DE1839778U - Schnellverschlussvorrichtung fuer zu- und abluftleitungen fuer schutzbauten und reaktoren. - Google Patents
Schnellverschlussvorrichtung fuer zu- und abluftleitungen fuer schutzbauten und reaktoren.Info
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Description
- Schnellverschluß für Zu-und Abluftleitungen für Schutzbauten und Reaktoren.
Schutzräume, die Schutz gegen Explosionswirkungen irgendwelcher Art bieten und in denen sich Menschen längere Zeit aufhalten müssen, bedürfen einer ständigen Zufuhr von Frischluft. Es muß tive Stoffe in die Schutzräume eindringen können. Zu diesem Zweck werden hochwirksame Luftfilter in die Luftleitungen eingebaut, die alle in der Luft enthaltenden Schwebeteilchen oder den radioaktiven Staub auffangen oder mit Gasen verseuchte Luft reinigen.verhindert werden, daß gleichzeitig mit einer Frischluftzufüh- rung auch Rauch, Gase oder im Falle einer Atomexplosion radioak- - Nach einem früheren Vorschlag werden Verschlußkappen vorgesehen, die die Luftzufuhrkanäle verschließen, die durch Fühlorgane betätigt werden, die auf Licht-und/oder Wärme und/oder Drucken wirkung ansprechen. Erst hinter den Verschlußklappen sind die hochwirksamen Filter in die Luftleitungen eingebaut, um diese empfindlichen Apparate vor Explosionseinwirkungen zu schützen.
- Die Reaktion dieser und anderer Verschlußklappen in den Luftleitungen ist aber noch zu langsam, wenn diese erst über ein Fühlrogan und zwischengeschaltete Relais durch die Druckwelle geschlossen werden. Die Luftverschlüsse sollen bei auftretenden Druckwellen sofort betätigt werden, so daß sich keine Gefahrenquellen mehr ergeben können.
- Ein neuartiger Schnellverschluß von Zu-und Abluftleitungen für die Luftversorgung von Schutzräumen und Reaktoren besteht nach der Neuerung darin, daß in die Leitung ein diese abschließender zylindrischer, prismatischer oder kegel-oder pyramidenförmiger Teil mit Öffnungen in der Mantelfläche eingefügt ist, in dem ein zweiter gleichartiger Teil mit zugehörigen Öffnungen in seiner Mantelfläche verschiebbar oder verdrehbar ist und dieser bewegbare Teil mit einer Prallfläche derart verbunden ist, daß eine
auf die Prallfläche treffende Druckwelle eine Verschiebung oder Drehung des bewegbaren Teils in eine Stellung, in der sich die IWI Öffnung/in den beiden Mantelflächen, die in der Schließstellung einander anliegen, nicht decken, bewirkt. Die in dieser Vor- richtung angeordnete Prallfläche ist so bemessen, daß eine plötzlich auftretende Luftdruckwelle sofort den Verschlunach sowohl verschieben als auch drehen, bei prismatischen Körpern ist nur eine Verschiebung des bewegbaren Teils möglich, bei kegelförmigen Körpern ist eine Drehbewegung des bewegbar angeordneten Teils zweckmäßig, aber auch eine Verschiebung möglich, bei pyramidenförmigen Verschlußkörpern ist auch nur eine axiale Verschiebung für den bewegbaren Teil möglich, wobei in der "Offen"-Stellung zwischen den beiden Mantelflächen ein Zwischenraum ist.der Neuerung auslöst. Bei zylindrischen Verschlußkörpern läßt sich der bewegbare Teil - Zweckmäßig entspricht der Gesamtquerschnitt der Öffnungen in den Mänteln dem Leitungsquerschnitt, wobei die Luftöffnungen in gleichen Abständen rings um die beiden Mäntel verlaufen.
- Die durch die Umleitungen innerhalb der Vorrichtung evtl. auftretenden Druckverluste können durch eine reichliche Bemessung eines sich ergebenden Ringkanals zwischen den äußeren Mänteln und den Öffnungen mit strömungstechnisch günstigem Verlauf ausgeglichen werden.
- Um eine möglichst kurze Verschlußzeit des Schnellverschlusses zu erreichen, ist vorgesehen, daß der bewegbare Mantel um einen Betrag verschiebbar oder drehbar ist, der etwa den halben Abständen der regelmäßig angeordneten Öffnungen in den Mänteln entspricht.
- Um die Baulänge der Vorrichtung zu verkürzen, kann die vorgesehene Prallfläche dadurch fortgelassen oder ersetzt werden, daß bei den zylindrischen und prismatischen Formen durch eine Öffnung im Deckel der Boden des bewegbaren Teils als Prallfläche für die Druckluftwelle dient.
- Für die notwendige Verbindung der Prallfläche mit dem bewegbaren Teil ist weiterhin vorgesehen, daß die Prallfläche mittels einer, durch den Boden oder eine Querverbindung des feststehenden Mantels geführten Stange mit dem bewegbaren Teil verbunden ist, wobei auch zweckmäßig bei in Achsrichtung verschiebbarem, bewegbaren Teil die Prallfläche senkrecht zur Bewegungsrichtung der Druckwelle angeordnet ist.
- Bei einer anderen Ausführungsform des Gegenstandes nach der Neuerung kann die Gestaltung des Schnellverschlusses so vorgesehen werden, daß bei drehbarem, bewegbaren Teil die Prallfläche propellerartig schräg zur Bewegungsrichtung der Druckwelle angeordnet ist.
- Die Öffnungen in den beiden Mantelflächen der verschiedenen Verechlußkörper können je nach der Körperform rechteckig oder quadratisch, oval oder rund sein. Zweckmäßig stehen ihre Längsabmessungen senkrecht zu der Richtung, in der sich die Öffnungen des bewegbaren Mantels bei dem Schließvorgang bewegen.
- In den Abbildungen ist ein Ausführungsbeispiel eines Schnellverschlusses nach der Neuerung mit einer Zylinder-Ausbildung dargestellt, wobei Abb. 1 einen Horizontalschnitt durch die gesamte Vorrichtung in der"Offen"-Stellung, Abb. 2 einen Horizontalschnitt durch die Vorrichtung in der "Geschlossen"-Stellung, Abb. 3 einen Vertikalschnitt durch die Vorrichtung nach III-III der Abb. 1 und Abb. 4 einen Vertikalschnitt durch die Vorrichtung nach IV-IV der Abb. 2 zeigen.
- In eine äußere Zuluftleitung 1 für die Deckung des Frischluftbedarfs von Schutzbauten oder Reaktoren ist der Schnellerschluß nach der Neuerung eingebaut, wobei die zu den Innenräumen erfolgende Weiterleitung der Frischluft über die Rohrleitung 11 erfolgt.
- Der Schnellverschluß besteht aus einem zylindrischen Außenkörper 2 mit einem nach innen gestülpten Zylinder 21, der von einem Deckel 23 abgeschlossen ist. Im Zylinder 21 ist ein weiterer Innenzylinder 3 mit einem Deckel 32 dicht gleitend angeordnet.
- Auf den Mantelflächen der beiden Zylinder 21 und 3 sind waagerecht gleich verlaufende Luftöffnungen 22 und 31 vorhanden, so daß in Betriebszustand"Offen"die Frischluft nach den Pfeilrichtungen der Abb. 1 ihren Weg durch die Vorrichtung nehmen kann. dem Deckel 32 des Zylinders 3 ist über eine Stange 5 eine Prallfläche 4 verbunden, die beim Auftreten einer irgendwie ausgelösten Druckwelle durch diese-durch die vermehrte Pfeilzahl in Abb. 2 angedeutet-beaufschlagt wird, so daß sie kurzfristig den beweglichen Zylinder 3 in die"Geschlossen"-Stellung drückt, wodurch die Luftöffnungen 22 auf dem Zylinder 21 abgedeckt werden und die Frischluftzufuhr unterbunden wird.
- Die Hubhöhe h des beweglichen Zylinders 3 entspricht dabei etwa dem halben Abstand der waagerecht verlaufenden Luftöffnungen 22 oder 31, deren mittlerer Abstand zum wenigsten einer dreifachen Höhe der Öffnungen entsprechen mag, damit eine ausreichende Abdichtungssicherheit erzielt wird.
- Bei einer anderen Gestaltung der Vorrichtung nach der Neuerung kann die Prallfläche 4 durch den Deckel 32 des Innenzylinders 3 ersetzt werden, wenn der Deckel 23 mit einer entsprechenden, nicht dargestellten Öffnung versehen wird.
- Der Schnellverschluß kann auch mit senkrecht angeordneten Luftöffnungen an Stelle der waagerechten Öffnungen versehen werden, wobei der Innenzylinder 3 dann ohne oder mit Höhenspiel h sich über eine auf die Druckwelle ansprechende Luftschraube an Stelle der Prallfläche 4 um den halben Abstand der senkrechten Luft-
öffnung in eine"Geschlossen"-Stellung bewegen kann. - Für eine Rückbewegung in der"Offen"-Stellung können an dem bewegbaren Innenzylinder Federn oder von Hand betätigbare Hebel angeordnet sein, wodurch die Luftöffnungen wieder geöffnet werden, sobald die Gefahren für eine Luftverseuchung der zu schützenden Räume nicht mehr vorliegen.
- Den von dem Schnellverschluß aufzunehmenden Druckbeanspruchungen muß das verwandte Material mit entsprechender Sicherheit gewachsen sein. Es können die üblichen Metalle für die Einzelteile der Vorrichtung vorgesehen werden, wobei auch Kunststoffe mit oder ohne Armierungsverstärkung infrage kommen können. Die Abdichtung des bewegbaren Zylinders gegen den festen Zylinder mit ihren Mantelöffnungen kann über hierfür geeignete Schmiermittel, durch Dichtungen oder Manschetten erfolgen.
- Etwa notwendige Abluftleitungen können mit dem gleichen Schnellverschluß nach der Neuerung geschlossen werden, damit auch durch diese Ableitungen infolge Rückstau keine Beeinträchtigung der Luftverhältnisse innerhalb der Schutzbauten eintreten kann.
- Ebenso läßt der Schnellverschluß sich auch in alle sonstigen Leitungen für gasförmige oder flüssige Medien einbauen, wenn beim Auftreten von irgendwelchen Druckwellen in den Leitungen Gefahrenmomente entstehen, die ein sofortiges Verschließen der Leitung erfordern. Schutzansprüche :
Claims (1)
- Schutz anspruch 1. Schnellverschluß für Zu-und Abluftleitungen für Schutzbauten und Reaktoren, dadurch gekennzeichnet, daß der in die Leitung abschließend einbaubare Verschluß aus einem zylindrischen, prismatischen oder kegel-oder pyramidenförmigen Teil mit Öffnungen in der Mantelfläche besteht, in dem ein zweiter gleichartiger Teil mit zugehörigen Öffnungen in seiner Mantelfläche verschiebbar oder drehbar ist und dieser bewegbare Teil mit einer Prallfläche derart verbunden ist, daß eine auf die Prallfläche treffende Drucke welle eine Verschiebung, ! oder Drehung des bewegbaren Teils in
eine Stellung, in der sich die Öffnungen in den beiden ein- J ander anliegenden Mantelflächenicht decken, bewirkt. Schutzansprüche (J 2. Schnellverschluß für Zu-und Abluftleitungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gesamtquerschnitt der Öffnun- gen in jedem Mantel dem Leitungsquerschnitt entspricht. 3. Schnellverschluß für Zu-und Abl/uftleitungen nach Anspruch 1 Abständen der regelmäßig angeordneten Öffnungen in den Mänteln entspricht.oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegbare Mantel um einen Betrag verschiebbar oder drehbar ist, der den halben 4. Schnellverschluß für Zu-und Abluftleitungen nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden des bewegbaren Teiles als Prallfläche dient.5. Schnellverschluß für Zu-und Abluftleitungen nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Prallfläche mittels einer, durch den Boden oder eine Querverbindung des feststehenden Mantels geführten Stange mit dem bewegbaren Teil verbunden ist.6. Schnellverschluß für Zu-und Abluftleitungen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei in Achsrichtung verschiebbaren, bewegbaren Teil die Prallfläche senkrecht zur Bewegungsrichtung der Druckwelle angeordnet ist.7. Schnellverschluß für Zu-und Abluftleitungen nach Anspruch lx bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei drehbarem, bewegbaren Teil die Prallfläche propellerartig schräg zur Bewegungsrichtung der Druckwelle angeordnet ist.8. Schnellverschluß für Zu-und Abluftleitungen nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen in den beiden Mantelflächen rund oder länglich, z. B. rechteckig oder oval sind und ihre Längsabmessungen senkrecht zu der Richtung stehen, in der sich die Öffnungen des bewegbaren Mantels bei dem Schließvorgang bewegen.
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|---|---|---|---|
| DE1961K0038291 DE1839778U (de) | 1961-05-09 | 1961-05-09 | Schnellverschlussvorrichtung fuer zu- und abluftleitungen fuer schutzbauten und reaktoren. |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1839778U true DE1839778U (de) | 1961-10-19 |
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ID=33005094
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1961K0038291 Expired DE1839778U (de) | 1961-05-09 | 1961-05-09 | Schnellverschlussvorrichtung fuer zu- und abluftleitungen fuer schutzbauten und reaktoren. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1839778U (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1255501B (de) * | 1963-04-18 | 1967-11-30 | Luwa Ag | Verschlussventil fuer Luftleitungen von Schutzbauten |
| DE1268978B (de) * | 1965-04-29 | 1968-05-22 | Boerje August Eliasson | Verschlussventil fuer Schutzbauten |
| DE1275869B (de) * | 1964-09-28 | 1968-08-22 | Bochumer Eisen Heintzmann | Verschlussvorrichtung fuer Belueftungskanaele von insbesondere unterirdischen Schutzbauten, wie Bunker, Luftschutzraeume od. dgl. |
| DE1281266B (de) * | 1966-08-19 | 1968-10-24 | Artos Meier Windhorst Kg | Verschlussvorrichtung fuer Belueftungskanaele von Schutzbauten |
| DE1282466B (de) * | 1964-04-15 | 1968-11-07 | Artos Meier Windhorst Kg | Verschluss- oder Drosselvorrichtung fuer Belueftungsoeffnungen von Schutzbauten |
-
1961
- 1961-05-09 DE DE1961K0038291 patent/DE1839778U/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1255501B (de) * | 1963-04-18 | 1967-11-30 | Luwa Ag | Verschlussventil fuer Luftleitungen von Schutzbauten |
| DE1282466B (de) * | 1964-04-15 | 1968-11-07 | Artos Meier Windhorst Kg | Verschluss- oder Drosselvorrichtung fuer Belueftungsoeffnungen von Schutzbauten |
| DE1275869B (de) * | 1964-09-28 | 1968-08-22 | Bochumer Eisen Heintzmann | Verschlussvorrichtung fuer Belueftungskanaele von insbesondere unterirdischen Schutzbauten, wie Bunker, Luftschutzraeume od. dgl. |
| DE1268978B (de) * | 1965-04-29 | 1968-05-22 | Boerje August Eliasson | Verschlussventil fuer Schutzbauten |
| DE1281266B (de) * | 1966-08-19 | 1968-10-24 | Artos Meier Windhorst Kg | Verschlussvorrichtung fuer Belueftungskanaele von Schutzbauten |
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