DE1812019C - Spreizvorrichtung für Sacke - Google Patents
Spreizvorrichtung für SackeInfo
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- spreading
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Description
30
Die Erfindung bezieht sich auf eine Spreizvorrichtung für gefüllte, auf einem Tran« >ortband von einer
Füllstation zu einer Verschließstation bewegte Säcke mit vor der Verschließstation angeordneten, durch je
ein Viergelenkgestänge mit einem Ständer bewegbar verbundenen Spreizfingern und mit je ein Viergelenkgestänge
betätigenden Arbeitszylindern, wobei die Spreizfinger derart angeordnet sind, daß sie bei ihrer
Bewegung in den jeweiligen Sack eintreten, diesen spreizen und dann wieder nach oben verlassen.
Nachdem die Säcke mit körnigen oder pulverförmigen Schüttgütern gefüllt sind, werden sie in
der Regel, je nachdem, aus welchem Material sie bestehen, durch Zunähen oder Verschweißen geschlossen.
Um üo- Verschließen sicher gestalten zu
können, ist es erforderlich, den Sack vor der Schließphase exakt zu spreizen und an der Verschließstelle
entsprechend zu falten oder zu formen.
Es ist eine Vorrichtung bekanntgeworden, bei der auch ein Spreizen der Säcke erfolgt. Diese bekannte
Vorrichtung weist zwei an Viergelenkführungen angebrachte Faltzungen auf, die in einer senkrechten
Ebene von zwei sich gegenüberliegenden Seiten von außen gegen das Oberende des Sackes schwenkbar
sind. Diese Faltzungen arbeiten mit in geringem Abstand in parallelen Ebenen verschwenkbaren Faltgabelarmen zusammen, die von innen in den Sack eingreifend
nach außen schwenkbar sind und sich bei dieser Bewegung in der Endstellung mit der zugehörigen
Faltzunge überschneiden, so daß die FaItzungcn den Faltenbalg schleifenförmig in die Faltgabeln
hineinziehen. Während der Spreizphase wandern die Spreizelemente entsprechend der
Transportgeschwindigkeit mit, so daß ein Zurückfahren derselben in die Ausgangslage notwendig wird,
um den nachfolgenden Sack zu spreizen. Darüber hinaus bleiben des öfteren Säcke, insbesondere Kunsts'offsäckc,
beim Ausfahren der Spreizfinger an diesen kleben, weil sie in ihrer Spreizendlage ausgefahren
bleiben. Beim Klebenbleiben ein« Sackes an den Spreizfingern ist aber sofort der gesamte Arbeitsablauf gestört, so dafl mit dieser bekannten Vorrichtung selten eine volle Leistung der Sackverschließvorrichtung erreicht wird.
Es ist femer ein Gerät zum Zunähen gefüllter Tüten, Säcke oder deigleichen Beutel bekanntgewor
den, bei dem zum Langziehen des Sackoberteils zwei gegensinnig bewegbare Spreizarme vorgesehen sind,
die in Ruhestellung höher liegen als der ankommende Beutel, nach dessen Stillstand aber in seine öffnung
eindringen und sie in Förderrichtung langziehen Auch bei dieser Vorrichtung ist nicht sichergestellt,
daß die Spreizfinger beim Ausfahren aus dem Beutel nicht hängen bleiben und den Beutel mit hochziehen.
Anrh Ut «»ins Vorrichtung zum Forrrsn des Sackoberteils
mit anschließendem Zunähen desselben bekanntgeworden. Die Vorrichtung zum Formen des
Sackcberteils besteht aus zwei Paaren von in den Sack eingreifenden sich gegenüberliegenden Spreizelementen
und jeweils einem Element, welches von außen zwischen die einzelnen Elemente eines Sprei/-elementenpaares
eingreifen, so daß eine Faltung des Sackoberteils erfolgt. Diese Vorrichtung weist außerdem
an der Breitseite des Sackoberteils angreifende Elemente auf, die an einem Parallelgestänge bewegbar
angebracht sind. Diese bekannte Vorrichtung ist sehr kompliziert im Aufbau und stellt ebenfalls nicht
sicher, daß die Spreizelemente beim Herausfahren am Sack hängenbleiben und diesen mit hochziehen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Spreizvorrichtung zu schaffen, mit der sich der
Spreizvorgang schnell und sicher bei gleichzeitigem tiefen Hineingreifen der Spreizfinger in den Sack
abwickeln läßt und die außerdem eine Einstellung der Spreizbreite ermöglicht.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Spreizvorrichtung der eingangs beschriebenen Art vorgeschlagen,
die dadurch gekennzeichnet ist, daß ihre Viergelenkgestänge als Parallelgestänge ausgebildet
und ihre Spreizfinger mit diesen über Halteeinrichtungen verbunden sind und daß die nicht an den
Parallelgestängen angreifenden Enden der Arbeitszylinder über eine Spindel höhenverstellbar angeordnet
sind.
Die Spreizfinger können nach einem weiteren Gedanken der Erfindung an ihren freien Enden nach
innen gekrümmt sein, wobei die Krümmungen in der Spreizebene liegen.
Der Vorteil, der mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung erreicht wird, besteht darin, daß durch das
Parallelgestänge während der Eintauchphase der Spreizfinger in den Sack hei Beibehaltung einer senkrechten
Anordnung der Spreizfinger ein nahezu gradlinier Weg zurückgelegt wird und nach einer bestimmten
Eintauchtiefe ein Wandern der Spreizfinger nach außen und damit ein Spreizen des Sackes erfolgt,
wobei der Bewegungsvorgang nach außen auch wiederum bedingt durch die Art und Anordnung
des Parallelgestänges eine nahezu gradlinige Bewegung ist. Nach erfolgtem Spreizvorgang erfolgt
die im Vorhergehenden beschriebene vorteilhafte Bewegung der Spreizfinger rückläufig, so daß beim
Ausfahren der Spreizfinger aus dem Sack ein Haften derselben an ihnen nicht mehr möglich ist.
Unterstützt wird diese vorteilhafte Erscheinung noch dadurch, daß die Spreizfinger an ihrem unteren freien
Ende nach innen leicht gekrümmt sind. Vorteilhai;
ist ferner, daß über eine Spindel die Spreizbreite der
Spreizfinger einstellbar ist und daher beliebige Sackformate und Sackgrößen verwendet werden können.
An Hand der in den Zeichnungen dargestellten Figuren ist die Erfindung im folgenden an einem
Ausfuhrungsbeispiel näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung teilweise im Schnitt.
F i g. 2 eine Seitenansicht der erfindungsgernäßen Vorrichtung teilweise im Schnitt,
Fig. 3 ein Schnitt längs der Linie III-II1 der Fig. 1,
ig.l.
Der Ständer besteht aus einem Stativ 1 mit einem rwrinrh 2 an dem jeweils Paralleleestänee 3.4 in
Festpunkten 5, 6 drehbar gelagert sind. Die einzelnen
Teile 7, 8 bzw. T, 8' der Parallelgestänge 3, 4 sind mit dem Halteorgan 9 bzw. 9' für die Spreizfinger 10
bzw. 10' verbunden, und zwar acrart, daß das Halteorgan
auf seiner Bewegungsbahn stets in einer senkrechten Lage gehalten wird. Erreicht wird dies dadurch,
daß die freien Enden 11, 12 bzw. 11', 17' der einzelnen Teile 7,8 über Bolzen drehbar an den
Halteorganen 9 bzw. 9' befestigt sind. An den außenliegenden Gestängeteilen 7 bzw. 7' greift jeweils ein
wechselseitig beaufschlagbarer Arbeitszylinder 13 bzw. 13' an. Um die Spreizbreite der Finger regelbar
geitaiten zu können, sind die freien Enden 14,15 der
Arbeitszylinder 13 bzw. 13' mit eine Spindel 16 gekoppelt, so daß diese Enden parallel zu dem Stativ 1
bewegbar sind. Dadurch wird zwangläufig oie Endlage und damit die Spreizbreite der Spreizfinger fest-
gelegt.
Mit der Spreizvorrichtung arbeitet zeitlich nacheinander eine weitere Vorrichtung zusammen, welche
den Sack im Bereich der Nahtstelle faltet oder so verformt, daß nach der Spreizung ein unbehindertes
Verschließen erfolgen kann. Diese Vorrichtung ist
ebenfalls an dem Querjoch 2 befestigt. Sie besteht aus zwei bügelartigen Elementen 17,18, welche an
Weilen iy, JM ocicsugi siuu. λ.ι j~.» w.u.. »n, in
greifen über Elemente 21,22 wechselseitig beaufschlagbare
Arbeitszj Inder 23, 24 an, über die die Schwenkbewegung der oügelartigen Elemente 17,18
erfolgt. Der Sack 25 bewegt sich auf einem Transportband 26 und wandert nach Spreizung durch die
bügelartigen Elemente 17,18 zu der Verschließeinas richtung 27.
Claims (2)
1. Spreizvorrichtung für gefüllte, auf einem Transportband von einer Füllstation zu einer
Verschließstation bewegte Säcke mit vor der Verschließstation angeordneten, durch je ein
Viergelenkgestänge mit einem Ständer bewegbar verbundenen Spreizfingern und mit je ein Viergelenkgestänge betätigenden Arbeitszylindern,
wobei die Spreizfinger derart angeordnet sind, daß sie bei ihrer Bewegung in den jeweiligen
Sack eintreten, diesen spreizen und dann wieder nach oben verlassen, dadurch gekennzeichnet, daß die Viergelenkgestänge als
Parallelgestänge (3,4) ausgebildet und die Spreiz- (mgerdn 1A'>
mit iliocpn iikor Ualtooinri^h.
tungen (9, 9') verbunden sind und daß die nicht an den Pi allelgestängen angreifenden Enden
(14,15) der Arbeitszylinder (13, 13') über eine Spindel (16) höhenverstellbar angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spreizfinger (10, 10') an
ihren freien Enden nach innen gekrümmt sind und die Krümmungen in der Spreizebene liegen.
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