. bis Ag stellen
die Eingänge der verschiedenen Matrixzeilen dar, wobei angenommen wird, daß die B-Eingänge der ersten Spalte mit den A-Eingängen
verbunden sind, weshalb sie nicht gezeigt werden. Die 8 Spalten
sind mit 0 bis 7 bezeichnet, und dementsprechend sind die Ausgangsleitungen E mit E bis E- benannt« Die Spalten O, 1, 2 und
4 sind zur Ausführung einer logischen UND-Operation ausgewählt durch entsprechendes Anlegen der Steuersignalbedingung UV. Die
Spalten 3, 5, 6 und 7 sind zur Ausführung einer logischen ODER-
Dodcet YO 967 133 0 0 9027/ 189 S
Operation ausgewählt durch entsprechendes Anlegen der Steuerbedingung
UV. Die C-Eingangsleitungen derjenigen Spalten, die zur
Ausführung einer UND-Operation gesteuert werden, erhalten eine binäre Eins zugeführt, während die zur Ausführung einer ODER-Operation
gesteuerten Spalten als OEingangssignal eine binäre Null
zugeführt erhalten. In der Matrix von Fig. 7 bedeutet das Symbol
T innerhalb der einzelnen Zellen, daß die betreffende Zelle zur
Ausführung einer MEcht-BeachtenH-Operation aufgerufen ist (Steuersignalbedingung
XY). Das Symbol C zeigt an, daß eine "Komplement-Beachten"-Operation
von der betreffenden Zelle ausgeführt wird (Steuersignalbedingung XY). Das Symbol R bedeutet, daß eine "Übertragen"-Operation
stattfinden soll, wie sie anhand der Fig. 4 erläutert wurde (Steuersignalbedingung XY), und ein Fehlen eines
der vorgenannten Buchstaben gibt an,, daß die betreffende Zelle
eine "Durchlaß"-Operation ausführt, wie sie anhand der Fig. 3 erläutert
wurde (Steuersignalbedingung XY). Eine Betrachtung der Funktionsweise der Matrix von Fig. 7 ergibt, daß das Aus gangssignal
auf Leitung E0 den Ausdruck A . A . Aß, das Signal auf Leitung
E1 den Ausdruck A1 . A, . A_ . Äo und das Signal auf Leitung E0
1 I ά 5 ο _. t-
den Ausdruck A, . A . A .A darstellen. Die Spalte 3 ist zur 3 4 5 6
Ausführung einer logischen ODER-Operation aufgerufen. Eine "Durchlaß"-Operation
(Steuersignalbedingung XY) gestattet den unveränderten
Signaldurchlaß durch die Zelle in horizontaler und vertikaler
Richtung. Demzufolge werden in Spalte 4 die Signale A^, Ä und A
in den Zellen 14, 24 und 34 durch eine UND-Operation verknüpft.
Pocket YO 967 133 00 98 27/1 6 9S
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Das Ergebnis dieser Verknüpfung «wird daraufhin durch die Zelle
zu der auf die ODER-Operation eingestellten Zelle 45 in Spalte
übertragen. Das Signal A ,das als Einzelsignal am Eingang der
auf eine ODER-Operationeingestellten Zelle 23 erscheint, wird
durch die Zelle 33 hindurchgelassen und daraufhin durch die Zelle
43 zur Zelle 44 übertragen. Da die Zelle 44 ebenfalls eine Übertragungszelle ist, wird das Eingangssignal A über diese Zelle
zum Eingang der auf die UND-Operation eingestellten Zelle 54
übertragen, wo es mit den Eingangssignalen A und A in den Zellen
5 6
54 und 64 durch UND verknüpft wird. Das Resultat dieser UND-Verknüpfung,
der AusdruckA-A-A6 wird über die Zelle 74 zur Zelle
übertragen. Das Eingangssignal A-- in Zelle 42 wird durch die Zelle
43 zur Zelle 53 übertragen, von wo es von der Zelle 63 hindurchgelassen zu Zelle 73 gelangt und dort durch eine ÖDER-Operation
mit dem Eingangssignal A verknüpft wird. Das Resultat (A +A)
dieser Verknüpfung wird daraufhin über die Zelle 83 zur Zelle
84 übertragen, die es zu der auf die logische ODER-Operation
eingestellten Zelle 85hindurchläßt. Auf der Ausgangsleitung E5
dieser Zelle tritt somit ein Signal auf, das den Ausdruck
darstellt.
Aus der vorausgehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß in den
Spalten 3, 4 und 5 eine mehrstufige logische Verknüpfung unter
Verwendung der ''Übertragen"-Bedingung stattfindet.
In Fig. 8A ist eine Matrix dargestellt, die der von Fig. 7
Docket YO 967 ,33 -009827/Ie9V : ί
gleicht, im Unterschied zu dieser jedoch für die kombinierte Ausführung von logischen und arithmetischen Operationen einstellbar
ist und sich erfindungsgemäß auch zur Ausführung von Schwellwert·
operationen eignet* Wie aus der Matrix von Pig* 8A ersichtlich
ist. sind die Spalten 0, 1, 4 und S zur Ausführung arithmetischer
Operationen durch die Steuersignalbedingung U eingestellt. Die Spalten 0, 1 und 5 sind entsprechend der Bedingung V eingestellt,
um eine binäre Null zu addieren, und die Spalte 4 ist entsprechend der Bedingung V zur Addition einer binären Eins eingestellt. Die
Spalten 2, 6 und 7 sind zur Ausführung einer logischen ODER-Operation entsprechend der Bedingung UV und die Spalte 3 ist zur
Ausführung einer logischen UND-Operation entsprechend der Bedingung ÜV eingestellt. Den Spalten der Matrix von Fig. 8 sind
verschiedene binäre Signalgewichte zugeordnet. So entspricht die Spalte O der Binärstelle 1. die Spalte 1 der Binärstelle 2 und
die Spalte 2 der Binärstelle 4 entsprechend der binären Schreibweise. Es ist jedoch ersichtlich, daß die Spalte 2 nicht zur
Ausführung einer arithmetischen Operation, sondern zur Ausführung
der logischen ODER-Operation gesteuert wird. Dies geschieht in vorteilhafter Weise deswegen, da mit 7 Α-Eingängen die maximale
Zählung in einer Spalte nur 7 sein kann, wodurch nur ein einzelner Obertrag in Spalte 2 auf den Zeileneingängen der Zellen 52,
62, 72 und 82 verfügbar wäre. Durch Steuerung dieser Kolonne zur Ausführung einer logischen Funktion werden dagegen die Reiheneingänge für die Spalte 3 zur Erzeugung einer unabhängigen
Funktion verfügbar gemacht, ohne daß in dieser Spalte Überträge
von einer vorausgehenden, auf eine arithmetische Operation
Docket YO 967 133 009827/1695
■"■;'·■ : - -18■-'" ■ ·
eingestellten Spalte zu behandeln sind.
Die C-Eingänge in den auf eine Addition einer binären Null eingestellten
Spalten 0, T und S wurden durch den Binärwert 0 dargestellt, während der Übertrags eingang der auf die Addition einer
binären Eins eingestellten Spalte 4 ein binäres Eins-Signal zugeführt erhält. Wie außerdem vorausgehend anhand von Fig. 7 erläutert wurde, wird ein binäres Null-Signal den C-Eingangsleitungen
in den Spalten zugeführt, die zur Ausführung einer logischen ODER-Operation
eingestellt sind, während auf den C-Eingangsleitungen der zur Ausführung einer logischen UND-Operation eingestellten
Spalten eine binäre Eins auftritt.
Zur Erläuterung der Arbeitsweise der Matrix von Fig. 8A wird
auf Fig. 8B Bezug genommen. Es sei angenommen, daß alle A-Eingänge
binäre Einsen führen. In die Zelle 10 läuft daher als C-Eingangssignal
eine binäre Null und als A-Eingangssignal eine
binäre Eins ein, wodurch diese Zelle eine binäre Eins zur Zelle
20 liefert, ohne daß ein Übertrag zur Zelle 11 geleitet wird. Der binäre Eins-Eingang von Leitung A, und der binäre Eins-Eingang
von Zelle 1.0 werden in der Zelle 20 addiert. Die Summe Null dieser Addition gelangt zur Zelle 30, während ein Übertrag der
Zelle 21 zugeführt wird. In der Zelle 30 wird aus der binären Null von Zelle 20 und der binären Eins vom Eingang A_ als Resultat der auszuführenden Addition eine binäre Eins erzeugt, die
zur Zelle 40 übertragen wirid, und von dieser hindurchgelassen
zu einem Eingang der Zelle SO gelangt. Die binäre Eins vom Ein-
Docket YO 967 133 00982 7/1 6 95
gang A wird in-der Zelle SQ zu der Eins-Summe von Zelle 30
addiert. Die dabei entstehende Null-Summe gelangt zur Zelle 60,
und außerdem wird ein Übertrag an Zelle 51 abgegeben. In Zelle
60 wird durch Addition der binären Eins vom Eingang A und der
binären Null vom Ausgang der Zelle 50 wiederum eine binäre Eins
erzeugt, die zu einem Eingang der Zelle 70 geleitet wird. Die
Zelle 70 erzeugt als Folge der binären Eins vom Eingang, A_ und
der binären Eins von Zelle 60 einen Übertrag zu Zelle 7T und ein
Null-Ausgangssignal zu Zelle 80. In Zelle 80 wird durch Addition
. der binären Eins vom Eingang A und des Null-Ausgangssignals von
O ■
Zelle 70 ein binäres Eins-Ausgangssignal auf der Ausgangsleitung
I erzeugt.
In Spalte 1 wird das Null-Eingangssignal vom Eingang C und die
binäre Null von Zelle 10 addiert, und die dabei entstehende Summe Null gelangt zu Zelle 21, wo sie zum Übertrag von Zelle
addiert wird. Das entstehende Eins-Ausgangssignal von Zelle 21
gelangt zu Zelle 31. Diese Zelle erzeugt daraufhin ein binäres
Eins-Ausgangssignal, da von Zelle 30 nur eine Null vorliegt. Das
Ausgangssignal von Zelle 31 gelangt zur Zelle 41 und wird von
dieser zu Zelle 51 hindurchgelassen. In Zelle 51 werden der binäre Übertrag von Zelle 50 und die binäre Eins vom Ausgang der
Zelle 31 addiert, so daß ein Übertrag zur Zelle 52 und eine binäre Null zur Zelle 61 geleitet werden. In Zelle 61 werden das
Null-Ausgangssignal von Zelle 51 und das Null-Übertragssignal von
Zelle 60 addiert; das sich ergebende Null-Resultatsignal wird der Zelle 71 zugeführt. Die Zelle 71 addiert den Übertrag von
Zelle 70 und das Null-Ausgangssignal von Zelle 61 und liefert
eine binäre Eins zur Zelle 81, die aufgrund des Fehlens eines Docket YO 967 133 009827/1695
■■■■.■■.' ;- -■■'.. - -./ - 20 - "■..■ V
Übertrages von Zelle 80 unverändert zum Ausgang E 'der"Matrix
weitergeleitet wird.
In Spalte 2 der Matrix erscheinen binäre Nullen auf den B-Eingängen
der Zellen 12, 22, 32, 62, 72 und 82, während die Zelle
52 eine binäre Eins auf ihrem B-Eingang empfängt. Da die Spalte zur Ausführung einer ODER-Operati on gesteuert wird, erscheint
auf der Ausgangsleitung E die binäre Eins von Zelle 52. Hieraus
ist ersichtlich, warum die Spalte 2 für die Ausführung einer ODER-Operation bestimmt worden ist. Da aufgrund der gewählten
Einstellungen die maximale Summe nicht größer als 7 sein kann,
so daß nur ein einzelner Übertrag am Eingang der Zellen von Spalte
2 erscheinen kann, wird durch Auswahl dieser Spalte zur Ausführung einer logischen Operation sichergestellt, daß die Zelleneingänge
A1 bis A von Spalte 3 zur Erzeugung einer Funktion zur
. ■ ■ 1 8
Verfügung stehen, die von der in den Spalten O, 1 und 2 gebildeten
Binärsumme unabhängig ist. Die Operation der Spalte O, 1 und
2 der Matrix von Fig. 8A kann durch den folgenden Ausdruck beschrieben werden:
= J1
, E.,(2), E /4) = J1 (AH AAAAAA).
f ji j» .2i j £ v 1 2 3 5 6 7 8
Anhand der in den Spalten 3 bis 6 der Matrix von Fig. 8A erzeugten
Funktion Wird die kombinierte Verwendung einer logischen und arithmetischen Auswahl sowie die Möglichkeit der Auswahl
einer Schwellwextverknüpfung veranschaulicht. In Spalte 3, die
zur Ausführung einer logischen UND-Operation aufgerufen ist, werden die Eingangssignale A und A durch UND in den Zellen
Docket YO 967 133 0 0 9827 / 1 69B
13 und 23 verknüpft, und das Resultat der Verknüpfung wird über die Zelle 33 zur Zelle 34 übertragen. Das Eingangssignal A3 gelangt
über die auf die Durchführung einer Übertragungsoperation eingestellte Zelle 33 zur Zelle 43, wo es durch eine UND-Operation
mit dem Eingangssignal A verknüpft wird. Das Aus gangssignal
von Zelle 43 gelangt über die auf eine Übertragungsoperation eingestellte
Zelle 53 zur Zelle 54. Das Eingangssignal A wird über die Zelle 53 zur Zelle 63 übertragen, wo es mit dem Eingangssignal
A6 durch eine UND-Operation verknüpft wird, deren Resultat durch
die auf eine Übertragungsoperation eingestellte Zelle 73 zur Zelle 74 übertragen wird. Das Eingangssignal A0 erscheint auf dem B-
Eingang der Zelle 84. Wie oben bereits erwähnt, ist es der Zweck
dieser Funktion, ein Signal-bei Vorliegen einer bestimmten
Schwellwertbedingung, insbesondere des Vorhandenseins dreier Eingangssignale auf 4 Eingängen zu erzeugen. Um diese Schwellwertfunktion
zu erfüllen/ wird die Summe der binären Einsen in den Spalten 4 und 5 gebildet, d.h. eine binäre Eins wird zur Spalte
addiert und eine binäre Null wird zur Spalte 5 addiert. Aus den Spalten 4, 5 und 6, von denen die Spalten 4 und 5 zur Ausführung
arithmetischer Operationen und die Spalte 6 zur Ausführung einer logischen ODER-Operation aufgerufen sind, ist ersichtlich, daß
diese Spalten die gleichen Gewichte einnehmen, wie sie sich im Falle der Spalten 0, 1 und 2 ergeben haben, d.h. die Binärstellen
1, 2 und 4. Durch Addition einer binären Eins zum Gesamtbetrag der·
Spalten 4 und 5 wird ein Schwellwertsignal am Ausgang der Spalte
6 erzeugt, wenn 3 oder mehr der Spalteneingänge Eins-Signale führen.
Nachfolgend soll nun die Operation der Spalten 4, 5 und 6 von
Fig. 8A erläutert werden. Bei der Addition einer binären Eins in Zelle 34 zu dem von der Zelle 33 gelieferten Ausdruck A1A wird
vom Ausgang der Zelle 34 eine binäre Null durch die Zelle 44 zur
Zelle 54 geliefert. In Zelle 54 liegt ein binäres Eins-Eingangssignal in Form des Ausdruckes A A vor, zu dem die von der Zelle
34 einlaufende Null addiert wird. Die Zelle 54 liefert daher ein Eins-Ausgangssignal zur Zelle 74. In dieser Zelle wird das von
Zelle 54 empfangene Eins-Signal und das Eins-Signal A A von
5 6
Zelle 73 addiert,,wobei ein Null-Signal an die Zelle 84 und ein
Übertrag an die Zelle 75 abgegeben wird. In Zelle 84 wird das
Null-Ausgangssignal von Zelle 74 und das Eins-Eingangssignal A
durch Addition zu einem Eins-Ausgangssignal auf Leitung E verknüpft. In Spalte 5 wird der binäre Übertrag von Zelle 34 zum
C-Eingangssignal 0 addiert, woraufhin die Zelle 35 eine binäre
Eins an die Zelle 55 abgibt, sowie ein© binäre Null an die Zelle
36. In der Zelle 55 wird die binäre Eins von Zelle 35 und das Null-Übertragssignal von Zelle 54 addiert und eine binäre Eins
durch die Zelle65 an die Zelle 75 abgegeben. Die Zelle 75
addiert die binäre Eins von Zelle 55 und den Übertrag von Zelle
74 und liefert ein binäres Null-Ausgangssignal zur Zelle 85 sowie einen Übertrag zu Zelle 76. Da die Zelle 85 sowohl von Zelle
75 als auch von Leitung A0 binäre Null-Eingangssignale erhält,
erzeugt sie auf Leitung E ein Null-Ausgangssignal.
In Spalte 6 wird die binäre Eins, die dies© Zelle als Resultat
der arithmetischen Operationen in den Spalten 4 und 5 empfangen
Docket YO 967 133 0 0 9 827/1696
hat, über die Zelle 86 zur Ausgangs leitung E, weitergeleitet.
Durch die Addition der konstanten binären Eins zu der Summe der Eingangssignale zu den Spalten 4 und 5 wird somit stets dann ein
Schwellwertsignal an den Ausgang der Binärstelle 4 abgegeben,
wenn 3 oder mehr der Zelleneingänge Eins-Signale führen. Mit
anderen Worten, auf der Ausgangs leitung E, der Spalte 6 erscheint
stets dann ein Eins-Signal, wenn 3 oder mehr der Zelleneingänge A die durch die Steuersignale U, V, X und Y in den Zellen der
betreffenden Spalte eingestellten Bedingungen erfüllen.
Die Anordnung gemäß der Erfindung kann auch zur Prüfung eines Maßzahlenvektors gegen einen binären oder ternären Bezugsvektor
benutzt werden sowie zur Bestimmung der Formation der Nichtübereinstimmung
derartiger Vektoren. Bei einer solchen Anwendung wird der Meßwertvektor den Eingängen A der Matrix zugeführt und für
jeden Bezugswert wird eine Anzahl von Spalten, die für eine Unterbringung der größten zulässigen Zahl nicht übereinstimmender
Binärstellen ausreicht, entsprechend einem vorgegebenen Programm für die Ausführung einer arithmetischen Operation eingestellt.
Die "Nicht Beachten"-Bedingungen im Bezugsvektor werden dahingehend
eingestellt, daß die betreffenden Reihen auf "Djurchlaß"-Bedingungen
eingestellt werden· Die signifikanten Bits (Schwarz-Weiß-Bestimmungsbits)
werden durch "Echt/KomplementM-Bedingungen in der ersten der arithmetischen Spalten eingestellt. Die Zahl
der nicht übereinstimmenden Stellen wird am unteren Ende der betreffenden arithmetischen Spalten erhalten*
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Die entsprechend vorliegender Erfindung aufgebaute Matrix kann
sowohl in Zeilenrichtung als auch in Spaltenrichtung entsprechend
der Darstellung von Fig* 9 erweitertwerden. Jeder Block von Fig.
9 entspricht einer Matrix von der in den Fign. 1, 7 und-BA dargestellten
Art. Die V-Eingänge können mit den C-Eingängen verbunden werden, wenn keine externe Steuerschaltung verwendet wird.*
Die Fig. 10 zeigt, wie entsprechend vorliegender Erfindung mehrstufige
Matrizen aufgebaut werden können durch Kopplung der Aus·?
gänge E der einen Matrix oder einer Gruppe derartiger Matrizen
mit den Α-Eingängen einer änderen Matrix oder einer Gruppe anderer
Matrizen. Es sei abschließend darauf hingewiesen, daß die regelmäßige
und uniforme Struktur der erfindungsgemäßen Matrix gut
für eine Ausführung als integrierte Schaltung geeignet ist.
Docket YO 967 133 0 09 8 27 / 1 6
Claims (18)
1. Arithmetische und logische Einheit, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Matrix logischer Zellen (10 - MN) vorgesehen ist,
von denen jede wahlweise zur Ausführung arithmetischer und
logischer Operationen und zum Datendurchlaß bzw. zur Datenübertragung zu einer nachgeschalteteη logischen Zelle
eingerichtet ist, daß der Matrix Operanden über Zeilen- bzw. Spalteneingangsleitungen (A, B, C) zugeführt werden, die
jeweils mit der Randspalte bzw. -zeile und/oder mit allen logischen Zellen der jeweiligen Zeile bzw. Spalte verbunden sind, daß jede logische Zelle einen Zeilen-Datenausgang
(D) und einen Spalten-Datenausgang (E) aufweist, die jeweils in Zeilen- bzw. Spaltenrichtung mit einem Eingang
der benachbarten logischen Zelle verbunden sind oder den Matrixausgang bilden, und daß Steuersignalleitungen
der logischen Zellen an selektiv einstellbare Steuersignalspeicherzellen
(U, V, X, Y) angeschlossen sind, deren Inhalt zur Operationssteuerung der zugeordneten Zellen
dient.
2* Arithmetische und logische Einheit nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die logischen Zellen (10 - MN) mit zwei
Gruppen von Steuersignalspeicherzellen (X, Y und U, V) verbunden sind, von denen die eine Gruppe aus den logischen
Zellen einzeln zugeordneten Speicherzellen und die andere aus. jeweils mehreren logischen Zellen gemeinsam zügeordne-
Docket YQ 967 133 009827/1695
ten Speicherzellen besteht, und daß die logischen Zellen
von den Speicherzellen beider Gruppen Steuersignalkomponenten
zugeführt erhalten.
3. Arithmetische und logische Einheit nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Steuersignalspeicherzellen (U, V)
der anderen Gruppe jeweils mit allen logischen Zellen einer Spalte bzw. Zeile der Matrix verbunden sind*
4. Arithmetische und logische Einheit nach einem der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die logischen Zellen (10 - MN) wahlweise zum Durchlaß von EingangsSignalen zu
einer nachgeschalteten logischen Zelle der gleichen Zeile bzw. Spalte oder zur Übertragung von einem in Zeilenrichtung
eingehenden Signal zur logischen Zelle der benachbarten Zeile bzw. zur Übertragung von einem in Spaltenrichtung
eingehenden Signal zur logischen Zelle der benachbarten Spalte eingerichtet sind.
5. Arithmetische und logische Einheit nach einem der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die logischen Zellen (10 - MN) zur wahlweisen Ausführung von ODER-Verknüpfungen,
UND-Verknüpfungen und Additionen eingerichtet sind.
6. Arithmetische und logische Einheit nach einem der Ansprüche
1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die logischen Zellen (10 - MN) mit zwei Steuersignalspeicherzellen (X, Y) ver-
Docket YO 967 133
009827/1695
bunden sind, von denen die eine die logische Zelle auf
eine Verarbeitung oder Übertragung der zugeführten Operandensignale einstellt und die andere eine bestimmte Art der
Verarbeitung oder Übertragung steuert.
7. Arithmetische und logische Einheit nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet» daß die logischen Zellen (IO - MN.) so ausgebildet
sind, daß bei Einstellung einer Übertragung durch die eine Steuersignalspeicherzelle (X) die Steuersignale
der anderen Steuersignalspeicherzelle (Y) entweder einen einfachen Signaldurchlaß in Zeilen- bzw. Spaltenrichtung
oder eine Signalübertragung von einem Zeileneingang zu einem
Spaltenausgang bzw. von einem Spalteneingang zu einem Zeilenausgang
der logischen Zelle bewirken.
8. Arithmetische und logische Einheit nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die logischen Zellen (10 - MN) so ausgebildet sind, daß bei Einstellung einer Verarbeitung durch
die eine Steuersignalspeicherzelle (X) die Steuersignale der anderen Steuersignalspeicherzelle (Y) entweder eine
Verarbeitung der echten Operandeneingangssignale oder des
logischen Komplements dieser Signale bewirken.
9. Arithmetische und logische Einheit nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß Operandeneingangssignale auf Zeilenleitungen (A, B) zugeführt werden und daß
die logischen Zellen (10 - MN) einer jeden Spalte mit zwei
Docket YO 967 133 0 0 9 027/16 9 S ■ ' ^:
■■.■'..■=■■■■ ■'" ..': - 2.8 -
Steuersignalspeicherzellen (U, V) verbunden sind, von denen die eine die logischen Zellen auf die Ausführung logischer
oder arithmetischer Operationen einstellt und die andere die Art der in den logischen Zellen auszuführenden Operation
steuert.
10. Arithmetische und logische Einheit nach Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die logischen Zellen (10 - MN) so ausgebildet sind, daß bei Einstellung einer logischen
Operation durch die eine Steuersignalspeicherzelle (U) die
Steuersignale der anderen Steuersignalspeicherzelle (V) die Durchführung einer ODER-Operation oder einer UND-Operation bewirken.
11. Arithemtische und logische Einheit nach Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die logischen Zellen (10 - MN) so ausgebildet
sind, daß bei Einstellung einer arithemtischen
Operation durch die eine Steuersignalspeicherzelle (U) die Steuersignale der anderen Steuersignalespeicherzelle (V)
unabhängig von den übrigen Operandeneingangssignalen die Addition.einer Null oder einer Eins zu wenigstens einer
der logischen Zellen der betreffenden Spalte bewirken.
12. Arithmetische und logische Einheit nach einem der Ansprüche
1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die logischen Zellen
(10 - MN) aus Schaltungen bestehen, die entsprechend den Booleschen Beziehungen
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D = X(YC+YB)+x[ÖA+UC(YB+YB)j
E = X(YB+YC)+X££(ÜV+ÜC+UC) (YB+YB)J+[uC(Yb+YB)J+/wcJ>)
oder deren Äquivalent aufgebaut sind, worin A, B, C binäre
Operanden-Eingangssignale, U, V, X, Y binäre Zellensteuersignale
und D, E binäre Resultatsignale sind.
13. Arithmetische und logische Einheit nach einem der Ansprüche
1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuersignalspeicherzellen
(U, V, X, Y) mit einem Speicher einer programmgesteuerten Datenverarbeitungsanlage in Verbindung
stehen und von diesen in Abhängigkeit vom jeweiligen Verarbeitungsprogramm
gruppenweise mit Steuersignalen geladen werden.
14. Arithmetische und logische Einheit nach einem der Ansprüche
1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuersignalspeicherzellen
(U, V, X, Y) einer Spalte bzw. Zeile Teil eines Schieberegisters sind, das vom Programmsteuerwerk
einer Datenverarbeitungsanlage die Operationssteuersignale und Schiebesteuersignale zugeführt erhält.
15. Arithmetische und logische Einheit nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß für bestimmte Anwendungen
die Zeilen-Eingangs leitungen (A, B) der Matrix miteinander verbunden· sind.
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' . .'■■■."' -30 - .' . . " -■'■"■ .■■■-■"■
16. Arithmetische und logische Einheit nach einem der Ansprüche
1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß für bestimmte Anwendungen die Spalten-Eingangsleitungen (C) an die Ausgangsleitung
einer der Steuersignalspeicherzellen (U, V) angeschlossen sind.
17. Arithmetische und logische Einheit nach einem der Ansprüche
1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Matrizen von
logischen Zellen (10 - MN) vorgesehen sind, die in einer
oder in beiden Koordinatenrichtungen in Serie geschaltet sind, indem die Ausgangsleitungen (D oder/und E) einer Matrix mit den Eingangs leitungen (A, B oder/und C) von wenigstens
einer anderen Matrix verbunden sind.
18. Arithmetische und logische Einheit nach einem der Ansprüche
1 bis 1.7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Operandeneingangsleitungen (A) mit mehreren Matrizen gemeinsam
verbunden ist, und daß ein anderer Teil der Eingangsleitungen (B) der nachgeschalteten Matrizen an die Ausgangsleitungen
(D) der in der Serienschaltung vorausgehenden Matrizen angeschlossen ist.
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Le e rs e it e;
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