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DE1281266B - Verschlussvorrichtung fuer Belueftungskanaele von Schutzbauten - Google Patents

Verschlussvorrichtung fuer Belueftungskanaele von Schutzbauten

Info

Publication number
DE1281266B
DE1281266B DEA53290A DEA0053290A DE1281266B DE 1281266 B DE1281266 B DE 1281266B DE A53290 A DEA53290 A DE A53290A DE A0053290 A DEA0053290 A DE A0053290A DE 1281266 B DE1281266 B DE 1281266B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
closure body
closure
closure device
axis
valve seat
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA53290A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Klaus Junginger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Artos Dr Ing Meier Windhorst KG
Original Assignee
Artos Dr Ing Meier Windhorst KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Artos Dr Ing Meier Windhorst KG filed Critical Artos Dr Ing Meier Windhorst KG
Priority to DEA53290A priority Critical patent/DE1281266B/de
Publication of DE1281266B publication Critical patent/DE1281266B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B13/00Special devices for ventilating gasproof shelters

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Air-Flow Control Members (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
A 62b
Deutsche Kl.: 61 a-29/07
Nummer: 1281266
Aktenzeichen: P 12 81 266.7-25 (A 53290)
Anmeldetag: 19. August 1966
Auslegetag: 24. Oktober 1968
Die Erfindung betrifft eine Verschlußvorrichtung für Belüftungskanäle von Schutzbauten mit einem dünnwandigen Verschlußkörper, der auf einer Achse verschiebbar gelagert und gegen den Druck von ihn in der Offenstellung haltenden Federn in eine oder in zwei entgegengesetzte Verschlußlagen verschiebbar ist.
Schutzbauten, die gegen die zerstörende Wirkung der bei Kernexplosionen auftretenden Druckwellen schützen sollen, sind im allgemeinen nicht so ausgebildet, daß sie während der ganzen Zeit etwaiger Gefahr dicht abgeschlossen sind. Vielmehr werden sie während des Aufenhalts von Personen ständig so lange von außen belüftet, wie keine unmittelbar Gefahr besteht. Infolgedessen müssen die hierzu dienenden Belüftungskanäle gegen das Eindringen überraschend auftretender Druckstöße selbsttätig gesichert sein.
Allgemein kommt es bei allen Lösungen für die hierzu verwendete Verschlußvorrichtung darauf an, den Verschlußkörper möglichst schnell zu schließen, bei geöffnetem Verschlußkörper jedoch eine ausreichende Luftmenge durchzulassen. Bei bekannten Verschlußvorrichtungen wird dies dadurch erreicht, daß die Druckwelle ebenso wie die Belüftungsluft gegen den Verschlußkörper geleitet wird, der in geöffnetem Zustand von der Luft umströmt wird, oder daß die Druckwelle in einem nur zum Schließen der Vorrichtung dienenden Kanal zum Verschlußkörper strömt, wo sie praktisch blockiert wird. Die Belüftungsluft wird durch einen besonderen Belüftungskanal geleitet. Bei einem Luftstoß wird der Teil der Welle, der in diesen Kanal gelangt, durch Strömungswiderstände so stark verzögert, daß der Verschlußkörper geschlossen wird, bevor die Druckwelle durch den noch offenen Ventilsitz strömen kann. Bei derartigen Vorrichtungen treten bei Normalbelüftung hohe Durchströmwiderstände auf. Trotzdem gelangt noch vor dem Schließen eine größere Luftmenge in den Schutzbau. Die angeführten Nachteile werden auch nicht vermieden, wenn, wie bei einer weiterhin bekanntgewordenen Verschlußvorrichtung für Schutzbauten, dem nicht vom Druckstoß beaufschlagten Verschlußkörper eine diesen betätigende Prallplatte vorgeschaltet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verschlußvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine größere Schließgeschwindigkeit erreicht und ein Mindestmaß an Luft durchläßt. Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß dem Verschlußkörper, in Richtung der Druckwelle gesehen, ein die Schließbewegung einleitender, einem eigenen Ventilsitz zugeordneter weiterer Verschlußkörper vor-
Verschlußvorrichtung für Belüftungskanäle von
Schutzbauten
Anmelder:
Artos Dr.-Ing. Meier-Windhorst,
Kommanditgesellschaft,
2000 Hamburg 1, Heidenkampsweg 66
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Ing. Klaus Junginger, 2101 Harmstorf
geschaltet ist, der starr mit der ihrerseits verschiebbar gelagerten Achse verbunden ist. Gemäß der Erfindung wird das Schließen also in zwei Teilvorgängen
so zerlegt.
Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, dem Verschlußkörper eine konische Gestalt zu geben und seinen Ventilsitz aus einem Paar konzentrisch im Gehäuse angeordneter Metalldichtringen zu bilden.
Auch für die Abdichtung in Sogrichtung kann dem Verschlußkörper ein Ventilsitz zugeordnet sein, der von einem Metalldichtring gebildet ist. Eine solche Ausführung mit Metalldichtungen ist insbesondere für große Nennweiten geeignet. Zum Drosseln der in die Vorrichtung eintretenden Luft können zwischen den beiden Verschlußkörpern Drosselbleche angeordnet sein.
Ein Ausführungsbeispiel wird an Hand der Zeichnung erläutert. In der
F i g. 1 eine Verschlußvorrichtung in schematischer Darstellung und
Fig. 2 eine andere Ausführungsform des Verschlußkörpers zeigt.
Wie F i g. 1 erkennen läßt, weist die Vorrichtung zwei Verschlußkörper 2 und 8 auf, von denen der eine starr mit der Achse 3 verbunden, der andere hingegen auf der Achse verschiebbar gelagert ist. Die Federn 12 und 15 halten die Verschlußkörper in der gezeichneten Ruhelage, in der die Vorrichtung, wie gezeichnet, von der Belüftungsluft durchströmt werden kann. Die Federn liegen zwischen den Achslagern und einem Flansch 14. Trifft nun ein Druckstoß auf die Vorrichtung, so erreicht er zuerst den Verschlußkörper 2, der über die Achse 3 die Schließbewegung dem Verschlußkörper 8 erteilt. Bevor also die Druckwelle den Verschlußkörper 2 wegen dessen Trägheit zum Teil umströmt hat, ist der eigentliche Verschluß-
809 628/1260
körper 8 schon geschlossen. Dieser erhält seine Beschleunigung über die Achse 3, während diese den Schließweg α zurücklegt. Haben die Achse und der Verschlußkörper 2 diese Strecke durchlaufen, so schlägt dieser Verschlußkörper auf die Gehäusefläche 16 auf und beendet die Bewegung der Achse, während der Verschlußkörper 8 sich infolge seiner Trägheit auf der Achse gegen den Druck der Feder 6 weiterbewegt und auf den elastisch nachgiebigen Dichtring 5 aufschlägt. Der während des Schließens des Verschlußkörpers 2 entstandene Überdruck im Gehäuse 1 hält den Verschlußkörper 8 gegen den Druck der Feder 6 in der geschlossenen Lage. Auf den Verschlußkörper 8 wirken also in der Endphase des Schließvorgangs keinerlei Kräfte außer der eigenen beschleunigten Masse, da die zu seiner Beschleunigung notwendigen Massen (Verschlußkörper 2 und Achse 3) vom Gehäuse 1 aufgefangen werden und der Verschlußkörper 8 den Weg b-a allein zurücklegt. Dieser Weg kann vorteilhaft etwa 3 bis 4 mm betragen. _^
Das Beispiel stellt eine günstige Kombination von früherem Ansprechzeitpunkt des Verschlußkörpers 8 verbunden mit einer Freiheit des Verschlußkörpers von sonstigen beschleunigten Massen dar. Damit wird ein Minimum an Luftdurchgang während des Schließens erreicht, so daß sich die Vorrichtung auch zur Anordnung vor Schwebstoffiltern eignet. Tritt ein Sog oder zu starker Rückprall des Verschlußkörpers 8 auf, so schlägt dieser gegen den elastisch nachgiebigen Dichtring 10, während die Achse 3 und der Verschlußkörper 2 sich gegen den Druck der Feder 15 weiterbewegen und vom Flansch 9 am Lager 11 aufgehalten werden, da der Wege kleiner ist als der Weg d. Das Lager 11 ist für diesen Zweck stark ausgebildet.
Läßt der Druck auf die Verschlußkörper nach, so bringen die Federn 12 und 15 die Achse 3 wieder in ihre Mittellage, und die Feder 6 drückt den Verschlußkörper 8 gegen Flansch 9. Zum Bremsen der in die Vorrichtung einströmenden Luft sind im Gehäuse ein oder mehrere Lochbleche 13 angeordnet.
Anstatt des gekrümmten Verschlußkörpers 8 kann auch ein konischer Teller 20 verwendet werden, wie ihn Fig. 2 zeigt. Die von Metalldichtringen 17,18 und 19 gebildeten Dichtflächen sind der Verschlußkörperform angepaßt. Sie bestehen also nicht wie bei der erstbesprochenen Ausführung aus elastisch nachgiebigem Material. Der zweite Metalldichtring 17 ist für größere Nennweiten bestimmt, bei denen die Belastung des Verschlußkörpers, wenn er nur am Metalldichtring 18 aufliegt, zu groß sein würde.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verschlußvorrichtung für Belüftungskanäle von Schutzbauten mit einem dünnwandigen Verschlußkörper, der auf einer Achse verschiebbar gelagert und gegen den Druck von ihn in der Offenstellung haltenden Federn in eine oder in zwei entgegengesetzte Verschlußlagen verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß dem Verschlußkörper (8 bzw. 20), in Richtung der Druckwelle gesehen, ein die Schließbewegung einleitender, einem eigenen Ventilsitz zugeordneter weiterer Verschlußkörper (2) vorgeschaltet ist, der starr mit der ihrerseits verschiebbar gelagerten Achse (3) verbunden ist.
2. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußkörper (20) eine konische Gestalt hat und sein Ventilsitz von einem Paar konzentrisch im Gehäuse angeordneter Metalldichtringe (17 und 18) gebildet ist.
3. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Verschlußkörper (20) in Sogrichtung ebenfalls ein Ventilsitz zugeordnet ist, der von einem Metalldichtring (19) gebildet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1019179,
259;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 839 778.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 628/1260 10.68 © Bundesdruckerei Berlin
DEA53290A 1966-08-19 1966-08-19 Verschlussvorrichtung fuer Belueftungskanaele von Schutzbauten Pending DE1281266B (de)

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Cited By (1)

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FI131719B1 (en) * 2024-10-11 2025-10-16 Verona Shelters Finland Oy Pressure valve

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DE1839778U (de) * 1961-05-09 1961-10-19 Kurt Krause Schnellverschlussvorrichtung fuer zu- und abluftleitungen fuer schutzbauten und reaktoren.
DE1153259B (de) * 1959-03-04 1963-08-22 Sten Goesta Ariel Bergman Dr T Verschlussvorrichtung fuer Belueftungskanaele von Luftschutzraeumen u. dgl.

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