DE1940513A1 - Verfahren zur Gruenfutterkonservierung - Google Patents
Verfahren zur GruenfutterkonservierungInfo
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- A23K30/10—Processes specially adapted for preservation of materials in order to produce animal feeding-stuffs of green fodder
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Description
Poisnicmwälte _
Dr.-Ing. HANS RUSCHKE" A, 1166
D;c-:.-:r:a HEINZ AGULAR . ,
V . 8. Aug.
ALFA - LAVAL AB
Tumba / Schweden
Tumba / Schweden
Verfahren zur Grünfutterkonservierung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Grünfutterkonservierung.
Das gewöhnlich zur Grünfutterkonservierung angewendete Verfahren besteht darin, daß das Grünfutter getrocknet wird,
bis es einen Feuchtigkeitsgehalt von nur etwa 15 % hat, in welchem Zustande das Futter ohne weitere Behandlung gelagert
werden kann. Das künstliche Trocknen von Grünfutter ist jedoch sehr teuer und das Trocknen auf dem Feld (Sonnentrocknen)
ist sehr riskant, zumindest in Ländern, welche das gleiche Klima wie die skandinavischen Länder haben. Bei
schlechtem Wetter kann das Grünfutter einen grossen Teil seines Nährwertes verlieren und schlimmstenfalles unbrauchbar
werden. - . ■
Daher besteht seit langem der Bedarf für ein anderes Konservierungsverfahren,
beispielsweise durch Silieren, jedoch sind mit einem solchen Verfahren mehrere Probleme verbunden,
so daß es bisher nur in einem relativ beschränkten Maße
Anwendung gefunden hat.
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«Zum Silieren wurde bisher eines der beiden folgenden Verfahren
angewendet. ·
Entweder wurde das Grünfutter unmittelbar nach dem Mähen
vom Feld abtransportiert und in feuchtem-Zustand einsiliert, d.h. mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 80 %, oder es
wurde nach dem Mähen auf dem Feld in Form von Schwaden gebracht und nach einer bestimmten Zeit unabhängig vom Wetter
eingesammelt und in etwas trocknerem Zustand siliert.
Wenn Grünfütter bei einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 80 %
siliert wird, entsteht ein sehr ernstes Problem, nämlich das
Problem, wie die grosse Menge von Pflanzensaft beseitigt
werden soll, welche das Grünfutter während des Silierv.organgs
verläßt. Dieser Pflanzensaft, welcher einen wesentlichen
Teil der Grünfutternährstoffe enthält, kann nicht ohne weiteres in Wasserläufen zusammen mit anderen Abwässern abgeleitet werden, da hierdurch die Wasserläufe verschmutzt
werden würden. Der Pflanzensaft stellt ferner eine starke
Bedrohung des Grundwassers dar.
Wenn mann zur Vermeidung dieses Problems, das Grünfutter
auf dem Feld trocknen läßt, bis sein Feuchtigkeitsgehalt so weit zurückgegangen ist, daß kein Pflanzensaft beim nach-·
folgenden Siliervorgang austritt, besteht die grosse Gefahr,
daß der ganze Siliervorgang verdorben wird und so das ganze
Grünfutter verloren geht* Wenn zum Beispiel das Grünfutter
zu trocken ist, wird es nicht ausreichend zusammengedrückt,
so daß es dann praktisch unmöglich ist, Luftlöcher im Silo
zu vermeiden.
Es ist richtig, daß sogar ziemlich trockenes Grünfutter (Feuchtigkeitsgehalt
HS - 50 %) in der Weise erfolgreich siliert
.worden ist, daß es in luftdichte Silos eingeschlossen wurde,
welche eine weitere Luftzufuhr zu dem Grünfutter verhindern,
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jedoch sind solche Silos zu teuer, und sie sind für Kleinbetriebe
wirtschaftlich nicht gerechtfertigt. Das Grünfutter kann auch dadurch verdorben werden, daß es in Schwaden liegend
schlechtem Wetter ausgesetzt ist.
Da es sich ferner als sehr schwierig erwiesen hat, durch
Trocknen des Grünfutters in Schwaden auf dem Feld ein.homogenes
und ein angemessen trockenes Grünfutter für den nachfolgenden Siliervorgang zu erhalten und das Trocknen zu weiteren
Kosten infolge der Arbeitsvorgänge auf dem Feld führt,
hat sich dieses Verfahren zur Konservierung ebenfalls als
nicht zufriedenstellend erwiesen.*
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens
zur Grünfutterkonservierung, welche 1. wirtschaftlich gerechtfertigt
ist und 2. die erwähnten Nachteile und Gefahren für den Verlust und die Degeneration des Grünfutters ausschalten,
welche bisher beim Einsilieren des Grünfutters auf getreten ^sind.
Das erfindungsgmässe Verfahren beruht darin, daß auf dem
Feld das Grünfutter von einem Teil seines Pflanzensaftes
dadurch befreit wird, daß es zusammengedrückt oder gequetscht
wird, so daß der Feuchtigkeitsgehalt des Grünfutters raäuziert
wird, worauf dann das Grünfutter in an sich bekannter Weise siliert wird.
Das Ausquetschen des Pflanzensaftes geschieht vorzugsweise
in Verbindung mit dem Mähen des Grünfutters, und der Feuchtigkeitsgehalt
muß dann auf einen Wert zwischen 60 und 70 % herabgesetzt werden. Bei einem Feuchtigkeitsgehalt von wehiger
als 70 % tritt beim nachfolgenden Silieren keine nennenswerte Pflanzensaftmenge mehr aus, während andererseits der
Feuchtigkeitsgehalt 60 % übersteigen soll, damit das Grünfutter ohne Hilfsmittel in herkömmlichen Siloanlagen ausrei-
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-lagepreßt werden kann. Auch unter Berücksichtigung der
Verluste an Nährstoffen9 die durch das Ausquetschen des
Pflanzensaftes verursacht werden, dürfte die Feuchtigkeitsgehaltsspanne optimal sein.
Das Erfindungsgemässe Verfahren hat die folgenden Hauptvorteile:
1. Hinsichtlich der Handhabungs- und Transportkosten ist
eine wesentliche Einsparung möglich. Wenn beispielsweise der Feuchtigkeitsgehalt bei frisch gemähtem Grünfutter
ρ von 80 % auf 65 % herabgesetzt wird, so bedeutet dies,
daß die Hälfte des gesamten im Grünfutter enthaltenen
Wassers entfernt worden ist. Gleichzeitig wird das Volumen des Grünfutters auf weniger als die Hälfte des
Volumens verringert, welches das Grünfutter ohne., den
Preß- oder Quetschvorgang haben würde.
2. Beidem erfindungsgemässen Verfahren ist eine genaue
Regelung des Feuchtigkeitsgehalts des einzusilierenden Grünfutters möglich. Hierdurch wird die in Verbindung
mit dem Silieren von Grünfutter, das vorher in Schwaden vorgetrocknet worden ist, auftretende Gefahr, d.h. daß
^ das Vortrocknen zu weit getrieben wird, vermieden. Wenn
das Vortrocknen in Schwaden zu weit getrieben wird, • wird das Grünfutter im Silo nicht ausreichend zusammengepreßt, so daß Lufttaschen eingeschlossen werden.
3. Das erfindungsgemässe Pressen oder Quetschen ermöglicht
die Verwendung wesentlich kleinerer Silos für den Siliervorgang als früher. .
'4.--Es wird ein Grünfutter für den Siliervorgang erzielt,
das hinsichtlich seines Feuchtigkeitsgehalts völlig homogen ist, was nicht der Fall ist, wenn das Grünfutter in
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Schwaden getrocknet wird.
5» Es entstehen keine Pflanzensaftprobleme. Der aus dem
Grünfutter ausgequetschte Pflanzensaft wird auf dem Feld
. beim Mähendes Futters verteilt.
6. Die Ernte und das Silieren des Grünfutters kann unabhängig vom Wetter durchgeführt werden, d.h. genau zu
dem Zeitpunkt, an-we1ehern sich das Grünfutter in einem
Stadium seiner biologischen Entwicklung befindet, das für- das Silieren am geeignetsten ist. Schlechtes Wetter,
das eine Verzögerung der Ernte des Grünfutters von nur
einer Woche verursacht, bedeutet 1. eine Veränderung
des Nährwertes des Grünfutters und 2. verschlechterte Vorbedingungen für ein gutes Silieren. Es ist bei schlechtem Wetter besonders nachteilig, wenn das gemähte Grünfutter in Schwaden zum Trocknen liegt.
Bei durchgeführten verschiedenen Siliervorgängen wurde Grünfutter
mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 78 %· durch
Pressen oder Quetschen so Weit von seinem Pflanzensaft befreit,
daß sein Feuchtigkeitsgehalt auf Werte1zwischen 66 und
61 % herabgesetzt wurde. Der hierdurch erhaltene Verlust
an Trockensubstanz des Grünfutters betrug zwischen 8 und 5 %,
Das Grünfutter blieb dann während dreier Monate im Silo, worauf
das !einsilierte Gut analysiert wurde. Hierbei wurde
festgestellt, daß der.pH-Wert in allen Fällen niedriger
als 4,5 war, die Ammonium-Stickstoff-Zahl weniger als 0,05
betrug (gerechnet in Prozent der Trockensubstanz des Grünfutters) und daß sich keine Buttersäure gebildet hat. Das
einsilierte Gut war daher von einer hohen Qualität. Während
der Siloperiode trag kein weiterer Pflanzensaft aus dem
Grünfutter aus.
Patentansprüche ι 009836/1013 ■
Claims (3)
1. Verfahren zur Grünfutterkonservierung, dadurch gekennzeichnet,
daß das Grünfutter auf dem Feld von einem Teil seines Pflanzensaftes durch Pressen oder Quetschen
befreit wird, sodaß der Feuchtigkeitsgehalt des Grünfutters herabgesetzt wird, und dann das Grünfutter in
an sich bekannter Weise einsiliert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Pressen oder Quetschen des Grünfutters beim Mähen desselben geschieht. ■ .
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 29 dadurch gekennzeichnet,
daß der Feuchtigkeitsgehalt des Grünfutters während des Preß- oder Quetschvorgangs auf einen Wert zwischen 60
und 70 % herabgesetzt wird.
009836/1013
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE1193768 | 1968-09-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1940513A1 true DE1940513A1 (de) | 1970-09-03 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691940513 Pending DE1940513A1 (de) | 1968-09-05 | 1969-08-08 | Verfahren zur Gruenfutterkonservierung |
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Families Citing this family (2)
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1969
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- 1969-08-29 NL NL6913237A patent/NL6913237A/xx unknown
Also Published As
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