DE1625819A1 - Nachstelleinrichtung - Google Patents
NachstelleinrichtungInfo
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Description
ALFRED TEVES den 12. Juli
FRANKFÜRT/MAIN P 3^36 T 6 2 5 8 1 9
Pat/O/Ku
Nachstelleinrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf· eine Nachstelleinrichtung
einer mechanisch oder durch Druckmittel betätigten Bremse, mit einem Gewindebolzen, auf den eine Überwurfbüchse ge schraubt
ist, die beide bei Vergrößerung des Bremslüftspiels infolge Belagabnutzung durch Verdrehen gegeneinander ge spreizt
werden, wobei Einrichtungen vorgesehen sind, die eine axiale Bewegung 'in eine Drehbewegung umwandeln.
Von den bekannten Nachstelleinrichtungen, die in vielfältiger
Form bereits vorgeschlagen wurden, hat sich die jenige
als am vorteilhaftesten erwiesen, bei denen das Maß,
um das sich im Laufe der Zeit der Bremsbelag abnutzt, duroh Vergrößerung des Abstandes bestimmter Teile innerhalb der
Nachstelleinrichtung ausgeglichen wird, indem verschiedene Glieder durch Verschraubung gegeneinander gespreizt werden.
Diese Spreizung mittels Schraubung ist deshalb vorteilhaft, weil die konstruktive Gestaltung eines Gewindes einen gewissen
Spielraum bezüglich der Verteilung der Last auf mehrere Gewindegänge läßt, was eine geringere Flächenpressung mit sich
bringtο Die solcherart bekannten Nachstelleinrichtungen,
haben den Nachteil, daß die Nachstellung immer unter Last,
d.h. beim Betätigen der Bremse, erfolgt. Dies rührt daher, daß der Vorgang der Verdrehung und damit der Spreizung unmittelbar
aus einer Vergrößerung des Hinweges beim Betätigen der Bremse hergeleitet wird.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, zwecks Verkleinerung
des Verschleißes in den Nachstellgliedern die bekannten Einrichtungen dahingehend zu verbessern, daß die Nachstellung
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der Bremse unter Entlastung, d.h.. während des Lösevorganges
der Bremse, erfolgt. Bs ist hierbei zu berücksichtigen, daß
ein auftretender Verschleiß im wesentlichen proportional den an den Verschleißflächen auftretenden Kräften und der
zwischen den Verschleißflächen stattfindenden Gleitbewegung
ist. Dies bedeutet, daß bei aufeinander ruhenden Teilen bei
noch so großen Kräften kein Verschleiß eintritt, ebenso wie bei gegeneinander bewegten Teilen, wenn keine Kräfte auftreten.
Die vorgenannte Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß ein den Gewindebolzen drehender Schrauben— ·
rampenkörper mit diesem kuppelbar ausgebildet ist, derart, daß der bei Überschreiten eines bestimmten Axialweges sich
drehende Schraubenrampenkörper in einer Drehrichtung mit dem Gewindebolzen formschlüssig verbunden und in der anderen
Drehrichtung von dem Gewindebolzen gelöst ist.
In weiterer Ausbildung der Erfindung greift in die schraubenförmigen
Rampennuten des Schraubenrampenkörpers eine als Führungsstift dienende Führungsschraube ein, die mit dem
Gehäuse fest verbunden ist. Gleichzeitig ist durch die Führungs· schraube die Überwurfbüchse unverdrehbar gegenüber dem
Gehäuse geführt. Die Bodenbreite einer Rampennut des Schraubenrampenkörpers ist soviel größer als der Durchmesser des
darin eingreifenden Stiftteiles der Führungsschraube, wie
es -unter Berücksichtigung der Schraubenrampensteigungeiner Axialbewegung des Schraubenrampenkörpers um das Maß
des größten Bremslüftspiels entspricht. Gemäß der Erfindung sind der Schraubenrampenkörper und der Gewindebolzen in1' A
Uinfangsrichtung beim Betätigen der Bremse voneinander ge-*1'**"-"''
löst und beim Lösen der Bremse miteinander gekuppelt. Dies wird zweckmäßigerweise dadurch erzielt, daß der Gewindebolzen
an seinem inneren Ende einen konzentrischen kreisrunden
Ansatz aufweist, der von dem Schraubenrampenkörper umschlossen ist und der eine Aussparung mit kreissegmentförmigea
Querschnitt besitzt, in die eine Rolle eingelegt ist,
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die durch eine Flachfeder einseitig an die Bohrungsmantelfläche des Schraubenrampenkörpers gedrückt wird.
In den Figuren ist die Erfindung anhand einer Spreizbetätigung
einer Trommelbremse gezeigt» die von außerhalb mechanisch oder durch einen Druckmittelzylinder über eine Keilbetätigung
mittels Rollen betätigt wird.
Fig. 1 zeigt eine Spreizeinrichtung mit der erfindungsgemäßen
Nachstelleinrichtung im Längsschnitt, während in Fig.2 ein Schnitt A-B gemäß Fig.1 dargestellt ist. Fig.3 schließlich
zeigt die Nachstelleinrichtung für sich in einer perspektivischen Ansicht auseinandergenommen.
Xn einem Gehäuse 1 befinden sich in dessen Längsachse konzentrisch
die Betätigungs- und Nachstellglieder, Die Kraft zur Betätigung der Bremse wird durch seitlich hereingeführte,
nicht näher bezeichnete mechanische Einrichtungen aufgebracht. Von diesen mechanischen Gliedern wird die Kraft zunächst auf
eine Überwurfbüchse 2 übertragen, die über ein Gewinde mit
einem Gewindebolzen 3 verbunden ist, der an seinem äußeren Ende eine kugelige Mulde besitzt, in die ein Druckstück 14
mit einer gleichartigen Kugelform eingelegt ist, das seinerseits auf die Bremsbacken einwirkt. Der Abstand zwischen der
Bezugsfläche der von außen wirkenden mechanischen Betätigung und dem Anlenkpunkt der Bremsbacken wird durch die Stellung
des Gewindebolzens 3 in. dem Gewinde der Überwurfbüchse 2 festgelegt.
Bei neuen Bremsbelägen ist der Gewindebolzen 3 in seine tiefste Stellung in die Überwurfbüchse hineingeschraubt.
Soll infolge Belagverschleiß der Gewindebolzen 3 aus der Überwurfbüchse 2 selbsttätig herausgeschraubt werden, so ist
eine Drehung des Gewindebolzens 3 erforderlich. Dies geschieht mit Hilfe eines Schraubenrampenkörpers kf der im
wesentlichen die Form einer zylindrischen, hohlgebohrten Büchse aufweist, die an ihrer Außenseite mit Rampennuten 6
versehen ist, die eine schraubenförmige Steigung aufweisen. In diese schraubenförmigen Rampennuten 6 greift der vordere
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Stiftteil einer Führungsschraube 5 ein, die in das Gehäuse
1 eingeschraubt ist, somit unbeweglich ist und gleichzeitig in einem Schlitz die Überwurfbüchse 2 am Verdrehen hindert,
sie jedoch an der Axialbewegung nicht hindert. Der Schraübenrampenkörper
k ist in axialer Richtung gegenüber dem Gewindebolzen .3 unverschieblich, und zwar ist er nach außen durch
einen angedrehten Stufenabsatz und nach innen durch einen Sicherungsring 7 gehalten. Gegen das Eindringen von Fremdkörpern
ist die Nachstelleinrichtung mehrfach gedichtet j zwischen dem Gewindebolzen 3 und dem Druckstück Ik liegt die Dichtung 1o,
zwischen der Überwurfbüchse 2 und dem Gewindebolzen 3 die
Dichtung 11, während die-stirnseitige Öffnung des Gehäuses 1
durch eine Gummikappe 13 abgedichtet ist, die von einer Blechkappe 12 gehalten wird.
Vie bereits erwähnt, befindet sich am inneren Ende des Gewindebolzens
3 eine zylindrische Andrehung, auf der der Schraubenrampenkörper k sich befindet. In diesen zylindrischen Ansatz ist
eine segmentförmige Aussparung eingefräst, in der eine Rolle 8
sich befindet, die einseitig durch eine Flachfeder 9 in die
Höhlung zwischen der zylindrischen Bohrung des Schraubenrampenkörpers 4 und den Boden der Aussparung im zylindrischen Ansatz
des Gewindebolzens 3 hineingedrückt wird.
Aus Fig. 2 ist zu ersehen, daß bei einer Drehrichtung des Gewindebolzens
3 gegenüber dem Schraubenrampenkörper k die Rolle 8 angepresst wird, somit eine Relatiwerdrehung zwischen dem
Gewindebolzen 3 und dem Schraubenrampenkörper k sperrt, während
in der anderen Drehrichtung ein gegenseitiges Verdrehen zwischen Gewindebolzen 3 und Schraubenrampenkörper k möglich ist. Die
Flachfeder 9 verhindert dabei, daß die Rolle 8 auf die andere Seite des Kreissegmentes rollt und auch eine Sperrung in umgekehrter
Richtung vollzieht. Aus Fig. 2 ist ebenfalls zu ersehen, daß die Breite der Rampennut 6 größer ist als der Durchmesser
des Stiftes der Führungsschraube 5, und zwar so viel, daß
unter Berücksichtigung der Schraubensteigung des Schrauben -
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rampenkörpers 4 eine Axialbewegung des Schraubenrampenkörpers 4 längs der Führungsschraube 5 im Maße des Bremslüftspiels
erfolgen kann, bevor die gegenüberliegende Flanke der
Rampennut 6 an der Führungsschraube 5 zur Anlage kommt und
eine Verdrehung des Schraubenrampenkörpers 4 erfolgt. Beim Lösen der Bremse erfolgt zunächst der Flankenwechsel, der
auch beim Hingang zuerst stattfindet, alsdann wird der Schraubenrampenkörper 4 verdreht, wobei die Anordnung der
Rolle 8 in der segmentförmigen Aussparung zusammen mit der
Flachfeder 9 die Möglichkeit geschaffen hat, die Drehbe wegung
des Gewindebolzens 3 relativ zum Schraubenrampenkörper 4 in einer Richtung zu sperren und in der anderen
Richtung freizugeben. Auf diese Weise ist es möglich, den Nachstellvorgang, der sich in dem Gewinde zwischen dem Gewindebolzen
3 und der Überwurfbüchse 2 abspielt, in den kraftentlasteten Vorgang des Losens der Bremse zu verlegen.
Somit wird der an den Nachstellgliedern auftretende Ver schleiß
weitgehend herabgesetzt. ,
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Claims (4)
1.Nachsteileinrichtung einer mechanisch oder durch Druckmittel
betätigten Bremse, mit einem Gewindebolzen, auf
den eine Überwurfbüchse geschraubt ist, die beide bei
Vergrößerung des Bremslüftspiels infolge Belagabnutzung durch Verdrehen gegeneinander gespreizt werden, wobei
Einrichtungen vorgesehen sind, die eine axiale Bewegung in Drehbewegung umwandeln, dadurch g e k e η η ζ e i c hn e t, daß ein den Gewindebolzen^) drehender Schraubenrampenkörper(4) mit diesem kuppelbar ausgebildet ist,
derart, daß der bei Überschreiten eines bestimmten Axialweges sich drehende Schraubenrampenkörper(4) in einer Drehrichtung mit dem Gewindebolzen(3) formschlüssig verbunden und in der anderen Drehrichtung von dem Gewindebolzen^) gelöst ist·
Vergrößerung des Bremslüftspiels infolge Belagabnutzung durch Verdrehen gegeneinander gespreizt werden, wobei
Einrichtungen vorgesehen sind, die eine axiale Bewegung in Drehbewegung umwandeln, dadurch g e k e η η ζ e i c hn e t, daß ein den Gewindebolzen^) drehender Schraubenrampenkörper(4) mit diesem kuppelbar ausgebildet ist,
derart, daß der bei Überschreiten eines bestimmten Axialweges sich drehende Schraubenrampenkörper(4) in einer Drehrichtung mit dem Gewindebolzen(3) formschlüssig verbunden und in der anderen Drehrichtung von dem Gewindebolzen^) gelöst ist·
2.Nachstelleinrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß in die schraubenförmigen Rampennuten
(6) des Schraubenrampenkörpers(4) eine als Führungsstift
dienende Führungsschraube(5) eingreift, die mit dem Gehäuse
(i) fest verbunden ist.
3»Nachstelleinrichtung nach einem oder beiden der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch ge kennzeichnet,
daß durch die Führungsschraube(5) die Überwurfbüchse(2)
unverdrehbar gegenüber dem Gehäuse(i) geführt ist.
σ
4.Nachstelleinrichtung nach e:j.nem oder mehreren der vor—
co
hergehenden Ansprüche, dadurch gekennz ei chnet, 4^. daß die Bodenbreite einer Rampennut(6) des Schrauben -
^ rampenkörpers(4) soviel größer ist als der Durchmesser des
■*"- darin eingreifenden Stifbteiles der Führungsschraube(5),
co ,
co wie es - unter Berücksichtigung der Schraubenrampensteigung
- einer Axialbewegung des Schraubenrampenkörpers
(4) um das Maß des größten Bremslüftspiels entspricht·
5·Nachstellenrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schraubenrampenkörper(4) und der Gewindebolzen^)
in Umfangerichtung beim Betätigen der Bremse voneinander
gelöst und beim Lösen der Bremse miteinander gekuppelt sind·
6.Nachstelleinrichtung nach einem oder mehreren der vor -hergehenden Ansprüche, dadurch gekennz e lehnet,
daß der Gevindebolzen(3) an seinem inneren Ende einen konzentrischen kreisrunden Ansatz aufweist, der von dem
Schraubenrampenkörper(5) umschlossen ist und der eine
Aussparung mit kreissegmentförmigea Querschnitt besitzt,
in die eine Rolle(8) eingelegt ist, die durch eine Flachfeder^) einseitig an die Bohrungsmantelfläche des
Schraubenrampenkörpers(4) gedrückt wird.
009831/0439
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