DE1543249A1 - Verfahren zur Herstellung von cyclischen Verbindungen durch Flcktrolyse - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von cyclischen Verbindungen durch FlcktrolyseInfo
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Description
DR. E. WIEGAND DIPUtNG. W. NIEMAMN DR. M. KÖHLER DIPL-ING. C. GERNHARDT
telefon, 5S5*7« 8000 MüNCHEN 15,22.Januar 1969
V, T2 369/65 13/Ko P 15 43 249.2
Monsanto Company
St.Louis,Missouri,(V,St.A.)
St.Louis,Missouri,(V,St.A.)
Verfahren zur Herstellung von cyclischen Verbindungen durch Elektrolyse.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung
von cyclischen, polyfunktionellen Verbindungen durch Elektrolyse, und insbesondere auf ein Verfahren zur
elektrolytischen Umwandlung bestimmter, zwei aktivierter Olefingruppen enthaltender Verbindungen in reduzierte ,
zwischenmolekular verbundene oder gekuppelter Verbindungen.
Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung gelangen Verbindungen
mit einer elektronenabziehenden Gruppe, die zur Aktivierung einer «tjß-olefinischen Gruppe gegenüber elektro—
lytischer Hydrodimerisation fähig ist, und außerdem zwei
olefinische Gruppen in «(jß-Stellung mit Bezug auf die elektronenabziehenden
Gruppen enthalten, zur Anwendung. Zwecks Erzielung
BAD OR!GIHAL
einer Cyclisierung sind dio verwendeten Verbindungen vorzugsweise
Von einer solchen Größe, daß die elektrolytioche intra-
oder zv/iccheninolekulare Kupplung odor Bindung unter Ringbildung mülielon stattfindet, beispielsweise mit 5 bi3 7 Atomen
in der Kette der den Rin£ bildenden Atomen, wobei dies auch
leicht mit 3 oder 4- den ßlng bildenden Atomen auftritt. Zur
Verwendung geeignete Verbindungen umfassen solche mit zwei olefinischen
Gruppen in α,β-Stellung mit Bezug auf Carboxylat-
" gruppen, Carboxamidgruppen, Carboxylgruppen, Nitrilgruppen,
Phosphonatgruppen, Phosphinatgruppen, Phosphinoxydgruppen, Sul·
fongguppen, 2-Pyridingruppen oder 4-Pvridingruppenj die beiden
olefinischen Gruppen uind durch eine zweiwertige organische Kette, vorzugsweise von solcher Länge verbunden, daß die Q-Eohlenstoffatome
der olefinischen Gruppen durch 3 bic 5 Atome getrennt sind, wobei diese Atome Kohlenstoff, Sauerstoff,
Schwefel odor Stickstoff sein können; Verbindungen der vorstehend
angegebenen Art, in welchen die olefinischen Gruppen durch
1 oder 2 der oben angegebenen Atome getrennt Bind, sind ebenfalls zum Gebrauch bei dom Verfahren gemäß der Erfindung
besonders geeignet, selbst, v;enn die sich ergebenden Ringe bisher als schwierig zu bilden angesehen wurden.
Außordeic können Pdnge mit bis au 10 oder mehr Eohlenatoffatomen
boi dem Vorfahren gemäß der Erfindung hergestellt werden,
obgleich ihre Sr^zGugung noniger wirksam sein kann· Bei dor
Herstellung derartiger Verbindungen sind die ß-Kohlenntoffdfu'
.>l«fln«ichon tfruppon duxx;h 1 bis 9 oder mehr Atoae
Die lei deir Verfahren gciiliS der "Erfindung sur Anwendung
gel.jtfiTt;iid<in Verbindungen lcönnon ?<<E. zwei αtß-olrfinirsoh(i Garh
ojiylatgruppen, zivoi at?.-olefiniache Cflrboxsttddßi'^rpfcn, zwei
α ,.fc-olef irische Kotoncruppcn, zv.'oi rijS-olefinifohe Aldehyd«
, »«ο! α,(.'«olefinische Nilvil^ruppen, z-u'i f<',B-olofirhoßphon^tgruj.'peni
zwei c^n-clifinisahc I"hcöphinat«
AVGi a,2-olefiniGChe Eulfenij-rupprn, zwti ?-«,f?»olc« f
ßciie Pyridingrupppn, zv.ei ^-t.tß»olefiniccho Tyridirirrrup»
pen oder Kombinationen v-r-n beligMgen twci drr vors t oh enden
Gruppen, z.B. eine «.,Cl-Glefinischc Fitril^Tiuiipa und «inc» (f,ß~
oleficic-che Carl>O3^rlatgrui'pe oder eir.e (.,ß-olcfiriirrho llitrilgruppe
und eine α ,ß-olefi irische Carboy^aDiiaiiinippii, odtr ei no
α,β-olefiniache Kitrilgrut po rad eineo t,i*-o3ii JnifiülK IU ton«
gruppe oder eine α,β-olefininchö Cipl.Oisylatfjjuj^.c uad eine
ische Ee-tonsruppe oder r-ißC-Kti^olfifinic-ehu Ctrlipafy-
und eine afß-oiairiieche (.·<Mi-uzjariiasrnipe oc.?r tine ^
c,i:-olei'inißche witri!gruppe unü tine c*tR-o2ciij:li,t-i/( Phor.phonatgrurpe
oder eine α,β-oltfiniccho iiitrilßruppf; xiiiC. üino
κ,Π-olerinißche Gu3foncn?ppe ofler clno o:f [·»( lcf.'j iFohr- Gart-.
o:xyl,Ybgruppe uiiu ϋ1ιΐβί?-£',β-ο1εΓ:1κ3 echo. J^riöii.c^iipJ1^ risivoifun
die \ öi'i:teilend aii^c-tirboiKin Gruppen uinü. är.hei durch (Aiwn r;wt>j
vvox^tiGcii cr&iiiaGehen Itoot vuaAbvuidcnt der uue ti heu Ichlon·-
v/ügl-er«toff UOHeχ- -aiheia oder uolircron ÄthcrT Thictltliory,
Imino- odor Oarbonylrußten bottoht und Arylengruppen r.owic
809831/154 6 'bad o?.;c;»AL
aliphatißche ^ohlenwass^rötoffgriippen entliäXten Kann. Beispiele
für derartige zweiwertige organische Reste sind solche
der nachstehenden allgemeinen FormeIJi:
0
(OBg)11 (IiR)n (0)p (C)q (Fhenylen)r ,
(OBg)11 (IiR)n (0)p (C)q (Fhenylen)r ,
worin n eine ganze Zahl von 1 bia 5, η eine ganze Zahl von
w 0 bis 2, ρ eine ganze Zahl von 0 bis 2, q, eine ganze Zahl
▼on O bis 2, und r eine ganze Zahl von 0 bis 1 bedeuten,
und die Summe von m, n, p, q, und r 1 bis 8 und vorzugsweise 3 bis 5 beträgt, wenn r Null ist, und von 2 bis 4 beträgt, weni
r 1 ist, und worin der Rest R Wasserstoff oder ein niederes Alkyl bedeutet, mit der Maßgabe, daß 0 nicht DR benachbart
ist; wenn der zweiwertige verbindende Rest' durch Z dargestellt wird, können einiges zur Verwendung geeignete Verbindungen
und deren Reaktion in folgender V/eise dargestellt k Werdens
CR-CR-I - .CR - CIIR - Y
z/ ν ^
- CR - Y
Elektrode*
Hierin stellt Z irgendeinen der zweiwertigen organischen Reste
entsprechend den vorstehend angegebenen Definitionen und Beispielen, R Wasserstoff oder eine Kohlenwasserstoffgruppe,
welche keine nicht-aromatische Unsättigung aufweist, oder Y
dar, wobei Y irgendeine der Gruppen bedeutet, zu der die olefinischen Gruppen als in der α,B-Stellung in den vorstehend
ale geeignet bezeichneten Verbindungen angegeben ist,
909831/1546
Dor Rest 2 ist im allp-onelnen an die ß-Kohlenstoffatoaie
in Obereinatiiamung mit der vorstehend angegebenen Wiedergabe
gebunden $ er kann Jedoch auch zwischen den -Kohlenstoffatomen
gebunden eein, wobei die folgende Umsetzung erhalten
wirdι ■
CR« « C -Y CR0- CH - Y
/ Elektrolyse / ■ C - Y CR2 - CK - Y
Der Rest Z kann auch an das^iL-Kohleniitoffatoin der einen
Einheit und an das fi-Kohlenatoffatom der «weiten Einheit
gebunden eeln, wobei die nachstehende Reaktion stattfindet:
0 a C - Y · CR0-CH-Y
2 / I 2 /
X Elektrolyse^ S
CR β CR - Y ' CR- CUR - Y
wobei in den vorstehend angegebenen Formeln die Reste R, Z
und Y die gleiche Bedeutung In allen Fällen aufweisen, ob· gleich die Antahl von Atomen in Z für eine gegebene Anzahl
von Atomen in dem sich ergebenden Ring in den beiden
letzteren Fällen kleiner ist, da die Kupplung oder Bindung an den ß-Kohlenstoffatomen eintritt, Jedoch sind die
* oC -Kohlenotoffatone in dem sich ergebenden Ring, wenn
der Rest Z an sie gebunden lot, wodurch.eine entsprechende
90 9 8 31/15 4 6 . . eAb cniGiNAL
Änderung in der Anzahl von Atomen in Z erforderlich wird, wenn die gesamten Atome, in dem aioh ergebenden Ring gleich sein
soll·
Während in den vorstehend ber-cliri3benen Reaktionen die
olefinischen Gruppen durch getrennte elektronenabziehende
Gruppen aktiviert werden, ist es ebenfalls praktisch möglich, daß die beiden olefinischen Gruppen einer einzigen derartigen
Gruppe benachbart sind, wie nachstehend dargestellt ist:
R - CH-CH R-CH-CH2
"^C-O
> I \ C - 0
. R'- CH - CH Elektrolyse H - CH - ^
Bierin bedeutet R eine Kohlenwascerotoffgruppe.
Einige zur Verwendung bei deaVerfahren gemäß der Erfindung geeignete YorBindungen umfassen z.B. (R) (CH-CHCN)3,
0 . 0 . c
(R) (CH-CH-C-0-Äth)2, (R) (CH-CHvC-HH2)2, *o*in S jeweils
eine Alkylengruppe mit wenigstens 3 Kohlenstoffatomen und
vorzugsweise mit einer 5 Kohlenstoffatome nicht überschreitenden
Kettenlänge darstellt;
0
CH2(OCH-CH-O-OCH2Ch3)2j (-CH2CH(CH5)CH-CH-Y)2, worin Y Jweils -CH, -C-IiH2, -C-N(CH3 )2, -CO-CH3, -C-CH3, 2-Pyridyl, 4~Pyri-
CH2(OCH-CH-O-OCH2Ch3)2j (-CH2CH(CH5)CH-CH-Y)2, worin Y Jweils -CH, -C-IiH2, -C-N(CH3 )2, -CO-CH3, -C-CH3, 2-Pyridyl, 4~Pyri-
0.0 δ 0
dyi; -PO(OHthyl), -P(0)CH3(0-äth7l), -P(O)(CH3)^. -SO2 darstellen
kann, in welchen die verschiedenen Alkylgruppen in der Y-Einheit jeweils durch andere Sohlenwasserstoffgruppen,
909831/1546 ..>
^
die bis zu 20 Kohlonstpifatomen und vorzugsweise nicht mehr
als 10 Kohlenstoff atome enthalten« era et 25 t sein kennen;
(-GK2IiHCH-CH-Y)2, worin Ϊ die gleiche Bedeutung, wie gerade
vorstehend angegeben, besitzt;
'0
OH2-CH β CH - S -
0 CH2-CH2-C-C
(-.UH2CH2CH-CH-I-(O) '
' 0 (-CH2H(CH5)CH2C(CH3)- CfKi -
(-CH2-CH2-C-CH-C- H)2 ,
CH3-C-CK-COOC2Hc
- .BAD ORIGINAL
909831/1546
O COOC2Hc COOC2Hc 0
C2HeOC-CK-CII-CH - CH2 - CH - CII=CIi - CCCgH^ ,
C2H5OC - C - CH2
GU0
O , d
" - σ » CH2
CH9
ο Γ2
- 0 - CH0
Die Elektrolyse der vorstehend angeführten Verbindungen
ergibt Beaktionen gemäß den Verfahren der Erfindung unter
Bildung des,entsprechenden Produkts, in welchem die ß-Kohlenstoffatome
miteinander durch eine kovalente Bindung verbunden sind und die α-Kohlenstoffatome ein weiteres Wasserafc
stoffatom gebunden enthalten· Die Kupplung oder Bindung der ß-Kohlenstoffatome führt zur Bildung einer cyclischen Struktur,
welche die ß-Kohlenstoffatome<einscb.ließt>
und die sie verbindende Kette in dem Ausgangsmaterial
>» Die Bildung von derartigen cyclischen Strukturen kann in gewissem Ausmaß
von reduktiven Kupplungen zwischen zwei verschiedenen Kolekü-
909831/1546 BAD on
lon der Aus^an^srccJcticnctciliiGteer oder von anderen .Reduktionen
odor Uebenrco.kticnen dor AusconcGrenktionötsllhehrar
in Abliengic^oit von don Jeweiligen lieaktionsteilnehiaer und
den Klektrolysebedingun^en boglcitct sein· Außerdem können
einige der Einheiten in den AuGCon^creaktionöteilnehnicrn,
welche die erwünschte cyclischo Πtr Jrtur.ergebenf elnor weiteren
lieaktion während der Dloktrolyoe unterworfen Bein,.
was etwas von den Elektrolysebedincunsen abhängt» woboi
Produkte gebildet werden, in denen außer der reduktiven
Kupplung öder Bindung .änderungen stattfanden. Jedoch lelLeon
auch diese Arbeitsweisen.im.Bereich der 3rfiiäung, so lange
die erwünschte reduktive Kupplung oder Bindung unter Bildung von cyclischen Verbindungen ßtnttßoBundon hat} in einigen
Füllen aind diese weiteren Reaktionen oder Änderungen während
der ^lektrolyoe tatoüchtlich vorteilhaft mit Becug ^uT die -
Erzeugung von besonderen Produkten» (
?feitere Beispiele für Reaktionen nach dem Vorfahren '
gemäß der Erfindung sind nachstehend erläutert;
CH-CH^C-OCpH.
0-0 ■ ■>
0-C CE
1 0 Elektrolysö, I /
0CIiCHCHOOH 0—Ci
.· ·. ' . . -BAD"
&0983t/15£6
s >vN
OH2-O-O6H5
CH-CH-SO2H
CH-CH2CN
- CH-CH
«. CH-CH
0-0
- CH - 0H
OH2-O- CN
CH0-OH- CN . :
ι * » " '
CH - OH2
OH - CN
oh Ae2
XH^
CH2 - CN
CHoON CH2CN
CH-
CH
o"ö
9 f10-Bis-(ß-oyanomethyl
9i£fdihalti
7· CN .
^Sp r CH - CH (^
!l-c «GH - CK- Elektrolyse
OH-CN
ί Lcil -CK- CiT Elektrolyse
-CH0CN
*fedö der vorstehend angehobenen Reaktionen wird unter
Anwendung der in den nachstehend angaeebenen' Beispielen
erläuterten Bodlngungen ausgeführt.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrona
für die Herstellung von cyclischen Verbindimgen, die verschiedene funktioneile Verbindungen oder Gruppen enthalten.
Einige der so hergestellten einzelnen Verbindungen, sowie Klassen von Verbindungen sind bekannte Verbindungen mit be- ^
kannten Reaktivitäten und sind als Zwischenprodukte bei der Ausführung von verschiedenen Reaictionen oder bei der Erzeugung
vun anderen erwünschten Verbindungen brauchbar.
Im allgemeinen wird die elektrolytische» reduktive
Kupplung oder Bindung geir.äß ^Gi" Erfindung in konzentrierter
Lösung in einem wäßrigen Elektrolyten ausgeführt. Die Verwendung von ziemlich konzentrierten Lösungen kann erwünscht
909831/1546 · _-
unerwünschte Reaktionen von als Zwischenprodukt
eriialtonen Ionen alt dem tfaeaer dos Elektrolyts zu verringern·
Die olefinischen lieaktionsteilnohuier umfassen üblicherweise
wenigstens etwa 10 Gew·-ξι des Elektrolyten und vorzugsweise
20 Gew«-/6 oder mehr« Im allgemeinen ist die Ver-
" Wendung von ziemlich hohem Salzkonzontrationen in dem Elek- ;
trolyten, die z*3. 5$ und üblicherweise 30 Gew.-% oder mehr
der ^esaafa^acjo von S$lz und Wasaer in dem Elektrolyten ausmachen,
zweckmäßig und erwünscht, um die erwünschte Löslichkeit der olefiniachon Verbindungen zu erzielen·
Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung gelangen Verbindungen
mit zwei olefinischen Gruppen zur Anwendung, die-zur ;
ι redulctiven Kupplung der Bi&dung durch Elektrolyse an der ,
Kathode geeignet sind« Die Elektrolysebedingungen, die angewendet werden sollen, sind la wesentlichen diejenigen, die
für Hydrodimerisationen oder andere reduktive Bindungen oder :
Kupj&lungsreaktionen von monoolefinischen Verbindungen in
einer Belhe von Patentschriften angegeben sind,, insbesondere
Patentschriften, die derartige Reaktionen von a,ß~olefinisohen
nitrilen; Estern und Oarboxgraiden betriffen, z.B. US-Patentschriften
3 193 481, 3 193 482, J 193 483 und 3 193 477» Patentschriften mit Bezug auf die Ümsetiungen von
Vinylpyridin, z.B. US-Patent schrift 3 218 246 und mit Bezug
auf dl« Umsetzungen von olefinischen Ketonen, wie la US-Pa-
tentflchrift 3 193 479} dieet Bedingungen sind auoh tür die t
9 0 9 8 31/15 4 6 · .. BAD ofug/nal*
,■■, 1543243
Reaktionen von α,ß-olefinieohen Phoaphonaten, Phosphinaten,
Phosphino-xyden und SuIfonen, ,bei. welchen die aus den vorstehend angegeoenen Patentachrif ten bekannten Bedingungen . ■ v
. angewendet werden a.B. in der US-Patentschrift «lAtS&V^
beschrieben· Die bei
dem Verfahren gemäß der,Erfindungauftretende Heaktion ist '
praktisch.diejenige der einfachen Hydrodimerisationen mit der
'.'Abänderung, daß die reduktive Kupplung zwischen zwei olefi- '
niscaen ßru-open im gleichen Molekül andtolle zwieshen olöfi
nischenGruppen in se trennt on Molekülen, stattfindet·
■ Die Salakonaentration hat einen wesentlichen Einfluß
.auf die erzielten Ergebnisse, T/enn die Salze hydrotrop sind»
unterstütaon hohe Konzentrationen die Löslichkeit der olefini«
sehen Heaktionsteilnehmer und ermöglichen die Verwendung. . .
höherer Konzentrationen der Heaktionsteilnehmer«. Sarüberhin-'.
aus beeinflusaen die Salskonentrationen» insbesondere die. Kon« '
Ϊ zentratlon von Salzkationen in gewisser Weise den Verlauf :
{:, der Heaktion-und führen au höheren Ausbeuten an reduktiv
>
:■'*,-· · · :'"·■■ : ·. ' .····■ . ·
cycliaiertem Produkt auf Kosten von einfallen Beduktions»
/',produkten· Bas Verfahren gemäß der Erfindung wird unter Ver-* -·:"■ Wendung eines Srägerelektrolytan ausgeführt» worunter in der
'. Technik ein'Elektrolyt verstanden wird,; der zum Stromtrane- .
r port fällig ist, Jedoch unter den Elektrolyeebedingungen nicht
■ ' entladen wird| dabei .muß'gemäß der Erfindung der !Trägerelek- >
: ' trollt aue einem Sal» bestehen,. ,Bei-der praktischen Ausfuhr
rung dee Verfahrens gemäß der Erfindung soll zweckm&ßig und
vorteilhaft des Irägerelektrolytealz wonigstens 5 Getf.-# der
au elektrolysierenden Lösung darstellen· Sie Anforderungen
an Trägerelektrolyten sind dem faohoann geluufjtfig und er
kann solche -^lektrolyte auswählen und diese in den angemessenen Konzentrationen i& Hinblick auf die hier vermittelte
mit Bezug uuf den Katholyt und im Hinblick auf die
c j'i't-cntun&ieldungen und Patentschriften« betreffend
die Eyrtrodimerisetionen von α,β-olefinißchen Verbindungen,
in welchen die fur diese Hydrodimerisationen wichtigen Salzkonzentrationen angegeben sind« 'auswählen· Sa die intra-" molekulare reduktive Kupplung oder Bindung von O-BLs-Cß-dioarbätho*yvinylamino)-bensol beispielsweise bei Kathodenspannungen im Bereich von etwa -1,8 bis-1«86 (gegen gesättigte
Kalomelelektrode), bis tu einem gewissen Ausmaß von den Bedingungen abhängig fortschreitet« können beliebige Elektrolytsalse, die keiner wesentlichen Entladung bei weniger negativen Bedingungen unterworfen sind« zur Anwendung gelangen·
Semgemäß stehen umfangreiche Klassen von geeigneten Elektrolytsalzen für den Gebrauch zur Verfügung· Di· Balte können
organgiech oder anorganisch oder Mischungen davon eein und
es können auch eea4-e»saameae«*«*a*· aus einfachen Kationen
Und Anionen iusammeageeetste Balze oder «ehr große komplexe
Kationen und Anionen umfassende Balte luv Anwendung gelangen«
Der hier verwendete Ausdruck "ßßlze" wird in der allgeraoinon Bedeutunr zur Angabe einer aus einem Kation und
einem Anion bestehenden Verbindung, beispielsweise einer
durch Uia&ctzung einer ßäure mit einer Base erhaltenen Verbindung angewendet· , ■
Vorzugsweise werden bei dem Verfahren genäß der Erfindung Salze verwendest, die die Eigenschaften der als" hydrotrop" bekannten Salzklasse aufweisen, d.h. eine fördernde
Wirkung auf die Löslichkeit von organischen Verbindungen
in Wasser aufweisen· Verschiedene organische Sulfonate, Alkyl« sulfute od.dgl« besitzen hydrotrqpe Wirkungen· Jegliches
Salz j welches die Löslichkeit der olefinischen Reaktionsteilnehmor in Wasser steigert, wird hierbei als hydrotrop angesehen· ι
Einige olefinische Verbindungen Bind der Polymerisation oder anderen Nebenreaktionen unterworfen, wenn ddu? Elektrolyt sauer oder übermäßig alkalisch ist und es ist daher j
in solchen Fällten zweckmäßig und erwünscht« die reduktive Kupplung in Lösungen auszuführen, die nicht in den sauren
Boreich übergehen und auch in einigen Fällen nicht
unterhalb eines pH-Wertes vorliegen« bei welchem unerwünscht·
Nebenfeaktionen auftreten, beispielsweise unterhalb 12. Um
die Polymerisation« einfache Reduktion der olefinischen
' ' BAO 909831/1546
Bindung und andere Nebonreoktion auf ο in Minimum zurückzuführen, wird der pH-7/ert üblicherweise im Bereich von etwa
3 bis 12, vorzugsweise von 6 bis 9*5 gehalten« f&n der
Katholyt walirond dor Elektrolyse oauer ist, ist es außerdem
in allgemeinen ratsam, die Elektrolyse unter Bedingungen auszuführen, welche die Polymerisation der enthaltenen ReaktXonsteilnohiaor verhindern odor in Gegenwart eines Polymeri-'sationsiahibitoro, z.B. in einer AtmosphUre mit oinom ausrei-Oh1G η den Sauerstoff gehalt * um die in Betracht kommende Polymerisation zu verhindern, oder in Oegenwart von Inhibitoren,
welche wirksam die Polymerisation mlttols freier Radikale
verhindern« Inhibitoren für die Hemmung oder Verminderung von
Polymerisation mittels freier Radikale sind allgemein bekannt beispielsweise Inhibitoren, wie Hydrochinon., p-tert.-Butylbrenakateoiiin, Chinon, p-ITitrosodiaethylanilin, Di-tert.-buty!hydrochinon, 2,5-Dihydro:{y-1,4-benzoehinon, 1,4-Naphthochinon, Chloranil, 9,10-Phenanthrachinon, 4-Amino-1-naphthol
od.dgl. sind geeignet. Das Verfahren geuäß der Erfindung
wird ubllohcrwelae in Abwesen/^heit von freie Radikale abgebenden Polymarisationskatalyeatordn oder Materialien, die
unter den Klektrolysebedingungen Polymerlsationakatalysatoren bilden, ausgeführt, obgleich ihre Anwesenheit nicht
unbedingt unerwünscht 1st, wenn die Polymerisation in ausreichendem Ausmaß gehörnt wird oder die Bedingungen andererseits derart sind, daß keine Polymerisation stattfindet. Die
Inhibitoren werden üblicherweise in geringen Mengen, z.B.
90983 1/1546 ·.- 5^D orjq/nal
15A32A9
weniger als 1 Gew.-#, bezogen auf don olefinischen üeaktionstoilnohmor,
wie 0,01 Gew.-/^, bezogen auf den olefini.
chen Beaktionsteilnehiacr, verwendet, es können Jedoch auch
größere Mengen, z.3. bis zu 5 Gew«-/S oder darüber, bezogen
auf den olefinischen fleaktionsteilnohmer zur Anwendung
gelangen·
Die hier angegebene Verwendung von Trägereloktrolyts
laen bewirkt im allgemeinen keine ausreichende Acidität,
um einen wesentlichen Einfluß auf dio Ergabnisse auszuüben,
so daß Überlegungen mit Bezug auf Hittoi, um den oauren
pH-Werten entgegenzuwirken, gewöhnlich nicht nötig sind, außer wenn saure Electrolyte verwendet werden oder S'iuren
absichtlich dem ^atholyten sugosotzt v/ordon·
Bei der Ausf Ulirung der roduktiven Kupplung gemäß der
Erfindung v/ird vorzunsv/ei3e oine Kathode mit einer größeren
überspannung als diejenige von Kupfer verwendet und eine konzentrierte Losung der bezeichneten oolfinischen Verbindunsen
in einem v/üßri^en Elektrolyt unter milden alkalischen
Bedingungen in Berührung mit dieser kathode der Elektrolyse
unterworfen· Es ist ersichtlich, daß sowohl die Kathode als auch die Anode in tatsächlicher, unmittelbarer physikalischer
Borührung mit dem Elektrolyten stehen· Lei der Auoführung
der reduktive» Kupllung^sreoktionen geiüäß der Erfindung
ist die Erzielung der für diese Kupplungen erforderlichen Ka* thodenpotentiale wichtig, und daher soll das verwendete SaIs
909831/15 46 - . . f t
'■·■·■ · ' ■ bad CHic;:-.'AL
koine ICationen enthalten, die bei zahlonwUwie weaontlich
niedrigeren, d.h. weniger negativen ^uthodGnpotsntialsa entladen
werden. Das verwendete CaIz soll ssweclaiüßig einen hohen
Grad an Wasr.erlücliclikeit aufweisen, um die Verwendung vun
sehr konzentrierten Lösungen zu erlauben, da konzentrierte
Salzlösungen größere Mengen der organischen olefinischen
Verbindungen lösen.
Koben den vorstehenden überlegenden ist eine Anzahl von
i
anderen Faktoren boi der Auswahl von für die Erzielung von guten Drgebnisüen geeigneten Salzen wesentlich. Beispielsweise ist es unerwünscht, dal? das Salzkation ein unlösliches Hydroxid bei dem im Betriob vorliegenden pH-r.*ert bildet odor daß es sich an der Kathode unter Bildung einer Legierung entlädt, welche die WasserstoffÜberspannung wesentlich ändert und zu verschlechterten Strom!eistungen fuhrt. Das Salzanion soll nicht durch Entladung an der Anode, gegebenenfalls unter Bildung von Nebenprodukten, verlorengehen. Bei Verwendung einer Zelle mit einer Trennnembran, werden zweckmäßig solche Arten von Anionen vermieden, welche in Berührung mit den im Anolyttraum vorhandenen tfasserstoffionen unlösliche Säuren bilden und die Poren der Membran verstopfen. Andererseits trennt die Verwendung einer lonenaustauschmembran wirksam dan Katho-Iyten und den Anolyten und die Verwendung von verschiedenen Anionen in den beiden Bäumen kann jegliche Schwierigkeiten,
anderen Faktoren boi der Auswahl von für die Erzielung von guten Drgebnisüen geeigneten Salzen wesentlich. Beispielsweise ist es unerwünscht, dal? das Salzkation ein unlösliches Hydroxid bei dem im Betriob vorliegenden pH-r.*ert bildet odor daß es sich an der Kathode unter Bildung einer Legierung entlädt, welche die WasserstoffÜberspannung wesentlich ändert und zu verschlechterten Strom!eistungen fuhrt. Das Salzanion soll nicht durch Entladung an der Anode, gegebenenfalls unter Bildung von Nebenprodukten, verlorengehen. Bei Verwendung einer Zelle mit einer Trennnembran, werden zweckmäßig solche Arten von Anionen vermieden, welche in Berührung mit den im Anolyttraum vorhandenen tfasserstoffionen unlösliche Säuren bilden und die Poren der Membran verstopfen. Andererseits trennt die Verwendung einer lonenaustauschmembran wirksam dan Katho-Iyten und den Anolyten und die Verwendung von verschiedenen Anionen in den beiden Bäumen kann jegliche Schwierigkeiten,
besonderes
die durch ein/Anion in einer der beiden Kammern verursacht
die durch ein/Anion in einer der beiden Kammern verursacht
werden, auf ein Minimum zurückführen.
909831/1546 . >
Zur Verwendung bei dem Verfahren gemäß der Erfindung
sind in allgemeinen Amin- und quarternäre Ammoniumsalze geeignet.
Gewisse Salze von Alkali- und Erdalkalimetallen können
in gewissem Ausmaß ebenfalls zur Anwendung gelangen» obgleich diese einer störenden Entladung an der Kathode in größerem
Ausmaß unterworfen sind und die ErdalkaliMeteasalze im allgemeinen
zu einer geringeren Wasserlöelichkeit neigen, wodurch
ihre Verwendung nisht ratsam wird·
Bei der Ausführung des Verfahrene gemäß der Erfindung wird
eine Lösung für die Elektrolyse hergestellt, indem man den olfeinischen Reaktionsteilnehmer einer wäßrigen Lösung (vor- |
zugsweise etwa 30 Gew.-# oder mehr) des leitenden Salzes zugibt, wobei eine Lösung üblicherweise mit einem Gehalt von \
wenigstens 5 Gew.-??, bezogen euf das Gesamtgewicht der Lösung,
des olefinischen Aeaktionsteilnehmers im gelösten Zustand
erhalten wird. In Abhängigkeit von der Menge an vorhandenem Salz und dessen Art können echte Lösungen mit einem Gehalt
bis herauf zu 50 Gew.-# oder mehr an dem olefinischen Reaktionsteilnehmer
erhalten werden· Die Konzentration der olefinischen Reaktionekomponente im gelösten Zustand ist in gewissem
Ausmaß eine Funktion der Salzkonezntration· Jedoch ist
bei Temperaturen oberhalb Saumtemperatur, d.h. oberhalg etwa
350O, eine geringere Menge Salz erforderlich, um eine optimale
Konzentration an der gelöeten olefinischen ileaktionskomponent·
909831/1546
zu erhaltent als bei Raumtemperatur erforderlich: ist. Um
hohe Konzentrationen an der olefinischen Reaktionakomponente
in dor Elektrolyselb'sung zu erzielten, wann die Elektrolyse
bei Raumtemperatur ausgeführt worden soll, v;M der olofiniöche
Reaktionotsilnehmer zweckmäßig und vorteilhaft einer
,gesättigten v/äßßigen Salzlösung zugegeben. Wenn die Elektrolyse
"bei einer Temperatur über der Raumtemperatur ausgeführt
werden soll, können hohe Konzentrationen der olefinischen tteä'ition&&o2ppouenten mit ungesättigten Salzlösungen erhalten
werden, d.h. das Salz kann so v/e&ig v/ie 30 Gev;,-# dor ElektrolyselöBuns
ausmachen. Die Konzentration des olefinischen Heaktii.nsteilnshmers in der Elektrolyselösung kann auch dadurch
erhöht werden, daß man.ein Gemisch von Wasser und einem "polaren Lösungsmittel, wie Acetonitril, Dioxan, A'thylenelykol,
Dimethylformamid, Dimethylacetamid, Äthanol oder Isopropanol
zusammen mit dem aromatischen Salz verwendet·
Bei den elektrolytisohen ISdrodimerisationen von monoolefini.,ohen
Carboxyiaten od.dgl. wurde im allgemeinen festger,teilt,
daß die Verwendung von aieialich konzentrierten Lösungen
der olefinischen Haaktionsteilnehmer erforderlich und
notwendig iat, um praktische Ausbeuten zu erhalten. Bei der
o Elektrolyse von Verbindungen mit mehrfacher olefinischer Un-
eo gea'sttistheit wurde jedoch festgestellt, daß gute Ausbeuten
-"* der intramolekular/dji reduktiv gekuppelten odex· verbunden Pro-
^ dukte auch mit niedrigen Konzentrationen erhalten ,werden können nen. Dies kann auf die beiden olefinischen Gruppen im gleichen
Molekül, die zu kuppeln oder zu verbinden sind, zurück-
— — t,
BAD ORK3INAL
geführt werden, wobei demgemäß der gleiche Effekt wie bei
hoher Konzentration erhalten vjird.Selbst bei niederen Konzentrationen
scheinen keine wesentlichen llebenr oder Konkurrenz·
reaktionen un';er Zus&ts von Wasserstoff ionen <■& den* Tfoi.ser
an die Olefineitiheiten, wobei einfache ßsduktionsprodukte gebildet
werden, vorhanden zu sein, wie dies bei der elektrolytischen
^ydrodimerisation von mono-olefinischen Carbo^cyalten .
od.dgl. &ej fall ist· Daher können bei dem Verfahren e;omäß
der .Erfindung niedrige Konzentrationen, a.B. weniger als
5 Gov;·-·;-- zur Anwendung gelangen, obgleich aus praktischen Üfeer·
legun?ten Konzentrationen über 5 Gev;»-# erwünscht und zweckmäßig
sein können· ' · >
theoretisch sind die bei dem Verfahren gemäß der Erfindung
zur Anwendung selangendenVerbindungen auch zu intermolekularen
oder zwischenmolekularen Kupplungen, oder ULndu.igen ,
die vermutlich durch lioha Ko na ο nt rat ionon gefordert werden,
fähig· Bs wurde (Jedoch festgestellt9 daß die inter- oder zwischenmololailaren
Kupplungen oder Biuungon in keinem wesentlichen
AusnaQ stattfinden, und*daß die Erzielung von sehr guten
Ausbeuten bei relativ hohen Konzentrationen der olefinischen *
Röaktionstomponente, beispiel3weiue bis zu 5Q Gew·-^ oder darüber des Ketholyten, erzielt werden· -Bs kann sich bei einigen
besonderen olefinischon iteaktionsteilnehmexh&ls vorteilhaft
erweisen, Bebenreaktionen in Betracht zu zihen und hohe Kon sentrationen su verwenden, üb die Erzeugung von einfachen
Reaktionsprodukten als Verunreinigung zu vermeiden, oder
niedere Konzentrationen anzuwenden, um die verunreinigende Bildung von intermolekularen Reduktionsprodukten zu verhüten;
es liegt jedoch im Bereich des fachmännischen Könnens, geeignete Bedingungen für verbesserte Ausbeuten mit Bezug
auf die vorstehenden AsufUhrungen zu wählen« Im allgemeinen
. ist die Anwendung von Konzentrationen an olefinischem Material
oberhalb 10 Gew.-^, bezogen auf den Katholyt, zweckmäßig
und erwünscht, und Konzentrationen von 20 .bis 40 Gew.-^
des Katholyten werden üblicherweise bevorzugt.
Während der Elektrolyse in einer unterteilten Zelle nimmt die Alkalinität des Katholyten zu· Dagegen wird der
Anolyt sauer· Bei Verwendung eines porösen Diaphragmas, um den Katholyt von dem Anolyt zu trennen, hängt die Alkalini-
Uqti KaUiOlytcm - ·
tat /von dem Ausmaß oder der Geschwindigkeit der Diffusion
von Säure aus dem Anolyt duroh die poröse Trennwand ab. Die Regelung der Alkalinität in dem Katholyten kann daher
bei Verwendung eines Diaphragmas mittels der beabsichtigten Durchsickerung von Säure aus dem Anolyt in den Katholyt verwirklioht
werden· Dies kann natürlich auch erreicht werden, indem man dem Katholyt zusätzliches oder fremdes Säurematerial,
wie Eisessig, Phosphorsäure oder p-Toluolsulfonsäure,
sufüg *t· Die Alkalinität kann auch unabhängig von der Verwendung eines Diaphragmas in der Zelle geregelt werden,
.' 9 0 9 8 3 1 / 1 5 A 6
ßAD
A3
indem man Puffersysteme von Kationen verwendet, die den pH-Bereich aufrechterhalten, ohne daß sie unter den vorliegenden
Reaktionsbedingungen eine Umsetzung eingehen.
Bei Verwendung einer unterteilten Zelle ist häufig die
Verwendung einer Säure als Anolyt erwünscht und zweckmäßig, wobei irgendeine beliebige Säure, insbesondere verdünnte
föineralsäuren, wie Schwefelsäure oder Phosphorsäure, geeignet
sind· Salzsäure kann verwendet werden, sie besitzt jedoch
den Kachteil der Chlorerzeugung an der Anode und der stärkeren Korrosivität mit Bezug auf einige Anodenmaterialien.
ErwUnschtenfalls kann als Anolyt eine Salzlösung zur Anwendung gelangen, wobei die als Katholyt geeigneten Lö- ·
Bungen auch als Anolyt brauchbar sind, obgleich für dienen Gebrauchszweck auch viele andere Salzlösungen geeignet sind.
Die hier gegebene Beschreibung oder.Erläuterung des Kathoytan
oder der Lösungen der olefinischen Verbindungen sind auf die Lösungen angendbar, ■ unabhängig davon, ob sie in einer
nicht unterteilten Zelle vorliegen, in welcher sie sowohl als Katholyt als auch als Anolyt dienen, oder ob sie in
dem die Kathode enthaltenden Baum einer unterteilten Zelle vorhanden sind.Demgegenüber können bei Anwendung einer unterteilten Zelle die verschiedenen Beschreibungen des Katholyten
nicht unbedingt auf den Anolyt en angewendet werden, da die olefinische Reaktionskomponente üblicherweise in dem
QAD ORIGINAL 909831/1546
ir
Anolyten nicht vorhanden ist und das Verhalten das Anolyten
nicht von hauptsächlicher Wichtigkeit für die Hydrdidimerisationsreaktion
ist, die in dem Katholyten stattfindet.
Pur die Erzielung von guten Ausbeuten bei der Ausführung einer kontinuierlichen Arbeitsweise während einer Reihe von
Tagen oder Wochen kann es in der Praxis notwendig sein, eine unterteilte Zelle zu verwenden, um störende Reaktionen, beispielsweise
solche, die sich aus der Erzeugung von Wasserstoffionen an der Anode oder infolge der Abscheidung von
verschiedenen Halzmaterialien an der Anode ergeben, zu vermeiden
oder auf ein Minimum zurückzuführen· Überdies sind viele geeignete Katholytsalze einem Abbau unterworfen, wenn
ihre Berührung mit der Anode zugelassen wird, sodaß die Verwendung von Mineralsäuren als Anolyt in einer unterteilten
Zelle demgemäß vorteilhaft ist.
" Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung können Stromdichten
von oberhalb 10 A/dn Kathodenoberflache zur Anwendung
gelangen, wobei die geeignetsten Stromdichten im Bereich
oder ' ρ
von 15 fe4e 20 bis 40 oder 50 A/da und darüber, selbst bis
zu 100 oder mehr A/dm awfeh dünnen} es ist außerdem möglich,
Zellen mit einem großen wirksamen ^lektrodenbereioh oder einer großen wirksamen Elektrodenfläche, sei es bei einem
einzigen Satz von Elektroden oder bei einer Reihe von Elektroden, zu verwenden· Bei der praktischen Ausführung ist
es naheliegend, daß einzelne Zellen wenigstens 20 bis 30
909831/1546 ^D or/q/nal
Ampere, und höchstwahrscheinlich mehr als 100 Ampere aufnehmen
oder leisten (draw) können, wobei Zellen mit einer
leistung oder Aufnahme von mehr als 1000 Ampere in Betracht gezogen werden. Auswirtschaftlichen Überlegungen und um
praktischen Gebrauch von solchen Stromdichten ohne untragbar hohe Zellenspannungen erforderlich. su machen, ist daher
ein ziemlich niederer V/iderstand in der Zelle wesentlich, wie er durch Verwendung von ziemlich hohen Konzentrationen
des Elektrolytsalzes und eines verhältnismäßig geringen Ab-. Standes zwischen den Elektroden, z.B. von nicht mehr als
etwa 1,27 cm (1./2 inch) und vorzugsweise in de - Größenordnung
von etwa 0,635 cm 0/4 inch) oder darunter, erhältlich
ist. Die angelegten Sapnnungen im Bereich von 5 bis 20 Volt
für Stromdichten von 15 bis 40 A/dm sind geeignet, wobei
es in diesem Bereich, sowie bei höheren Dichten bevorzugt wird, daß die angelegte Spannung einen solchen Zahlenwert
aufweist, der nicht größer als die Hälfte des Zahlenwerts
der Stromdichte (in Ampere/dm ) ist. Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung können verschiedene Strom- oder Energiequellen
angewendet werden, wobei insbesondere beliebige, zweckentsprechende ^leiohstDomquellen verwendet werden und
erwünschtenfalls verschiedene bekannte Mittel zur Änderung des angelegten Potentials, um die Stromdichte und das Kavodenpotential
zu regeln zur Anwendung gelangen können, z.B. die in der Uö-Patentschrift 2 835 631 beschriebene Einrichtung.
Gegebenenfallls kann dem der Zelle zugeführten Ggleich-
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strom Y/eohseistrom überlagert werden.
Geeignete Materialien für die Herstellung der bei dem Verfahren gemäß der Erfindung verwendeten Zelle sind in
der Technik bekannt. Die Elektroden können aus irgendeinem geeigneten Kathoden- und Anodenmaterial bestehen. Die Ariou·..-.
kann aus irgendeinem leiter gebildet sein, obgleich es üblicherweise vorteilhaft ist, solche zu verwenden, die verhältnismäßig
inert sind oder nur langsam von dem Elektrolyten angegriffen oder korrodiert werden; geeignete Anoden sind
z.B. Paitin, Kohle, Gold, Kickel, Ifiekelsilicid, Dureisen,
Blei und Blei-Antimon- und Blei-Kupfer-Legierunden,
sowie legierungen don verschiedenen der vorstehend angegebenen und anderer Metalle.
Als Kathode kann irgendein geeignetes Material verwendet werden, z.B. verschiedene Motalle und Legierungen, diq
in der Technik bekannt sind. Im allgemeinen ist es vorteilhaft, Metalle mit ziemlich hoher Wasserstoffüberspannung zu
verwenden, um die Stromwirksainkeit oder -leistung zu fprdern
und die Erzeugung von Wasserstoff während der Elektrolyse auf ein Minimum zurückzuführen. Zweckmäßig werden im
allgemeinen Kathoden verwendet, die wenigstens ebenso große "berspannungen, wie Kupfer aufweisen, wobei die Überspannung
ein ener 2n-Sclwefeloäurelösung bei einer Stromdichte von
1 Milliampere/cm (Carman, Chemical Constitution and Properties
of Enginiering Materials, Edward Arnold and Co., London,
909831/1546
-86·-
1949» Seite 290) bostimnit wird« Geeignete Elektrodenmaterialien
umfaaoen z.B. Quecksilber, Cadmium, Zinn, Zink, Wismut,
Blei, Graphit, Aluminium, HiClCeI1 od»dgl·, wobei im allgemeinen
diejenigen mit höherer überspannung bevoräugt werden,
obgleich oolcho mit niedrigerer VJaoseratoffüberspannung
ebenfalls verwendet worden können, auch wenn 3ie die Erzeugung
von Wasserstoff unter den Elektroly3ebedingunsen
herbeiführen, wie dies bei rostfreiem Stahl und anderen Elektroden von geringerer \ias sera t off überspannung der Pail ist.
Wie ersichtlich kann die Überspannung mit der Art der Oberflache und der Vorgeschichte des lie tails sowie in Abhängigkeit
von anderen Faktoren variieren; demgemäß besieht sich der hierjVerwendete Ausdruck''überspannung mit Bezug auf Kupfer
als Besuijsbasis auf die überspannung unter den Anwendungsbedingungen in der Elsktrolyse.
Unter den Salzen, die gemäß der Erfindung zur Erzielung
der gewünschten Konzentration des gelösten olefinischen Reaktionsteilnehmers
verwendet werden können, sind allgemein die Amin- und quarternären Ammoniumsalze, und insbesondere diejenigen
von Sulfon/- und Alkylschwefelsäuren geeignet. Derartige
Salze können die gesättigten aliphatischen Aminsalze oder heterocyclischen Aminsalze, beispielsweise die Kono-,
Di- oder Trialkylaminslaze oder die Hono-, Dl- oder Trialkanolaminsalze
oder die Piperidin-, Pyrrolidin- oder Morpholinsalze
sein, wie die Ithjdamin-, Diine thy lamin- oder Triiso-
.909831/1546 BAD ORIGINAL
"' 15432A9
4«
propylaminoalze von verschiedenen Sauren, inobesondere verschiedenen
Sulfosäuren. Besonder^ bevorzugt werden aliphatische
und heterocyclische, quarternäro Ammoniumsalze, d.h. die TetraallcylammoniiUEi- odor !retraaikanolammoniumsalze oder
gemischte Alkyl-alkaiiolamnoniunßalse,' wie die Allcyltrialkanolainnonium-,
dio Dialkyldialkanolannoniun-, die Alkanoltrialkylamnonium-
oder die N-heterooyclischen E-Alkylar.inoniumoalze
von Sulfonsüure odoi' anderen geeigneten Säuren.
Sie gesättigten aliphatischen oder heterocyoliochen quarternären
Aninoniumlcationen besitzen im allgemeinen zweckmäßig
hohe Kathodenentladun^epotentiale für die Verwendung bei
dem Verfahren gemäß der Erfindung und bilden mühelos Salze
mit geeignet hoher Wasserlöslichkeit mit geeigneten Anionen
zur Verwendung in den bei dem Verfahren gemäß der Erfindung zur Anwendung gelangenden Elektrolyten, Die gesättigten,
aliphatischen oder Iieterocyclischen quarternären Ammoniumsalze
sind daher im allgemeinen gut geeignet, um hohe Mengen von olefinischen Verbindungen in ihren wäßrigen Lösungen zu
lösen und reduktive Bindungen oder Kupplungsreaktionen von derartigen olefinischen Verbindungen zu bewirken. Es ist dabei
unerwünscht, daß die Ainmoniumgruppen irgendwelche reaktiven Gruppen aufweisen, die in gewissem Ausmaß die reduktive Kupplungsreaktion
stören könnim. In diesem Zusammenhang ist zu
bemerken, daß die aromatische Unsättigung als solche nicht eiört und daher benzylsubotituierte Ammoniumkationen verwendet
werden können (sowie auch Arylsulfonatanionen).
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BAD
Unter den für die Elektrolyten brauchbaren Anionen sind
die Aryl« und Alkarylsulfonaüuren besonders gesigna-i;, iS.B.
die Salze von den nachstehend aufgeführten Silur on; Benzol·»
sÄIfonaäure, o-, m- oder p-Soluolsulfoneau:i?afo~» n- oder p-Äthylbenzolsulfonsäurev
ο-, α« oder p-Curaolsulfonsäure, o-,
m- oder p-tert.-Amylbenzolsulfonsäure, o™, a- edor p
benzolsulfoneäuref o-Xylol-4-Bulfons.;]uret p-Xylolsäure,
m-Xylol-4- oder -5-eulfonsäure» Hesityleri-2-eulfon«
saur-;f Dur8n-3«8ulfoneäure, Pentameth^lbenzolsulfonsäure,
o-Dipropylbenzol«4-sulf onsäure, <^,-oder ß-Naphthalinöülf onoiiure,
o-, m- oder p-Biphenyleulfoneäure ,und^-Methjt-ßnaphthalinsulfonsüarθ,
Alkalimetallsalze sind gernäü air Sit·'
findung mit gewissen Einschränkungen brauchbar» wobei die Alkalisaliää. von solchen' Sulfonsäuren zur Anwendung gelangen
können, z.B. die Natrium-, Kalium-, Lithium-, Cäsium- oder
Rubidiumsalze, wie Fatriumbenaolaulfonat, Kalium-p-toluoleulfonat,
Lithium-o-biphenylBulfonat, Rubidiua-ß-naphthalinsulfonat,
Cäeium-p-äthylbenzolsulfonat, liatrium-o-xyIol-3-eulfonat
oder Kalium-pontamothylbenzoleulfonat. DieSalze '
derartiger Sulfonsäuren können auch aus den gesättigten,
aliphatischen Anin- oder heterocyoliochen Aminsalzen bestehen, beispielcweise aus don Mono«·, Di- oder Trlalkylaiainoalzen
oder den Hono-, ^i- odor Trialkanol aiuineaiüon oder
den Piperidin-, Pyrrolidin- ode^r Morpholinsalsen» z*B. dem
Äthylaain-, Dimethylamin- oder Triisopropylaninsala von Benzol·
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bo
oulfonsäure oder von o-, p- oder m-Toluolsulfonoäure, dem
Isoj^opanolamin-, Dibutanolamin odor Triäthanolaminsalz vnn
O-» P- oder .m-2?oluol sulfone «ure oder o-f p- oder m-Biphenyl-8ulfoneM.ure»
dem Hperidinsälz vonpl- oder ß-llaphthalinetil-'
foneäur·:» oder der ßumoloulfonsäure, dem Pyrrolidinsalz von
o-, m- oder p-Amylbenzolsulfonat, dem Morpholinsalz von Ben-Koloulfonaäura.
von o-t m- oder p-Töluoleulfonfsäure oder von
- oder ß-Kapnthalinsulfons&ura od.dgl. Im allgemeinen können
die Sulfonate von irgendeinem der hier allgemein oder spe-Biell
angeführten ^mmoniumkationen bei dem Verfahren gemäß
dor Erfindung zur Anwendung gelangen. IDIe aliphatischen Sulfonate
worden durch Umsetzung der entsprechenden substituierten Ammoniumhydroxyde mit der Sulfonsäure oder mit deren
BUurehalogenid hergestellt· Beiopiolaweiae wird bei Unaeteung
von Sulfoneäurei ^e p-Soluolsulfoneäure mit einemTetraalJcylanmoniumhydroxyd,
wie Tetraäthylacuaoniumhydroiyd das
TetraUthylammonium-p-toluoleulfonnt erhalten» bei dessen Verwendung in dem Verfahren gcmiiß der Erfindung sehr gute Ergeniese
gefunden tmrden. Andere zur Zoit brauchbare quaternäre
Ammoniumsulfonate sind z.B. Tatraäthylamiaonium-o- oder
m-toluol3ulfonat oder -benzolpulfonat, Tetraäthylor.moniumo-,
m- oder p-oumoloulfonat odor -o-s -m«· oder -p-ätliylbon-
«olsulfonat, Tetramethylacuaoniumbonzoloulfonat oder -o-n-
oder -p-troluolßulfonat, KjF-Dinethylpiperidiniuia-o-^ oder
-p-toluolöulfcnat o-tcr -^«Ρ "<~*r."» oder
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Tetrabutylaanonium-Λ- (oder -ß-mphthalinoulfon^t oder -o-,
-m- oder -p-toluolsulfonat, Tetrapropylaianioniun-o-, -21- oder
-p-anylbenzolsulfonat odor -^-^thyl-ß-naphthalinsulfOiiat,
Setraäth^äolaianonium-o-, -a- odor -p-cuaoleulfonat oder -ο-,
-ra- oder -p-toluj'oisulfonat, TetrabutauolanmoniuiabenzolBulfonat
oder -p-xylol-3-sulfonat, 2atrapentyla jaoniuia-o-, -modor
-p-toluoleulfonat oder -o-, -m- odor -p-hexylbeiicoloulfonatt
Setrapentanilaioiaoniuia-p-oyiaol-S-aulfonat oder -benzolaulfanat,
Hothyltriäthylaianionium-o-» -η- odor -p-toluoloulfonat
odor -moaitylon-2-oulfonat, Trinethylätliylaaiuoniumo-xylol-4-Bulfonat
od-r -o-, -a- odor p-toluolsulfonat, 2ri-
^fäthylpentylaimaoniuia-ii,- oder -ß-naphtlialinsulfonat oder -o-,
-in- oder-p-butylbensoloulfonat, 'x'rinethyläthanolauiaoniiaubenzolaulfonat
oder -o-, -m- oder -p-toluälsulfonat, Ii,Ii-Di-
äthylpiperidiniuH- oder K-Iiethylpyrröiidiniiua-o-, -m- oder
-p-liesylbenzolsTilfonat oder -o-, ~n- oder p-toluolsulfonat,
Ιϊ,ΐί-Diisopropyl- oder !!,S-Dibutyliaorpholiniura-o-, -m- oder
-p-tjoluolsulfonat· oder -o-, -in- oder -p-biplienylsulfonat
Die Setraalkylaamonlunisalz© dor Aryl- oder ^"lkarylsulfonsäuren
v/erden im allgoniöinon zur Vorwendung als Salzbestandteile
der ^lektrolyselöaung bevorzugt, da die
trolyaen in den Tetraällcylarinioniunisulfonaten ausschließ-
Vorgänge
lieh elektrocheiaische V«s?ia1äSfe» darstellen. Unter Verwendung
der gleichen Konzentration an ' ,ß-olofiniocher Verbindung,
der gleichen Kathodenspannung jedoch unter Verwendung
9 0 9 8 31/15 4 6 ~ -
BAD OP:!Q!NAL
dor Alkalißulfomte anotolle von den Tetraalltylammoniumsulfonaten
sind dio Ausbeuten an intramolekular gekuppslten
Produkten niedriger als diejenigen, die mit den Tetraalkylanmoniumsulfonaten
erhalten VGrden.
Einige olefinische Reaktionsteilnehmcr worden reduktiv
bei niedrigen negativen Kathodenspannungen gekuppolt, so daß
erfolgreiche Srgebnisüe mit den Salzen von Alkalimetallen
erhalten werden können, Un jedoch eine Gev/öhrleictung ge^en
störende Realctionen zu erhalten, wird im allgemeinen und
üblicherweise die Verwendung von Salzen von solchen Kationen bevorzugt, die stärker negative Entladunjspotentiale
aufweisen, z.B. stärker negativ als -2,2 Volt Kathodenspannuns
mit Bezug auf die gesättigte Kalomelelektrode.
Unter den Ammonium- und Aminsulfonaten sind als Blektrolyte
bei dera Verfahren gemäß der Erfindung die Alkyl-, Aralkyl- und heterocyclischen Anin- und Ammoniumsulfonate
brauchbar, in denen gev/b'hnlioh die ei zelnen Substituenton
am Stickstoffatom nicht mehr als 10 Atome enthalten; üblicherweise enthalten die Amin- oder Amaoniumröste 3 bis 20
Kohlenstoffatome. Ss ist ersichtlich, daß auch Di- und Polyamine
und Di- und Polyamnoniumreste wirksam und brauchbar sind und unter die Bezeichnung "Anin und Ammonium" wie sie
hier verwendet wird, fallen· Der Sulfonatrest kann aus Aryl-,
Alkyl-, Alkaryl- oder Aralkylsulfonsäuren von verschiedenen
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Molekulargewichten, bis zu beispielsweise 20 Kohlenstoffatomen
bestehen und kann eine oder mehrere ßulfonatgruppen umfassen.
Eine weitere besonders brauchbare Klasse von Salzen zur
Verwendung bei dem Verfahren gemäß der Erfia*dung umfaßt die
Alkylsulfatsälze, wie Methosulfatsalse und Ithylaulfataalae,
inabesondere die Amin- und quarternären Aiaaoniumaethosulfat-
und -Üthylsulfatsalze· Methosulfatsalze, wie die Methyltriäthylasaionium-,
Tri-n-propyliaethylarmoniun-, ixiamylciothylauimonium-,
Eri-n-butylnethylaomoniuiasalse odidgl. sind aehr
hygroskopisch und insbesondere bilden die Eri-n-butylnethylairjnoniunsalze
sehr konzentrierte wäßrige Lösungen, die große Mengen der organischen llaterialen lösen. Im allgemeinen äind
die zur Verwendung in den Alkylaulf at salzen geeigneten Aaiioniumkationen
die gleichen, wie bei den ESuIfonaten, z.B. getra-'
ätliylai'MoniumiiiQtiiylsulfat und 2-etraäthylaomoniumäthylaulfat, dii
insbesondere brauchbar sind.
Äußer ihren vorteilhaften Eigenschaften iveisen die geeigneten
xlet osulfate noch den Vorteil auf, daß. sie leicht duch
Umsetzung von äthanolischen Lösungen von Dimethylsulfat mit Trialkylaminän hergestellt werden, wodurch Hethyltrialkylammoniuminethosulfate
eraeugt werden·
2s sind auch verschiedene andere Kationen zur Verwendung
genäß der Brfindung geeignet, z.B. Tetrajfalkylphosphonium-
und Trialkylsulfoniumkationen, insbesondere als Sulfonatsalze, die au8 den vorstehend beschriebenen Sulfonsäuren oder
und Trialkylsulfoniumkationen, insbesondere als Sulfonatsalze, die au8 den vorstehend beschriebenen Sulfonsäuren oder
909831/1546 . " - -■■■♦
" BAD OR,'?","AL
Zur weiteren Erläuterung vun geeigneten Elektrolyten für
den Gebrauch gemäß der Erfindung vurden sämtliche der nachstehend ancöf'!hrten Salze erfolgreich bei der Kydrodimerisie-
TixnQ unter Gewinnung von Eydrodimeren ala Eauptprodukt mit
wenig oder gar keiner Bildung von Verunreinigungen verwendet, wobei im allgemeinen konzentrierte wäßrige lösungen dor caSize
mit einem Gehalt von wenigstens 15^ und üblicherweise 20 ·
bis 40 Gew,-5£ an Olefin undjanter Anwendung der allgemeinen
Verfahrensweisen, die in den nachstehenden Beispielen erläutert sind, zur Anwendung gelangten;
I1) ii-Triae thyl-Kf -triiiethyläthylendiaijiaoniuEidi-p-toluolaulfonat
( 2 ) Benzyl trine thyla:rcaoniuni-p-toluolsulf ona t
(3) Methyltri-n-butylphoophoniun-p-toluolsulfonat
(4) CetraUthylarjuoniumaulfat
(5) Di-tetraäthylammoniunbensolphosphonat
(6) Trimethylsulfonium-p-toluolsulfonat
(7) JIethyltri-n-hexylanunoniuEi-p-toluolsulfonat
(8) Benzyltrimethylaiamoniumphoaphat
(9) Benzyltriiaethylammoniuiaaoetat
(10) Methyltri-n-butyla-.smoniuaaaethosulfat
(II) Benzyltrimethylanunoniumbenssoat
(12) Tetraäthylaramoniunirasthansiilfonat
(12) Tetraäthylaramoniunirasthansiilfonat
(13)· BenzyltriraethylanjaoniUEi-2-iiaphthalinsulfoa^it
(15) BiabenzyltriraethylaTnmoniua-m-benzoldiaulfonat
(15) Beazyltrimethylammoniumthiocyanat
(16) Tetramethylammoniuimaethosulfat ...
909831/1-646 ~ Bad ^
Yo schiedene andere <iuaternäre Ammonium-, istraalkylphosphoniiuaodev
Erialkylealfoniunsalze können bsi dem Verfahron
Oonüß der Erfindung zur Anwendung gelangen, z.B. die
Halogenide, Sulfate, Phosphate, Jb'hosphonate» Acetate und andere
Carbonsäuresalze, Eeiisoate, ^hoephonate o^dd^li ins-bo-
BorAore a.B, Totraiaethylaurioniunibroinia, i'etraäthylauLioniua-"brouid,
Cetranothyla:Jiaoniuriclilorid, ÜOtraälkylphocj. honiumGhlorid,
2etraätiiyla.;iEioniumpb.osphat od.dgl, und in entsprechender
Vi'oise die A13cali-, Erdalkali-und andere Hotailsalae nit den
vorstehend ange^Gbenen Anionen können verv/endet v/erden, wie
natriumchlorid, Kaliumphosphat, Katriuiaacetat, CaIciuuacetat,
■^ithiumbenzoat, Calciuiaohlorid, Rubidiuubroznid, !'!Ui
rid, sowie die SuIf onBÜur ?-# insbaoondere arosiA ti sehen
fon3:iure- und AlkyleoMofelsäuresalae der vorstehend angegebenen
Kationen und von anderon Alkali-, Erdalkali- ee^tenen
Srden und anderen Metallen» s.B· Cäsiuia, Cer, Lanthan, Yttriuia,
inabsuondere nit Anionen, um eine ausreichende V/asserloslichkoit
zu erlangen. D4o Aluminiiuakatiön ißt lediglich
den liatrium mit Bezug auf eein -^ntladun^spotontial etwas
unterlegen, jedoch neigen die meisten Salze von Aluminium
aur Hydrolyse in Wasser und sur Ausfällung von Aluminiumoxyd.
Es ist ersichtlich, daS die Lösungen, die hier mit eihem Gehalt an Salzen, Elektrolyten od.ägl· in bestimmteu
iaon£en bezeichnet sind, sich auf Lösungen beziehen, welche
909831/1546 -.» "bad or:o:nal
15% 3 2 4 9
Salze enthalten, die ausreichend stabil sind, um in Lösu
zu vcarbleiben. Eo ist außerdem ersichtlich, daß viele Kationen
in mehreren V/ertigkeitsstuieii vorliegen können, wobei £-<'Ά
büctimate WertigkeitSütufen hinsichtlich der Uorwendung ala
Crügerelektrolyte ala geeigneter erweisen als andere. Andere
Beispiele von Saison, die geuiiß der Erfindung zur Anwendung
gelangen können, wenn auch nicht unbedingt nit gleichwertigen oder optimalen Ergebnissen, sind Bariumbroaid, Eariuziacetat,
Bariuiapropionat, Bariumadipat, Cersulfat, £u.siuiachlorid,
Casiumbenzoat, Cü3iuinbenzolsulfonat, Kaliumoxalat, Kalimaulfat,
Ealiumäthylauirat,' Lanthanacetat, Lanthanbensol
sulfonat, Ilatriunoulfat, Katriuiakaliun£3ulfat, Strontiuiaaeetat,
Eubidiurasulfat, Eubidiuinbenzoat, Srinatriumphpophat,
ITatriumhydrogenphosphat und ITatriuLibicarbonat,
Die LösuJig-li chice it eetzt in gewissem Ausnaß eine obere
Grenze für die Salzlronsentration in der Elektrolytlösung, obgleich bei Betrachtung auf der Baois der Wasöerlöslichkoit
in dem Salz ziemlich niedere Konzentrationen von V/asoer verwendet
werden kö'nnenj .im allgemeinen sind jedoch wenige tens etwa
5 Gfev#-5ö Wasser odor andere Protonendonoren vorhanden, um .
eine übermäßige Bildung von hoher polymeren Materialien zu
vermeiden} iai allgemeinen stellt Waooer mehr als 15 oder 20
Gev/.-5& des Katholyten dar·
90983 1 /1546 . · . AD
Bei der ansätaweicen Ausführung dc»3 Elektrolyseverfahrens
im Laboratoriumsmaßstab iijknn daa Verfahren und eine
Vorridhtung, wie nachstehend angegeben, verwendet werdoni ·
Die Elektrolysezelle umfaßt einen Behälter aus ei: em geeigneten
Material, das gegenüber dor Wirkung der El eic t ro Iy ten,
««rS.bößtündig ist, beispielsweise Glas, InnerhaltJ-öes Behälters
kann sur Unterteilung in einen Anodenraun und einen Kathodenraum
ein Diaphragma in Form ei ier p'röeon lasse, beicpielsv/eise
aus unglaeiertem Porzellan, vorhanden sein. Die
Anode, die beispielsweise auo Platin oder Kohle bestehen kann,
oder irgendeine beliebige Elektrode, die unter den Reaktionsbedingungen
inert ist, ist in 'einen in der porösen Sassen
enthaltenen ^nolyten eingetaucht· Der Anolyt bosteht aus einer
väßrigen Lösung des Salses, VJonn kein Diaphragma in dor Zelle
verv;endet v;irdf kann sur Regelung dos pH-V.'ertes goriihrt
werden. Dadurch ist die Anode nur geringem oder gar 3-reinen
Angriff ausgesetzt, so daß die Anode aus im wesentlichen Jedem
^lektrodönnate.rial bestehen kann» So kann ζ·Β» eine Anode
vorv/endet werden, die auf ein Kupfersieb abgoochiedone3 Blei
enthält· Die Kathode, welche aus Quecksilber, Blei oder einem anderen Metall bestehen kann, und die gegebenenfalls verwendete
iasse werden in die lösung des olefinischen Reaktiono teilnehners
in dem konzentrierten wäßrigen Salz oder einer Mischung desselben mit einen polaren Lösungsmittel unterge- ,
taucht· Die gesamte Zeil© kann durch einen ein Kühlmittel
909831/1546 - bad ORIGINAL
--5Z-
enthaltenden Mantel sek'ihlt werden, und sowohl der Anodenais
auch der Kathodenraum kann mit K"hle?irn ausgestattet sein.
Jedoch führt, vie nachstehend Gezeigt wird, die während der
Elektrolyse bewirkte Zunahcio der Teupäi-atur im allgemeinen
nicht so wesentlich zu einer Erniedrigung der Auobeute, daö
eine Kühlung außer mit umlaufendem Vaster v/irtachaftlioh
und technisch verlangt wird. Im allgemeinen kann die Elektrolyse z.B. bei einer Temperatur von etwa weniger als '/ί 100C
und bis nahezu sur Rückflußtemjsratur des KLektrolytbndss
und "bei höheron Temperaturen unter X)ruck ausgeführt wardsn.
Tatsächlich f hren schwach oberhalb den gewöhnlichen Raumtemperaturen
liesende Temperaturen zn verbesserten Ausbetten,
höheren Olefinlöslichkeiten und erniedrigtem elektriochem
Widerstand, Dies i^wrd in gewissem Ausmaß durch die Neigung
von einigen Diaphragmamaterialien, v/l θ kationischen MembraBen,
aur Verschlechterung bei erhöhten !L'enperaturon von/&twa 700C
od.dgl· und aö& Neigung von einigen Vfirbindungen zur Verdampfung
bei höheren Temperaturen v/ieder ausgeglichen. Eo ißt im
allgemeinen vorteilhaft, im Bereich von etv/a 40 bis 600C zu
arbeiten· Das Rohren der Lösung während der Elektrolyse kann
erw:inschtenfalls duvch nechanigche oder nagnetioche Mittel
ausgeführt v/erden. V/ährend der Elektrolyse kann der pH-Wert
doo Eatholyten v/ie vorstehend beschrieben, geregelt 'verden.
Die Ötroinsieng^, v/elche der Zelle zugeführt wird, Sndort sich
.909831/1546
mit der Art und der Sfttttlenge doo Bade3 und der Elektroden,
GOv.do mit der Arboltstonporntur, und liegt im allgemeinen
"bei einem höheren Ausmaß' ala 0,5 Ampere und in dor Größenordnung
einer Strondichte von etwa 2,0 bio a?0,0 odnr 40 oder
noch mehr Anpere/dm (dm besieht eich auf den Bereich in dm
dar Kathodenoberfl'Ohe)· Die Wirksamkeit odor Leistungsfähigkeit
dos Verfahrens ist in. gewissen ^-usnaß von dor zur Anwendung
gelangend on !"Stromdichte abhängig· Densenciß a oll für
eine wirksame Produ1 tion die Σ5 tr ciadichte üblicherweise venigatena
etwa 5 Anpere/dn betracen und praktischo ^roduktioneauanaße
oder -gooehv/indigkeiton erfordern gewöhnlich die Verwendung von wesentlich höheren Stromdichten.
Die Verfahrensbedingungen werden nachstehend anhand
von Beispielen näher erläutert.
Ein Katholyt v/urde durch Mischung von 55 £ Bis-1,2-(2-carbätho2yvinyloxj')-äthan,
45 g 80 #Gv:««-l£i£Gia CetraMthylam-Koniuia-p-toluolBulfonf'.t
in Wasser und 50 ril Acetonitril herge.teilt.,
und der Katholyt ^-urde in eine Elektrolysezelle
eingebracht· Die Zelle bestand au« einem Glasbehälter , v.'eleher
110 ml Quecksilber als Kathode (otwa 55 cm Kathode)
enthielt· Eine Alundumtaaoe ^aiyde bis au ihrem oberen Rand
in den K&.tholyten getaucht und mit einer 50.£ow.-#L£e2i Lösung
von "GtraäthylasKoniurii-p-toluolsulfonat in Wasser als
Anolyt versehen, wobei die Alundumtasse als Diaphragma sur
909831/1546
BAD CRiOiNAL
ko
!Peilung oder !Trennung des Anolyten von dem Xatholyten
diente-und ©ine Platinanode in den Anolyten eingetaucht
war. Die Elektrolyse wurde unter Verwendung einer Gleichstromquelle
bei einer 2ellenspannung von etwa 20 bis 40 Volt
"bei Xat/jodenspannungen von etwa -2,07 nach einer anfängli—
ν chen ^lektrolyee von Verunreinigungen bei weniger negative^
Kathodenspannung auegef lihrt. Die Elektrolyse zur Erzielung
der gewitschten intramolekularen Kupplung oder Bindung wurde
mit einer Stromstärke von 2 Ampere während etwa 5,25 Aapereetunden
(was ausreichend ist, um etwa 25f8 g des erwünschten
*rodukt8 zu bilden) aussei"hrt· Der Kctholyt v.»urde von den
Quecksilber getrennt, mit 'Kethylendhlorid geaa^he» verdünnt,
mit Vaaeer ge'-.-aechen, wobei die wäßrigen V/aschflüesiglceitcn
wurden, mit Hethylenchlorid. zurück extrahiert/und über Natriumsulfat
getrocknet* Das i4othylenchlorid wurde durch Destillation ent-
ev *
fernt und φ£ό EUoketand durch eine Vigreux-Kolonne von et^va
0,61 m (2 foot) destilliert, wobei 45 S Katerial in den von
136°C/Of5 cm bis 190°C/2,2 mm entnommenen Fraktionen erhalten
wurden» n^ 1,4535 bio 1,4853f nach einem Vorlauf von 1f4g
wobei 3|6 Q alo Rückstand zurückblieben. Die Dampfphasenchroaaatographiö
der iFraktionen zeigte einen hohen Irozentoata
von ^lektrolj'seprodukt zusammen mit geringen Mengen an Verunreinigungen,
und etwas zurückgewonnene^Auegan^smaterial an,
wobei das gewonnene Ausgansoraaterial inabesondere in den höchst·
siedenden Fraktionen eicht zeigt« Sie bei 136°C/0,5 mm bis
809831/1546 ' ..bad original
150° σ/0,65 BBn siedenden Fraktionen wurden vereint
und erneut durch eine Todd-Vigreux Kolonne von etwa 0,315 m
(3 foot) destilliert, wobei die Fraktionen bei 112 bis 115° C bei 0,3 mm entnommen wurden n|* » 1,4-519 bis 1,4520. Die
DampfphasonchroEQtocraphiQ ergab 89 # SlGktrolyseproduk*
in der ersten Fraktion und 92 bis 9β,7 # in den späteren
Fraktionen* Die Infrarotanalyse der Eauptfraktion zeigte
keine Vinylunsättißuns.
Analyse ι für 2,3>-Dicarbätho5Qrmetliyl«lä(4,-dioxaiif
bereclinetiC 55,38; H 7,69; Molekulargewicht
gefunden sC.£&*82; H t#70j Molekulargeuiclit
Die Struktur wurde durch kernmasaetischo Rc-sonanssanlyse
bestätiet. Die Analyse der zurückgewoiinenen
Materialien er^ab 23 q des identifizierten
und 23,4 g an Aussangsiiiaterial. · Die Ausbeute, besoden auf
die zugeführte Stroramense, betrug 987! $· Eine Probe dsp
als Ausgangsinaterial ven-;endeten Bis-l,2y(2-carbätho^vvinyloxy)-äthanverbinduns
wurde hydi»iert und ergab einen Refraktionsindex von 1,4341 und war ein stärker flüssiges
Produkt als das Elektrolyseproduktr ferner wurde ein verschiedenes
InfrarotspGktrum erhalten· Ein Gemisch am dem
Elektrolyseprodukt und dem Hydrierunssprodukt trennts sich
bei Dampfphasenchromatosraphie in zwei Spitzen, wobei i-is
Dacipfphasenohroasatographie mit einem Siliconfett mit
Chroiaasorb Vi-Kolonne ausgeführt wurde· Kein?fedep oy^^
Fraktionen aus der Elektrolyse zeigte irsendafewas de« :'*'yekfc!ün
90 9 8 37/15^^
BAD OPJGlWAL
Reduktionsproduktes· Keine linearen Hydrodimerisate oder
ähnliche Elektroly^eprodukte wurden festgestellt.
Die in dem vorstehend beschriebenen Beispiel verwendete Bie-l,2-(2-carbätho:xyvinylo3cyäthan)-Verbindung wurde durch
Umsetzung von Äthylpr4pionat mit Äthylenglykol in Dioxan mit
I und Katalysator tropfenweise dem Propiqnat unter Kühlung
zugesetzt wurden; das Produkt von mehreren Herstellungsanjfetzen wurde vereint und verwendet, wobei eine gewisse
Menge davon einen Siedpunkt von 155 bis I6o° C/0,4 mm und
einen Brechungsindex von η5 = 1,4870 besaß, und etwa» einige
der Herstellungen geringere Verunreinigungen besaßen.
Die Elektrolyse von ,jQ^tfis (S-dicarbäthoxyvlnylamino) -benzol
wurde unter Verwendung der in Beispiel 1 beschriebenen Elektrolysezelle ausgeführt. Für den Ka£alyten wurden 40 g der
Verbindung in K)4 g Acetonitril, 28 g Tetraäthylamnoniuop»toluoleulfonat und 12 g Wasser verwendet. Als Anälyt wurde
eine 50 Gew.-$oige Lösung des gleichen Sulfonatsalzes in
Wasser verwendet. Die Elektrolyse wurde bei einer Kathodenspannung von -1,8 bis -1,86 und einer Stromstärke ausgehend
von 2, di· auf 1,5 und dann gege Ende der Elektrolyse auf 1
•rniedrlgt wurde, wobei Insgesamt 4.-74 Amperestunden zugeführt wurden, ausgeführt, wobei die zugeführte strommenge etwa
909831/1546 ""^ --*
BAD ORIGINAL
der theoretischen Menge entsprach« die für den Ringschluß
der gesamten Menge an Ausgangsverbindung erforderlich war« Die Zellenspannung betrug zu Beginn 18 Volt und änderte
sich gegen das Ende auf 15 Volt und dann auf 10 Volt· Strom wurde während weiteren 20 Minuten bei einer Zellenspannung
von 5 Volt zugeführt» wobei eine StromMM£uevon 0*5 bis
0,5 Ampere zur Erzielung von insgesamt 4*87 Amperestunden
angewendet wurde. 2,4 al Essigsäure wurden während der
Elektrolyse zur Regelung der Alkalinität zugesetzt· Der Katholyt wurde mit 200 ml Wasser verdünnt, mit Methylenchlorid extrahiert« wobei die Extrakte mit Wasser zurUckgewaschen und über Natriumsulfat getrocknet wurden· Das
Methylenchlorid wurde durch Destillation über einem heißen Wasserbad entfernt» wobei ein dunkler öliger Rückstand
zurückblieb· Der Rückstand kristallisierte beim Stehen über Nacht. Die dabei erhaltenen j58*6 g an Rohprodukt wurden
aus Methanol unikristallisiert* wobei die Kristalle dreimal abgenommen wurden. Das zuerst gewonnene Produkt wurde in
einer Menge von 20,7 g» P* 9^ bis 95° C, erhalten» die
zweite Ausbeute betrug 7*0 g* F - 91 bis 92*0 C, und die
dritte Ausbeute betrug 7*5 £ Kit einem unbestimmten Schmelzpunkt· Die beiden zuerst gesammelten Produktanteile bestanden
aus weißen kristallinen Materialien. Ein Misohsehmelzpunkt
909831/1546 - BAD OfJO:r5AL
vonjtf einer Mischung aus äou zuerst gesammelten Produkt
mit dem Ausgangsiaaterial zeigte eine Erniedrigung von 20° ,
wodurch nachgewiesen wird, daß diese Materialien verschieden
sind·
Analyse: für 3,4-Bis-(dicarbäthoxyn3ethyl)-l,2#5#4«tetrahydrcchinoxalin
(C22H^0NgOg):
berechnet« C 58,655 H 6,71; N 6,22j Mol.-Gew. 450
gefunden t D 58,60; H 6,73* K 6,18; Mol.-Gew. 451,5·
Die Infrarotanalyse zeigte, daß die starke Absorption bei
1640 cw*1, die der olefinischen -NH-CH-C(COOC2Hr)2-Bindung
zugeschrieben wird, in dem produkt völlig fehlte. Ergebnisse
von kernmagnetischen Hesonanzmessungen an dem Produkt bestätigten
die Chinoxalinstruktur des Produktes und schlossen die Struktur von einfachen Reduktionsprodukten durch Protonenzählung aus· Versuche, das Ausgangsmaterial zur Erzielung
eines Reduktionsproduktes für Vergleichszwecke zu hydrieren, waren ohne Erfolg, wobei die Anwendung von milden Bedingungen
das Ausgangsoaterial unverändert hinterließen und Hydrierung
unter Druck eine Spaltung in o-Phenylendiamin bewirkte. Die
Struktur des Elektrolysenproduktes wurde außerdem durch pyrolytisch© Zersetzung bestätigt, wobei ein Destillat gesammelt
wurde unter Erhitzen des Produktes bei etwa I6o° C und unter hohem Vakuum. Dieses Desta&ll&t wurde ale Diäthyl-
«Jmlonat und Chlnoxalin mittels Dampfphasenchromatographie
identifiziert. Die Verbindung ist somit ale Zwiechenstoff
9Ö8831/1546
bei der Uborführuns von Verbindungen in andere bokannto
Vebbindungen brauchbar· Die Verbindung kann auch zur Erzielung
einca substituierten Chinoxallnderivats dehydrlort werden;
die verschiedenen biologischen und physiologischen Verwendungszwecke
der Verbindung und ihrer Derivate sind in der Technik
bekannt« Es ist au beachten, daß bei dor vorstehend ausgeführten
Elektrolyse, obwohl sie bis zur scheinbaren vollständigen
Umwandlung durch Anwendung von etwas mehr Strom als die
theoretische Menge ausgeführt wurde, ein Rohprodukt von inehr
als 86 fo erhalten wurde und keine einfachen Rcduktionsprodukte
festgestellt wurden, auch wenn der letztere Teil der Elektrolyse zwangsläufig bei einer niedrigen Konsentration der
Ausgangsverbinduns aurehcöführt wurde· Die o-Bis-(ß-dicarbäthoxyvinylaminoJ-benaolverbindunCi
die als Aussancsoaterial verwendet wurde, wurde durch Umsetzen von o-Phenylendiaroin mit
einem zweiföolaren Anteil von Diäthyläthoxymethylenmalo^at
bei Wasserdampfbadtemperatür hergestellt· Die Verbindung besaß
einen Sohmelzpunkt von 95 bis. 96° C.
Das Verfahren gemäß Beispiel 2 wurde wiederholt, wobei
die Kathodenspannung bei etwa -1,7 bis -1,3 gehalten wurde
und etwa 2 ml Essigsäure während der Elektrolyse zur Regelung der AlkalinitUt zugegeben wurden. Das isolierte Rohprodukt
wog 39,4 g und ergab bei Umkristallisation aus Methanol
drei Produktsammlungen, woüon die erste 27,3 &* F" 9^ bis 95° C,
. 909831/1546 ■-* 'BAD CPüG
dieses Material zeigte keine» Schnielzpunkternledrlgung
beim Vermischen mit dem Produkt von Beispiel 2. Die zweite
Ausbeute wog 7,1 S» P B 9^ bis 95° C, und üio dritte Ausbeute
betrug 3,1 S, P * öl bis 90° C.
Die vorstehend beschriebenen anderen Elektrolytsalze können anstelle der in den vorstehend abgegebenen Beispielen
verwendeten besonderen Salze zur Anwendung gelangen.
Ein Katholyt, bestehend aus 4o# 0 g (0,157 Mol) von
Diäthyl-2,8-decadi(3n-l,10-dioat (13 £ eis, trans-und 87 #
trans, trans-lsoasrenvortGiluns), 70,7 g Acetonitril,
26,9 s Tetraäthylaimnonium-p-toluolsulfonat (ürakristalll3lert
aus Acoton) und 10 ml W«2sr,er wurde bei -1,91 bis -1,96 Volt
(bezogen auf die gesättigte Kalomelelektrode) oloktrolysiert,
bis Insgesamt 4,2 Airperestunden durchgeführt x?aren· Die
Elektrolyse wurde wK&eestä rait einer Stromstärke von 2 Ampere
bei 25° C ausgeführt· Der pH-Vfert wurde bei t *ois 9 durch
tropfenweis© Zugabe von 1,2 ml Essigsäure beibehalten· Die
durchgeftihrt© Sfcrommenge x?ar ausrsiehena, um eine 50 #-igG
Umwandlung des Ausgangsdlolefins in dio cyclisehs Verbindung
zu erhalten. Der Katholyt würde mit Wasser verdünnt vnid mit
Äther extrahiert. Nach Trocknen über Magnesluaasulfat wurde
909831/1*546 filiTZ,
Vi
der Xther abdeatilliert, wobei 37,7 g eines organischen
Rückstandes erhalten wurden. Dieses Material v/urde durch
eine Todd-Visroux-Kolonne von etwa 0,915 in (5 foot) destilliert,
wobei die Hauptmasse des DISthy 1-1,2-cyo lohej-wandiaco tat Produktes
in den Fraktionen bei 116 bis 108° C/0,35 bis 0,18 mm
und 102 bis 110° 0/0*11'esa enthalton waren· Die Danpfphasenchroraatographlo
wurde angewendet* uin Analysonproben, die
frei von Geringen Kengen an Aussangsdiolefihen sind* zu
erhalten, wobei eins» Spitze als das trans-Isomere und eine
zweite Spitze als das cis-leosisre von Dläthyl-l,2*eyclo·
hexandiacetat identifiziert wurden· ADio Infrarotanalyse einer
Mischung der Isomeren zeigte Itcine unslittigung· :
Analyse t für (C^Kg^O^)
berechnet! C 65,62s H 9,38; Mol·-Gew. 256
gefunden : C 65,72; H 9,56* Mol.-Gow. 2lj6 (Massen·,
spelrtrosraphie)
Die Menge der cyclischen Isomeren betrug 13,7 β bei einer
Ausbeute von 90 £, bezogen auf die zugefUhrte Stroosoenge.
Eine zweite Elektrolyse des gleichen Diolefins wurde unter den gleichen Bedingungen ausgeführt mit der Abänderung* daß
sie bis nahe zu einer lOQ^igen Vervollständigung ausgeführt
wurde* wobei eine Ausbeute von 81 £ erhalten wurde·
909831/15 46
. Hf -
*■
Es wurde ein Katholyt mit einem Gehalt an 40,0 g.
(0,167 Mol) an Diäthyl-2,7-nonadien-l,9üioat (Zsömerengemicch)»
70»7 S Acetonitril» 26,9 Q Tctraäthylommonium-p-toluolsulfonat
und 10 ml Wasser verwendet« Die Elektrolyse wurde bei 2 Ampere und 25° C ausgeführt» bis insgesamt eine Stroimaenge von 4,5
Amperestunden durchgeführt worden war. Die Kathodenspannung betrug -1,90 bis -2,00 Volt (behogen auf die gesättigte
Kalomelelektrode) während d?r Ausführung» wobei die Zugabe von 1,1 ml Essigsäure zur Erniedrigung des pH-Wertes erforderlich war· Der Katholyt wurde gemäß der in Beispiel 4
angegebenen Arbeitsweise behandelt» wobei 37,4 g eines organischen Materials erhalten wurden· Bei Destillation wurde
daa Diäthyl-lvS-cyclopentandiacetat hauptsächlich in Fraktionen
bei 105 bis 114° G/0,5 mm erhalten» worauf die Dampfphasenohromatographle angewendet wurde, um das Produkt in cis-
und fcrana-Isomere zu trennen und es von verunreinigenden
Mengen der Ausgangsdioleflne abzutrennen» die hauptsächlich
in den über 103° C abdestillierenden Fraktionen gefunden wurden. Die Xnfrarot&nalyse einer Mischung der Isomeren Produkte
zeigte keine Unsättigung an·
Analyse»
berechnet: C 64,42j H 9,16; Mol.-dow. 242
gefunden 1 C 64,59; H 9,24; Mol.-Oew. äh&
spektrographie)
909&31/1546
Die Elektrolyse ergab etwa 20,7 S dQS Diäthyl-l,2-oyelopentandlacetats
bei einer nchesu theoretischen Ausbeute,
bezogen auf den Stromverbrauch.
Es wurde ein Katholyt mit einem Gehalt von 40,0 g (0,177 Mol) an Diäthyl-2,6-octadien-l,8«dioat (isomerengemisch),
70,7 g Acetonitril, 26,9 g Tetraäthylammoniurap-toluolsulfonat
und 10 ml Wasser verwendet· Die Elektrolyse wurde bei 2 bis 3 Ampere und 30° C ausgeführt, bis insgesamt
eine Strommenge von 7,6 Amperestunden durchgeleitet worden waren· Die Kathodenspannung betrug - 1,91 bis- 2,08
Volt (bezogen auf die gesättigte Kalomelekerode) während des Versuchs· Um den pH-Wert auf dem gewischten Bereich
zu halten, war die Zugabe von 3 ml Essigsäure erforderlich·
Der Katholyt wurde gemäß der in Beispiel 4 beschriebenen
Arbeitsweise extrahiert, wobei j58,3 g an organischem Material
erhalten wurden, Bei Destillation wurde das Diäthyl-l,2-cyclobutandiacetat
hauptsächlich bei 79 bis 82° C und 84 bis 88° C
bei 0,12 cos erhalten, wobei eine geringe Menge Produkt bei etwas höheren Temperaturen abdestillierte· Ea wurde eine
Drmpfphasenchiomatographie- zur weiteren Trennung des Produktes
von geringen Mengen an nieht-umgesetztem Ausgangsmateral und Diäthylsuberat angewendet. Die Infrarotanalyse des Produktes,
9098317 1546. ^ 'BAD OKO^"AL
SO
das aus einem Geraisch von eis« und trans-Isomeren bestand,
zeigte keine unsättigung.
berechnet: C 63,16; H 8,77i Mol.-Gew. 228
gefunden : C 63,55; H 8,S>2j MoI.-Gew. 220 (Hasseneptektrographie)
Die Elektrolyse ergab 12*4 g Diäthyl-l^-cyclobutandiacetat
bei einer Ausbeute von 41 cj>, bezogen auf den Stromverbrauch.
Außerdem wurden bei der Elektrolyse etwa Wy9 7,9 S Dläthylsuberat erhalten·
Es wurde ein Katholyt verwendet, welcher ^0,0 g (0,149 Hol)
Diathyl-3#3-diäthyl-2,5-heptadien-l,7-dioat (etwa 90 # trans g
trans-Iaomei-es), 70*7 g Acetonitril, 26,9 g Tetraäthylausnonium«
p-toluolsulfonat und 10 ml Wasser enthielt· Die Elektrolyse
wurde bei 2 Ampere und 25°. C ausgeführt, bis insgesamt
4,7 Amperestunden durchgeleitet worden waren« Die Kathodenfpannung betrug -1,85 bis -1,90 Bolt (bezogen auf die gesättigte
Kalomelelektrode)während des Versuchs. Zur Regelung des pH-Wertes wurden 1,2 ml Essigsäure zugegeben. Der Katholyt
wurde gemäß der in Beispiel 4 beschriebenen Arbeitsweise extrahiert, wobei 36,2 g organisches Material erhalten wurden,,
Di· Destillation ergab im wesentlichen reines Dläthyl*>j$,>»
diäthyl-l,2-oyolopropandlaoetat bei II8 bis 122° C/0,4 mm
09831/1546
. . 9« - 51
und das gleiche Produkt wurde sußanimen mit etwas von dem
Ausgangsdiolefin bei 124 bis 129° C/o,4 mm erhalten· Das
Produkt wurde mittels DampphasenchroinatogFaphie in die
ois- und trans-Isorceren getrennt* wobei beide Isomere ein
Molekulargewicht von 270 entsprechend der ILcorfiie besaßen·
Eine Probe des ois-Isorceren besaß einen Brechungsindex von
n2* « 1,4480·
Analyse» (C15
berechnet: C 66*67; H 9,63 gefunden : C 66,875 H 9,44
Die Elektrolyse ergab etwa 25*4 β Diäthyl-;5,3-diäthyl-l,2-oyclopropandiacetat bei einer nahezu theoretischen Ausbeute,
bezogen auf den Stromverbrauch.
Ss ist ersichtlich, daß die vorstehenden Beispiele zeigen, daß das Verfahren gemäß der Erfindung insbesondere zur
Herstellung von kleinen sowie normalen Ringverbindungen geeignet ist, wobei die nahezu theoretische Ausbeut· der
Cyolopropanverbindung besonders bemerkenswert ist·
Bei der in den Beispielen 4, 5, 6 und 7 ausgeführten chronatographisehen Trennung wurde eine 3 η Chromosorb W-Kolonna Kit 1 $ Silbernitrat und 18 # Carbowax 20 M verwendet·
Die in den Beispielen 4, 5, 6 und 7 verwendeten Diolefindiester werden durch Dehydrobroraierung der entsprechenden
J1 -Dibromdiester gemäß der Arbeitsweise, welche von
' - BAD:
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A. LUttringhaus und H. Keps, m Arch. Phamn., Band ,293
(Jahr i960) auf Seite £31 beschrieben 1st j hergestellt;.
Es wurde ein Katholyt aus 12 g l,6-Ilepfcadien-l#2hr5#7·
tetracarboxylat* 70 g Tetraüthylammoniuni-p-toluolsülfonat, ',
90 ml DircöthrlsulfojQrci und 30 ml Wasser bei etwa -1,8 Bolt
(bezogen auf die gesUttigte Kalomelelektrode) während 1,67
Amparostundon elektrolyslort, .»η w&l.chem Zeltraum diö
kathodenspannung bei einer Zunahm© der Stromstärke stärker
negativ wurde und der Strumfluß daher unterbroohen wurde· '
Das erhaltene Produkt wurde mit Methylenchlorid extrahiert und davon durch Destillation bei 125 bis 123° C/0,2 ßsa
Isoliert, wobei 5 g l,4-Dicorbätho3Qr-2,3-dlcarb!ithOJQrBöthyl-
■ ' ■>
· .'■··■
oyolopentan erhalten vmrden· ' »
Analyses (
berechnetι C 59,07$ H 7*77 ·
gefunden t C 59,25; H 7·90
Das Infrarotspelctrum war» dasjenige, welches für einen
Eoter charakteristisch ist« wobei die Absorption bei I650 cm
fehlte, die von dom Auscangsdiolefin geneigt wurde· Die
Ergebnisse von kernmagnetischen Hesonanzmessungon waren mit
der angezeigten Struktur in Üböreinstimmung.
Das Verfahren gemäß der Erfindung betrifft ein elektrolytisches
Verfahren zur Herstellung von cyclischen Verbindungen· Versuche bei elektrolytisch^ Herstellungen von cyclischen
Verbindungen duroh Kolbe'sehe Umsetzungen von Dioarbon-
9 09831/T5A6
BAD
Sb
säuren blieben in allgemeinen erfolglos (vgl· Svadkovskya und
Voitkevich, Russian Chemical Reviews - englische Übersetzung von Uspesekhl Khimil - Seite 161, Band i960)· Dagegen führt
das Verfahren gemäß der Erfindung zu cyclischen Verbindungen
unter Erzielung von guten Ausbeuten« wobei im allgemeinen
die ursprünglichen funktioneilen Substituenten noch vorhanden
sind· Unter den bekannten nieht-elektrolytisohen Verfahren
ist die Acyloln-Umsetzung für mittlere Ringe gut geeignet«
Jedoch nicht für die Synthese von kleinen Ringen (vgl· S. M. McElvain, Organic Reactions, Band k, Seite 256,(1948)).
Demgegenüber ist das Verfahren gemäß der Erfindung insbesondere
für die Herstellung von drei- und viergliedrige» Ringverbindungen geeignet·
Aus den vorstehenden Ausführungen« insbesondere den Beispielen, ist ersichtlich« daß in den Produkten häufig
sterisoh Isomere« insbesondere eis- und trans-Isomere, vorhanden sind und auch in den Ausgangsdioleflnen vorhanden
sein können. Obgleich einige Abweichungen in den Eigenschaften
der verschiedenen sterischen Formen des Produktes auftreten können« sind diese sowohl in Form ihrer Mischungen
als auch in getrennter Fora brauchbar· In ähnlicher Weise kann dl· Wirksamkeit oder Leistungsfähigkeit der Elektrolyse
BAD 90 9831/1546
5*
etwas in Abhängigkeit nit der sterisohen Form des Reaktions-,teilnehmers variieren, wobei jedoch dos Vorfahren sowohl
auf Mischungen der Isomeren als auch auf getrennten^ Isomeren
der aktivierten Diolefine der vorstehend bcsohre^benen Art .'
anwendbar 1st«
Die nach dem Verfahren go&iUii dor Erfindung hergestellten.
Verbindungen« welche aus Dioxanderivafcen bestehen, sind
für antifungicide* bactericide und physiologische Verwendungszwecke* beispielsweise wie .sie fUr andere Dloxanverbindungen bekannt sind« von besonderem Interesse« wobei
die Verbindungen der Chlnoxallnart, ebenfalls für derartige
Anwendungen wertvoll sind. Außerdem besitzen die nach dem Verfahren gozoäß der Erfindung hergestellten Vorbindingen eine
cyclische Struktur und zwei reaktive funktlonelle Gruppen«
wobei es möglich ist» die funktionollcn Gruppen fUr verschiedene Re&ktionsarten zu verwenden; beispielsweise können .
die Amid« oder Nltrilgruppen zu Aminogruppen hydriert werden
und die Carboxylatgruppen für Esteraustauschreaktionen . -verwendet werden· überdies können die funktlonellen Gruppen
bei verschiedenen harzbildenden Reaktionen benutzt werden« . um cyclische Einholten enthaltende Harze herzustellen!
so können z. B* die Carboxylatgruppen In Vupotz-<m%m mit
.80983Ί/Ί546
SS
-54-
OlyJcolen unter Bildung von Polyesterharzen verwendet werden,
und die Aaidsruppen können mit Aldehyd untor Bildung von
Harzen UBgosotzt oder au Aminen reduziert und dann mit den
Aldehyden umgesetzt worden; dio Carboxylatßruppen können
in Säuregruppon übergeführt und cit don -&^m5Jiosruppon ontlialtenden
Verbindungon oder verschiodezion andoron Polyaminen» '
wie Hexamethylendiamin» sur Herstellung von Polyamiden verwendet
worden. Verschiedene andere Vertfendungs- und Gebrauche*
zwecke sind doa Faonciann ersichtlich«
6AD 909831/.1546
Claims (12)
1) Verfahren zur Herstellung von cyclischen organischen Verbindungen der allgemeinen Formeln:
CR-CHR-Y
'Ο
CR-CHR-Y CHo -
2-CH-
I J
CR2 - CH - Y
CR2 - CH - Y
ClT"- CHR-
und R-CH-CH
R-CH-CH2
worin. Z einen gegebenenfalls Arylengruppen oder aliphatische
Kohlenwasserstoffgruppen enthaltenden 2-wertigen organischen Rest, der frei von Äther-, Thioäther-, Imino- oder Carbonylgruppen
ist, R Wasserstoff oder einen von olefinische Unsättigung freien Kohlenwasserstoffrest oder Y, und Y
eine funktionelle Gruppe, bestehend aus Carboxylat-,
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-, Carbonyl-, Nitril-, Phosphonat-, Phosphinat-,
Phosphinoxyd-, SuIfon-, 2-Pyridin- oder 4-Pyridin-Gruppen
bedeuten, durch Elektrolyse, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wäßrige einen Salzelektrolyten enthaltende
Lösung einer di-definischen Verbindung der allgemeinen
Formeln:
2 >
CR2= C -
Y
CR =CR -
Y
R-CH
>'■
in denen R, Y und Z die vorstehend- angegebene Bedeutung be-
durch sitzen, der Elektrolyse unterwirft, wobei/die Lösung in
physikalischer Berühung mit einer Kathode, die eine Wasserstoff über spannung wenigstens in der Höhe von derjenigen
von Kupfer aufweist, Strom geleitet wird und die Entwicklung des zur Erzielung der reduktiven Kupplung erforderlichen
Kathodenpotentials bewirkt wird.
BAD Ori'GiMAL
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2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Lösung elektrolysiert, die Wasser,
mehr als 5 Gew.-96 der olefinischen Verbindung und wenigstens
5 Gew.-96 eines Trägerelektrolytsalzes enthält.
3) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrolyse in einem nicht-sauren
Kattiolyten ausgeführt wird.
4) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Elektrolytträgersäz
ein Salz -verwendet, welches eine Kationenentladung bei
wesentlich negativeren Kathodenpotentialen als dasjenige, bei welchem die reduktive Kupplung bewirkt wird, ergibt.
5) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man ein quarternäres aromatisches
Ammoniumsulfonat oder ein quarternäres Ammoniumalkylsulfat
als Salz verwendet.
6) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß man ein Diolefin mit einer Nitril-,
Carboxylat-, Catwocamid-, oder einer Carbonylgruppe als
funktionelle Gruppe verwendet.
7) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß man eine Kathode mit einer größeren Überspannung als diejenige von Kupfer und eine Katholytlösung
verwendet, welche ..Wasser, eine Menge von Träger»
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elektrolytsaiz von über etwa 3o Gew.-#, bezogen auf die
Gesamtmenge von Wasser und vorhandenem Salz und mehr als 1o Gew.-% der olefinischen Verbindung enthält und bei
einem pH-Wert in der Hauptmasse der Lösung von etwa 7 bis etwa 12 gehalten wird.
8) Verfären nach einem der Ansprüche 1 bis 7» dadurch
gekennzeichnet, daß man eine diolefinische Verbindung verwendet, in welcher die ß-Kohlenstoffatome der olefnischen
Gruppen durch 1 bis 5 Kohlenstoff atome getrennt sind.
9) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß man 2,3-Dicarbäthoxymethyl-1,4-dioxgn
herstellt, indem man eine Lösung von Bis-1,2-(2-csrt&thoxyvinyloxy)-äthan
in einem wäßrigen Salzelektrolyten der Elektrolyse durch Durchleiten von Strom durch diese in
tatsächlich physikalischer Berührung mit einer Kathode stehende Lösung unterwirft.
10) Verfahren .nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß man 3,4-Bis-(dica±äthoxymethyl)-1,2,5,4-tetrahydrochinoxalin
herstellt, indem man eine Lösung von o-Bis-(ß-dicarbäthoxyvinylamino)-benzol der
Elektrolyse unterwirft.
11) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dpdurch
gekennzeichnet, daß man eine olefinische Verbindung mit Carboxylatgruppen als funktionelle Gruppen verwendet,
. .. "BAD CSiC*!AL
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. in welcher die ß-Kohlenstoffatome der olefinischen Gruppen
durch 1 bis 4 Kohlenstoffatome einer Alkylengruppe getrennt sind.
12) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,, dadurch gekennzeichnet, daß man als olefinische Verbindung
ein 1,6-Heptadien-1,3,5»7-tetracarboxylat verwendet·
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- 1965-12-04 DE DE19651543249 patent/DE1543249A1/de active Pending
Also Published As
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| US3413202A (en) | 1968-11-26 |
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