DE1940464C - Verfahren zur Erhöhung der Koerzitivfeldstärke feinverteiher Seltener Erden-Kobalt-Legierungen - Google Patents
Verfahren zur Erhöhung der Koerzitivfeldstärke feinverteiher Seltener Erden-Kobalt-LegierungenInfo
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Claims (4)
- ι 2Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhöhung Die Abscheidung des Zinns kann auf verschiedeneder Koerzitivfeldstärke bzw. Verhinderung oder Ver- Weise geschehen. Beispielsweise ist es möglich, eineringerung des Abfalls der Koerzitivfeldstärke pulver- Zinn-Quecksilber-Legierung mit etwa 1 bl· 2 Ge-förmiger Seltener Erden-Kobalt-Legierungen durch wichtsprozent Zinn mit der pulverförmigen SeltenenAbscheidung eines Metalls auf die Oberfläche des 5 Erden-Kobalt-Legierung zu vermischen und dasLegierungspulvers. Quecksilber durch Erhitzen, gegebenenfalls im Va-Seltene Erden-Kobalt-Legierungen sind in beson- kuum, aus dem Gemisch abzutreiben. Die Abtren-derer Weise zur Herstellung von Permanentmagneten nung des Quecksilbers erfolgt bei Temperaturen vongeeignet, da derartige Legierungen in einem ausge- über 200" C. Bei diesen Temperaturen wird auchwählten Bereich extrem hohe einachsige magnetische io bereits die Eindiffusion des Zinns :" die Legierungs-Kristallanisotropie aufweisen. teilchen bewirkt.Derartige Legierungen für Permanentmagnete Verhältnismäßig dünne Zinnschichtert kann man bestehen aus 10 bis 25 Atomprozent Y, Sc, La, Ce1 dadurch erreichen, daß man die feingemahlene Pr, Nd, Sm, Eu, Gd, Tb, Dy, Ho, Er, Tm7 Yb, Lu, Seltene Erden-Kobalt-Legierung in die wäßrige Löwobei die Elemente allein oder in Mischung vor- 15 sung eines Zinnsalzes einbringt und gegi^nenfalls liegen können, und 75 bis 90 Atomprozent Kobalt erwärmt. Eine schnelle und gleichmüßige Bedeckung besteht. Das Kobalt kann gegebenenfalls in Mischung der Oberflächen der Legierungsteilchen kann damit einem oder mehreren der Elemente Mangan, durch erzielt werden, daß man das Mahlen der Eisen und oder Nickel vorliegen. Seltenen Erden-Kobalt-Legierung in einer Zinnsalz-Die erfindungsgemiß zu behandelnden Seltenen 20 lösung vornimmt. Zur Erzielung dickerer SchichtenErden-Kobalt-Legierungen haben die vorher ange- ist es jedoch zweckmäßig, unter Anlegung einergebene Zusammensetzung. Spannung das Zinn elektrolytisch auf den Legie-Es ist als nachteilig bekannt, daß die pulver- rungsteilchen abzuscheiden. Besonders gute Ergeb-förmigen Seltenen Erden-Kobalt-Legierungen beim nisse werden erzielt, wenn diese Abscheidung beiLagern eine Verringerung ihrer Koerzitivfeldstärke 35 niedrigen pH-Werten, z.B. bei einem pH-Wert vonzeigen. Dieser Abfall der Koerzitivfeldstärke beein- 2 bis 4, vorgenommen wird. Die Lösung kann dabeiträchiigt die technische Brauchbarkeit solcher in üblicher Weise gepuffert sein, um eine KonstanzLegierungspulver. des pH-Wertes während der Elektrolyse sicherzu-Man hat bereits vorgeschlagen, die Legierungs- stellen.pulver Li einem Nickelbad zu behandeln, um die 30 Die Wärmebehandlung der mit Zinn überzogenenKoerzitivfeldstärkc zu erhöhen. Legierungsteilclien erfolgt zweckmäßig bei Tempera-Es ist auch bekannt, die Koerzitivkraft solcher türen oberhalb 150 C. Es ist dem Fachmann ver-Seltener Erden-Kobalt-Legierungspulver durch eine ständlich, daß mit steigender Temperatur die Be-Säurebehandlung zu verbessern. handlungszeit verringert werden kann. Man wird desZiel der Erfindung ist es, eine Oberflächenbehand- 35 halb eine Bchandlungstemperatur wählen, welche lung dieser Seltenen F:.rden-Kobalt-Legierungspulver eine hinreichend kurze Behandlungszeit sicherstellt, aufzufinden, welche einerseits die Verringerung der Innerhalb eines Temperalurintervalls von 150 und Koerzitivkraft beim Lagern der Pulver verhindert 500° C sinkt die Behandlungszeit von etwa 2 Stunden bzw. die gegebene Koerzitivkraft eines Legierungs- auf wenige Minuten ab.pulvcrs der vorerwähnten Zusammensetzung erhöht. 40 Die Wärmebehandlung kann mit der FormgebungDabei soll die Beschichtung auf möglichst einfache der Seltenen Erden-Kobalt-l.cgierungsteilchen zuWeise erfolgen. Gleichzeitig soll die anschließende einem Permanentmagneten, gegebenenfalls unter Ein-Formgehiing möglichst erleichtert und die Bindung wirkung eines Magnetfeldes, kombiniert werden,der Teilchen aneinander oder an die Matrix ver- Wie eingangs erwähnt, kann die Formgebung desbessert werden. 45 Permanentmagneten durch Pressen nnd Sintern unterÜberraschenderweise wurde gefunden, daß dies Verwendung eines Bindemittels bewerkstelligt wcr-crfindungsgcmüß dadurch gelingt, daß man auf der den. Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßenOberfläche der pulverförmigen Seltenen F.rdcn- Verfahrens lieg; darin, daß bei Verwendung vonKobalt-I Legierungen Zinn abscheidet und das be- Zinn oder Zinnlcgicningcn als Nf:itri\ die mit Zinnschichtete Pulver anschließend auf Temperaturen er- 50 beschichteten l.cgierungsleilchcn eine besonders gutewärmt, bei denen eine Lindiffusion des Zinns in die Gren/Ilächcnbildung an die umgebende Matrix auf-Obcrliächcnschichtcn der Seltenen Erden-Kobalt- weisen, wobei die mechanischen Eigenschaften derLcgicrimgslcilchcn erfolgt. Magnete verbessert werden. Die Zi'vischicht der Lc-F.s müssen mindestens monoatomare Zinnscbichten gicrungsteilclien ist jedoch auch dann von besonderererzeugt werden. Besonders gute Ergebnisse werden 55 Bedeutung, wenn man als Matrix ein organischesjedoch bei dickeren Schichten erzielt, wenn die Zinn- Bindemittel verwendet, welches die Oxydation derauflagt·, be/ogcn auf das Gewicht des Legierungs- eingebetteten Legierungsteilclien nicht von sich auspulvcrs, elwii 0,1 bis 5 "mi beträgt. verhindern kann. Die vcrfnhrensgemäß erzeugteDurch die erfindtingsgemiilk Wärmebehandlung Zinnschicht ist dazu fi'hig.
des beschichteten legierungspulvers diffundiert ein 60 .. .
Teil der Zinnscliicht in die Oberflächenschicht«] atcntansprucne:
der l.egieriinpsteilcliLn ein. Zwar wird durch das Bc- I. Verfahren zur Erhöhung der Koerzitivfeldschichlen bereits erreicht, dal» die Koerzitivkraft der stärke bzw. Verhinderung oder Verringerung des Teilchen beim I agem sich nicht mehr verringert. Abfalls der Koerzitivfeldstärke pulverförmiger Die teilweise Ijndilftision des abgeschiedenen Zinns 65 Seltener Brden-Kobalt-Legicrtingcn durch Abhat jcdodi eine /iisiit/liche Steigerung der Kocr/itiv- scheidung eines Metalls auf die Oberflüche des kraft d 11 rch Meeiiillussung der Oberflächenstruktur Lcgkruiigspulvers, d ad u r c h geke η η ze i chile r Teilchen zur Folge. nr;t, daß auf den Seltenen Erden-Kobalt-Legie-rungstcilchcn Zinn abgeschieden und das beichichtct'j Pulver anschlieUend auf Temperaturen erwärmt wird, bei denen eine Eindiffusion des Zinns in die Oherlläehensehichlen der Legierungsteüchen erfolgt. - 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dnil, bezogen ;iuf das Gewicht der Legierungsteilchen, etwa 0,1 bis 5 Gewichtsprozent Zinn abgeschieden wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Eindiffusion des Zinns in die OhcrllächcnschichU'ii der I igchen bei Temperaturen obcihalb IiII C würinebehandelt wird.
- 4. Verlahren nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, dall die HudilliMun des /.inns in die Oberlläclii-nschichtcii tier l.cgierunusleilchen iiiul die lorniuehuni; de·» l'.ehchichteten Iagierungs|iuKeis /ti einem l'eunanentmauneten, gegebenenfalls unter iiinwirkung eines Magnetfeldes, in einem Verfahrensschritt vorgenommen wird.
Priority Applications (9)
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| US05/821,153 US4115159A (en) | 1969-08-08 | 1977-08-02 | Method of increasing the coercive force of pulverized rare earth-cobalt alloys |
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