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Bengt Lindström, Stockholm C, Bollhusgränd 7 Einrichtung zur Halterung
und Handhabung eines Behälters tetraeder-förmiger Gestalt Die vorliegende Neuerung
betrifft eine Einrichtung zur Halterung und Handhabung eines Behälters tetraeder-förmiger
Gestalt. Derartige Behälter dienen insbesondere zur Aufnahme von flüssigen Nahrungsmitteln,
beispielsweise Milch, Säfte u. dgl. und bestehen in aller Regel aus mit Paraffin
getränktem steifem Papier. Das Ursprungsland dieser Behälter ist Schweden, wo sie
unter dem Namen 'Tetrapak"in den Verkehr gekommen sind und sich nach verhältnismäßig
kurzer Zeit durchgesetzt haben. Dieser Name weist sowohl auf die Gestalt des Behälters
als auch auf dessen Bestimmung hin.
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In der letzten Zeit haben derartige Behälter für die vorstehend angegebenen
Zwecke auch bei uns Anklang gefunden.
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Ihr Vorteil liegt im wesentlichen darin, daß sie relativ billig sind,
wobei durch einfaches Abschneiden einer Ecke dieses tetraeder-förmigen Gebildes
der Inhalt entleert werden kann. Ihr einziger Nachteil ist in der eigenartigen Form
begründet, welche eine einfache Handhabung, insbesondere aber eine standfeste'-Lagerung
nicht zuläßt.
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Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, diesem Mangel in vollem
Umfang abzuhelfen. Sie kennzeichnet sich durch eine Einrichtung in Form eines Bügels,
dessen beide Schenkel in der Betriebsstellung mit dem tetraeder-förmigen Behälter
in kraftschlüssiger Verbindung stehen. Der neuerungsgemäße
Bügel
dient somit nicht nur zur Lagerung des Behälters, sondern gleichzeitig auch zur
Handhabung desselben bei der Entleerung des Inhalts. Der Bügel erfüllt somit einen
doppelten Zweck.
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Wenn der Behälter leer ist, dann wird die kraftschlüssige Verbindung
desselben mit dem Bügel durch einfaches Ausschwenken des oberen Schenkels gelöst
und der leere Behälter dem Bügel entnommen und fortgeworfen. In analoger Weise erfolgt
das Einsetzen eines gefüllten tetraederförmigen Behälters in die neuerungsgemäße
Einrichtung.
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Vorteilhaft weisen die beiden Schenkel eine Sicke auf, in welche sich
in der Betriebsstellung die in horizontaler Richtung verlaufenden Kanten des Behälters
einlegen. Auf diese Weise wird eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Behälter
und der Einrichtung gemäß der Neuerung geschaffen.
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Die beiden Schenkel verlaufen parallel zueinander. Zweckmäßig erstreckt
sich die am unteren Schenkel befindliche Sicke etwa senkrecht zur Mittelebene des
Bügels, wohingegen die am Ende des oberen Schenkels vorgesehene Sicke etwa in der
Mittelebene verläuft. Die räumliche Lage dieser beiden Sicken ergibt sich aus der
Lage der horizontalen Kanten des Behälters.
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In weiterer Ausgestaltung des Neuerungsgedankens ist der die beiden
Schenkel verbindende Teil der Einrichtung zur Horizontalen geneigt angeordnet derart,
daß zwischen der diesem Teil zugewandten Fläche des tetraeder-förmigen Gebildes
und der Innenfläche dieses geneigten Teiles genügend Raum vorhanden ist.
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Die Einrichtung gemäß der Neuerung besteht zweckmäßig aus elastischem
Material, so daß die beiden Schenkel in
gewissem Umfang um ihre
Mittellage ausgeschwenkt werden können. Diese Möglichkeit ist für das Einsetzen
bzw. Entfernern des Behälters erforderlich.
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Ein Ausführungsbeispiel der neuerungsgemäßen Einrichtung ist nachstehend
anhand der Zeichnung noch etwas ausführlicher erläutert. In dieser zeigen in rein
schematischer Weise : Fig. 1 eine perspektivische Darstellung des
| tetraeder-förmigen Behälters, |
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung der neuerungsgemäßen Einrichtung zur Halterung
und Handhabung des Behälters, Fig. 3 eine perspektivische Darstellung des in die
neuerungsgemäße Einrichtung eingesetzten Behälters.
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In Fig. 1 der Zeichnung ist der tetraeder-förmige Behälter im einzelnen
dargestellt. Dieser besteht aus vier dreieckförmigen Flächen 1, welche einander
derart zugeordnet sind, daß zwei zueinander parallel verlaufende Kanten 2,3 gebildet
werden. Als Dreiecke kommen entweder gleichseitige oder aber auch gleichschenklige
Dreiecke infrage. Ein derartiger Behälter dient in an sich bekannter Weise zur Aufnahme
von flüssigen Nahrungsmitteln, beispielsweise Milch,
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In Fig. 2 der Zeichnung ist die neuerungsgemäße Einrichtung zur Halterung
und Handhabung eines derartigen Behälters im einzelnen gezeigt. Die Einrichtung
weist die Gestalt eines Bügels auf, welcher aus einem oberen Schenkel 4e einem unteren
Schenkel 5 und einem diese beiden Schenkel 4, 5 verbindenden Teil 6 besteht.
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An den Enden der beiden Schenkel 4,5 sind Sicken 4a, 5a vorgesehen,
welche zur Aufnahme der Kanten 2, 3 des Behälters dienen. Die beiden Schenkel 4,5
verlaufen etwa parallel zueinander.
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Die am Ende des unteren Schenkels 5 befindliche Sicke 5a verläuft
etwa senkrecht zur Mittelebene der neuerungsgemäßen Einrichtung, während die am
Ende des oberen Schenkels 4 befindliche Sicke 4a sich etwa in dieser Ebene erstreckt.
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Die besondere Lage dieser beiden Sicken 4a, 5a ist durch die Lage
der parallel zueinander verlaufenden Kanten 2, 3 des Behälters vorgeschrieben.
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Zweckmäßig ist der die beiden Schenkel 4,5 verbindende Teil 6 zur
horizontalen Ebene geneigt angeordnet derart, daß zwischen dem eingesetzten Behälter
und diesem Teil genügend Raum zum Anfassen des Teiles 6 vorhanden ist.
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Fig. 3 der Zeichnung zeigt den in die neuerungsgemäße Einrichtung
eingesetzten Behälter tetraeder-förmiger Gestalt.
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Das Einführen dieses Behälters geht so vor sich, daß beispielsweise
der obere, infolge des entsprechend gewählten Materials elastische Schenkel 4 ein
wenig nach oben geschwenkt wird, so daß die untere Kante 3 des Behälters bequem
in die Sicke 5a eingesetzt werden kann. Anschließend daran wird die obere Kante
2 des Behälters in die Sicke 4a eingeführt und durch Loslassen des elastischen Schenkels
4 eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Bügel und dem Behälter hergestellt.
Schließlich wird die am weitesten nach vorne stehende Ecke des Behälters abgeschnitten,
wodurch eine Ausflußöffnung entsteht. Der Inhalt des Behälters kann nunmehr bequem
entleert werden, wobei der Bügel als einfache und auch zuverlässige Handhabe dient.
Er dient darüberhinaus auch als Ständer, durch welchen der Behälter in senkrechter
Lage aufgestellt werden kann.
Die Entfernung des leeren Behälters
erfolgt in analoger Weise. Schutzanspri : iche 1. Einrichtung zur Halterung und
Handhabung eines Behälters tetraeder-förmiger Gestalt, welcher insbesondere zur
Aufnahme von flüssigen Nahrungsmitteln, beispielsweise Milch, Säfte u. dgl. dient,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung die Form eines Bügels aufweist, dessen
beide Schenkel (4,5) in der Betriebsstellung mit dem tetraeder-förmigen Behälter
in kraftschlüssiger Verbindung stehen.