DE1944277A1 - Verfahren zur Herstellung von Butan-Derivaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Butan-DerivatenInfo
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- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25B—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25B3/00—Electrolytic production of organic compounds
- C25B3/20—Processes
- C25B3/29—Coupling reactions
- C25B3/295—Coupling reactions hydrodimerisation
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Description
Badische Anilin- A Soda-Fabrik AG *ττ* , /
Unser Zeichen: O.Z. 26 339 Bk/Be
6700 Ludwigshafen, 29. August 1969
Verfahren zur Herstellung von Butan-Derivaten
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Butan-Derivaten durch Elektrolyse von olefinisch ungesättigten
Verbindungen.
Es ist aus Chemical Reviews 68 (1968), Seite 471 bekannt, daß man durch Elektrolyse von Styrol in Gegenwart von Methanol und
Natriummethylat, Styrolglykoldimethyläther, oC-Methoxyäthylbenzol,
ß-Methoxyäthylbenzol sowie geringe Mengen an meso 1,4-Dimethoxy-2,3-diphenylbutan
erhält. Die Elektrolyse nach dem beschriebenen Verfahren wird an Platinelektroden durchgeführt.
Es wurde nun gefunden, daß man Butan-Derivate der allgemeinen Formel
R-| ρ ρ R-j
\ ι2 |2 /
^CH - CH - CH - CH^ I,
R R
in der R einen aromatischen Rest oder eine Alkoxygruppe bedeutet
und R1 ein Wasserstoffatom oder eine Alkoxygruppe oder Alkylgruppe
bezeichnet und R2 für ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe
steht und R-, und R2 zusammen mit den Kohlenstoffatomen,
die sie substituieren, einen 5- bis 12-gliedrigen cycloaliphatischen Ring bezeichnen können sowie falls R einen aromatischen
Rest bezeichnet, R und R2 zusammen mit den Kohlenstoffatomen,
die sie substituieren, einen 5- bis 6-gliedrigen cycloaliphatischen
Ring bilden können, durch Elektrolyse von olefinisch ungesättigten Verbindungen der allgemeinen Formel
R1 R2
^c . df
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- 2■- ■ O.Z. 26 339'
in. der R, R-, und Rp die angegebene Bedeutung haben, in Gegenwart
von niederen aliphatischen Alkoholen und einem Leitsalz vorteilhaft erhält, wenn man als Elektroden Graphitelektroden
verwendet.
Das neue Verfahren ermöglicht es, eine Vielzahl von 1,4-substituierten
Butan-Derivaten in guten Ausbeuten herzustellen. Ferner hat das Verfahren den Vorteil, daß es einfach durchzuführen ist.
Das neue Verfahren ist insofern bemerkenswert, als es nicht zu erwarten war, daß durch.Verwendung von Graphitelektroden die
Elektrolyse von Styrol anders verläuft als an Platinelektroden (vgl. Chemical Reviews 68 (1968), Seite 471).
In. den"bevorzugten Ausgangsstoffen der Formel II bedeuten R eine
Pheny!gruppe, die 1 bis 2 Substituenten wie Alkylreste mit'1 bis
4 Kohlenstoffatomen, Chlor- oder Bromatome oder Alkoxygruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen haben kann, oder eine Alkoxygruppe
mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. R1 steht in den bevorzugten Ausgangsstoffen
für ein Wasserstoffatom, eine Alkoxygruppe oder Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. R2 steht für ein
Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Die Substituenten R-, und Rp können in den bevorzugten
Ausgangsstoffen der Formel II zusammen mit den Kohlenstoffatomen, die sie substituieren, auch einen 5- bis 12-gliedrigen
cycloaliphatischen Ring bezeichnen, und falls R einen Phenylrest
bezeichnet, können R und R« zusammen mit den Kohlenstoffatomen, die sie substituieren, einen 5-gliedrigen cycloaliphatischen
Ring bilden.. Besonders bevorzugt werden Ausgangsstoffe der Formel II, in denen R für einen Phenylrest oder eine Alkoxygruppe
mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen steht und R1 ©in Wasserstoff
atom, eine Alkoxygruppe oder Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
bedeutet, wobei R-, und R« zusammen mit den Kohlen
Stoffatomen, die sie substituieren, auch einen 6- bis 8-gliedrigen
cycloaliphatischen Ring bedeuten können. Geeignete Ausgangsstoffe sind beispielsweise Vinylmethyläther, Vinyläthyläther,
Vinyl-n-butyläther, Styrol, p-A'thylstyrol, p-Chlorstyrol, Indan
oder Methoxyoyolohexen,
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Die Elektrolyse wird in. Gegenwart von niederen aliphatischen
Alkoholen durchgeführt. Bevorzugt werden Alkanole mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, insbesondere Methanol oder Äthanol, verwendet.
Torteilhaft wendet man je Mol olefinisch ungesättigter
Verbindung 1 bis 5 Mol Alkohol an. Besonders gute Ergebnisse erhält man , wenn man je Mol olefinisch ungesättigter Verbindung
2 bis 3 Mol Alkohol mitverwendet.
Die Elektrolyse wird zur Verbesserung der leitfähigkeit in Gegenwart
eines Leitsalzes durchgeführt. Besonders bewährt haben sich als Leitsalze Alkali3odide oder Alkaliperchlorate, Alkalimethylate.
Besonders bevorzugt wegen ihrer leichten technischen Zugänglichkeit werden ITatriumjodid, Natriumperchlorat oder Natriummethylat
als Leitsalz verwendet. Vorteilhaft enthält das zu elektrolysierende Gemisch 0,2 bis 10 Gewichtsprozent, insbesondere
.0,7 bis 5 Gewichtsprozent, Leitsalz.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die Elektrolyse bei Anodenspannungen
von +0,2 bi3 +1,8 V, insbesondere von +0,5 bis +1,4 V, (gemessen gegen eine Silber/Silberchloridelektrode)
2 2
und Stromdichten von 25 mA/cm bis 75 mA/cm durchzuführen. Im allgemeinen wendet man Temperaturen von -40 bis +80 G an.
Besonders gute Ergebnisse erhält man bei Temperaturen von -20 bis +400G.
Ein wesentliches Merkmal der Erfindung ist es, daß die Elektrolyse
an Graphitelektroden durchgeführt wird. Im allgemeinen
verwendet man-die handelsüblichen für Elektrolysezwecke geeigneten
Graphitelektroden. Besonders bewährt haben sich Graphitelektroden
P 127 der Firma Sigri, Meitingen bei Augsburg.
Das Verfahren nach der Erfindung führt man beispielsweise aus, indem man in ein Elektrolysegefäß, das mit Graphitelektroden
•ausgestattet ist, olefinisch ungesättigte Verbindungen der Formel II sowie die genannten Alkohole im genannten Verhältnis
vorlegt, die genannte Menge eines der beschriebenen Leitsalze zugibt und bei den beschriebenen Temperaturen, Anodenspannungen
und Stromdichten die Elektrolyse durchführt. Es ist möglich, die Elektrolysezelle durch ein Diaphragma zu trennen. Vorteil-
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COPY
- 4 - ■ O.Z. 26 339
haft führt man die Elektrolyse ohne Diaphragma durch. Im allgemeinen
wird die Elektrolyse so lange durchgeführt, bis 0,1 bis 0,5 Faraday verbraucht sind. Anschließend wird das Reaktionsgemisch nach bekannten Methoden, z.B. durch fraktionierte Destillation
aufgearbeitet.
Die nach dem Verfahren der Erfindung hergestellten Butan-Derivate
eignen sich z.B. zur Herstellung von 1,4-Dicarbonylverbindungen.
Ferner lassen sich aus.den erfindungsgemäß hergestellten Stoffen durch Abspaltung von Methanol, z.B. durch Behandeln
mit Phosphorsäure,· Butadien-Derivate herstellen.
Eine lösung von 1,4 g Natriumiodid in 120 ml Methanol und 80 ml
Tinyläthyläther wird bei -5 0, einer Stromdichte von 40 mA/cm und einer Anodenspannung von +0,6 bis +0,9 "V (gemessen gegen '
eine Silber/Silberchloridelektrode), an Graphitelektroden P
(Firma Sigri, Meitingen), die im Abstand von 10 mm angebracht sind, elektrolysiert. Das zu elektrolysierende Gemisch wird
während der Elektrolyse im Kreis geführt. Die Elektrolyse wird solange durchgeführt, bis 0,232 Faraday verbraucht sind. Anschließend
wird das Methanol abdestilliert und der Rückstand mit 20 ml Wasser versetzt und anschließend extrahiert. Der Extrakt
wird nach Abdestillieren des Äthers fraktioniert destilliert. Man erhält 12,3 g l,4-Diäthoxy-l,4-dimethoxybutan vom
Siedepunkt 93 bis 950C bei 14 mm Hg.
Eine Lösung von 10 g Natriumperchlorat und 0,2 g Natrium in
120 ml Methanol und 80 ml Styrol wird bei 20 Grad eine Anodenspannung
von +1,1 V und einer Stromdichte von 75 mA/cm2 wie im Beispiel 1 beschrieben bis zu einem Verbrauch von 0,216 Faraday
elektrolysiert. Das erhaltene Gemisch wird wie im Beispiel 1 beschrieben
aufgearbeitet. Man erhält durch fraktionierte Destillation
18,7 g l,4-Diphenyl-l,4-dimethoxybutan vom Siedepunkt
125 bis 1350C bei 0,01 mm Hg und vom Schmelzpunkt 81 bis 830C.
Die Stromausbeute beträgt 65 #.
109810/2218 " 5 '
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Eine Lösung von 25 g (2)Äthoxycyclohexene1,2) und 0,4 g Natrium
in 30 ml Methanol wird bei 100G, einer Anodenspannung von
+0,5 V und einer Stromdichte von 37 mA/cm wie im Beispiel 1 beschrieben bis zu einem Verbrauch von 0,1 Faraday elektrolysiert.
Anschließend wird das Methanol und das überschüssige Ä'thoxycyclohexen abdestilliert. Der Rückstand wird 2 Stunden
mit einer Lösung von 1 η Schwefelsäure in Methanol behandelt. Durch fraktionierte Destillation erhält man 2,6 g (entsprechend
27 i> Stromausbeute) 2,2-Dicyclohexanon vom Siedepunkt 92 bis
940C bei 0,01 mm Hg.
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Claims (1)
- - 6 - O.Z. 26 339 PatentanspruchVerfahren zur Herstellung von Butan-Derivaten der allgemeinen FormelRn TJ TJ TJx1 *2 f2 Z1.CH - CH - GH - CH I ,R Rin der R einen aromatischen Rest oder eine Alkoxygruppe bedeutet und R^ für ein Wasserstoffatom, eine Alkoxy- oder Alkylgruppe steht, R2 für ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe steht und R-, und R2 gemeinsam mit den Kohlenstoffatomen, die sie substituieren, einen 5- bis 12-gliedrigen cycloaliphatisohen Ring bezeichnen können und falls R einen aromatischen Rest bezeichnet, R und R2 zusammen mit den Kohlenstoffatomen, die sie substituieren, einen 5- oder 6-gliedrigen cycloaliphatische Ring bedeuten können, durch Elektrolyse von olefinisch ungesättigten Verbindungen der allgemeinen FormelR-, R2- CH II ,in der R, R1 und R2 die angegebene Bedeutung haben, in Gegenwart von niederen aliphatischen Alkoholen und einem Leitsalz, daduroh gekennzeichnet, daß mmn zur Elektrolyse Graphitelektroden verwendet.Badisoh« Anilin- A Soda-Fabrik AG
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|---|---|---|---|
| DE19691944277 DE1944277A1 (de) | 1969-09-01 | 1969-09-01 | Verfahren zur Herstellung von Butan-Derivaten |
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Applications Claiming Priority (1)
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| GB (1) | GB1322237A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0433260A3 (en) * | 1989-12-14 | 1993-01-20 | Monsanto Company | Process for preparing butanetetracarboxylic acid |
-
1969
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-
1970
- 1970-08-24 FR FR7030921A patent/FR2059154A5/fr not_active Expired
- 1970-08-28 GB GB4150070A patent/GB1322237A/en not_active Expired
- 1970-08-28 CH CH1295870A patent/CH537892A/de not_active IP Right Cessation
- 1970-09-01 JP JP45076012A patent/JPS52928B1/ja active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0433260A3 (en) * | 1989-12-14 | 1993-01-20 | Monsanto Company | Process for preparing butanetetracarboxylic acid |
| EP0816533A3 (de) * | 1989-12-14 | 1998-01-14 | Monsanto Company | Verfahren zur Herstellung von Butantetracarbonsäure |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2059154A5 (de) | 1971-05-28 |
| JPS52928B1 (de) | 1977-01-11 |
| CH537892A (de) | 1973-06-15 |
| GB1322237A (en) | 1973-07-04 |
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