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Carl Braun, Nürnberg, Projektor mit seitlich angeordnetem längsbewegbarem
Diamagazin Die Neuerung betrifft einen Projektor mit seitlich angeordnetem längsbewegbarem
Diamagazin und einem das Magazin durchgreifenden die Dias in die Projektionsachse
verschiebenden Transportarm.
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Projektoren mit längsbewegbarem Diamagazin und einem dieses durchgreifenden
Diatransportarm sind bekannt. Bei bekannten Ausführungen ist der Transport durch
ein quer zur Verschieberichtung des Diamagazins längsbewegbares Flachteil gebildet,
dessen Bewegungen durch manuelle Betätigung oder motorischen Antrieb erfolgen.
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Nach der Neuerung wird ein besonders vorteilhafter Antrieb des Transportarmes
dadurch erreicht, dass der Transportarm durch eine Kurbelscheibe antreibbar ist,
die mit einem mit dem Antriebsmotor kraftschlüssig verbundenen Drehkörper mittels
eines an der Kurbelscheibe ausgebildeten Kuppelorgans kuppelbar ist, das durch ein
ortsfestes Halteorgan in der Entkupplungslage gehalten und aus dieser nach Freigabe
unter Federkraft in eine Aussparung des Drehkörpers eingreift.
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Zur Erzielung einer lösbaren Kupplung des umlaufenden Drehkörpers
mit der Kurbelscheibe ist'vorgesehen, dass der
Drehkörper eine konzentrische
Aussparung besitzt, in die einr an der Kurbelscheibe angeformter Ansatz eingreift,
wobei als Kuppelglied von Drehkörper und Schafthülse ein um seine Achse drehbarer
Zapfen vorgesehen ist. Der Zapfen ist in einer nutenförmigen Aussparung des Ansatzes
geführt und besitzt eine quer zu seiner Längsachse sich erstrecken-
| de Aussparung, die zur Bildung einer kraftschlüssigen, |
| jedoch lösbaren Verbindung von Drehkörper und Kurbelscheibe |
| in Richtung auf die Achse des Drehkörpers und zur Trennung |
| der Verbindung durch Drehen des Zapfens der Wandung des |
Drehteils zugeordnet ist. Die Aussparung erlaubt bei Zuordnung zum Drehteil den
ungehinderten Durchtritt desselben, durch den Zapfen, so dass das Kuppeln oder Entkuppeln
des Drehkörpers mit der Kurbelscheibe in einfacher Weise durch Drehen des Zapfens
entsprechend seiner Stellung erfolgen kann. In Ausbildung der Neuerung ist vorgesehen,
dass zur Erzielung der Schwenkbewegungen des Zapfens am Zapfen ein mit diesem kraftschlüssig
verbundener, entgegen Federkraft verschwenkbarer Hebelarm angeordnet ist, dessen
freies Ende als Anlaufkörper eines im Projektorgehäuse längsbewegbar angeordneten
Stiftes dient. Das Federelement ist derart angeordnet, dass unter dem Einfluss der
Federkraft bei Freigabe des Hebelarmes durch den Stift eine Kupplung von Drehkörper
und Kurbelscheibe durch den Zapfen erfolgt. Bei Freigabe des Hebelarmes erfolgt
eine Schwenkbewegung des Diatransportarmes, die erst nach erneutem Anlaufen des
Hebelarmes gegen
den Stift beendet ist, so dass dem Benutzer des
Projektionsgerätes durch Verschieben des Stiftes eine wahlweise Verschwenkung des
Transportarmes bzw. eine Stillsetzung desselben möglich ist.
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Es ist nach der Neuerung vorgesehen, den Stift über einen Doppelhebel
längsverschiebbar auszubilden. Als besonders vorteilhaft jedoch hat sich erwiesen,
die Bewegungen des
| Stiftes über einen Elektromagneten zu steuern, der zur |
Freigabe des Hebelarmes entgegen der Kraft einer Feder, beispielsweise einer auf
das rückwärtige Ende des Stiftes einwirkenden Blattfeder, eine Verschiebebewegung
des Stiftes durchführt. Die Steuerung des Elektromagneten kann über einen im Projektorgehäuse
angeordneten Schalter, beispielsweise in Drucktastenform erfolgen. Die Verwendung
eines getrennt vom Projektorgehäuse zu bedienenden Fernschalters ist dabei gleichfalls
vorgesehen.
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Zur Rückführung des mittels des Transportarmes in den Projektionsstrahlengang
eingebrachten Diapositive wird nach weiterer Erfindung vorgeschlagen, in der Schwenkebene
des Formteils ein im Abstand von diesem angebrachter Doppelhebel anzuordnen, der
über ein Verbindungsstück mit dem als Transportarm dienenden Formteil gekuppelt
ist. Es ist vorgesehen, das Verbindungsstück durch ein Drahtformteil zu bilden,
dessen eines Ende in dem als Transportarm dienenden Formteil eingreift und dessen
anderes Ende in eine Längsnut des Doppelt
hebels geführt ist. Über
das Verbindungsstück wird dem Doppelhebel vom angetriebenen Transportarm ein Drehmoment
erteil, das dazu dient, die Rückführung des Diapositivs aus dem Projektionsstrahlengang
in das Mgazin durchzuführen.
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Das in die Längsnut des Doppelhebels eingreifende Drahtformteil ist
zweckmässig gegen den Schenkel einer die Schwenkachse des Doppelhebels umfassenden
Schraubenfeder geführt, deren anderer Schenkel sich auf den Doppelhebel aufstützt.
Hierdurch wird eine Abfederung zwischen Transportarm und Doppelhebel erreicht, die
eine leichte und weiche Betätigung der Transportglieder des Projektors erlaubt und
Maßunterschiede der Verwendung findenden Dias ausgleicht.
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Eine vorteilhafte Verschiebebewegung der Diapositive lässt sich nach
weiterer Neuerung dadurch erreichte dass das als Transportarm dienende Formteil
und der Doppelhebel an den dem Diapositiv zugewandten Enden kreisbogenförmige Anlaufflächen
besitzen. Diese Anlaufflächen rollen sich beim Transport der Diapositive auf den
diesen zugewandten Seitenflächen der Diapositive ab, wodurch an den mit den Dias
zur Anlage kommenden Enden von Transportarm und Doppelhebel Abnutzungen weitgehend
vermieden sind.
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In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel der Neuerung schematisch
dargestellt.
Es zeigen : Figur 1 eine Vorderansicht eines Projektors
nach der Neuerung mit zurückgeschwenktem Transportarm, Figur 2 eine Vorderansicht
des Projektors der Figur 1 mit in Richtung der Projektionsachse geschwenktem Transportarm,
Figur 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Figur 1 mit elektromagnetisch zu
betätigendem Auslösestift, Figur 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Figur
2 mit von Hand zu betätigendem AusloBstift, Figur 5 eine Vorderansicht von Drehkörper
und Kurbelscheibe teilweise im Schnitt, in vergrösserter Darstellung und Figur 6
einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Figur 5.
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Wie in den Figuren 1 und 2 erkennbar, ist 1 das Projektorgehäuse und
2 ein bei 3 drehbare am Projektorgehäuse 1 befestigtes U-förmiges Formteil. Mit
4 ist das Diamagazin und mit 5 die im Magazin geführten Diapositive bezeichnet.
Der Schenkel 6 des als Transportarm dienenden U-förmigen Formteils 2 durchgreift
zum Transport der Dias 5 aus dem Magazin 4 in die Projektionsachse 7 das Magazin
4 quer zu
seiner Längsrichtung. Das U-förmige Formteil 2 besitzt,
wie ebenfalls erkennbar, an dem den Drehpunkt 3 aufnehmenden Schenkel 6'die Laschen
8 und 9. An der Lasche 8 ist die Schubstange 10 angelenkt, deren anderes Ende an
der exzentrisch zum Drehkörper 11 angeordneten Kurbelscheibe 12 angreift, so dass
beim Drehen der mit dem Drehkörper 11 durch den Stift 35 kraftschlüssig verbundenen
Welle 13 über Kurbelscheibe 12 und Schubstange 10 Schwenkbewegungen des U-förmigen
Formteils 2 erfolgen. An der Lasche 9 des Schenkels 6'greift das Drahtformteil 14
an, dessen freies Ende 15 in der Längsnut 16 des Hebelarmes 17 des Doppelhebels
18 geführt ist und gegen den Schenkel 201 der die Achse 20 umfassenden Schraubenfeder
21 anliegt. Der Hebelarm 19 des Doppelhebels 18 dient der Rückführung der Diapositive
5 aus der Projektionsachse 7 in das Magazin 4.
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Wie aus den Figuren 3 bis 6 erkennbar, besitzt der Drehkörper 11 die
konzentrische Aussparung 22 in die ein an der Kurbelscheibe 12 angeformter Ansatz
23 eingreift. Die Kupplung zwischen Kurbelscheibe 12 und Drehkörper 11 erfolgt mittels
des parallel zur Antriebswelle 13 im Ansatz 23 geführten drehbaren Zapfens 24, der
hierzu in eine der Aussparungen 25 des Drehkörpers 11 eingreift. Der Zapfen 24 besitzt
an dem aus der Schafthülse herausragenden Ende den Hebelarm 26, dessen freies Ende
gegen den längsverschiebbar im Projektorgehäuse 1 angeordneten Stift 27 anläuft.
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Der drehbare Zapfen 24 besitzt, wie insbesondere in der Figur 6 erkennbar,
die Aussparung 28, die derart angeordnet ist, dass diese bei Anlage des Hebelarmes
26 gegen den Stift 27 den Drehkörper 11 zugeordnet ist und einen ungehinderten Durchtritt
des Drehkörpers 11 durch den Zapfen 24 gestattet. Die Längsbewegungen des Stiftes
27 erfolgen, wie in der Figur 3 erkennbar, mittels des elektrischen Hubmagneten
29, der durch einen im Projektorgehäuse angeordneten im Ausführungsbeispiel nicht
gezeigtenSchalter bzw. bei Fernbedienung, durch einen ausserhalb des Projektorgehäuses
1 sich befindenden Schalter gesteuert wird.
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Wie die Figur 4 erkennen lässt, ist die Längsverschiebbarkeit des
Stiftes 27 unter Fortlassung des Hubmagneten 29 mittels des an diesem angelenkten
Doppelhebels 30 unter Einwirkung einer in Richtung des Pfeiles 32 wirkenden Druckkraft
auf die Taste 1 des Doppelhebels 30 möglich.
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Die Rückführung des Stiftes 27 in die in der Figur 4 gezeigten Stellung
erfolgt durch die bei 33 mit dem Projektorgehäuse 1 fest verbundene Blattfeder 34.
Zwischen dem Hebelarm 26 und der Kurbelscheibe 12 ist die Schraubenfeder 33 ange-
| ordnet unter deren Wirkung bei Freigabe des Hebelarmes 26 |
| ñ |
| durch den Auslösestift 27 eine zwangsläufige Verschwenkung |
| des Zapfens 24 zur Kupplung des Drehkörpers 11 mit der Kurbel- |
scheibe 12 erfolgt. Durch Abrunden des den Diapositiven zugewandten Enden 37, 36
von Schenkel 6 und den Hebelarm 19 werden Abnutzungen an den Enden und den Seitenflächen
der Diapositive vermieden.
Der Projektor wirkt wie folgt : Es sei
angenommen, dass das als Transportarm dienende Formteil 2 die in der Figur 2 gezeigte
Stellung einnimmt. Hierbei befindet sich das Diapositiv 5 in der Projektionsaohse
7.
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Bei Betätigung des Hubmagneten 29 bzw. des als Auslöseorgan dienenden
Doppelhebels 30 erfolgt eine Längsbewegung des Auslösestiftes 27 entgegen der Wirkung
der Blattfeder 34 zur Freigabe des Hbelarmes 26. Unter der Vorspannung der Schraubenfeder
3 führt der Zapfen 24 um seine Achse eine Drehbewegung aus und greift zur Kupplung
des ständig umlaufenden Drehkörpers 11 mit dem Ansatz 23, der mit der Kurbelscheibe
12 einstückig ausgebildet ist, in eine der Aussparungen 25 des Drehkörpers 11 ein.
Die hierdurch erzielte kraftschlüssige Verbindung von Drehkörper und Kurbelscheibe
bewirkt über die Schubstange 10 eine Schwenkung des U-förmigen Formteils 2 und über
das an diesem angreifende Drahtstück 14 eine Schwenkbewegung des Doppelhebels 18
entgegen dem Uhrzeigersinn. Hierbei erfolgt der Transport des in der Projektionachse
7 stehenden Diapositivs in das Magazin 5 (Figur 1) und durch Austritt desSchenkels
6 aus dem Magazin 5, die Freigabe desselben. Mittels nicht zur Neuerung gehörender
Mittel erfolgt in dieser Stellung des U-förmigen Formteils 2 der Transport des Magazins
5 um den Abstand zweier einander folgender Diapositive. Unter dem Einfluss der weiteren
Drehbewegung der Kurbelscheibe 12 entsteht eine gegenläufige Schwenkbewegung des
U-förmigen Formteils 2, dessen Schenkel 6
beim Durchgreifen des
Magazins 5 das nachfolgende Diapositiv in die Projektionsachse verschiebt. Die Drehbewegungen
der Kurbelscheibe 12 bzw. die Bewegungen des U-förmigen Formteils 2 sind durch Anlaufen
des Hebelarmes 26 gegen den Auslöestift 27 beendet, da bei der hierdurch stattfindenden
Rückdrehung des Zapfens 24 eine Trennung der kraftschlüssigen Verbindung von Drehkörper
11 und Ansatz 23 stattfindet. Soll das U-förmige Formteil 2 in der in der Figur
1 gezeigten Stellung, etwa zur freien Verschiebung, verbleiben, so ist dies durch
Einbringen eines weiteren Anlaufkörpers in die Schwenkebene des Hebelarmes 26 und
durch die beim Anlaufen desselben stattfindende Schwenkung des Zapfens 24 erfolgende
Trennung der Verbindung von Drehkörper 11 und Ansatz 23 zu erreichen.