DE1281266B - Verschlussvorrichtung fuer Belueftungskanaele von Schutzbauten - Google Patents
Verschlussvorrichtung fuer Belueftungskanaele von SchutzbautenInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
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- A62B—DEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
- A62B13/00—Special devices for ventilating gasproof shelters
Landscapes
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
A 62b
Deutsche Kl.: 61 a-29/07
Nummer: 1281266
Aktenzeichen: P 12 81 266.7-25 (A 53290)
Anmeldetag: 19. August 1966
Auslegetag: 24. Oktober 1968
Die Erfindung betrifft eine Verschlußvorrichtung für Belüftungskanäle von Schutzbauten mit einem
dünnwandigen Verschlußkörper, der auf einer Achse verschiebbar gelagert und gegen den Druck von ihn
in der Offenstellung haltenden Federn in eine oder in zwei entgegengesetzte Verschlußlagen verschiebbar
ist.
Schutzbauten, die gegen die zerstörende Wirkung der bei Kernexplosionen auftretenden Druckwellen
schützen sollen, sind im allgemeinen nicht so ausgebildet, daß sie während der ganzen Zeit etwaiger
Gefahr dicht abgeschlossen sind. Vielmehr werden sie während des Aufenhalts von Personen ständig so
lange von außen belüftet, wie keine unmittelbar Gefahr besteht. Infolgedessen müssen die hierzu dienenden
Belüftungskanäle gegen das Eindringen überraschend auftretender Druckstöße selbsttätig gesichert
sein.
Allgemein kommt es bei allen Lösungen für die hierzu verwendete Verschlußvorrichtung darauf an,
den Verschlußkörper möglichst schnell zu schließen, bei geöffnetem Verschlußkörper jedoch eine ausreichende
Luftmenge durchzulassen. Bei bekannten Verschlußvorrichtungen wird dies dadurch erreicht, daß
die Druckwelle ebenso wie die Belüftungsluft gegen den Verschlußkörper geleitet wird, der in geöffnetem
Zustand von der Luft umströmt wird, oder daß die Druckwelle in einem nur zum Schließen der Vorrichtung
dienenden Kanal zum Verschlußkörper strömt, wo sie praktisch blockiert wird. Die Belüftungsluft
wird durch einen besonderen Belüftungskanal geleitet. Bei einem Luftstoß wird der Teil der Welle, der in
diesen Kanal gelangt, durch Strömungswiderstände so stark verzögert, daß der Verschlußkörper geschlossen
wird, bevor die Druckwelle durch den noch offenen Ventilsitz strömen kann. Bei derartigen Vorrichtungen
treten bei Normalbelüftung hohe Durchströmwiderstände auf. Trotzdem gelangt noch vor dem
Schließen eine größere Luftmenge in den Schutzbau. Die angeführten Nachteile werden auch nicht vermieden,
wenn, wie bei einer weiterhin bekanntgewordenen Verschlußvorrichtung für Schutzbauten, dem
nicht vom Druckstoß beaufschlagten Verschlußkörper eine diesen betätigende Prallplatte vorgeschaltet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verschlußvorrichtung der eingangs genannten Art zu
schaffen, die eine größere Schließgeschwindigkeit erreicht und ein Mindestmaß an Luft durchläßt. Die
Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß dem Verschlußkörper, in Richtung der Druckwelle gesehen,
ein die Schließbewegung einleitender, einem eigenen Ventilsitz zugeordneter weiterer Verschlußkörper vor-
Verschlußvorrichtung für Belüftungskanäle von
Schutzbauten
Schutzbauten
Anmelder:
Artos Dr.-Ing. Meier-Windhorst,
Kommanditgesellschaft,
2000 Hamburg 1, Heidenkampsweg 66
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Ing. Klaus Junginger, 2101 Harmstorf
geschaltet ist, der starr mit der ihrerseits verschiebbar gelagerten Achse verbunden ist. Gemäß der Erfindung
wird das Schließen also in zwei Teilvorgängen
so zerlegt.
Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, dem Verschlußkörper eine konische Gestalt zu geben und
seinen Ventilsitz aus einem Paar konzentrisch im Gehäuse angeordneter Metalldichtringen zu bilden.
Auch für die Abdichtung in Sogrichtung kann dem Verschlußkörper ein Ventilsitz zugeordnet sein, der
von einem Metalldichtring gebildet ist. Eine solche Ausführung mit Metalldichtungen ist insbesondere
für große Nennweiten geeignet. Zum Drosseln der in die Vorrichtung eintretenden Luft können zwischen
den beiden Verschlußkörpern Drosselbleche angeordnet sein.
Ein Ausführungsbeispiel wird an Hand der Zeichnung erläutert. In der
F i g. 1 eine Verschlußvorrichtung in schematischer Darstellung und
Fig. 2 eine andere Ausführungsform des Verschlußkörpers
zeigt.
Wie F i g. 1 erkennen läßt, weist die Vorrichtung zwei Verschlußkörper 2 und 8 auf, von denen der eine
starr mit der Achse 3 verbunden, der andere hingegen auf der Achse verschiebbar gelagert ist. Die Federn 12
und 15 halten die Verschlußkörper in der gezeichneten Ruhelage, in der die Vorrichtung, wie gezeichnet,
von der Belüftungsluft durchströmt werden kann. Die Federn liegen zwischen den Achslagern und
einem Flansch 14. Trifft nun ein Druckstoß auf die Vorrichtung, so erreicht er zuerst den Verschlußkörper
2, der über die Achse 3 die Schließbewegung dem Verschlußkörper 8 erteilt. Bevor also die Druckwelle
den Verschlußkörper 2 wegen dessen Trägheit zum Teil umströmt hat, ist der eigentliche Verschluß-
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körper 8 schon geschlossen. Dieser erhält seine Beschleunigung über die Achse 3, während diese den
Schließweg α zurücklegt. Haben die Achse und der Verschlußkörper 2 diese Strecke durchlaufen, so
schlägt dieser Verschlußkörper auf die Gehäusefläche 16 auf und beendet die Bewegung der Achse, während
der Verschlußkörper 8 sich infolge seiner Trägheit auf der Achse gegen den Druck der Feder 6 weiterbewegt
und auf den elastisch nachgiebigen Dichtring 5 aufschlägt. Der während des Schließens des Verschlußkörpers
2 entstandene Überdruck im Gehäuse 1 hält den Verschlußkörper 8 gegen den Druck der Feder
6 in der geschlossenen Lage. Auf den Verschlußkörper 8 wirken also in der Endphase des Schließvorgangs
keinerlei Kräfte außer der eigenen beschleunigten Masse, da die zu seiner Beschleunigung notwendigen
Massen (Verschlußkörper 2 und Achse 3) vom Gehäuse 1 aufgefangen werden und der Verschlußkörper
8 den Weg b-a allein zurücklegt. Dieser Weg kann vorteilhaft etwa 3 bis 4 mm betragen. _^
Das Beispiel stellt eine günstige Kombination von früherem Ansprechzeitpunkt des Verschlußkörpers 8
verbunden mit einer Freiheit des Verschlußkörpers von sonstigen beschleunigten Massen dar. Damit wird
ein Minimum an Luftdurchgang während des Schließens erreicht, so daß sich die Vorrichtung auch zur
Anordnung vor Schwebstoffiltern eignet. Tritt ein Sog oder zu starker Rückprall des Verschlußkörpers 8
auf, so schlägt dieser gegen den elastisch nachgiebigen Dichtring 10, während die Achse 3 und der Verschlußkörper
2 sich gegen den Druck der Feder 15 weiterbewegen und vom Flansch 9 am Lager 11 aufgehalten
werden, da der Wege kleiner ist als der Weg d. Das Lager 11 ist für diesen Zweck stark ausgebildet.
Läßt der Druck auf die Verschlußkörper nach, so bringen die Federn 12 und 15 die Achse 3 wieder in
ihre Mittellage, und die Feder 6 drückt den Verschlußkörper 8 gegen Flansch 9. Zum Bremsen der
in die Vorrichtung einströmenden Luft sind im Gehäuse
ein oder mehrere Lochbleche 13 angeordnet.
Anstatt des gekrümmten Verschlußkörpers 8 kann auch ein konischer Teller 20 verwendet werden, wie
ihn Fig. 2 zeigt. Die von Metalldichtringen 17,18 und 19 gebildeten Dichtflächen sind der Verschlußkörperform
angepaßt. Sie bestehen also nicht wie bei der erstbesprochenen Ausführung aus elastisch nachgiebigem
Material. Der zweite Metalldichtring 17 ist für größere Nennweiten bestimmt, bei denen die Belastung
des Verschlußkörpers, wenn er nur am Metalldichtring 18 aufliegt, zu groß sein würde.
Claims (3)
1. Verschlußvorrichtung für Belüftungskanäle von Schutzbauten mit einem dünnwandigen Verschlußkörper,
der auf einer Achse verschiebbar gelagert und gegen den Druck von ihn in der Offenstellung haltenden Federn in eine oder in
zwei entgegengesetzte Verschlußlagen verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß
dem Verschlußkörper (8 bzw. 20), in Richtung der Druckwelle gesehen, ein die Schließbewegung
einleitender, einem eigenen Ventilsitz zugeordneter weiterer Verschlußkörper (2) vorgeschaltet
ist, der starr mit der ihrerseits verschiebbar gelagerten Achse (3) verbunden ist.
2. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußkörper
(20) eine konische Gestalt hat und sein Ventilsitz von einem Paar konzentrisch im Gehäuse angeordneter
Metalldichtringe (17 und 18) gebildet ist.
3. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Verschlußkörper
(20) in Sogrichtung ebenfalls ein Ventilsitz zugeordnet ist, der von einem Metalldichtring (19)
gebildet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1019179,
259;
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1019179,
259;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 839 778.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 628/1260 10.68 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
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| DEA53290A DE1281266B (de) | 1966-08-19 | 1966-08-19 | Verschlussvorrichtung fuer Belueftungskanaele von Schutzbauten |
Applications Claiming Priority (1)
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Family
ID=6938901
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| DEA53290A Pending DE1281266B (de) | 1966-08-19 | 1966-08-19 | Verschlussvorrichtung fuer Belueftungskanaele von Schutzbauten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1281266B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FI131719B1 (en) * | 2024-10-11 | 2025-10-16 | Verona Shelters Finland Oy | Pressure valve |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1019179B (de) * | 1956-03-01 | 1957-11-07 | Wilhelm Potthast Dipl Ing | Druckwellensicherung fuer Be- bzw. Entlueftungsleitungen von Luftschutzraeumen od. dgl. |
| DE1839778U (de) * | 1961-05-09 | 1961-10-19 | Kurt Krause | Schnellverschlussvorrichtung fuer zu- und abluftleitungen fuer schutzbauten und reaktoren. |
| DE1153259B (de) * | 1959-03-04 | 1963-08-22 | Sten Goesta Ariel Bergman Dr T | Verschlussvorrichtung fuer Belueftungskanaele von Luftschutzraeumen u. dgl. |
-
1966
- 1966-08-19 DE DEA53290A patent/DE1281266B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1019179B (de) * | 1956-03-01 | 1957-11-07 | Wilhelm Potthast Dipl Ing | Druckwellensicherung fuer Be- bzw. Entlueftungsleitungen von Luftschutzraeumen od. dgl. |
| DE1153259B (de) * | 1959-03-04 | 1963-08-22 | Sten Goesta Ariel Bergman Dr T | Verschlussvorrichtung fuer Belueftungskanaele von Luftschutzraeumen u. dgl. |
| DE1839778U (de) * | 1961-05-09 | 1961-10-19 | Kurt Krause | Schnellverschlussvorrichtung fuer zu- und abluftleitungen fuer schutzbauten und reaktoren. |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FI131719B1 (en) * | 2024-10-11 | 2025-10-16 | Verona Shelters Finland Oy | Pressure valve |
| FI20246227A1 (en) * | 2024-10-11 | 2025-10-16 | Verona Shelters Finland Oy | Pressure valve |
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