DE1945563A1 - Scheibenbremse,insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Scheibenbremse,insbesondere fuer KraftfahrzeugeInfo
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Description
8.9.1969 P-Le/Lr 887
KNORR-BREMSE G.m.b.H.
Die Erfindung betrifft eine Teilbelag-Scheibenbremse, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit einem eine Bremsscheibe
teilweise umgreifenden, beweglichen Bremssattel und einem im Bremssattel einseitig angeordneten, mechanischen
Zuspannorgan mit selbsttätiger Spielnachstellung,
Es sind bereits Scheibenbremsen bekannt, welche mit einem mechanischen Zuspannorgan mit selbsttätiger Spielnachstellung
ausgerüstet sind. Das Zuspannorgang kann hierbei eine Schraubspindel aufweisen, welche mit einer
willkürlich drehbaren Mutter verschraubt ist. Die Mutter ist dabei ihrerseits über ein nicht selbsthemmendes
Gewinde mit dem Bremssattel verschraubt und weiterhin ist noch zwischen zwei relativ zueinander drehbaren
Teilen ein Anschlagorgan sowie ein einseitig wirkender Freilauf angeordnet. Diese bekannten Einrichtungen weisen
einen verhältnismäßig vielteiligen, komplizierten Aufbau auf und konnten sich daher in der Praxis nicht
durchsetzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Scheibenbremse der eingangs angegebenen Art zu schaffen, bei
welcher das Zuspannorgan aus wenigen, robust gestaltbaren und einfach herzustellenden Einzelteilen zusammengesetzt
ist, der. eirt, daß es allen Anforderungen im praktischen Betrieb gewachsen ist. Außerdem soll das
Zuspannorgan eine geschlossene Aggregat-Bauweise ermöglichen.
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— TL —
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß das Zuspannorgan eine Schraubspindel mit nicht selbsthemmendem
Gewinde aufweist, welche einerseits vor einer im Bremssattel parallel zur Achse der Bremsscheibe
verschieblich geführten Bremsbacke endet, andererseits einen Betätigungshebel trägt und deren
Gewinde mit einer im Bremssattel axsialverschieblxch und undrehbar gelagerten Gewindehülse verschraubt ist,
daß die Schraubspindel zwischen dem Betätigungshebel und der Gewindehülse von einer Nachstellhülse lose um-"
faßt ist, welche mit einem selbsthemmenden, zum nichtselbsthemmenden
Gewinde gegenläufigen Gewinde mit dem Bremssattel verschraubt ist und mittels eines in Richtung
zur Bremsbacke wirkenden Anschlages an der Gewindehülse anliegt, und daß am Betätigungshebel eine Sperrklinke
gelagert ist, welche zusammen mit einer Sperrverzahnung 'an der Nachstellhülse ein in Schwenkrichtung des Be- ^
tätigungshebels zum Verschrauben der Schraubspindel in der Gewindehülse in Abhebrichtung der Schraubspindel
von der Bremsbacke sperrendes, in entgegengesetzter Schwenkrichtung freigebendes Sperrklinken-Getriebes
bildet.
Die gemäß der weiteren Erfindung vorteilhafte Ausgestaltung der Scheibenbremse kann den Unter-ansprüchen
entnommen werden.
In der Zeichnung sind zwei unterschiedliche Ausführurigs-.
beispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt
Figur 1 den grundsätzlichen Aufbau der Scheibenbremse
Figur 1 den grundsätzlichen Aufbau der Scheibenbremse
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im Teilschnitt,
Figur 2 ein erstes Ausführungsbeispiel des Zuspannorgans teilweise aufgeschnitten
Figur 3 einen Schnitt gemäß der Linie I - I in Figur Figur 4 eine geänderte Einzelheit zu Figur 3,
Figur 5 ein zweites Ausführungsbeispiel des Zuspannorgans teilweise aufgeschnitten und
Figur 6 einen Teilschnitt gemäß der Linie II - II in Figur 5.
Gemäß Figur 1 besteht die Scheibenbremse aus einer Bremsscheibe
1, die entweder als Vollscheibe oder mit innen radial verlaufenden, nicht gezeigten Belüftungskanälen
ausgeführt sein kann. Die Bremsscheibe 1 ist mit der nicht dargestellten Radnabe eines Fahrzeuges zu verbinden.
Mit dem ebenfalls nicht dargestellten Vorderachsschenkel bzw. der Hinterachsbrücke des Fahrzeuges
ist ein Bremsträger 2 starr zu verbinden. Der. Bremsträger 2 ist mit parallel zu Ebene der Bremsscheibe
auskragenden Bolzen 3 versehen, auf welchen ein Bremssattel 4 senkrecht zur Ebene der Bremsscheibe 1 schwenkbar
gelagert ist. Im Bremssattel 4 ist senkrecht zur Ebene der Bremsscheibe 1 verschieblich eine Bremsbacke
gelagert. Zum Verschieben der Bremsbacke 5 sind am Bremssattel 4 zumindest ein hydraulischer Betätigungszylinder 6 und ein mechanisches Zuspannorgan 7 angeordnet.
Der Bremssattel 4 umgreift den Außenrand der Bremsscheibe 1 und trägt gegenüberliegend zur Bremsbacke
5 eine zweite Bremsbacke 8. Die Bremsbacke 8 kann am Bremssattel 4 um eine zur Achsrichtung der Bolzen
parallele Achse schwenkbar gelagert sein.
; . ORIGINAL IMSPECTED
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Zum Betätigen der Bremsscheibe wird die Bremsbacke 5
durch die hydraulischen Betätigungszylinder 6 bzw. das Zuspannorgan 7 gegen eine Radialfläche der Bremsscheibe
1 angedrückt. Der Bremssattel 4 verschwenkt: sich dabei um die Bolzen 3 gemäß Figur 1 nach rechts,
bis die Bremsbacke 8 an die andere' Radialfläche der Bremsscheibe 1 angedrückt wird.
Das Zuspannorgan 7 ist mit einem Betätigungshebel 9
versehen, welcher um eine zur Achse der Bremsscheibe parallele Achse schwenkbar ist. Gemäß Figur 2 ist der
Betätigungshebel 9 mit einer Schraubspindel 10 starr verbunden, welche sich parallel zur Achse der Bremsscheibe
1 in Richtung vom Betätigungshebel 9 zur Bremsbacke 5 erstreckt und mittels eines als Druckbolzen
ausgebildetem Endabschnittes auf die Bremsbacke 5 ein-.zuwirken
vermag. Die Schraubspindel 10 ist mit einem nicht selbsthemmenden Gewinde 12 versehen, mittels
welchem sie mit einer Gewindehülse 13 verschraubt ist. In den Außenumfang der Gewindehülse 13 ist ein Keil
eingesetzt, der in eine parallel zur Achsrichtung der Schraubspindel 10 verlaufende Nut 15 in einer die Gewindehülse
13 aufnehmenden Bohrung 16 des Bremssattels eingreift. Mittels des Keiles 14 ist also die Gewindehülse
13 in der Bohrung 16 zumindest annähernd parallel zur Achse der Bremsscheibe 1 verschieblich, jedoch undrehbar
geführt. Im Abschnitt zwischen dem Betätigungshebel 9 und der Gewindehülse 13 ist die Schraubspindel
von einer Nachstellhülse 17 lose umfaßt. An ihrem dem Betätigungshebel 9 abgewandten Abschnitt ist die Nachstellhülse
17 an ihrem Außenumfang mit einem selbsthemmenden, zum Gewinde 12 gegenläufigen Gewinde 18 versehen,
mittels welchem sie mit einem entsprechenden
ORfGiNAL INSPECTED - 5 -
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Muttergewinde in der Bohrung 16 des Bremssattels 4 verschraubt ist. Die Gewindehülse 13 und die Machstellhülse
17 liegen mit einander zugekehrten, einen Anschlag 19 bildenden Flächen aneinander an. Der Anschlag
19 wirkt in Andrückrichtung der Bremsbacke 5 an die Bremsscheibe 1 von der Nachstellhülse 17 auf
die Gewindehülse 13 ein· In ihrem dem Betätigungshebel 9 unmittelbar benachbarten Bereich ist die Nachstellhülse
17 mit einer als radiale Sägeverzahnung ausgebildeten Sperrverzahnung 20 versehen./Am Betätigungshebel
9 ist achsparallel zur Schraubspindel 10 ein Bolzen 21 angebracht, auf welchem eine Sperrklinke
22 drehbar gelagert ist. Die Sperrklinke 22 wird durch eine nicht dargestellte Feder gegen die
Sperrverzahnung 20 gedrückt und bildet zusammen mit dieser ein Sperrklinkengetriebe, welches in Schwenkrichtung
des Betätigungshebels 9 zum Wegschrauben der Schraubspindel 10 in der Gewindehülse 13 von der Bremsbacke
15 sperrt, in entgegengesetzter Schwenkrichtung frei gibt.
Zum Betätigen der Scheibenbremse mittels des mechanischen
Zuspannorgans 7 wird der Betätigungshebel 9 in der Pfeilrichtung 23 gemäß Figur 3 verschwenkt. Die Schraubspindel
10 verschraubt sich dabei über ihr Gewinde 12 in der drehfest gehaltenen Gewindehülse 13 in Richtung zur
Bremsbacke 5 und drückt diese über den Druckbolzenabschnitt 11 gegen die Bremsscheibe 1 an.Beim richtigen
Lösespiel der Scheibenbremse gleitet dabei die Sperrklinke 22 auf der Rückenkontur eines Zahnes der Sperrverzahnung
20, ohne bis zum nächsten Zahn zu gelangen. Zum Lösen der Scheibenbremse wird der Betätigungshebel 9
ORIGINAL INSPECTED - 6 -
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zurückgeschwenkt5 die .Schraubspindel 10 verschraubt
sich dabei in der Gewindehülse 13 zurück und die Sperrklinke 22 gleitet auf der Rückenfläche des jeweiligen,
Zahnes der Sperrverzahnung 20 zurück, ohne den nächsten Zahn zu berühren.
Falls während es Bremsvorganges an den Bremsbacken und 8 ein das Lösespiel der Scheibenbremse unzulässig
vergrößender Verschleiß auftritt, wird während des Bremsvorganges der Betätigungshebel 9 in Pfeilrichtung
" 23 derart nachgeschwenkt, daß die Sperrklinke 22 vom
Rücken des Zahnes der Sperrverzahnung 20, auf welchem sie sich zu Bremsbeginn befand, auf den Rücken des
nächsten Zahnes, also einen Zahn weiter gelangt·
Sollte das Lösespiel der Scheibenbremse bereits zu Bremsbeginn zu groß gewesen sein, so muß bereits beim
Anlegen der-Bremse der Betätigungshebel 9 derart in
Pfeilrichtung 23 verschwenkt werden, daß die Sperrklinke
22 vom Rücken des-jenigen Zahnes der Sperrverzahnung
20, auf welchem sie in der Lösestellung auflag, in die nächstfolgende Zahnlücke schnappt. In
beiden Fällen gelangt während des Zurückschwenkens des Betätigungshebels 9 zum Lösen der Scheibenbremse
die Sperrklinke 22 zur Anlage an einer Sperrflanke eines Zahnes der Sperrverzahnung 20 und die Nachstellhülse
17 wird zumindest während eines Teiles der Rückschwenkbewegung
des Betätigungshebels 9 mitgenommen und verdreht· Über das Gewinde 18 verschraubt sich die
Nachstellhülse 17 während dieser Drehung relativ zum
Bremssattel in Richtung zur Bremsbacke 5 und drückt dabei über den Anschlag 19 die Gewindehülse 13 um
einen entsprechenden Betrag relativ in Richtung zur
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ORIGINAL INSPECTED
Bremsscheibe 1 nach vorne. Die Schraubspindel IO wird
daher während des Lösevorjanges nur um einen um die
Verschiebung der Gewindehülss 13 verminderten Betrag
relativ zur Bremsscheibe 1 zurückgezogen und das Lösespiel der Scheibenbremse wird somit auf den vorgesehenen Wert vermindert»
Es kann vorkommen, daß im Bremszustand die Sperrklinke ..n eine Zahnlücke der Sperrverzahnung. 20 einfällt, ohne
nennenswertes Spiel, zur Sperrflanke des vorangehenden
Zahnes aufzuweisen. In diesem Fall wird beim Lösen der Scheibenbremse sofort zu Beginn des Rückschwenkens des
Betätigungshebels 9 über die Sperrklinke 22 und die Sperrverzahnung 20 die Nachstellhülse 17 in Nachstellrichtung
verschraubt«, Trotz des im Vergleich zum Gewinde 18 zwischen der Machstellhülse 17 und dem Bremssattel
4 steileren Gewindes zwischen der Schraubspindel 10 und der Gewindehülse 13 kann infolge der sofort su
Lösebeginn einsetzenden Nachstellverschrauhiing der Machstellhülse
17 in diesem Fall zu Lösebeginn eine Erschwernis auftreten· Um diese Erschwernis zu vermeiden,
kann die Sperrklinke 22 am Bolzen 21 federnd verschieblich gelagert werden, wie es in Figur 4 dargestellt ist.
Gemäß Figur 4 weist die Sperrklinke 22 ein Langloch 24
zur Aufnahme des Bolzens 21 auf. Die Längsachse des Langloches 24 verläuft zumindest annähernd senkrecht
zur Sperrfläche 25 der Sperrklinke 22. Im Langloch 24 liegt auf der der Sperrfläche 25 zugewandten Seite am
Bolzen 21 ein Druckstück 26 unter der Kraft einer Feder an· Die Feder 27 ist zwischen das Druckstück 26; ürid das
der Spesrrfläcfoe 25 zugewandte Ende des Langloches 24
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eingespannt.
Falls im Bremszustand die Sperrfläche 25 praktisch spielfrei an einer Sperrflanke eines Zahnes der
Sperrverzahnung 20 anliegen sollte, so verschiebt sich beim Zurückschwenken des Betätigungshebels -9
zum Lösen der Scheibenbremse anfänglich der Bolzen 21 im Langloch 24 unter Zusammendrücken der Feder 27.
Zu Lösebeginn behält also die Sperrklinke 22 relativ zum Bremssattel 4 ihre Lage bei, während der Betätigungshebel
9 bereits eine Rückschwenkbewegung" ausführt i Hieraus ergibt sich, daß die Schraubspindel 10
bereits eine Schraubbewegung in Löserichtung ausführen kann, während die Nachstellhülse 17 noch in Ruhe bleibt.
Erst nach diesem so erfolgten Einleiten des Lösevorganges nimmt der Bolzen 21 die Sperrklinke 22 mit
und die Nachstellhülse 17 wird entsprechend verschraubt, was nunmehr ohne Schwierigkeiten möglich ist«. Während
des restlichen Lösevorganges'drückt die Feder 27 die
Sperrklinke 22 in ihre Ausgangslage relativ zum Betätigungshebel 9 zurück*
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 5 ist die mit dem Bezügszeichen 22· versehene Sperrklinke stiftartig
ausgebildet und. in einer zur Achse der Schraubspindel parallelen Ausnehmung 28 im Betätigungshebel 9 gelagert.
Die Sperrklinke 22· überragt den Betätigungshebel 9 beidseitig.
Gemäß Figur 6 divergieren die in Umfangsrichtung der Schraubspindel 10 liegenden Seitenwandungen 29 der
Ausnehmung 28 in Richtung zur Bremsscheibe 1, während die radial zur Schraubspindel liegenden Wandungen der
Ausnehmung- 28 parallel zur Schraubspindel 10 verlaufen.
ORIGJNALINSPECTED
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Zwischen zwei Ringflanschflächen 31 bzw. 32 an der
Wandung der Ausnehmung 28 bzw. an der Sperrklinke 22· ist eine Feder 33 eingespannt, welche die Sperrklinke
22· in Richtung zur Bremsscheibe 1 belastet. An ihrem der Bremsscheibe 1 abgewandten, den Betätigungshebel
9 überragenden Ende ist die Sperrklinke 22' mit einem Querstift 34 versehen, mittels weichem
sie willkürlich um 180° um ihre Längsachse drehbar und in diesen Drehlagen durch nicht gezeigte Einrichtungen,
beispielsweise einer Führung für den Querstift 34, sicherbar ist. Die Nachstellhülse 17·
ist gemäß Figur 5 mit einer axsialen Sperrverzahnung 20* versehen. Die Zähne der Sperrverzahnung 20' weisen
beidseitig gleichartig ausgebildete Zahnflanken 35 auf, wie es in Figur 6 angedeutet ist· Die Sperrklinke 22'
ist an ihrem der Sperrverzahnung 20· zugewandten Ende
mit einer Abschrägung 36 versehen. Das Gehäuse 37 des Zuspannorgans 7 ist gemäß Figur 5 vom Bremssattel 4
getrennt ausgeführt und mit dem Bremssattel 4 durch Schrauben 38 starr verbindbar· Die Schraubspindel 10
ist an ihrem der Bremsscheibe 1 zugewandten Ende mit einer Ausnehmung 39 versehen, in welche der als gesondertes
Teil ausgebildete Druckbolzen 11' gegenüber der Schraubspindel 10 drehbar und allseitig begrenzt
auslenkbar eingesetzt ist. Der Grund der Ausnehmung
ist zur Verminderung der Reibung zwischen Schraubspindel 10 und Druckbolzen 11' mit einem Lagerwerkstoff 40,
vorzugsweise Rotguß, ausgekleidet· Vom Gehäuse 37 erstreckt sich zum Druckbolzen 11* ein Staubschutzbalg
und zum Betätigungshebel 9 ein Faltenbalg 42. Das freie
Ende der Sperrklinke 22' mit dem Querstift 34 ist durch eine Abdeckhaube 43, welche am Betätigungshebel 9 befestigt
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ίο -
ist, abgedeckt· Eie Gewandehülse 13 ist bei der Ausführung
nach Figur 5 mittels KeilmiteRführmigen 44 im Gehäuse
a 5c sial verschieblich und undrehbar* geführt. Im übrigen
entspricht der Aufbau der Zuspanneinrichtung nach Figur
dem Aufbau der Zuspanneinrichtung -nach Figur 2.
Wird bei betriebsbereiter Bremse der Betätigungshebel 9
der Zuspanneinrichtung nach Figur 5 im Bremssinn ■verschwenkt,
so versehraubt sich die Schraubspindel 1Ό in
der Gewindehülse 13 in Andrückrichtung der Bremsbacke 5 an die Bremsscheibe 1. Die Sperrklinke 22· verschwenkt
sich dabei in der Ausnehmung 28* Bei konsktem Läsespiel
gelangt die Sperrklinke 22* dabei höchstens gerade bis zur Anlage an einer Seitenwandung 29 der Ausnehmung 28
und das Ende der 'Sperrklinke 22*f. verbleibt in der gleichen
Zahnlücke der Sperrverzahmmg 2Oe· Nur wenn das Läsespiel
zu groß ist oder während des Brassens ein entsprechender Verschleiß auftrittj wird der Betätigungshebel 9 nach
einem Anliegen der Sperrklinke 22* an eine Seitenwand 29
weiterverschwenki, die Sperrklinke 22· wird mitgenommen
und gleitet dabei über einen Zehn der Sperrverzahnung 20' bis zum Einschnappen in die nächstfolgende Zahnlücke.
Beim Rückschwenken des Betätigungshebel* 9 zum Lösen der Scheibenbremse verschwenkt sich anfänglich die Sperrklinke
22' in der Ausnehmung 28 im'allgemeinen bis in ihre zentrische
L&ge, im Höchstfälle bis zu Anlage an der gegenüberliegenden Seitemmndung 29. Sodann wird die Sperr-.
klinke 22' mit dem Betätigungshebel 9 mitgenommen und
verschraubt durch ihren Eingriff in die Sperrverzahnung 20' die Nachsbefflhülse 17* in Nachstellrichtung. Ira übrigen
entspricht die Punktionsweise des Zuspannorgans 7 nach Figur 5 derjenigen des Zuspannorgans nach Figur 2·
- 11 -
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Bei einem Belagwechsel isuß die Nachstellhülse 17 bzw.·
17· zurückgestellt werden» Bei der Ausführung nach Figur 2 ist hierzu die Sperrklinke 22 aus der Sperrverzahnung
20 auszuheben und die Nachstellhülse 17 sodann zurückzuschrauben. Bei der Ausführung nach
Figur 5 kann die Sperrklinke 22*-mittels des Querstiftes
34 um 180° um ihre Länksachse gedreht und sodann der Betätigungshebel 9 hin und her geschwenkt
werden. Die Sperrklinke 22* wirkt während dieser Schwenkbewegung mit der Sperrverzahnung 2p· wie ein
Ratschengetriebe zusammen und schraubt die Nachstellhülse 17* dabei zurück. Nachfolgend ist die Sperrklinke
22' in ihre Soll-Lage zurückzudrehen»
Die Trennung der Schraubspindel 10 vom Druckbolzen 11'
und die Auskleidung der gemeinsamen Berührungsfläche
zwischen diesen beiden Teilen durch einen Lagerwerkstoff vermindert dia OeI einer Drehunc der Schraubspindel
10 zu überwindende Ä^zirnny, *?oü«rch die Batätiguiig
der Scheibenbremse leichcer ~νιύ feinfühlige.».
erfolgen kann.
Die Nachstellhülse 17 bzw. 17* soll nur wie vorstehend
beschrieben drehbar sein. Um ungewünschte Drehungen mit Sicherheit auszuschließen, kann es zweckmäßig sein,
in das Gewinde 18 zwischen der Nachstellhülse 17 bzw. 17' und dem Bremssattel 4 bzw. dem Gehäuse 37 ein oder
mehrere Kunststoffkörper 45 einzusetzen, wie in Figur
und Figur 5 gestrichelt angedeutet.
BAD ORIGiNAL - 12 -
ι ο a 811 /11 a 1
Claims (9)
1)\Teilbelag-Scheibenbremse, insbesondere für Kraft-
, ^ fahrzeuge, mit einem eine Bremsscheibe teilweise
umgreifenden, beweglichen Bremssattel und einem im Bremssattel einseitig angeordneten, mechanischen
Zuspannorgan mit selbsttätiger Spielnachstellung, dadurch gekennzeichnet, daß das Zuspannorgan C7)
eine Schraubspindel (10) mit nicht selbsthemmendem Gewinde (12) aufweist, welche einerseits vor einer
" im Bremssattel (4) parallel zur Achse der Bremsscheibe
(1) verschieblich geführten Bremsbacke (5) endet, andererseits einen Betätigungshebel (9) trägt
und deren Gewinde mit einer im Bremssattel achsial verschieblich und undrehbar gelagerten Gewindehülse
(13) verschraubt ist, daß die Schraubspindel zwischen dem Betätigungshebel und der Gewindehülse von einer
Nachstellhülse (17) bzw. (17·) lose umfaßt ist, • welche mit einem selbsthemmendem, zum nicht selbsthemmendem
Gewinde (12) gegenläufigen Gewinde (18) mit dem Bremssattel verschraubt ist und mittels
eines in Richtung zur Bremsbacke wirkenden Anschlages
(19) an der Gewindehülse anliegt, und daß am Betätigunghebel eine Sperrklinke (22 bzw. 22') gelagert ist,
welche zusammen mit einer Sperrverzahnung (20 bzw. 20·) an der Nachstellhülse ein in Schwenkrichtung
des Betätigungshebels zum Verschauben der Schraubspindel in der Gewindehülse in Abheberichtung der
Schraubspindel von der Bremsbacke sperrendes, in entgegengesetzter Schwenkrichtung freigebendes Sperrklinkengetriebe
bildet.
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2) Scheibenbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke (22) an einem zur
Achse der Schraubspindel (10) parallelen Bolzen (21) des Betätigungshebels (9) schwenkbar gelagert
ist und durch Federkraft gegen die als radiale .Sägeverzahnung ausgebildete Sperrverzahnung
(20) gedrückt wird,
3) Scheibenbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke (221) stiftartig
ausgebildet ist, in einer zu Achse der Schraubspindel (10) parallelen Ausnehmung (28) des Betätigungshebels
(9) axsial verschieblich gelagert ist und durch eine Feder (33) gegen die axsial
angeordnete Sperrverzahnung (20r) gedrückt wird.
4) Scheibenbremse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnflanken (35) der Sperrverzahnung
(20·) beidseitig gleichartig ausgebildet sind, daß die Sperrklinke (22·) an ihrem mit der
Sperrverzahnung in Eingriff stehenden Ende einseitig eine Abschrägung (36) aufweist und daß die
Sperrklinke am entgegengesetzten Ende einen Querstift (34) trägt, mittels welchem sie in zwei um
180° versetzte Drehlagen um ihre Längsachse einstellbar und sicherbar ist.
5) Scheibenbremse nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke (22 bzw. 22') in ihrer Lagerung
am Betätigungshebel (9) entgegen der Kraft einer Feder in Sperr-Richtung dec Sperrverzahnung (20 bzw.20')
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begrenzt auslenkbar gehalten ist.
6) Scheibenbremse nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die in Umfangsrichtung der Schraubspindel
(10) liegenden Seitenwandungen (29) der Ausnehmung (28) in Richtung zur Bremsscheibe (1) divergieren
und daß die Feder (33) zwischen Ringflanschflächen (31 und 32) an der Sperrklinke (22*) und
an der Ausnehmung eingespannt ist.
7) Scheibenbremse nach einem oder mehreren der vor- ψ stehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
in die Verschraubung (18) der Nachstellhülse (17 bzw. 17·) in an sich bekannter Weise Kunststoff körper
(45) eingesetzt sind.
8) Scheibenbremse nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in eine Ausnehmung (39) in dem der Bremsbacke (5)
gegenüberstehenden Ende der Schraubspindel (10) ein dieses Ende der Schraubspindel überragender
Druckbolzen (II1) gegenüber <ier Schraubspindel
drehbar und allseitig begrenzt auslenkbar eingesetzt
. ist.
9) Scheibenbremse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Grund der Ausnehmung (39) mit einem Lagerwerkstoff (40), vorzugsweise einem Lagermetall,
ausgekleidet ist.
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